Posts by Fuhrmann

    Heute habe ich ein email erhalten die ich Euch nicht vorenthalten möchte, weil ich vermute, dass diese mail auf Grund meines Beitrages hier entstanden ist. Ich werde die mail annonymisieren, möchte aber bemerken, das der Absender eine spanische Adresse hat.


    Quote

    geben Sie keine Unternehmenszahlen aus Ihrem Haus,
    es sei denn, dass derjenige, dem Sie Ihre Zahlen anvertrauen vom Gesetz her zu absoluter Verschwiegenheit verpflichtet ist: Steuerberater, Rechtsanwalt und dgl. Seien Sie sehr vorsichtig damit Ihre Zahlen nicht auf verschlungen Pfaden in die Hände von Wettbewerbern, Konkurrenten oder der Marktgegenseite gelangen können.


    Besser! Machen Sie sich lieber selber fit, in dem Seminar Die Deckungsbeitragsrechnung im Forstdienstleistungsunternehmen


    Ein Praxisseminar speziell für Unternehmer, die auf die vollmechanisierter Holzernte spezialisiert sind –
    die Seminarleitung liegt bei mir.

    Komischerweise haben die Vorpferde Hintergeschirre, die Stangenpferde aber nicht.


    Um so was zu können muss man jahrzehnte Erfahrung haben........ ;-)


    Andreas, Du könntest doch auf deinen Fahrten Briefmarken verkaufen und von dem Erlös dir einen Rundballentransporter anschaffen.
    Da Du, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, keine 30 Kühe hast wie Emanuel, dann reicht vlt. auch ein kleinerer Transporter. Der große war ja für den Emanuel gedacht.
    Bei Deiner nächsten Fahrt in Italien könntest Du auf dem Heimweg beim Albano vorbeifahren und den seinigen anspannen:


    [Blocked Image: http://www.noieilcavallo.org/fotogalleria/lightbox/images/14.jpg]


    Der ist ja auch gelb und du könntest damit nach Hause fahren. Wäre ja fast wie die Post-Rundballen-Fahrt.
    Transport gespart und ein Plätzschen für den postlichen Zustellwagen für Rundballen findet sich bestimmt.

    Ich will doch nicht noch einen Extra-Wagen fürs Rollenladen haben.


    A. Nemitz


    Andreas, ich weiß ja von deiner Liebe zum Traditionsfahren, aber Du kannst dich doch nicht ständig den neuen "Kutschen" verschließen. Als der Benno noch gefahren ist gab es eben noch keine Rundballen und in 100 Jahren werden sie sagen: " Mit so einem Wagen hat schon der Nemitz seine Rundballen heimgefahren; dann ist es auch schon Tradition. ;-)

    Wer nie in seinem Leben in einer lauschigen Vollmondnacht mit der Kutsche unterwegs war, dem fehlt etwas in seinem Leben. Wer es erlebt hat, der wird es auch nicht in Frage stellen bei Dunkelheit zu fahren.
    Und auch wenn der Mond mal nicht voll ist, dann ist es ebenfalls ein unvergessliches Erlebnis die Leuchtkraft von 2 Candela zu erfahren.
    In 56 Millionen Jahren haben die Equiden noch nie einen Leuchter gebraucht wenn sie des nachts unterwegs waren. Ich denke sie brauchen es auch heute nicht. Wichtiger beim fahren bei Dunkelheit ist es gesehen zu werden von anderen Verkehrsteilnehmern.
    Erfahrungsgemäß gewöhnen sich unsere Augen auf dem Bock auch recht gut bei Dunkelheit und relativ langsamer Geschwindigkeit an die Bedingungen.
    Ich fahre des öfteren nachts, vermeide es aber ausserhalb von Orten vielbefahrene Straßen zu nutzen. Das ist mir sehr riskant. Aber ruhige Nebenstraßen und gute Feldwege sind angenehm zu fahren.


    Rot weise Parkwarntafeln:
    Diese sind erlaubt für Pferdegespanne und wurden sogar im Seminar der BG empfohlen.
    Allerdings fände ich eine mit Parkwarntafeln und Rundumkennleuchte versehenes Gespann nicht mehr als ansprechend.
    Wenn ich mir vorstelle ich müsste den Nikolaus abends mit Parkwarntafel und RKL durch den Ort fahren.......*gruselig*

    Ich denke wir müssen es differenzierter sehen. Wir können nicht alle Betriebe in einen Topf werfen.
    Ein 1-Pferd Betrieb wird andere Lösungen haben als ein 30 Kühe Betrieb.
    Wer 1 Pferd zu versorgen hat, der wird sich weder einen Hallenkran noch einen Hofschlepper anschaffen, das wäre ökologisch wie ökonomisch unsinnig. Genauswenig wird ein 30-Kuh Betrieb in Westeuropa mit 2 Aldileitern und 5 Mann Rundballen aufladen.
    Die Lösungen werden an den Betrieb angepasst sein müssen, damit sie sinnig sind.


    Ich finde es aber wichtig, dass möglichst viele ihre Pferde einsetzen, egal ob sie ein Pferd oder 30 Kühe zu versorgen haben.

    Wenn man bedenkt dass ein echter Rheinischer Sauerbraten aus Pferdefleisch ist, dann liegt ihr garnicht so verkehrt !


    KB = Katlblut


    Ausreichend Arbeit:
    Am Anfang ist es schwer bis man sich etabliert hat, bis man die potentiellen Auftraggeber von der Qualität und der Leistung überzeugt hat.
    Es gibt Kollegen die arbeiten sehr speziell, z. B. Holz und es gibt welche die arbeiten breit gefächert.


    Ich bevorzuge es breit gefächert zu arbeiten um ggf. auf Auftragsrückgänge flexibler reagieren zu könnnen.


    Ich biete folgendes an:


    Kutsch und Planwagenfahrten
    Holzrückearbeiten
    Natur- und Landschaftspflege
    Landwirtschaftliche Arbeiten + Gemüsebau
    Brennholz


    Schauveranstaltungen und Vorführungen
    Vorträge zum modernen Pferdeeinsatz
    Moderation von Veranstaltungen
    Arbeitspferde für Dreharbeiten zu Filmen
    Ausbildung vom Fuhrleuten im Arbeiten mit Pferden in den Bereichen: Land- und Forstwirtschaft und Tourismus !


    Einfahren von Pferden zum Fahren und Arbeiten ( ich bilde keine Sportpferde aus)


    Vertrieb von amerikanischen Arbeitsgeschirren aus Amisch-Produktion und Zubehör für Arbeitspferde !

    ..die Lösungen für deine Fragen gibt es schon:


    Pommeresche: Humusphäre
    Sepp Braun: mehr Ertrag und gesündere Pflanzen durch kleinere Schlepper
    Klaus Strüber: noch mehr Ertrag durch Pferdeeinsatz
    Dr. Dieter Storl: Energieverbrauch der Amischen ( nur 20 % von dem was ihre Schlepperkollegen brauchen)
    WBBRGU Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung für globale Umweltfragen: Wir müssen unseren Energieverbrauch um 80% senken !
    Prof. Dr. Niko Paech: Berfreiung vom Überfluss
    Prof Dr. Onno Popinga: Landwirtschaftliche Subventionen von der Fläche auf den Arbeitsplatz umlegen.


    Interessant finde ich es wenn man sich die Daten von Storl und dem WBBRGU anschaut.


    Momentan arbeiten wir doch wie auf dem folgenden Bild:


    [Blocked Image: https://scontent-a-ams.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/v/t1.0-9/13619_1157577994282415_2777430613007549196_n.jpg?oh=dc1c16215c9306dcf5ac8116cdb56b1a&oe=54B5D936]

    Hänger: 5000 vs. 7500 €
    Ich müsste die 5000 löschen. Ich ging erst von einem gebrauchten Hänger aus. Aber die sind schwer zu bekommen. Daher habe ich mich für den Neupreis und 10 Jahre Abschreibung entschieden. beim gerbauchten wäre die Abschreibung kürzer.


    Anfahrtskosten:
    Es wird ja meist ein Preis verlangt etweder per Stück oder per Stunde. Da packe ich immer die km Kosten mit rein.
    Die km Kosten eines Fahrzeuges lassen sich ermitteln aus
    Abschreibung+Reparaturen+Steuer+Versicherung+Sprit/Jahreskm = kmpreis
    Alternativ kann man beim ADAC in den Listen nachschauen.
    35 Ct würden bei einem Zugfahrzeug mit dem man schwere Tiere transportiert nicht hinkommen.


    Zeitkosten für die Anfahrt:
    Ich habe mir einen Zeitradius gesetzt, innerhalb des Radius´ berechne ich keine Zeit, wenn ich über eine gewisse Zeit drüber komme, fließt es in den Stunden- oder Stücklohn mit ein.
    Das hat den Charme dass ich je heimatnäher ich arbeite umso günstiger anbieten kann. Schließlich will ich mit den Pferden arbeiten und sie nicht "spazieren" fahren.


    Jahresarbeitsstunden:
    Alexander so habe ich auch mal gerechnet. Letztendlich hilft aber nur eines, Buch führen über die Stunden.
    Ich mache das derzeit für interne und verkaufbare Stunden, interessant was da zusammen kommt.
    Wenn jemand von der Pferdearbeit leben will, dann sollte er mindestens mal 1000 verkaufbare Stunden im Jahr haben.


    Mist-entorgungskosten:
    Dieser Posten fehlt in meiner Aufstellung. Je nach dem ob man was dafür zahlen muss oder ob man für den Mist etwas bekommt sollte man das einrechnen. Auch wenn man das selbst macht hat man Kosten.


    Was ich auch nicht eingerechnet habe sind die Besorgungsfahrten mit dem Auto: Beispiel wenn ich Mineralfutter kaufen fahre, habe ich km Kosten, ergo wären die Transport-Kosten für Mineralfutter mit einzurechnen.


    Private Pferdehaltung:
    Ich denke es ist auch hier Sinvoll die Ausgaben aufzuschreiben, einfach um zu sehen wo es Kostenmäßig vlt. aus den Möglichkeiten läuft. Wie heißt es so schön: Wie kann man mit Pferden ein kleines Vermögen machen ? Wenn man vorher ein großes hatte !


    Quer-Gedanken:
    Wenn man sich mal anschaut was ein 1 Pferd + Gechirr kostet und sich dann mal anschaut was ein Zugfahrzeug kostet. Dann darüber nachdenkt, dass das Fahrzeug vlt. 1 oder 1,5 Stunden am Tag arbeitet und 1 Pferd vlt. 6 bis 8 Std. Da steht dann mehr Geld auf dem Waldweg rum als im Wald arbeitet.

    Ich habe mal aus meiner Kalkulation den Deckungsbeitrag für 2 Pferde herausgearbeitet.
    NICHT enthalten sind darin die Kosten für das Zugfahrzeug, diese müssen für die Einsätze oder für sonstige Arbeiten noch hinzugerechnet werden.
    Auch müssen ggf. die Kosten für genutzte Maschinen, Wagen oder Kutschen noch hinzugefügt werden.
    Hier geht es erst mal nur um 2 verfügbare Pferde.


    Würde mich freuen wenn Ihr Eure Kalkulationen mal zeigt.

    Futterfläche:


    Deine Zahlen wurden mir hier auch mal genannt. Das scheinen die Erntemengen aus der Vor- und Nachkriegszeit zu sein.
    Du kannst dann aber gerne mal gegenfragen wie viel ihrer monetären Erträge sie für die Maschinen aufwenden.


    Die neuere Literatur gibt die Zahlen an die ich geschrieben habe. Auch in Bezug auf die Verfügbarkeit der neuen Pferdemaschinen.
    Diese Zahlen habe ich auch auf meinen Betrieb mal verglichen was die Futterwerbung betrifft. Meine Pferde sind etwas schwerer als das genannte und ich brauche noch nicht mal einen ganzen ha für ein Pferd. Dabei sind die Koppelfächen mal aussen vor gelassen.


    Zu bedenken ist, dass der Landwirt in früherer Zeit seine Zugkraft selbst produzieren konnte. Heute hat er das outgesourct und ist nur noch Konsument.


    Es gibt da eine Dipl. Arbeit von M Zimmermann mit folgendem Ergebniss:
    Würde ein 100 ha Betrieb die Energie für die Produktion und Nutzung vom Schlepper auf dem Betrieb produzieren, dann bräuchte ein Schlepperbetrieb 29 % seiner Fläche und ein Pferdebetrieb 9 %. Ich hoffe ich hatte die Zahlen nun Richtig im Kopf.
    Ich habe gerade nachgesehen und korrigiert !

    Es ist schön zu sehen was andere gut machen, das kann inspirieren.
    Auf andere zu zeigen, die etwas nicht so gut machen, bringt wenig erfolg weil man nur Fronten aufbaut.
    Darum würde ich das Thema gerne mal in die Richung lenken, was können wir Zugtier-Leute denn tun um etwas zum weniger belasteten Planeten beizutragen.


    Wenn wir ehrlich sind, dann belastet schon die Haltung von unseren Zugtieren die Erde: Vorhaltung ein Stalles, Tierarzt, Transport, etc. und zu guter letzt die Futterversorung. In D. geht man von einem Dieselverbrauch von 110 l / ha aus.
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=3983
    Schaffen wir es denn wenigstens diesen Treibstoffverbrauch zu egalisieren mit unseren Tieren ?
    Oder schaden wir noch mehr ?


    Würde mich über Vorschläge und Ideen freuen !