Posts by Fuhrmann

    Ein großes Loch in der Erde, wir fördern Erz
    Wir bauen ein Stahlwerk
    Wir bauen Riesenschiffe Tanker und Container
    Wir bauen Ölförderplattformen so groß wie wie die Pyramiden
    Wir bauen bauen Erdölraffinerien
    Wir schiffen Öl um den Globus
    Wir vertreiben Kleinbauern von ihren Feldern in Südamerika
    Wir bauen Soja an für den Export nach Europa aus Ländern in denen Kinder verhungern
    Wie viele Tiere sind allein durch den Abbau der Rohstoffe gestorben ?
    Wie viele Tiere sterben durch den Klimawandel ? Wie viele Arten ?
    Bei nicht Bio kommen die totgespritzten Tiere noch dazu !
    Wie viele sterben durch die notwendigenverbauten Flächen, Straßen und Transporte ?


    Ein Weideschuss im Deutschen Mittelgebirge Ein Grasfresser aus ganzjähriger Weidehaltung stirbt binnen Sekunden und
    liefert Eiweiß.
    In einem ha Boden leben Tiere in der Masse von 7 Kühen, munter weiter.


    Jetzt mal Bilanz ziehen !


    Es erinnert an die Darstellung von Kaspanaze Simma, wie eine Bauernfamilie einen Joghurt kauft.
    DerBauer melkt die Kuh/Ziege/Schaf
    Die Milch wird gekühlt
    Wird alle 2 Tage zur Molkerei gefahren
    Dort wird die Milch erhitzt und pasteurisiert (alles leben drin tot gemacht)
    Dann werden lebende Joghurtkulturen zugesetzt und bebrütet
    Der Joghurt wird abgefüllt
    Der Joghurt wird gekühlt
    Der Joghurt wird in den Großmarkt gefahren
    Der Joghurt wird in den Einzelhandel gefahren
    Die Bauersfrau fährt mit dem Auto einkaufen um den Joghurt zu holen.


    Simma macht es anders, er nimmt die kuhwarme Milch, erhitzt sie noch ein wenig in einem Topf, setzt die Kultur zu und steckt den Topf unter die Bettdecke. Nach einer gewissen Zeit hat er Joghurt.


    Wir brauchen heute 30 Energieeinheiten um 1 Energieeinheit Lebensmittel zu produzieren.


    Der wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung für Globale Umweltfragen sagt, dass wir unseren Energie- und Resourcenverbrauch um ca:. 70 % reduzieren müssen wenn wir die Resourcen fair verteilen wollen auf die Menschen und den Klimawandel stoppen.


    Und wir Deutsche brauchen noch mal 60 % unserer Bundesweiten Fläche im Ausland damit wir uns ernähren können.
    Wir schmeissen ca: 50 % der Lebensmittel weg !
    Wir schmeissen in D. Jährlich 20 Mill. Schweine in den Müll ! Direkt vom Produzenten in die Verbrennung. Tier KZ bekommt dadurch noch mal eine weitere Bedeutung.


    Der hohe Fleischkonsum ist nicht gut. Man kann ja mal die tatsächlichen Verbräuche mit den Empfehlungen der DGE vergleichen.


    Vegan ist nicht die Lösung, aber die Vegane Bewegung wird unsere Ernährung beeinflussen und das finde ich gut. Es wird ein Trend geben hin zu mehr Gemüse auf dem Teller.


    Wir können nicht das ganze Land zum Acker machen, weil Menschen Gras schlecht verdauen können.
    Ebenso wenig macht es Sinn Lebensmittel an Tiere zu verfüttern, die für Menschen genießbar sind.
    Aber wir können Pflanzen die wir nicht essen an Tier verfüttern.


    Fleisch als Beilage, nicht als Hauptbestandteil. Der Sonntagsbraten sollte wieder seine Bedeutung bekommen.


    Wir sollten drauf hinarbeiten uns komplett aus Deutschland zu ernähren. Was nicht ausschließt dass wir uns aus dem Ausland ergänzen und Waren tauschen. Wenn wir tauschen sollten wir in Kalorien tauschen nicht in €. Aber 1,6 mal die Landesfläche ist zu viel. Und wir sollten nicht Lebensmittel aus Ländern importieren in denen Menschen verhungern.


    So Bio wie möglich und so regional wie möglich bei fairer Entlohnung der Produzenten und guter Haltung der Tiere.

    Meine Anfänge, oder wie Mann mit Pferdearbeit Menschen zum Lachen bringt !


    Es ist jetzt gut 20 Jahre her dass mich entschied 2 Kaltblüter zu kaufen. Die wilden jungen Jahre waren vorüber, eine geregelte Arbeit hatte ich auch und so machte ich mich auf den Weg. Das Ziel war ein Gespann um nach dem Job „just for fun“ ein bisschen zu fahren.


    Erst mal informieren, durch einen Zufall habe ich die Zeitschrift „Das Zugpferd“ im Münchner Hauptbahnhof entdeckt.Dort wurde ich auf die „Westfälischen Fuhrmannstage“ in Hagen aufmerksam. Eine Klasse Veranstaltung und zum großen Finale traten auf dem Hauptplatz einige nervöse Warmblüter von einem Bein auf das andere und supercoole Kaltblüter standen dort. Die Entscheidung war gefallen: dicke Gäul müssen in den Stall.


    Erst mal Fahrausbildung, wo finde ich einen Kurs ? Im Internet gucken – hüstel – da war noch nix mit Kaltis im Netz oder Fahren oder oder !


    Meine Vorstellung war nach der Fahrausbildung ein gefahrenes Kaltblutgespann zu bekommen. Als ich das in Fachkreisen zum ersten mal äußerte traf ich zum ersten mal die Lacher. Als ich die Frage ob es ein Paßgespann sein sollte bejahte konnten sich die Umstehenden nur schwer zurückhalten sich NICHT auf dem Boden vor lachen zu kullern. Auch ich war naiv.


    Kurzum, ich hatte dann einfach sehr viel Glück, ich konnte ein sehr gutes Gespann eines älteren Mannes übernehmen der aufhörte. Geträumt hatte ich von zwei Rheinisch Deutschen bekommen habe ich zwei Polnische Mixe ! Nach heutigen Marktpreisen habe ich sehr viel Geld bezahlt, aber dafür zwei supergute Pferde bekommen. Einen Planwagen
    hätte ich gleich mit dazu kaufen können, Planwagenfahren – ich – nie im Leben.
    Die Fahrausbildung war das eine, dann selbst zu fahren war das andere.
    Aber, die Pferde waren einfach sehr gut und meine ersten Lehrmeister.


    Samstags morgens habe ich immer den Mist von der Woche mit dem Traktor vom Hof gefahren, am Nachmittag gab es ausgedehnte Spazierfahren. Doch mein Gefühl sagte mir – hier stimmt doch was nicht ! Mit dem Traktor die Pferde „entsorgen“ und dann spazieren fahren. Dazu muss ich sagen, nur spazieren fahren, war mir irgendwann zu langweilig, Kringel fahren, nicht meins. Ergo reaktivierte ich den Gummiwagen meines Großvaters und fuhr seit dem den Mist mit den Pferden vom Hof. Und da waren sie wieder – die Lacher !


    Mit Gäul schaffe das geht heute nicht mehr – ich weiß nicht wie viele tausend male ich das gehört habe. Einmal rief mir einer aus dem fahrenden Auto entgegen: „ Es wird Zeit dass Du dir einen Traktor kaufst“ , nachdem ich überhaupt erst mal verstanden hatte was er wollte dachte ich über eine Antwort nach. „Ja“, dachte ich ich, „wenn ich so intelligent wäre wie Du, dann würde ich das tun“. Aber da war der nette Typ schon lange der Straße entlang gerauscht.


    Die Pferde waren noch nicht im Ort, und ich hatte es wirklich nicht breitgetreten, dass ich welche bekomme. Aber ich hatte schon den ersten Auftrag für eine Kutschfahrt in der Tasche ! „Da ich nie Planwagen fahren wollte“ habe ich dann ein Gewerbe angemeldet und einen Planwagen gekauft.
    Wir fahren heute immer noch.


    Arbeiten mit Pferden das hat mich interessiert, ergo IGZ, dort engagiert, Kontakte geknüpft. Beim ersten Besuch auf den Westfälischen Fuhrmannstagen hatte ich die Fuhrleute dort bewundert. Bei der Durchsage, dass am Abend im Museumskeller ein Abend der Fuhrleute stattfinden würde, dachte ich bei mir: da wärst du heute Abend gerne dabei. Zwei Jahre später saß ich mit jenen die ich bewundert hatte zusammen am Tisch. Der Abend glich für mich einer Vorlesung an der Uni.


    Pflügen lernen, ja wie und wo ? Kurse ? Also haben wir über die IGZ Kurse in Hessen organisiert. Es ging weiter, Holzrücken gelernt und kleine Aufträge ergattert. Zu Hause beim Garten pflügen waren sie wieder zu Stelle – die Lacher !


    Die ersten Pferde hatten kleine Macken, ich musste auch schon mal Aufträge absagen. Was tun? Ich schaute mich um nach neuen Pferden Rheinisch Deutsche standen auf dem Wunschzettel. Viele Telefonate und viele km quer durch D. Gute Pferde waren nicht verkäuflich, die ich als weniger gut befand wollte ich nicht. Anfragen bei den Zuchtverbänden – Fehlanzeige !
    Hengsthalter angerufen, Interesse an Fohlen ihrer Hengste bekundet, ahhhh Lichtblicke ! 2 Jahre suche für ein einigermaßen passendes Gespann von unterschiedlichen Verkäufern, roh versteht sich. Einfahren mit Hilfe meines Mentors, fahren am Wagen ging. Und dann lernte ich wieder an den Pferden.


    Dann kam das Angebot einer Fahrt in die USA zu den Horse Progress Days und den Amischen. Urlaub geplant, Geld gespart und in die USA geflogen. Am ersten Abend nach den HPD, sprachlos über das was alles geht mit Pferden. Es geht alles – auch heute noch. 700 Argumente in Form von Dias im Gepäck, soll mir noch einer erzählen das geht heute nicht mehr. Und diese Pferde, diese Belgians , es wird wohl ein ewiger Traum bleiben solche Pferde zu bekommen.


    Die Integration der Pferde in die Heuwerbung ging voran. Neben dem Heu erntete ich viele „schlaue“ Sprüche und das Gelächter. 2004 war es glaube ich, als der Dieselpreis zum ersten mal über 1,50 € ging, die Lacher wurden ernst, der Dieselpreis hatte ihnen das Lachen verdorben. Dass es mir egal ist, ob der Liter 10 € kostet wollten sie garnicht hören, während ich mit Bodenantrieb das Heu gewendet habe. Als ich dann zum ersten mal den Hisko zum mähen eingesetzt habe, waren so viele Traktoren an meiner Wiese vorbeigefahren wie noch nie.


    Dann kam mein Arbeitgeber und sagte er brauche meine Dienste nicht mehr weil er diesen Bereich des Unternehmens schließe. Das Entlassungsgeld habe ich dann in die ersten beiden Flämischen Pferde ( das sind die Belgians wie in den USA) investiert. Und ich hatte einen Traum ich wollte mich mit Pferden selbständig machen – wenn nicht jetzt wann dann ?


    Was würde ich rückblickend anders machen ? Mit dem Wissen von heute noch mal 20 sein, wie mein Mentor zu sagen pflegte, würde ich Bio-Landwirtschaft oder Forstwirtschaft studieren.


    kleiner Nachtrag: die ersten Vier !


    [Blocked Image: http://www.fuhrhalterei-zauner.de/gal-VSP.jpg]

    Fuhrmann
    Es waren natürlich nicht ökonomische Gründe, die mich zur Abgabe meines Ardenners geführt haben. Und schon gar nicht sind es ökonomische Gründe, die mich an Shetties denken lassen. Ich glaube, daß Du das weißt und durch Dein Smiley hast andeuten wollen, oder?


    Ardennerin, ein zwinkerndes smilie ;-) , bedeutet bei mir, dass es nicht ganz ernst gemeint war, aber doch bemerkenswert.


    Bei der Gelegenheit mal ein Kompliment an Euch Alle, es gibt wenige Threads in denen so gut diskutiert wurde, überwiegend sachlich und fair. Ich muss sagen, ich wußte es auch nicht einzuordnen warum die KBs so billig verramscht werden, aber so ein bisschen kann man nun den Markt verstehen. Eine Lösung sehe ich allerdings nicht. Da denke ich wird die Zeit zur Lösung führen und ich bin gespannt wie sie aussehen wird.
    Aber bitte gerne weiter in der Diskussion!

    Anfänger - Wie war das bei Dir ?


    Es gibt ein Buch von Wendel Berry "Leben mit Bodenhaftung", darin ist ein Essay das da heißt: Das wachsen einer marginalen Farm. Darin beschreibt er wie er zur Pferdearbeit gekommen ist. Und dieses wiederum hat mich selbst sehr gefesselt und inspiriert, weil ich mich mit dem Beginn meiner Pferdearbeit darin wiedergefunden habe.


    Ich will hier ein neues Thema starten in dem ich Euch auffordere Eure Geschichte zu erzählen wie ihr zu den Pferden gekommen seit. Den Schwerpunkt wünsche ich mir in Richtung "Fahren in der Natur" und Arbeiten mit den Pferden oder Ziegen oder Esel oder oder ….


    Weniger spannend fände ich das sportliche Fahren.


    Interessant wäre wie ihr dazu gekommen seit, was hat euch bewogen, wie ihr Eure Rasse gefunden habt, wo seit ihr gescheitert was habt ihr anders gemacht, was würdet ihr wenn ihr es noch mal starten könntet anders machen usw.


    Man kann Erfahrungen nicht konsumieren hat Reinhold Messner mal gesagt.
    Ich bin der Meinung man kann aus den Erfahrungen der anderen lernen und sich inspirieren lassen und man muss nicht Fehler die andere schon gemacht haben noch mal machen.


    Ich denke gute Berichte können Einsteigern Hilfe sein,


    Ich freue mich auf Eure Beiträge.

    @ Sonja


    du könntest deine Kostenermittlung umgekehrt betrachten -> alle Kosten die du nicht hättest wenn Du nicht züchten würdest fasst du zusammen. Wie du die Schonzeit deiner Stute in der verminderten Nutzung berechnest kannst du ermitteln, was dich eine Nutzungsstunde deines Pferdes kosest und auf wie viele du verzichten musst.


    In Pferdezucht von Hartmann gibt es ein Leitfaden zur Kostenermittlung Pferdezucht. (siehe Buchinhlat bei den Onlinebuchhändlern)


    Vor einigen Jahren gab es vom Fraund Verlag in Zusammenarbeit mit der Landvolkhochschule Friedrichdorf ein Seminar für Pferdebertriebe. Schwerpunkte waren Pensionspferdehaltung, Zucht, Planwagenfahren. Da wurden die Betriebswirtschaftlichen Daten anhand von Beispielen ermittelt. Ob es diese Seminare oder ähnliche noch gibt weiss ich nicht.

    Ich will mal versuchen, das Thema wieder zum Ursprung zu lenken:


    Was wäre denn für Euch ein fairer Preis ? Bzw. welche Kosten müssten damit abgedeckt sein ?
    Hier ein paar Beispiele:


    Erstellungskosten ( Futter, Stall, Weide, Hengst, Stute, Zuchtverband, Versicherung, Transporte)
    Erstellungskosten + Zeitaufwand
    Erstellungskosten + Zeitaufwand + Gewinn


    Welchen Stundenlohn würdet ihr denn einem Züchter zugestehen ?

    Ich vermute, dass viele die züchten überhaupt keine Buchführung über die Ausgaben machen.
    Ggf. läuft alles in einen Topf und wenn es finanziell tragbar ist wird es eben gemacht. Das ist so wie Hosentaschenwirtschafterei.
    Irgendwer muss die Kosten ja tragen.


    Irgendwann laufen die Kosten aus dem Ruder und dann ist es billiger einen Gaul zu verramschen als ihn weiter durchzufüttern.
    Bei lockerer Weidehaltung im Sommer ist das alles noch tragbar. Wenn das Pferd aber über Winter in einen Stall muss und etwas gefördert werden soll, dann bedeutet das Aufwand uns Kosten.


    Vor ein paar Jahren gab es ein paar Berichte aus den USA, dort durfen keine Pferde mehr geschlachtet werden und auch freilebenden Mustangs nicht mehr dezimiert werden bzw. dem Lebensmittel zugeführt werden. Daraufhin brach wohl der Pferdemarkt sehr stark ein, und die Pferde die nicht mehr unterhalten werden konnten, wurden einfach in die Prärie freigelassen. Wie weit das Thema derzeit noch aktuell ist weiss ich nicht.


    Vielleicht ist Perdefleisch aus Weidehaltung die bessere Variante als billiges Fleisch aus einer Tiermastanlage.

    Vorsicht bei den Stundensätze, dass wir nicht Äpfel mit Birnen vergleichen !


    Beispiele:


    Stundensatz eines Unternehmers: hier sind alles Kosten enthalten wie Lohn, Sozialabgaben, Anfahrt, Pferd, Unternehmerisches Risiko, Gewinn, Zinsen etc.


    Netto- Stundenlohn eines Arbeitnehmers: das ist das was der Arbeiter dann frei zu Verfügung hat.


    Brutto-Stundenlohn eines Arbeitnehmers: hiervon muss der Arbeiter noch seinen Anteil an Sozialabgaben und Steuern zahlen.
    Und der Arbeitgeber führt seinen Anteil auch ab, müsste eigentlich drauf gerechnet werden um vergleichen zu könnne.


    Ein Unterschied: ein Arbeiter hat meist eine Vereinbarte Stundenzahl mit der er sein Jahreseinkommen kalkulieren kannn. Ein Unternhemer muss ich um Aufträge kümmern um genügend Einnahmen zu haben. Ggf auch Durststrecken ohne Aufträge überbrücken können. Pferde fressen auch wenn sie nicht arbiten bzw. Zinsen will die Bank auch wenn man nicht arbeitet, die Versicherungen wollen auch ihren Beitrag.



    Dazuverdienen:
    Im Grunde subventioniert der Hobbyhalter eine Dienstleistung !


    Ob sowas gut oder schlecht ich wage ich nicht zu beurteilen, aber ein paar Gedanken dazu:
    wenn man keinen Hauptberuflichen die Arbeit damit "kaputt" macht ist es eine Möglichkeit die Pferdearbeit zu etablieren. Alles was man anfängt wird erst mal ein Zuschussgeschäft sein.


    Wenn man allerdings einem Hauptberuflichen damit die Lebensgrundlage zestört finde ich das nicht gut, weil im Endeffekt beide nicht davon leben können und wir die Pferdearbeit auf diese Weise eher vermindern anstatt sie zu fördern.

    Der Preisverfall bei den Kaltblütern scheint mir ein Problem des Wohlstandes zu sein.
    Es besteht keine Notwendigkeit qualitätsvolle Kaltblüter auf den Markt zu bringen auf der anderen Seite gibt es eine sehr geringe Nachfrage nach guten Arbeitspferden, egal ob Hobby & Freizeit oder Gewerbe.
    Die niedrigen Preise bestärken die "geiz ist geil" Mentallität und der Käufer fühlt sch über den Tich gezogen wenn er einen fairen Preis zahlen soll.
    Der Equidenpass hat eigentlich nur den "Zuchtverbänden" genutzt, es gibt kaum noch unkontrolliertes Züchten. Und ich vermute viele scheuen sich davor das Pferd als Schlachtpferd deklarieren zu lassen zusammen mit der "Schlachtpferderettung" findet keine Bereinigung des Marktes statt.


    Ich sehe das als Gefahr, dass es weiterhin wirklich gute Arbeitspferde geben wird.

    Hier gibt es einen recht guten Vergleich im vorliefern von Vollbäumen.
    http://www.waldwissen.net/tech…de_seilschlepper/index_DE


    Typischer wäre eine Vergleich beim Vorliefern von Abschnitten. Hier liegen die Erfahrungswerte des Pferdes etwas höher als beim Seilschlepper. Es kommt aber immer auf den Bestand und auch der Witterung an. Je schlechter der Bestand umso besser arbeitet das Pferd.
    Aber 1: wer will schon immer in schlechten Bestäden arbeiten.
    Aber 2: Wenn das Pferd immer in schlechten Beständen arbeitet wo die Maschine auch mal unwirtschaftlich ist, dann wird auf dieser Basis das Pferd gerne als teuer dargestellt.

    ich möchte noch mal einwerfen, dass die 5300,- € nur die "Erstellungskosten" für so ein Pferd sind.
    Darin ist noch keine Aufwendung für Ausbildung enthalten.


    Warum züchten manche Leute noch Pferde ?
    Liebhaberei ?
    Kaltblutzucht ist nix für Profis ?


    Aus eigener Beobachtung weiß ich, dass es Leute gibt die öfters immerwieder billige Pferde kaufen. In relativ kurzen Abständen nach 1 bis 2 Jahren gibt es wieder neue, oder billige Pferde ziehen hohe Folgekosten nach sich. Ich denke wenn man die Nebenkosten dieser Handlungsweise zusammenrechnet, dann könnten die sich auch gleich ein preiswertes Pferd kaufen und hätten länger Freude daran.


    preiswert = ist seinen Preis wert !

    Ein interessanter Artikel in der aktuellen Ausgabe der Starken Pferde.
    Was kostet ein Kaltblutpferd bis es 30 Monate alt ist ?
    Die Autoren rechnen hier 5300,- € und dabei haben sie noch nicht alle Kosten erfasst.
    Und sie berichten von einer Such-Anzeige im Netz für ein ausgebildetes Pferd bis max. 1500,- € !


    Ist ein Kalter nix mehr wert ?


    Hat man am Markt vorbei gezüchtet ?


    Woher kommt diese Preisentwicklung ?


    Warum bezuschussen Züchter die Produkte ?


    Ist auf diese Art eine qualitative Arbeitspferdezucht überhaupt machbar ?


    Würdet ihr euren Arbeitgeber dafür bezahlen, dass ihr bei ihm arbeiten dürft ?


    Wie ist Eure Meinung zu fairen Preisen & Löhnen ?


    Wie sind die Preise bei anderen Rassen ?


    Ist ein Erhalt der Rassen bei solchen Bedingungen überhaupt möglich ?

    Seit gestern ist Woche der Toleranz in der ARD !


    Sehr interessant wie intolerant Experten sind wenn ihre Ratschläge nicht angenommen werden !


    Ratschläge sind auch Schläge, hat ein Psycho mal gesagt.


    Die Frage im Ursprung war: Kann man die Bremse ändern ?


    Da einige Experten hier keine Antwort wußten, schlugen sie Lena mit dem Rat sich eine andere Kutsche zu kaufen !


    Hat schon mal jemand geschrieben: "das weiß ich nicht" ?


    Interessante Beobachtung !


    Angeblich hat Tony Bauer mal den Achenbach zitiert mit dem Satz: Stil ist was praktisch ist !


    Lena wenn die Bremse funzt - dann ist es gut !

    Dieser Tage ist ja 25 Jahre Mauerfall das Thema in den Medien.
    Und wenn man hier und da mal reinschnuppert kommt immer wieder Freiheit als Wunsch und Wert zum Ausdruck.
    Freiheit war wohl der größte Wunsch der Menschen in der DDR.


    Wenn ich mir die Infos zum Freihandelsabkommen anschaue, dann tun sich mir Fragen auf.


    Werde ich nach geraumer Zeit des TTIP noch die Freiheit haben selbst wählen zu können was ich esse ? Oder haben dann z.B. amerikanische Chlorhähnchen europäische Biomäster in den Ruin getrieben ?
    Ist die Freie Marktwirtschaft im freien Welthandel dann die neue Diktatur ?

    dann mache ich das Pony richtig Schuss-Sicher, dann nehme ich die Jäger mit der Flinte mit zum fahren, die Schweine sind ja brav dressiert, und machen brav Platz und Bleib und der Jäger kann sie in Ruhe abschiessen und zu guter Letzt habe ich dann leckeren Wildschweinbraten vom Grill ala Asterix


    Die Idee gefällt mir !
    Es müsste dann Stilgerecht aber ein Jagdwagen sein. Dann würde dieser auch endlich wieder seinem Namen Ehre machen und nicht nur für "schön" durch die Gegend gefahren werden !