Posts by Fuhrmann

    Dreispänniges Arbeiten


    Im letzten Jahr habe ich die ersten Arbeiten dreispännig erledigt und war überrascht, was dies an Leistungssteigerung gebracht hat.


    Das ganze will ich nun im kommenden Jahr vertiefen und auch die eine oder andere Zeit- und Leistungserfassung machen um das ganze besser
    einschätzen zu können bzw. Erfahrungswerte zu sammeln.


    Es gibt ja hier im Forum einige die schon öfters 3 Spännig gearbeitet haben bzw. sich mehr und mehr damit beschäftigen.


    Mit diesem „Zugstrang“ (Thread) spreche ich alle an die sich mit 3 Spännigem Arbeiten beschäftigen. Und bitte um regen Austausch.


    Es gibt ja nicht nur Befürworter der Mehrspänner, darum würde mich Diskussionen über Vor- und Nachteile genauso interessieren wie Erfahrungen und Tips zum verbesserten Einsatz.


    Ich freue mich auf eine rege Beteiligung der Praktiker.

    Bei den ganzen Verweisen auf irgendwelche Bücher, Dipomarbeiten und Dissertationen frage ich mich immer, ob die jeweiligen Autoren in diesem Forum auch mal über eigene Erfahrungen verfügen.



    Jeder der versucht seine Pferde möglichst artgerecht im Herdenverband in Offenstall- und ganzjähriger Weidehaltung zu halten, der kann über derart unqualifizierte Aussagen nur müde lächeln.


    Wer hier schreibt und drei Tage später wieder seine Beiträge löscht. Wer seine Identität verschweigt, wer noch nie gezeigt hat dass er mit Pferden was tut. Der hat vermutlich keine Erfahrungen, da hast du recht.


    Wer seine Arbeitspferde ganzjährig im Herdenverband draussen hält, der arbeitet wohl nix mit denen. Dann ist das für ein Arbeitspferd natürlich nicht artgerecht. ökologisch gesehen wäre es dann besser die Pferde abzuschaffen und Gemüse anzupflanzen.

    Pferde verursachen einen höheren Bodendruck als Traktoren, aber für die Schädigung des Bodens ist ja nicht alleine der Bodendruck verantwortlich.



    Das will doch hier aber niemand hören, da das die schöne Scheinwelt stören würde.



    BODENDRUCK:
    hier muss man unterscheiden zwischen Kontaktflächendruck und Unterbodendruck.
    Der Kontaktflächendruck ist beim Pferd höher als beim Schlepper das ist korrekt. Beim Schlepper jedoch ist der Unterbodendruck viel größer und geht viel tiefer und ist damit verantwortlich für die Bodenverdichtung. Dazu kommt noch dass das Pferd nur punktuell belastet der Schlepper jedoch immer eine Spur macht.
    D.h. die punktuelle Belastung durch das Pferd wird durch das Bodenleben wieder aufgebrochen, während eine Schlepperverdichtung je nach Boden Jahrhunderte braucht oder garnicht mehr reparabel ist. Selbst wo ein Pferd 150 mal den gleichen weg gelaufen ist, ist keine nachhaltige Verdichtung messbar.


    Die Grundlage hierzu:http://www.soil.ch/doku/gefaherdung_schwerlast.pdf
    oder die Diplomarbeit von Süß und Fleischer in Holzrücken mit Pferden von E. Schroll.


    Wenn man wissenschaftliche Arbeiten kritisieren will muss man den Inhalt kennen, Pauschalierungen sind meist nicht haltbar.



    BODENVERDICHTUNG AUF STANDWEIDEN:


    Das ist aber nicht das Problem vom Pferd sondern das Problem des Besitzers und hat viel mit Art der Nutzung und dem Wetter zu tun. Standweide sagt es ja schon aus.
    Wenn der Pferdebesitzer seine Pferde ständig auf der Standweide hat, dann arbeitet er wohl zu wenig damit.


    Wer dazu tiefere Infos möchte findet sehr viel in H.P. Rusch Bodenfruchtbarkeit
    Oder schaut mal nach den Vorträgen von Sepp Braun.


    Auch die Form der Düngung spielt eine große Rolle.

    Wir sind gestern auch mit den Kinderschlitten gefahren. Funzt gut, ich konnte so schön unterm Bauch vom Pferd durchschauen.


    Die Rückekette war ein gutes Utensil, Eine Seite kurz an den Vordereen Schlitten, eine Seite lang an den hinteren Schlitten und dann.....


    und wann der Schnee staubt
    und wann die Sunn scheint,
    dann hab ich alles Glück in mir vereint !

    Pauschalierungen zu Bodenverdichtung sind genauso produktiv wie die Traktoren, die sie verursacht haben.


    Es gibt diverse Untersuchungen die belegen, dass eine Bearbeitung des Bodens mit Pferden gegenüber Traktoren zu einer Verbesserung des Bodens führt. Mittlerweile beschäftigen sich einige Wissenschaftler mit diesem Thema.


    Ein Praxisbeispiel habe ich im jahr 2000 auf dem Gemüsebaubetrieb Kessler gesehen.


    In der Schweiz gibt es eine Forschungsanstalt die sich mit Pflanzen beschäftigt, welche in der Lage sind Bodenverdichtungen aufzubrechen.


    Meine kleinen Ackerflächen zeigen Jahr um Jahr Verbesserungen. Auch bei den Grünlandflächen ist es zu sehen.


    Man darf jedoch nicht erwarten, dass man Flächen die über Jahre hinweg stark befahren wurden sich binnen einem oder zwei Jahre regenerieren.
    Ebenso gibt es Bodenarten die sich vermutlich nie regenerieren.
    Zu dem muss man den Boden kennen lernen, von der Zugspitze bis Flensburg wird man viele unterschiedliche Bodenarten finden und man kann nicht eine Lösung auf alle Böden übertragen, dann wird die Lösung zum Problem.

    Luzerne war auch mein erster Gedanke. Wurzelt tief, bindet Stickstoff und gibt Organische Masse.
    Ist allerdings in der Pferdefütterung nicht unumstritten. Siehe Dr. Renate Vanselow.
    Und sie ist Powerfutter für die Pferde, wohl nix für Dorina´s leichtfuttrige.
    Oder es geht dann schneller beim pflügen ;-)


    Lohmüller hast du, oder auch andere, Erfahrung mit Esparsette ?
    Anbau, Einsatz als Futtermittel, Wurzelmasse ?

    @ Uschi :thumbsup:
    Yep, so sehe ich das auch. Die Fahrten bieten eine gute Gelegenheit diese Themen anzusprechen und ich bin erstaunt wie offen die Menschen sind wenn man was zu sagen hat. Wobei Menschen die eine Kutsch- oder Planwagenfahrt buchen meist offen sind für Regional Themen.
    Was sich bei mir auch bewährt hat, ist die Nähe zu Umweltverbänden, hier bei uns der Nabu und auch der BUND. Die machen oft Vortragsveranstaltungen bei denen man gute Gesprächspartner findet. Und wir haben auch schon gemeinsam mehrere Veranstaltungen gemacht mit sehr gutem Feedback.

    Pflügen macht es aber nicht besser!


    So ist es, das hat Prof. Preuschen schon im letzten Jahrhunder gesagt: ganz Europa hat einen Horizont unterhalb der Pflugsohle.
    Und das relativ tief pflügen hat noch den Nachteil, dass diese Pflugsohle nicht mehr von Bodenlebewesen aufgebrochen wird.


    Während der Pferdepflug in 10-15 cm tiefe im belebten Boden arbeitet und die Sohlenbildung nur gering ausfällt.


    Die Pfluglose Bondenbearbeitung bringt schon einen beseren Boden im Zustand. Hmm kann es gerade nicht besser erklären. Allerdings wird im konventionellen Ackerbau dann mehr Chemie zur "Unkraut"Bekämpfung eingesetzt, was auch die Bondenlebenwesen reduziert.
    Wie schon öfter erwähnt kann ich folgende Herren empfehlen:


    Sepp Braun - der Bauer mit den Regenwürmer
    Prof. W. Ehlers - Uni Göttingen
    Michael Simmel - der Bauer der das Gras wachsen hört

    @jakob


    Auch in einem WIR = Team muss es immer einen Leader geben, sprich einer der den Hut auf hat. Und am besten ist es wenn der den Hut auf hat der auch die Idee hatte. Die anderen die das gut finden arbeiten dann mit,


    Ich habe schon oft Ideen angestossen, die von anderen dann aufgegriffen und verschlimbessert wurde. Das war dann die totale Enttäuschung.


    @ Ardennerin
    Ziele: darum bat ich Jakob ja um ein Konzept.

    @Jurgren
    Jürgen, das mit den Interessenvertreter in die Parlamente das sehe ich genauso. Je mehr je besser. Am besten in allen Parlarmenten und mögl. vielen Parteien.


    @'jakob
    Michael, Du hast schon recht, dass man erst gehört wird wenn man sich krass ausdrückt oder es müssen ander medienwirksame Aktionen her wie Streiks, Demos, oder ähnliches. Sobald die Presse mit vor Ort ist, werden Politker wach.


    Zur EU Sammelklage. Arbeite ein Konzept aus, Suche einen passenden Anwalt, kläre die Kosten, ich bin bereit dazu zu spenden.

    Ich will das Thema noch mal schubsen.
    Toll Eure Beiträge zu lesen, für mich ist das sehr interessant zu erfahren wie ihr zu den Pferden gekommen seit.
    Freue mich auf weitere Beiträge von Euch, nur Mut, schreibt doch mal wie ihr eingestiegen seit, und was ihr macht.


    Ganz so krass würde ich es nicht ausdrücken, aber tendenziell stimme ich dem schon zu.


    Dazu fällt mir eine Aussage von Frau Merkel aus einem Interfiew ein, dass sie gegeben hat als die Finanzkrise ihren ersten Höhepunkt erreicht hatte. Da sagte sie sinngemäß : " Die Banken haben den Kontakt zum Volk verloren und sich in ihrem handeln und denken verselbständigt".
    Mein erster Gedanke bei dieser Aussage war: liebe Frau Merkel, schauen Sie mal in den Spiegel, denn bei den Politikern ist es nicht anders.

    Pferd und Politik und Engagement


    In vielen Themen in unserem Forum kommt es immer wieder durch wie die Politik immer mehr in das Thema Pferd eingreift. Die Freiheit in Sache Pferd geht mehr und mehr verloren.


    Darum hier mal ein „Brett“ Politik und Pferd, Themen übergreifend .


    Ich bin der Meinung, dass wir ohne Engagement in Richtung Politik in Zukunft immer mehr beschnitten werden was das Pferdethema angeht. Egal ob man das gewerblich oder hobbymäßig betreibt. Bzw. sind die Übergänge oft fließend.


    Den Kopf in den Sand zu stecken und hoffen dass es besser wird funktioniert nicht. Auch einfach nur Mitglied in einem Verein, Bündnis oder IG zu sein, reicht nicht aus. Wir müssen uns engagieren. Wir müssen Lobbyarbeit machen für das Pferd.


    Ich freue mich auf sachliche Diskussionen, Erfahrungen und Beispiele.


    Noch mehr Freude würde es mir bereiten, wenn andere Meinungen respektiert werden !



    Hier noch mal ein passendes Wort, es ist zwar strittig ob es wirklich von Enstein ist, aber ich finde es passend:


    [Blocked Image: http://gutezitate.com/zitate-bilder/zitat-die-reinste-form-des-wahnsinns-ist-es-alles-beim-alten-zu-belassen-und-gleichzeitig-zu-hoffen-albert-einstein-163612.jpg]

    By the way