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Gerlinde

Trainee

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61

Thursday, February 16th 2012, 5:21pm

Wieviel Blödsinn darf ein studierter(?) Nationalparkleiter eigentlich erzählen?
Gerlinde

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62

Thursday, February 16th 2012, 10:35pm

soll ich Bilder beibringen, wie die gefällten Redwoods in Kalifornien abtransportiert wurden? dann such ich, hab zur Zeit bloß Bilder von solchen hinter Rindergespannen, aber die Technik dürfte die gleiche sein...


Habe ich zu diesem Thema gefunden:


63

Thursday, February 16th 2012, 11:40pm

mal meine Idee in die Praxis umgesetzt

Ach Horst,

die Sache ist doch so: Wir ziehen alle gemeinsam an einer Würgekette... aber

Du musst die Sache mit dem Holzrücken mal realistisch sehen

Das Holz muss so schnell und so billig aus dem Wald wie es geht - koste es was es wolle

Die Forstverwaltungen stehen unter Druck

Die Förster stehen unter Druck

Die Forstunternehmer stehen unter Druck

und der Wald hat den Druck auszuhalten

Es bringt absolut nichts gegen die modernen "Machenschaften" im Wald zu wettern. Derjenige dessen Name beim wettern veröffentlicht wird, bekommt bestimmt keinen Auftrag mehr.
Also kleine Brötchen backen. Jeder der schon mal Einblick in die Waldarbeit genommen hat, hat erkannt das der einzelne Pferderücker nichts... aber auch garnichts ausrichtet.
Entweder ziehst du einen Betrieb auf, der mit den "normalen" Maschinenunternehmern" zusammenarbeitet oder bietest deine Dienste als Komplettpaket an. Das heisst motormanuelle Aufarbeitung, Rückung mit Schlepper und dem Pferd zusätzlich.
Genau dieses Komplettangebot wird von Förstern immer mehr nachgefragt. Der Förster zeigt den Schlag, am liebsten wird per Telefon die Arbeit abgesprochen und nach Arbeitserledigung wird die Holzliste abgegeben - fertig.
Hier geht es dann nicht um Zigtausend Festmeter sondern um Käfernester, Windwurf oder Sonderdurchforstungen, bzw bestimmte Sortimente Holz für einen speziellen Holzkunden.
Was auch immer wieder kommt sind Durchforstungsflächen die nicht Maschinenbefahrbar sind oder Zufäll- und Rückearbeiten für den Harvestereinsatz.
Eine Änderung der Waldbewirtschaftung wird es meiner Ansicht nach auf absehbare Zeit nicht geben, also muss man sich mit den Gegebenheiten arrangieren und genau da ist das Geld zu verdienen. Wenn für Zufällarbeiten und Vorrücken für den Maschineneinsatz genausoviel und mehr Geld bezahlt wir wie für das Endrücken - da kann ich nur sagen: Prost Mahlzeit.
Als Beispiel: Zufällarbeiten: 80% der Bäume brauchten nur in Richtung Rückeschneise gefällt werden, 20% der Bäume entweder Windenunterstützt gefällt oder max. 20m per Seilschlepper vorgerückt. Dabei habe ich keinen einzigsten Baum auf der Schlepperachse bewegt, also nur beigeseilt. Bäume von 0,5 bis 3fm.
Zufällarbeiten in einem relativ schlecht erschlossenen 40 jährigem Bestand. Entweder direkt Richtung Schneise gefällt oder mit dem obrigem Helmochsen max. 10m vorgerückt.

Also nicht jammern, Arbeit gibt es im Forst genung - auch die entsprechen entlohnt wird.

Das Problem das ich sehe, ist halt das wir mit einer Generation Maschinenförstern zu tun haben die in ihrer "Ausbildung" auf Maschinenopimierung und Gewinnoptimierung gedrillt worden sind - hier müsste angehebelt werden. Was meinste was ich mir schon alles anhören durfte mit meinen Jungs. Viele Arbeiten die ich ausgeführt haben sind auf der Maschineneinsatzgrundlage vergeben worden, die ich dann teilweise mit den Viehchern erledigt habe. Irgendwann kamen dann die Anrufe von Privatauftraggebern oder auch Förster - können Sie nicht, da ist die Naturverjüngung oder oder oder, ich bin auch schon von meinem Förster gefragt worden, ob ich in dem Berg einen Weg brauche ---
nene Danke, das geht auch ohne Weg.

Nur wie gesagt, einmal nicht nur mit Pferd(sondern auch mit einfachem Maschineneinsatz) und dann die Försterluxusvariante mit Vollservice - ohne Anzeichnen mit Abgabe der Holzliste.

Über alles andere nachzudenken ist vergebener Gehirnschmalz, ist völlig an der Wirklichkeit vorbei und nur eine romantische Pferderückerspinnerei

In diesem Sinne

Der Teamleiter

CharlyBonifaz

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64

Thursday, February 16th 2012, 11:44pm

die wirklich großen Stämme wurde auf der sog. "skid road" geschleift, seltener auch gerollt...

Ox Team, Bull Puncher and Skid Road at Fort Dick, 1895

Ox Team pulling Redwood Log on Skid Road

Skid Road, Corduroy Road in Big River (Jerome Ford 1851/52)

10 Horse Team, (A.W.Ericson 1900)

gängige Horsepower waren damals meist Ochsen, die dienten auch der Verpflegung

Manitowish Waters
"Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird" Edward Snowden - 6.6.2013

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65

Friday, February 17th 2012, 7:17am

@ Klaus. Du hast vollkommen recht.

Wir reden hier aber über NATIONALPARK um im speziellen über Bachtäler. Hier steht offizell die Aussage, das der Naturschutz vor wirtschaftlichkeit steht. Das ist das was mich so auf die Palme bringt. Es geben innerhalb des Nationalparks regeln, z.B. nur Wege lt. Wegeplan, kein Hund von der Leine, kein Gänseblümchen pflücken usw. usw. :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:

Dann wird mit Stolz geschwellter Brust ein Projekt was mit 4,2 Mio. gefördert wird präsentiert, was im Anfang sprich "dem entfernen des Holzes" nicht aber auch gar nichts mit Naturschutz zu tun hat. Hier sehe ich eine realistische Chance das Pferde in 2013 zum Einsatz kommen können.

Unsere Zossen werden es wohl nicht werden, da mir das notwendige Gewerbe dafür fehlt. :rolleyes:
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66

Friday, February 17th 2012, 10:02am

ja aber wer solls denn werden Horst? Wer ist zertifiziert und wer hat Lust seinen Gaul bzw seine Gäule (bei der Menge an Metern braucht es ja zich Gespanne die durcharbeiten, das sind ja nicht 1000 m wie im Saarland und die gibts mM in Deutschland sowieso net. Also brauchts Gespanne aus dem Ausland und die sind wahrscheinlich wieder nicht zertifiziert) so zu schinden? In Bachtälern wo man auch mal bis zu den Knien in der Mocke steht und das Peed direkt mit, ist die Arbeit auch keine außergewöhnliche Freude.

Ich steh der Sache wirklich zwiegespalten gegenüber. Zum einen kann ich Deiner Argumentation völlig folgen, keine Frage. In so einem empfindlichen Ökosystem mit so einer Machine, da krempelts einem die Fussnägel auf.

Aber:
-wer ist in der Lage (Manpower, Pferdeanzahl+Ausbildung, Zusatz-Equipment und aktuell keine Aufträge - wobei man sich dann wieder fragt woran das liegt-) das in einer "halbwegs" angemessenen Zeit zu schaffen?

-wer will sich 1,2,3,4 oder mehr Jahre ganz vom Markt ziehen um diesen Auftrag zu erledigen und hinterher keine anderen Stammkunden mehr haben? Man kann ja nicht nur von hier bis zum nächsten Busch denken.

Was mich an der Sache stört ist die Argumentation der Behörde bzw der Zuständigen. Das ist fachlich einfach "schwach", bzw kommt so an. Wobei man ja nicht mal weiß, was der Zeitung wirklich gesagt wurde. Was wir da schon erlebt habe (also was wir def. gesagt haben und was dann da drauß gemacht wurde, weil der Schreiber einfach keinen Dunst hatte) war zT wirklich erheiternd. Bei uns war es lustig, in so einer ernsthaften Sache ist es ärgerlich wenn nicht das korrekte wieder gegeben wird.
übrigens wer Sarkasmus findet - diesen kann man wunderbar zum basteln benutzen, an die Wand hängen oder sich auf die eigene Stirn tackern

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67

Friday, February 17th 2012, 12:32pm

Diana ich weiss nicht ob Du hierfür zertifiziert sein musst. Werde auch den Teufel tuen nachzufragen und auf dem Silbertablett ein kräftiges Gegenargument liefern.

Das die Gesamtmenge von 30-50TSD FM nicht zu schaffen ist, ist jedem klar. Was jedoch machbar ist, sind Teilbereiche wie im aktuellen Fall die Tallagen. Hier hast Du auch einzelne Bereiche wo Matsch ist ganz klar, aber das groh ist Hanglage.

Mich kotz es einfach an, das Du in dem Bereich des Nationalpark nichts darfst da Naturschutz bla bla. Auf der anderen Seite wird die Natur kaputt gefahren. Aufgrund der Geschichte Bachtäler für dieses "Muschelprojekt" besteht jetzt die Möglichkeit aus allen Rohren zu schießen und Pferde in den Wald zu bekommen. Wenn dieses auch nicht klappt, ist der Zug ein für alle male abgefahren.

Zur Frage wer, für diesen Winter ist der Zug abgefahren.

Leider sind die Argument so schwach, ich war (vor einem oder zwei Jahren) bei einem Arbeitskreis dabei, wo Herr Arnerd das ganze lang und breit erklärte. Hier kahm auch der Vorschlag Teilbereiche z.B. am "Eifelsteig" einem viel genutzen Wanderweg nicht mit Maschinen sondern auch Werbewirksam mit Pferden zu bearbeiten. Damals bekahmen wir die Aussage es würde geprüft, die Idee sei nicht schlecht es würde geprüft. Ein gutes halbes Jahr später erhielt der Arbeitskreis das Antwortschreiben der NP Verwaltung. Genau die selben Argumente wie jetzt auch, Starkholz, Zeitraum, Menge. Nett war der Satz das Öffentlichkeitswirksam ja in Kommen mit Pferden 2x im Jahr Veranstalltungen seien. Dieses schreiben erhielt ich als Kopie als Reaktion auf meinen Leserbrief in der Rundschau/Stadtanzeiger.

Geil ist auch ne Aktion die im Moment läuft. Auf einer Betonierten Fläche jagen die im Moment ganze Fichten durch den Häcksler der hinter nem Xerion steht. Schönstes Schwachholz...
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Friday, February 17th 2012, 12:34pm

... am schlimsten ist dabei wie hier mit den Fördergeldern umgegangen wird. Wie Stephan schon sagte, kann gar nich so viel essen wie ich kotzen muss.
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69

Friday, February 17th 2012, 10:08pm

Tach Horst,

kann dich vollkommen verstehn.

Auch wenn es dich auf die Palme bringt.

Erklär mir mal bitte was Naturpark mit Naturschutz zu tun hat, etwa soviel wie Biogas mit Bio?

Mal so nebenbei: Wenn du das erste mal deinen Gaul per Schlepperwinde aus dem Morast gezogen hast, lässt auch du die Maschinen diese nette Arbeit in den hach so ökologisch wertvollen Sumpflöchern machen.

Grundsätzlich wäre natürlich die Bewirtschaftung des Naturschutzwaldes mit Pferden möglich, früher ginge das auch. Nur die heutigen Anforderungen der holzverarbeitenden Industrie spricht dagegen. Also geht´s doch nicht.

Mudrat

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70

Saturday, February 18th 2012, 9:59am

Moin moin,
wie Klaus schon geschrieben hat gibt es leider Momente im Leben eines Rückers auf die man wirklich sehr gut verzichten könnte.
Wenn das "Pony" auf einmal beim ziehen immer kleiner wird sollte man sich wirklich ernsthafte Gedanken wie man es nachher wieder raus bekommt.
Da freut man sich richtig wenn man einen Skidder oder Seilschlepper sieht der einem diese Arbeiten abnimmt,

Ich denke das derade die Symbiose zwischen
-motormanueller Ernte
-Rückepferden
-Seilschlepper / Skidder
-Forwarder die einzig vernünftige Lösung ist.

Den Vollernter habe ich jetzt mal bewusst auf der Auflistung weggelassen. Wo er arbeitet ist für ein Pferd definitiv nichts mehr zu tun...

Klar bekommt man oftmals auch mit Improvisation noch einiges gestemmt aber wirtschaftlich ist dann nur noch in den seltensten Fällen.

Gruß
Stephan

This post has been edited 1 times, last edit by "Mudrat" (Feb 18th 2012, 10:28am)


Diplomat

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Monday, February 20th 2012, 7:37am

@ Klaus, falsch die Rede ist vom Nationalpark. Richtlinien IUCN ect. pp. kannst Du ja selber Googeln. Ein Nationalpark ist das höchste Schutzgebiet was möglich ist.

Ich weiss ja nicht was ihr euch vorstellt, aber im der NP umfasst nicht das Hochmoor Hohes Venn wo übrigens auch wirtschaftlich gerückt wird. Daher vergesst mal eure Vorstellungen von versinkenden o.ä. Ponys. :rolleyes: :rolleyes:
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72

Thursday, February 23rd 2012, 12:14pm

Es kommt Bewegung in die Sache...

http://www.aachener-zeitung.de/lokales/e…tionalpark.html

Bin ja mal arg gespannt was bei dem Treffen raus kommt.
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73

Thursday, February 23rd 2012, 1:01pm

nix. was soll raus kommen?
so wie ich es jetzt les, verkaufen die auf Stock. Entweder hängt man sich also an nen Forstunternehmer der das kauft und köngelt mit dem zusammen.
Oder man kauft es selber und verklingelts weiter. Frage dann: hat man genug Möglichkeiten, aber das hat ich ja schonmal oben gesagt.

Und es braucht keine Moorlandschaft. Mir hat vorgestern ein kurzer Besuch im "bergischen" Land an einem idyllischen Bachlauf gereicht.

Klar besteht der Naturpark nicht nur daraus, also aus so hübschen sprudelnden Matschlöchern. Aber die "schönen" Ecken wird Dir keiner geben. Man wird Dir die "sensiblen" Bereiche geben. Und da brauchste nix essen, da kotzte so....

Ich finde den Grundgedanken gut. Aber Überzeugung muss immer ein Konzept haben, ein fertiges. Und kein könnte,sollte,wollte,hätte. Du schreibst selbst "Aufgrund der Geschichte Bachtäler für dieses "Muschelprojekt" besteht jetzt die Möglichkeit aus allen Rohren zu schießen und Pferde in den Wald zu bekommen". Ja, da muss einer die Backen zusammen kneifen, einen Unternehmer vor Ort angeln, mit dem ein Konzept erarbeiten und dann los legen.


Sorry, meine Meinung dazu...
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Diplomat

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74

Thursday, February 23rd 2012, 1:55pm

Diana, Du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. :whistling:

Alles andere ist in Arbeit ^^ ^^ ^^
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Fuhrmann

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75

Wednesday, January 8th 2014, 10:12am

huete Abend in Plusminus: ARD 21:45

Quoted

und um fragwürdige Holzlieferverträge, die zu Kahlschlägen in nordrhein-westfälischen Naturschutzgebieten führen könnten.
Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
Oder mußt Du noch Traktor fahren ?