Langsamer. Kleiner. Gut.

    • Wandel zum Langsamer. Kleiner. Gut.

      jkoerner wrote:

      Ich hatte zu Beginn dieser Woche ein Gespräch mit dem Leiter eines Maschinenrings. Fakt ist, daß die deutsche und europäische Landwirtschaft in Konkurrenz mit der Landwirtschaft der ganzen Welt steht. Unter dem Strich zählt das Geld.
      Der Maschinenring ist nur eine Schraube im Gesamtsystem. Er nimmt Mittlerfunktionen wahr und bietet u.a. den Erzeugern (Landwirten) Dienstleistungen an. Dass schwere Landmaschinen bei der Leistungserbringung eingesetzt werden, ist halt heute status quo. In einigen Jahren werden auch Pferdegespanne dazugehören, wenn nämlich der Maschinenantrieb mit fossilen Energien unbezahlbar geworden ist (1. Einkaufspreis Öl und Diesel, 2. Schadverdichtungszuschläge der Kommunen und öffentlichen Hand erhoben werden und 3. der Pferdeeinsatz finanziell gefördert wird).

      jkoerner wrote:

      Den Beteiligten ist (mittlerweile) sehr wohl klar, daß die immer größeren Maschinen keine Lösung sind, aber wo sind die schnellgreifenden Alternativen die eine vergleichbare Produktivität vorweisen können?

      Zaubern geht halt nicht, "schnellgreifend" also auch nicht. Ziele müssen schon realistisch sein. Aufklärung, Information der Öffentlichkeit - damit geht's doch los. Ehrlich - ich wusste bis vor Kurzem auch nicht, wie irregeleitet die Methoden in der Landwirtschaft geworden sind - und zu wessen Gewinn und wessen Schaden. Tierfleischskandale, ja, die kennt man ... Aber dass die landwirtschaftlich genutzten Böden auch so kaputtgehen - so vollgepumpt mit Chemie und zerquetscht von Maschinen - dass man sich also ernsthaft um den Erhalt der Bodenfruchtbarkeit kümmern muss, wenn wir nicht in ein paar Jahren nur noch synthetisch ernährt werden wollen und von ein paar Agrar-Giganten vollkommen abhängig sein wollen, das ist doch weniger bekannt...

      jkoerner wrote:

      Der Verbraucher entscheidet mit seinem Griff in’s Regal welche Produkte hergestellt werden. Wenn der Verbraucher entscheidet keine konventionell erzeugten Produkte mehr zu kaufen wird die Produktion umgestellt. Sonst nicht. Also muß sich das Verbraucherverhalten ändern.
      Na, das beschreibt aber gerade eine Patt-Situation - oder einen "dead lock", bei dem's nicht mehr vorwärts und rückwärts geht:
      Produktion wird umgestellt, wenn sich das Verbraucherverhalten ändert. Das Verbraucherverhalten kann sich aber nur ändern, wenn Alternativen im Regal stehen. Also wie soll's gehen, wenn Henne aufs Ei wartet?

      jkoerner wrote:

      Langsamer Kleiner Gut wird von allen befürwortet, ist aber momentan flächendeckend nicht möglich.
      Änderung ist immer ein PROZESS, und zur Änderung gehören immer mehrere Ebenen: Verbraucher, Politiker, Gremien und Verbände - und natürlich die Erzeuger selbst. Dass es heute mutige Pferdebauern gibt, die entsprechend ihrer Überzeugung leben und arbeiten, wird im Buch ja schon ausführlich gewürdigt.
      Die Informationen über den Arbeitspferde-Einsatz müssen aber auch weiter verbreitet werden. Denn junge Leute können Arbeitspferde ja gar nicht kennen - woher denn? Also können sie sich gar nicht für diese Arbeitsmethoden und einen entsprechenden Lebensweg entscheiden, sondern inhalieren nur die konventionelle Denkweise. Deshalb muss an den Ausbildungsstätten, ob akademisch oder berufsbezogene praktische Ausbildungen, das Wissen um die Möglichkeiten des Arbeitspferdeeinsatzes wieder angeboten werden, es gibt Beispiele dafür in Deutschland und in der Schweiz. Und die IGZ und die Pferdebauern selbst sind ja auch in der Kommunikationsaufgabe sehr aktiv - in Gesprächen, Veranstaltungen und Vorführungen.

      Was ich am wichtigsten finde: man muss die politischen Entscheidungsträger erreichen. Denn sie entscheiden darüber, wofür die öffentliche Hand Geld ausgibt - was unterstützt und gefördert wird - von den Kommunen bis hin zur EU. Solarenergie, Biogas... man kann sehen, welchen gestalterischen Einfluss die Förderungspolitik hat.
      Wenn hier entsprechende Ziele formuliert würden (ab 2016 / 2020 etc.) x % der Anbaufläche mit kreislauforientierten Anbaumethoden o.ä. (das muss natürlich sauber ausformuliert werden, so dass wirklich Pferde zum Einsatz kommen und der Schuss nicht nach hinten losgeht) ---- > das könnte runtergebrochen werden in ein Gesamtkonzept auf allen Ebenen. Und genauso, wie die Solarzellen auf den Dächern oder die Biogasanlagen in den Höfen gewachsen sind, so könnten die Pferdeställe ausgebaut werden...
      :)
      Vielleicht gibt es ja schon die Ansatzpunkte, und sie sind nur noch nicht genügend bekannt. Wenn, dann würde ich diese Kenntnis am ehesten von den Grünen oder der Öko-Partei erwarten. Ich persönlich bin noch nicht so weit, darüber Auskunft geben zu können, muss mich noch durch ganze Berge von Literatur und Veröffentlichungen durcharbeiten - bei mir dauert's also noch eine Weile.

      Aber wer immer schon schlauer ist - nur zu - her mit den Infos: welche Bestimmungen / Förderrichtlinien o.ä. könnten angezapt werden im Sinne der Sache?!
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Herzlichen Dank an Therese für die gelungene zukünftige Bibel der Kleinbauern.
      Wer sich nicht ändern will und nur weiterjammern will hat das Buch nicht verdient .Also bekommen nur Reformierungswillige das Buch geliehen oder zum Kauf.
      Wir sollten uns auf jene Kleinbetriebe 10-20 Ha mit Pferdebestand konzentrieren und diese ermutigen mehr mit ihren Pferden zu machen .Gerade die Erfahrenen sollten die weniger erfahrenen einladen um bei diversen Arbeiten dabeizusein und mitzumachen.Es muss doch nicht immer alles in Kursen und Kostenintensiv ablaufen Gleichgesinnte Freunde zu finden und erhalten ohne Konkurenzdenken soll unser Anliegen sein.Nur in der Gemeinschaft werden/sind WIR STARK.Unser Konto wird/soll nie SOLL aufweisen ,dass überlassen wir den Argrarkonzernen-abhängigen in Millionenbeträgen ohne Aussicht auf ein Haben.Denn ihr Besitz gehört grossteils der Bank.Ein grosser Ernteausfall durch Trockenheit durch Monokultur -Mais kann sehr gefährlich werden.Während der Kleinbauer mit seiner 10 fachen Vielfalt an Lebensmittelprodukten immer überleben wird.

      Gruss von Spyder.
    • spyder wrote:

      Während der Kleinbauer mit seiner 10 fachen Vielfalt an Lebensmittelprodukten immer überleben wird.

      spyder, das gilt aber auch für die am Hof lebenden Tiere:
      jahrelang wurde gepredigt, der Betrieb muß sich spezialisieren um günstiger produzieren zu können
      das rächt sich, wenn bestimmte Produkte schlecht laufen und der Betrieb keine Auswahlmöglichkeit mehr hat; statt wie früher Pferde, Rinder, Schweine, Geflügel zu kombinieren (irgendwas geht immer) stehn die Landwirte heute schnell vor einem Problem, wenn genau ihr einziges Endprodukt (Milch, Eier, Schweinefleisch ... ) grad Flaute hat
      "Ich will nicht in einer Welt leben, in der alles, was ich sage, alles was ich mache, der Name jedes Gesprächspartners, jeder Ausdruck von Kreativität, Liebe oder Freundschaft aufgezeichnet wird." Edward Snowden - 6.6.2013

      "Aber lasst euch sagen: Es ist schwer eine Obergrenze für Menschen zu finden, wenn das Leid keine hat!" Luise Kinseher - 24.02.2016
    • CharlyBonifaz wrote:

      jahrelang wurde gepredigt, der Betrieb muß sich spezialisieren um günstiger produzieren zu können
      das rächt sich
      ätt CharlyBonifaz und spyder,
      darum ist es auch so wichtig zu verstehen, dass es NICHT um die Frage "Traktor versus Pferd - wer ist schneller, zieht mehr, schafft mehr?" geht, sondern um die grundsätzliche Hofbewirtschaftungsfrage. Alles andere wäre ein Vergleich Äpfel mit Birnen, da die übrigen Vorzüge des Pferdeeinsatzes und des angewandten Grundmodells nicht zum Tragen kämen (im Buch ist der notwendige Wandel zitiert: von einer input-basierten zur prozess-basierten Landwirtschaft).

      Also dürfen wir uns nicht auf die Diskussion "wer ist schneller, zieht mehr, schafft mehr?" abdrängen lassen. Standhaft bleiben. :)
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Gemeinschaftsdenken

      Ich lebe am Rand eines Dorfes mit 8 Landwirten ,6 davon sind Nebenerwerbsbauern mit 10-30 Ha.Jeder hat 3 Traktoren und eigene Geräte und keiner arbeitet mit dem Nachbarn zusammen geschweige Geräte zu teilen.Die 2 grossen mit 50 Ha Vollerwerbsbauern können das was die kleinen nicht können,sie teilen sich die Gerätschaften beim Ankauf und haben nur 2 Traktoren und unterstützen sich Gegenseitig.
      Der Mangel an Gemeinschaftssinn und übertriebenes Konkurenzdenken ist Selbstmord der kleineren.Wenn das bei zukünftigen Pferdewirtschaftsbauern auch kommt müssen sie von den Amish noch viel lernen.Die sind Weltmeister für Geschäftsideen in der Gemeinschaft erfolgreich umzusetzen.Im Hofladen und Wochenmarkt wo 3 Kleinbauern zusammenarbeiten,Pferdezucht und Pferdekrafteinsatz in der LW mit Kombi-Vielfachgeräten im Mehrspänner auf der Ausgabenseite viel finanzielle Minderung bringen ,sehe ich die grosse erfolgreiche Zukunft.

      Gruss von Spyder
    • Kleine Schritte!

      LustundLaune_08 wrote:

      Der Maschinenring ist nur eine Schraube im Gesamtsystem. Er nimmt Mittlerfunktionen wahr und bietet u.a. den Erzeugern (Landwirten) Dienstleistungen an. Dass schwere Landmaschinen bei der Leistungserbringung eingesetzt werden, ist halt heute status quo. In einigen Jahren werden auch Pferdegespanne dazugehören, wenn nämlich der Maschinenantrieb mit fossilen Energien unbezahlbar geworden ist (1. Einkaufspreis Öl und Diesel, 2. Schadverdichtungszuschläge der Kommunen und öffentlichen Hand erhoben werden und 3. der Pferdeeinsatz finanziell gefördert wird).

      Dieser Maschinenringleiter hat im Frühjahr mit seinen Pferden Mais gestriegelt und dafür den Preis/ha bekommen den eine Großmaschine kosten würde. Also kann man behaupten, daß bereits jetzt Pferdegespanne dort, wo es sinnvoll erscheint, auch eingesetzt werden. Wenn die Qualität der Arbeit und die Kosten mit denen der Maschinen konkurrieren können.
      Die Betriebskosten nur auf Diesel zu beschränken ist falsch. Die Anschaffungskosten, Reparaturen und Verschleiß muß mit hineingerechnet werden. Und da denke ich, daß Pferde im Vorteil sind, jedenfalls im Nahbereich.
      „Schadverdichtungszuschläge“ wird es nicht geben denn
      1. Jedes Gutachten was ich nicht selbst gefälscht habe...
      2. Ist die Lobby der Maschinenhersteller und -nutzer eine gewichtige Stimme in der Politik
      3. Würde das vor den EU-Gerichten nicht standhalten
      Mir würde das schweizer Modell der Kraftstoffbeihilfen schon reichen, denn ich finde es ungerecht, daß Diesel bezuschußt wird aber ich keine Haferzuschüsse erhalte. Oder viel realistischer die Agrardieselzuschüsse ersatzlos streichen.

      jkoerner wrote:


      Der Verbraucher entscheidet mit seinem Griff in’s Regal welche Produkte hergestellt werden. Wenn der Verbraucher entscheidet keine konventionell erzeugten Produkte mehr zu kaufen wird die Produktion umgestellt. Sonst nicht. Also muß sich das Verbraucherverhalten ändern.

      Na, das beschreibt aber gerade eine Patt-Situation - oder einen "dead lock", bei dem's nicht mehr vorwärts und rückwärts geht:
      Produktion wird umgestellt, wenn sich das Verbraucherverhalten ändert. Das Verbraucherverhalten kann sich aber nur ändern, wenn Alternativen im Regal stehen. Also wie soll's gehen, wenn Henne aufs Ei wartet?

      Ohne Nachfrage bzw Ablehnung bestimmter Produkte wird sich an der momentanen Situation nichts ändern. Beispiel Grillsaison: Der Griff erfolgt zum Billigprodukt und es wird nicht hinterfragt wie und wo es produziert wurde. Die Qualität des Fleisches ist egal da der Geschmack von Saucen erschlagen wird und die Konsistenz sowieso niemand beurteilen kann weil Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Die Liste der Lebensmittel ist beliebig erweiterbar.
      Die Verbraucher müssen aufgeklärt werden und ihr Kaufverhalten ändern. Aber das ist illusorisch. Eine Minderheit ist für Aufklärung und Änderungen ihrer Gewohnheiten erreichbar. Die Masse nicht.
      Änderung ist immer ein PROZESS, und zur Änderung gehören immer mehrere Ebenen: Verbraucher, Politiker, Gremien und Verbände - und natürlich die Erzeuger selbst. Dass es heute mutige Pferdebauern gibt, die entsprechend ihrer Überzeugung leben und arbeiten, wird im Buch ja schon ausführlich gewürdigt.
      Die Informationen über den Arbeitspferde-Einsatz müssen aber auch weiter verbreitet werden. Denn junge Leute können Arbeitspferde ja gar nicht kennen - woher denn? Also können sie sich gar nicht für diese Arbeitsmethoden und einen entsprechenden Lebensweg entscheiden, sondern inhalieren nur die konventionelle Denkweise. Deshalb muss an den Ausbildungsstätten, ob akademisch oder berufsbezogene praktische Ausbildungen, [...]

      Landwirtschaft mit Arbeitspferden ist auf den groß strukturierten Höfen in meiner Gegend flächendeckend momentan und in absehbarer Zeit nicht möglich. Ich kenn zwar die genauen Zahlen aus Schleswig-Holstein nicht, aber ich denke, daß dier Durchschnitt bei 150 bis 200 Hektar liegt. Die Höfestruktur ist auf Maschinen ausgelegt, die Gebäude in den seltensten Fällen bereits bezahlt. Wer kleiner ist beauftragt Lohnunternehmer mit der Bewirtschaftung, eine Nachbarschaftshilfe bei der Arbeitsauslastung in den seltensten Fällen möglich. 100 Hektar-Betriebe sind hier nur im Nebenerwerb zu finden, wer noch weniger hat fällt bereits unter Hobbylandwirt.
      Hofnachfolger — bei uns wird traditionell der Hof an den ältesten Sohn übergeben und nicht vererbt — gibt es immer weniger. Dadurch bedingt wird immer mehr Land verpachtet und die Einheiten immer größer.
      Nur die kleinen „unrentablen“ Flächen sind für Spezialisten verfügbar. Komischerweisen haben diese keine Probleme Hofnachfolger zu finden...

      Ich bin zwar auch der festen Meinung, daß sich in der Art der Landbewirtschaftung etwas ändern muß und auch wird, aber ich gebe mich nicht der Illusion hin das noch zu erleben. Für mich habe ich jedoch entschieden ab dem nächsten Jahr mich auf meine Landbewirtschaftung zu konzentrieren und meinen Job nur noch im „Nebenerwerb“ auszuüben.
    • jkoerner wrote:

      Ohne Nachfrage bzw Ablehnung bestimmter Produkte wird sich an der momentanen Situation nichts ändern. Beispiel Grillsaison: Der Griff erfolgt zum Billigprodukt und es wird nicht hinterfragt wie und wo es produziert wurde. Die Qualität des Fleisches ist egal da der Geschmack von Saucen erschlagen wird und die Konsistenz sowieso niemand beurteilen kann weil Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Die Liste der Lebensmittel ist beliebig erweiterbar.
      Die Verbraucher müssen aufgeklärt werden und ihr Kaufverhalten ändern. Aber das ist illusorisch. Eine Minderheit ist für Aufklärung und Änderungen ihrer Gewohnheiten erreichbar. Die Masse nicht.

      Ein vegetarischer Tag pro Woche ;wie jetzt diskutiert wird ,
      ist mal eine gute Idee, scheitert ja aber schon im Voraus .
    • drosendorfer wrote:

      scheitert ja aber schon im Voraus .


      und das ist auch gut so. Ich bin die zunehmende diktatorische Bevormundung/Entmündigung dermaßen zum Kotzen leid.......

      BTW: Katholiken haben den (mehr oder weniger) Veggie-Day schon seit ewigen Zeiten. Da wird sich dann drüber lustig gemacht, dass selbst denkende Menschen sich von einer Institution vorschreiben lassen, was sie zu tun und was sie zu unterlassen haben.

      welt.de/politik/deutschland/ar…berlehrer-der-Nation.html
      :) Kühe sind die besseren Menschen :)
      und ausserdem schmecken sie auch besser!
    • Das sind doch good news, jkoerner, und innovative Ideen - und das
      Motto "Kleine Schritte!" ist doch sehr erfolgversprechend - z.B. der MR-Leiter,
      der im Frühjahr mit seinen Pferden gewerblich Mais gestriegelt hat (statt
      Maschine) oder der Vorschlag der "Haferzuschüsse" analog des
      Schweizer Modells der Kraftstoffbeihilfen bzw. Streichung der
      Agrardieselzuschüsse.

      In meinen Ohren klingt auch das gut: die Konzentration auf die
      Landbewirtschaftung ab nächstem Jahr - wird die mit Hilda erfolgen?
      (Ich nehme an, die coole Großmutter (und Opa) ist nicht mehr
      mit von der Partie.)

      jkoerner wrote:

      Die Verbraucher müssen aufgeklärt werden und ihr Kaufverhalten ändern. Aber das ist illusorisch.
      Das kann ich nicht so sehen. Allein in diesem Forum gibt es soviele Beispiele, die
      zeigen, dass sich Käufer ihrer Rolle sehr bewusst sind und sich in ihrer
      Marktteilnahme entsprechend verhalten. Vielen Dank an roper, willemsje, Prinz,
      jeverson ...!

      roper wrote:

      Bestellung zur "Bücherei meines Vertrauens" ist erledigt

      willemsje wrote:

      habe mir das Buch gekauft (Buchhandlung)

      Prinz wrote:

      selbstverständlich habe ich das Buch politisch korrekt im örtlichen Buchhandel bestellt

      jeverson wrote:

      beim örtlichen Buchhändler bestellen
      :-]
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <

      Post was edited 1 time, last by LustundLaune_08 ().

    • Mich hat dieses Boch als Ganzes begeistert aber so richtig berührt bin ich immer von Emanuel und seinen Ideen zur Suffizienz, also zur Genügsamkeit. Haben auch zuhause viel darüber diskutiert. Wann hat man genug und was braucht man. Wir würden gerne das Buch in den Webshop des ÖIPK´s aufnehmen. Ich hoffe es gelingt uns und wir bekommen ein paar Exemplare!
      :)
    • LustundLaune_08 wrote:

      Landbewirtschaftung ab nächstem Jahr - wird die mit Hilda erfolgen?
      (Ich nehme an, die coole Großmutter (und Opa) ist nicht mehr
      mit von der Partie.)

      Woher kennst du den Namen meines Fahrausbildungspferdes? Jetzt bin ich aber leicht geplättet! Hilda ist nicht mein Pferd.
      Und nein, Oma & Opa können leider nicht mehr mitmachen, wären aber bestimmt schwer begeistert, da mein Vater nichts mit Landwirtschaft zu tun haben wollte und das Land verpachtet hatte.


      Aber das weicht schon wieder vom Thema ab und wurde daher gestrichen. :whistling:
    • Ein schönes Buch

      Moin,

      ich hab es jetzt auch. Aus der örtlichen Filiale einer Kette und ohne Plastiktüte getragen. Einfach so, direkt in der Hand. :)

      Trotz des ernsten Hintergrundes ist zunächst einmal festzustellen, dass es ein schönes Buch ist. Tolle Bilder, auch die Aufmachung der Bilder ist gut.Ich hab bisher nur den Text von dem Hof, der hier in der Nähe liegt, gelesen und freu mich schon auf den Rest.

      Vielen Dank für den Thread ohne den ich bestimmt nicht auf dieses Buch aufmerksam geworden wäre.
    • Hödlgut wrote:

      Mich hat dieses Boch als Ganzes begeistert aber so richtig berührt bin ich immer von Emanuel und seinen Ideen zur Suffizienz, also zur Genügsamkeit. Haben auch zuhause viel darüber diskutiert. Wann hat man genug und was braucht man.


      Oh, das ist auch ein Gedanke der mich seit längerem verfolgt. Ich ertappe mich immer wieder dabei, doch nicht so genügsam zu sein wie ich mir das vorstelle. Die Verlokungen lauern überall.
    • ramon wrote:

      örtlichen Filiale einer Kette ... ohne Plastiktüte
      Für soviel political correctness gibt es gleich zwei Thumbs up!
      :thumbup: :thumbup:

      Prinz wrote:

      ein Gedanke der mich seit längerem verfolgt
      Mich auch. Die Idee der Suffizienz als Lebensprinzip beschäftigt mich auch sehr, seit sie mir begegnet ist. Ich finde, sie geht wirklich unter die Haut. Und ich finde es phantastisch, dass man eine ganze Weltanschauung in einen Begriff packen kann - man muss sie erspüren! Für mich hat sie tatsächlich sehr viel mit Fühlen und Einfühlungsvermögen zu tun. Diese Suffizienz-Idee verlangt, dass man sich etwas zurücknehmen kann.
      Und wie Emanuel gesagt hat: das muss keinen Verlust bedeuten, sondern im Gegenteil.

      Für mich ist das eben Ausdruck unterschiedlicher Strömungen:

      SCHNELLER - GRÖSSER - MEHR (koste es, was es wolle)
      gegenüber
      Langsamer. Kleiner. Gut.

      Beide existieren parallel, und es wird eine Frage der Zeit sein, welche sich durchsetzt.

      Dabei fängt jeder am besten bei sich selber mal an, jeder an der Stelle, wo er augenblicklich steht. Und man lernt sich selbst dabei ja auch von einer neuen Seite kennen... während man sich den Verlockungen entzieht ...
      > Für ein partnerschaftliches Miteinander von Mensch und Pferd und friedliche Koexistenz. <
    • Suffizienz


      wer sich mit diesem Thema weiter auseinader setzen möchte dem empfehle ich mal ein weiteres Buch:

      Befreiung vom Überfluss: Auf dem Weg in die Postwachstumsökonomie von Dr. Niko Peach

      Das Buch hat zwar nichts direkt mit dem Pferd zu tun aber es zeigt einen möglichen Ausweg aus dem Dilemma des GRÖSSER SCHNELLER MEHR

      Ich hatte das Glück Niko Paech in einem Vortrag zu erleben und befasse mich gerade mit diesem Buch.

      Er beschreibt darin ein Modell wie wir aus dem Wachstumszwang herauskommen ohne große Einbußen an Wohlstand. Und vor allem wie wir weniger anfällig sind für Krisen wie Finanzkrise Eurokrise etc.

      Beim lesen des Buches komme ich gedanklich immer wieder auf die Arbeitsweise und auch Lebensweise der Amisch, und das Buch bestätigt quasi deren Wirtschaftsmodell.

      Und wenn ich die Berichte so mancher hier im Forum lesen, die Ihre Pferde zu Arbeit einsetzen und damit schon ein gewisses Maß an Unabhängikeit oder besser gesagt Freiheit erlangt haben, dann sind die auf einem guten Weg.
      Kannst Du schon mit Pferden arbeiten ?
      Oder mußt Du noch Traktor fahren ?
    • Uhr der Pferde

      Wer sich an die Uhr der Pferde anpassen kann hat schon gewonnen,denn diese hat 48 Stunden am Tag,wozu diese Eile mit der menschlichen Uhr.Jedesmal wenn Helfer und Freunde kommen um Arbeiten mit den Pferden zu erledigen glauben sie es muss im Eiltempo geschehen ,aber ich lasse sie mal 10 minuten auf einen Sessel sitzen um den inneren Frieden zu finden ,erst dann beginnen wir.