Posts by bleyl

    Guten Abend,


    ich suche für den Sommer 2019, vorzugsweise Juni/Juli, noch eine Gelegenheit, das Säumen mit meinen beiden Eseln praktisch zu üben - gerne in Österreich/angrenzend Tschechien/D, und gerne in Gesellschaft.

    (Die Säumerwanderung zum Erlebnistag, 26.-29-9., Stübing ist bereits eingeplant ...)


    Danke für alle Anregungen / Hinweise, Matthias

    ...

    Dennoch erscheint mir die Art und Weise eurer Anspannung mit Aufhalteketten, welche dann von der Deichselbrille aus zu den Kummten der Zugtieren - und hier jeweils schräg nach links und recht außen führen, und so das Kummet in seiner Lage doch recht beunruhigen müssten (?) - nicht so optimal ...

    Wäre hier nicht vielleicht die Verwendung eines Brustscheites, welches die Aufhaltefunktion mittig vor den Zugtieren aufnimmt geeigneter ?


    Richtig ist, dass das Geschirr nicht geeignet ist, die Kutsche rückwärtszurichten,
    Hierzu bräuchte es eine Ergänzung (Brustscheit o.ä.).


    In diesem Zusammenhang auch der Hinweis, dass das Hintergeschirr beim Esel gar nicht primär zum Bremsen angebracht ist

    Vielmehr geht es darum, dass bei einem (kleinen) Esel der Bauchgurt auf Grund des Körperbaus des Esels ohne Hintergeschirr in kurzer Zeit in den Ellenbogen hängen würde (!!). Es baucht also bei (kleinen) Eseln in jedem Fall ein Hintergeschirr, auch beim Sattel (Packsattel).


    Was nicht richtig ist, dass sich das Kumet bei normaler Vorwärtsfahrt signifikant verwinden würde und die Esel deshalb beunruhigen würde.

    Ich habe bezüglich der Wirkung auf die Esel genau das Gegenteil beobachtet: ich habe einen eher ängstlichen Esel, der insbesondere nach längeren Pausen grundsätzlich sehr unruhig ist. Sobald er aber angeschirrt ist, wird er von einem Moment auf den nächsten ganz ruhig und wartet geduldig, dass es losgeht,



    Ich fahre regelmäßig mit diesem Kummten zweispännig.

    Am Anfang haben wir in der Tat nicht gewußt, wie die Halteriemen richtig verbunden werden, und ja, damals war eine "Vewindung" dann auch deutlich sichtbar. Inzwischen wissen wir, wie es richtig geht, und es funktioniert nun wunderbar.


    Um das Geheimis "wie die Aufhalterriemen am Kummet befestigt sind" endlich zu lüften, hier die entsprechende Abbildung.


    Bitte um Beachtung, dass der Esel bei diesem Bild etwas so weit vorne steht und vom Fotografen zur Seite ausweicht.

    Unter "normalen" Bedingungen geht es entspanner zu.

    Dafür sieht man bei dieser Extremposition das Funktionsprinzip besser.

    Bei Gelegenheit mache ich nocheinmal ein Foto im echten Fahrbetrieb.

    Auf der vom Eselkopf verdeckten Seite ist der Ring auf gleicher Höhe befestigt wie der sichtbare Ring.


    Einspännergeschirre haben ein "Sättelchen" - aber was ist das genau?


    Ich habe Texte gefunden, in denen das "Sättelchen" mit dem Selett gleichgesetzt wird:
    "Einspänner-Arbeitsgeschirre mit leichterem Selett, oft als Sättelchen bezeichnet .."


    In anderen Texten sieht es dagegen so aus, als ob das "Sättelchen" nur ein Teil des Seletts ist, so z.B. auf den FN-Pferdetafeln: Das "Sättelchen" scheint hier oben auf dem Selett befestigt zu sein, ggf. dieses abzudecken.


    Was ist nun richtig? Wenn es Teil des Seletts ist, welche Funktion hat es dann? Und warum nur beim Einspänner?




    Ich lerne vierspännig fahren nach Achenbach,


    Achenbach-Lehre: "Wendungen werden durch Nachgeben der Außenleine gefahren"

    Achenbach-Praxis: "Wendungen werden durch Schlaufenlegen auf vordere Innenleine gefahren"
    (ggf. vorher Widerstand legen in Gegenrichtung für Stangenpferde o.ä. - ist aber auch kein Nachgeben der Außenleine ...).


    Wie passt das beides zusammen?

    Danke

    Hallo zusammen

    noch einmal Danke für alle Rückmeldungen.


    Hier, was ich jetzt gemacht habe:
    roter Pfeil = ursprüngliche Position für Ortscheite, für ein Kumt-Geschirr für mich zu hoch

    grüner Pfeil = neue Position

    gelbe Pfeile = ergänzete Metallkostruktion, um Ortscheite versetzen zu können (fix an Wagenkasten, vom Schlosser meines Vertrauens)

    blauer Pfeil = zusätzliche bewegliche Anbindung an Achse durch Riemen (so dass Federung weiter funktioniert)

    Matthias



    Spannende Informationen für mich:


    - früher bevorzugter Zug an der Vorderachse, weil (Vorder-)Räder in Straßenlöchern steckenbleiben konnten und dann der Zug am Wagenkörper natürlich gefährlich war

    - heute vermutlich eher umgekehrt das Risiko, dass der Wagenkasten irgendwo hängenbleibt (Laternenmast ...), deshalb bevorzugter Zug am Wagenkörper und nicht an mehr der Achse


    Richtig verstanden?


    .. Überlegung, dass der Zugpunkt an der Schulter des Zugtieres zum Kumt ca. 90 sein sollte, wäre von einiger Bedeutung.

    Das könnte man aber auch durch entsprechende Unterpolsterg des Kumts erreichen.


    Ich habe zwei Kutschen. Bei der zweiten Kutsche sind die Ortscheide von Anfang an unten. Kann/möchte deshalb nichts am Kumt ändern, sondern ein Konzept für beide Kutschen haben.

    Danke für die ersten Rückmeldungen.


    Ziel ist wie gesagt die Ortscheide weiter unten zu befestigen - Begründung Zuggeometrie - siehe oben

    - wenn ich hier ganz grundsätzlich falsch liegen sollte, dann gerne bitte auch hierzu Euer kritisches Feedback.


    "Befestigung Ortscheite an Achse":
    Im konkreten Fall sehe ich ja das Problem (weil Achse nur über Federung an Wagenkasten befestigt).

    Aber: Ich bin überrascht, dass ihr das so grundsätzlich ablehnt.

    Für luftbereifte Wagen, bei denen die Achse ungefedert am Wagenkasten befestigt ist, ist es doch weniger kritisch.

    Und in der Tat sind viele kleine Kutschen auch so gebaut!

    Google:

    https://www.ebay.de/itm/Minish…Sulky-60-kg-/253147179106

    https://www.equistore-allerhop…/mini-shetty-kutsche.html

    Sind das alles Fehlbauten?


    Konkret

    Da wo ich die Ortscheide hinhaben möchte, gibt es derzeit keinerlei Befestigungsmöglichkeiten.

    Also braucht es eine kleine zusätzliche Konstruktion - Kontakt zu Schlosser.

    Diese Konstruktion muss an der bestehenden Kutsche sehr stabil befestigt werden, unter Beachtung der zu erwartenden Zugkräfte.

    Dann landet man leider automatisch in der Nähe der Vorderachse resp. Achsenaufhängung.

    Hier mal Varianten. Eigentlich passt nichts davon ;-)




    Wie aus früheren Anfragen ja schon ersichtlich, fahre ich mit Eseln.

    Aus Ungarn habe ich mir eine (zweite) kleinen Postwagen besorgt und wieder flott gemacht (Bremsen ...)

    Die Esel ziehen die Kutsche, aber im Vergleich zu meiner moderneren Mini-Shetty Kutsche ist mühsamer.

    Ich habe lange nachgedacht, woran das liegen könnte.

    Nun bin ich auf die Geometrie der Stränge gekommen.


    In folgenden Bild sieht man sehr schön, dass die Ortscheite vergleichsweise hoch an der Kutsche angebracht sind.

    Also gehen die Stränge nicht im idealen 90° Winkel von den Kummets zur Kutsche, also wird das Ziehen für die Tiere mühsam:

    foto.png


    Ich habe gerade auf einem Kurs "Arbeiten mit Pferden" wieder gelernt, wie wichtig die korrekte Geometrie ist: Lage der (Pferde-)Schulter = Lage der Kummete, davon im 90°-Winkel zum Gerät - weit nach unten.

    Den meisten Pferdekutschern wird das evt. egal sein (?) - Ihr habt ja Brustblattgeschirre und die Kutsche ist ja auch keine große Kraftanstrengung für die Pferde. Aber meine Esel - da sieht es anders halt aus, entspricht von den Kräften/der Anspannung her eher der Version "Pferd zieht Pflug" ;-)


    Ich möchte jetzt die Ortscheite an der Kutsche am liebsten weiter nach unten versetzen und habe dazu einen Schlosser kontaktiert.


    Die Herausforderung dabei scheint mir, dass der Zug derzeit (also: bei "Ortscheite oben") direkt auf den Wagenkasten wirkt - sind dir Ortsscheite unten, wirkt er nur noch auf die Vorderachse!

    Klingt nicht so dramatisch, aber:

    Die Kutsche hat klassische Metallräder, also ist der Wagenkasten gefedert aufgehängt (und zwar wirklich gefedert ...).

    Wenn wir also den Zug an die Vorderachse hängen, geht die Kraft dann also weiter Richtung Wagenkasten ausschliesslich über diese tolleFederung - ob das gut geht?


    Freue mich auf Eure Kommentare.

    Danke allen für die Antworten!


    1

    Die Frage nach der Notwendigkeit einen "kleinen 2Sp Jagdwagen" "vierspännig" zu fahren beantwortet sich vielleicht mit diesem Bild:

    Übrigens kommt die Kutsche tatsächlich aus Ungarn.


    2

    Technische Umsetzung, habe ich verstanden:

    - entweder eine leichte Vierspännerwaage mit Lederriemen an der Zweispännerbrille befestigen und mit Seil-Unterzug auf Bracke absichern, oder

    - doch einen (Fertig)Beschlag nutzen und auf die Festigkeit des Deichselnagels/der Deichsel vertrauen.


    Frage: Gibt es evt. ein Foto vom genannten Seil-Unterzug als Inspiration?


    Danke

    Matthias

    Hallo,


    habe einen kleinen zweispännigen Jagdwagen.

    Die Deichsel ist aus Holz (vordere Spitze mit Mitallbeschlag) und wird von vorne in die Kutsche "eingesteckt" - fixiert nur mit einem Metallstift - siehe Fotos. Eine weitere Fixierung (Schrauben o.ä.) gibt es nicht.



    Frage: Lässt sich daraus vernünftig ein Vierspänner machen?

    1) lassen sich die handelsüblichen "Vierspännerbrillen" überhaupt am vorderen Ende montieren?

    2) beim Vierspännen habe ich (nach meinem Verständnis) Zug auf der Deichsel, den ich vorher nicht hatte: reicht da ein Metallstift zur Sicherung einer ansonsten nur "eingesteckten" Deichsel?


    Danke

    Matthias

    Vielen Dank für die Hinweise.


    Ich habe das Problem gelöst, indem ich die beiden Bremssättel überholt habe. In einer ersten Runde auseinandergebaut, gereinigt, gefettet, wiederzusammengebaut - kein Erfolg.


    In einer zweiten Runde einen Überholsatz inkl. Kolben bestellt (bei Autoteilexxl.de, nach einer umfangreichen Suche im Netz, welcher Überholsatz denn überhaupt der passende sein könnte), wieder auseinandergebaut, gereinigt, Teile getauscht, gefettet, wiederzusammengebaut - jetzt sieht es viel besser aus.


    Kostet wie richtig angemerkt gar nicht so viel Geld, aber viel Zeit - vorallem zum Lernen wie es geht. Google und Youtube sind sehr hilfreich. Ich wollte eigentlich mit den Tieren arbeiten und Kutsche fahren, jetzt entwickelte ich mich eher zum Mechaniker ... :)


    Besten Dank noch einmal!

    Hallo zusammen


    ich habe ein Kutsche gebraucht gekauft, ungarisches Fabrikat - bisher wenig gebraucht worden, dafür aber mehrere Jahre gestanden.


    Zum Zeitpunkt der Übernahme war die Bremsanlage vollkommen defekt.

    Ich habe Bremsflüssigkeit getauscht, entlüftet, bewegliche Teile an den Rädern ("Bremssattel") gereinigt - damit ist die Bremse prinzipiell wieder funktionstüchtig.


    Mich stört aber, dass die Bremse zu viel Reibung auch im Ruhezustand erzeugt.


    Ich habe den Druck in der Hydraulikleitung herausgelassen, die Kutsche ans Auto gehängt und bin einige Hundert Meter gefahren
    Ergebnis: Mindestens eine der beiden Bremsscheibe ist danach schon merklich warm - ohne jeden Bremsvorgang(!), nur durch die normale Fahrt!

    Aber auch das andere Rad dreht sich mit "offener" Bremse leider nicht wirklich reibungsfrei.

    Zur Kontrolle habe ich die Bremsen abgebaut: dann drehen sich die Räder wie erwartet weitgehend frei.


    Kontrolle der Bremse erfolgte auch in einer Autowerkstatt - mit Ergebnis: nagelneue Bremsbeläge, alles in Ordnung, müssen sich halt noch ein wenig einfahren, alles "normal" …


    Ich bin mit diesem Stand nicht zufrieden und frage mich, was ich machen kann.

    Idee: Bremse anziehen, Kutsche ans Auto hängen und einfach ein paar Runden fahren - dann werden die Beläge schon runter sein.

    Wahrscheinlich nicht so gut - ich habe es trotzdem einmal für 100 Meter probiert - jetzt werden die Scheiben wirklich massiv heiß.


    Hat jemand eine Idee, was zu tun ist?

    Die Bremssattel sind übrigens lt. Typenschild von Fiat (S73 995 53178) -- offensichtlich vom Fiat Panda,


    Wo der Hauptbremszylinder her ist, habe ich noch nicht gefunden.

    Ggf. hat dieser auch noch ein Problem (beim Druckabbau), aber für den oben genannten Effekt wäre das egal, die Bremsen "bremsen" ja im Moment auch ohne Druck in der Leitung.


    Besten Dank

    Matthias





    Wir haben begonnen, mit zwei Zwergeseln (1,00 Stm) Kutsche zu fahren.


    Da dies gut funktioniert, denke ich darüber nach, ob ein "Hochzeitskutschen-Service" möglich wäre.
    Dafür braucht es natürlich eine andere Kutsche mit mindestens einer ordentlichen Sitzbank quer zur Fahrtrichtung (zusätzlich zum Kutscher).


    Gleichzeitig müsste die Kutsche in Größe und Gewicht zu den Eseln passen, wobei wir dann wohl so oder so auch vierspännig fahren müssten.


    Hat jemand einen Hinweis für eine solche "Hochzeits-Esel-Kutsche" für uns - oder ggf. einen andere Anmerkung zu unseren Vorhaben?


    Besten Dank