Posts by kaidan

    Meiner unmaßgeblichen Meinung nach, schlägt die Schere zu sehr in den Tragaugen. Bei einer zweirädrigen Kutsche bringt die Schere auch einiges an Gewich auf das Selett. Kann man den Bock nicht nach vorn verschieben? Das mit den baumelnden Beinen geht gar nicht.

    Souris, bei meiner Stute gab es keine eindeutige Dignose, nur Verdacht auf Herbstgrasmilben. Es kam jedes Jahr um die sie selbe Zeit und ich kann nur sagen, dass alles was sonst so bei Krusten empfohlen wird, es immer schlimmer machte. Das Hydrocortiderm ließ alles innerhalb weniger Tage abheilen.

    Ich glaube gern, dass man dies Erfahrung nicht auf Räude oder Grabmilben übertragen kann. Das Hydrocortiderm fährt ja nur eine Überreaktion der Haut runter. Das mit Ivermectin kenne ich von anderen Tierarten, wo es gut hilft, auch oral. Dass es beim Pferd besser gespritzt wird, habe ich auch schon gehört.

    Ich wollte vor allem vor Waschungen mit Seifenlage warnen. Es läßt die Haut aufquellen und noch empfindlicher werden.
    Sicher ist es am besten, zu scheren und dann den TA ein Geschabsel nehmen und untersuchen zu lassen.

    Wenn Verdacht auf Milben besteht, hilft inwendig Ivermectin, also ein Wurmmittel.
    Ich hatte ähnliches mal bei meiner Araberstute. Alle so oft empfohlenen Waschungen mit Kernseife haben den Zustand stetig verschlimmert. Durchschlagend geholfen hat eine Emulsion: Hydrocortiderm. Das darf natürlich nur einige Tage angewendet werden.
    Ich würde vor allem erst mal scheren.

    Ich würde es für wichtig halten, dass Du mal konkret schreibst, wie das Thema Deiner Masterarbeit lautet und welches ziel angepeilt wird.
    wirtschaftlichkeit der Produktion von Kutschen?
    Vielleicht kann man dann gezielter antworten. Du wirst vermutlich eine Selbstbeschränkung auf einen bestimmten Bereich des Fahrens vornehmen müssen, z.B. Turniersport mit Großpferden.
    Momentan sind deine Fragen überwiegend so gestellt, dass sinnvolle Antworten unmöglich sind.
    Das ist so, als würdest Du fragen: Was kostet ein Auto oder die Herstellung eines Autos?
    Und was meinst Du mit dieser Frage?
    "Wie werden Kutschen (für den Fahrsport) hergestellt und was genau?"
    Jedenfalls nicht in Großserien, sondern eher manufakturmäßig, oft sogar auf Bestellung.
    Was ist "was genau"?
    Wenn Du dir die Seiten der Hersteller ansiehst, bekommst du einen Eindruck.

    Am besten, Du erarbeitest einen kurzen Fragebogen mit Ankreuzmöglichkeiten (z.B. Preisspannen), Mitarbeiterzahhl: 1-5; 6-10 usw.
    Ich weiß nicht, ob die Hersteller unbedingt mit solchen Interna wie Herstellungskosten rausrücken werden. Das berührt ja auch die Gewinnspanne.

    Es ist ganz einfach: Wer mit Naziparolen hausieren geht, ist ein Nazi, egal wie sehr er sich dagegen verwahrt.
    WÜRDEN die Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge vom ersten Tag an arbeiten dürfen oder müssen, würde zumindest ein Teil der Leute, die sich heute über Alimentierung aufregen, schreien: "Die nehmen uns die Arbeit weg."
    Und nehmen wir die Leute in Grundsicherung:
    Auch da wird ja immer mal nach Arbeitspflicht geschrien. Es gibt aber keine Arbeit, für die es nicht einen Betrieb gäbe, der händeringend genau diese Aufträge sucht - so vergütet, dass er seine Leute auch vernünftig bezahlen kann. Jede Art von Zwangsbeschäftigung für ein Almosen schädigt so die Privatwirtschaft.
    Außerdem: Wer arbeitet, dem steht auch Arbeitslohn zu - ohne wenn und aber; ohne Vermögens- oder Bedürftigkeitsprüfung und ohne, dass er sich erniedrigt fühlt.Übrigens haben wir früher als Studenten Arbeitseinsätze in der Landwirtschaft geschoben. gab sogar geld dafür.

    Ich habe einen dreibändigen Ratgeber für die Landwirtschaft aus den fünfziger Jahren. Da sind als Faustzahl 0,75ha für ein Pferde angegeben. Diese Angabe bezieht sich nicht auf Weideland, sondern auf die notwendige Fläche, um ein Pferd zu ernähren.
    Auch in diesem Buch sind verschiedene Ersatz-Streus beschrieben, wie Laub, Waldstreu(Nadelwaldboden) oder einstreulose Haltung auf Holzbohlenpodesten.
    Bauern haben Pferde früher überhaupt nicht auf die Weide gestellt - allenfalls im Spätherbst zum Nachweiden der Rinderweide. Auch Mutterstuten mußten arbeiten, Fohlen beigebunden.
    In unserer Gegend (Brandenburg) waren die Höfe im Schnitt 30 ha groß und hatten 2-3 Pferde. Es gab Pferdebauern und Kuhbauern, wobei letzteres durchaus geringschätzig gemeint war. Ziegenhaltung war eher unter der Ehre eines gestandenen Bauern.
    Zu der Frage, von welcher Fläche man als Selbstversorger leben kann, muß man die Ansprüche an die Ernährung bedenken. Fleisch gab es an Festtagen, ansonsten war Eintopf üblich, z.B. Steckrüben. Auch in meiner Kindheit gab es Fleisch nur Sonntags, wenn überhaupt.
    Wer kennt heute noch Graupensuppe?
    Einen Hinweis, was eine "Existenzgrundlage" ist, gibt die regional unterschiedliche Veranschlagung für die landwirtschaftlichen "Zwangskassen", wie Berufsgenossenschaft, landwirtschaftliche Altersversorgung. Da müßte man mal nachsuchen, wann diese Festlegungen getroffen wurden.
    Auch in DDR-Zeiten hatten hier auf dem Lande viele nebenbei eine kleine Landwirtschaft. Straßenränder z.B. pflegte nicht die Straßenmeisterei, sondern die Gemeinde lud interessierte Tierhalter jeden Winter zur Vergabe dieser Flächen. Die Abschnitte, die man bekam, mußten bis zu einem Stichtag gemäht werden, das Schnittgut konnte man behalten als Grünfutter oder heuen. Auch mir mit meinem Pferdchen wurde diese Vergünstigung zu teil.
    Kleintiere wie Kaninchen belasteteten den Betrieb allenfalls im Winter mit einer Handvoll Heu. Ich glaube, es war immer schon üblich, dass die Kinder das Kanickelfutter an Wegrändern rupfen ging. Wir haben im Frühjahr immer Löwenzahn gestochen.
    Bei unszogen bis in die 80ziger Jahre noch die Schäfer mit ihren Herden über die Wintersaaten. Es wurde also jede Möglichkeit genutzt.

    Was mir jetzt gerade noch einfällt:
    Ich kann mich nicht erinnern, früher je irgendwo von einer Heu ad libitum-Fütterung, wie sie heute üblich ist , etwas gesehen, gehört oder gelesen zu haben. Im Gegenteil. Es wurde akribisch der Bedarf berechnet. Ich glaube, das ist heute eher eine Frage der Bequemlichkeit. 1 x die Woche rundballen in die Raufe, fertig.
    Kaltblüter gab es in meiner Gegend nicht. Die hätte man auf der märkischen Streusandbüchse überhaupt nicht satt bekommen.

    Wir hier bei Berlin haben vielleicht alle 5 Jahre mal ein bisschen Schnee, der zum Schlittenfahren reicht. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf und baue noch an meinem kleinen Lastenschlitten zum Sitzschlitten.
    Dazu habe ich ein paar Fragen:
    Ist es bei wenig Schnee sinnvoll, Ski drunter zu schrauben?
    Zweite Frage:
    Holzlanden unten in Kufennähe? Wenn ja, wie bekommt man die sinnvoll am Schlitten fest? Und kann man die auch mit Selett/Brustblatt fahren oder muß man die an einem Kumt befestigen?
    Oder Metallschere vorn anbauen?

    Ehrlich gesagt, wundere ich mich, dass dieses Thema überhaupt Diskussionen auslöst. Auch ich habe von Kindheit an gelernt und mein Leben lang beherzigt: Der erste und der letzte km im Schritt. Mindestens. Und je weniger sich die Pferde von selbst bewegen, desto wichtiger.
    Das ist übrigens nicht nur für die gesundheit von Sehnen und Gelenken wichtig, sondern auch gut für die Psyche.

    Diese Erfahrung kenne ich auch. Für mein Lieblingspferd habe ich mir so sehr ein Grab auf der Weide gewünscht. Aber dann kommt immer alles sehr plötzlich, es ist Frost, keine Möglichkeit.... Erlaubt sowieso nicht.
    Aber manche schaffen es. Als bei mir Gas verlegt wurde, legten wir neben dem Haus ein Pferdeskelett frei.

    Das ist ja sehr spannend! Und ein gutes Beispiel für die Behauptung, daß das Bewußtsein das Sein bestimme:-;


    Nebenbei bemerkt - Ähnliches läßt sich derzeit bei den mühevollen Versuchen eine Verkehrswende einzuleiten beobachten. Selbstverständlich kann ich die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Rädern, etc. befürworten und fördern, aber wie die in der Realität notwendigen (auf dem Land) weiten Wege in akzeptabler Zeit zurückgelegt werden sollen, wird nicht diskutiert. Infrastruktur und Lebensgewohnheiten sind auf die Benutzung von Autos zugeschnitten und nicht schnell zu verändern.


    Beim Einsatz von Pferden kämpft man mit dem gleichen Grundproblem, nicht wahr?

    Hast du das mit Absicht umgedreht? Richtig heißt es: "Das SEIN bestimmt das BEwußtsein".

    Es gab mal eine Studie zum Hängerfahren mit Messung von Blutparemetern. Heraus kam, dass Pferde immer Stress haben bei Transporten, auch wenn man ihnen äußerlich nichts anmerkt.
    Zum Thema Wasser. Viele Pferde verschmähen so weit als möglich nicht nur fremdes Wasser sondern auch Wasser aus fremden Gefäßen. War auf Wanderritten mit meinem Araber immer ein Problem.
    Hilfreich bei Transporten:
    - eigenes Wasser

    - vertrauter Eimer

    - und, oftvergessen, geschmacksneutraler Kanister. Es gibt spezielle Trinkwasserkanister.
    Alle 2 Stunden hat bei mir trotzdem noch nie einer Wasser genommen. Pferde trinken ja auch bei anderen Gelegenheiten nicht, wenn sie aufgeregt oder abgelenkt sind. Der Zwei-Stunden-Takt wird ja auch für's Wanderreiten empfohlen. Bei meinen Arabern war das immer kontraproduktiv. Sie hane weder getrunken, noch geruht. Nach 4 Stunden hingegen gab es harmonische Pausen mit Futter- u. Wasseraufnahme und Ruhephase. Sicher auch unterschiedlich. Aber ich glaube, beim Hängerfahren weckt jeder Halt die Hoffnung auf Befreiung - und verursacht zusätzlichen Stress.

    Fohlen und Jungpferde haben wir grundsätzlich unangebunden im ausgeräumten Hänger ohne alle Einbauten transportiert.

    Meinen eigenen Hänger habe ich mit speziellen durchgehenden Stangen ausstatten lassen, die sowohl das vollständige Herausnehmen der Trennwand (für Stute mit Fohlen), als auch das sichere Schrägstellen der Trennwand (für Pferde mit Platzangst) ermöglicht. Höhe an die Größe meiner Pferde angepasst und alle Stangen mit zusätzlichen Polstern versehen.

    Interessant am Rande des Themas:
    Bei den Adoptionen von Mustangs in USA müssen die Adoptenten Hänger oder Auflieger ohne Rampe mitbringen.
    Einen meiner Esel habe ich mit normalem PKW-Hänger, also ohne Rampe und gar nicht so niedrig, abgeholt. Der Esel war nie zuvor transportiert worden. Während wir noch überlegten, wie die Stute dort raufzubekommen sei, war sie schon allein raufgesprungen.

    Ich hab bei Hofarbeiten einfache Trense ohne Klappen drin, ansonsten Traberstange oder Kimblewick.
    Beim Arbeiten muss Pony/Esel öfter allein stehen bleiben. Da kann sie ohne Klappen mich sehen und weiß, ich beobachte sie auch.

    Jedes Pony hat diverse Kopfgestelle (Reiten alltag+Tunier, Bodenarbeit/Longe, Fahren mit und ohne Klappen, Alltag+Tunier), ich nehm das was mir für den jeweiligen Zweck am besten deucht, das kann in der Werkstatt/Flaschenzug mal der Kappzaum sein (wo will das Pferd denn innerhalb eines "zimmers" hin?? ist idr nur stundenlanges rumstehen und seltener zug), beim Misten/nebenherlaufen oder idr immer was klappenloses, weil das Tier mich gut sehen soll. Akut hab ich klappenlos Trensenstange und mit Klappe Postkandare. Das Vorgänger war mit einfacher Stange nur bedingt händelbar, das jetzige ist sehr weich, außerdem reicht bei dere idr Stimme.

    Beim Pferd würd ich tendenziell nur Kandare nehmen (und die zb ohne kette weich nutzen), beim Pony ist das wegen der massiven Oberkieferbreite und der Schwierigkeit überhaupt ein Kopfgestell zu plazieren oft mit Stange einfacher. mfg Kirsten

    Kandare ohne Kette ist ziemlich sinnfrei. Dann lieber gleich eine Traberstange oder Boucher-Gebiss.

    Ich kann das nicht bestätigen. Eher im Gegenteil. Zur Gewöhnung kann man Flatterband dran binden. Meine Erfahrung ist die, dass bei Litzen eine kaputte Stelle nicht sofort von den Pferden entdeckt wird , bei Breitband aber sofort. Insofern sind die Litzen hütesicherer. Vor allem aber sind sie verletzungssicherer. Breitbänder falten sich unter Zug und schneiden wie Messer. Dr. Ende empfahl auf der Hippologica mal max. 1cm Breite. Gab schaurige Präparate mit von Breitbändern zerschnittenen Sehnen. Seil ist übrigens ebenso gefährlich. Litzen reißen bevor wirklich schwerwiegende Verletzungen entstehen (außer Stahllitzen natürlich.