Posts by kaidan

    Gleitender Tragriemen bedeutet _-ein Riemen an dem die Tragösen befestigt sind,gleitet im Selett hin und her .ist also rund um das ganze Pferd gleitend,soweit die Schieflage der Gabel es erfordert

    Ja, in der Theorie. Bei meinen Seletts - habe mehrere - gleiten die Riemen alle mehr oder weniger schlecht, obwohl ich mit den Dingern schon alles Mögliche aufgestellt habe. Da rutscht tatsächlich eher das ganze Selett.

    Wenn bei deinem schon die Konstruktion keinen Spielraum läßt, ist es eben murks. Kann man die Bügel nicht entfernen? Meine Seletts haben gar keine.

    Die britische Reiterei hat ihre Vorzüge und ihre Nachteile. Die relativ lose Führung beugt einem sich aufspuhlen vor. Eben deshalb stehen die Pferde auch so entspannt. In der deutschen Reiterei wird das Pferd ständig geschulmeistert und selbst im Halten zupfen und riegeln viele noch rum.
    Die Kehrseite dieser losen Führung haben wir ja weiter oben schon diskutiert.
    Der Kalifornische Stil des Westernreitens zeigt, dass beides vereinbar ist: lose Führung und dennoch gymnastizierte Pferde, die gelernt haben, den Rücken aufzuwölben und in Selbsthaltung zu gehen.

    Was die starke Innenstellung der Handpferde angeht, so hat mich das auch verwundert. Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass außen ein Stoßzügel üblich wäre.
    Irgend wo habe ich mal gelesen, dass das britische Königsghaus in Moritzburg einen Vierspänner Rappen Sächsisches Warmblut gekauft hatte, mit dem sie dann gar nicht zufrieden waren. Die Pferde kannten es nicht, vom Sattel aus gefahren zu werden.

    Ein Guru, der unter dem Strich dann gar nicht so toll war, hat mal einen Tipp geschrieben, der aber so was von brauchbar ist: "Ich gewöhne meine Pferde nicht an knallrote Gummibälle, sondern an mich."
    Klar gibt es Dinge, an die man ein Pferd explizit gewöhnen kann und sollte, wie eben Straßenverkehr. aber es kommt immer das Ding, was das Pferd noch nie gesehen hat und dann muss es uns vertrauen.

    Ich habe auch so ein Ponybrustblatt mit angenähten Strängen und Schnallstück am ende wie Albert. Ich denke, bei Ponygrößen ist das sinnvoll, weil Ponys derart verschieden groß und breit sind, dass es wirklich schwierig ist, ein herkömmliches Brustblatt zu finden, das wirklich passt und wenn man dann noch für unterschiedliche Ponys nutzen will, hat ein Brustblatt mit angenähten Strängen seine Vorteile. Bei meinem kann man eine spezielle Schiffchenschnalle aufschieben, mit der das Brustblatt auch für Zweispänner genutzt werden kann.

    conway.jpg

    Und in Deutschland wird besser geritten und gefahren???? Halte ich für ein Gerücht! Was man hier so standardmäßig "Ausbildung" nennt, ist auch nicht pferdegerecht. Es gibt natürlich Ausnahmen! Trotzdem: Überall sieht man LDR, da schämt sich keiner mehr für. Wenn vor 30 Jahren das Pferd noch minimal vor der Senkrechten "korrekt" lief, ist eine korrekte Haltung heute scheinbar leicht bis deutlich hinter der Senkrechten. Beim Kegelfahren auf Fahrturnieren wird auch gezerrt, was das Zeug hält. Und ganz ehrlich: Würde ich mit meiner 22jährigen Shetty- Stute an so etwas teilnehmen, müsste ich auch zupacken. Schon allein ein Kegelparcous macht die ganz wuschig. In einer echten Wettkampfsituation, würde auch sie total aufdrehen. Es muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Pferde immer so laufen. Dies hier ist eine Show- Veranstaltung und alle sind nervös und aufgeheizt. Ich gucke mir sowas meistens gar nicht mehr an, muss ich mich auch nicht ärgern...

    Auf jeder Hengstparade, z.B. in Neustadt/Dosse, sieht man bessere Reiterei. Die machen das öffentlich auch nur an 3-4 tagen im Jahr.
    Wie schon geschrieben: Das ist ja kein Ponyclub. Man sollte doch annehmen, dass Reiter und Pferde sorgfältig ausgewählt und ausgebildet sind. Selbsthaltung scheint kein Ausbildungsziel zu sein.

    Überall auf der Welt reiten Menschen ,arbeiten auf und mit dem Pferd ,

    oder sitzen auf dem Pferd und lassen sich von A nach B tragen .

    Woanders ist eben nicht Deutschland.

    Andere Länder ,andere Sitten ( oder Reitweisen )

    Genau so heißt ja auch das zitierte Buch: "Andere Länder, andere Reiter". Aber es gibt eben auch viele andere Reitweisen, die pferdeschonender sind als das, was hier zu sehen ist. Das ist ja nicht irgend ein ländlicher Ponyclub.

    Beim Einfahren ist leider das Problem: WENN es Schwierigkeiten gibt, dann kracht es so, dass das Thema Fahre hernach sich erledigt hat. es hängt aber viel vom konkreten Pferd ab. in meinem Umfeld wurden Shetties z.B. einfach eingespannt und es lief. Mit meinen Eseln habe ich auch nie viel Fehlerlesen gemacht. Aber viele Pferde haben spezielle Empfindlichkeiten.
    Mit dem Weggeben zum Einreiten habe ich ringsum auch nur Dramen gesehen und absolut tierschutzwidriges vorgehen. Meine Pferde habe ich alle ohne jede fremde Hilfe eingeritten. Ob es beim Einfahren anders ist.? DAS ist bei mir vor 30 Jahren mal gründlich schief gegangen.
    Der Schein und der Titel macht es jedenfalls nicht. Vielleicht gibt es in eurem Umfeld noch Bauern, die unterstützen würden.

    Das Eidgenössische Bundesamt für Veterinärwesen in Bern/Schweiz, versucht, wie unzuverlässige Quellen berichten, seit Jahren die „eierlegende Wollmilchsau“ mit dem Dahu (dahutus montanus) einzukreuzen. Mit der Begründung: Wer Tiere züchten will, muß darauf achten, gesunde Tiere zu erhalten, die frei von belastenden Merkmalen sind. Mit dieser Kreuzung verspricht man sich durch bessere Geländegängigkeit, der Belastung im Gebirge entgegenzuwirken.


    Erste Erfolge mit Kreuzungen solcher Art wurde kurz vor der Wende in der DDR verzeichnet. Um die Geländegängigkeit der „eierlegende Wollmilchsau“ für das Mittelgebirge zu verbessern, experimentierte die VEB-Tierzucht mit Hilfe der Rekombinationstechnik. So gelang es, mit Genen des thüringischen Hanghuhns die eierlegende Wollmilchsau geländegängiger zu machen. Nach der Wende wurden die Versuche eingestellt, die Tiere der Verwetung zugeführt.


    Anders in Bayern, wo die vielversprechende Kreuzung der eierlegenden Wollmilchsau mit dem Wolpertinger gelang. Tragischerweise wurden die einzigen zwei Tiere aus dieser Zucht, die friedlich auf einer Wiese weideten, von einem Jäger (CSU) bei hellichten Tag hinterrücks erschossen.

    Lieber Kutscher,
    da bist du einer Fehlinformation aufgesessen. Die Experimente zur Züchtung der eierlegenden Wollmilchsau in der DDR wurden schon Ende der sechziger Jahre eingestellt, weil sich die Überzeugung durchsetzte, dass dieses Tier zwar theoretisch zu allen fähig aber praktisch zu nichts zu gebrauchen war.
    Ich denke, dass das auch für viele technische Kombis zutrifft. Ich besaß einmal einen Fahr- Trommelschwadwender. Der hat zwar halbwegs passabel geschwadet, aber das Wenden täuschte er nur an.

    Also ich habe schon mehrfach z.B. die Zeremonien zum Geburtstag der Queen gesehen und muss sagen, dass z.B. die Ausbildung der Pferde nicht dem deutschen Verständnis entspricht, was z.B. Versammlung und Selbsthaltung angeht.
    Bei Armin Weihmann "Andere Länder, andere Reiter kann man nachlesen, dass die deutsche Armee britische Pferde einfing, die lahmgeritten (in naturhaltung belassen) laufen gelassen wurden. Diese Pferde wurden dann nach genannter Heeresdienstvorschrift so zurechtgeritten, dass sie besser in der Lage waren, Gewicht zu tragen.

    Ich wollte auch schon lange mal fragen, was man am besten als Spriegel nimmt? Ich möchte für mein Eselwägelchen auch einen Planwagenaufbau zum Einkaufen.

    Shettyfreak


    Meine Bemerkung war OT.


    Ich bestreite nicht, daß das Auftauchen des Wolfes ernste Folgen für die Landbevölkerung haben kann. Ich meine sogar, daß es nicht richtig ist, die Lasten einseitig auf die Landbevölkerung abzuwälzen. Und ich meine auch, daß Wölfe nicht in Wohngebiete gehören. Allerdings frage ich, ob es nicht möglich ist, auch Wölfen ein Gebiet zuzugestehen. Eigentlich müssen Menschen nicht alles haben, nutzen und ggfs. zerstören. Selbstverständlich ist das meine Privatmeinung.

    Große, unbesiedelte Gebiete gibt es leider kaum in DE, allenfalls die ehemaligen Militärflächen wie Wittstocker - und Lieberoser Heide. Aber auch die müßten eingezäunt werden. Das bezahlt keiner.
    Und wenn man dünn besiedelte Gebiete auswählen würde, würden sich die dort wohnenden mit Recht dagegen wehren, dass sie sich mit dem Wolf arrangieren sollen und alle anderen nicht.
    Übrigens müßte man auch in solchen Gebieten die Zahl kontrollieren. Die breiten sich ja aus, weil die Vermehrungsrate höher als die natürliche Sterberate ist.
    Und: "Und manche Leute haben vielleicht nicht das Geld, um wolfssichere Zäune zu bauen." - MANCHE? Ich glaube, du hast nicht mal eine wage Vorstellung davon, was so etwas kostet.
    Was jetzt das Pferdeverhalten angeht, so bezweifle ich, dass Pferde einen Unterschied zwischen Hunden und Wölfen machen. Heißt, dass hundegewohnte Pferde kaum reagieren - und damit evtl. leichte Beute sind, speziell Fohlen oder Minis.
    Wenig an Hunde gewöhnte Pferde und auch Rinder dagegen gehen zum Angriff über. Selbst mehrfach erlebt. Allerdings dürfte das Bild sich schnell ändern, wenn Wölfe im Rudel jagen. Dann sind sie überlegen. Schon zwei gemeinsam agierende Hunde töten gelegentlich auch größere Weidetiere.

    echt? mein Pony legt sich unter dach ums verrecken nciht hin und dreht in der box kreise. kennt sie von daheim gar nciht und findet sie gruselig. ich hab Pfosten, Ezaun mit wenig widerstand und ein halbwegs schlagstrkes gerät dabei. in begleitung legt sie sich dann sicher hin, wenn wir allein fahren und neben fremden Pferden übernachte, immer wieder mal. regendecke habe ich immer mit, ich hab da ein system, wo genau noch ne passende dpnne woldecke drunterkann, wenn erforderlich. ich will das pferd auch in bewegung haben, sonst zieh ich es morgens mit vier angelaufenen beinen raus

    Wo es möglich ist, gehen unsere auch erst 2 Stunden auf die Weide zum Strecken und Wälzen, bevor es rein geht. Rumlaufen ist aber nun mal kein Ausruhen und das mit Regendecke geht allenfalls mit Kutsche. Auf dem Pferd kann man so etwas Sperriges nicht mitnehmen und unter Armeeponcho sind die nach zwei Stunden dann eben von innen nass statt von außen.
    Pferde sollten auch Boxenunterbringung und wie Herr Nehmitz schreibt, möglichst auch Anbindehaltung kennen. Es gibt auch Verletzungen, wo absolute Ruhe nötig ist. Auch mittags erwarte ich, dass mein Pferd angebunden 1-2 Stunden ruhig steht.
    Durch so einen Litzenpaddock sind unsere Pferde zu zweit mal durchgebrochen und 20km nach Hause gelaufen - mitten durch die Stadt. Nix passiert. Glück gehabt.
    Beim Sternritt nach Cottbus hatten unsere Pferde zwei Nächte draußen im Regen verbracht nach jeweils ca. 60km Tagesleistung. Die haben trotz poncho gezittert wie die Schneider. Am Ziel dann gab es 3x3m Strompaddocks (ich finde das an sich schon tierschutzwidrig) , die ein einziger See waren. Ich hab dann sehr energisch für eine Panelbox in einer Halle gekämpft. Mein Kleener hat nach jeder Seite ein mal gegiftet und sich dann ins Stroh fallen lassen. Draußen hätte er auch diese Nacht nur durchstehen können.
    Wenn man nur 20 km macht, können die natürlich draußen bleiben. Das ist keine Arbeit.
    Fremde Weiden immer auf Verletzungsmöglichkeiten absuchen.
    Auf dem Foto sind wir Mittagessen in Sichtweite.

    Wenn Problemwölfe zeitnah erschossen werden oder in bestimmten Gebieten eine beschränkte Abschussfreigabe besteht, können die unauffälligen Wolfsrudel in geeigneten Gebieten heimisch werden.


    Dann wäre die Akzeptanz der Wölfe sicher auch größer.


    Nichtsdestotrotz ist die Klimaveränderung und der damit verbundene Kostenanstieg in der Pferdehaltung für die meisten hier sicher eher eine Gefahr, die Pferdehaltung aufgeben zu müssen als umherstreunende Wölfe.

    Wenn man weit weg von Wolfsgebieten wohnt, kann man gut schwadronieren. Ich wohne hier am Rande der Schorfheide und die Wolfsbeauftragten ziehen schon von Hof zu Hof, um den Leuten beizubringen, dass sie ihre Weidetiere schützen müssen.
    Amybra - von wegen Problemwölfe. Für wie dumm hältst Wölfe? Was glaubst du, wie lange die brauchen, um spitz zu haben, dass Weidetiere eine leichte Beute sind, allein schon wegen der Umzäunungen?
    Das ist so, als wenn man dir die Wahl ließe, jeden Tag im Wald beeren und Pilze sammeln zu müssen und evt. Tiere zu jagen, oder lieber in den Supermarkt zu gehen
    Nicht für jeden ist es machbar, nachts alle Tiere in verschlossene Ställe zu bringen.
    Herdenschutzhunde - nicht zu verwechseln mit Hütehunden. Abgesehen von Kosten stellt sich die Frage nach der Sicherheit. Man braucht ja dann hundesichere Zäune, damit die keine Spaziergänger angehen.
    Ich bin dafür, lieber die Wölfe einzuzäunen in 2-3 Naturparks.
    Die Population ist sehr angewachsen.

    Warum wird hier von Manchem immer gleich zum Generalangriff übergegangen, wenn es um eine konkrete Sachfrage geht?
    Ich kenne auch diesen Typ von "Pferdeleuten", die dem Pferd mal eben eine Kette ins Gesicht hauen, Trensen gewaltsam in Pferdemäuler reinzerren und nur zwei Hilfen kennen: Draufschlagen und Insterburger. Aber solche Kerle sind nicht in Foren unterwegs.