Posts by kaidan

    Mir ist das Hülsman-Angebot echt zu teuer. Bei dem HCA hast du die kleineren Räder. Der mit 19 Zoll solte eigentlich größer sein. Ich habe eine Anfrage geschickt. Mal sehen.

    Was meinst Du mit grenzwertig? Ist mein Esechen schon zu groß für den Typ? Welche Spurweite hast Du?
    Du hast die kleinen Räder. Es gibt den auch mit 19 Zoll-Speichenrädern.
    Hast Du Ortscheit oder Rollen?

    Habe von Hülsmann ein Angebot eingeholt: 1700,- und da ist noch nicht mal Bremse und Spritzschutz dabei und Lieferkosten auch nicht.

    Ich brauche noch mal input.
    Ich möchte für meinen Esel, ca. 1,12-1,14, einen Sulky kaufen. Sie läuft recht brav vor der Kutsche aber ich möchte was leichteres, flottes. Vor die doch recht schwere, behäbige Zazou-Schlemmer mit 120 Spur möchte ich sie nicht spannen, zumal die nachbestellten, stärker gebogenen Anzen wohl nie kommen werden. Esel ist schmaler als Pony.

    Also: Ich brauche was:

    • nicht so schwer, vor allem auch nicht so schwer im Rücken hängend
    • gut gefedert für meine alten Knochen
    • wo man nicht wie der Affe auf dem Schleifstein sitzt, sondern schön mit langem Bein
    • geländegängig für schlechte Wege, die es hier hat
    • soweit als möglich wenig kippfreudig

    Was würdest ihr empfehlen?
    Noch eine Frage: Wenn man aus naheliegendenden Gründen zum Aufsitzen nicht zwischen Gig und Pony(Esel) steigen soll - wie kommt man dann überhaupt auf einen Sulky mit hoher Rückenlehne? Die will ich auch, weil ich nicht ständig vorn übergebeugt sitzen kann.
    Habt ihr Tipps für mich?

    Savi, vielleicht hast Du meinen Kommentar nicht genau gelesen? Ich meinte natürlich den Besitzer, was der sich dabei gedacht hat, so einen Felsbrocken anzuschaffen und das IHR als Menschen die sonst mit hochblütigeren Pferden umgeht, mein vollstes Verständnis habt.

    Es gibt ja heute eine ganze Menge verschiedener Ansätze mit Pferden umzugehen. Manche haben ein gezieltes Desensibilisierungsprogramm hinter sich, andere sind von natur aus eher dickfällig.
    Ich habe Pferde und besonders meine, sehr lieb. Aber wenn einer eine Hilfe nicht versteht oder nicht annehmen will, dann werde ich deutlich. Bei meinen Arabern war nie viel nötig, um die vorwärts zu bringen. Aber es gibt eben andere.
    Wenn ich das ständige leichte Peitschengewedel sehe und deinen Bericht dazu würde ich sagen, der weiß gar nicht was das soll. Schön wäre es, er würde auf irgend was mit Vorwärts reagieren, damit man darüber die Peitschenhilfe vermitteln kann. Wenn es aber nichts gibt, was ihn vorwärts bringt, dann muss es an der Longe direkt gehen:
    Erst das Komando, sofort darauf die übliche leichte Peitschenhilfe, evtl. kann man noch eine Stufe 2 einbauen, aber wenn man weiß, es ist sinnlos, dann muss es richtig eines in die Hacken geben, so dass es ein reflexartiges Vorwärts gibt. Longe muss die Bewegung ohne zu stören nach vorne raus lassen, auch wenn die schneller sein sollte als beabsichtigt. Und großes Lob. Wenn ein Pferd nicht ganz dumm ist, genügen 2-3 Wiederholungen. Immer muss das Pferd erst die Chance bekommen, zu gehorchen: Stimmhilfe-leichte Peitschenhilfe-Stufe 2 -....
    Ich bin ein Schisser und würde das nie mit einem Pferd vor der Kutsche machen sondern an der Longe erarbeiten.

    Wenn das Verhalten an der Longe nicht auftritt, nur vor dem Wagen, weil das Pferd nicht vom Hof will, ist es einfach Kleben. Dann hilft nur, an der Rangordnung und am Vertrauen arbeiten. Also an der Hand, am besten mit Führkette. Da hilft z.B. dem Pferd sein eigenes Verhalten zu verleiden, z.B. wenn es nicht vom Hof will, so lange rückwärtsrichten, bis es froh ist, vorwärts zu dürfen.

    Ich hatte etliche Jahre einen Deckbetrieb und mußte feststellen, dass viele Pferde so vertüddelt waren, dass sie den Menschen null respektierten - da es Araber und Kleinpferde waren , eher überrennen, nicht anbinden lassen, aber auch "nicht treiben lassen" kam vor.

    Ich habe noch eine Idee. Ein zu eng verschnalltes Hintergeschirr kann auch vollständigen Stillstand auslösen.


    Geht zurück an die Longe und an die Hand. Was da nicht klappt, klappt angespannt auch nicht.

    Mein Gott. Warum kauft sich jemand einen Arbeitselefanten, um damit spazieren zu fahren?
    Ein Kaltblüter ist ein Schrittpferd zum Arbeiten. Gewiss gibt es auch gängige, aber erwarten sollte man das nicht.
    Wenn man sonst hochblütige Pferde gewöhnt ist, ist so ein Kalter eine echte Geduldsprüfung. Leider denken viele, so ein Pferd wäre leichter zu handhaben. Aber das kann ein Trugschluss sein. Diese Pferde geben kaum Rückmeldung, schalten auf stur - um urplötzlich den Motor anzuschmeißen, wenn man überhaupt nicht damit rechnet - und die Bremse ist dann plötzlich auch außer Betrieb. Zugegebenermaßen waren solche Pferde niemals meins.

    Ich denke auch, da fehlt das Fundament. Komandos an der Longe erarbeiten. Man wird nicht drum rum kommen, auch mal zuzulangen, damit er merkt, was angesagt ist. Sofort loben, wenn's vorwärts geht. Grunderziehung: Antreten, Halten, Anterten, antraben, Halten, Rückwärts, seitwärts. Der hat vielleicht nie gelernt, dass der Mensch zu beachten ist. Runter vom Hof Fahren vom Boden oder zweispännig. Was man im Gespann macht, wenn einer ausbremst, wissen Andere hier besser.

    Zu denken, dass Pferde eine Rampe bräuchten, ist so eine deutsche Krankheit. Eher ist das Gegenteil der Fall. Bei der Adoption von Mustangs ist ausdrücklich Bedingung: Nur Hänger ohne Rampe mitbringen!
    Die Kleinen werden problemlos durch den Frontausstieg raushüpfen. Mein erster Esel ist da auch immer sofort reingeklettert, wenn mal offen rumstand. Ich würde das aussteigen vorn mit den Ponys mal üben.

    Souris, das ist nicht auszuschließen. Es war immer in der Fesselbeuge, weiße Beine. Das war ja mein Reitpferd und ist immer im Spätsommer aufgetreten. Verdacht waren Herbstgrasmilben. Das Pferd lebt leider nicht mehr. Ich habe nach Abheilung immer Vaseline draufgegeben und dann kam auch nichts wieder. Es blieb immer bei einem Schub.

    Na die Idee hatte ich auch schon. Aber solche Ballen gibt es hier nicht. Habe gerollte Matraze genommen. Ich bin aber aus dem Alter raus, wo ich Spaß am Improvisieren habe.

    Bin viele Jahre mit Kinderschlitten gefahren, will aber jetzt was ordentliches, vor allem mit Schere.

    Meine Kutsche hat ganz ähnliche Räder. Für Mopedräder halte ich die nicht. Habe au letzten Sommer die Bereifung komplett erneuert und auf Anraten hie im Forum die Kutsche einfach auf den Rücken gelegt und die Räder drangelassen zum Reifenwechsel. Bei mir haben Fahrradreifen gepasst, ich glaube für Mountainbike.
    So solltest Du passende Lager eigentlich im Fahrradhandel finden.

    Leider hat mein Kimblewick eine leichte Zungenfreiheit. Wird aber von meinem Pony gut angenommen. Mudstückstärke ist ebenfalls 10mm.
    Ich habe noch ein anderes mit ganz zierlichen Seitenteilen und Billy-Allen-Mundstück. Die ist aber wirklich dünn - höchstens 8mm - und mir für Pony zu filigran. Nehme es für den Esel. Vorteil: leicht beweglich und einseitige Einwirkung durch das Gelenk möglich.


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    Die verlinkte Traberstange ist KEIN Checkgebiss. Checkgebisse werden zusätzlich zum normalen Gebiss eingeschnallt und sind tatsächlich sehr dünn.
    Eine Traberstange ist ein ungebrochenes Mundstück für Trabrennpferd und nicht dünner als ein normales Fahrgebiss. Es ist also ein milderes Gebiss, da es auch keine Kinnkette hat.
    Es ist für Ponys gut geeignet, weil die bei Kandaren oft zu engen Oberbäume fehlen, die Ronge recht klein sind, so dass die Kopfstücke besser sitzt. Sie haben Löffel, damit trotz der relativ kleinen Ringe das Gebiss nicht seitlich durchs Maul gezogen werden kann.

    Mein Pony war zuvor mit Liverpoolkandare gefahren. Während er Trense überhaupt nicht imMaul behalten wollte, hat er die Stange problemlos angenommen. Eine andere Alternative ist noch ein ungebrochenes Kimblewick. Soeines hab ich auch. Wird ebenfalls gut angenommen.
    In England auch gerne zum Fahren genommen.
    http://www.bester-rideart.com/…-auch-kimblewick-genannt/
    Leider meist nur mit Zungenfreiheit zu bekommen.
    Aber hier in 11,5
    https://www.equeen.se/kimblewick-rakt

    So ein Gebißstück (aber mit Anzügen) hatte ich immer zum Reiten. Vorteil: leicht beweglich und Bäume unabhängig von einander beweglich. Leider erst ab 12,5. Hab aber so ein Teil in 11,5 mal im Ausland bekommen.
    https://rglamicell.com/product…-curb-chain-with-leather/

    Rossknecht, vielen Dank für diene Tipps. Ich werde es jetzt so machen, dass ich eine vorhandene Schere verwende, das Ortscheit aber so aufhänge, dass die Zuglinie über Ketten bis zu den Kufen unterhalb des Schwerpunktes verlängert werden. Das habe ich auf Bilder gesehen.
    Bisher bin ich ja immer nur mit Rodelschlitten ohne Anzen unterwegs gewesen. Aber auf den Kinderschlitten kann ich einfach nicht mehr sitzen. Aber letztes Jahr, als es etwas mehr Schnee gab, habe ich täglich das Heu so in den Auslauf gefahren.

    Bei schrumpfendem Markt läuft es doch in allen Branchen gleich:
    Überleben tun nur die, die im Luxussegment produzieren. Nimm z.B. Uhren, Maßschuhe, Maßanzüge. Früher gab es überall Schuhmacher und Schneider.
    Alles, was handwerklich gefertigt werden muß, kann im Preis mit Industrieware nicht konkurrieren. Und das, was nur wenige noch brauchen, wird teurer, weil es eben auch kaum noch Halbfertigprodukte von Zulieferern gibt.
    Auch das Wissen droht natürlich verloren zu gehen.

    Also in ein Ponymaul kann man aus Platzgründen ohnehin kein dickes Gebiss stopfen. Fahrgebisse sind generell im Vergleich zu Reitgebissen recht dünn. Das gilt auch für Doppelringtrensen.
    Die Fahrkandaren bei Allerhop haben nahezu alle Mundstücke von 8mm.
    Dieses Stangengebiss ohne Anzüge hier hat 14mm
    https://www.horze.de/olivenkop…-stangengebiss/13084.html

    Diese mit Knebeln habe ich, die haben ca. 10mm
    https://www.horze.de/fahrgebis…ge-fuer-traber/13510.html

    auch als Ledergebis zu haben, entsprechend dicker
    https://www.horze.de/fahrgebis…erzogen-stange/13520.html
    und sogar als Gummigebiss zu haben.

    Ach ja: meine Nicht-Angst vor dünnen Gebissen hängt natürlich auch mit meiner Westernreitervergangenheit zusammen. Ganz zu Anfang bin ich meine Araber englisch geritten mit dicker Wassertrense, wie ich das gelernt habe. Mein Wallach hat sich nur gewehrt und das Maul gar nicht zubekommen. Später mit Snaffle-bit war alles um Welten besser. Und dass Anzüge nicht notgedrungen schärfer wirken, kann man auch lernen. Das gilt allerdings nur für Reitweise am losen Zügel und mit ganz dezenter Hand. Da entsteht gar nicht erst Zug im Maul. Beim Fahren hab ich dann schon Respekt vor Anzügen, eben wegen der stetigen Anlehnung. Darum habe ich die Traberstangen. Pony und Esel haben sie sofort akzeptiert. Pony will absolut kein gebrochenes Mundstück.

    Nimm dir deine Gig, häng Gewichte dran, so dass sie in der Waage ist. - Jetzt lass los. - Was glaubst Du, wie lange die Gig in der Schwebe stehen bleibt, ohne nach vorn oder hinten zu kippen?
    Und jetzt erwartest Du das selbe in wechselnden Tempi, bei wechselndem Untergrund. - Das geht rein physikalisch schon nicht.

    Ich hab es schon mal irgendwo geschrieben. Mein Nachbar hatte einen Eigenbau aus Holz, maßgebaut für sein Pony. Der war wunderbar leicht schon beim Anheben. Warum? weil das Gewicht über der Achse lag, die Räder groß waren und die Anzen ganz waagerecht.
    Klassische Gigs sind so gebaut. Ich glaube, die englischen sind so gebaut, übrigens auch jeder Eselkarren in der Dritten Welt.
    Aber heute soll eine Gig weitgehend in Serie zu bauen sein und möglichst für eine breite Spanne unterschiedlich großer Pferde passen. Die Anzen gehen schräg nach oben und dann ist natürlich eine Menge zu verstellen, ehe es in etwa passt.

    So eine schöne Gig aus England hätte ich auch gerne. Aber ich möchte gar nicht wissen, wie hoch die Frachtkosten wären.

    kaidan :

    Dasweiß ich. Ich meine, es hat keinerlei Wert, eine Kandare einzuschnallen, wenn man sie nicht benutzt. Wenn man dann die Kette wegläßt, kann man im Bedarfsfall auch nicht mal eben umschnallen. Durchgehende Gebissstangen gibt es auch ohne Anzüge. Gebisse mit Anzügen sollten überhaupt nie gebrochen sein.