Posts by kaidan

    Welche meinst du jetzt? die von Horze? Man kann eine Sidepollähnliche Wirkung einbauen und Druck aus dem Maul nehmen, wenn man oben einen echten Pullerriemen einschnallt und unten einen Kinnriemen. Für letzteren reicht ein Sporenriemchen. Im Westernreiten ohne Sperrhalfter ist dieser Kinnriemen sehr üblich in der frühen Ausbildungsphase, wenn die Richtungsänderung noch am inneren (aufmachenden) Zügel eingeleitet wird. Er verhindert seitliches Durchziehen und gibd Druck auf die Außenseite. Ein weiches Nylonsporenriemchen ist bestens geeignet. Die Länge bemisst man nach der Gebissbreite
    Diese Konstruktion kann je nach Kürze des Pullerriemens den druck komplett auf die Nase leiten. Erst, wenn im echten Notfall wirklich kräftig zugefasst wird, kommt auch Druck im Maul an.
    Ich finde das eigentlich für Gebisslos-Anhänger ideal, weil das Pferd überwiegend das Gebis nur spazieren führt, aber Notfallreserve bleibt.
    Allerdings gibt es durchaus Pferde, die Einwirkung auf der Nase hassen. Mein Kaidan war so einer. Der mochte sich auf dem nasenrücken nicht mal streicheln lassen. er hat jedes (nicht zu dicke) Gebiss klaglos getragen, Sitepull aber gehaßt. Breites Stallhalfer ging. Es gab keine Vorgeschichte. Ich hatte ihn von Absatzalter bis zu seinem Tod mit 33 in Eigenregie.

    Von Ponywebwinkel hab ich Nachricht bekommen, dass sie den Sulky nicht mehr weiter vertreiben wollen und sie meine Bestellung an den Hersteller weitergeleitet hätten. Von dem ist noch nichts gekommen. Sehe schwarz.

    Hallo Markus-Josef. Das mit dem Falten des Woilachs mußt du noch üben. Korrekt gefaltet wirft er keine Falten und schließt mit dem Sattel ab. Ich hatte viele Jahre einen Original-Woilach zum Wanderreiten. Leider haben ihn irgend wann die Motten gefressen und Ersatz war nicht mehr zu beschaffen.

    So einen schweizer Packsattel habe ich auch noch liegen.

    Also normalerweise drückt die Oberseite der Zungenfreiheit nicht gegen den Gaumen des Oberkiefers, denn die Kinnkette begrenzt die Drehung. Englische Gebisse haben heute auch meist eine so flache Zungenfreiheit, dass dieser Effekt ohnehin nicht eintreten kann, manchmal ist sie nur in die Stange eingearbeitet. Der Sinn der Zungenfreiheit ist ein Anderer. Die Zunge unterpolstert das Gebiss und nimmt den Druck von den Unterkieferästen. Die Zungenfreiheit (oder auch sehr stark gebogene Gebissstange) mindert diese Polsterung, weil die Zunge in die Zungenfreiheit rutscht. Es kommt also mehr Druck auf die Unterkieferäste. Ein Gebiss mit Zungenfreiheit wirkt daher schärfer als z.B. eine leicht gebogene Stange.




    Ich hatte auch eine wirklich schöne Doppelringtrense für mein Pony gekauft - so geformt, wie die ganz früher waren mit recht dünnem Mundstück, verdickten Enden und flachen Ringen - obwohl Doppelring ja eigentlich nur im Zweispänner Sinn macht.

    3 Probleme:

    1. Durch die großen Ringe (trotz 11,5 Mundstückbreite) passte nichts mehr am Kopfstück

    2. Pony wollte es absolut nicht. Machte schon sofort nach anziehen Theater
    3. Ich hab mal in der Hand die Wirkung der sogenannten weichen Schnallung erprobt. Da zuerst die losen Ringe greifen, klappt das Gebiss genau umgekehrt zur normalen Trense ein, also so, dass das Gelenk auf die Zunge drückt. Was daran weich sein soll.
    Ich hab es sofort wieder verkauft.
    So wie diese, aber in Österreich gekauft
    https://www.kutschershop.de/Doppelringtrense-antik

    Na Drehung im Maul ergibt sich nur, wenn es überhaupt ein Drehmoment gigt, also Anzüge da sind.
    Aber das Kimblewick benutze ich eben wegen der auch von dir beschriebenen gleitenden Wirkung.
    Für kleine Ponyköpfe hat es zudem den Vorteil kurzer Oberbäume - die Zäume passen dann einfach besser.
    Hast Du es inzwischen ausprobiert?

    Du hat mit der Belatbarkeit bestimmt recht. Aber wenn ich das Hemde vor mir sehe, denke ich immer, wir müßten die Rollen tauschen. Mit meinem ersten Esel habe ich hochaufgetürmte Strohfuhren gefahren und den auf Wanderritten als Packtier mitgehabt bis 40km täglich.
    Aber ein mal hab ich vol Runkeln geladen. Da hat er gestreikt und um jede Rübe gefeilscht - bis Wagen fast leer war.
    Mit dem hatte ich viel weniger Mitleid. na mal sehen, wie es mit dem neuen Selett klappt.

    Gummipuffer hab ich vor einem Jahr nachbestellt - nie bekommen. Nach Silantblöcken hab ich schon geguckt. Alle bisschen anders.


    Den HCA hab ich jetzt mal einfach mit ponywebwinkel "in den Warenkorb gelegt" und über die Bestellbestätigung wegen ieferzeit und Versand angefragt.

    Also meine Anzenstümpfe waren ja von Herrn Schlemmer vormontiert und die Puffer perfekt eingestellt. Wenn man da nicht dran rumfummelt, was man nicht soll (!) ist der Rest wirklich einfach. man muß die Konstruktion verstanden haben und wissen, was man erreichen möchte und was passiert, wenn man irgendwo dreht.
    Kann natürlich sein, dass mein Waterloo noch kommt, wenn ich wirklich mal die Puffer tauschen muss.
    Heute neues, gebrauchtes Selett gekauft, zum Ausschlachten oder Komplettersatz gegen das, wo ich keinen passenden Bauchgurt bekomme. Das braune "Wickelgeschirr" bleibt dann für Kutsche.

    Berg haben wir hier praktisch nicht. Ich könnte ja auch 10kg abnehmen.... Irgendwie hab ich mit dem Esel-Hemde immer ein schlechtes Gewissen, irgend was hinter zu hängen.


    Hast du mal geguckt, ob man ähnliche Puffer auch anderweitig kaufen kann? - Ich denke immer, wenn Herr Schlemmer mal aufhört...

    Ich bin sicher, dass ich da NICHTS falsch gemacht habe bei der Einstellung der Anzen. Man kann da eigentlich nichts falsch machen; nur, wenn man wild rumschraubt wie ein Affe, ohne zu begreifen, was man tut und was passiert. Es gibt auch ein sehr gutes video von Herrn Schlemmer dazu. Das hatte ich mir mal angeguckt, hätte es aber auch ohne gekonnt. Ich bin technisch ganz gut und mache schon immer alles alleine außer schweißen (Werd ich wohl auch noch lernen müssen)
    Es ist sehr einfach:
    - Karre aufbocken, so dass sie Waagerecht steht.
    - Anzenlänge und Abstand einstellen auf Zugtier (habe einsteckbare Anzen)
    - Anspannhöhe mittleres Loch am Zugtier ausmessen
    Bei mir waren dann die Anzen zu hoch, also mußten sie runtergeschraubt werden:
    Alle gigseitigen Muttern und Kontermuttern innen und außen, die die Gummipuffer umschließen in Ruhe lassen!!!!! - wenn nicht schon falsch verschraubt
    Die anzenseitigen Muttern incl. inneren Kontermuttern etwas lösen.

    Die obere, anzenseitige Mutter (bei mir) max. aufdrehen (so dass sie gerade noch nicht abfällt).
    Die untere innere anzenseitige Kontermutter und Mutter genau so weit wie die obere außen lose drehen, - Anze senkt sich
    Anze nachmessen.
    Wenn passend:
    oben innen Mutter und Kontermutter anziehen,
    unten nur Kontermutter anziehen, äußere Mutter nachziehen.

    Es war überhaupt keine Schwierigkeit.

    Ich denke schon, dass es am Selett liegt mit dem ruckeln. Es ist mal von unserem hiesigen Sattler gemacht. Ich habe weder lederne Tragaugen noch Schnellverschlüsse dran. Die Konstruktion ist ähnlich wie bei eisernen Tragaugen, nur, dass es nur Riemen sind ohne Eisen. Die werden 2 x(!) um die Anzen und durch die Öse gezogen und das Ende in den kombinierten Bauchgurt verschnallt - alles ähnlich einem Wickelgeschirr für Traber. Man muss recht fest ziehen, sonst lockert das Gewicht der Anzen die Schlaufen. - Also kurz: trotz beweglichem Tragriemen kann sich da nicht viel bewegen. Für Zweichser fährt sich das Geschirr sehr schön, aber im Einachser fehlt einfach das Spiel.
    Ich bin ja früher meinen Araberhengst mit Wickelgeschirr im Fohlenwagen gefahren und da hat man im normalen Trab das Rucken mit der Bewegung genau so.
    Jetzt muss ich erst mal das Einachserselett flott machen. Es fehlt der passende Bauchgurt, weil die Tillburies trotz Shettiegröße Bauchgurtstrupfen 3cm breit haben. Finde keinen Bauchburt mit so breiten Schnallen.



    Die Anzen bewegen sich auch einzeln gut auf und ab. Das ist nicht das Problem. Das Rucken im Takt kann nur weggehen, wenn die Anzen etwas in den Tragaugen vor- und zurück rutschen können. Das geht bei der Wickeltechnik nicht. Sitzt alles bombenfest.



    Zum HCA
    Dann bestelle ich den jetzt mal einfach so wie von dir empfohlen bei Ponywinkel. mal sehen, was passiert. Umrosten kann ich dann ja immer noch.
    Dein Pony sieht wirklich aus wie kurz vor der Kapriole. Ist wie groß die Maus?


    Ich hab auch schon überlegt, passende Schlemmer zu bestellen. Aber a) die langen Wartezeiten und b) machen die knapp 10kg Gewichtsunterschied zur Pia den Kohl auch nicht fett, fürchte ich. Ein gleich großes Pony ist einfach mal doppelt so viel wie ein Esel.

    Ich habe heute die Schlemmer feinjustiert für Esel.
    Die Physik kannst Du nicht aushebeln. Wenn Du waagerechten Sitz haben willst,bekommst du um so weniger Druck auf das Selett, je kürzer die Anzen und je höher die Anspannhöhe. Um die bei waagerechter Lage der Gig hinzubekommen, kann man dann an der Anzenbefestigung rumschrauben. Meine mußte ich bis zum Anschlag ausreizen, weil Eselchen arg klein ist für meine Gig. Aber es ging. Gewogen hab ich allerdings nicht. Eigentlich könnte sie noch 5cm dichter an di Gig.
    Probefahrt ging trotzdem ganz gut. Eselchen war erst etwas verwundert - noch nie im Einachser gegangen. Dann erst mal gelaufen - dann Streik (im Sandweg) - dann hat sie es aber doch für machbar befunden und ist ganz munter auch Trab und Galopp gegangen auf Asphalt. Allerdings werde ich noch mal das Geschirr wechseln müssen. Meine durchgeschlauften Tragaugen erlauben gar kein Rutschen der Anzen und es ruckelt entsprechend.

    Von HCA keine Antwort bis jetzt. Mit dem Sitz hast Du sicher recht. Gibt für 50,00 einen, der sogar verschiebbar ist. Aber die Topdeckelräder finde ich einfach ätzend. Wobei der Aufschlag für die Räder mit 200,00€ schon ganz schön happig ist. - Vielleicht passen ja die von meinem Fehlkauf , oder Mountainbikeräder?
    Haben die Standardräder tatsächlich nur 40cm Durchmesser?Und was wiegt das ganze Teil?
    Wichtige Frage: Liefern die per Spedition oder muss man sich selber darum kümmern?

    Wieviele Meter Luft hast du hinter dem Pony bei 1,70 Anzenlänge? Du weißt schon, dass um so mehr Gewicht ins Selett kommt, je länger die Anzen sind?
    Ich habe heute meine komisch gebogenen Vorderteile meines ersten Fehlkaufs an die Schlemmer gebaut. Die nicht bestellten und nicht gewünschten Steckanzen an der Schlemmer haben doch ihr Gutes. Vorher noch mal ausgemessen, welche Einspannlänge ich beim Panjewagen für Esel habe: Ich konnte messen, so oft ich will, es waren und blieben Ortscheit-Selett 135cm. Und Esel ist nicht sonderlich dicht am Wagen. Also Anzen entsprechend eingeschoben, auf 40cm gedreht, Anspannhöhe neu justiert.
    Morgen noch mal alles nachziehen und probe fahren.

    Meine soll auch Zazou-Oberteil haben, aber auf Lissie-Spurweite. Vielleicht ist deswegen doch die Anzenbefestigung breiter?
    Um auf 40 cm vorn zu kommen, wollte Herr Schlemmer auch 160cm Anzen. Bestellung und Lieferversprechen war vor 12 Monaten. Jetzt will ich nicht mehr. Jetzt hab ich 600,-€-Anzen drin, die bei 135 Länge auf 40 cm kommen. Evtl. muss ich vorn noch etwas vom Körper weg biegenlassen.

    Also dein Sulky hat die Spurverbreiterung?
    Auf ponywinkel kommt der HCA-Sulky mit Rückenlehne (brauch ich für den Kopf), Spurverbreiterung und 19-Zoll-Rädern ungebremst auf 1055,00€ incl. Märchensteuer, ohne Transport.

    Bennyblue, kannst Du nicht einfach zum Spurverbreitern die Achsen verlängern, statt das ganze Teil zu verbreitern? Dann passen ja auch die Anzen nicht mehr im Abstand vorn. Außerdem wird der Sulky mit Anpassung Spurweite 1,10 angeboten. Vielleicht mußt Du dir da nur die passenden Achsen besorgen.
    https://ponywebwinkel.nl/Mennen/wagens/Sulky

    total schönes Teil, aber für mein Eselchen suche ich definitiv was Leichtes.
    "1,15- Brummer" mag für Ponys stimmen. Aber nur mal als Maßstab: Mein Eselchen braucht am Selett gerade mal einen Anzenabstand von 40cm!
    Habe heute in einem Anfall von Verzweiflung versucht, sie vor die Schlemmer zu häkeln. Ein Ding der Unmöglichkeit bei Anzenabstand 60cm. Über die 60 cm ärgere ich mich sehr, denn bestellt waren 55cm. Ist also selbst für mein Pony, für das die gig gebaut ist, zu breit.
    Jetzt bin ich auf die Idee gekommen, die Vorderteile meines ersten Fehlkaufs anzubauen. Die sind extrem gebogen und kommen garantiert auf die benötigten 40 cm. Aber das wäre nur für die ersten Versuche einachsig mit Esel. Ich finde, die Schlemmer ist nicht gerade ein Fliegengewicht auf Einspannhöhe gehalten.

    Die Zitirerei ist mir zu umständlich. Ich denke, jeder findet heraus, was zu welcher Frage oder Aussage gehört.
    Ich kann nur zustimmen: Solange man die Ursache nicht kennt, warum ein Pfrd nicht tut, was es soll, braucht man gar nicht erst anfangen, korrigieren zu wollen.


    ungezogen - unerzogen - verzogen - verdorben

    Die Begriffe haben zwar Schnittmengen (Pferd verhält sich nicht wie gewünscht), sind aber nicht identisch.
    Ungezogen kann jedes Pferd mal sein, auch das Besterzogene:
    weil es mit dem falschen Fuß aufgestanden ist, Zahnweh hat, gerade etwas besseres vor hatte, einen lustigen Einfall hat, auch mal bisschen neckisch ist, oder, der, der gerade mit ihm umgeht, entweder die Gebrauchsanweisung nicht eingeholt hat oder einfach unfähig ist.
    Letzteres hat sicher jeder schon erlebt, dass ein braves Pferd unter neuem Besitzer binnen kürzester Zeit aus dem Ruder läuft.

    unerzogen:
    sind natürlich noch grüne Pferde. Die sind aber meist aufmerksam und wollen lernen, wenn man nicht grob ist und nicht allzu viel falsch macht. Sie machen Fehler, weil sie erst lernen müssen, was Mensch will

    Aber dann gibt es die, denen niemals Grenzen gesetzt wurden. Das geht schon beim Spazieren gehen los: Pferd entscheidet, wann es stehen bleibt, frisst, nicht mehr weiter will oder umdreht. Menschlein hält das Ende vom Strick (blos nicht Pferd mit Gebiss quälen) und ist froh, den nicht aus der Hand gerissen zu bekommen.
    Von hier an sind die Grenzen zum verzogenen Pferd fließend. Das hat sich Unarten angewöhnt, die sich verfestigt haben.
    Solche Pferde sind durch unkonsequenten Umgang, Zaghaftigkei und falsch verstandene Sanftheit im Umgang so geworden. Solchen Pferden muss man auch zeigen, was man von ihnen will natürlich, aber es kann sein, dass sie das zwar verstanden haben, aber nicht wollen, weil sie sonst auch machen konnten was sie möchten.
    Sowohl Pferde mit üppigem Selbstbewußtsein als auch unsichere Pferde werden einem ungeschicktem, zaghaften Menschen nicht vertrauen.
    Sowohl das Selbstbewußte als auch das unsichere Pferd kann die Erfahrung gemacht haben, dass es seine Entscheidung ist, ob es vom Hof geht oder nicht.
    Den verzogenen mit üppigem Selbstbewußtsein muss man (meist nur 1-2 Mal) auch mal sehr deutlich ihre Grenzen aufzeigen.
    Heute, wo Pferde meist nur Hobby sind und die Mehrheit der Pferdebesitzer nicht mit ihnen groß geworden ist, viele mit allzu romantischen Vorstellungen vermenschlichent rangehen, sind solche Pferde überhaupt nicht selten.

    verdorbene Pferde:
    Solche Pferde können wirklich gefährlich werden. Sie wurden zu hart mit Gewalt "erzogen". Für sie ist der Mensch ein Feind und es gibt wirklich welche, die dem Menschen nach dem Leben trachten, wenn man ihnen den Rücken kehrt. Klar, dass jede weitere Härte alles noch schlimmer macht.

    "... dass manche Unarten sich unter einigen hier im Forum überhaupt nicht zeigen würden."

    Trainer bekommen gar nicht selten Pferde zur Korrektur, an denen sie gar nichts zu korrigieren haben, weil das Problem der Reiter ist, nicht das Pferd.

    Pferde sind Herdentiere und grundsätzlich bereit, sich führen (im weiteren Sinne) zu lassen, wenn der Mensch mit ruhiger Bestimmtheit mit ihnen umgeht, oder einen bestimmten Fehler, der in anderer Hand die Zusammenarbeit unerkannt verhinderte, überhaupt gar nicht erst macht.

    Ich hatte mal ein Pensionspferd hier. Die Besitzerin konnte die Stute im Grunde nur auf dem Platz reiten. Im Gelände war sie nach 100m Schritt selbstständig in den Trab gewechselt und nach weiteren 100m in den Galopp. Bremsen ging dann nur noch vor einem Zaun.
    Wir hatten die Stute ein paar mal unter anderer Reiterin mit im Gelände, ohne dass es das geringste Problem gab. Pferd ging alle Gangarten am losen Zügel (western) und war leicht zu parieren, vorn, hinten, allein. Das ganze Geheimnis war loslassen können. Die Besitzerin zog sich sofort fest vor lauter Angst.

    Um auf das Traktorenpferd zurückzukommen:
    Es ist aus der Ferne natürlich schwer zu sagen, ob er wirklich versteht, was er soll. Ich wäre mir da gar nicht so sicher. Es wäre interessant zu wissen, ob er grundsätzlich sehr träge ist (Schrittpferd), also z.B. auch nach 3 Tagen Boxenruhe z.B. kein Temprament entwickelt, wenn man ihn dann frei raus läßt. Ob man in so einem Pferd Bewegungsfreude wecken kann? So ein Pferd würde ich vielleicht vor den Pflug spannen, aber mit flotten Kutschfahrten in Ruhe lassen. Ich finde schon, dass man sich für das, was man mit einem Pferd machen will auch das passende Pferd anschaffen sollte oder eben seine Erwartungen an die Möglichkeiten des Pferdes anpassen sollte.
    Sehr aufschlussreich ist es oft, zu sehen, wie der Besitzer mit dem Pferd umgeht. Vielleicht darf dieses Pverd schon beim Führen stehen bleiben, wann si möchte.



    also ich habe vor ein paar Tagen konkret mit Angaben was ich wünsche bei HCA angefragt: auf englisch und niederländisch(google-Übersetzer) und bisher keine Antwort bekommen. Wenn ich da persönlich aufschlagen muss, sind die raus. Kann ich nicht. Kann wegen Pflegeverpflichtungen nicht den ganzen Tag weg.

    Es gibt allerdings Pferde, die nur im leichten Zug stätig sind, wenn es schwer wird, aber anziehen.


    Ich bin schon der Meinung, dass es auch Pferde gibt, die zwar verstehen, was wir von ihnen wollen, das aber allenfalls als Vorschlag betrachten.
    Ich habe immer viel nach LTJ gemacht. Kennzeichnend ist eine Beharrlichkeit und Unnachgiebig bis ins Kleinste. Wenn die Übung STEHEN heißt, darf es keinen einzigen Fuß heben z.B.

    Eine andere Methode ist, eine Unart erst mal anzunehmen und dem Pferd durch übermäßiges Ausdehnen zu verleiden:
    Also aus dem Stehen (an der Hand, an der Longe, vor allem auf Distanz) das Pferd stehen und stehen lassen und zwar auf allen 4 Beinen. Nicht antreten lassen. Das darf es nach einer Ewigkeit auf Komando. Jedes eigenmächtige Stehenbleiben, das man nicht im Keim verhindern konnte, zur Lektion machen und und bis zum Überdruss ausdehnen. Meist verzichten Pferde dann darauf, sich selbst in so eine Lage zu bringen. Also nicht freuen, wenn er endlich beschließt, weiterzugehen, sondern stehen lassen.
    Das Anhalten wann immer es dem Pferd beliebt, bringen unsichere Reiter ihren Pferden oft unbeabsichtigt geradezu bei. Das fängt schon beim Spazierengehen an. Sie sind froh, dass das Pferd nicht durchgeht und lassen es halten, wann immer es möchte.

    Ich denke, dass ALLES, was man mit dem Pferd an Grunderziehung macht, dazu beiträgt, dass solche Probleme sich in Luft auflösen. Es ist einfach Ungezogenheit, gepaart mit d Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Menschen. Das heißt, dass da, wo das Pferd unsicher ist, es natürlich auch nicht der Führung des unterlegenen Menschen vertraut. Wenn man das gedreht bekommt, gibt es auch keine Arbeitsverweigerung.

    Ich hab mal einer Reitstunde zugesehen: 2 Reitschüler, Reitlehrer in der Mitte. Alles lief leidlich. Da wurde der Reitlehrer abgerufen und verließ die Halle. Sofort parkten die beiden Schulpferde in der Mitte ein, ungerührt davon, was auch immer die beiden Reitschüler aufführten. - Sicher nicht, weil die Pferde plötzlich die Bedeutung der Hilfen vergessen hatten.

    Das heißt aber auch, dass ein vom Profi korrigiertes Pferd ganz schnell wieder verlottert, wenn der Besitzer nicht entsprechend angeleitet wurde und wieder die selben Fehler macht.
    Jede Wette, dass hier im Forum Leute sind, in deren Hand das Pferd dieses Verhalten gar nicht erst zeigen würde.

    Wie meinst Du das mit ausmessen? Auf der HP von HCA stehen nur 19Zoll-Räder als Größtes. Meinst Du, die haben auch größer?