Posts by kaidan

    Gewicht nein, Größe müßte ich messen. Spurweite ist nur 1,05 m. Sie ist aber recht leicht als reiner Einspänner. Mein 1,10 m Eselchen hat sie in unserer Landschaft mühelos gezogen. Sie fährt sich sehr schön, ist aber natürlich kein Sportgerät, sonden für sittsames Fahren. Die Vorbesitzerin wollte sie für Traditionsfahrten, hat aber nie geschafft, sie aufzuarbeiten. Sie ist kleiner als sie wirkt auf den Bildern. Voll besetzt allerdings mit 3 Erwachsenen müßte wohl mein 1,25-Welsh davor.
    Ich mag den Oldtimer-Kutschen-Look.

    Es ist vollbracht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten ist die kleine Kutsche nun fertig.


    1. Neue Bereifung und Schläuche aufgezogen
    2. Eisenteile entrostet, grundiert, mehrmals gestrichen
    3. Holzteile Seitenflächen mit Multiplex neu verblendet, alles geschliffen, grundiert, 3 x gestrichen
    4. Linierung angebracht
    5. Alles mit Bootslack schlusslackiert
    6. Neue Gummiklötze für die Klotzbremsen eingepasst
    7. Drehkranz gerichtet
    8. Bockverschandelung zurück gebaut
    9. Staufach unter dem Bock eingebaut
    10. hinteres Staufach mit neuer Klappe versehen
    11. Seitenreflektoren angebracht (hinten und vorn fehlen noch)
    12. Gummiboden verklebt

    Die Farbe ist eher so wie auf den Bildern im Schatten.

    dann müssen die eben in der pferdeklasse laufen, wo ist das problem ?

    ich fahre auch gegen endmaßponys und finde das nicht schlimm.


    bei mir also 1,17 gegen 1,48 ist halt so.

    warum sollte es denn noch eine unterscheidung in rassen geben, das ist nun wirklich überflüssig

    Weil sie da kaum Chancen haben. Es ging mir nicht um die Rasse, sondern um die Lücke zwischen 1,48 und 1,65.
    Kannst du mit 1,17 mit Endmaß mithalten?

    Liege ich richtig: In der DDR hatten Traktor- und Pferde gezogene Fahrzeug beide drei-eckige Rückstrahler, bei der einen Version war die Spitze nach oben bei der anderen nach unten. Diese drei-eckigen Rückstrahler waren beweglich, sodass sie je nach Zugart gedreht werden konnten.


    A. Nemitz

    Beschwören würde ich es nicht, bin mir aber recht sicher, dass Fuhrwerke dreieckige Reflektoren hinten hatten. Ich finde die Einordnung als Anhängerfahrzeug auch sehr sinnvoll, denn das Pferd ist die Zugmaschine, die Kutsche der Anhänger. So würden sich Autofahrer beim Überholen sofort auf längeren Überholweg einstellen.

    Das ist ja im Grunde ein ewiges Problem mit der FN. Alles, was nicht Warmblut im Sportpferdetyp ist, wollen die am liebsten überhaupt nicht. Für Araber im Gespann gibt es überhaupt keine passende Klasse, denn die sind über Endmaßpony aber deutlich kleiner als Warmblut.

    Noch eine Beobachtung:
    Die meisten Pferde scheuen in fremder Umgebung viel weniger als auf vertrauten Wegen. Der Grund ist einfach: Auf vertrauten Wegen kennen die Pferde jeden Stein. Sie beobachten viel genauer als wir Menschen. Alles, was gestern noch nicht da war, jede Veränderung ist ein potentielles Gespenst.
    Die unbekannte Umgebung dagegen sehen sie zum ersten Mal. Da ist eben alles so wie es eben ist richtig.

    Ich kann hier aus Fahrersicht wenig beitragen. Mein Eselchen, dass allerdings als Fahrtier noch ein Greenhorn ist, schlägt bei Gruselbegegnungen gerne mal einen 90°-Haken. Bei ihm hilft vorausschauend die Peitsche auf die potentielle Ausweichseite und Leinen in Hab-Acht gut anstehend. Bei ihm ist energisch vorwärtstreiben eine gute Methode. Läßt man ihn Halten, bestätigt man ihn nur in seiner Angst.
    Leichte Außenstellung, weg vom Monster, ist immer richtig. das Tier möchte das Monster anschauend ausweichen über die äußere Schulter. Das geht in dieser Stellung nicht.
    Meine Araber habe ich ja nur den Hengst gefahren. Der war mutig, selbstbewußt und nahezu scheufrei.
    Bei meinen anderen arabischen Reitpferden habe ich die bei unbekannten Monstern auch mal halten und gucken lassen. Dabei muss man aber dann total ruhig bleiben. Die meisten gingen dann von selber auf das Monster zu.
    Es gibt auch Monster, die ewig Monster bleiben - bei uns hier ein riesiger Feldstein. Da hab ich die Faxen dann nicht mitgemacht sondern mit verwahrenden Hilfen auf der potentiellen Ausweichseite vorwärts getrieben.

    Erich Oese empfiehlt, das Pferd mit kräftigem Anruf an seine Rangtiefe zu erinnern. Da ist was Wahres dran. Alle derartigen Faxen sind zu einem guten Teil unausgelasteter Mutwillen. Das merkt man schon allein daran, dass auf mehrtägigen Touren solche Sachen kaum noch vorkommen.
    Meine Freundin pflegte über ihren Vollblüter zu sagen."Wenn ihr nicht gerade einer den Arsch abfahren will..."
    Sprich: Das unausgelastete Pferd sucht förmlich Anlässe, das Heft selbst in die Hand zu nehmen, das Ausgelastete sieht viel weniger Gespenster.

    Hallo,

    meiner Erfahrung nach gibt es bei den Marathonkummeten einen entscheidenden Nachteil: Der Winkel zwishen "Kummet" und der Strangschnalle ist unveränderbar.

    Bei einem normalen Kummet ist der Strangstutzen mit der Öse in der Zugkrampe am Kummetbügel beweglich. Wenn ich also mit einem Marathonkummet heute den Fahrplatz abschleppen will und morgen an eine Kutsche anspanne, so habe ich ja volkommen unterschiedliche Zugwinkel. Und dem kann das Marathonkummet nicht gerecht werde. Ich habe schon Pferde mit ganz extremen Scheuerstellen am Mähnenkamm gesehen als Folge dieser Problematik, und die waren nur an einer Kutsche angespannt.


    Das sollte man bei der Anschaffung eines solchen Geschirres beachten. Grüße an alle Götz

    Es gibt Combi-Marathon-Kumte, bei denen die Strangschnallen auch separat in ringe eingeschnallt werden

    Straffe Leinen:
    Zumindest hochblütige Pferde kann man mit nichts sonst schneller zu Nervenbündeln machen.
    Als Kind bekam ich mal eine Lektion dazu:
    Ein schon älteres Pferd, ein Trakehner, sollte nicht die ganze Reitstunde mitgegen und ich sollte es am Rand des Vierecks an der Hand halten. Klappte nicht. Ein Kumpel kam zu Hilfe, mit dem Ergebnis, dass die alte Dame wie aufgezogen zwischen uns piaffierte. Der Reitlehrer sah eine Weile belustigt zu: "Kinder, was macht ihr denn da." - Er nahm uns die Zügel aus der Hand, faßte sie an der Schnalle und reichte sie uns so . Das Pferd stand am losen Zügel augenblicklich.
    Klar, mit weggeschmissenen Leinen hält man auch kein Pferd gerade.

    Also nach Hause rennen lassen würde ich nie, außer, man kann mit Schmackes an der Einfahrt vorbei weiterfahren. Im Gegenteil. a) aus erzieherischen Gründen ist mehr als fleißiger Schritt heimzu nicht erlaubt (Spezis fangen an zu tölten) und b) soll Pferd möglichst trocken nach Hause kommen.
    Petschenhilfen sind so ein Kapitel für sich. Einerseits macht man gerade mit sensiblen Pferden ausgiebige Desensibilisierungsübungen, um ihm beizubringen, dass Berührung reaktionslos zu dulden ist, andererseits soll es plötzlich wissen, dass Berührung an einer bestimmten Stelle dawai, dawai bedeutet? Irgend wann in der Ausbildung wird man ihm zeigen müssen, was man erwartet und wird mal deutlicher werden müssen. Wichtig ist, die erwünschte Reaktion a) auch rauszulassen und nicht ängstlich gegenzuhalten b) das Ganze mit Stimmhilfe zu verbinden und c) sofort zu loben, auch wenn es jetzt deutlich schneller läuft als beabsichtigt.
    Ein Schrittmacher ist zwar erst mal nützlich, löst aber das Problem nicht. ein Pferd, das man nicht alleine reiten oder fahren kann, kann man im Grunde überhaupt nicht reiten oder fahren. da hockt man blos drauf.
    Wenn gesundheitlich alles abgeklärt ist und ein Pferd so gar keinen natürlichen Vorwärtsdrang zeigt, würde ich auch etwas Hafer füttern und das Pferd vor der Arbeit ein paar Stunden aufstallen. Auslauf gibt es nach der Arbeit.

    Als Reiter ist man oft froh, wenn man sich in den Straßengraben retten kann.
    Bei Maga würde ich mal vermuten, dass die offen Heckklappe dem Pferd wie ein offenes Raubtiermaul erschien. Das Pferd scheint ja sonst recht gelassen zu sein, muss also wirklich ein Ungeheuer gesehen haben.
    Frage an die Profis: Hat man überhaupt eine Chance, einen Einspänner daran zu hindern, einen Haken zu schlagen?
    Mich hat neulich sogar mein Esel wegen eines knapp überholenden Motorrads auf den Acker geschafft. Zum Glück gab es keinen Graben.