Beiträge von kaidan

    Man kann natürlich ein bisschen schon tun: Z.B. Futter aus der Region kaufen. Mist nicht als Sondermüll betrachten, sondern als Dünger nutzen.
    Aber Ökobilanz ist sowieso so ein Thema. Ich möchte nicht wissen, wie die bei all den kunststoff-Fassadendämmungen aussieht, von denen noch kein Mensch weiß, wie die mal entsorgt werden sollen.

    Kirsten, mit den Dingern mit den großen Rädern (gab es auch für Ponys) ist man glaub ich nicht rumgefetzt, sondern hat sich im Sonntagsstaat im Tiergarten gezeigt. Also nix für dich. Mein Nachbar hatte so einen Eigenbau aus Holz für Pony, Anzen waagerecht, da war gar nichts an Gewicht auf dem Selett. Leider hat er das Teil verkauft, als ich noch kein Pony hatte.

    Ich mache mir auch gerade einen wesentlich kleineren, einfachen Schlitten (kleiner Lastenschlitten) für Esel und Pony fertig und bin auch noch am Überlegen. Wie es aussieht, bekommen wir sowieso wieder keinen Schnee.
    Aber bei Deinem denke ich, ist es wie bei Kutschen. Wenn Du auf ebenem Untergrund und festgefahrenem Schnee fährst, ist das ok wie es ist.
    Alle Bauernschlitten, mit denen auch Holz aus dem Wald geholt wurde, also der Schlitten auch durch Löcher und über Huckel gewuchtet werden muß, sind die Anzen ganz unten an den Kufen angebracht. Ob und wie das bei Zweispänner geht, weiß ich nicht.
    Jedenfalls ein schönes Teil

    Also ich hab auch oft Probleme mit den Handgelenken. Ich kann nur sagen, je dünner die Leinen, desto mehr muss man mit den Fingern pressen und desto schlimmer werden die Schmerzen. Schmalere Leinen allein macht das nicht besser. Schmal und dünn bekommt man überhaupt nicht mehr gehalten.
    Beim Reiten hab ich Westernzügel, die schmal aber dick sind. Die bekommt man auch in kleine Hände und braucht kaum pressen.
    Ich würde raten, entweder leinen aus dickem, relativ schmalem Biothane machen zu lassen. Man kann sich Probestücke schicken lassen. Breite muss man wirklich probieren, richtet sich nach der Fingergliederlänge.
    Wenn Du sparen willst , vielleicht einfach bei der Lederleine, die dir nicht liegt, das Handstück entsprechend ersetzen.
    Du fährst mit Eseln - zweispännig?

    Ja, die Schlemmer-Gig hat so gar nichts Herrschaftliches. Aber irgendwie wirkt sie vertrauenerweckend. ich habe mich aber schon öfter gefragt, warum eute keine mehr mit großen Rädern gebaut werden, wo die Anzen waagerecht liegen und das Teil somit nahezu automatisch in der Waage ist.

    das ist auch cool!! danke für die beschreibung.


    mir reicht mittlwerweile marathon schäkel zw ortscheit und schlitten - pony kennts ja, dass was hinterherkommt, da mach ich mir um ortscheit im zweifel keinen kopf. aber wenn man nur noch die stränge dran hat, ists natürlich noch nen ticken besser!

    Ein ganz alterBeitrag, ich weiß. Aber Neulinge im Forum lesen auch alte Beiträge. Ichkann mir eine Antwort nicht verkneifen. Offensichtlich weißt du nicht, was passiert, wenn sich in einer Paniksituation der Schlitten oder Schleppe beim Einfahren vom Ortscheit löst, bzw. man das bewußt auslöst. Ich leider schon. So erlebt vor über 30 Jahren. Das leichte Ortscheit folgt einem abgehenden Pferd nämlich nicht, sondern fängt an zu springen und prügelt dem Pferd in die Haxen. Dann gibt es kein Halten mehr und Hindernisse auch nicht. Mit diesem Pferd hatte sich das Thema fahren ein für alle mal erledigt.
    Die zuvor beschriebene Variante ist deutlich sicherer.

    Du hast doch noch einen alten ungefederten Arbeitswagen für Shette, warum nicht Quaderballen mit pferdskraft vom Autohänger aufs pferdsfuhrwerk umladen? Und die dann mit dem Ballen irgendwie mittig in die Weid stiefeln lassen (ersatzweise allte Motorhaube Auto bei Rundballen??). mfg Kirsten

    Boh, das mit der Motorhaube als Schleppe ist eine tolle Idee

    Also ich habe dieses Jahr erstmals das Problem, praktisch überhaupt kein Heu zu bekommen. Sonst habe ich immer von den angrenzenden LPG bekommen, die mir direkt die Ballen in die Scheune eingelagert haben. Viele Jahre waren das immer 1,60 Rundballen und es war immer eine Haupt-, und Staatsaktion, die von oben wieder runter zu bekommen und dann das Heu raus zu bekommen, denn händisch rollen oder schieben ließ sich da nichts. Seit einigen Jahren konnte ich dann Quaderballen eingelagert bekommen. Das war ideal, weil ich die einfach aufschneiden und scheibenweise in den Stall oder Auslauf bringen konnte. Dieses Jahr wird hier gar nichts verkauft, weil der zweite Schnitt praktisch wegen Trockenheit komplett ausgefallen ist.
    Jetzt könnte ich allenfalls 40 Rundballen aus Polen bekommen, die ich aber selbst abladen und einlagern müßte. Das macht mir hier aber keiner, und schon gar nicht auf Zuruf. Dazu kommt, dass die mit riesigem LKW liefern, der hier nicht wenden könnte.

    Motorsense für Grünfutterschnitt: Dazu habe ich folgende Frage: besteht dabei nicht die gleiche Gefahr wie beim Rasenschnitt die durch die Motorsense teilweise sehr kurzen Grasanteile und damit einhergehend die Gefahr zur Kolik?

    ich nehme bis jetzt für Grünfutter immer meine Handsense, hab jedoch auch schon mal an die Motorsense gedacht.

    Wenn man mit der Sense umgehen kann, ist das Schneiden damit wesentlich kräftesparender als mit jeder Motorsense. Letztere hat einzig den Vorteil, z.B. um Zaunpfähle rum arbeiten zu können.

    Bei uns, nordöstliches Brandenburg, hat es praktisch seit April nicht wirklich geregnet. Schon der erste Schnitt hat keine hohen Erträge gebracht und einen zweiten gab es fast nirgends. meine 3 Araber+ Welsh laufen auf knapp 3ha kuppiger, trockener Weide, wo so gut wie nichts mehr grün ist. Dennoch brauche ich nicht zufüttern und alle sind feist. Heu für den Winter ist von meinen üblichen lokalen Lieferanten nicht zu bekommen. Kauft man sonst wo, kann man auch gleich Wiesencobs füttern.

    Ich denke, wenn es um Unterordnung geht, ist Belohnung fehl am Platze. Aber generell ist es schon eine starke Motivation. Wir arbeiten auch nur für's Geld.
    Beim Westernreiten gilt ja auch die Philosophie: "Pause ist Belohnung genug." Sehe ich ganz anders. Wenn mein Pferd sich erst freut, wenn ich es in Ruhe lasse ...
    Man darf nur eben nicht was rausrücken, weil Pferdchen so nervt.
    Meinem Araber z.B. hab ich viele Zirkustricks beigebracht:
    Hinknien , Hinlegen, Apportieren, Ja und nein sagen , Kompliment, Pfötchen geben. Da gab es immer Belohnung. Er hat dann angefangen, auf eigene Faust sein Repertoir abzuspulen - in der Hoffnung auf Belohnung. Da gab es aber NIE was und dann hat er das schnell wieder gelassen.
    Und wie gesagt: bedingte Reflexe schleift man auch nur mit Belohnung ein.
    Beim Einreiten hab ich immer gesagt: Erst die Bremse, dann die Lenkung. Gas geben kommt wie von selbst. - jedenfalls liefen meine Araber immer von selber. Pony leider nicht.


    Aber wenn ich was hasse, sind das freche Pferde, die einem einerseits in die Tasche kriechen, aber rempeln, drängeln und ziehen beim Führen. Das muss am losen Halfterstrick gehen. Wer dazu ein Gebiss braucht, hat irgend was nicht verstanden.

    Bin mit allem einverstanden, nur nicht mit gar keine Belohnung. Die bekommen sogar die Hengste in Wien. Sparsam verwenden finde ich ok. z.B. um das promte Anhalten als bedingten Reflex einzuschleifen.

    Also die Trockenheit der letzten Jahre hat sicher auch ihren Anteil. Die guten Gräser gehen zurück und die Lücken werden von JKK und Co gefüllt. Früher hatte ich das Zeug nicht. 2 Jahre hab ich den Sommer damit verbracht, es auszureißen. auf 3ha unmöglich, das zu schaffen. Ich muss eingestehen, dass ich den Kampf aufgegeben habe. Meine Pferde scheinen es tatsächlich nicht zu fressen. Auf den feuchten Niederungswiesen der Bauern gibt es das hier (Brandenburg) übrigens wirklich nicht, nur auf trockenen Standorten.

    Na ja, er ist ja kein Anfänger. Er ist 12 und viele Jahre Turnier im Mehrspänner gegangen.
    Also momentan geht es erst mal um das Fahren vom Boden. Da tut er, als wäre er noch nie von hinten gelenkt worden. Neben mir her latschen und auf Kommando antreten und anhalten macht er ganz entspannt, aber das Kommando ist ihm egal. Ich könnte auch Apfel und Banane sagen. Er richtet sich einfach nach mir.
    Immerhin geht er jetzt wenigstens an der Longe vorwärts. ich denke, ich werde auch erst mal ohne Blendklappen weiter machen. Auch beim einreiten hab ich mich nie mit abgedecktem Auge, jede Berührung vermeidend auf's Pferd gemogelt, wie es meist empfohlen wird, sondern die Pferde immer gucken lassen und im Gegenteil mit Oberkörper am Hals und Bein feste über die Kruppe gewischt. Immerhin hat der Kleine mich ins Herz geschlossen 8oder wenigstens meine Taschen ) und kommt mir auf Koppel sofort entgegen. Würde ich vor der Kutsche vor oder neben ihm gehen, würde er sich sofort anschließen. Dummerweise will ich drauf sitzen und er nicht alleine vorwärts.

    Jetzt haben sich alle am rechts oder links Sitzen festgebissen. Die Peitschenführung in der "schönen Hand" halte ich für wenig logisch, denn die Leinenhand muss ja auch feinmotorisch agieren. Zumindest vom Westernreiten kenne ich es auch so, dass die zügelführende Hand beim einhändigen Reiten vor der Körpermitte geführt wird. Zurück zum Einspänner/Einachser: Wenn man nicht gerade mit Beifahrer unterwegs ist oder der bei schmalem Ponywagen hinten sitzt, bin ich doch eigentlich mittig hinter dem Pferd am besten aufgehoben.
    Noch eine Anmerkung zum Arbeits- oder auch Freizeitgespann. Beim Reiten funzt das mit dem Lenken durch nachgeben des Außenzügels nur in der klassischen Reitweise mit sehr bestimmter Anlehnung, im Westernreiten aus naheliegenden Gründen nicht, weil, wenn keine Spannung aufgebaut wird, kann man auch nicht nachgeben. So, wie bei uns die Arbeitsgespanne noch vor wenigen Jahren im Stadtbild unterwegs waren - mit locker schaukelnden Leinen - ist es doch genau das Selbe.

    Ich fürchte, das wird mir nicht erspart bleiben.
    Aber ob das Führen hilft? Mitlatschen kann er ja.
    Macht man die Bodenarbeit eigentlich mit oder ohne Blendklappen? Er wurde mit gefahren und reagiert ohne noch irritierter. Aber MICH irritieren die Dinger. Ich bin gewohnt, dass meine Pferde z.B. beim Longieren auf die Peitsche und meine Körpersprache /Position achten und darauf reagieren. Aber mit Blendklappen sieht er ja davon gar nichts.

    Also wir haben auf Wanderritten oft unseren Meter-Esel als Packtier mit gehabt. Das Tragen war für ihn kein Problem. Leider habe ich es trotz Hintergeschirr, Vorderzeug und hinterem Bauchgurt nie verhindern können, dass er sich in der Gurtlage wundgerieben hat. Ab 4. Tag spätestens hatten wir dann das Gepäck auf den Pferden. Aber das lag vielleicht daran, dass wir eben nicht nur Schritt gingen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass ein kleiner Zweiachser unproblematischer ist als ein Einachser.
    Bei so einem kleinen Pferd finde ich es nicht egal, ob ein Einachser im Gleichgewicht ist oder nicht.
    Aber dass das Ziehen leichter ist, wenn kein Gewicht auf dem Rücken drückt, sieht man ja schon daran, dass Rennsulkys so konstruiert sind.
    Mein Nachbar hat an seinem Ponywagen das Problem mit dem Bremsen bergab mit einem Hemmschuh gelöst. Funktioniert auch , wenn man nebenher geht,
    bei uns gibt es viele Waldwege mit Schranken. Mit einem Packtier kommt man überall drum rum.

    Oh mein Gott, was ist hier los?
    Muss man wegen einer unschuldigen Frage so aufeinander los gehen?
    Am Schönsten fand ich: "Man sitzt rechts, weil rechts die Bremse ist." Äh - und die Wagenbauer bauen die Bremse rechts ein, weil sich die Fahrer immer rechts hinsetzen.
    Danke denen, die sich sachlich der Frage gewidmet haben.
    Also in Summe würde ich jetzt das Fazit ziehen, dass es
    a) keinen sachlichen Grund gibt, heute in Deutschland am Rechtssitzen festzuhalten, jenseits des Beharrungsvermögens (weil das schon immer so war, weil die Bremse rechts ist, weil das Achenbachsystem...)
    b) im Einspänner auch individuelle Leinenführungen praktiziert werden.
    Jetzt würde mich noch interessieren:
    Irgend jemand hatte erwähnt, dass heute Arbeitsgespanne im Straßenverkehr doch häufig linkssitzend gefahren werden. Wird dann das Achenbachsystem gespiegelt? Ich meine wegen der unterschiedlichen Leinenführung Rechtswendung /Linkswendung?