Beiträge von kaidan

    Du hast doch noch einen alten ungefederten Arbeitswagen für Shette, warum nicht Quaderballen mit pferdskraft vom Autohänger aufs pferdsfuhrwerk umladen? Und die dann mit dem Ballen irgendwie mittig in die Weid stiefeln lassen (ersatzweise allte Motorhaube Auto bei Rundballen??). mfg Kirsten

    Boh, das mit der Motorhaube als Schleppe ist eine tolle Idee

    Also ich habe dieses Jahr erstmals das Problem, praktisch überhaupt kein Heu zu bekommen. Sonst habe ich immer von den angrenzenden LPG bekommen, die mir direkt die Ballen in die Scheune eingelagert haben. Viele Jahre waren das immer 1,60 Rundballen und es war immer eine Haupt-, und Staatsaktion, die von oben wieder runter zu bekommen und dann das Heu raus zu bekommen, denn händisch rollen oder schieben ließ sich da nichts. Seit einigen Jahren konnte ich dann Quaderballen eingelagert bekommen. Das war ideal, weil ich die einfach aufschneiden und scheibenweise in den Stall oder Auslauf bringen konnte. Dieses Jahr wird hier gar nichts verkauft, weil der zweite Schnitt praktisch wegen Trockenheit komplett ausgefallen ist.
    Jetzt könnte ich allenfalls 40 Rundballen aus Polen bekommen, die ich aber selbst abladen und einlagern müßte. Das macht mir hier aber keiner, und schon gar nicht auf Zuruf. Dazu kommt, dass die mit riesigem LKW liefern, der hier nicht wenden könnte.

    Motorsense für Grünfutterschnitt: Dazu habe ich folgende Frage: besteht dabei nicht die gleiche Gefahr wie beim Rasenschnitt die durch die Motorsense teilweise sehr kurzen Grasanteile und damit einhergehend die Gefahr zur Kolik?

    ich nehme bis jetzt für Grünfutter immer meine Handsense, hab jedoch auch schon mal an die Motorsense gedacht.

    Wenn man mit der Sense umgehen kann, ist das Schneiden damit wesentlich kräftesparender als mit jeder Motorsense. Letztere hat einzig den Vorteil, z.B. um Zaunpfähle rum arbeiten zu können.

    Bei uns, nordöstliches Brandenburg, hat es praktisch seit April nicht wirklich geregnet. Schon der erste Schnitt hat keine hohen Erträge gebracht und einen zweiten gab es fast nirgends. meine 3 Araber+ Welsh laufen auf knapp 3ha kuppiger, trockener Weide, wo so gut wie nichts mehr grün ist. Dennoch brauche ich nicht zufüttern und alle sind feist. Heu für den Winter ist von meinen üblichen lokalen Lieferanten nicht zu bekommen. Kauft man sonst wo, kann man auch gleich Wiesencobs füttern.

    Ich denke, wenn es um Unterordnung geht, ist Belohnung fehl am Platze. Aber generell ist es schon eine starke Motivation. Wir arbeiten auch nur für's Geld.
    Beim Westernreiten gilt ja auch die Philosophie: "Pause ist Belohnung genug." Sehe ich ganz anders. Wenn mein Pferd sich erst freut, wenn ich es in Ruhe lasse ...
    Man darf nur eben nicht was rausrücken, weil Pferdchen so nervt.
    Meinem Araber z.B. hab ich viele Zirkustricks beigebracht:
    Hinknien , Hinlegen, Apportieren, Ja und nein sagen , Kompliment, Pfötchen geben. Da gab es immer Belohnung. Er hat dann angefangen, auf eigene Faust sein Repertoir abzuspulen - in der Hoffnung auf Belohnung. Da gab es aber NIE was und dann hat er das schnell wieder gelassen.
    Und wie gesagt: bedingte Reflexe schleift man auch nur mit Belohnung ein.
    Beim Einreiten hab ich immer gesagt: Erst die Bremse, dann die Lenkung. Gas geben kommt wie von selbst. - jedenfalls liefen meine Araber immer von selber. Pony leider nicht.


    Aber wenn ich was hasse, sind das freche Pferde, die einem einerseits in die Tasche kriechen, aber rempeln, drängeln und ziehen beim Führen. Das muss am losen Halfterstrick gehen. Wer dazu ein Gebiss braucht, hat irgend was nicht verstanden.

    Bin mit allem einverstanden, nur nicht mit gar keine Belohnung. Die bekommen sogar die Hengste in Wien. Sparsam verwenden finde ich ok. z.B. um das promte Anhalten als bedingten Reflex einzuschleifen.

    Also die Trockenheit der letzten Jahre hat sicher auch ihren Anteil. Die guten Gräser gehen zurück und die Lücken werden von JKK und Co gefüllt. Früher hatte ich das Zeug nicht. 2 Jahre hab ich den Sommer damit verbracht, es auszureißen. auf 3ha unmöglich, das zu schaffen. Ich muss eingestehen, dass ich den Kampf aufgegeben habe. Meine Pferde scheinen es tatsächlich nicht zu fressen. Auf den feuchten Niederungswiesen der Bauern gibt es das hier (Brandenburg) übrigens wirklich nicht, nur auf trockenen Standorten.

    Na ja, er ist ja kein Anfänger. Er ist 12 und viele Jahre Turnier im Mehrspänner gegangen.
    Also momentan geht es erst mal um das Fahren vom Boden. Da tut er, als wäre er noch nie von hinten gelenkt worden. Neben mir her latschen und auf Kommando antreten und anhalten macht er ganz entspannt, aber das Kommando ist ihm egal. Ich könnte auch Apfel und Banane sagen. Er richtet sich einfach nach mir.
    Immerhin geht er jetzt wenigstens an der Longe vorwärts. ich denke, ich werde auch erst mal ohne Blendklappen weiter machen. Auch beim einreiten hab ich mich nie mit abgedecktem Auge, jede Berührung vermeidend auf's Pferd gemogelt, wie es meist empfohlen wird, sondern die Pferde immer gucken lassen und im Gegenteil mit Oberkörper am Hals und Bein feste über die Kruppe gewischt. Immerhin hat der Kleine mich ins Herz geschlossen 8oder wenigstens meine Taschen ) und kommt mir auf Koppel sofort entgegen. Würde ich vor der Kutsche vor oder neben ihm gehen, würde er sich sofort anschließen. Dummerweise will ich drauf sitzen und er nicht alleine vorwärts.

    Jetzt haben sich alle am rechts oder links Sitzen festgebissen. Die Peitschenführung in der "schönen Hand" halte ich für wenig logisch, denn die Leinenhand muss ja auch feinmotorisch agieren. Zumindest vom Westernreiten kenne ich es auch so, dass die zügelführende Hand beim einhändigen Reiten vor der Körpermitte geführt wird. Zurück zum Einspänner/Einachser: Wenn man nicht gerade mit Beifahrer unterwegs ist oder der bei schmalem Ponywagen hinten sitzt, bin ich doch eigentlich mittig hinter dem Pferd am besten aufgehoben.
    Noch eine Anmerkung zum Arbeits- oder auch Freizeitgespann. Beim Reiten funzt das mit dem Lenken durch nachgeben des Außenzügels nur in der klassischen Reitweise mit sehr bestimmter Anlehnung, im Westernreiten aus naheliegenden Gründen nicht, weil, wenn keine Spannung aufgebaut wird, kann man auch nicht nachgeben. So, wie bei uns die Arbeitsgespanne noch vor wenigen Jahren im Stadtbild unterwegs waren - mit locker schaukelnden Leinen - ist es doch genau das Selbe.

    Ich fürchte, das wird mir nicht erspart bleiben.
    Aber ob das Führen hilft? Mitlatschen kann er ja.
    Macht man die Bodenarbeit eigentlich mit oder ohne Blendklappen? Er wurde mit gefahren und reagiert ohne noch irritierter. Aber MICH irritieren die Dinger. Ich bin gewohnt, dass meine Pferde z.B. beim Longieren auf die Peitsche und meine Körpersprache /Position achten und darauf reagieren. Aber mit Blendklappen sieht er ja davon gar nichts.

    Also wir haben auf Wanderritten oft unseren Meter-Esel als Packtier mit gehabt. Das Tragen war für ihn kein Problem. Leider habe ich es trotz Hintergeschirr, Vorderzeug und hinterem Bauchgurt nie verhindern können, dass er sich in der Gurtlage wundgerieben hat. Ab 4. Tag spätestens hatten wir dann das Gepäck auf den Pferden. Aber das lag vielleicht daran, dass wir eben nicht nur Schritt gingen.
    Ich könnte mir vorstellen, dass ein kleiner Zweiachser unproblematischer ist als ein Einachser.
    Bei so einem kleinen Pferd finde ich es nicht egal, ob ein Einachser im Gleichgewicht ist oder nicht.
    Aber dass das Ziehen leichter ist, wenn kein Gewicht auf dem Rücken drückt, sieht man ja schon daran, dass Rennsulkys so konstruiert sind.
    Mein Nachbar hat an seinem Ponywagen das Problem mit dem Bremsen bergab mit einem Hemmschuh gelöst. Funktioniert auch , wenn man nebenher geht,
    bei uns gibt es viele Waldwege mit Schranken. Mit einem Packtier kommt man überall drum rum.

    Oh mein Gott, was ist hier los?
    Muss man wegen einer unschuldigen Frage so aufeinander los gehen?
    Am Schönsten fand ich: "Man sitzt rechts, weil rechts die Bremse ist." Äh - und die Wagenbauer bauen die Bremse rechts ein, weil sich die Fahrer immer rechts hinsetzen.
    Danke denen, die sich sachlich der Frage gewidmet haben.
    Also in Summe würde ich jetzt das Fazit ziehen, dass es
    a) keinen sachlichen Grund gibt, heute in Deutschland am Rechtssitzen festzuhalten, jenseits des Beharrungsvermögens (weil das schon immer so war, weil die Bremse rechts ist, weil das Achenbachsystem...)
    b) im Einspänner auch individuelle Leinenführungen praktiziert werden.
    Jetzt würde mich noch interessieren:
    Irgend jemand hatte erwähnt, dass heute Arbeitsgespanne im Straßenverkehr doch häufig linkssitzend gefahren werden. Wird dann das Achenbachsystem gespiegelt? Ich meine wegen der unterschiedlichen Leinenführung Rechtswendung /Linkswendung?

    Also bei einem Einachser ist die Kombi "Gepäck ständig drauf, zeitweise Stehwagen physikalisch kaum realisierbar. Praktisch jeder Einachser hat bei Zuladung, sei es Mensch oder Gepäck genau über der Achse vorn mehr Gewicht, allein schon durch Anzen usw.
    Ich sehe nur eine Möglichkeit:
    Das Gepäck ist um so viel hinter der Achse zu platzieren (am besten verschiebbar), dass der Wagen in die Schwebe kommt. Der Fahrer muss dann genau über der Achse platziert werden, damit er am Gleichgewicht nichts verändert. egal, ob er mitfährt oder nebenher läuft. Bei einem Stehwagen ginge das nur, wenn das Gepäck links und rechts platziert wird, die Mitte aber für den Fahrer frei bleibt. Das wäre rein platztechnisch nur bei einem breiteren Wagen möglich.
    Also kommt tatsächlich am ehesten eine Art Fohlenwagen mit Sitzbank genau über der Achse in Frage unter/hinter der das Gepäck liegt.
    Wenn der Wagen selbst ungefedert ist, sollte er wenigstens Anzenfederung haben.
    Weiterhin würde ich mit blick auf unebene Wege die Räder nicht zu klein wählen (Mopedräder z.B.) und die Zugstränge achsnah anbringen. So bekommt Pony den Wagen, wie ich hier gelernt habe, besser aus Löchern rausgehoben.
    Wenn ich mir die Sache so überlege, wäre das Ganze am ehesten mit einer abgespeckten Schlemmer realisierbar, ohne große Konstruktions- und Einzelfertigungskosten. z.B. Einzelradfederung weg, Verkleidungen weg, rücken- und Armlehnen weg.


    Als Stehwagen bekäme man die Forderungen nur unter einen Hut, wenn der Wagen quasi einen doppelten Boden hätte und man auf dem Gepäck stünde.

    Danke für Eure Einschätzung. Ich habe tatsächlich schon überlegt, einen Esel dazuzukaufen und den wenigstens vorn mitlaufen zu lassen. Aber dann bleiben womöglich zweie stehen? Meinen Esel früher hab ich allerdings problemlos einspännig eingefahren. Außerdem ist das Ziel ja Gig- fahren mit Pony.
    Dement ist der nicht, eher ziemlich clever. Alle meine Araber haben Angst vor ihm.
    Na mal sehen, was das Longieren bringt.

    Wer ist hier ausschließlich einspännig unterwegs?
    Und wie fahrt ich? Wo sitzt ihr? Welche Zügelführung bevorzugt ihr?
    Ich habe von vielen Jahren mal zweispännig Unterricht gehabt und dabei die verschiedenen Zügelführungen gelernt. Lange her.
    Viel später bin ich dann mir meinem Araberhengst im Trabersulky gefahren - ehrlich gesagt, ohne mir groß Gedanken zu machen. Beim Sulky sitzt man ja genau hinter dem Pferd. Als Zügelführung habe ich die Dressurhaltung benutzt, einfach weil sie der Zügelführung im Training für Westernpferde ähnelt und mein Guter bei der bei Trabern und auch hier auf dem Lande üblichen Führung - in jeder Hand ein Zügel - wie besoffen getorkelt ist.
    Inzwischen habe ich "Fahren ohne Schlips und Kragen" gelesen. Das mit dem Stock als Zügelendstück ist mir total unsympathisch. Aber die Frage, warum ich mich seitlich zum Pferd und dann noch auf der falschen Seite vom Bock setzen soll, damit alles Achenbachkonform ist , stellt sich mir doch auch.
    Gibt es einen sachlichen Grund, sich beim Einspänner auf die rechte Seite zu setzen, um dann mit unterschiedlich langen Leinen zu hantieren und für die Richtungswechsel entsprechend unterschiedliche Griffe zu verwenden? - Jenseits des "Weil ich das so gelernt habe."
    Ich verstehe, dass das für jemanden, der überwiegend zweispännig fährt, am einfachsten ist, einfach auch im Einspänner wie gelernt zu fahren.
    Aber ich unterstelle mal, dass die große Mehrheit der Freizeitfahrer heute einspännig unterwegs ist.
    Gibt es eigentlich ein ausschließlich auf den Einspänner zugeschnittenes System, das auch berücksichtigt, das wir in DE Rechtsverkehr haben? Gibt es Fahrschulen, die das einspännig Fahren lehren - ausschließlich und nicht als Randbemerkung?

    Manche erinnern sich vielleicht. Ich habe vor ca. einem halben Jahr ein 12jähriges Turnierpony gekauft. Um es gleich vorweg zu nehmen. Wir fahren noch nicht. Eine nette Ponykutsche, ein Jagdwagen, kein Eigenbau, hat sich gefunden. Ganz passables Geschirr auch - sogar der gesuchte geschmeidige Schweifriemen.
    Die anfänglichen Macken meines Kleinen (Drohen, Scheinangriffe) haben gänzlich aufgehört, aber leider zeigen sich verschiedene andere Baustellen, wie z.B. unter dem Anbindestrick abtauchen, dann hochdrücken und Zurückreißen. Überhaupt ist ruhiges Stehen am Anbinder nicht sein Ding.
    Beim Führtraining ist er sehr eifrig dabei, doch scheint er null auf die Stimmkomandos zu hören, sondern sich ausschließlich an meiner Körpersprache zu orientieren.
    Fahren vom Boden, Arbeit am langen Zügel oder Arbeit zwischen zwei Händen werden mit absolutem Unverständnis quittiert (eisern stehen bleiben oder in ganzer Länge zu mir umdrehen). Ich bin daraufhin noch einen Schritt zurückgegangen und hab ihn erst mal an die Longe genommen. Auch hier hat er sich anfangs wie ein absolut grünes Jungpferd angestellt - immer mit dem Kopf zu mir, wie eine Kompassnadel und das Erstaunlichste: Er reagiert nicht auf Peitschenhilfen - jedenfalls nicht auf so dezente, wie ich sie zu geben von meinen Arabern gewöhnt bin. inzwischen bewegt er sich einigermaßen auf der Kreislinie.
    Nun stellt sich mir natürlich die Frage, was er überhaupt gelernt hat. Ich habe rasante Videos von ihm bei Geländeprüfung im Zwei- und Vierspänner. Er soll auch einspännig gehen, was ich aber versäumt habe, mir vorführen zu lassen, einfach weil beim Kauf Beisteller im Vordergrund stand, weniger sein Können.
    Ich weiß nicht, was in der Szene üblich ist an Vorbereitung für ein Pony? Ist es denkbar, dass so ein Pony einfach ohne viel Vorbereitung neben einen Lehrmeister gespannt wird, an dem es sich orientiert, so dass es nie gelernt hat, auf den Fahrer zu achten?

    Meine Araber waren alle grün oder bei mir geboren, bis auf den Hengst. die hab ich alle selbst ausgebildet (zu Reitpferden) und dabei auch vom Boden aus gefahren. Es gab nie das geringste Problem, sie mit leichtem Antippen und Stimme voran zu schicken. Das Pony aber bleibt wie festgewachsen stehen oder dreht sich frontal zu mir um, ohne einen Schritt zu machen. Ich möchte nicht herzhaft zulangen.
    Momentan versuche ich, an der Longe erst mal Stimmkomandos zu etablieren.
    Hat noch jemand einen Rat für mich?

    @Admera:

    Du hast es selbst geschrieben: die Wirkung eines Hebelgebisses ist keinesfalls "weicher" sonder langsamer/später, abhängig vom Verhältnis der Hebel Ober/Unterbaum zueinander.

    Wenn ein Stangengebiss "greift", dann wird die Wirkung durch die Kraft, die auf den Unterkiefer durch das Gebiss direkt und undirekt durch die weitere Hebelwirkung auch auf den Unterkiefer von außen (Kinnkette) und das Genick wirkt natürlich potentiert, also ein geringer Zug wird in verhältnismäßig viel Druck umgewandelt. Was bei entsprechendem Ausbildungsstand von Pferd und Reiter ja erwünscht ist weil, korrekt angewandt, nicht viel im Sinne von "viele kg" Zug eingesetzt wird- dafür aber die beizäumende Wirkung genutzt wird.


    In der Summe finde ich es aber keine sinnvolle Argumentation z.B. durch den verlängerten Weg=Hebel etwa eine unruhige Hand ausgleichen zu wollen.

    Wer hat behauptet, mit langen Anzügen könne man unruhige Hände ausgleichen? Das ist natürlich Unsinn. Um mit solchen Gebissen umgehen zu können, muss man eine absolut unabhängige Hand haben. in der Westernreiterei werden solche Gebisse am losen, schweren Zügel geritten, wodurch eine gewisse "Anlehnung" gegeben ist. Ein leichtes Heben genügt, um das Pferd aufmerksam zu machen. Bei der stetigen Anlehnung am anstehenden Zügel im englischen Stil ist es ungleich schwieriger, tatsächlich unabhängige Hände zu bewahren.
    Zupacken darf man mit Hebelgebissen eigentlich nie mit Schmackes.
    Vom Fahren verstehe ich nicht viel. Aber ich denke schon, dass die Kandare es dem Pferd schwerer macht, sich z.B. durch Hochwerfen des Kopfes der Einwirkung zu entziehen. (Wirkt bei jeder Kopfhaltung auf die Laden, Druckpunkt im Genick hilft Kopf zu denken) Aber wenn Pferde erst mal abgegangen sind, bremst eine Kandare auch nicht mehr.

    Sobald er irgendwo Gras sieht oder riecht bewegt er sich, zwar gemächlich, aber sehr bestimmt dahin, um zu fressen. Und nur mit einem Halfter habe ich keine Chance, die 550 kg von ihrer Absicht abzuhalten.

    Ist das Dein Ernst? Das ist doch keine Kraft-, sondern eine Erziehungsfrage. Ich hatte einige Jahre Deckbetrieb und bekam öfter Stuten mit genau diesem Verhalten. Passte der Besitzer mal nicht auf, lag er neben dem Kopf seines Pferde im Gras. Nach 2 Tagen gingen die bei mir alle manierlich am Halfter. Mit einem Pferd, bei dem nicht mal das klappt, würde ich mich gar nicht vom Hof trauen.

    Ich möchte die Frage mal umkehren: Bringt es Nachteile, einen Wagen mit beweglichen bzw. einzeln gefederten Anzen mit festem Tragriemen zu fahren?
    Zum Feststellen des Bauchgurtes wäre es am einfachsten, eine Chicagoschraube zu verwenden.