Posts by kaidan

    Weiß ich alles. Ich habe weder die Kraft, noch die Mittel, das zu ändern. Selbst Umbruch und Neuansaat würde wenig helfen, denn der Samen ist im Boden. Selbst ausreißen ist bei der Dauertrockenheit hier nicht machbar. Ich hab vor 2 Jahren mehr oder weniger den ganzen Sommer damit zugebracht. Ein Jahr später alles wieder genau so gelb.


    In den nassen Niederungswiesen ist das Zeug kaum. Aber ich habe eine kuppige, sehr trockene Weide.
    Früher hatten wir das Zeug nicht.

    Und warum hast du dann die schreckliche Farbe weggemacht?

    Weil ich aus Faulheit ein Wort weggelassen habe, dachte das ist selbsterklärend.

    Mit Lehne beträgt Einstiegs"tiefe" bei mir 56 cm was für alt+fett+unsportlich schon eine Herausforderung ist, deshalb hier keine Lehne.

    Ich hatte ja den Blechsitz drauf und habe es probiert. Den Affensitz halten meine Bandscheiben nicht durch. Es ging gar nicht. Wegen des Einstiegs wolle ich ja die Drehkonsole. Ist leider gescheitert, weil das Teil nicht so zu befestigen war, dass es noch dreht. Da muß man warscheinlich doch in eine für an die 200 Euronen investieren. Das verkneife ich mir erst mal, weil Eseline eigentlich steht und ich einfach seitlich über den Holm steige. Die Lehne ist eine Wohltat.

    Mich würd das Thema verbesserte Stoßdämpfer genauer interessieren! Was hast gemacht?

    Ich habe die serienmäßigen Stoßdämpfer gegen YSS-Stoßdämpfer getauscht. Die Originalen haben auch ca. 4cm eingefedert, aber der Eine etwas hakelig. Die Neuen reagieren nicht erst wenn es richtig rumst, sondern schon bei leichten Unebenheiten.Die Sitzposition habe ich hinten Kante auf Kante, weil ja die Rückenlehne einen etwas weiter vorn positioniert.
    Die Seile stören mich auch ein bisschen. Allerdings weh tut nichts. Wie hast Du das geändert? Rollen ganz außen angeschraubt und Seile durch die Fußrasten?


     


     

    Mal ein Lagebericht:
    Gebrauchten HCA gekauft. Probefahrt war ganz nett aber ohne Rückenlehne macht mein Rücken auf die Dauer nicht mit.
    Auch sonst sind verschiedene Umbauten aus meiner Sicht sinnvoll:
    Abstellstützen, Spurverbreiterung, Sitz mit Lehne, bessere Stoßdämpfer, und die schreckliche Farbe!
    vorher :


    nachher:


    hier noch ohne Sitz aber mit Abstellstützen.



    nur die Idee mit der Drehkonsole ist gescheitert. Die Schrauben, die die Konsole mit der Adapterplatte verbinden, sind der Drehung im Wege.


    Aberich bin auch so jetzt sehr zufrieden mit dem Spaßmobil.
    Der Sulky ist auch absolut nicht zu klein für mein Zugtier.

    Dazu kann ich auch etwas sagen. In den allermeisten Fällen bilden sich Gallen sehr früh. Mein Araber hatte erste leichte Verdickungen im Sprunggelenk außen bereits zweijährig. Er wurde 33 Jahre alt, bis 26 regelmäßig geritten, nie Lahmheiten. Es wurde auch nie mehr. Also ich denke, dass eine kalte , nicht verhärtete Galle tatsächlich eher ein Schönheitsfehler ist. Ursächlich glaube ich, dass unangemessene Bewegung im Jugendalter die Hauptursache ist. Damit meine ich zu viel rumstehen auf engem Raum und dann bei Auslauf wildes rumtoben, wobei besonders abrupte Wendungen problematisch sind. Pferde sind einfach auf geradeaus konstruiert. meiner hatte die ersten beiden Jahre leider auch keine optimalen Aufzuchtbedingungen.
    Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass die im Artikel aufgezählten Maßnahmen mehr als einen kurzzeitigen kosmetischen Erfolg haben. Auch ich habe anfangs verschiedenes probiert. Auf jeden Fall ist viel Bewegung geradeaus gut, während Rumstehen oder wildes Toben Gallen anschwellen läßt. Bei meinem waren sie auf Wanderritten immer so gut wie weg.

    Piephacken sind, glaube ich, etwas anders zu bewerten. Die entstehen durch Boxenschlagen vor allem. Weil dort große Sehnen ansetzten, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie gar keine Auswirkungen auf die Belastbarkeit haben.

    Dass es irgend einen Zusammenhang mit der haferlosen Aufzucht gibt, glaube ich nicht. Aber vielleicht bekam sie ja als Jungpferd reichlich Hafer? Gerade weil Kleinpferde davon oft wie auf Droge sind, führt der zum Rumtoben und damit zu Gelenkkapselzerrungen - Gallen. Gerade Händler pulvern oft kräftig rein, damit die Pferde sich frühzeitig rund und fertig präsentieren. Ganz falsch langfristig.

    Da ist sie wieder: Diese unsinnige Begrenzung der Sattellage auf "bis zur letzten Rippe". Das gilt für das Dressurreiten, vor allem wegen der notwendigen Biegsamkeit. In jeder Gebrauchsreiterei hat man dagegen längere - Trachtensättel verwendet. Auch Westernsättel sind mit der Entwicklung länger geworden, weil die kurzen Oldtimer Rückenfresser waren. Heute meint man, sie wieder kürzen zu müssen. Gerade ausgesprochen kurze Pferde haben auch eine tragfähige, kurze Lende.
    Alle Pferde, die ich in meinem Leben mit weggedrücktem Hängerücken gesehen habe, waren lange Pferde, die nach heutiger Meinung dann auch eine lange Auflagefläche haben. Abber gerade bei diesen Pferde möchte man sich am liebsten auf den Widerrist hocken, oder gar nicht erst aufsitzen.
    Wenn ich ernsthaft ein Shetty reiten wollte, mehr als ein paar Meter von der Koppel, würde ich einen Trachtensattel drauf legen. Ich hab noch einen ganz Leichten von Wintec auf dem Dachboden.
    Was noch gar nicht erwähnt wurde:
    Die Kleinen werden ja meist eifrig gefahren. Das kräftigt Hinterhand und Rücken. Auf ein völlig untrainiertes Pony sollte man sich sicher nicht mal eben drauf setzen.

    Auf der Insel Rügen gab es zu DDR-Zeiten auch eine recht große Shetlandponyzucht eines VEG. Dort wurden alle Shettys auch eingeritten, von den jüngeren (und damit leichteren) Facharbeiterinnen.


    Auf einen Warmblut möchte ich aber keine 140 kg sehen - die besagten 20%

    Die Pferde in der deutschen Armee haben ca. 120kg getragen (Reiter + Ausrüstung); den ganzen Tag, Jeden Tag.
    Mein 1,50-Araber hat auf Wanderritten mit voller Ausrüstung auch an die 100 kg getragen. Ich habe ihn immer "ins-Pferd-horchend" geritten, also Gangarten nach den Signalen des Pferdes gewählt und bin auch viel gelaufen. Wir sind damit alle Gangarten gegangen.

    Sehr interessant ist es aber, besonderes erwachsene Anfänger bzw. deren Pferde zu beobachten: egal wie groß: Sie schauen immer wie das Leiden Christi, fast unfähig zur Fortbewegung schlurfen sie mit hängendem Rücken durch die Bahn.
    Ich würde mir jetzt auch nicht gerade ein Shetty als Reitpferd anschaffen

    Was mir im Moment große Sorgen macht sind die Unmengen an Jakobs-Greiskraut, die hier überall an den Strassen in voller Blüte stehen und sich immer weiter ausbreiten. sicher auch auf anliegende Wiesen , die zur Mahd genutzt werden. Wo kann man dann sich noch giftfreies Heu beschaffen?

    Hier ist auch alles voll davon, leider auch schon auf meinen Weiden, Heu mache ich aber schon lange nicht mehr. Die Araber gehen nicht ran, Die Esel wohl auch nicht aber der Welsh, der frisst einfach alles. Musste runter von der Weide.

    Das glaube ich gerne! Man muss ja nur schauen, wie so ein Pferdepopo arbeiten muss wenn es bergauf geht. Das geht mit Reiten niemals.

    Schwieriger jedenfalls. Man übt das durch Schritt reiten bergan, antraben aus dem Halt und Ähnliches.
    Na jedenfalls, frühr als die Pferde noch arbeiten mußten und nur nebenbei geritten wurden, waren oft beachtliche Springer unter den Ackergäulen.

    Ein passender Anzenabstand wird sicherlich schon Verbesserung bringen.

    Wenn aber zusätzlich dein Pferd im Trab schwankt, musst Du versuchen, das mit dem passenden Training zu kompensieren: Verbessserung der Tragkraft und Balance!

    Drossle das Tempo im Trab so weit runter, dass das Schwanken verschwindet und das Pony gut an die Anlehnung herantritt. Das kann zu Anfang fast ein Jog sein ;-)

    Aus diesem ruhigen Grundtempo kannst Du immer mal wieder ein paar Tritte zulegen und zurück führen, Leinen aus der Hand kauen lassen und wieder aufnehmen. Das Ganze gerne auf gebogenen Linien!

    Hm, bist Du dir da sicher?
    Ich denke eher, dass das Schwanken kommt, wenn mehr oder weniger immer ein Huf am Boden ist und verschwindet, wenn das Pferd wirklich in eine Schwebephase kommt.
    Mein Araberhengst hatte zwei völlig unterschiedliche Trabarten: Den normalen Trab in verschiedenen Tempi und einen Turbogang. Wenn er den schaltete, wurde er 10 cm größer und hob regelrecht ab. Im Sattel hatte man das Gefühl zu fliegen und im Traberwagen hörte jegliches Ruckeln und Stoßen auf.

    Ich glaube, Du machst dir unnötig einen Knoten ins Gehirn. Ich hab einfach den Sulky am hinteren, festen Teil der Anzen aufgebockt, vorn, wo die Tragaugen hin kommen, ein Brett über beide Anzen gelegt, Wasserwage drauf. Dann gedreht und dabei den Abstand immer kontrolliert. Die Mittelachse mußt du nicht markieren. Wenn der Abstand stimmt und das Brett in der Waage ist, ist auch alles mittig ausgerichtet. Voraussetzung ist ein ebener Stellplatz.
    Also zuerst Brett und Wasserwaage auf die festen Anzen-Stummel am Sulky. Notfalls ein Brett zum Ausgleich unter ein Rad.

    Es schlagen wirklich die Anzen seitlich aus? Oder hat dein Pony einen schwankenden Gang?
    Sonnst sollte eigentlich bei passendem Anzenabstand nichts auspendeln. Ich fahre allerdings mit einer Art Wickelgeschirr. Ich will aber noch probieren, ob große Tragaugen angenehmer sind. Aber mein Eselchen läuft auch mit dem Wickel mit dem Sulky viel flotter als vor Gig oder Kutsch

    Auch ein Shetty sollte natürlich eine Grundausbildung bekommen und muss tragen lernen. Die Beispiele, die ich kenne, wo Shettys wirklich geritten werden, haben mir jedoch deutlich gezeigt, das der Faktor Größe überbewertet wird.
    Es muß ja nicht jeder gleich Distanzen gehen. Die Isländer wechseln z.B. auf Langstrecken auch unterwegs die Pferde. Also man muß es nicht übertreiben. Aber auf die Spitze getrieben dürfte man sich überhaupt auf kein Pferd setzen.
    Auch Araber wären nach den gängigen Rechenbeispielen für Erwachsene überhaupt nicht reitbar. Dazu kommt dann noch der moderne Wahnsinn mit den zu kurzen Rücken und ultrakurzen Sätteln...
    Es ist ganz einfach: Wer fühlen kann, merkt, wenn sein Pferd übervordert ist.
    Wer nicht, richtet sich nach Rechenformeln - und überfordert wegen Unvermögen sein Pferd vielleicht trotzdem.
    Ich denke, manche fürchten auch einfach die Meinung Anderer. Jeder tut, was er für verantwortbar hält.

    Du meinst "drehen", denke ich doch. Biegen ist ein materialverformendes Verfahren. Das wirst du ja nicht machen?
    Nullposition wäre die Biegung außen und die Anzen komplett nach innen gedreht. Das ist die engste Position für den kleinstmöglichen Anzenabstand.
    Wenn du einen größeren Abstand brauchst, mußt du die Anzen nach oben drehen. Damit der Sulky die selbe waagerechte Position hält, müssen die Tragaugen dann höher - falls man nicht auch die Waage ändern möchte.
    Ich finde, der Anzenabstand muss stimmen, sonst zerrt es hier und spannt da. Danach richte ich alles andere aus und versuche evtl. nötigen Ausgleich für halbwegs Schweben mit der Tragaugenhöhe und der Sitzposition. Ein bisschen auf und ab sind im Sulky glaube ich unvermeidlich, es sei denn, man hat einen Passgänger davor.

    Zum Thema Hufbearbeitung finde ich die Bücher von Fritz Rödder überzeugend: "Ohne Huf kein Pferd" und "Gesunder Huf gesundes Pferd". Auch hier ein Grundsatz: Sohle in Ruhe lassen.
    Da er Schmied war, werden natürlich viele Hufprobleme mit Korrekturbeschlägen angegangen.
    Ich erlebe momentan zum ersten Mal in über 30 jahren Pferdehaltung, was schlechte Hufe sind. Meine Araber brauchen tatsächlich kaum Hufbearbeitung. Beim Pony gehen schon nach 8 Wochen die Hufe auseinander wie ein umgedrehter kaputter Eimer.

    Also für Rinder gibt es kein "zu viel Rohfaser". Die können das besser aufschließen als Pferde. Blos ist es eben kein Leistungsfutter für Milchrinder.
    Ich denke, man muss nehmen, was man kriegen kann. Du kannst ja halb und halb Heu und Grassamenstroh füttern.

    Und das Gewicht auf dem Selett ist eben totes Gewicht, was auf kleiner Fläche eben zuhaut. Sieh dir blos an, was für breite Karrensättel da eingesetzt werden, wo Pferde und Esel den ganzen Tag im Einachser arbeiten müssen. Mach den Selbstversuch: schultere einen Zentnersack Kartoffeln und danach ein gleich schweres, sporliches Kind. Die Kartoffeln zwingen dich nach ein paar Metern in die Knie, das Kind merkst du gar nicht.

    Ein stabiles regelmäßig angespanntes Shetty hat mM nach keine Probleme mit höherem Reitgewicht, ist ja nu auch nicht so als ob die nicht wehrhaft wären und klaglos dulden würden, die teilen kurz und prägnant mit, wenn es langt und da hast als "Reiter" wegen deiner Länge wenig Chancen zu wiedersprechen.

    Da erinner ich mich an ein Erlebnis auf der AGRA -1978-Pferdeprogramm. So aus Spaß zwischendurch wollte der Shettyvorführer auch mal reiten und setzte sich auf eine Stute. Der war schneller wieder am Boden als er raufgekommen war. Dann wollten alle mal probieren: "Mensch, wer fliegt denn von einem Shetlandpony?" Die erste Hürde war schon das raufkommen: Zu groß, um einfach das Bein drüber zu schwingen, zu klein zum aufspringen. Schon da landete mancher auf der anderen Seite statt auf dem Rücken. Wer oben saß, hielt sich nicht lange. Der Höhepunkt war einer der größen Dressurreiter der DDR (im doppelten Wortsinn) im vollen Turnierstaat im Dreck. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen. na jedenfalls - die können sich wehren, wenn's nicht paßt.
    Um Pferde von A nach B zu bringen würde ich jedenflls nicht laufen.

    Auf den Inseln werden die Shettys auch geritten und als Packtiere genutzt, was weit stärker belastet, als ein sportlicher Reiter, weil totes Gewicht.
    Früher bin ich Distanzen geritten. Ein Mal war eine junge Frau mit einem Shetty gemeldet. Alle haben gelacht. Mein Araber mochte das Pony nicht und wir haben mehrfach versucht, es abzuschütteln. Vergeblich. Die BEiden kamen nach fast 40km im Spitzenfeld ein. Keine beanstandungen bei den Vetkontrollen. Das Shetty einer Freundin wird seit Jahren von einer jungen Frau geritten. Keine Schäden.
    Es ist ein Unterschied, ob einer wie ein Kartoffelsack drauf hängt, oder reiten kann. Ich hätte da überhaupt keine bedenken, solange das Pony nicht ein schmales Hemde ist.

    Also ich habe meinen Araberjährling auch neben dem Fahrrad laufen lassen. Aber dass das verboten ist, finde völlig nachvollziehbar. Wenn das Pferd mal NICHT brav ist, hat man null Möglichkeiten und wird einfach weggezogen oder umgeschmissen. Mit mehreren Pferden würde ich das nicht machen.
    Mit halbwegs Normalgewicht kann man sich für so eine Aufgabe auch auf ein Shetländer setzen und zwei pferde gekoppelt führen. Das ist nämlich erlaubt und viel sicherer.