Posts by Layla

    Die grundsätzliche Frage, ob mit oder ohne Blendklappen, muss man vermutlich im Einzelfall klären, meine Stute läuft grundsätzlich ohne, der Wallach hat sich mit wohler geführt, bevor wir seine Fahrkarriere beendet haben, weil ein Restrisiko trotz viel Vorarbeit und Routine nicht von der Hand zu weisen war.


    Ich selbst würde es mir nicht zutrauen, ein Pferd einzufahren, habe aber bei beiden die Vorarbeit Zuhause unter Anleitung gemacht. Mit der Zeit, die wir eben brauchten. Angespannt haben wir dann aber bei meinem Fahrlehrer und ich hatte die Pferde solange da, bis man uns ohne Probleme auf die Menschheit los lassen konnte. Aber ich war bei jeder Einheit dabei. Das heißt eben auch, dass ich teilweise 2x am Tag hin gefahren bin. Anders würde ich es nicht wollen.


    In deinem konkreten Fall würde ich Zuhause in Ruhe weiter üben und erst wenn alle Ängste gut im Griff sind, über's einfahren nachdenken

    Lawirant bei uns wird bei Medikamenten immer nachgefragt ob Schlachtpferd oder nicht, wenn das für die Medikamentengabe von Bedeutung ist. Und spätestens bei der Fleischbeschau fällt einem Außenstehenden auf, wenn es ein Nicht-Schlachtpferd sein sollte und da wird ein Schlachter nicht das Risiko eingehen, sich strafbar zu machen.


    Aber das ist hier ja eigentlich auch nicht Thema. Das eigentliche Thema finde ich aber sehr interessant, weil es nicht ohne ist und jeder eine andere Meinung dazu hat. Deshalb gerne noch mehr Meinungen dazu

    Wir haben bis jetzt 2 eigene Pferde einschläfern lassen und unter den gegebenen Umständen würde ich wieder so handeln.


    Grundsätzlich glaube ich, dass schießen/schlachten schneller geht, weil das Gehirn zuerst ausgeschaltet ist und dann der Körper, beim einschläfern ist es genau anders herum. Wir haben eine sehr gute Tierärztin, der ich vertraue, kenne auch einen guten Metzger, der mittlerweile leider in Rente ist, der hier schon viele Pferde geschossen hat. Würde ich zum entsprechenden Zeitpunkt jemanden haben, dem ich vertraue und der schießt, würde ich den Weg vorziehen, muss aber ehrlich sagen, nach dem Schuss müsste ich gehen. Aber dann hätte das Pferd auch nichts mehr davon, dass ich bleibe. Weg fahren würde ich kein Pferd, das ist in meinen Augen unnötiger Stress, denn in den meisten Fällen ist der Schritt ja erst da, wenn schon deutliche Gebrechen vorliegen. Für uns ging dieser Weg allerdings nicht, weil es organisatorisch nicht funktioniert hat.


    Solange es geht, bleiben meine Pferde Schlachtpferde, um mir alle Wege offen zu halten. Müsste ich umtragen lassen, wäre das eben so.


    Wir sind jetzt 2x den Weg des Einschläferns gegangen und beim ersten mal hatte ich wirklich Angst davor, weil die Stute körperlich, abgesehen von einem Bein, was nicht mehr zu retten war, fit war und sie sich auch vom Kopf her noch nicht aufgegeben hatte. Aber ein Lauftier auf 3 Beinen geht einfach nicht. Unsere Tierärztin hat mir die Angst genommen und ihr Versprechen gehalten. Es gab keine schlimmen Bilder, sediert, Narkose, kontrolliert abgelegt, Narkose vertieft, das finale Mittel, ein tiefer Atemzug und es war vorbei. Bei der zweiten Stute, die wir letztes Jahr einschläfern mussten, weil sie einen Schlaganfall oder ähnliches hatte, lief es ähnlich ab, auch wenn das Ablegen länger gedauert hat. Beim zweiten Mal war ich ruhiger, weil ich wusste, was kommt und das Vertrauen in unsere Tierärztin hatte, dass sie es genauso macht wie bei meiner Stute 5 Jahre vorher. Und ich bin überzeugt, die Pferde merken ihren Menschen an, wenn sie ruhig sind und auf das vertrauen, was dann passiert. Deshalb mag ich nicht urteilen, was der bessere Weg ist, jeder so, wie er es für richtig hält. Ich weiß aber, dass ich bis zum Ende bei meinen Tieren bleibe, das haben sie verdient.


    Um die Frage von oben zu beantworten, nein, ich würde kein altes Pferd in eine ungewisse Zukunft schicken, das hat es nicht verdient. Genauso sieht es bei unserem Wallach aus, auch wenn er nicht alt ist, hat er bei den Vorbesitzern Unfälle verursacht und ist durch sein Auge eingeschränkt. Wir wissen das zu händeln, dadurch ist er weder eine Gefahr, doch ist er groß eingeschränkt, wir wissen aber auch, wie schnell es bei ihm umschlägt und gefährlich wird, wenn man nicht weiß damit umzugehen. Deshalb bleibt er bis zum Ende bei uns. Auch wenn das Ende hoffentlich nich viele viele Jahre hin ist, sind wir uns dem bewusst. Wir waren uns bei Anschaffung unserer Tiere klar, dass sie Lebensstellung bei uns haben, aber letztendlich wissen, was irgendwann mal kommt, kann keiner. Anders sieht es mit meiner Stute aus, die ist gesund, gefährdet niemanden, für die würde man ein gutes Zuhause finden ohne ihr oder jemand anderem gegenüber ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

    Sollen wir vielleicht dafür ein extra Thema aufmachen? Einschläfern-schießen/schlachten ist ja scheinbar ein Thema, wo Diskussionsbedarf besteht, aber das sprengt doch irgendwie das Thema hier, oder?

    Ich habe die Husch-Geschichten immer gerne gelesen und es tut mir Leid, dass ihr sie gehen lassen musstet. Aber Husch hatte bei euch nochmal 10 Jahre mit einer Aufgabe, das hätte sie bei sonst niemandem gehabt.


    Ob schießen oder einschläfern muss jeder für sich entscheiden, schießen geht definitiv schneller.


    Wie Rossknecht schon schreibt, Hut ab vor der Entscheidung für Husch, denn nur weil sie hart war, heißt das nicht, dass sie dauerhaft Schmerzen haben darf.


    Vor der Entscheidung stand ich vor 6 Jahren auch, nachdem ein schmerfreies Rentnerleben auf der Weide nicht möglich war und sie sich immer wieder selbst zerstört hat. Die Entscheidung war für Flora und bis heute die einzig richtige.

    Auch wenn so etwas niemand von seinem Hobby hören will, die Aussagen der "Studie" sind doch sehr platt und das Thema deutlich komplexer.

    Meinetwegen darf man mir gerne beide Pferde und den Hund auf meine Klimabilanz drauf schlagen und ich bin sicher, dass es viele Leute gäbe, die unserm Strich deutlich schlechter weg kämen. Denn Pferde kosten Geld und Geld ist nicht unbegrenzt da, das heißt, das Geld, was ich an der Stelle ausgebe, gebe ich nicht für andere klimaschädliche Dinge aus. Auch die Zeit, die ich mit meinen Tieren verbringe, ist Zeit, die ich nicht andeweitig klimaschädlich verbringe

    Ich wollte jetzt auch keine Sieltecdiskussion auslösen. Ich fahre mit Ledergeschirr, verwende aber Sieltec-Stränge, weil die sich bei Matsch gut sauber halten lassen. Fahre ich mit meinem ungebremsten Sulky viel bergab, haben die Stränge natürlich Spiel und am Bauch (also seitlich) haben sich die kurz geschorenen Haare im pendelnden Zugstrang verfangen und sind ausgegangen. Nicht mehr und nicht weniger. Lässt mich aber materialunabhängig auf gerschorenen Stellen vorsichtig werden. Denn sind wir mal ehrlich, ein Geschirr kann noch so gut passen, Bewegung ist einfach da, außer man steht nur rum.

    Dankeschön für die Info. Ich hatte letztes Jahr nämlich Scheuerprobleme am Bauch mit dem Sielteczugstrang am Sulky, wenn sie viel aufgehalten hat.


    Sooft wasche ich die Decken nicht, die Ponys werden aber jeden Tag "gelüftet" und die Decken regelmäßig ausgebürstet. Zum Imprägnieren nehme ich Sprühimprägnierung aus dem Outdoorbereich.

    Clea ich schere meine beiden ja nicht komplett und lasse zur Zeit überall da, wo Geschirr aufliegt das Fell stehen. Das Ergebnis ist zwar funktional, aber die Art der Schur recht....eigenwillig;). Hattest du mal Probleme mit Scheuerstellen oder geht das bei deinen problemlos?

    Ich oute mich mal: meine beiden Plüsch-Hafis sind zur Zeit beide teilgeschoren, schwitzen sie wieder mehr, kommt nochmal mehr Pelz ab und Decke drauf.


    Das ist für uns die Möglichkeit, Offenstallhaltung, meine Arbeitszeiten und das Arbeitspensum meiner beiden mit entsprechendem Schwitzen unter einen Hut zu bringen. Natürlich ist das ein Kompromiss, klappt bei uns seit Jahren problemlos. Die Alternative wäre, dass sie unter der Woche stehen.

    Ganz ehrlich habe ich mir um das Wort "Struktur" noch nie Gedanken gemacht. Ich würde es aber mit "hohem Rohfaseranteil" gleich setzen und den benötigt ein Pferd eben, damit die Verdauung glatt läuft.


    Das fängt schon im Maul an. Rohfaserreiches Futter wird gut eingespeichelt und lange gekaut. Ist es dann im Magen angelangt kann es die Magensäure gut puffern, die ein Pferd nun mal permanent produziert. Da der Magen nur im unteren Teil mit Schleimhaut ausgekleidet ist, die gut mit der Magensäure zurecht kommt, ist es wichtig, dass genügend rohfaserreiches Futter die Magensäure weiter transportieren kann. Das Pferd als Steppentier ist eben darauf ausgelegt, Futter mit hohem Rohfaseranteil aufzunehmen und zu verdauen.


    http://www.pferdemedizin-osteopathie-weber.de/wissensportal in den Artikeln ist die Verdauung des Pferdes ganz gut erklärt.

    Hafer rührt er nicht an, sonst wäre das mein Futter der Wahl!

    Was ist denn von Reformhafer zu halten?

    Mein erster Gedanke war auch Hafer, aber wenn er's nicht mag, ist das wohl hinfällig.


    Reformhafer ist nichts anderes als melassierter Hafer und wird dadurch, dass er süß schmeckt eigentlich gut gefressen (ich kenne kein Pferd, was den nicht anrührt). Um Medikamente ins Pferd zu bekommen, finde ich es in Ordnung, für alles andere eher nicht. Ich mache um melassiertes Mischfutter einen Bogen ( ich bin da nicht päpstlicher als der Papst, wenn im Mineralfutter Melasse drin ist, ist das eben so, in den kleinen Mengen stört mich das nicht), um Reformhafer genauso. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.


    Futtertip hab ich leider keinen, bis jetzt hatte ich mit Hafer nie ein Problem.


    Zum Mineralfutter: das würde ich auch davon abhängig machen, was es jetzt für ein Kraftfutter wird und wieviel. Die Briketts von Salvana hatte ich 1x und werde sie nicht nochmal kaufen. Sie sind riesig mit entsprechend viel Füllmaterial und dafür dass man von dem 25kg nicht lange hat, sind sie mir zu teuer. Aber gefressen wurden sie von allen dreien.

    Kasparow Für mich sollte in einem Forum ein Austausch stattfinden. Das heißt aber auch, dass es zwangsläufig verschiedene Meinungen zu einem Thema gibt. Das ist doch gut und richtig so. Nur lässt du keine anderen Meinungen zu. Das hat weder mit älteren Dingen im Forum zu tun, noch dass dich jemand nicht leiden kann. Und nur weil es dich nicht betrifft, heißt das ja nicht, dass es andere nicht interessiert oder eben betrifft.

    Ihr schreibt hier das Gegenteil ! Aber vielleicht ist ja so , dass die jeweiligen Rassen in ihren Urspungsländer ganz einfach "robust" im Sinne von Google waren . Durch die Verbringung in andere Zonen /Breitengrade ist ist dem robust ein ein anfällig , oder aufwendig geworden.

    Dem muss ich ganz klar widersprechen. Meine Hafis sind weder anfällig noch aufwändig in der Haltung. Aber eben anders ein Warmblut. Nicht besser oder schlechter, nur anderso. Und wenn man genügsame leichtfuttrige Pferde mit schwerfuttrigen Pferde in einer Herde halten will, stellt einen das eben unter Umständen vor Herausforderungen.

    Für mich ist ein Pferd mit schlechten Erfahrungen nicht roh, eben weil es schon Erfahrungen gemacht hat, gegen die man unweigerlich arbeiten muss, deshalb erübrigt sich für mich die Frage.


    Wir haben vor einem Jahr einen 2. Hafi dazu bekommen, der schwere Reitunfälle verursacht hatte und Wurst werden sollte, bis ich mich in ihn verguckt hatte. So zog er bei uns ein, auch wenn er mehr Reh als Pferd war (sehr skeptisch dem Menschen gegenüber, Angst vor allem fremden und am liebsten wäre er vermutlich auf der Weide in der Herde geblieben). Aber extrem gehorsam, solange man ihn nicht völlig überrumpelt. Ihm hat es wahnsinnig geholfen, als Handpferd die Welt kennen zu lernen. Longe dran, dass genügend Raum im Notfall ist und los. Er hatte schnell begriffen, dass die Welt bei Layla (extrem unerschrocken und souverän) und mir ungefährlicher ist als alles drumherum und lief schnell stressfrei und willig mit. Ich habe am Anfang immer versucht, so wenig wie möglich auf ihn einzuwirken, dass er sich nicht bedrängt fühlt, solange er sich an die Spielregeln hält.


    Mittlerweile ist er ein völlig unkomplizierter Kerl, geritten und zweispännig gefahren. Unfälle gab es keine mehr und die Arbeit hat sich definitiv gelohnt und er ist Neuem gegenüber weiterhin skeptisch, aber mehr nicht mehr. Das ging nur, weil er Layla restlos vertraut und weil Layla mir vertraut, vertraut er letztendlich auch mir. Wir haben uns lange an der Grenze bewegt, was man ihm zumuten konnte. Wenn er am nächsten Tag scheuer war, war das ein Zeichen für mich, dass es zuviel war und habe einen oder zwei Gange zurück geschaltet.


    In deinen Posts meine ich herauszulesen, dass du mit den Gedanken viel in seiner Vergangenheit bist. Pferde leben im Jetzt. Das Pferd merkt vermutlich, wenn du denkst "armer Kerl, damit hast du in deiner dunklen Vergangenheit bestimmt schon schlechte Erfahrungen gemacht". Wenn du in der gleichen Situation denkst "guck mal, bist du mutig, obwohl es dir unheimlich ist", hat es gleich eine andere Perspektive. Natürlich ist es sinnvoll, einschätzen zu können, wovor er Angst hat. Aber die Richtung muss immer sein, ihm darüber hinweg zu helfen und nicht gedanklich in der Vergangenheit zu bleiben. Den Unterschied merken Pferde, da bin ich mir sicher.


    Ich würde ihm nach und nach die Welt zeigen, Vertrauen schaffen und schauen, wohin die Reise geht. Gezielt Richtung Fahren würde ich erstmal gar nicht gehen, bis du ihn einschätzen kannst und er mit sich und seiner Umwelt zurecht kommt. Dann würde ich erst weiter schauen.

    Naja, oberste Priorität, wenn man züchtet oder vermehrt sollte immer die Gesundheit sein. Alles andere macht für mich keinen Sinn, egal ob im Leistungssport oder im Freizeitbereich. In einem Pferdeleben kann soviel passieren, dass aus einem gesunden ein krankes Pferd wird, da muss man doch nicht von vorne herein Pferde mit deutlichen gesudheitlichen Schwächen züchten.


    Und doch, leistungsbereit zählt für mich eindeutig dazu. Das heißt nicht, dass so ein Pferd in der Lage sein muss, Häuser zu springen, aber den Job, den es bekommt, willig auszuführt. Ob das jetzt Wanderritte, Kutschfahrten oder auch nur die Trödelrunde um den Block ist. Ein Pferd sollte seinen Job verlässlich machen und sich nicht für jeden Schritt bitten lassen. Denn auch gemütlich hat für mich nichts mit faul zu tun. Ist ein Pferd faul, fehlt es entweder an der richtigen Einstellung oder es ist gesundheitlich was nicht in Ordnung (was auf die große Mehrzahl der faulen Pferde zutreffen dürfte). Und da wären wir wieder bei der Gesundheit, die für mich egal bei welchem Pferd Grundvoraussetzung für alles weitere ist.


    Du hast sicher Recht, dass die Dichte an "guten" Hafis in Süddeutschland und Österreich größer gewesen wäre als bei uns, trotzdem finde ich es wahnsinnig erschreckend, wie viele "schlechte" Hafis es bei Züchtern gibt, eben weil die Nachfrage Merkmale wünscht, die der Rasse und den Voraussetzungen für einer Nutzung eben nicht gut tun. Und so sieht es leider bei vielen Rassen aus, die im Freizeitbereich genutzt (oder eben auch nicht genutzt) werden.

    Dass , wenn man gewisse Vorstellungen hat auch mal ne Zeit sucht und auch ne Strecke fahren muss ist doch ganz klar . Ich denke wenn du da im Verband angerufen hättest , die hätten dir mehrere Züchteradressen auf rel kleinen Raum genannt .

    Ich habe beim Verband angerufen und viele Adressen bekommen, deshalb war ich auch durch halb Deutland unterwegs. Händler und Privatleute, die den Jungspung schon wer weiß wieviel bespaßt haben, habe ich von vorne herein ausgeschlossen. Mein Budget war nie das Problem (bei Warmblütern hätte man über den Preis gelacht, den ich letztendlich bezahlt habe, bei Hafi's ist das schon die höchste Schmerzgrenze). Und trotzdem war es irre schwierig, einen Hafi mit anständigem Fundament und klarem Kopf zu finden. Aber es gibt sie, auch wenn sie immer weniger werden. Der ganz urtümlich Hafi ist leider so gut wie ausgestorben, eben weil die Nachfrage nicht da ist. Bei Shetties sieht es leider nicht anders aus.

    "Alte Leute Pferde" die du suchst , gibts doch genug (mehr als der Markt braucht ) und trotz Import auch noch billigst , ich denke gerade an Tinker . Klar wenn man was bestimmtest sucht , dann muss man auch mal paar Tage suchen und bereit sein u U ein paar Hundert Kilometer zu fahren , zu probieren usw .

    Wo sollen die denn sein? Damit sind sicher nicht die brav scheinenden Pferde/Ponies vom nächsten Händler gemeint, sondern Pferde mit anständigem Fundament, gesund, klar im Kopf, nervenstark und leistungsbereit. Wenn dann noch eine anständIge Ausbildung dazu kommt (die natürlich Zeit und Geld kostet), ist die Chance groß, dass ein Pferd bei raus kommt, was @Adennerin meint. Das sind dann wahrscheinlich nicht die extrem hübschen, die sofort ins Auge stechen, aber auf die man sich verlassen kann.


    Und zum Thema Tinker: bei uns in der Gegend gibt es nicht einen, der gesund und leistungsfähig ist, die haben alle was, ob Allergien, Ekzem, Husten, massiv Mauke/Raspe..... und teilweise einen sehr verbauten Körper. Die sind froh, wenn sie mit sich und der Welt zurecht kommen. Da gibt es sicher auch andere und ich will niemandem zu nahe treten, der einen Tinker hat und damit glücklich ist. Aber bei vielen Importtinkern sieht die Realität nicht rosig aus.

    Sag mir bitte ein Segment das nicht bedient wird . Klar fallen die , die du meinst aus dem Groh derer die für den Sport züchten wollen und dies aus irgendeinem Grund nicht funktioniert . Aber es gibt dach genügend in jedweder Form ........... Warbblüter , Haflinger , große Kalte und kleine Kalte , rassige und derbe , schnell und langsame .... sag mir was du möchtest , richte das von dir genannte Geld her und ich bring ihn dir . oder auch mehrere persönlich vorbei , seit neuem auch angefahren ;-) .

    Das halte ich für ein Gerücht. Für mich ist es im Freizeitsegment auch irre schwierig, ein passendes Pferd zu finden, eben weil viele Züchter von vorne rein wissen dürften, dass es quasi kein Geld zu verdienen gibt.


    Als ich auf Pferdesuche war, bin ich durch halb Deutschland gefahren, habe viele Pferde angeschaut, war bereit ordentlich Geld auf den Tisch zu legen.... Die Suche war fast aussichtslos. Meine Kriterien waren: Haflinger, Stute, roh, nicht zu klein, korrekter Körperbau, der zum Reitpferd taugt, gerne vom Züchter mit ordentlicher Aufzucht. Dafür war ich bereit, einige Euros auf den Tisch zu legen, aber das, was auf dem Markt zu finden war, war sehr. ...naja. Letztendlich bin ich ja doch fündig geworden, Sue entspricht voll meinen Vorstellungen und ich habe nicht wenig für sie bezahlt, aber wenn ich ehrlich bin, hat der Züchter vermutlich nichts an ihr verdient, wenn man alle Kosten addiert und das wird im Freizeitbereich bei ganz vielen Rassen so aussehen.


    Hafi Nummer 2 ist eigentlich nicht mit Vernunft zu erklären. Typischer, moderner Sporthafi, vom Hafi ist nicht mehr viel übrig, aber ein Kind oder einen Reitanfänger wollte ich da im Leben nicht drauf setzen, auch wenn er bei den Vorbesitzern dafür angeschafft wurde. Mir macht der Spaß und ist irre leichtrittig. Trotzdem glaube ich,dass das nicht das ist, was der Markt in dem Bereich braucht.


    Mit Sportpferdezucht wird sich in gewissem Maße Geld verdienen lassen, eben weil man mit den wirklich guten Geld verdienen kann. Bei den Freizeitrassen geht die Rechnung aber nicht auf, denn selbst wenn mal ein richtig guter dabei ist, ist der Preis nicht so hoch, dass er andere aufwiegen könnte. Denn auch ein Freizeitpferd verursacht beim Züchter Kosten

    Meine beiden Hafis haben auch kein Problem mit 7 km/h im Schritt, manchmal, gerade Richtung heim, auch gerne mal 8km/h. Gemessen per GPS.


    Wobei auffällig ist, dass exterieurbedingt völlig unterschiedlich laufen. Die beiden haben einen Größenunterschied von 5cm, die Große ist aber eher lang, tritt zwar weit über, macht aber verhältnismäßig weniger Meter. Der Wallach ist kurz, dynamisch und hat problemlos eine höhere Frequenz, ohne dass es ihn anstrengen würde. Ich müsste mal messen, wenn ich alleine mit ihm draußen bin, da müssten wir noch flotter im Schritt sein, denn der begrenzende Faktor ist die Stute.


    Die Stute geht vom Typ her eher Richtung Warmblut, der Wallach ist typisch Pony.