Posts by Bennyblue

    Nachdem Kaidan den tollen Lehrfilm zum Thema Cape cart eingestellt hat, ist mir jetzt endgültig klar was wie funktioniert, sobald ich mal Mini hab und dementsprechend die Zugkraft in meinem Gelände zweispännig benötige, werd ich auch solcherart anspannen, da ich ja 1 person bleibe und Zweiachser für Mini einfach was arg schwer ist.

    Ardennerin, dass was du da zeigst zb HCA ist die stinknormale Deichsellösung, welche du im Kombination mit Sulky Cavaletti oder Sulky Oxer billig erwerben kannst für 100,-€ und diese lässt sich mit ein wenig Geschick an der Reling jedes beliebigen Einachsers montieren, lediglich bei Schlemmer/Sawa kann das nicht simpel funzen wegen der Anzenfederung und bei Schlemmer zweimal nicht wegen der "nichtvorhandenen" Reling.

    Jutta Schäfer aus FB ist die Deichsellösung mit Mini gefahren befestigt ebenerdig ohne Hg lediglich vorn mit Steigbügelriemen um den hals gesichert, wenn du die Deichselspitze auf nasenlinie Pony verlängerst, brustscheid+Hg+Doppel-Bauchgurt einsetzt hast Capecart-Anspannung, geht billig mit geringem Anwand zu machen und dürfte sich reel und sicher fahren lassen ohne die Tiere so massiv wie die reine "steigbügelriemenlösung" zu belästigen. Also der geschirr/ausrüstungteil Wagen der Anspannung ist simpel zu lösen, aaber der richtige Fahrspaß dieser Anspannung liegt in der besonderen Federung dieser Wägen+ihren großen Rädern. Soweit ich das schätz aus dem Film raus liegt die Spurbeite bei >140 cm, muss sie auch für rauhes gelände sein.

    Bin draußen, ich hab es noch nie geschafft Gurtzwang mühselig abzutrainieren, hier hatten die Rösser entweder welchen oder halt eben nicht. Und warum sollte ein Kutschpferd je Gurtzwang haben/bekommen?? Kammdeckel ist eh locker und Selett generell lockerer und weiter hinten als Sattel???

    Als Fahranfänger bist relativ zivil unterwegs, da entwickelt die Deichsel selten und nur bei grobem Gelände starkes Eigenleben, so oberhalb der 25km/h bis 35km/h tut sich da einiges....drüber liegt die tendenziell schon wieder ruhiger und die Kutsch hüpft mehr und oberhalb 40km/h hat man definitiv ganz andere Sorgen als Deichselbewegungen. meine Hauptkutsche hat einfache ungefederte grade Metalldeichsel bei gleichzeitig sehr weicher Blattfederung. da ich gern zurückrichte und langsames präzides fahren bevorzuge habe ich gern Deichselende auf Stirnlinie. Am Marathon mit stark gefederter Deichsel sind die Ausschläge deutlich reduzierter. Genauso wie starkgeköpfter langbaum+Buggyfederung sehr bewegungsfreudige Deichsel bedingt. grader Langbaum+vorn Vollelliptikfeder schon deutlich ruhigere Deichsel bringt.

    Eine Schere beim Sulky wird immer durchs Tragauge begrenzt auf ein Spiel beim Sieltec von 10 cm bei leder auf 5-7 cm (Shetty!!), eine Deichsel wird im Ausschlag begrenzt dezent durch die Aufhalter der Zugtiere, aber generell hat die freie Bewegung rauf/runter, begrenzt durch das Wagkranzspiel beim Zweiachser. 10 cm und 30-50 cm Bewegung ist nunmal schlecht vergleichbar.

    Och, so ein toplaufendes Gespann mit Tempo über unebenes Gelände zu fahren ist schon ein tolles Gefühl! Die Anspannung ist ja eine Gebrauchanspannung aus Südafrika und mit Sicherheit dem dortigen Gelände geschuldet.

    Nur die hiesigen Varianten mit den Fuzzelräders von 16" bis 17" sind halt einfach murks. wenn ich eines tages mal auf die eigentlich gewünschten Mini umsteig, werd ich das bestimmt testen, aber vorher gibt es da keinen Bedarf und viel simpler geht ja Einachser bei K-pony via Dreispänner zu realisieren, wesentlich weniger Fahrvermögen und Aufwand benötigt.

    Generell sehe ich eigentlich alle Gespanne bei den Standbildern im breiten Umgang des HG "hängen" bzw Aufhalter dezent gespannt und Zugstränge um knapp 10 cm tiefer als im Vollzug hängen, dh die sind recht knapp angespannt, wenn jetzt in Bewegung beide Tiere um nicht von der wippenden Deichsel was abzukriegen dezent abdeichseln, dann kommt da ganz schnell Spannung in die Gesamtchose da ja auch die Deichsel deutlich länger als normal ist, 10 cm hängender Zugstrang bei Normallänge Deichsel und 10 cm bei Deichsel 30-50 cm länger ist einfach ein großer Unterschied, außerdem stehen die Tiere im Stand auf den foto alle recht eng an der Deichel meistens mit 10 cm Abstand, beim Zweiachser seh ich da idr 20cm im Schnitt.

    Ich schätz Ardennerin hat immer noch nicht die kompletten Zusammenhänge dieser Anspannung begriffen, einfach weil da Praxiserfahrung vom Zweispänner-Buggyfahren fehlt. Ob ich die Ausschläge Deichsel nun via Selett/bauch Zugtier oder Halsjoch/HalsZugtier mildere/auffange ist prinzipiell egal, wichtig ist nur für den komfort der Zugtiere die Ausschläge Deichsel beizeiten zu bremsen, denn wenn die Deichel erstmal 30 cm "fahrt" aufgenommen hat dann knallt die nett in dann greifende grenze, deshalb muss "knapp" angespannt werden und deshalb ist Halsjoch pferdsfreundlicher als via Selett abmildern, weil Deichsel"brems"punkt bei Halsjoch bereits 50 cm weiter vorn ist, also Deichsel weniger Schwung bekommt. Hauptsinn des Halsjoches ist wohl auch das Abdeichseln der Zugtiere besser zu kanalisieren, denn die hängen so ja sehr fest aneinander.

    Mir persönlich gefällt das Abfangen der Deichselbewegung via Bauch/Selett besser, weil Pferd mM überraschend gut Druck unterm bauch akzeptieren: ich spann ja auch Vorderbeinkrücke vor einen stark negativ tarierten Sulky.

    Curricle ist generell negativ tariert, dh arbeitet mit permanenten Bauchdruck, der nur kurzfrisitg mal nach Loch durch Rückendruck ersetzt wird.

    Im K-pony-Bereich sieht man öfter Deichsellösungen völlig ohne Sachverstand angespannt, wo der fahrer allein über seinen Geichgewichtsinn den Wagen tariert und locker angespannte tiere (mit teilweis fehlendem HG und zu langen Aufhaltern) ziehen: lediglich ein Steigbügelriemen um Hals dient zur "fixierung" der Deichselspitze, welche solcherart "gesichert" locker um 50 cm Spiel hat. Natürlich hat der Fahrer meisterliches Gleichgewicht und hohes Fahrerisches Können (also meine leinenführung lässt zu wünschen übrig, während ich mit dem Arsch jonglier...), allerdings sind die Videos immer nur kurzfristig im netz und zeigen nur befestigte Strecke gradaus....

    Pony >Stm 1,10m, welche zu zweit diesen Wagen befestigt eben im Schritt nicht ziehen können gehören geschossen und zwar gestern, dass ist nämlich grobe Tierquälerei wenn die derart hinken, dass die diese Aufgabe nicht mehr bewältigt bekommen....


    Und nur wegen Umparken den Wechsel auf eine der kompliziertesten gefährlichsten Anspannungen überhaupt auch nur zu erwägen ist verwegen.


    Spannende Wagen-Bezeichnung, was war das denn für ein Richter? war der auch im Fahrsport unterwegs???

    Maier-Sulky F016 sind gute 45 kg, und das kann das Pö nicht im Schritt eben befestigt verschleifen?


    Ich hab schon mehrfach große Krüken in betrieb gesetzt, da gehört neben entsprechendem Händchen+guten Aug auch im 1. Monat gewisses Weggucken+einiges an Engagement dazu, eine Arthrose vom Stehrümchen lauft nicht binnen 1 tag lahmfrei, die braucht schon 2 Wochen bis die sich eingehinkt hat. einen tag anspannen kleine runde zwiemal den tag, nächsten tag dreimal Winzspaziergang, 3. tag Gymanstik auf der Stelle, 4. tag Angespannt Winzründle, 5. Tag hinterherlaufen längere Tour usw Entweder ich lass mich sehenden Auges auf Krücke ein, wozu erhebliche Disziplin und Wissen und Zeit beim Halter gehört oder ich lass es.


    Grmpfl, dass du aber auch so gar nicht kapieren willst: Einachser im Gleichgewicht fahren ist im Grundsatz ne sehr kippelige Angelegenheit, du hast doch schonmal aufm Sulky gehockt? Du willst beim Cape cart im Prinzip idealweise den Sulkyzustand erreichen und dauerhaft halten, dass klappt natürlich am einfachsten indem man die "natürlichen" Ausschläge Deichsel wegen maulwurfshügel usw begrenzt, passiert beim Sulky wahlweise via Wickelgeschirr (sozusagen via ponyrücken) bzw via Tragauge/Selett. jetzt kann aber eine Sulkyschere halt eben nur soweit schwingen wie ihre Begrenzung Tragauge nunmal ist, bei Wickelgeschirr reden wir da von ungefähr 3cm bewegung Anzen am Selett, bei großem Sieltec-Tragauge von ungefähr 10cm. Wieviel bewegt sich denn so deine Deichsel am normalen Zweiachser im gelände? ungefähr 20-30cm, können auch mal 35cm werden. jetzt nimm mal eine Buggydeichsel (sehr langer schmaler Wagen idr mit gekröpftem langbaum stark in sich federnd....könnte der Deichselbewegung Einachser 100kg schon relativ nahe kommen, hier reden wir aber bereits von 35-50 cm federungsweg im gelände, wobei deine Pferde im Sinne gesundem Selbsterhaltungstrieb bald stark abdeichseln, sobald bißle mehr an tempo gefordert wird, denn abdeichseln stabilisiert die stark bockende Deichsel. Du willst in dieses sensible System vielleicht noch ohne HG mit Bremse eingreifen...viel Erfolg!! Es ist beim Cape cart sehr wichtig um die Schwingungen überhaupt zu reduzieren die pferd knapp einzuspannen, deshalb ist das nix für unroutiniertes Gespann, was solche Art der Anspannung noch nicht duldet. Abgesehen mal davon find ich es unfair einem Shetty ne Deichsel um den hals zu binden, geht schon, aber dann bitte rein befestigt fahren und halt eben top zusammenlaufende pferd, wenn nämlich zweispännig einachsig einer tacken lahmer ist oder zb Tacken früher angaloppiert als der andere wird es als fahrer dezent unangenehm. In Husches letzten tagen, bin ich Buggy zweispännig mit 2 Invaliden gefahren....nur ein paarmal, denn Husch fand den Wagen zu leicht und 2 aufdrehende Senioren vor einem zu leichten Wagen im berg ist ne Nummer, die ich nicht brauch. Deine Einachszwiespännerpläne sind fein, aber bitte fahr zuerst mal paar Jahre reel leichten Zweiachser und guck dir deine Zausels genauer an. Mein Buggy ist in den Endzügen renovierung, da gibt es WE erste Proberunde provisorisch, der liegt bei 100kg und ist zweispännig fahrbar....und wahrscheinlich geb ich den doch ab, weil der mir fürs Evle tacken zu leicht rauskommt, ich hab noch anderen buggy mit 130kg in der renovierung, welcher top zu Eva paßt.

    Traverse wär was für einspännig halbtot, der Karren ist unkomfortabel für Mensch und Pony und die Maße sind ein Unding.

    PrinzB, du weißt schon das der Sulky Cavaletti im Prospekt für bis Stockmaß 1,27m ausgelegt ist? da hat mein 1,09m mal vor jahren ziemlich eindruckvoll bewiesen, dass bereits 1,05 1/2" material ein Wagnis sein kann.

    Grade leinenführung und Übersicht fehlt, bzw wird schwierig bei Spurbreite 93cm!!! und Sitzhöhe 65 mit Stockmaß 1,27m...Ortscheidhöhe ist für 95 cm Stm grenzwertig zu niedrig find ich...der wagen wird einspännig genutzt von Anfängern mit Stockmaß 90-100cm, weil diverse Profis unbedingt zweiachser für frischling fordern.


    Mit enganspannen mein ich doch, dass die Stabilität bei Cape cart ua durch wenig Freilaufplatz zwischen Aufhalter und Hintergeschirr erreicht wird, DAS dürfte mit Sieltec nochmal schwieriger zu erreichen sein.


    Eh ich da große teure waghalsige Experimente machen würd, würd ich grad mit 2 Mini oder <1m Stm Sulky Cavaletti Deichsellösung fahren gehen bevorzugt mit 2 die sich zwar mögen aber keine routine als gespann haben.

    ich red nicht unbedingt von Gefahren, sondern eher von Spaß wenn die Tiere nicht paar Jahre Routine im zusammenlaufen als Gespann haben, funzt das zweiachsig noch ziemlich perfekt (also mit geschlossenen Augen merk ich oft nicht, dass das da rad frischlinggespann ist). Einachsig merk ich unroutiniertes Gespann massiv und die bemerken das auch und zack wird das relativ unerquicklich.

    Mach du mal und berichte vom Ergebnis! Cape cart sind die tiere eng angespannt, und das noch mit deutlich nachgiebigeren Sieltec?? ich spann mit Sieltec bereits mind. 4 cm enger als bei leder. komisch, dass dir noch keine Kabelbinderlöcher im pony passiert sind? könnt vielleicht an der deutlich geringeren km-Zahl liegen? Sieltec ist anders als Leder: aber weder viel billiger noch weniger pflegeintensiv, nur deutlich vielseitiger im Einsatz....

    Welche Radgröße kennst du denn so für k-pony? Speziell an Maier/Hülsi?

    Da ist eine Anspannung für ein routiniertes Gespann.....und in Kombination mit Sieltec schwierig, da muss man ne menge bedenken, Sieltec funktioniert so gut, weil es ohne Haarbruch auf dem Tier rumrutscht, sobald Geschirr ungepflegt ist und Kabelbinder zu locker gibt das auch nett Löcher im Fell. Und mag ich shcon keinen Einachser über 80 kg mit Sieltec bespannen, wieivle ungeeignenter muss das dann zweinspännig Cape cart zu verwenden sein. Es gibt doch bereits für Shetty eine absolut praxistaugliche Lösung via Gabel+Deichselspitz, damit funzt was unroutiniertes einigermassen.

    Wir fahren jeden WInter normalerweis, weil die mädels die Schlitten idr November aufbauen und die dann aufgebaut im Eck stehen bis grad Schnee fällt, die Kinder sind so sehr flott und meistens sobald Schneefall endet noch vor Räumdienst unterwegs, in sofern nutzen die jede Schneeflocke besonders tolle Schneelage haben wir auch nicht, meistens pro Winter so 2-4 touren möglich. ich stelle aber für mich fest, dass ich im Alter/Corna grad durch die handgelenksverletzung vorsichtiger werd, deshalb hab ich letzte Jahre immer erst kids testen lassen und denk, dass ich in Zukunft die Kufen nehm (war mir bisher entschieden zu unsportlich), weil jetzt wo ganz klar war Gig hatte Motti keinen Stehtag gebucht.

    ich selber kann mit Sieltec-Leinen 12mm nicht 4 leinig fahren (zu kleine hände), aber besonders bei kälte würd ich mich wirklich genauer mit Sieltec-System beschäftigen (wird zu 80% falsch angewandt, weil die Leut es System selten kapieren), denn mit nur 2 Leinen find ich es bei Kälte allem Anderen Überlegen besonders in Kombination mit Kühlhaushandschuhen, also gummiert+wasserdicht. Bei "versageneden Fingern" kann man besser rund greifen als rechteckig. Dietmar hat beim großen Mehrspänner Holzdübel in die leinen gefüttert, was bei großer Kälte nochmal einfacher zu greifen ist. Sieltec hat den großen Vorteil, dass ich mir jede leinen exakt nach bedarf basteln kann. Ich fahre ja 3er, 5er immer nur Handstück mit Leder oder Longenstück, vorn ist Sieltec.



    Hier sind die Kids schon wieder regelmäßig unterwegs: Strecken bis 12km in einer Stunde und unfreiwillige Höchstgeschwindigkeit vor 2 tagen 43km/h....ich selber fahre heuer komplett Gig, da ich wegen handgelenksverletzung umstell auf rein rechtshändig incl. Pitsch und mein Frischling eh grad nett am pflegeln ist, Tochter weigert sich aktuell mein Pony einspännig zu fahren (und die ist wirklich eisenbereift!), so dass deren Schlittenpremiere wohl noch 1 Jahr dauern wird. Außerdem hab ich mich heuer mal ausgiebiger mit unterschnallbaren Kufen beschäftigt, es gibt 3 Modell für Einacher:


    1.) Cavaletti/Oxer, billig, aber nur nach Komplettausbau Räder montierbar und dementsprechend nur für Spurbreite 95 tauglich, bei mir draußen, da ich unbedingt Kufen benötige, welche flott im gelände montieren kann bei Bedarf, oft muss ich zuerst mal 1-5km Asphalt bis ich in "unendlichen" Wald komm.

    2.) Maier, 2 einzelne kurze Kufen, sehr bewährt, binnen 5 Minuten zu montieren, gibt reichlich Erfahrungen zu, die gelieferten Riemen zum Anbinden der Räder ersetzt fast jeder durch tauglicheres Material, aber ansonsten wohl extrem vielseitig zu verwenden. Die kann ich heuer noch ausprobieren.

    3.) Schlemmer, bisher kaum auf dem markt, da keine nachfrage, dezent günstiger als maier, aber wenn heute geordert erst nächsten WInter frühestens lieferbar. System ähnlich Maier, also komplettes Rad wird in Halbkreis reingehoben, anders als bei Maier ist die Kufe deutlich länger und "weit" nach vorn überstehend passend zum Bau der Gigs. ich vermute, dass das fahrverhalten mit Schlemmerkufen deutlich besser als mit Maier-Kufen sein könnte, aber dafür der EInsatzbereich eher begrenzt auf rein Gig. Mein Ziel wär aber 4 Einachser+1 Paar Kufen.

    Nein, die werden an Unterziehhalftern in diesem fall gekoppelt, sonst würd ich ja meine Leineneinwirkung verfälschen? Grad so lang, dass falls jemand nicht "hört/begreift" dieser vom Nachbarn "mitgezogen" wird also benötige Stricklänge +15cm..

    Ich fürchte tatsächlich, daß das so ist. Kann es nicht sein, daß Du nach langjähriger Praxis einfach Dir nicht mehr vorstellen kannst, wie das ist, wenn man unter recht widrigen Bedingungen versucht, ohne Hilfe zweispännig zu fahren? Und das im vollen Bewußtsein dessen, was da möglicherweise passieren könnte, dem man dann alleine gegenübersteht? Hast Du das überhaupt jemals selbst so gemacht? Nicht, daß ich das empfehlen würde oder für nötig hielte, aber dann weißt Du, wovon ich rede.


    Aber eines interessiert mich doch - Du glaubst also, daß Fahren vom Boden ungefährlicher ist als Fahren vom Bock?


    Obwohl Du nie die Chance hast, mit den Pferden Schritt zu halten, sollten sie einmal anfangen zu sprinten? Obwohl Du auf Deine eigene Fortbewegung acht geben mußt? Obwohl zwar die Pferde vorn gekoppelt sind am Brusblatt, Du aber recht wenig Kontrolle über die Hinterhand hast, wenn's dumm läuft und beide drehen sich nach außen? Hast Du alles nicht, wenn etwas dahinter hängt, oder sehe ich das falsch?

    Ähm, also ich hatte nie einen Kutschfahrlehrer, (abgesehen vom letzten Sommer eine S-Fahrerin, die halt auch wirklich mal was mit Sonderanspannungen anfangen konnt und ich hab auch mit sehr wenig Unterricht trotzdem meine Abzeichen? und Tunier plaziert bzw FvB gewonnen mit selber ausgebildetem pony)....und ich hatte auch eher nie ne Hilfe abgesehen von kids und die als ich sie brauchte alle unter 10.


    Weil dem so war, bin ich immer beim K-pony geblieben und als das unpraktikabel wurd bin ich zu Haffi+Zweiachser gewechselt. "Erfahrungen" mit "Großpferden/Zweispänner/Mehrspänner" hatte ich lediglich aus den Ländern unserer Arbeiter: Polen, Rumänien, Kasachstan, Bulgarien. und funzte mehr so: hier ist gespann, die kennen den Weg, sieh zu das die nicht fressen unterwegs


    FvB ist deutlich ungefährlicher, weil nach x da lediglich 2 pferde frei in der Gegend rumrennen, fertig, die gehen als bald heim in Stall oder fressen vor Ort, bereit eingesammelt zu werden und weiter im text.


    Also wenn mir bisher je bei FvB mal ein Gespann abgegangen ist (erinnere mich nicht, waren wenn dann immer Solotiere), da hab ich gewiß sofort das nächste geländehindernis (normalerwesie Straßenlaternen/Baum/Zaunpfahl) genutzt um die Tour zu beenden. Ferner war ich gewiß nie so unvernünftig Pony an den BB oder Seletten zu verbinden, wenn doch die koppelung Kopf an Kopf wesentlich effizienter und vor allen Dingen für die Tiere verständlich ist und auch noch etwaige Leinenfehler meinerseits kompensiert. Bei mir haben noch nie beide tiere den Arsch nach außen gedreht (vielleicht mal versucht, dann gab es pitsch auf hintern und vorwärts, fertig), außer bei zurück, also macht man das Kommando im Grundsatz nur in Gasse (paar Stämme auf den Boden), ferner lass ich idr die leinen locker außen über die Hintern rutschen, begrenzt also leine dezent außen. ich hatte auch noch nie bedenken, dass mir jemand seine hufe in den bauch jagen könnt und es hat auch nie jemand je getan? Nein, die betreffenden Kandidaten waren nicht halbtot, sondern durchaus lebendig.

    ich verstehe das Problem im Grundsatz nicht, entweder ich bin bereits mit einem pferd überfordert, also eins allein ist weder korrekt rückwärtsrichtbar (und genau scheinst ja Sorgen zuhaben: deine Psyche macht nicht mit...), wobei auch hier ich einfach unbedingt eine Peitsch brauche: Wie sonst richtest du grade, nachdem Pferd vorn wegen irgendwas spannendem oder so 2 tritt zb links gemacht hat??? durch reines Zupfen an der rechten Leine+Stimmhilfe? und das funzt??

    Eine Peitsche ist nix zum schlagen sondern eine Armverlängerung, grad um von hinten irgendeine Richtungsänderung vorn auf der Stelle zu erreichen.

    Wieso versucht man einen Zweispänner ohne peitsch zurück bzw ums Eck zu bekommen? Wenn man Angst hat und deshalb aufgeregt ist, dann will man zuviel. Hinsetzen, nachdenken und Aktion in deutlich kleinere häppli teilen, punkt. Wer Fahren vom Boden als schwieriger beurteilt als auf dem Bock hat generell ordentlich Respekt vor der Materie, mMeinung zuviel zum Fahren. Hier handelt es sich um 2 routinierte Arbeitspferde völlig platt, weil ihnen ja nicht mehr zuzumuten ist einen Buggy von 120kg ebenerdig zu zweit im Schritt zu ziehen. Unterziehhalfter beide lang koppeln, Kopfstück und Leinen dran und ab, fertig....wenn man denn eins korrekt rückwärtsrichten kann und mit 1 einen Übungsparcour obB hinbekommt. Entweder ich bekomm generell 2 Leinen nicht sortiert und muss ohne Pferd nochmal deutlich an die Türklinke oder die Umstellung von 1 auf Zweispänner ist eine Vereinfachung meines Alltags. ich bin noch nie mit einem Zweispänner permanent an einer Wegseite gelandet, weil Zweier in sich idr immer zufrieden und gradaus trottend ist.

    Hartmäulig beim Reiten das stimmt!! Während ich wirklich das Gefühl hab, dass meine Pö viel weicher im Maul sind als je irgend eins von denen zur Reitzeit, meine können praktisch durch die leinen riechen also Hand kräftiger schließen im Verhältnis zu "halboffen" ist ungefähr 1 cm wird sofort bemerkt, gibt viele tage wo dies bereits zum Stehenbleiben reicht (natürlich nicht, wenn eh Diskussionsbedarf besteht, weil netter Weg....). Die meisten Fahrkaltblüter, welche ich geritten bin, liefen wirklich stur gradaus und fanden etwaiges links/rechts Zügelgeziehe so mehr als netten Vorschlag, den man durchaus gepflegt ignorieren könne, Gleichzeitig beim fahren waren die nicht besonders hartmäulig, soweit ich mich erinnere (aber was wollte ich da schon denen, schwere Last hintendran und im schritt um ne weite kurve, wär wahrscheinlich eh auch rein auf Stimme gegangen war außerdem fürs Pferd völlig logisch da bekannt).

    Mein letztes KB hat mich so zum Lachen gebracht: Halle und paar Pylonen in Längsreihe aufgestellt ging so um Lenkungsverfeinerung via zügel usw auf einmal schnaubt die zornig ab, reißt mir grad die Zügel aus der Hand und stapft im perfekten Slalom durch die Kegels, man konnte so sehen wie die Pylone grad zu Baumstämmen im Wald mutierten, war genial. Dressurreiten war so gar nicht ihrs, die war Arbeitspferd durch und durch, sobald ein Job logisch war wünschte sie den allein zu erledigen, punkt. Auch vorm wagen, wenn es richtig hart/schwer/anspruchsvoll wurd, war Madam nicht zu sprechen, weder während sie stillstehend kraft sammelnd überlegte wie sie das Problem am besten löste noch bei der Ausführung ihrer Lösung. höchstens kleine Vorschläge dürfte ich im laufe unserer nur 3 gemeinsamen Jahre gen End öfter einbringen, aber das Kommando hatte eindeutig sie.

    Ich habe schon viele Kaltblüter geritten, allerdings reel geritten immer nur leichtere typen, bei den richtig schweren vergeht es einem wie Christoph zu recht schreibt, also dann wenn man Damensitz bevorzugt hören die Reitfreuden auf..... Paarmal hatte ich toll zum reiten ausgebildete leichte Kaltblüter/schwere Warmblüter unterm Hintern gehabt, ein Träumchen fand ich. trotzdem zum schnellreiten oder regelmäßig Springen/Hüpfen sind andere Typen Pferd besser.

    Da KBs nicht unbedingt zum reiten gezüchtet werden sind Mängel im Exterieur nicht soo selten, zb bei viel zweispännig ohne umspannen eingesetzen Pferden ist Skoliose nicht so selten...darauf reitet sich höchst bescheiden, weil eine Arschbacke Mensch sozusagen in der Luft baumelt.

    mindestens kleine AKU (Vorsicht, Skoliose wird nicht zwingend bei einer AKU entdeckt) und unbedingt draufsitzen und sich im schritt führen lassen, wobei wenn das ein älteres Exemplar ist wird es "reiten" im Sinnen von menschl. Gepäckstück tragen gewiß kennen.

    ich kenne außerhalb der FB-Gruppe nur hier die 2 Threads - Couchkissen: Ausstattung einer Gig - Opa Moritz: Gig, Sulky für kleine K-Pony Erfahrungswerte gesucht-

    Und im Pferdeforum die FAQ sind auch gut aufgebaut und lesenswert, überhaupt in der stillen Fahrecke des Forums dort lohnt sich generell zu lesen, Buggyfahrer ist dort, der ist vor langer zeit von hier nach dort umgezogen und fällt durch hohe Sachkompetenz auf. FAQ für Fahreinsteiger - Forum Pferd.de


    Vernünftige Literatur rund um EInachser kenne ich leider überhaupt nicht, ich tipsel schon länger an einem Heftli rum, was im Optimalfalle an den Sulky Cavaletti bei kauf geklebt werden sollte.....

    Ja, gibt es bei Facebook: Sulky, Gig und Co-Einachserfahrer vom Shetty bis zum Kaltblut und die Distanzfahrer sind eh einachsig unterwegs, die paar die das zweispännig betreiben sind sehr selten.

    Herzlich willkommen! Wenn du Distanzfahren willst, da bist ja automatisch bei den Einachsern, sei vorsichtig und prüfe ob deine Lehrer davon ausreichend Ahnung haben....und guck dich mal FB in der Einachsergruppe rum, dort bekommst ähnlich wie bei den Distanzfahrern das spezielle Wissen rund um das einachsige Fahren. Ich selber bin zwar knapp 10 Jahre jünger, musste aber das reiten schon vor 10 Jahren aufgeben....das Fahren ist für mich ein mehr wie gleichwertiger Ersatz geworden. so 1-2 mal/jahr kletter ich nochmal auf große Pferde aber da benötige ich im Prinzip "behindertengerecht" was mir dann null Spaß macht oder mein Körper serviert paar tage nach dem tollen Reiterlebniss ein solche Quittung, dass ich wieder lang wart bis zum nächsten versuch.

    Wenn ich mich am Boden nur neben einem Pferd richtig wohl fühle ist das Verhältnis bei weitem noch nicht so, dass ich von irgendwas anderem als FvB auch nur ansatzweis träumen sollt...und Kaidan: Du schreibst immer soo klasse und gut erklärend, weiter so!


    Beim Schleppen kam ich bisher noch nicht auf den Gedanken neben einem Pferd herzuspazieren, da werd ich doch X auch noch von hüpfenden Schleppe zusätzlich zum Pferd erwischt. FvB starte ich als Langzügel, dh bei Sorgen je nach Kandidat kann ich Sicherheit und Beruhigung durch meine Hand auf dem Pferdspo vermitteln, dass nie niemals nie nach Mensch gekeilt wird kapiert hier binnen kurzem jedes Pferd. Fühl ich mich also direkt hinterm Pferd unsicher ist alles andere wie Last usw viel viel zu früh. Denn Schleppe lauf ich immer hinter der Schlepplast im besten Fall exakt neben der Schleppe aber nie davor, dh Haxe Pferd bis Ortscheid bei Schlepp Minimum 1m, Ortscheid bis Last 20-50 cm (je nach Ansatzpunkt Ortscheid und Lastform), also 1,50m Distanz bis Pferd, dieses Pferd muss also mindestens einen kleinen Parcour bereits FvB beherrschen (bei FvB sitz ich auf einer eingebildeten Kutsch also Abstand zum Pferdspo ungefähr 1m-1,5m gewünscht). Immer bedenken ich schreib idr meine K-Pony-Maße bei Großpferd darf man da ruhig nochmal ordentlich Distanz bei rechnen.....

    Sollte ich neben einer Last auf Rädern/Kutsch herlaufen ist meine Position zwischen Pferdshintern und Reling oder auf Höhe Vorderachse je nach Wagen, weil ich bei der vorderen Position mich bei X noch an der reling anklammernd wieder auf die kutsch befördern kann und in der hinteren Position hinterhergeschliffen werdend nur noch von der hinteren Achse erwischt werd.

    Ich setz meine Pony mal in der Werkstatt ein, da dann nur mit Halfter und am kopf bzw rein auf Stimme aus Distanz, aber 1. Shetty, 2. bei der Aktion ist Raum "winzig"+geschlossen (wo soll das pö denn da auch hin? Nix fressbares weit und breit) und das Pony bedient einen Flaschenzug auf Strecke von 2-5m gradaus, Wand vor Kopf exakt in 5m, Zugweg auf Boden markiert.