Posts by Ardennerin

    Dass Pferde wieder rein wollen hört man oft , das ist auch klar , weil die Begebenheiten nicht für 24/7 ausgelegt sind , z b fehlender Unterstand , Wasseraufnahme , Futter , Reize z verweilen usw .

    Auch hört man oft "meiner ist ein Boxenpferd " ------> kein Pferd ist ein Boxenpferd , die fühlen sich draussen alle wohler wenn die Begebenheiten stimmen, auch der , der schon 20 Jahre in der Box verbracht hat .

    Hin und wieder gehört diese Wahrheit ausgesprochen.


    Was die Bewertung von Stroheinstreu anbelangt, kann man sicher unterschiedlicher Meinung sein.

    Ein Vorteil des pelletierten Strohs ist die durchgemachte Entstaubung - gerade für Pferde mit Lungenproblemen ist das eine enorme Erleichterung. Nichts gegen Stroh - aber es gibt Fälle, da ist Stroh eben nicht das Beste.

    Hier im Kreis wäre das möglich - es gibt sowohl "offizielle Trainer", die zu Hause einfahren als auch andere Einfahrer, die solche Wünsche wie die Deinen erfüllen könnten. Um die nötigen Kontakte zu knüpfen - bist Du Mitglied in einem Verein? Ggfs. kann auch der FN-Kreisverband oder der VFD weiterhelfen oder Du schaust einmal, wer Ausfahrten organisiert. Die Fahrer untereinander kennen sich in der Regel recht gut und sind nett, wenn man um Hilfe bittet.


    Laß hören, wie Du weiterkommst.


    PS. Hast Du Dir denn Gedanken gemacht, wo das Einfahr-Zubehör wie Geschirr, Schleppe, Wagen, etc. herkommen soll? Die Frage ist nicht ganz trivial. Du brauchst passendes Material und hast vielleicht noch nicht die Erfahrung, um das Richtige auszuwählen. Ich schränke insofern ein - hier hättest Du eine Auswahl an Leuten, vorausgesetzt, alles ist vor Ort vorhanden.

    Im großen Kaukasus leben die Pferde frei in den Hochtälern auf 2500 Metern. Wölfe sind dort der Hauptgrund für Herdendezimierung!


    Weißt Du zufällig, warum gerade dort keine HSH an Pferden eingesetzt werden?

    Shettyfreak


    Meine Bemerkung war OT.


    Ich bestreite nicht, daß das Auftauchen des Wolfes ernste Folgen für die Landbevölkerung haben kann. Ich meine sogar, daß es nicht richtig ist, die Lasten einseitig auf die Landbevölkerung abzuwälzen. Und ich meine auch, daß Wölfe nicht in Wohngebiete gehören. Allerdings frage ich, ob es nicht möglich ist, auch Wölfen ein Gebiet zuzugestehen. Eigentlich müssen Menschen nicht alles haben, nutzen und ggfs. zerstören. Selbstverständlich ist das meine Privatmeinung.

    Es gibt Leute, da ist leider Hopfen und Malz verloren - kein Strom auf den Drähten, wackelnde Pfosten, zerrissene Bänder... alles egal. Aufklärende Gespräche habe ich schon geführt - hier rein, da raus. :-;

    Soweit ich informiert bin, rottet der Blutbär das JKK als Futterpflanze nicht aus, sondern vermindert den Bestand.


    Hier wird ausgerissen - notfalls auch am Straßenrand vor den Nachbargrundstücken. Meine pferdehaltende Nachbarin stört das Zeug nicht - "sie fressen es nicht"!

    Herdenschutzhund = gleich Listenhund in einigen Bundesländern .


    Ganz so schlimm ist es nun auch nicht - es gibt, und das ist von Bundesland zu Bundesland verschieden, einige HSH-Rassen, die als gefährliche Hunde gelten. In Hessen ist das, so glaube ich, der Kaukasische Owtscharka und in NRW der Mastin Espagnol, um einige Beispiele aufzuzählen.

    Als HSH an der Herde werden, nach meinen Erfahrungen, aber in erster Linie Maremmanos verwendet. Die großen Weißen aus Italien. Auf Anhieb wüßte ich nicht, daß die irgendwo auf einer Liste stehen.


    Woher die horrenden Summen für den Unterhalt stammen, weiß ich nicht - meine HSHs sind im Unterhalt im Vergleich zu Hunden ähnlicher Größe und Masse eher günstig - robust, eher langlebig und besonders leichtfuttrig. Allerdings muß, wie bei Kaltblutpferden, das Zubehör von guter Qualität sein - im Discounter wird man da eher nicht fündig. Völlig normale Tarife für Steuer und Versicherung. Bei arbeitenden HSH sieht es vielleicht ein wenig anders aus, aber die Zahl muß kritisch betrachtet werden.


    Was die Hundeanzahl angeht - überleg' selbst, ob Du möchtest, daß sich ein Hund gegen mehrere Angreifer stellt. Und Dein Hund ist auch noch eingesperrt, weil die Vorschriften so sind. Wollte ich mit meinen zwei bis drei Pferdchen den Wolfsschutz per HSH aufrechterhalten, würde ich nie unter zwei Tiere gehen. Deshalb wäre das hier nicht durchführbar; es sei denn, ich würde dauerhaft auf der Weide wohnen wollen.


    Ach so - auch HSHs sind trainier- und erziehbar, wenn es auch etwas schwieriger ist als beim Nachbar-Labrador.

    Davon abgesehen, daß die Haltung von arbeitenden HSH durchaus zu gravierenden Problemen führen kann - die Anschaffung ist teuer (vierstellig) und es wäre ein Irrglauben anzunehmen, daß irgendwelche HSH(-Mixe) in der Lage wären, wie gewünscht zu arbeiten. Diese Tiere müssen schon als Welpen mit der Zieltierart sozialisiert werden und dann ihr Handwerk lernen. Nicht jeder ist gleich gut geeignet. In den Ursprungsländern werden solche Exemplare gnadenlos aussortiert.


    Obwohl ich Hobby-HSHs halte, kämen professionelle hier nicht infrage.

    Übrigens: hier versucht schon ein Hobby-Züchter die Angst vor dem Wolf in bare Münze zu schlagen, der naiven Menschen HSHs andreht, die noch nie eine Herde gesehen haben.

    [...]

    Seit ich vor 3 Jahren einen freilebenden Wolf ca. 400 m von einer meiner Weiden gesehen habe, kommen meine Pferde nachts in den Hof. Da ich bis jetzt noch von keinem Zaun gehört habe, den Wölfe nicht überwunden haben - ich habe auch krasseste Wolfsbefürworter gefragt - rüste ich meine Weidezäune nicht auf.

    Seit im Erzgebirge in Oberwiesenthal Schafe aus einer Feldscheune heraus gerissen wurden, bin ich dabei, meine Scheune und Ställe wolfssicher zu machen und dafür zu sorgen, dass die Pferde nicht die Türen in ihrer Panik vor Wölfen aufsprengen können, wenn sie dann auch bei uns durch die Dörfer ziehen.


    Genau das meinte ich mit "Strategien entwickeln".


    Mir ging es um die Notwendigkeit, rechtzeitig zu überlegen und zu agieren und nicht auf Genehmigungen/Förderungen/offizielle Erklärungen zu warten, wenn man wirklich etwas ausrichten will. Der Wolf ist Objekt der Bürokratie geworden und das bedeutet, daß es weder schnell geht noch daß ohne Weiteres Geld fließt. Gerade da wir jahrhundertelang ohne Erfahrung mit Wölfen sind, brauchen wir eine gewisse Zeit, um Entscheidungen zu treffen und Maßnahmen zu implementieren.


    Ich wünschte mir einen Erfahrungsaustausch zwischen Pferdehaltern, die sich mit dem Problem auseinandersetzen wollen.


    My 2 cents.

    Was ich nicht recht verstehe in dieser Angelegenheit ist die (vermutliche) Reaktionsgeschwindigkeit der Tierhalter. Sollte man nicht annehmen, daß sofort Strategien entwickelt werden, wenn sich Wölfe in der Nähe ansiedeln? Oder ist die Strategie tatsächlich: abwarten, ob überhaupt etwas passiert. Sollte das so sein, habe ich nicht viel Mitleid mit den Betroffenen. Schade um die Tiere.

    Bisher habe ich mir darüber noch nie Gedanken gemacht und das tiefe Heck immer zum senkrechten Aufsetzen benützt. Aus meiner Rennbahnzeit weiß ich noch, daß häufig junge Pferde am Halfter mitgeführt wurden, um sie langsam ins Training zu nehmen. Da wäre Bodennähe ein Sicherheitsfeature - die Hufe können nicht so leicht unter den Wagen geraten, hm?

    Ich habe einmal in so einer tollen Schlemmergig Platz nehmen und mir das Ding erklären lassen können. Die Wirkung der Federung konnte ich besichtigen und bewundern, weil dieses Gespann direkt vor mir fuhr - und die Waldwege waren abenteuerlich (Herbstjagd).


    Allerdings - und das wird mich wahrscheinlich davon abhalten, nach einer zu schauen - für zwei Personen ist sie doch recht schmal. Ich wollte so keine vierzig Kilometer sitzen, bin aber diesbezüglich eigen.


    @Butterfly

    Habt ihr speziell für euer Pferd bauen lassen?

    Ich bedanke mich für die vielen Kommentare, die die Schwierigkeit des Vorhabens beleuchten.


    Anspannen und Probe fahren werde ich sowieso - danke für die Tips mit Sand, Bremse und Berg (so da einer ist im Münsterland). Und ich habe mich für den frühen Vormittag entschieden, so daß dem Tierchen kein Herzversagen droht. Schleppe wäre ein Provisorium - massives Kaltblutortscheit, dahinter Kinderschlitten mit Wasserkanistern. Was meint ihr? Vor allem, wieviel Kilo soll ich aufpacken - Welsh A, 1,15 m, kein Hämpfchen. Eine entsprechende Arbeitsleine müßte auch zu finden sein und jemand, den ich an den Kopf schicke.


    Natürlich wäre es toll, gäbe es die Möglichkeit, einmal unter den hiesigen Bedingungen zu fahren. Tatsächlich wäre das nicht ganz so leicht - hier fehlt ein passender Wagen und die Möglichkeit, einfach ein Pferd zu separieren. Bin derzeit nicht auf Ponys eingerichtet.

    Ich bin schwer in Versuchung, ein Fahrpony zu kaufen. Nun hatte ich ja bereits eines und bin sehr verwöhnt hinsichtlich seiner Arbeitseinstellung gewesen - es gab nichts, was er nicht zumindest versucht hätte zu ziehen. Er hat mich nie im Stich gelassen.


    Nun will ich eines ansehen, das passen könnte. Aber es gibt Aussagen wie - "ging immer sein eigenes Tempo", "ließ sich von anderen Pferden in der Gruppe nicht mitziehen". Nicht, daß ich das nicht zu schätzen wüßte... Aber ich möchte nicht, daß das Umschreibungen für ein Tier sind, das im Zweifelsfall eben nicht zieht, auch wenn das Geforderte zu bewältigen wäre.


    Die äußeren Bedingungen für irgendwelche Tests sind bei den jetzigen Temperaturen nicht gut, zudem wurde das Tier lange nicht mehr trainiert. Ich will also nichts Unmögliches verlangen. Nur mich überzeugen, ob er ziehen will...


    Was schlagt ihr vor?

    Wenn Shetty zugfest ist, würde ich mir nicht die Gedanken über "zu schwer" machen. Nicht bei Shettys! Und nicht bei 65 kg.


    Ich hatte es zugegebenermaßen ein wenig übertrieben und mein 1,13 m Shetty zog richtig schwere Gigs und Wagen von 150 - 190 kg. Ohne Fahrerin. Allerdings meist auf ebenen, glatten Strecken. Und er war wirklich ein Zugwunder. Und natürlich gut trainiert. Am Anfang ging es natürlich noch nicht, aber doch relativ schnell.


    Ich glaube, daß man im allgemeinen nichts über die Langstreckentauglichkeit sagen kann - es kommt darauf an, wie bequem Du sitzt, was Du Deinem Körper an Erschütterungen (Federung!) zumutest, wieviel Du offroad unterwegs bist und in Ackerfurchen fällst. Vielleicht darfst Du das einmal probieren? (Ich hatte das Privileg)


    NB. Nur, falls Du es nicht weißt - in NRW solltest Du Dich im Wald nicht von den falschen Leuten fahrend erwischen lassen.

    Wenn Sulky infrage kommt - schau' vielleicht auch einmal nach den Maier-Modellen. Ja, sie kosten viel Geld, aber wenn Du Dir sicher bist, daß Du mit diesem Pferd fahren willst und das auch oft und komfortabel - ich würde, wenn es möglich ist, nicht aus purer Knauserigkeit etwas Zweifelhaftes kaufen. Der Komfort-Sulky fährt sich wunderbar für Pferd und Mensch - Du kannst ihn auch mit Bremse haben, damit der Regelungswut Genüge getan ist (Bremse hält Pferd natürlich nicht).


    Noch ein bißchen komfortabler ist der Swing Jogger - für ein Einplatzfahrzeug, so glaube ich, das Ultimo. Mit Einzelradaufhängung und -federung.

    Maier baut auf Maß - dann sitzt und paßt es, wenn Du das sorgfältig planst und vorbesprichst.

    Ganz laienhaft, aber mit Nachrüstinteresse -

    wenn Du schweißen (lassen) kannst, wäre es doch vielleicht möglich, eine Feder an der Führungsstange ansetzen zu lassen statt am Bremsklotz selbst, oder? Die Stange scheint dick genug und der Weg auch nicht zu groß. Weißt Du, was ich meine?

    Damit hättest Du das leidige Problem, das sich die Feder über die Stange biegt, nicht mehr.