Posts by Ardennerin

    Das ist ja sehr spannend! Und ein gutes Beispiel für die Behauptung, daß das Bewußtsein das Sein bestimme:-;


    Nebenbei bemerkt - Ähnliches läßt sich derzeit bei den mühevollen Versuchen eine Verkehrswende einzuleiten beobachten. Selbstverständlich kann ich die Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, Rädern, etc. befürworten und fördern, aber wie die in der Realität notwendigen (auf dem Land) weiten Wege in akzeptabler Zeit zurückgelegt werden sollen, wird nicht diskutiert. Infrastruktur und Lebensgewohnheiten sind auf die Benutzung von Autos zugeschnitten und nicht schnell zu verändern.


    Beim Einsatz von Pferden kämpft man mit dem gleichen Grundproblem, nicht wahr?

    Man könnte überlegen, welche Entwicklungen parallel zum Ausscheiden des Arbeitspferdes stattgefunden haben. Damit könnte man wohl für Deutschland (West) - Ost weiß ich nicht - den Zeitraum grob zwischen 1955 und 1965 annehmen. Einverstanden?


    Angeführt wird dann immer die breite Verfügbarkeit von Traktoren auf den Betrieben. In der Wirtschaft gab es zu dieser Zeit einen wahren Boom, der Arbeitskräfte erforderte, die ggfs. durch die zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft freigesetzt wurden. Parallel dazu fanden besondere Anstrengungen im Bildungssektor statt mit dem Ziel, die Benachteiligungen der Landbevölkerung zu vermindern/auszugleichen - auch das sprichwörtliche "katholische Mädchen vom Lande" sollte profitieren. Mit anderen Worten: menschliche Arbeitskraft stand nicht mehr in dem Maße zur Verfügung wie bisher.


    ... Fortsetzung folgt ...

    Du möchtest also, daß wir aus der Geschichte lernen und dann überlegen, wo ein sinnvoller Platz für Arbeitspferde in der heutigen Zeit ist und was wir ggfs. dazu tun können, daß es einen solchen Platz gibt - richtig?

    Auch ich weiß nicht ganz recht, worauf Du hinauswillst, Rossknecht.


    Vielleicht wird das klarer, wenn Du uns Deine Sicht auf das Thema näherbringst - wo stehen wir? Welche Randbedingungen müssen wir uns näher anschauen und wie beeinflussen sie unser Leben und Handeln?


    Ich freue mich schon, Deine Meinung zu erfahren.

    Dann dankt die Ardennerin aber und dient sehr gern als Anschauungsobjekt - natürlich meine ich das, was ich von mir gegeben habe:-))

    Jetzt Aussagen zu den Kosten zu machen wäre nicht seriös - erst die Lösung, dann die Wirtschaftlichkeitsrechnung.


    In meiner Welt kommen Fernseher und Festplattenrecorder eher nicht vor:-; und proprietäre Systeme auch nicht. Ich komme aus der Frickelecke, wenngleich ich mich noch nie ernsthaft mit Mikroelektronik beschäftigt habe. Das sind persönliche Ansichten und ich würde nie behaupten, daß es nicht auch anders geht. Nur hier eben nicht.

    Danke für eure Antworten:-)


    Die von Martijn vorgeschlagene Lösung hatte ich bereits erwogen und ad acta legen müssen - in der Theorie ist das simpel, aber unter den herrschenden Bedingungen (Wetter, Licht, Diebstahl) kaum umzusetzen, wenn man nicht wirklich viel Geld in die Hand nehmen möchte.


    Mir spukt tatsächlich als Alternative eine Wildkamera-Lösung im Kopf herum, aber auch die wird nicht billig, weil ich ja zuhause informiert werden will. Entsprechende Geräte kosten etwa 250.- Euro. Im Grunde Steinzeit-Technik, nicht zukunftsfähig, nicht ausbaubar. Nicht-Profi-Webcams im Netz sind sicherheitstechnisch sehr schwer zu beherrschen - das ist hier ein No-Go. Ich brauche keinen weltweiten Zugriff, sondern will wissen, ob ich sofort los muß oder ob noch genug Futter/Wasser da ist. Das wäre ein ungeheurer Komfortgewinn. Ein Protokoll meines Zaunzustandes für den Versicherungsfall wäre das Sahnehäubchen:-)


    Ich bin in einigen Frickelforen deshalb unterwegs und möglicherweise zeichnet sich für den Zaun eine Lösung ab, zumindest in der Theorie.

    Wenn ich weiterkomme, werde ich bei Interesse gern berichten.


    Kasparow

    Wenn überhaupt, entsteht hier eine Frickellösung - d. h. der Aufwand wird kaum wirtschaftlich sein. Profis lassen von derlei Dingen sinnvollerweise die Finger. Solltest Du allerdings in Deiner Familie oder näheren Bekanntschaft jemand wissen, der sich so eines Projektes annähme - ich habe bei meinen Recherchen von Lösungen gelesen, die als Energiequelle LKW-Batterien benutzten. Es ist ja nicht wirklich so, daß die anzuschließenden Rechner heute noch Stromfresser sind - Raspberrys, Arduinos, etc. oder gar noch kleiner.


    Wenn's hilft, schau' hier - auch für Akku-Geräte:

    https://agrar.horizont.com/cms…/himps-weidezaun-app.html

    Ich überlege zwecks Beruhigung meiner Nerven meinen Offenstall von zu Hause zu überwachen.


    Besonders liegt mir am Herzen, daß die Zaunanlage hütesicher ist, der Rest ist nice-to-have. Den idealen Zustand stelle ich mir so vor: ich verbinde mich via Internet mit meinem Stallrechner und schaue mir an, wieviel Spannung an den Leitern anliegt. Es wäre auch nicht falsch, wenn zu definierten Zeiten die erwünschten Werte ermittelt und protokolliert werden würden, so daß ich sie mir bei Bedarf ansehen kann. Funktionieren sollte das idealerweise sowohl mit einem Netz- als auch mit einem Batteriegerät.


    Die Daten müssen unter allen Umständen lokal bleiben, d. h. irgendwelche Lösungen über Apps o. ä., sind hier indiskutabel. Die Fertiglösungen, die ich bisher gefunden haben, funktionieren leider alle so und verstoßen damit gegen die unverbrüchlichen Hausregeln.


    Selbstbau-Anleitungen habe ich bisher nicht finden können. Das Problem scheint die anliegende Hochspannung zu sein - niemand mag da 'ran. Persönlich wäre ich ja durchaus auch zufrieden, wenn ich zwecks Messung jeweils einen Zaunkontakt simulieren und die abfließende Energie messen könnte. Aber dazu langt es bei mir geistig leider nicht, will sagen: die dazugehörende Meß- und Schalttechnik ist mir ein Buch mit sieben Siegeln, den IT-Überbau kann ich wahrscheinlich gut bewältigen.


    Gibt es zum Problem vielleicht hier schon Erfahrungen, alternative Lösungen, etc.?


    In meiner Verzweiflung wäre ich auch schon bereit, die LEDs eines Zaunprüfers mir aus der Ferne anzuschauen... Ist nicht besonders "smart", aber auch ausreichend. Nur - wie fotografiere ich die ausreichend sicher, ohne daß die Kamera samt der restlichen Technik kaputtgeht (Offenstallbedingungen!), geklaut wird, usw. Bin da ziemlich unbedarft und dankbar für lebenspraktische Tips.

    Danke für die Klarstellung, souris!


    Wer sich in der Kunst des Reitens übt oder je geübt hat, wird wahrscheinlich wenig erstaunt sein über die Reaktionen von Maultier Pesche, richtet man doch sein ganzes Bestreben danach, nur ja das Pferd bzw. das Reittier nicht zu stören. :-)))

    Zweiter!


    Zur Frage unserer Pferdefleischaversion - mir hat man erklärt, das hinge damit zusammen, daß das Pferd den Germanen ein heiliges Tier gewesen ist. Gott Wodan/Odin wurde von seinem achtbeinigen Roß Sleipnir unterstützt. Aber das muß nicht stimmen.

    Wenn ich's recht bedenke, habe ich nur einen regelrechten Widerwillen gegen die Mast junger Kaltblüter, also die agroindustrielle Fleischerzeugung mit allen ihren Auswüchsen. Gegen eine sorgfältige Schlachtung am Ende eines Pferdelebens habe ich nichts - im Gegenteil. Würde ich Fleisch essen, so würde ich sicher Pferdefleisch essen, auch das meiner eigenen Tiere.

    auch gewissen Halt, falls es mal zur Sache geht.

    Wobei ich NICHT plane im Galopp über irgendwelche Äcker oder Wiesen zu ballern. Eher das gemütliche fahren, evtl. sogar ein einer Gruppe.


    Da sähe ich nicht einmal ein Problem - ein gewisses Maß Sportlichkeit vorausgesetzt. Das Problem kommt, wenn Du die Beschleunigungskräfte spürst - Du stehst da, denkst an nichts und Pferdchen setzt sich urplötzlich und geschwind in Bewegung.


    You have been warned.

    Keine Kritik, Steffen...


    Das Ganze sieht ja nun wirklich solide aus:-)

    Ich habe noch nicht verstanden, wie Du das Pferd an die Konstruktion anhängen willst - wird doch ein Einspänner, oder? Und - willst Du stehen oder sitzen? Ich frage mich, an welche "Bockhöhe" Du gedacht hast bzw. wie Du Dir einen Aufbau vorstellst. Und dann die Pendelachse - nicht, daß ich davon etwas verstünde. Aber aus Deinen Schilderungen entnehme ich, daß sie in der Lage ist, sich in gewissen Grenzen dem Boden anzupassen und Unebenheiten abzufedern. Ich fürchte, daß das möglicherweise für das Pferd noch rückenschonender ist als ein gewöhnlicher Zweiachser, Du a ber in der Nähe der Hinterachse ganz schön zu leiden haben wirst. Bei guter Gesundheit, jugendlichem Alter und vorsichtiger Fahrweise vielleicht vertretbar. Ansonsten, falls Du einen Aufbau planst, könntest Du dort versuchen etwas abzufedern.


    Übrigens - ich würde für eine sitzende Fahrweise plädieren, wenn Du nicht auf dem Feld arbeiten willst. Ist sicherer für Dich. Vor allem bei adäquater Bockhöhe für die Übersicht.

    Wenn er denn nun schon einmal da ist - am besten fände ich ja, er wäre rechtzeitig abgesprungen - kann er doch etwas Nützliches tun: er kann nämlich, sollte er selbst dazu noch in der Lage sein, dafür sorgen, daß möglichst freie Fahrt ist.


    Als ich zum ersten Mal hinter einem durchgehenden Pferd saß und nichts von der Situation verstand, waren mir nämlich Fußgänger im Weg, die das rasende Trommeln der Hufe lange gehört haben mußten. Sie schauten sich wohl auch um, haben aber keinerlei Anstalten gemacht, den Weg zu räumen oder sonst etwas Sinnvolles zu tun. Aus Verzweiflung habe ich das Gespann dann Richtung Graben gelenkt. Das Pferd ist hier dann zur Vernunft gekommen und nicht hineingesprungen.


    Will sagen - man muß damit rechnen, daß die Umwelt die Situation überhaupt nicht korrekt einschätzt und dann handeln. Das könnte der Beifahrer gut machen. Heute würde ich solche Leute natürlich aus Leibeskräften anbrüllen, damals aber war ich überfordert und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, daß jemand ein durchgehendes Pferd nicht als solches erkennt.