Posts by Ardennerin

    ... die waren für schwere Kaltblüter gebaut. Da ging es um Kippkarren, die vielleicht 500 kg oder mehr geladen hatten und die nicht gut austariert werden konnten. Überhaupt nicht vergleichbar mit den hier diskutierten Problemen.


    Bei Kippkarren wurde nicht einmal der Versuch unternommen, sie auszutarieren, denn einer ihrer hauptsächlichen Bestimmungen war es, damit aufs Feld zu fahren und die zum Transport vorbereitete Feldfrucht nach und nach aufzuladen. Das führte dazu, daß die Tiere über längere Zeit mit der Last im Rücken gingen oder auch warteten. In der Regel waren die Karren aber mit Anzen-Stützvorrichtungen ausgestattet, die während längerer Wartezeit den Rücken Last abnahm. Allerdings wurden diese Karren meines Wissens nicht kutschiert, sondern zu Fuß begleitet.


    Was das Gewicht auf dem Selett anlangt, mag jeder seinen eigenen Vorstellungen folgen. Ich habe es immer als sehr angenehm empfunden, einen austarierten Wagen zu fahren - Pferd lief unbeschwert und Fahrerin bekam keine üblen Stöße ab. Die paar Stunden lohnen sich:-)

    Sehr gut:-)

    Bitte, paß auf, wenn Du alleine nach der von mir beschriebenen Methode tarierst - der Gig könnte nach hinten kippen, wenn Du aufsteigst und zuwenig Gewicht auf den Anzen liegt. Am besten irgendwie gegen das Kippen sichern... oder sehr vorsichtig sein.


    Ist mir einmal passiert und da lag der Käfer auf dem Rücken und japste. Braucht man nicht.


    Ach so - ich nehme immer die Futterwaage dafür.

    Puschel, da mußt Du etwas falsch verstanden haben. Du mußt keinesfalls zusätzlich 55 kg mitnehmen, sondern ein wesentlich kleineres Gewicht am rückwärtigen Teil der Gig anbringen. Wie schwer das sein muß und wie Du das am besten festmachst, mußt Du herausfinden. Und nein - Du mußt für das Tarieren nicht zu zweit sein - Du kannst die Gig aufhängen und eine Waage in die Aufhängung integrieren. So mache ich das immer.


    Das wird bestimmt klappen!

    Wenn das eine dauerhafte Lösung werden könnte, würde ich den Gig auch für zwei Personen tarieren und die Gewichtsdifferenz beim Alleinfahren durch ein Zusatzgewicht auszugleichen versuchen. Es führt m. E. kein Weg am korrekten Tarieren vorbei - anders und leichter wird es, wenn Dein Wagen über eine verschiebliche Sitzbank/verschieblichen Kasten verfügt oder während der Fahrt tarierbar ist.


    Ich hoffe, Dir geholfen zu haben.


    Die Ardennerin

    Danke, zeno !


    Wenn ich es richtig sehen konnte, waren es mindestens Fünfspänner. Ich schätze die bewegte Last der vollbesetzten Kutsche auf 2,5t - 3 t. Wären für fünf bzw. sechs Tiere etwa jeweils das Einfache des Körpergewichtes. Wie oft die wohl umgespannt haben?

    Das ist ja raffiniert - darauf muß man erst einmal kommen!

    Ich muß schauen, wie und ob ich das hier brauchen kann. Jede Erleichterung beim Hantieren ist hochwillkommen. Danke, handorf !


    Ich hatte mich schon abgemüht mit allerlei Stützkonstruktionen, aber die erwiesen sich alle als nur bedingt praxistauglich. Ein Ausgleichsgewicht...

    Angeregt von dem Thema "Deichsellänge", wo das Thema Anhängen einer schweren Deichsel diskutiert wird, bitte ich um Rat für das Anhängen eines schweren Einachsers.

    Es handelt sich um einen Kaltblutgig unbekannten Gewichts - wahrscheinlich jenseits der 250 kg, den ich zwar auf befestigter ebener Fläche ziehen kann, aber eben nur mit Mühe und sicher nur langsam.


    Das Zugtier, ein Kaltblut, das bisher meist an der Deichsel lief und die Einengung durch die Londen scheut, sieht meinem Treiben nicht ruhig zu und ich habe deshalb sehr Mühe mit dem alleinigen Anspannen. Bisher ist mir das nur pro forma geglückt - das Gewicht ruhte noch nicht in den Tragaugen. Gerade auch für die Phase, wo eine Anze bereits im Tragauge hängt und das Selett sehr belastet ist, könnte ich guten Rat brauchen.


    Welche Tips - außer der Arbeit mit dem Pferd, die ich parallel mit einem leicht hantierbaren Traberwagen geleistet habe - könntet ihr mir noch geben? Das Ding ist wirklich mörderisch schwer und ein Verkauf deshalb durchaus eine Option. Eine zweite Person ist nicht zuverlässig vorhanden - so hat es der Vorbesitzer gemacht.

    Tatsächlich könnte ich mir nur schwerlich vorstellen, eine solche Reise als Passagierin zu machen. Liegt es nicht allen Fahrer/inne/n am nächsten, in irgendeiner Form mitzuwirken statt völlig passiv zu bleiben? Für die unter uns mit Fernweh, die aus eigenen Kräften eine solche Reise nicht mit ihren Tieren machen können, ist das doch ein Angebot.

    ... wurde auch bei uns so gut wie gar nicht auf die Eigenheiten des einachsigen Fahrens eingegangen

    Das ist ein allbekanntes Übel:-)

    Ich wollte damit eher sagen, daß große Wissenslücken als solche nicht unbedingt auffallen. Sonst könnten sie ja gestopft werden.

    Leider gibt es da wirklich ziemlich viel Unwissenheit.


    Gestern habe ich meinen Sawa-Gig verkauft - die Käufer wußten nichts vom Tarieren, nichts von der Möglichkeit, die Anzen an die Pferdebreite anzupassen. Ich war schon etwas baff - besonders, nachdem ich herausgefunden hatte, daß die zukünftige Fahrerin stolze Inhaberin eines "Kutschenführerscheins" ist. Und, daß der Einachser gekauft werden sollte, weil der Zweiachser-Marathon mitsamt Pferd bereits im Graben lag...


    Zurück zum Pferd - die Trense!!!!! Ein Ring scheint geradezu im Maul zu verschwinden.

    Danke, werde versuchen. Das mit den BW-Handschuhen war hier nicht so recht praktikabel, da ich öfter die Überhandschuhe für feineres Greifen ausziehen muß. Schwups, waren die BW-Dinger pitschenaß oder die Finger eisekalt.


    Nächster Versuch sind Putzhandschuhe.

    Danke, @Hippo!


    Ich habe mir Deinen Film gern angeschaut und besonders auf die Arbeitstechnik geachtet. Was mir auffällt - die Arbeiten werden in einem sehr hohen Tempo verrichtet. Das ist doch sicher der Tatsache zuzuschreiben, daß ein Filmteam da war, oder?


    Zum Ackerbau in diesen Steillagen möchte ich gar nichts sagen - der Mensch tut, was er muß.

    Hat sich denn einigen von euch erschlossen, wozu dieses Herumfahren von Erde dienen sollte? Hat man da versucht, Terrassen anzulegen oder wollte man weiter unten einfach Erde loswerden?


    Das Highlight war die Szene, in der die geflößten Stämme wieder an Land gehoben wurden. Ein so aufeinander eingespieltes Arbeitsteam habe ich noch nie gesehen - es war so perfekt, daß es wie ein Tanz aussah.


    Was müssen diese Menschen von Arbeit verstanden haben! Ansonsten wären sie nach kurzer Zeit invalid gewesen.


    Die Ardennerin