Beiträge von Ardennerin

    Das ist ja raffiniert - darauf muß man erst einmal kommen!

    Ich muß schauen, wie und ob ich das hier brauchen kann. Jede Erleichterung beim Hantieren ist hochwillkommen. Danke, handorf !


    Ich hatte mich schon abgemüht mit allerlei Stützkonstruktionen, aber die erwiesen sich alle als nur bedingt praxistauglich. Ein Ausgleichsgewicht...

    Angeregt von dem Thema "Deichsellänge", wo das Thema Anhängen einer schweren Deichsel diskutiert wird, bitte ich um Rat für das Anhängen eines schweren Einachsers.

    Es handelt sich um einen Kaltblutgig unbekannten Gewichts - wahrscheinlich jenseits der 250 kg, den ich zwar auf befestigter ebener Fläche ziehen kann, aber eben nur mit Mühe und sicher nur langsam.


    Das Zugtier, ein Kaltblut, das bisher meist an der Deichsel lief und die Einengung durch die Londen scheut, sieht meinem Treiben nicht ruhig zu und ich habe deshalb sehr Mühe mit dem alleinigen Anspannen. Bisher ist mir das nur pro forma geglückt - das Gewicht ruhte noch nicht in den Tragaugen. Gerade auch für die Phase, wo eine Anze bereits im Tragauge hängt und das Selett sehr belastet ist, könnte ich guten Rat brauchen.


    Welche Tips - außer der Arbeit mit dem Pferd, die ich parallel mit einem leicht hantierbaren Traberwagen geleistet habe - könntet ihr mir noch geben? Das Ding ist wirklich mörderisch schwer und ein Verkauf deshalb durchaus eine Option. Eine zweite Person ist nicht zuverlässig vorhanden - so hat es der Vorbesitzer gemacht.

    Tatsächlich könnte ich mir nur schwerlich vorstellen, eine solche Reise als Passagierin zu machen. Liegt es nicht allen Fahrer/inne/n am nächsten, in irgendeiner Form mitzuwirken statt völlig passiv zu bleiben? Für die unter uns mit Fernweh, die aus eigenen Kräften eine solche Reise nicht mit ihren Tieren machen können, ist das doch ein Angebot.

    ... wurde auch bei uns so gut wie gar nicht auf die Eigenheiten des einachsigen Fahrens eingegangen

    Das ist ein allbekanntes Übel:-)

    Ich wollte damit eher sagen, daß große Wissenslücken als solche nicht unbedingt auffallen. Sonst könnten sie ja gestopft werden.

    Leider gibt es da wirklich ziemlich viel Unwissenheit.


    Gestern habe ich meinen Sawa-Gig verkauft - die Käufer wußten nichts vom Tarieren, nichts von der Möglichkeit, die Anzen an die Pferdebreite anzupassen. Ich war schon etwas baff - besonders, nachdem ich herausgefunden hatte, daß die zukünftige Fahrerin stolze Inhaberin eines "Kutschenführerscheins" ist. Und, daß der Einachser gekauft werden sollte, weil der Zweiachser-Marathon mitsamt Pferd bereits im Graben lag...


    Zurück zum Pferd - die Trense!!!!! Ein Ring scheint geradezu im Maul zu verschwinden.

    Danke, werde versuchen. Das mit den BW-Handschuhen war hier nicht so recht praktikabel, da ich öfter die Überhandschuhe für feineres Greifen ausziehen muß. Schwups, waren die BW-Dinger pitschenaß oder die Finger eisekalt.


    Nächster Versuch sind Putzhandschuhe.

    Danke, @Hippo!


    Ich habe mir Deinen Film gern angeschaut und besonders auf die Arbeitstechnik geachtet. Was mir auffällt - die Arbeiten werden in einem sehr hohen Tempo verrichtet. Das ist doch sicher der Tatsache zuzuschreiben, daß ein Filmteam da war, oder?


    Zum Ackerbau in diesen Steillagen möchte ich gar nichts sagen - der Mensch tut, was er muß.

    Hat sich denn einigen von euch erschlossen, wozu dieses Herumfahren von Erde dienen sollte? Hat man da versucht, Terrassen anzulegen oder wollte man weiter unten einfach Erde loswerden?


    Das Highlight war die Szene, in der die geflößten Stämme wieder an Land gehoben wurden. Ein so aufeinander eingespieltes Arbeitsteam habe ich noch nie gesehen - es war so perfekt, daß es wie ein Tanz aussah.


    Was müssen diese Menschen von Arbeit verstanden haben! Ansonsten wären sie nach kurzer Zeit invalid gewesen.


    Die Ardennerin

    Sind euch die Anspannungen aufgefallen?


    Traberanspannung und beim Sieger scheint es so, daß die Gabel einfach aufgelegen hat - kein Bauchgurt, die Stränge setzen offenbar mittig an den Gabelstangen an, kein Ortscheit.


    Wenn diese Anspannungen solche Leistungen erlaubt haben, frage ich mich, warum sie heute in Vergessenheit geraten sind.


    Die Ardennerin

    Und - solange wir alle unsere Arbeitskraft möglichst ausgiebig fremd verkaufen, haben wir keine Zeit, unsere Nahrung günstig, saisonal und regional zuzubereiten.


    Was machte man früher mit Teenagern?

    Die kriegten wahrscheinlich ein paar Kartoffeln im Norden bzw. einige Löffel Teigwaren im Süden mehr auf den Teller. Da war gesundheitlich kaum etwas einzuwenden - nur: die Zubereitung kostet halt Zeit. Und Kenntnisse.


    Unser durchgetaktetes Leben, die sich aus der Fläche zurückziehende Infrastruktur machen es auch nicht leichter, dem üblichen Konsum-Fertigfraß zu widerstehen. Klar, daß der billig sein muß - die Industrie will Gewinn.


    Die Ardennerin

    So sehr ich die Süddeutsche schätze, so fürchte ich, daß dieser Artikel leider nur einen kleinen Teil der Wahrheit enthält, Normalsterbliche nicht in die Lage versetzt, die Fakten kühl abzuwägen und so nur zur allgemeinen Aufregung, nicht aber zu einem besseren - im Sinne von ökologischerem - Verhalten beiträgt.


    Schade.


    Die Ardennerin