Posts by Shettyfreak

    Das gab es hier schon....

    Schau mal hier:

    Mitläufer

    LG


    PS: Ich sehe gerade dein Profilbild... du nimmst das Kalti doch nicht mit einem Shetty mit, oder?

    Ich meine immer, wenn man über sowas nachdenkt, sollte das Handpferd das "Schwächere" sein....

    Gar nicht bequem, aber ich fahre ein- bis zwei Mal pro Woche ca. 1,5 Stunden und meine Tochter auch. Das ist für alle auszuhalten und das Pony selbst läuft gut damit. Ich hatte bisher auch noch keine 180° Wendung.... Aber ich war zuvor total abgelenkt und überhaupt nicht bei der Sache. Ich hatte mich umgedreht zu meiner kleinen Tochter, die hinter mir her ritt. Sie hatte da grade eine Diskussion mit ihrem Pony, weil es nicht da her wollte, wo es sollte. Mein Zugtier bekam die Diskussion natürlich mit und das Damwild ließ die Situation dann eskalieren. Bis auf eine fiese Schürfwunde am Handballen und ein paar Kratzer an der Schulter war aber alles gut. Es war ein absoluter Fahrfehler.

    und wie ging es dann weiter ? nach dem Fall ......

    Vor uns war ein Stück Damwild auf den Weg gesprungen. Pony machte in Nullkommanix eine 180° Kehre. Ich bin nach rechts runter geplumst, neben den Wagen, ich hatte die Leinen zum Glück fest in der linken Hand behalten. Sogar die Pitsche noch in der Rechten. Scheint ein Fahrer- Syndrom zu sein: Niemals loslassen! Pony stand also. Ich habe mich mächtig gewundert, wie schnell das ging und dass ich unten lag, bevor ich etwas gemerkt hatte. Ich bin wieder aufgestiegen, habe in die ursprüngliche Richtung gewendet und bin weiter gefahren. Und habe ab da aufgepasst wie ein Schießhund. Pony blieb sehr "wachsam" und versuchte das unvorhergesehen und ohne Damwild eine Zeit später nochmal, aber als ich das dann verhindern konnte, war das Thema durch. Seitdem denke ich aber ernsthaft über die Sicherheit meiner Mini- Kutsche nach. Bzw. über die Kombi mit mir....Das Wägelchen selbst steht fest mit beiden Rädern auf dem Boden, aber meine zusammengefaltete Sitzposition gibt mir nur sehr wenig Sicherheit, weil ich mich "mit den Knien an den Ohren" verdammt schlecht irgendwie abstützen kann. Ich fahre jetzt oft wie im Sulky, mit den Füssen vorne oben auf der Bracke, links und rechts.

    Also, mein erster Gedanke ist auch: Wenn links "Gefahr", leichte Stellung nach rechts, linke Leine stehen lassen, (wie der äußere Zügel beim Reiten) und rechts energisch vorwärts treibende Peitschenhilfe. Beide Leinen müssen ran, eine einseitige Hilfe gibt dem Pferd immer die Möglichkeit sich zu entziehen.

    Bei meinem Fahrabzeichen habe ich gelernt: in Situationen wo das Pferd guckig wird, frühzeitig VORWÄRTS zu fahren. Also mit der oben genannten Technik im Trab dran vorbei. Bei mir funzt das bisher, sobald ich antrabe, wird mein Pony durchlässiger.

    Und AUFPASSEN! Ich bin neulich von der Kutsche gefallen, war nur ein Plums, aber das ging sowas von schnell, weil ich unaufmerksam war und Ponylein gescheut hat. Wir waren in der Dämmerung unterwegs und Pony war trotz ihres weisen Alters ziemlich "ON". Beim zweiten Mal habe ich es rechtzeitig bemerkt und aus der 180° Wendung, die mich zuvor vom Bock geschmissen hatte, wurde immerhin nur ein Seitwärts- Hopser.

    Sitzen die Leinengriffe bei dir, um möglichst schnell das Leinenmaß zu verkürzen? Sonst "Trockenübungen" machen!

    Über Einachser vs. Zweiachser und hohe oder tiefe Sitzposition wurde hier schon viel geschrieben. Ich bin auch überzeugte Einachser- Fahrerin, gerade weil ich viel alleine unterwegs bin (und ich sitze zudem gerne tief).

    Du schreibst 780kg- Kaliber....

    Das alles was jetzt kommt ist nur ein Gedanke, ich kann völlig daneben liegen... Also:

    Ich als Frau wollte sowas nicht fahren... Ich kann dein Geschlecht anhand deines Profils nicht herausfinden. Also, mal ganz ohne Vorurteile, es gibt auch Frauen mit Händen wie Kohlenschaufeln und der Masse und Kraft eines Stiers, aber kannst du dieses Pferd denn verarbeiten? Ich bin nicht für Reiten und Fahren mit Kraft, aber wenn der Bursche auch beim Reiten so ist und Du und die Bereiterin chancenlos sind, drängt sich mir die Frage auf, ob er nicht im Grunde seines Herzens gerne mal auf diese starke körperliche Überlegenheit setzt und dann einfach auf stur schaltet. Ggf. sollte er dann mal von einem guten aber kräftigen Fahrer in die Spur gestellt werden. Oder eben, der Vorschlag kam hier schon, mit entsprechendem Gebiss, was aber vorsichtig begonnen werden sollte, damit das Pferd begreift, dass es nun mit stärkerer Einwirkung zu rechnen hat, wenn es verweigert.

    Ist Pony denn nur bummelig im Schritt oder will es gar nicht? Bleibt es an Steigungen stehen und versucht sich wirklich "zu drücken" oder wird es nur langsamer? Meine Stuten sind beide im Schritt sehr bummelig unterwegs, vernünftiger Schritt ist bei uns auch nur auf dem Heimweg möglich. Ich habe aber z.B. nie das Problem, dass sich Pony nicht antraben lässt und auch Galöppchen machen die immer gerne! Am Berg arbeiten die ruhig weiter, bleiben nie stehen. Bloß das Grundtempo könnte auch hier echt besser sein. Wie ist das denn bei euch? Vielleicht hast du ja auch einen schrittschwachen Kandidaten?! Ich versuche von Zuhause weg viel zu traben, also nicht Dauerlauf, sondern immer mal wieder, auch mal Galopp, wenn Ponylein warm ist. Und nach Hause rollt es dann von ganz alleine, auch im Schritt.

    Noch eine andere Sache, die etwas schräg klingen mag und vielleicht schlagen ganz Viele hier auch jetzt die Hände überm Kopf zusammen: Ich gebe meinen Faultieren auch gerne Hafer. Nicht viel, vielleicht 200ml am Tag. Und auch nur, zur Heufütterung, nicht bei Weidegang und wenn die wirklich in Arbeit stehen. Die Motivation steigt dann enorm. Das ist wie Doping, muss man aber auch abbauen. Da Hafer auch viel Energie liefert, hatte ich überlegt, es vielleicht auch mal mit Soja oder Luzerne zu versuchen ich kann dazu aber noch keine Erfahrungswerte berichten. Ich denke, gerade die Kleinen sind durch das karge Futter, was die meistens bekommen (überständige Weide + extra spät geschnittenes Heu) u. U. Eiweiß- mäßig unterversorgt, Energie- mäßig aber leider immer noch überversorgt. Meine Ponys sind leider wie sehr viele von den Zwergen immer mehr oder weniger dick bis fett. Vor allem auch jetzt wieder, nach Hitzeperiode/Heuernte und dadurch Wärme- und Zeit- bedingt kaum Abreit. Aber dick heißt nicht, dass die Kraft haben. Mit jedem Kilo zu viel werden die fauler. Die besten Konditionsbedingungen habe ich, wenn die halbwegs schlank sind, ohne Pelz und mit Hafer. Meine schieben auch jetzt schon wieder Winterfell und das merke ich auch sofort an der Motivation.

    Aus insgesamt drei Reheerfahrungen kann ich Unterschiedliches berichten.

    Ein Fall von Belastungsrehe bei einer Warmblutstute.

    Ein Shetty mit chronischer Rehe, das hatte ich gerettet und nach 1,5 Jahren dann doch über die Regenbogenbrücke geschickt.

    Ein Shetty, mit Fütterungs- Unfall- Rehe, das ist "geheilt". Ich setze das bewusst in Anführungszeichen, denn so ganz bin ich davon nicht überzeugt und bin immer auf der Hut.

    Fütterungs- Rehe kommt nicht von heute auf morgen! Auch wenn es oft so aussieht, gibt es eine Vorgeschichte! Und die Vorgeschichte heißt: jahrelange Überernährung. Bewegungsmangel ist immer ganz schlecht, aber: Ganz egal, ob mit oder ohne Bewegung, wichtig ist auch bei Tieren: "Esse ich mehr als ich verbrauche, nehme ich zu!" Langsam und schleichend werden die Ponys immer dicker, bis sie dann verfetten und dann reicht ein kleiner Auslöser, der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt und die Rehe ist da! Bei manchen Ponys/Pferden baut sich der Körper bei fortwährender Verfettung irgendwann um, in diese metabolische Figur (starke Fettpolster an bestimmten Stellen, Muskelabbau an Anderen...). Ist es einmal so weit gekommen, gibt es kein Zurück! Auch bei regelmäßiger Bewegung und angepasster Fütterung wird jede überzählige Kalorie wieder in diesen Polstern eingelagert. Diese fiesen Fettzellen warten nur auf den minimalsten Kalorienüberschuss! Schwupp! Hat man wieder einen "Hengsttyp", aber nicht unbedingt gleich einen Reheschub.

    Ganz ehrlich: Die chronischen Rehefälle kenne ich eigentlich so: Pony hat den Schub überstanden, und dann: Ebenso schleichend wie das Grundproblem begonnen hat, verfällt der Besitzer wieder in die alten Gewohnheiten: Etwas zu wenig Zeit zum Pony bewegen, etwas zu viel Futter (Input vs. Output) doch mal auf die Wiese, hat doch früher auch gut gegangen etc.! Und dann geht das Ganze wieder von vorne los. Und jedes weitere Mal entsteht der neuerliche Schub schneller. Irgendwann ist es dann so weit und die Entzündung hat sich derart manifestiert, dass ein Pony absolut abgemagert aussehen kann und trotzdem noch einen Reheschub erleidet in dem Moment, wenn man vielleicht ein wenig dran füttern möchte. Die Energie wird einfach nicht mehr zum Körperaufbau verwendet, sondern nur noch für die Entzündungsprozesse. Auch ohne Cushing! Der Organismus ist schlichtweg völlig aus der Bahn geraten.

    Eine Paddocktrail- oder auch eine gängige Offenstallhaltung bedeutet für Pferde in Pensionsställen mit der entsprechenden Fluktuation, oftmals super- viel Stress.

    Ich finde diese Art der Haltung eigentlich nur für private, kleine Haltergemeinschaften und Kleingruppen von Pferden (4-6) ideal. Für normale Pensionsställe halte ich eine Box für jedes Pferd für die Winternächte, eine große Matschwiese oder genügend große Ausläufe mit Rauhfutterangebot für die Wintertage (ebenfalls in Kleingruppen!) für wesentlich besser. "So viel wie möglich draußen" sollte dabei die Devise sein, also die hellen Tagesstunden. Im Frühling, Sommer, Herbst 24/7 "Freigang", auf großen, interessanten Weiden mit Schatten spendenden Bäumen und mit der Möglichkeit, die Pferde bei großer Hitze oder bei Insektenplage auch mal tagsüber stundenweise aufzustallen. Auf solchen Weiden kann man dann bei Bedarf auch zufüttern.

    Dem ganzen Paddocktrail- Gedöns stehe ich skeptisch gegenüber. Wie gesagt: Für gängige Pensionsställe! Und in jedem Fall ist es besser als 24h Einzelhaft in der dunklen Tiefbox!!! Dennoch: Es mag funktionieren, aber wenn man schon die Pferde mit Hufschutz ausstatten muss, weil sie sich auf den stark abrasiven Pfaden die Hufe völlig platt laufen, komme ich ins Grübeln. Dabei sehe ich nicht das Maß an Bewegung als kritisch an, sondern die suboptimalen Böden, sowie das Maß an Stress, weil die Pferde doch in irgendeiner Weise räumlich stark eingegrenzt und unnatürlich dicht gedrängt werden oder ständig durch Engpässe müssen.

    Wir basteln hier auch seit Jahren an unserem Offenstall und es ist wirklich nicht einfach, allen Pferden gerecht zu werden und dabei noch die Bedürfnisse der Menschen mit zu berücksichtigen. Und sobald man nur eine kleine Sache verändert, kann sich das ganze System komplett umstrukturieren und man steht plötzlich vor Problemen, mit denen man zuvor niemals gerechnet hätte.

    Ich kann dich gut verstehen, Kibu .

    Als Einsteller hat man halt nicht alle Möglichkeiten dieser Welt.

    Noch einmal zum Thema Strahlfäule: Zweiter Hochrisikofaktor: Falsche Hufbearbeitung oder falscher Beschlag (Zwanghufe).

    -Off Topic-

    Strahlfäule kommt ursächlich nicht von nasser Einstreu. Diese kann das natürlich ungünstig beeinflussen, aber die Ursachen liegen woanders. Ganz oben auf der Liste dieser Ursachen steht da der Bewegungsmangel.

    Ich musste auch direkt daran denken was Ardennerin schreibt, die Chefs haben auch oft mächtig viel Stress. Das sollte man niemals unterschätzen!

    Interessant an dem Cavallo Artikel fand ich den Punkt "Bewegungsmangel". (Ganz allgemein, nicht speziell in diesem Fall) Da wäre ich nicht drauf gekommen.

    Aber wenn sich bei @Kibus Pferd in den letzten Monaten nichts verändert hat außer der Fütterung, dann wird es wohl die Fütterung sein.

    Stallwechsel wie Kasparow es vorschlägt, habe ich auch schon gedacht. Schwieriges Thema...

    Kasparow : Sie legt ihm nur eine Handvoll Stroh vor, weil sie es empfohlen bekommen hat gegen das Kotwasser, sonst steht der auf Pellets und bekommt kein Stroh. Und da ist leider wohl derzeit kein anderes als Weizen vorhanden.

    Ich habe übrigens auch so einen Pritscheler, der nimmt den Kopf am Ende des Saufens hoch, quetscht die Zunge durch die leicht geöffneten Zähne und macht dann ein vernehmliches Saug- Schlürf- Geräusch. Ich könnte mich jedes Mal wegschmeißen vor Lachen, wenn ich das mitbekomme. Er neigt tatsächlich minimal zu Kotwasser.

    Du kannst das also scheinbar wirklich ausschließlich aufs Futter zurückführen.

    Weizenstroh wird nicht so gern gefressen. Von daher wird er sich daran wahrscheinlich nicht überfressen, selbst wenn Du mehr anbietest.

    Hm, ist blöd, aber vielleicht kannst du ja den Bauern bitten, es so zu machen, dass er dieses Heu in Zukunft für dich "reserviert". Falls die anderen Einsteller damit keine Probleme haben und der Bauer das mitmacht. Wenn es wirklich am Grundfutter liegt, wirst du dir da irgendwas einfallen lassen müssen. Denn wenn er das nicht verträgt, dann ist alles Andere nur Symptom- Bekämpfung, du solltest aber versuchen die Ursache abzustellen.

    Ich kenne mich mit der Fütterung von älteren Pferden nicht aus.

    Meine eigenen Erfahrungen mit Kotwasser sind:

    Kotwasser bei zu "fettem" Futter, sehr frisches, grünes Gras mit wenig Struktur und vor allem auch bei Stress.

    Sei mit dem Stroh bitte vorsichtig. Weizenstroh ist oft stark gespritzt und wenn nicht, ist gerne Mehltau dran. Außerdem hat Stroh einen sehr hohen Anteil von unverdaulichem Lignin, was im extremen Falle zu Verstopfungskoliken führen kann. Also bitte nur einwandfreies Stroh und mit kleinen Portionen anfangen. Babys gibt man gerne Karottensaft, wenn die mal einen Flotten haben. Den gibt es bezahlbar im Discounter. Vielleicht kannst du den übers Kraftfutter geben, ich finde das schmeckt grässlich, aber Pferde sehen das vielleicht anders. Ich denke, alles was gegen Durchfall als Hausmittel für Babys eingesetzt wird, darfst du ruhig auch bei einem Pferd ausprobieren, ist alles bloß eine Frage der Menge. Ich würde zudem auf eine gute Mineralstoffversorgung achten, um den Elektolytverlust auszugleichen. Ein Salzkristall zum Lutschen in der Box finde ich empfehlenswert. Zudem habe ich sehr gute Erfahrungen mit Marstall Force gemacht. Bekommen meine immer über den Winter.

    Und es gibt noch einen Tipp aus dem Buch "Was der Stallmeister noch wusste": Das habe ich selbst aber nie ausprobiert, also hier ohne Erfahrungswerte nur der Text:

    "Leicht angefeuchtete Weizenkleie hilft gegen leichte Durchfälle, weil sie stopft. sehr nasse Weizenkleie führt ab. Nie ganz trocken verfüttern, Gefahr von Schlundverstopfung!" Dann noch eine Warnung: "Weizenkleie pferdesicher aufbewahren! Sie ist stark phosphorhaltig und führt in zu großen Mengen zu Darmentzündung, Selbstvergiftung des Körpers, Durchfällen und Tod."

    Wie immer: Die Menge macht das Gift!

    Zur Menge, die ein Pferd bei Durchfällen bekommen soll, steht leider nichts im Buch, dass müsstest du dann noch einmal recherchieren, wenn du es ausprobieren möchtest.

    Alles Gute!

    Ich wäre auch vorsichtig mit Marathonkumt, da gibt man nur viel Geld aus und am Ende passt das auch nicht besser. Ein Sieltec- BB passt sich sehr gut den schwierigen Konturen an und ist bezahlbar, gibt es auch gebraucht und wenn es dann doch nicht das Richtige ist, wird man das auch wieder los. Ich bin mit meiner Shette vor Jahren eine schöne Meier- Gig mit schickem Ledergeschirr gefahren. Da hätte hier jeder gesagt, dass das alles gut passt und gut aussieht. Nun fahre ich Cavalettie mit einzügigem Sietec und mein Pony läuft zufriedener als jemals zuvor. Ich habe bei einer Größe von 1,75m verdammt mit dieser Karre zu kämpfen, mein Pony aber ist glücklich.

    Kannst du ihm ggf. etwas Haferstroh geben? Das wirkt auch stopfend. Kann er das noch fressen, oder gibt es bereits Zahnprobleme? Das "schöne grüne" Heu....ist das erster Schnitt oder zweiter Schnitt? Wenn es zweiter Schnitt ist, ist es "fetter", das wird schon mal schlechter vertragen. Es kann ja nicht daran liegen, dass er eine bessere Qualität nicht verkraftet, sondern ihm fehlt es dann womöglich an der nötigen Struktur und an den schwerer verdaulichen Anteilen. Wie reagiert er denn auf Weidegang z. B. in saftigen grünen Wiesen, hat er da auch Kotwasser? Oder stellt ihr nur in überständige Wiesen?

    Sorry, ich habe das falsch verstanden. Aber jetzt hat es "Klick" gemacht, klar: Der Sitz wird so waagerechter.

    Ich hatte auch mal überlegt, an meinem alten Fohlenwagen Bremsen nachzurüsten, aber mir wurde dringend abgeraten. Einen Wagen der bauartbedingt keine Bremse vorsieht, solle man nicht nachrüsten, damit könnte ich die Stabilität des ganzen Wagens gefährden. Das war zudem ein Holzaufbau und der hatte keine durchgehende Achse, sondern jedes Rad war einzeln aufgehängt. Ich würde das an deiner Stelle auch nicht machen, sondern der Dame unbedingt ein HG verpassen.

    Ich gebe dir recht, Seilzug über Rollen ist komplizierter als Ortscheit, aber die Seilzug-Variante mit den zwei Ringen war wirklich noch einfacher.

    Ja die Traber, die muss man nicht motivieren, die laufen von selbst! Träbchen findet sie sicher toll!

    Was hast du denn gegen das Wickelgeschirr? Ist das denn wirklich unbequem für das Pferd? Ich bin meinen Fohlenwagen damals mit Brustblattgeschirr gefahren. Das fand ich nicht so prickelnd. Ich lebe im Mittelgebirge. Grundsätzlich nervt mich tierisch das ständige Leinenlängen- Anpassen bei unserem ewigen bergauf und bergab. Das hat man hier natürlich bei jeder Kutsche, aber wenn man schon Sulky oder Fohlenwagen fährt, was spricht dann gegen die Anspannung in der vorgesehenen Weise?

    Ich frage aus eigenem Interesse nach deiner Erfahrung, denn ich möchte bald auch wieder Fohlenwagen fahren, mit meinem Endmaßpony. Ich finde die Fahreigenschaften einfach unübertroffen, wenn man gern etwas flotter und tendenziell eher allein unterwegs ist. Und zwar möchte ich fahren mit Wickelgeschirr, Traberbrustblatt und Hintergeschirr. Das HG ist natürlich nicht für den Trabfahrsport vorgesehen, aber ich möchte nicht, dass mein Pony bei bergab- Strecken alles nur über das Selett und damit letztendlich mit der Schweifrübe bremsen muss.

    Den Gedanken von Kibu hatte ich auch sofort, aber das Brustblatt wirkt vielleicht auch durch das Polster so kurz, es steht ja seitlich etwas vom Pony ab. Das Bild ist daher nicht aussagefähig, finde ich.

    Was die Länge der Anzen betrifft, kann ich nichts dazu sagen, ich kann das nicht richtig erkennen. Oft braucht man da weniger Platz, als man so denkt bei den Zwergen.

    Wie groß ist denn dein Pony, Loki ?

    Auf dem Foto, das du neu eingestellt hast, sieht es wirklich so aus als wäre da absolut kein Platz für ein Brustblatt. Willkommen meine Leidensgenossin! Die Lage ist immer ein Kompromiss, nie optimal.

    Bei den Ponys kann ich aber nur sagen: Optimal findet sich nicht leicht, aber das sollte einen nicht entmutigen! Ein guter Kompromiss ist besser, als wenn die nur herum stehen!

    Ich fahre mit Sieltec, einzügig. Das wurde schon als "etwas zu minimalistisch" verschrien, aber das Pony läuft seit Wochen gut und hochzufrieden.

    Hallo! Die Lage des Brustblatts kann ich durch das Polster nur schlecht beurteilen. Dein Pony scheint wenig Platz zu haben für ein Brustblatt. Ich habe ein ganz ähnlich gebautes Pony, optimale Lage gibt es da leider nicht. Das Hintergeschirr ist aber m.E. zu tief eingestellt. Bei dieser Gig sind die Befestigungen für das HG nicht optimal positioniert, weiter vorne wäre "nice to have", kenne ich auch! Kommst du denn so klar mit der Bremswirkung? Was ist das für ein Selett? Ich sehe da keinen kleinen Bauchgurt. Ist der Tragriemen beweglich?

    Wie ist es denn mit der Winkelung des Sitzes, wenn Du die Anzen derart veränderst? Sieht so schon grenzwertig aus, noch mehr ist u.U. zu viel.

    Fohlenwagen umbauen lohnt sich meiner Meinung nach immer, weil die so klasse sind. Mich beschleicht bloß das Gefühl, du hast vielleicht wirklich eine Variante, die für kleinere Pferde gedacht ist. Vielleicht bis Stckm. 1,60m.

    Du kannst anstatt Ortscheit auch ein Seilzugsystem anbringen. Ich habe schon mal eine sehr einfache Lösung gesehen, über zwei in den Ecken der Gabel angebrachte Ringe im Winkel von 45°. Aber bei "Papa=Bauschlosser", ist das alles kein Problem. Oder einfach mit Wickelgeschirr fahren. Wie bremst du? Du schreibst "Weinberge", irgendeiner muss also bremsen, du oder das Pferd?