Posts by Shettyfreak

    Genau wie lungomare schere ich meine Shetty- Stute auch. Wenn es dir um Haarlinge etc. geht, sind vor allem die Stellen wichtig, an denen das Fell sozusagen "doppelt" vorhanden ist. Also unter der Mähne, (wobei ein Esel ja nicht so eine dichte und lange Mähne hat, denke ich), an den Übergängen der Beine zum Körper etc.. Es geht dabei vor allem darum, dass dort ohne die Schur ein Dauer- Feuchtgebiet entsteht und die Haut an diesen Stellen regelrecht aufweicht durch das ständige Schwitzen. Man sollte unbedingt dafür sorgen, dass dort Luft dran kann. Wenn du Sorge hast, dass es deinem Esel doch zu kalt wird, kannst du auch nur diese Bereiche scheren und mit wärmer werdendem Wetter mal nachscheren und die "Decke" immer weiter reduzieren. Empfehlenswert ist es auch, direkt bei den ersten Wachstumsschüben des Winterfells schon mal anzufangen, diese Stellen auszudünnen. So hast du nicht das Problem, dass dort so eine immense Wolle entsteht, dass du im weiteren Verlauf kaum noch durch kommst.

    Hallo Ihr Lieben,

    sind Keimlinge des Bergahorn im Heu für Pferde (und Rinder) gefährlich?

    Meines Wissens nach nicht, aber mein Nachbar warnt mich eindringlich.

    Wir haben eine Mähwiese hinzubekommen, auf der sich Ahorn aussäht. Die Wiese wird seit Jahren immer gemäht, die Keimlinge sind nur wenige Zentimeter groß und werden mit jeder Mahd (2x im Jahr) abgemäht. Nun meinte mein Nachbar, dass auch diese Keimlinge im Heu hochgradig gefährlich für Pferde seien. Ich habe dazu aber nur gelesen, dass diese These inzwischen verworfen wurde. Könnt Ihr mir da weiter helfen?

    Danke!

    Mein Entschluss für Sieltec ist bei mir bisher ausschließlich wegen praktischer Gründe gefallen. Es sieht nicht nur minimalistisch aus, es IST minimalistisch. Und wenn es sich im Dauertest bewährt, finde ich es klasse. Optik ist mir persönlich egal. Ich habe für meinen Mérens ein 2- seiliges Sieltec (auch noch nicht im Dauereinsatz gehabt, wegen Fehlkauf Kutsche). Das Brustblatt braucht schon verdammt viel Platz finde ich, das wäre bei meinem Shetty schon ganz schön knapp. Allerdings ist da auch ein Abstand zwischen den Seilen, das ist glaube ich bei der Kleinpony- Version dann nicht der Fall. Bei dem "Großen" sitzt das Sieltec super, es legt sich wunderbar an und formt sich im Zug wie ein anatomisches Brustblatt. Auch der Große hat einen Riesen- Halsansatz und damit nicht so ganz viel Platz für das Brustblatt. Da er aber mehr Aufrichtung hat, fällt das bei ihm nicht ganz so ins Gewicht. Faszinieren tut mich der "Selbstreinigungseffekt". Ich hänge es feucht und voller Ponyhaare auf und beim nächsten Mal schüttel' ich es ein wenig und alles fällt runter. Aber noch kam Stuti auch nicht so richtig ins Schwitzen. Ich bin sehr gespannt, wie es damit weiter geht.

    Das Foto ist auch wirklich blöd und das Pony wirkt da gerade etwas bemitleidenswert. - Ich kann dich aber beruhigen kaidan und dazu nur sagen, dass ich das Einseilige in diesem speziellen Fall eher als Vorteil empfinde. Zudem ist Pony eher der fleischige Typ. Wenn ich mir die Classics meines Nachbarn so ansehe, gebaut wie kleine Araber, dann käme ich auch ins Grübeln, aber da hätte ich aufgrund von fehlender Speckschicht auch Platz für 2 Stränge. Dieses Pony ist eher das Model "Seerobbe". Ich weiß bei ihrem Gebäude mit tiefem, großen Halsansatz, sowieso das Brustblatt kaum zu positionieren. Die Cavaletti wiegt außerdem nichts, die zieht sich, wie eine Schubkarre und ich bin auch kein Schwergewicht. Ich hatte zunächst eher Bedenken wegen des Seletts und Eichachser und wechselnder Druck auf diesem schmalen "Bändchen". Aber nach Testläufen kann ich bisher nur sagen: TOP!!! Ich mache die Anzen in den Tragösen relativ fest, das kann man bei Sieltec ja machen, der Durchmesser der Tragösen ist stufenlos verstellbar und den Bauchgurt mache ich auch etwas fester, als ich das gelernt habe. Alles in allem macht das Ganze zunächst einen guten Eindruck. Langzeiterfahrungen habe ich noch keine. Das Einzige was mich halt noch beschäftigt ist der Druck auf den Halsriemen, da muss ich noch etwas herum- experimentieren. Ich bin gespannt, wie das alles aussieht, wenn ich die Falbstute so anspanne. Die hat ein ganz anderes Gebäude bei gleicher Größe.

    Nochmal Bennyblue : Ob ich die Tragaugenhöhe noch runtersetzen kann, ist bei meinem Mini- Kaltblut leider die Frage, die ist gebaut wie ein Kasten, wird massiv breiter. Ich konnte den Wagen aber für mein Gewicht gut ausbalancieren und muss nicht tiefer. Halsriemen werde ich in der Lage verändern, Halskoppel dazu kaufen und dann mache ich schöne neue Fotos! Danke!

    jeverson : Das Foto ist zugegebenermaßen so grässlich, dass man sich nicht vorstellen kann, dass es funktioniert.

    Die Gig ist jetzt austariert und liegt waagerecht!!! Die war zum Zeitpunkt des Fotos eingestellt für Minishetty, 90cm. Ich habe die so gekauft und musste mir erstmal ein Bild machen, was und in welchem Rahmen ich alles verändern muss. Auch das Sieltec musste zurechtgefummelt werden. Das Wägelchen liegt jetzt schön waagerecht, man sitzt so gut, wie man auf dem Teil nur sitzen kann, ich hab zwar die Knie gefühlt an den Ohren, aber für Pony ist es wirklich angenehm, geradezu perfekt. Ist super ausbalanciert. Die Größe meines Ponys passt noch dafür, Stuti ist bloß verdammt breit für die Gig....Anzen sind sehr eng, aber das ist nicht veränderbar, nehme ich in Kauf, muss ich größere Kurven fahren.

    FritzS : Diesen Thread von dir hatte ich gelesen, war ja kürzlich auch wieder das Thema. Ich hatte mich bloß gefragt, ob es auch anders geht.

    Bennyblue : Ich hatte eine Helferin, die ungefähr mein Gewicht hat. Ich hab immer getestet am Pony, bergauf, bergab und geschaut, überall die Hand drunter geschoben und gefühlt. Alles super in Balance! Ich habe es zugegebenermaßen noch nie geprüft, mit dem Druck auf den Halsriemen, ich weiß also nicht, wie viel Druck das Pony bei meiner Maier- Gig auf dem Halsriemen hatte. Es hat mich sehr erstaunt, wie viel da ankommt. Danke für den Tipp mit den Anzenvorderteilen, werde ich so machen, ich finde die sowieso recht knapp, würde dann die etwas Längeren bestellen!!

    Spricht eigentlich etwas dagegen, das Hintergeschirr an den Tragösen des Seletts zu befestigen?

    Zu meinem Sonderfall:

    Ich habe mich nun entschieden, mit meiner Shette doch wieder mit Einachser unterwegs zu sein.

    Shetty ist 1,10m groß, Einachser ist das "Sulky Cavalettie" von Sulkys EU.

    Geschirr ist Sieltec.

    Nun ist bei dieser Gig die Aufnahme für das Hintergeschirr verdammt weit hinten angebracht. Das Thema hatten wir hier schon, da kamen dann immer die Vorschläge, weiter vorne eine neue Befestigung für das HG anzubringen. Nun hatte ich aber die Idee, das Hintergeschirr direkt an den Tragösen einzuhaken und frage mich, warum das nie gemacht wird. Vom Verlauf des Hintergeschirrs fände ich das geradezu ideal. Was sagt ihr dazu, kann man das machen?

    Dann habe ich noch eine Frage zum Brustblatt. Das Foto, was ich anhängen werde ist gruselig und vom ersten Mal vor dem Anpassen, ich bin so nicht gefahren! Ich habe alles eingestellt (Zugstränge gekürzt, Gig von der Winkelung her eingestellt) und es sieht jetzt manierlich aus, ich habe davon bloß leider kein Foto gemacht. Was ich nicht verändert habe, ist das Brustblatt. Sollte es höher eingestellt werden? Wäre ein Halskoppelriemen ratsam und sollte ich den Halsriemen noch von der Lage her verändern? Im Zug entsteht Druck auf den Halsriemen, inwieweit ist das normal? (Die Zuglinie ist nachdem ich den Winkel der Gig verändert habe, nun etwas schräger als auf diesem Foto). Mir ist das mit dem Druck ehrlich gesagt noch nie aufgefallen, liegt das möglicherweise am Sieltec? Danke für Eure Hilfe!:-]

    Ich kann mir durchaus vorstellen, dass die Gig ohne Beifahrer sozusagen "untergewichtig" ist und daher stark schwingt. Dann würde ich aber nicht nur das Antinicksystem "verdächtigen". Es wäre ja auch möglich, dass die Federung (also die unter der Sitzbank) für dein alleiniges Gewicht zu straff ist und der Wagen somit dazu neigt, sich etwas aufzuschaukeln. Ggf. kannst du diese auch weicher einstellen....?

    Bei einer Gig hat man halt grundsätzlich das Problem, dass alles ein Zusammenspiel ist, angefangen mit der Größe und dem Gebäude des Pferdes bis hin zur Größe und Gebäude des Fahrers. Veränderst du irgendwo eine Kleinigkeit, wirkt sich das sofort aus und das Fahrzeug verhält sich anders.

    Ich hatte auch mal das Problem mit einer Delvos. Ich alleine war viel zu mickrig für diesen Wagen in Kombi mit meinem Pony. Die Delvos schaukelte sich nicht auf, die war dafür viel zu schwer, aber sie gab bei jeder Gelegenheit starken Druck aufs Selett und war für mein Pony und mich einfach nicht einstellbar. Das glaube ich aber bei deiner SAWA nicht, das ist ja wirklich kein Trümmer! Nimm doch mal einen Beifahrer mit und schau mal, ob sie dann schon ruhiger liegt.

    Mein Merens eiert immer, wenn er pinkeln muss oder wenn er keinen Bock hat. Da dein Pony sicher nicht immer von zuhause weg Wasser lassen muss, ist es vielleicht der Null Bock-Effekt. Ich kenne das Geeier auch nur auf dem Weg von Zuhause fort, nach Hause zurück wird immer wacker marschiert! Langeweile schleicht sich ja leider sehr schnell ein, man nutzt immer die gleichen Wege, geht immer die gleichen Runden, es ist beim Fahren oft noch schwieriger, sich andere Wege zu erschließen, als beim Reiten. Ich lasse ihn dann möglichst bald ein höheres Tempo gehen, damit er sich einläuft und wach wird. (Oder ich gehe mit ihm in den Wald, dort kann er strullern. :tongue:)

    Die Sieltecs sind beide nicht neu. Ist mir neu ehrlich gesagt zu unverschämt, vom Preis her. Habe zwei gute Gebrauchte, aber eben älter, Standard- Ausführung. Keine Polster um die Halsriemen! Merenspony habe ich mit dem Sieltec bereits gefahren, da dieser Wagen aber ein sehr hoch angebrachtes Ortscheit hatte (Delvos- Gig), war der Druck von oben auf den Halsriemen kein Thema. Shettystute habe ich noch nicht mit Sieltec eingespannt. Das Geschirr ist aber ohne Halskoppelriemen und ohne kleinen Bauchgurt, beides wollte ich nachrüsten. Wie versetze ich denn den Halsriemen beim Sieltec nach vorne? Und was hat es damit auf sich? Unterbrechung der Zuglinie und damit entstehender Druck? Muss gleich mal raus gehen und gucken und fuckeln. Ich hoffe, dass es bei der Anspannung der Shette vor dem Sulky nicht zum Problem wird, mit Druck von oben. Ich werde mir das Ganze mal ansehen.

    dorina : Erwischt! - Ich habe keins...schäm... Wir machen sowas normalerweise nicht, war eine spontane Idee. Ich hatte das nur einmal mit dem großen Schwarzen ausprobiert, vor Jahren, so aus Jux, da hat er richtig Spaß und Talent. Er kann einen Schritt machen, dann wieder stehen und brav warten. Wie geschaffen, für solche Arbeiten. Ich denke, das könnte man ausbauen und nutzen. Er kennt es bloß nicht ohne Blendklappen, da hat er anfangs jeweils einen Hopser gemacht, blieb aber kontrollierbar und beruhigte sich ganz schnell. Nach 100m Zug schnaubte er ab. Es sind ja eigentlich Kutschponys, keine Rückepferde. Und ich bin Fahrerin und kein Holzrücker. Wie ihr seht, führe ich die Beiden jeweils und fahre nicht vom Boden. Das Gelände ist dort sehr schwierig, es ist extrem steil und man läuft auf einer Art Serpentine. Ich hätte nicht wirklich gewusst, wo ich hätte vernünftig laufen können, wenn ich Leinen gehabt hätte. Die Kleine musste nur einmal die Stickel schleppen, so ca. 500m, der Große 2x 250m, mehr nicht. Trotzdem: Ich gelobe Besserung! Wir haben eine neue Wiese hinzu bekommen und da steht jetzt eine Menge Arbeit an, bevor ich sowas nochmal mache, wird es in jedem Falle ein Ortscheit geben, versprochen! Das waren alte Stickel die entfernt werden mussten und auch nicht mehr so schwer. Genug der Verteitigung...:wacko:

    Was auch neu war: Ich habe jetzt für beide ein Sieltec, das sitzt bei dem Großen echt gut und ich war auch zufrieden, wie es im Zug aussah, aber bei der Kleinen... Es zog sich enorm nach unten, so dass sie viel Druck auf dem Halsriemen hatte. Mich hat das total gewundert, denn die Shette ist ja schon "so nah am Boden" und damit die Zuglinie theoretisch doch besser, als bei dem Großen. Bei dem Großen lief das aber ganz gut. Ich bin eigentlich froh, darauf angesprochen zu werden, denn hieraus sind mir zwei Fragen in den Sinn gekommen:

    1. Zum Ortscheit: Verdreht sich das nicht bei der Arbeit, oder werden die Zugstränge so lang gewählt, dass das Ortscheit auf dem Boden liegt?

    2.: Arbeitet man üblicherweise mit Schlagriemen, damit die Pferde sich nicht auf die Stränge treten? Ggf. mit Selett und/oder Schweifriemen, damit das Brustblatt da bleibt, wo es hin gehört?Die Shette hat einen sehr tiefen und großen Halsansatz. Zudem trägt sie Kopf/Hals sehr tief, somit rutscht das Brustblatt immer nach vorne und legt sich erst im Zug wieder an, dann ist es aber womöglich verrutscht und der Halsriemen liegt irgendwo mitten auf dem Mähnenkamm. Am Selett könnte ich es etwas fixieren.

    Für weitere Tipps, auch andere Dinge, die mir jetzt nicht aufgefallen sind, bin ich offen!

    Die Gabelbäume sind so wie ich das sehe vorne auch noch an den Zugösen der Kummtbügel befestigt so das dort doch noch mal eine gewisse Begrenzung gegen das nach hinten kippen erfolgen dürfte, genauso denke ich auch das dann durch das Kummt gebremst wird wie früher teilweise bei Landwirtschaftlichen Anspannungen üblich.

    :thumbsup: Man erkennt immer mehr interessante Details.

    Auch sehr "interessant"! Die Tragösen scheinen Steigbügelriemen zu sein. Und ich sehe auch keine Begrenzung dagegen, das der Wagen nach oben weg kippen kann. Und die Anzen sind so lang, dass sie dem Eselchen seitlich an den Kopf stoßen. Das halte ich für äußerst gefährlich, weil sich darin dann auch die Leinen verfangen können. Ja, wie schon gesagt: Schlimmer geht's immer!

    Leider hat Kibu recht, da wird total wenig Wert drauf gelegt. Gerade Einspänner und Einachser sind da ziemlich außen vor. Aber andererseits ist das auch irgendwie normal. Wenn man Reiten lernt wird auch nicht erklärt, welche grundlegenden Unterschiede verschiedene Sättel haben, außer, dass man mit einem Dressursattel halt tendenziell Dressur reitet und mit dem Springsattel eher springt.... Die Feinheiten, die aber auch wichtig wären, lernt man nicht! Schon gar nicht erfährt man, wie man herausfindet, ob ein Sattel denn passt! Und die Pferde müssen mit diesem geballten Unwissen dann leben.

    Bennyblue : Ich würde auf den ersten Blick sagen, das Pony ist etwas zu groß für diesen Wagen. Ich glaube, bei dieser Bauart müsste die Gabel etwas waagerechter verlaufen. Sieht ziemlich unbequem aus, für die Fahrerin.

    Ah, vielen Dank! Ich hatte mir sowas schon gedacht! Wenn man das googelt bekommt man eine Übersetzung aus dem Englischen: "Bräutigam"! und dann Stallknecht etc. pp. Interessante Doppelbedeutung!:huh:

    Ja....interessant! Nur das mit dem Koffer- Tragen wäre nicht mein Ding...:D