Posts by Shettyfreak

    Ich kenne mich mit der Fütterung von älteren Pferden nicht aus.

    Meine eigenen Erfahrungen mit Kotwasser sind:

    Kotwasser bei zu "fettem" Futter, sehr frisches, grünes Gras mit wenig Struktur und vor allem auch bei Stress.

    Sei mit dem Stroh bitte vorsichtig. Weizenstroh ist oft stark gespritzt und wenn nicht, ist gerne Mehltau dran. Außerdem hat Stroh einen sehr hohen Anteil von unverdaulichem Lignin, was im extremen Falle zu Verstopfungskoliken führen kann. Also bitte nur einwandfreies Stroh und mit kleinen Portionen anfangen. Babys gibt man gerne Karottensaft, wenn die mal einen Flotten haben. Den gibt es bezahlbar im Discounter. Vielleicht kannst du den übers Kraftfutter geben, ich finde das schmeckt grässlich, aber Pferde sehen das vielleicht anders. Ich denke, alles was gegen Durchfall als Hausmittel für Babys eingesetzt wird, darfst du ruhig auch bei einem Pferd ausprobieren, ist alles bloß eine Frage der Menge. Ich würde zudem auf eine gute Mineralstoffversorgung achten, um den Elektolytverlust auszugleichen. Ein Salzkristall zum Lutschen in der Box finde ich empfehlenswert. Zudem habe ich sehr gute Erfahrungen mit Marstall Force gemacht. Bekommen meine immer über den Winter.

    Und es gibt noch einen Tipp aus dem Buch "Was der Stallmeister noch wusste": Das habe ich selbst aber nie ausprobiert, also hier ohne Erfahrungswerte nur der Text:

    "Leicht angefeuchtete Weizenkleie hilft gegen leichte Durchfälle, weil sie stopft. sehr nasse Weizenkleie führt ab. Nie ganz trocken verfüttern, Gefahr von Schlundverstopfung!" Dann noch eine Warnung: "Weizenkleie pferdesicher aufbewahren! Sie ist stark phosphorhaltig und führt in zu großen Mengen zu Darmentzündung, Selbstvergiftung des Körpers, Durchfällen und Tod."

    Wie immer: Die Menge macht das Gift!

    Zur Menge, die ein Pferd bei Durchfällen bekommen soll, steht leider nichts im Buch, dass müsstest du dann noch einmal recherchieren, wenn du es ausprobieren möchtest.

    Alles Gute!

    Ich wäre auch vorsichtig mit Marathonkumt, da gibt man nur viel Geld aus und am Ende passt das auch nicht besser. Ein Sieltec- BB passt sich sehr gut den schwierigen Konturen an und ist bezahlbar, gibt es auch gebraucht und wenn es dann doch nicht das Richtige ist, wird man das auch wieder los. Ich bin mit meiner Shette vor Jahren eine schöne Meier- Gig mit schickem Ledergeschirr gefahren. Da hätte hier jeder gesagt, dass das alles gut passt und gut aussieht. Nun fahre ich Cavalettie mit einzügigem Sietec und mein Pony läuft zufriedener als jemals zuvor. Ich habe bei einer Größe von 1,75m verdammt mit dieser Karre zu kämpfen, mein Pony aber ist glücklich.

    Kannst du ihm ggf. etwas Haferstroh geben? Das wirkt auch stopfend. Kann er das noch fressen, oder gibt es bereits Zahnprobleme? Das "schöne grüne" Heu....ist das erster Schnitt oder zweiter Schnitt? Wenn es zweiter Schnitt ist, ist es "fetter", das wird schon mal schlechter vertragen. Es kann ja nicht daran liegen, dass er eine bessere Qualität nicht verkraftet, sondern ihm fehlt es dann womöglich an der nötigen Struktur und an den schwerer verdaulichen Anteilen. Wie reagiert er denn auf Weidegang z. B. in saftigen grünen Wiesen, hat er da auch Kotwasser? Oder stellt ihr nur in überständige Wiesen?

    Sorry, ich habe das falsch verstanden. Aber jetzt hat es "Klick" gemacht, klar: Der Sitz wird so waagerechter.

    Ich hatte auch mal überlegt, an meinem alten Fohlenwagen Bremsen nachzurüsten, aber mir wurde dringend abgeraten. Einen Wagen der bauartbedingt keine Bremse vorsieht, solle man nicht nachrüsten, damit könnte ich die Stabilität des ganzen Wagens gefährden. Das war zudem ein Holzaufbau und der hatte keine durchgehende Achse, sondern jedes Rad war einzeln aufgehängt. Ich würde das an deiner Stelle auch nicht machen, sondern der Dame unbedingt ein HG verpassen.

    Ich gebe dir recht, Seilzug über Rollen ist komplizierter als Ortscheit, aber die Seilzug-Variante mit den zwei Ringen war wirklich noch einfacher.

    Ja die Traber, die muss man nicht motivieren, die laufen von selbst! Träbchen findet sie sicher toll!

    Was hast du denn gegen das Wickelgeschirr? Ist das denn wirklich unbequem für das Pferd? Ich bin meinen Fohlenwagen damals mit Brustblattgeschirr gefahren. Das fand ich nicht so prickelnd. Ich lebe im Mittelgebirge. Grundsätzlich nervt mich tierisch das ständige Leinenlängen- Anpassen bei unserem ewigen bergauf und bergab. Das hat man hier natürlich bei jeder Kutsche, aber wenn man schon Sulky oder Fohlenwagen fährt, was spricht dann gegen die Anspannung in der vorgesehenen Weise?

    Ich frage aus eigenem Interesse nach deiner Erfahrung, denn ich möchte bald auch wieder Fohlenwagen fahren, mit meinem Endmaßpony. Ich finde die Fahreigenschaften einfach unübertroffen, wenn man gern etwas flotter und tendenziell eher allein unterwegs ist. Und zwar möchte ich fahren mit Wickelgeschirr, Traberbrustblatt und Hintergeschirr. Das HG ist natürlich nicht für den Trabfahrsport vorgesehen, aber ich möchte nicht, dass mein Pony bei bergab- Strecken alles nur über das Selett und damit letztendlich mit der Schweifrübe bremsen muss.

    Den Gedanken von Kibu hatte ich auch sofort, aber das Brustblatt wirkt vielleicht auch durch das Polster so kurz, es steht ja seitlich etwas vom Pony ab. Das Bild ist daher nicht aussagefähig, finde ich.

    Was die Länge der Anzen betrifft, kann ich nichts dazu sagen, ich kann das nicht richtig erkennen. Oft braucht man da weniger Platz, als man so denkt bei den Zwergen.

    Wie groß ist denn dein Pony, Loki ?

    Auf dem Foto, das du neu eingestellt hast, sieht es wirklich so aus als wäre da absolut kein Platz für ein Brustblatt. Willkommen meine Leidensgenossin! Die Lage ist immer ein Kompromiss, nie optimal.

    Bei den Ponys kann ich aber nur sagen: Optimal findet sich nicht leicht, aber das sollte einen nicht entmutigen! Ein guter Kompromiss ist besser, als wenn die nur herum stehen!

    Ich fahre mit Sieltec, einzügig. Das wurde schon als "etwas zu minimalistisch" verschrien, aber das Pony läuft seit Wochen gut und hochzufrieden.

    Hallo! Die Lage des Brustblatts kann ich durch das Polster nur schlecht beurteilen. Dein Pony scheint wenig Platz zu haben für ein Brustblatt. Ich habe ein ganz ähnlich gebautes Pony, optimale Lage gibt es da leider nicht. Das Hintergeschirr ist aber m.E. zu tief eingestellt. Bei dieser Gig sind die Befestigungen für das HG nicht optimal positioniert, weiter vorne wäre "nice to have", kenne ich auch! Kommst du denn so klar mit der Bremswirkung? Was ist das für ein Selett? Ich sehe da keinen kleinen Bauchgurt. Ist der Tragriemen beweglich?

    Wie ist es denn mit der Winkelung des Sitzes, wenn Du die Anzen derart veränderst? Sieht so schon grenzwertig aus, noch mehr ist u.U. zu viel.

    Fohlenwagen umbauen lohnt sich meiner Meinung nach immer, weil die so klasse sind. Mich beschleicht bloß das Gefühl, du hast vielleicht wirklich eine Variante, die für kleinere Pferde gedacht ist. Vielleicht bis Stckm. 1,60m.

    Du kannst anstatt Ortscheit auch ein Seilzugsystem anbringen. Ich habe schon mal eine sehr einfache Lösung gesehen, über zwei in den Ecken der Gabel angebrachte Ringe im Winkel von 45°. Aber bei "Papa=Bauschlosser", ist das alles kein Problem. Oder einfach mit Wickelgeschirr fahren. Wie bremst du? Du schreibst "Weinberge", irgendeiner muss also bremsen, du oder das Pferd?

    Und in Deutschland wird besser geritten und gefahren???? Halte ich für ein Gerücht! Was man hier so standardmäßig "Ausbildung" nennt, ist auch nicht pferdegerecht. Es gibt natürlich Ausnahmen! Trotzdem: Überall sieht man LDR, da schämt sich keiner mehr für. Wenn vor 30 Jahren das Pferd noch minimal vor der Senkrechten "korrekt" lief, ist eine korrekte Haltung heute scheinbar leicht bis deutlich hinter der Senkrechten. Beim Kegelfahren auf Fahrturnieren wird auch gezerrt, was das Zeug hält. Und ganz ehrlich: Würde ich mit meiner 22jährigen Shetty- Stute an so etwas teilnehmen, müsste ich auch zupacken. Schon allein ein Kegelparcous macht die ganz wuschig. In einer echten Wettkampfsituation, würde auch sie total aufdrehen. Es muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass die Pferde immer so laufen. Dies hier ist eine Show- Veranstaltung und alle sind nervös und aufgeheizt. Ich gucke mir sowas meistens gar nicht mehr an, muss ich mich auch nicht ärgern...

    Aus der Reaktion von Pferden oder Rindern bei Hundekontakt würde ich nicht schließen, dass sie sich bei der Begegnung mit einem echten Beutegreifer wie dem Wolf genauso verhalten. Ich denke auch, ein durch die Weide ziehender Einzelwolf wird allenfalls einen Hopser oder ein Schnauben verursachen. Da ziehen ja auch schon mal die Sauen durch oder der Fuchs, gehört halt zum Weideleben. Ein echter Angriff eines Wolfes oder eines Rudels, wird ganz andere Reaktionen hervorrufen. Stuten beschützen ihre Fohlen, auch unsere Mutterkühe zeigen ein sehr wachsames Verhalten unseren Hunden gegenüber, wenn sie Kälber führen. Je kleiner das Kalb, je grimmiger werden die Hunde beobachtet. Wie kann es also sein, dass die Stute in Schleswig Holstein ihr Fohlen nicht erfolgreich verteidigt hat?! Es ist für ein Warmblutpferd doch eigentlich gar kein Problem, einen Wolf abzuwehren. Dass dies nicht passiert ist, sollte uns alle aufhorchen lassen.

    Es geht doch hier nicht um Schuld...

    Für mich stellt sich die Frage: Was haben wir denn eigentlich vom Wolf? Ich meine, Ardennerin hat Recht, er ist eine Tatsache und Jammern nützt nichts, wir müssen schauen, wie wir damit zurecht kommen und Strategien entwickeln. Meine Strategie wäre halt "abschaffen" - ist meine Meinung und da stehe ich auch zu. Aber jetzt mal wirklich: Was bringt der Wolf für unsere Natur? Was für eine Bereicherung soll das sein? Vielleicht frisste er ja die Biber?

    Man merkt auch hier bei dieser Diskussion: Jeder sieht nur seinen eigenen Standpunkt. Hat jemand Großpferde, die er nachts sowieso in den Stall holt, weil er das schon immer so gemacht hat, hat er vielleicht Angestellte, die Misten und füttern, sieht er im Wolf nur ein geringes Problem. Dass andere Leute ein ganz anderes Haltungssystem haben, weil das für die privaten Umstände und auch für deren Pferde besser passt, dann kann der Wolf schon zum Problem werden.

    Manche von uns haben Ponys, die vielleicht gefährdeter sind, weil der Wolf sich das eher zutraut.

    Manche von uns müssen vielleicht arbeiten und sind froh, einen Offenstall zu haben, damit man morgens weniger Stress hat.

    Und manche sind froh, wenn die Tiere im Sommer als Selbstversorger 24h auf den Wiesen stehen, weil man dann einfach mal eine etwas enspanntere Zeit hat.

    Und manche Leute haben vielleicht nicht das Geld, um wolfssichere Zäune zu bauen.

    Mich persönlich stört zum Beispiel das Dieselfahrverbot in Großstädten nicht die Bohne! Ich habe keinen Diesel und wohne nicht in der Großstadt! Also: Nicht mein Problem! Für Großstädter mit Diesel aber schon....

    Ein Blick durch die Augen der Anderen tut jedem mal ganz gut. Und es braucht Lösungen, mit denen wir alle leben können.

    Nun sind unsere Ponys oder Pferde ein Luxus. Wie für andere ein Motorrad oder ein Cabrio ein Luxus sind, kann man ja drauf verzichten!

    Es geht aber nicht nur um Luxus, sondern auch um Tierwohl und Nutztiere. So mancher will auch mal ein Stück Fleisch essen. Da verbessern wir das Tierwohl und dann kommt der Wolf und macht auf Dauer (wenn es so weiter läuft) gute Systeme wie Weidefleisch oder Weidemilch kaputt. Das ist doch super- schade!

    Ich persönlich HABE eine Strategie, wenn der Wolf hier bei uns heimisch wird. Weit ist er nicht mehr! Wir werden die Pferde und Ponys auf den Wiesen ums Haus halten, und auch die Kühe mit den Kälbern. Wir haben zwei große Hunde, sind zwar "europäische" Schäferhunde und damit Hütehunde, aber auch mächtig aggro gegen Prädatoren. Die werden Theater machen, wenn Wölfe kommen, HSHs sind nicht mein Ding, bisher jedenfalls nicht, zu eigenständig für meinen Geschmack. Ich habe also den Luxus, wir bekommen das geregelt. Aber nicht jeder hat ausreichend Weidefläche direkt am Haus oder die Möglichkeit, große Hunde zu halten. Auch diese Leute brauchen das entsprechende Verständnis!

    Mir wäre es lieber, es kommt erst gar nicht so weit.... Was macht man zum Beispiel, wenn man mal in den Urlaub fahren will? Sorry, aber so 2-3 Wochen aufs Jahr veteilt, möchte ich hier auch mal weg! Ich habe keine Angestellten, die das hier dann alles übernehmen! Mittelfristig bleibt für mich daher nur die Reduktion des Tierbestandes, auch wegen der erwähnten klimabedingten Veränderungen, die man dieses Jahr auch schon wieder spürt.

    Ich stimme dir ebenfalls zu, Hippo-Sohle , diese Flatterzäune halten die Wölfe nur eine gewisse Zeit lang ab. Jeder, der schon einmal mit Prädatoren zutun hatte weiß, dass es zu einem regelrechten Wettrüsten ausartet, potenzielle Beutetiere vor den Fleischfressern zu schützen.

    Bedenken muss man auch: Die Wolfsrisse, die hier im Westen oder Norden bisher bekannt werden, sind noch von "Einzeltätern" begangen worden.... richtig heftig wird es dann, wenn sich Rudel gebildet haben, die entsprechende Jagdstrategien entwickelt können. Daher kann man den Wolf auch nicht mit dem Luchs vergleichen, der ein absoluter Einzelgänger ist.

    Zu Bedenken ist auch: Der Wolf nimmt sich nicht brav EIN Schaf, das Älteste, das Schwächste....tötet es kurz und möglichst schmerzlos und frisst es komplett auf, das ist schlichtweg Mumpitz! In einer in Panik geratenen Schafherde gerät ein Wolf durchaus in eine Art Blutrausch, wie das auch vom Fuchs im Hühnerstall bekannt ist. Es wird alles angegriffen, verletzt und getötet, bis sich nichts mehr regt, bis der Angreifer gestört wird oder einfach vor Erschöpfung nicht mehr weiter töten kann. Wie grausam ist das denn?!

    Außerdem wird man meines Wissens nach finanziell beim Bau "wolfssicherer" Zäune nicht unterstützt, wenn man Tiere nur hobbymäßig hält. Geschützt wird nur dort, wo ein finanzielles Interesse dahinter steckt, alle anderen dürfen "ausbluten", wörtlich oder im übertragenen Sinne.

    Versucht man in der Zucht wehrhaftere Tiere zu "erzeugen" geht das auch immer einher mit einer gewissen "Verwilderung". Diese Tiere sind dann nicht mehr so einfach im Umgang. Und so etwas geschieht nicht von heute auf morgen, das dauert Jahrzehnte einer entsprechenden Zuchtauswahl. Der Wolf aber rückt im großen Tempo vor, was kommt also alles an Kosten und Leid auf uns und unsere Haustiere zu, bis wir uns so halbwegs auf die neue Situation eingestellt haben? Falls das denn überhaupt möglich ist, ich habe da meine Zweifel! Ich frage mich sowieso: Haben wir nicht genug andere Probleme, als uns darum zu kümmern, dass der Wolf auch hier einen Lebensraum haben muss??? Der Wolf ist ja nun wirklich keine bedrohte Art!

    Es wäre einfacher, die Wölfe einzuzäunen und nicht die Weidetiere, also Reservate für den Wolf auszuweisen, und ALLES was den Zaun verlässt ist Freiwild. Für diejenigen, die Wölfe unbedingt "brauchen" wäre das noch ein Kompromiss. Die können ja dann ihren Wohnsitz ins Wolfsreservat verlegen und sich freuen! Ich persönlich bin mein bisheriges Leben ganz gut ohne Wölfe ausgekommen...

    Entschuldigt meine ganzen Ausrufungszeichen, das Thema ist für mich ein echter Aufreger....- Grizzlys sind übrigens auch total schöne Tiere!:cursing:

    Ich frage mich halt, wie diese Strategien gegen die Wölfe aussehen sollen... Ich habe auf einer Tagung des Dexter- Zuchtvereins im vorletzten Jahr Berichte aus dem Osten gehört über Wölfe und DEREN Strategien auch hohe und dichte Zäune zu überwinden, dass es mir die Sprache verschlägt! Ganz viele Tierhalter dort geben auf, viele praktizieren nur noch Stallhaltung. Es lebe der Tierschutz! Es ist einerseits unbezahlbar und auch vom Arbeitsaufwand nicht machbar, wolfssichere Zäune um größere Weideflächen zu bauen und intakt zu halten. Wölfe sind in Deutschland schlichtweg nicht tragbar. Vor allem dann nicht, wenn sie unter totalem Schutz stehen und nie gezeigt bekommen, dass sie scheu bleiben müssen. Wir sehen hier im Sauerland die Auswirkungen des Auswilderungsprojektes der Wisente. Die Waldbesitzer sind die Dummen, inzwischen auch die Bauern, die Wisente verwüsten ganze Silomieten und man darf sie nicht anrühren (...also, die Wisente)! Nun wünscht man sich, der Wolf frisst das Wisent! Wird er aber nicht, solange er sich einfacher und risikoloser an unseren Weidetieren satt fressen kann. Und verdammt noch mal: Es geht nicht nur um den wirtschaftlichen Schaden, es geht hier auch um das Tierleid! Unsere Tiere sind nicht mehr wehrhaft genug, und die Zäune helfen den Wölfen noch dabei, die Tiere in die Ecke zu drängen und noch einfacher zu reißen.

    Kann dir nicht folgen.... Ist das stark geschottert oder nur Mutterboden, der befestigt ist?

    Wir haben hier in der Nähe zwei Varianten:

    1.: Ebene Wiese als reiner Fahrplatz, bei Trockenheit werden zur Pflege die Pferde da drauf gestellt. Der Platz wird nur bei entsprechend trockenen Wetterverhältnissen genutzt, da fahren dann aber auch z. B. Haflingergespanne drauf.

    2.: Reitplatz mit Rheinsand, ohne Unterbau. Also einfach Wiese begradigt, rundum eine ganz kleine Böschung angelegt, diese Böschung mit Folie belegt, damit nichts durch wächst und dann reichlich Sand drauf. Auch dieser Platz wird nur dann benutzt, wenn er abgetrocknet ist. Bei Dauerregen nicht nutzbar, ist dann eine Badewanne, aber nach dem Abtrocknen wird der immer genutzt. Er gehört einer Westernreiterin mit schweren Quarters mit entsprechendem Beschlag. Platz sieht super aus, sie pflegt aber auch intensiv und der Platz ist nicht groß, vielleicht 15x30m.

    Zum Einebnen von hubbeligen Wiesen (z.B. nach Winternutzung) hat sich bei uns folgendes bewährt: Intensives Abschleppen, Hin und Her, grade, quer, rauf, runter.... und dann der Mulcher...

    Viel Schritt, gerne bergan, Trab nur geradeaus oder kurze Strecken mit minimaler Steigung oder bei ganz leichtem Gefälle auch mal längere Stücke. Geht es steil hoch, steige ich auch schon mal ab und laufe mit, ich fahre das Pony dabei vom Boden. Ist aber bei unerfahrenem Pony ggf. kritisch. Ein Beifahrer darf bei bergan- Strecken auch schon mal absteigen und selber laufen. Ich würde die zur erbringende Leistung nicht unterschätzen. Ich habe irgendwann mal meiner Tochter die Leinen in die Hand gedrückt und sie fahren lassen, dann bin ich abgestiegen und hinter die Kutsche und habe sie selbst geschoben, bis die Stänge durchhingen. Ich war baff, wie schwer das war, trotz nur Einachser und eines Kindes von nur 35kg. Falls du das auch testen willst, Vorsicht: Pass auf, wie das Pony reagiert!!!). Ich setze viel auf Pausen, fahre nur 2-3x die Woche, so 5-8 km.

    Wenn das Pony schon mal im Training war, baut es dann ruckzuck auf.

    Danke kaidan , für diese Vervollständigung. Natürlich bin auch ich der Meinung, dass an Punkt 3 gearbeitet werden muss. Ich wollte nur aufzeigen, welche Möglichkeiten es noch gibt, warum die Situation ist, wie sie ist. Und je nach Ursache braucht es halt eine andere Herangehensweise. Bei Punkt drei würde ich zu den von dir erwähnten sehr kleinen Schritten noch hinzufügen, dass man daran nur kurz und eher beiläufig arbeiten sollte. Ich finde es wichtig, an anderen Stellen Vertrauen aufzubauen, und das Grundproblem auch mal für ein paar Tage ganz außer Acht zu lassen um den Stress nicht zu groß werden zu lassen. Wenn das Pferd jedesmal wenn man es besucht, mit der angstauslösenden Situation konfrontiert wird, dann hat es irgendwann schon Stress, wenn es uns nur sieht. Das Pferd sollte sich in der Nähe des Besitzers aber entspannen und sicher fühlen. Ich finde das ist überhaupt das Hauptproblem: Die fehlende Sicherheit. Nicht Dominanz oder Konsequenz, sondern Sicherheit. Wir sind ja gern mal geplagt von Selbstzweifeln, also ich auf jeden Fall! Daher kann auch oft ein wildfremder "Pferdeflüsterer" Dinge mit unseren Pferden tun, von denen wir zuweilen nur träumen, weil der eben diese Ausstrahlung hat, die man sich leider nicht anlesen kann, weil die nur in jahrelanger Beschäftigung und Arbeit mit Tieren (eigentlich egal, welcher Art) wächst.

    Folgende Überlegungen drängen sich mir auf:

    Ich bewege mich hier teilweise im Bereich der Spekulation, aber meiner Meinung nach gibt es drei Möglichkeiten:

    1. Möglichkeit: Das Pferd hat kein echtes Problem. Es hat zu Anfang einfach nur misstrauisch und unwillig reagiert und es entstand nur der erste Eindruck, dass es ernsthaft traumatisiert ist. Durch zu vorsichtige und unsichere Handlungsweise, hast du das noch verstärkt und das Pferd im Fehlverhalten bestätigt und nun ist es zu einem echten Problem geworden.

    2. Möglichkeit: Ein körperliches Problem

    3. Möglichkeit: Das Pferd ist ernsthaft traumatisiert. Du WEISST das und vermutest es nicht nur. In diesem Falle halte ich ein ständiges Üben der Angst- erzeugenden Situation für absoluten Stress für das Pferd.