Posts by mondblau

    Ich denke, das kann man nicht unbedingt auf eine Rasse festmachen. Wenn dann eher auf die Haltung, auf die Erziehung und Gewöhnung im jungen Alter (angsteinflössende Dinge ankucken und drüber nachdenken und nicht einfach Kopflos werden und weiter/davon stürmen) und auf eventuelle Mängel in der Ernährung, die sich auf das Nervenkostüm auswirken. Und natürlich auf die Führungsqualitäten der Leitperson. Und grade bei vielen Isländern sehe ich da Mängel, da die vielfach einfach als ein Freizeitpferd für drauf und los genutzt werden und als Robustpferde achten da viele Leute weniger auf die Ernährung und da sie Ponygrösse haben und gutgewillt sind, wird oft einfach mal gemacht und nicht auf gute Ausbildung gedacht und kleine Macken im Verhalten eher übersehen. Hab grad ja drei Stück mit meinen Shettys stehen und die sind nicht typisch für Isländer. Auf die wird aber auch geachtet und nicht einfach als Töltmofa im Wald verheizt, wie es hier in der Gegend meistens zu sehen ist.

    Ich hab so einen Bewegungslegastheniker. Der hat sich beim Führen auch manchmal an einen gedrückt oder einen angerempelt. Auch bei anderen Pferden in der Herde. Hat sich auch gerne beim übermütigen Toben auf der Weide auf die Schnauze gepackt, meist hinten die Bodenhaftung verloren. Hat sich im Zweispänner vor allem bergab im Trab entweder gegen die Deichsel oder gegen die Zugstränge gelehnt, da ging mir dann ein Licht auf, warum er öfter hinfliegt: Der kann sich ja garnicht ausbalancieren!

    Ist übrigens mein bestes Tier vorm Wagen, zuverlässig und mitdenkend und hört auf den Fahrer. Und hat gelernt zu laufen. Weil ich ihn entsprechend longiert habe, ins Gleichgewicht sozusagen. Und ist jetzt auch mental ausgeglichener, weil er einen nicht mehr immer anrempeln muss, das findet er nämlich echt nicht lustig, er hat gerne ausreichend Individualraum um sich.

    Und so etwas gibt es öfter, von daher: Das Flucht- und Lauftier Pferd ist heutzutage eher ein Boxensteh- und Miniwiesenabknabbertier, das lernt seltener das Laufen als Fohlen bei der Mutter, das darf dann der Besitzer hinterher machen.

    Ich muss sagen, das ist einer der schönsten Beiträge, die ich seit einigen Jahren in diversen Foren gelesen habe. Es sollte mehr Menschen geben, die sich so respektvoll gegenüber (ich nenne es mal) Methoden und "Problemlösungen" verhalten, die nicht ihre gewohnte oder bevorzugte sind. Ich nehme mir daran ein Beispiel. :thumbup:

    Das ist leider eine seltene Einstellung, die ich aber sehr gut finde. In vielen anderen Foren, die ich so kenne, gelten solche kurzen Beiträge als Spam. Vor allem, wenn sie wirklich nur zustimmend sind und keinen neuen Inhalt liefern. Führt natürlich dazu, dass diese Foren mittlerweile eher Geisterforen sind. :wacko:

    Bei einem meiner Ponys sind mögliche Probleme durch die Enge einer Gabel zu befürchten, vor allem, wenn diese sich beim Laufen bewegt. In den tiefen des Internets bin ich per Zufall auf eine Amerikanerin gestossen, die ihre Ponys mit recht einfachen Gestellen dran gewöhnt. Travois oder Stangenschleife ist da das Stichwort, momentan habe ich die schwebende Minivariante. Später wird es in grösser nachgezogen werden und so dem Pony hoffentlich beibringen, dass da was ist, dass es davon berührt wird, dass es einen aber nicht umbringt und kein Grund für Panik ist. Für jetzt läuft es besser als erwartet, ich warte gespannt, ob noch etwas passieren wird.


    so schöne Bilder hab ich leider selten vom Schlittenfahren. Meist scheint keine Sonne und man ist eh zu beschäftigt mit Fahren, bevor die winzige Menge Schnee wieder weg ist...

    Aber heute! Sonne und Schnee in annehmbarer Menge! ^^ Gestern auf der Autobahn von München Richtung Zürich noch geflucht wie nichts gutes, wurde ich heute angenehm mit knapp 20cm feinsten trockenen Schnee für die Strapazen entschädigt. :love: Und dazu dann nicht den Kleinen, sondern den Grossen eingespannt. Ich hätte gedacht das geht frühestens erst Ende Jahr mit dem, wenn überhaupt. Ich bin sehr sehr glücklich. <3

    Naja wenn ich aber möglichst nah am Pony sitzen will, dann kauf ich ein Rennsulky mit Renngeschirr und gehe damit auf die Traberbahn.


    Und selbst mit Rennsulky und Renngeschirr sitzt man noch weiter weg als beim Hyperbike. Mal davon abgesehen möchte ich nicht mit meinem Pony auf die Traberbahn nur um da ein paar Runden zu drehen und danach wieder heimzufahren, da sehe ich keinen grossen Sinn drin und Pony auch nicht. Aber er findet es toll, wenn ich bei ihm bin, in Reichweite sozusagen. Und ich hätte gerne ein möglichst leichtes Gefährt, dass schnell geholt und schnell verräumt ist und da ist mir ein Maiersulky schon wieder zu gross und schwer und sperrig, auch grade wenn es ums Mitnehmen geht.


    Quote

    Ich finde das Hyperbike im Preis/Leistung weit entfernt von sinnvoll.


    Warum genau? Was findest du nicht sinnvoll, was ich noch(?) nicht gefunden habe? Klar, es kostet eine Stange Geld, das tut der Maier aber auch. Er bietet "mehr", aber wie sinnvoll ist das "mehr" für mich? Vielleicht ist das weniger beim Hyperbike das was ich will, gut ausbalanciert, individuell und simpel auf Fahrer und Pony einstellbar, extrem leicht, sehr klein.


    Quote

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man ganz genau weiss was man will und nicht den standard kauft, man am schluss zufriedener sein wird und dafür muss ich nicht bis in die US.


    Und darum gehe ich jetzt erstmal Sulkys ankucken. Und zwar auch die, die mir im Moment nicht so zusagen. Ich hab mir meine Kutsche so bauen lassen wie ich sie wollte und bin mit ihr sehr zufrieden. Einfaches Keilkissen reicht für meinen Hintern, ausser mir fährt niemand und wenn, dann sind die potentiellen Fahrer auch eher Langbeine. Da brauch ich keinen verschiebbaren Sitz, der nur mehr Geld gekostet und mehr Gewicht auf die Kutsche gebracht hätte. Leicht, wendig und stabil in Strassenlage und Material - das erwarte ich von meinen Kutschen. Und da sehe ich an Offtrack geeigneten Sulkys grad nur das Hyperbike und das HCA. Und die beide find ich auch nicht grad beliebig austauschbar.

    Wahnsinn. An den Meistbietenden verkauft? ^^

    Ich muss eigentlich eh mal Einachser probefahren. Mein Problem wird da eher nicht in zu kurzen Beinen liegen, sondern in zu langen. Meine Kutsche ist schon etwas Sonderanfertigung, da sie vorne im Fussraum länger ist als üblich. So kann ich bequem sitzen und nicht wie der Affe auf dem Schleifstein. :D


    Grad mal wieder Videos vom Hyperbike angesehen. Warum hab ich einfache Ponies und keine Esel denen hinten das Gold aus dem Allerwertesten fällt?

    So wie ich mich grade schnell quer eingelesen habe, verstehe ich Struktur so:

    Struktur ist die Beschaffenheit des Futters. Es gibt feinstrukturiertes Futter wie frisches Weidegras und Silage und welches mit grober Struktur wie Stroh und Luzernehäcksel und dazwischen logischerweise auch, irgendwo ist ja auch das Heu. Jetzt bezeichnet man das Grobe als strukturreich und das feine als strukturarm. Wenn man jetzt einem Müsli ein paar grobe Gras- oder Luzernehalme dazugibt, nennt man das danach Strukturmüsli, weil es reicher an grober Struktur ist. Und jenes tut der Verdauung gut, weil es durch vermertes Kauen den Speichelfluss anregt und durch schwerere Verdaubarkeit in Magen und Darm den ganzen Mist "auflockert", also vergleichbar mit den Ballaststoffen beim Menschen? Zumindest wäre das eine schlüssige Erklärung für mich.

    Ist es sinnvoll, Witze auf Kosten der neuen Kollegen zu reissen?

    Ist es sinnvoll, den Kollegen die Fachkompetenz abzusprechen?

    Wer hat die Pflicht sich anzupassen- der Neue oder die Alteingesessenen?

    Und wenn die Kollegen den Neuen auf ein Fehlverhalten hinweisen - ist es sinnvoll, ihnen zu widersprechen?

    Ich denke mal du willst darauf hinaus, dass der Neue sich anpassen sollte. Und diese Einstellung finde ich nicht richtig. Klar sollte man als Neuling nicht mit der Tür ins Haus fallen und rumpoltern, aber man sollte umgekehrt auch dem Neuling die Chance geben sich einzufügen. Und zwar nicht unten und sich dann hocharbeiten lassen, sondern ihn grad dort akzeptieren wo er mit seinem Wissenstand und Können hingehört.

    Hatte mein Bruder (Anfang 30) auf der neuen Arbeitsstelle: Er ist nett und freundlich auf die Menschen zugegangen und hat sich den Betrieb die ersten Wochen angeschaut um reinzukommen in den Arbeitsablauf dort, ist ja normal. Dann hat er Sachen gesehen, die verbessert werden konnten und hat sie angesprochen. Bekam als Antwort: "Hab ich schon immer so gemacht, ist mir egal was besser/richtiger ist, ich mach das so weiter und hol du mir mal lieber den Besen." Wäre nach deiner Aussage von oben wohl nicht falsch. Dummerweise wurde mein Bruder als Meister angestellt und hat damit das Recht von vornerein den Mund aufzumachen. Die War-schon-immer-so-und-Neue-müssen-erstmal-die-Sporen-verdienen-Einstellung hat dort nur unnötig für Stress gesorgt.

    Mal davon abgesehen, dass ich überall sehe, dass nur wenige mit negativer Kritik umgehen können.