Posts by Laredo

    1/2 Jahr Training für so eine Fahrt reicht nach meiner Erfahrung für Pferde, die vorher schon mindestens täglich 1 Stunde gearbeitet wurden. Bis zu 1 Stunde täglich führen ist für mich die Vorarbeit, um beim Jungpferd dann an Bodenarbeit, Longieren u.ä. zu gehen. Damit lernt das Jungpferd anfangs mit einem erwachsenen, später mit seinem Menschen, die Welt kennen. Allenfalls ist das die Art und Weise, wie ich mit extrem guggigen, ängstlichen Pferden nach längerer Pause anfange. Mit Arbeit hat das aber bei mir nichts zu tun.

    Wie wäre es mit auslappen? Das heisst Geschirr mit Hintergeschirr drauf und soweit verzurren, dass nichts rutschen kann. Dann an dieses "Gestell" nach und nach immer mehr und immer längere und unangenehmere Dinge dran machen und je nach Gegebenheiten (Halle, Platz oder Ecke auf Weide) Pony an der Linge oder besser frei laufen lassen, bis es ganz ruhig die Situation akzeptiert. Anfangen mit kurzen Lappen über lange bis zuletzt Dinge die lang sind und Krach machen. Ansonsten viel Zeit lassen, wie oben schon gesagt.

    Oh, jetzt kommt's von Norden und Osten (von Mittelhessen aus gesehen). Das Thema muss ich dann mal dringend mit meinem Tierarzt diskutieren!

    Stimmt! Ich kann im Moment nichts beitragen, weil ich im August einen Unfall hatte und langsam wieder laufen lerne. Aber - so in spätestens 2 Monaten werde ich mit den Vorbereitungen fürs Einfahren für meinen 3jährigen Fjordy anfangen. Dann gibt's sicher einiges zu berichten.

    Auch von mir viele Grüße und vielen Dank an alle. Ich gehöre beruflich bedingt zu den sehr stillen Forumsmitgliedern, habe mich aber sehr gefreut, an Euren Erfahrungen teilnehmen zu können, seitdem mir Ralf/Fuhrmann, von der Existenz dieses Forums erzählte. Einige von Euch kenne ich auch in anderem Zusammenhang. Von den anderen würde ich auch weiterhin gerne hören und wenn ich wieder gesund bin vielleicht von meinen Erfahrungen erzählen, selbst wenn es manchmal etwas rauh daher geht.

    Mit dem Gespann war ich noch nie einkaufen. Aber mit den Ponys geführt oder zum Einkaufsmarkt geritten gab's nie Probleme. Allerdings wohnen wir sehr auf dem Land. Ein Freund hat mit seinen beiden Fjordies vor der Kutsche bis jetzt keine Probleme gehabt.

    Herdenschutzhunde sind eine gute Lösung für grössere Nutztierherden in menschenfreien Gebieten. Wenn kein Mensch dabei ist, definieren die sehr selbständigen Herdenschutzhunde ihr zu bewachendes Gebiet selber. Das hat schon dazu geführt, dass in einigen Gebieten in der Schweiz Herdenschutzhunde wegen der Verletzung von Wanderern und Fahrradfahrern verboten wurden. Auch in Deutschland gibt es immer wieder Schwierigkeiten, weil die gegen Wölfe zulässigen Zäune von 90 bis 110 cm von Herdenschutzhunden überwunden wurden oder "nette" Menschen den Zaun öffneten, was zu verletzten Hunden und Menschen führte. Die Herdenschutzhunde haben dabei nur ihre Arbeit gemacht.

    Einen wirklich wolfsabweisenden Zaun kann man sich in Tierparks ansehen, in denen aber die Zäune auch immer wieder überwunden werden. In diesem Jahr haben 2 Wölfe im Tierpark Knüllwald einen mehr als 2 m hohen Zaun mit Überhang und 1 m Untergrabeschutz mit Elektrozaun mit 6000 V davor überwunden und dabei 8 mm Drahtzaun durchgebissen. So einen Zaun könnten die wenigsten bezahlen und noch weniger werden ihn genehmigt bekommen.

    Ja, Bären sind genauso schön wie Wölfe. Und genauso wie Wölfe sollen sie in Deutschland wieder angesiedelt werden (geplant war ab 2018). Und genauso wie Wölfe möchte ich sie nicht in der Nähe meiner Weiden, meines Stalls, des Spielplatzes meiner Enkelkinder und meines Wohnhauses haben.

    Seit ich vor 3 Jahren einen freilebenden Wolf ca. 400 m von einer meiner Weiden gesehen habe, kommen meine Pferde nachts in den Hof. Da ich bis jetzt noch von keinem Zaun gehört habe, den Wölfe nicht überwunden haben - ich habe auch krasseste Wolfsbefürworter gefragt - rüste ich meine Weidezäune nicht auf.

    Seit im Erzgebirge in Oberwiesenthal Schafe aus einer Feldscheune heraus gerissen wurden, bin ich dabei, meine Scheune und Ställe wolfssicher zu machen und dafür zu sorgen, dass die Pferde nicht die Türen in ihrer Panik vor Wölfen aufsprengen können, wenn sie dann auch bei uns durch die Dörfer ziehen.

    Der Vorfall in Haselau war vermutlich der erste Wolfsriss eines Warmblut-Fohlens im Norden.

    In der Thürengeti in der Nähe von Erfurt sind dieses Jahr schon mindestens 4 Warmblutfohlen gerissen worden. Ausserdem hat es im Norden und Osten schon mehrere Ponyfohlen erwischt.

    Da ich durchschnittlich 50 Stunden in der Woche arbeite, zwei ältere Fjordstuten in Eigenregie und einen 2-jährigen unfallträchtigen in Aufzucht habe, bleibt mir wenig Zeit zum Schreiben. Ausserdem mache ich mit den Stuten selten mal was Neues. Ich hoffe, dass ich in 2 Jahren, wenn der Kleine arbeitsreif wird, dann mehr zu erzählen habe.

    Ich habe schon Pferde im Schlachthof schlachten lassen und auch zuhause einschläfern lassen. Die Pferde im Schlachthof (1x Ataxie, einmal unbeherrschbare Angst/hätte laut Linda Tellington-Jones schon 5 Jahre früher sterben müssen) sind dort in Ruhe aufgenommen worden, ohne Angst in den Schlachtraum gegangen, sind nach dem Bolzenschuss auf die Seite gefallen und ich habe danach den Raum verlassen. Alles ganz in Ruhe und mit freundlichen Schlachtern.

    Beim Einschläfern habe ich es 2x erlebt, dass es eine halbe Stunde dauerte und die Pferde erst nach weiteren Spritzen u.a. ins Herz sterben konnten. Beide Male ist keine Sedierung erfolgt, wie ich es kenne, sondern die Pferde stürzten vor und hatten, obwohl ich es beim zweiten Mal gewünscht habe, keine Infusion zum Nachspritzen. Da mir Menschen erzählt haben, was sie alles mitbekommen haben, als sie bewusstlos auf der Intensivstation lagen, war es für mich fürchterlich.

    Aus dieser Erfahrung würde ich meine Pferde lieber schlachten lassen. Allerdings muss ich mir wegen meiner älteren Stute Gedanken zu diesem Thema machen, was ich mache, wenn sie nicht mehr transportfähig ist.

    Bei dem einen eingeschläferten Pferd mussten wir wegen Pfingsten im übrigen 4 Tage bei warmem Wetter auf den Abtransport warten und unser Stall ist direkt neben dem Wohnhaus.

    Bei mir läuft es in Sachen arbeiten mit dem Pferd im Moment auch zäh. Meine gut gefahrene Stute hat neben Sommerekzem (beim Fahren kein Problem) noch Durchfälle und Kotwasser, dadurch einen überblähten Blinddarm, der eine immer wiederkehrende Blockierung im rechten Kreuzdarmbeingelenk bewirkt. D.h. Last auf dem Rücken ist nicht, aber Bauchgurt anziehen geht auch nicht. Vor Weihnachten habe ich eine ganz leichte Maier- 2-Achs-Kutsche gekauft. Kurz danach hat sich mein 2-Jähriger verletzt. Wenn jetzt das Gras wächst, kommt er wieder in seine Aufzuchtgruppe und wir hoffentlich zum Fahren. Allerdings wird er wahrscheinlich vorher helfen müssen, die Weiden abzuschleppen, weil er vor lauter Kraft und Übermut die Stuten ärgert. Wenns da Bilder gibt, stelle ich sie ein.

    Bei Stuten wird dieses Thema nicht so häufig diskutiert, aber bei Hengsten. Bei ihnen ist ganz klar: Alleinhaltung über längere Zeit ist nicht artgerecht. Es sind 3 Wallache. Ist es nicht möglich, einen Wallach, der sich mit ihr besonders gut verträgt, zu ihr zu stellen?

    A. Nemitz : Bernhard Grzimek beschreibt die Versuche in seinem Buch: Und immer wieder Pferde. Allerdings hat er seine Versuche kriegsbedingt abbrechen müssen.

    Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich ihm allerdings nur bedingt zustimmen. Ich hatte einen Traber, der auf dem direktesten Weg nach Hause fand, wenn ich mich auf unseren Streifzügen im Dunklen verfranzt hatte. Er hat dann oft genug Wege genommen, die ich nicht kannte und er nicht kennen konnte, weil er früher nur Dressur und Springen ging. Es bleibt also noch genug unerklärliches zu erforschen.

    Daggi, laut dem Bericht von Renatus ist der Wechsel vom Auto auf E-Bike auf jeden Fall ökologisch besser.

    Natürlich ist ein Fahrrad ohne Motor am umweltfreundlichsten und billiger ist es auch. Die E-Bikes in meiner Umgebung sind bei Nutzung wie ein Auto ca. 5x so häufig in der Werkstatt wie ein normales Fahrrad, was häufig auch noch selbst repariert werden kann. Allerdings sind dem normalen Fahrrad durch Berge Grenzen gesetzt, die man mit einem E-Bike leicht überwinden kann.

    Daher werde ich in 2019 mein zweites E-Bike kaufen, unter anderem auch, weil hier mitten in der Kleinstadt keine Weiden, Ställe und Unterbringungsmöglichkeit für eine Kutsche vorhanden ist.