Posts by Laredo

    Einer der Gründe, warum wir kein Pferdefleisch essen, hat mit den Germanen und der katholischen Kirche zu tun. Die Germanen hielten nämlich in heiligen Hainen vor allem Schimmel, die dann den Göttern geopfert und beim Ritual gegessen wurden. Während der Christianisierung wurden die Rituale verboten oder durch christliche ersetzt. Wintersonnenwendfeier - Weihnachten, das Fest der Fruchtbarkeitsgöttin mit Kennzeichen Ei und Hase - Ostern. Und keine rituelle Opferung der Pferde, da das und damit Pferdefleisch zu den alten Göttern gehörte, die dann als Dämonen und teuflisch galten.

    Auch für mich ist es schwierig mit dem Anklicken: wenn Schnee da ist und ich Zeit habe, fahre ich mit den Pferden Schlitten und beteilige mich an Schneeballschlachten. Schneeräumen liebe ich eher nicht und insgesamt ist es mir lieber, wenn's nicht schneit, u.a. weil ich dann meine E-Zäune immer nachjustieren muss, was bei Frost schwierig ist.

    Es gibt auch Beschreibungen von Fjordies auf ähnlichen "Wegen" in Norwegen, zum Teil als Packtiere bei der Elchjagd, d.h. unter sehr schwerem Gepäck.

    Ardennerin Ich weiss nicht, ob es mit jedem Pferd geht. Allerdings würde ich heute mit keinem Pferd den Platz/ die Weide verlassen, bevor ich diese Verbindung habe. Pferde sind nunmal instinktgesteuert und wenn ich schon in der Ruhesituation den Kontakt nicht halten kann, habe ich meiner Erfahrung nach keine Chance, wenn nicht nur Unruhe wegen Neuem auftaucht sondern echte Angst. Wenn die Pferde aber gelernt haben, dass ich mich um angsterregende Situationen kümmere, bleiben sie auch bei grosser Angst eher bei mir.

    Falls Du mich meinst: Das hat nichts mit Tüchtigkeit zu tun. Die Pferde sind schlichtweg viel mit mir zusammen. Früher bin ich Distanzritte bis 100 Meiler geritten. Fürs Training hieß das jeden 2. Tag 4 Stunden reiten. Heute habe ich nicht mehr so viel Zeit, aber von Ursula Bruns über Linda Tellington-Jones bis Bent Brenderup einiges gesehen. Dazu als Kind der Ponyhof eines ehemaligen ostpreußischen Gutsbesitzers und Reit- und Fahrunterricht bei einem ehemaligen Pferdehändler und HJ Reitlehrer.

    Dazu kommt natürlich, dass ich mir heute Pferde besorge, die zu mir passen. Früher hatte ich die, die keiner mehr wollte.

    Mhmm. So was ist bei meinen nicht nötig. Wo ich vorgehe, gehen sie hinterher und wenn ich irgendetwas anfasse und einen Namen rufe, kommt das Pony und beschnuppert das, was ich anfasse. Die Chefin hält es für wichtig, also muss man nachsehen. Dieses Verhalten habe ich im Roundpen, auf dem Platz und auf der Weide trainiert. Da ich mit 1 bis 3 Fjordies alleine unterwegs bin geht's nicht anders. Mit Leckerchen an eine Stelle locken nützt bei meinen nur an dieser Stelle. Jeder neue Zaun einer Autobahnbrücke würde als fremd angesehen und argwöhnisch beguckt.

    Sternotomie hatte ich keine. Kenne aber einige, die danach auch wieder ganz gut leistungsfähig waren.

    Ich selber kann bieten: Unfall mit Beckengelenksbruch rechts, Handgelenksbruch links (rechts war was kleines abgebrochen), anschließend Lungenembolie und Schwindel bis heute. Nach einem Wirbelbruch vor 46 Jahren hatte ich mehrere Bandscheibenvorfälle. Zur Zeit bin ich in der REHA Klinik und nehme Blutverdünner. Wenn ich davon rede, das ich demnächst meinen 2,5jährigen Fjord einfahren und in 2 Jahren einreihen will, gucken die hier manchmal etwas komisch, sagen aber, das sei vor allem Trainingssache. Bis jetzt hat niemand meine Pläne für unmöglich gehalten.

    Probiers. Nur wenn Du es nicht versuchst, hast Du keine Chance. Allerdings würde ich mindestens mit Plan B bis C arbeiten!

    Das finde ich ein wichtiges Thema. Es hat mich schon beim Fahrkurs geärgert, dass wir weder etwas über das richtige Verpassen des Geschirrs noch über die Pflege des Wagens gelernt habe. Zu dem, was dabei wichtig ist, kann ich allerdings auch wenig beitragen. Ich mache die Wartung, die ich auch beim Fahrrad machen würde und bin immer noch auf der Suche nach jemand fachkundigerem.

    Um es mal auf einen Vergleich zu bringen: Was würdest Du sagen, wenn ich Dir erkläre, dass ich vorhabe in 1/2 Jahr mit 2 Grosspudeln eine Wanderschlittenfahrt in den Alpen zu machen, bei der die Pudel alles was wir brauchen ziehen müssen und mich dazu. Und als Grundtraining angebe, dass ich täglich kurz mit den Hunden gassigehe. Irgendetwas sonst hätte ich mit den Hunden bis jetzt nicht gemacht.

    Wenn Du noch nie eine grössere Fahrt mit Pferden mitgemacht hast, wende Dich bitte an einen Wanderfahrtrainer und fahr erstmal mit ihm. Nicht nur ein Rudel wildernder Hunde ist gefährlich, sondern auch ein wegen Überforderung durchgehendes Ponygespann.

    1/2 Jahr Training für so eine Fahrt reicht nach meiner Erfahrung für Pferde, die vorher schon mindestens täglich 1 Stunde gearbeitet wurden. Bis zu 1 Stunde täglich führen ist für mich die Vorarbeit, um beim Jungpferd dann an Bodenarbeit, Longieren u.ä. zu gehen. Damit lernt das Jungpferd anfangs mit einem erwachsenen, später mit seinem Menschen, die Welt kennen. Allenfalls ist das die Art und Weise, wie ich mit extrem guggigen, ängstlichen Pferden nach längerer Pause anfange. Mit Arbeit hat das aber bei mir nichts zu tun.

    Wie wäre es mit auslappen? Das heisst Geschirr mit Hintergeschirr drauf und soweit verzurren, dass nichts rutschen kann. Dann an dieses "Gestell" nach und nach immer mehr und immer längere und unangenehmere Dinge dran machen und je nach Gegebenheiten (Halle, Platz oder Ecke auf Weide) Pony an der Linge oder besser frei laufen lassen, bis es ganz ruhig die Situation akzeptiert. Anfangen mit kurzen Lappen über lange bis zuletzt Dinge die lang sind und Krach machen. Ansonsten viel Zeit lassen, wie oben schon gesagt.

    Oh, jetzt kommt's von Norden und Osten (von Mittelhessen aus gesehen). Das Thema muss ich dann mal dringend mit meinem Tierarzt diskutieren!

    Stimmt! Ich kann im Moment nichts beitragen, weil ich im August einen Unfall hatte und langsam wieder laufen lerne. Aber - so in spätestens 2 Monaten werde ich mit den Vorbereitungen fürs Einfahren für meinen 3jährigen Fjordy anfangen. Dann gibt's sicher einiges zu berichten.