Posts by Laredo

    123-Tuning Ja, beide Pferde lagen auf dem Rücken und die Kutsche umgedreht auf den Lehnen der Sitzbänke. Die Fahrerin war Fahranfängerin, aber neben ihr sass eine Fahrlehrerin mit angeblich viel Erfahrung. Dass vorher aus meiner Sicht schon vieles schief gegangen war, hatte ich nur mit einer Frage, die von der Lehrerin abgeschmettert wurde, anmerken wollen. Aber ich war und bin ja nur eine mistfahrende Freizeitfahrerin und nicht wie dieser Stall Turnierprofi und immer noch hochgelobter Fahrausbilder.

    Also, mir käme kein ABS an die Kutsche! Das einzige Mal, dass ich Kutsche und beide davorgespannte Pferde "auf dem Rücken liegend" gesehen habe, war während eines Fahrkurses, bei dem die Fahranfängerin beide Bremsen durchgetreten und die Leinen auf Anschlag angezogen hat, nachdem die Pferde anzogen, weil der Weg etwas abschüssig wurde. Da ist mir eine alte Kurbelbremse lieber, weil ich sie besser dosieren kann.

    Bei meinem Auto und dem Motorrad sieht das natürlich ganz anders aus, weil da der Motor die Bremse nicht missverstehen kann.

    Mein Traber mit superharten Hufen hatte sich für Hufschuhe entschieden: je älter er wurde, um so weniger wollte er auf Asphalt ohne Hufschuhe traben. Zwei meiner Fjordstuten ebenfalls.

    Ähnlich ist das bei mir auch. Ich wohne in einem kleinen Dorf, führe die Pferde täglich von und zu den Weiden und mein Youngster ist das von Fohlen auf gewöhnt, muss allerdings neben mir und nie hinter mir gehen. Bis jetzt haben das alle meine Pferde gelernt. Auch das neben dem Fahrrad laufen. Ich habe nie den Unterschied verstanden zwischen vor der Kutsche und neben dem Fahrrad gehen. Neben dem Fahrrad gehen gehört genauso wie Arbeit mit der Fusslonge und dem Hobble bei mir zu den Vorarbeiten zum Einspannen.

    Da ich z.Zt. 3 Pferde habe, führe ich auch immer 3 auf einmal. Mein 3jähriger ist dabei bei meiner 22jährigen Leitstute am Bauchgurt links festgemacht. Sie geht also rechts aussen, er links daneben, dann ich und links von mir seine etwas ängstliche Mutter. Da meine Älteste so gut gehorcht, dass ich sie neben dem Fahrrad her galoppieren lassen kann, sehe ich da kein Problem. Zu der Aussage, man könne nur ein Pferd auf einmal führen und das nur mit Gebiss: Eigentlich kann man gar kein Pferd führen, da selbst ein Schetty mehr als ein Mensch wiegt. Wenn man aber seine Tiere entsprechend erzogen hat, ist die Anzahl der Tiere höchstens von der Tagesform des Menschen abhängig, wie früher Säumer bewiesen haben und im übrigen alle Freiarbeiter seit spätestens Freddy Knie.

    Die Leute denken nicht richtig nach bzw. wenn sie eine Info bekommen, sehen sie sich nicht die Quellen an.

    Denn: Risikogruppe sind nicht nur die "Alten" ab 50 J, sondern dazu noch alle mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes, Lungen- und Herzerkrankungen und Raucher. Nach verschiedenen Berechnungen sind das 20 bis 30 Millionen unserer Bevölkerung. Wenn die alle auf einmal krank geworden wären, hätte es Zustände wie im Mittelalter während der Pest oder in Amerika nach Ankunft der Europäer gegeben. Wer da nicht an der Krankheit oder an fehlender Behandlung, weil die Behandler krank oder tot waren, gestorben ist, konnte von Glück reden, wenn er nicht verhungert ist, weil nicht mehr genügend Menschen zum Bestellen der Felder da waren. Manchmal wäre geschichtliches Wissen ganz gut. Dann wüsste man auch, das alles Übel nicht von Bill Gates kommen kann, weil er damals noch nicht gelebt hat.

    Vielen Dank für den Beitrag. Ich finde es immer wieder tröstlich, vernünftige Worte zu lesen, besonders wenn ich mal wieder von überraschender Seite ein Verschwörungsvideo erhalte. Im Moment könnte ich mir auch besseres vorstellen, als mit meinen 3 Fjordies spazieren zu gehen oder maximal longieren oder Weide abschleppen.

    Das ist so eine "Vorschrift" wie dass das Führen von Pferden am Halfter im Strassenverkehr nicht erlaubt ist. Ich möchte mal den erleben, der ein wirklich erschreckendes Pferd halten kann. Das sind dann die Leute, die mit der Hand 400 - 1000 kg ziehen können. Pferde werden durch Menschenverstand beherrscht, nicht durch Geräte.

    Einer der Gründe, warum wir kein Pferdefleisch essen, hat mit den Germanen und der katholischen Kirche zu tun. Die Germanen hielten nämlich in heiligen Hainen vor allem Schimmel, die dann den Göttern geopfert und beim Ritual gegessen wurden. Während der Christianisierung wurden die Rituale verboten oder durch christliche ersetzt. Wintersonnenwendfeier - Weihnachten, das Fest der Fruchtbarkeitsgöttin mit Kennzeichen Ei und Hase - Ostern. Und keine rituelle Opferung der Pferde, da das und damit Pferdefleisch zu den alten Göttern gehörte, die dann als Dämonen und teuflisch galten.

    Auch für mich ist es schwierig mit dem Anklicken: wenn Schnee da ist und ich Zeit habe, fahre ich mit den Pferden Schlitten und beteilige mich an Schneeballschlachten. Schneeräumen liebe ich eher nicht und insgesamt ist es mir lieber, wenn's nicht schneit, u.a. weil ich dann meine E-Zäune immer nachjustieren muss, was bei Frost schwierig ist.

    Es gibt auch Beschreibungen von Fjordies auf ähnlichen "Wegen" in Norwegen, zum Teil als Packtiere bei der Elchjagd, d.h. unter sehr schwerem Gepäck.

    Ardennerin Ich weiss nicht, ob es mit jedem Pferd geht. Allerdings würde ich heute mit keinem Pferd den Platz/ die Weide verlassen, bevor ich diese Verbindung habe. Pferde sind nunmal instinktgesteuert und wenn ich schon in der Ruhesituation den Kontakt nicht halten kann, habe ich meiner Erfahrung nach keine Chance, wenn nicht nur Unruhe wegen Neuem auftaucht sondern echte Angst. Wenn die Pferde aber gelernt haben, dass ich mich um angsterregende Situationen kümmere, bleiben sie auch bei grosser Angst eher bei mir.

    Falls Du mich meinst: Das hat nichts mit Tüchtigkeit zu tun. Die Pferde sind schlichtweg viel mit mir zusammen. Früher bin ich Distanzritte bis 100 Meiler geritten. Fürs Training hieß das jeden 2. Tag 4 Stunden reiten. Heute habe ich nicht mehr so viel Zeit, aber von Ursula Bruns über Linda Tellington-Jones bis Bent Brenderup einiges gesehen. Dazu als Kind der Ponyhof eines ehemaligen ostpreußischen Gutsbesitzers und Reit- und Fahrunterricht bei einem ehemaligen Pferdehändler und HJ Reitlehrer.

    Dazu kommt natürlich, dass ich mir heute Pferde besorge, die zu mir passen. Früher hatte ich die, die keiner mehr wollte.

    Mhmm. So was ist bei meinen nicht nötig. Wo ich vorgehe, gehen sie hinterher und wenn ich irgendetwas anfasse und einen Namen rufe, kommt das Pony und beschnuppert das, was ich anfasse. Die Chefin hält es für wichtig, also muss man nachsehen. Dieses Verhalten habe ich im Roundpen, auf dem Platz und auf der Weide trainiert. Da ich mit 1 bis 3 Fjordies alleine unterwegs bin geht's nicht anders. Mit Leckerchen an eine Stelle locken nützt bei meinen nur an dieser Stelle. Jeder neue Zaun einer Autobahnbrücke würde als fremd angesehen und argwöhnisch beguckt.