Posts by hafiking

    hafiking hat einen neuen Termin erstellt:

    Quote

    Der IGZ Landesverband Baden-Württemberg trifft sich zum Besuch des deutschen Landwirtschaftsmuseum.

    Wir schauen uns die Geräte zur Bodenbearbeitung sowie die Modellsammlung ausgiebig an und haben dabei Zeit zum Fachsimpeln.

    Im Anschluss kann gemeinsam eingekehrt werden.

    Kurze Anmeldung zur Planung des Mittagstischs ist hilfreich.

    Man darf in diesem Zusammenhang nicht verkennen, dass der Traktor für viele Menschen und Tiere auch eine Erlösung war. Wie wurde das Spannvieh teils geschunden aus Unverstand, Ignoranz und Not. Die Arbeit mit Zugtieren erfordert eine große Begeisterung und Achtung vor der Kreatur und die wiederum hat und hatte nicht jeder. Auch heute sieht man Anspannungen (lose Halskoppeln, unpassende Kumte, ...) bei denen Mensch und vor Allem Tier mit dem Schlepper besser dran wären.

    Gleichwohl sehe ich in der Arbeit mit Zugtieren in gewissen Bereichen eine realistische Zukunft, vor allem für kleine Betriebe. Allein wenn man die Maschinenkosten anschaut.

    So seh ich das auch. Die Stranghalter der Stangenpferde sind immer zu kurz, so dass stets ein Druck auf die Kruppe erfolgt. Eine Unsitte die auch in mehreren Artikeln im Ruralheritage bemängelt wird.

    wir hatten das Thema schonmal irgendwo:

    Ich habs gern klassisch:

    Englisch Kumt: Ellbogenkandare

    Brustblatt: Doppelringtrense

    Arbeitseinsatz: Postkandare/Trense in der Regel weich geschnallt oder Doppelringtrense

    Meinen Pioneer Miststreuer mit 3m³ Fassung schätze ich leer um die 850 kg. Dann kommt der Mist noch drauf etwa die 1,5 t. Dann wären wir bei etwas mehr als 2t Gesamtgewicht voll.

    Bei einem Pferdegewicht von 1 t sind wir dann kurzzeitig für den Weg zum Acker und zu Beginn des STreuens bei dem Verhältnis Pferdegewicht zum Lastgewicht bei 1:2 bzw 1:2,5.

    Fünf min nach Streubeginn bei 1:1

    Eine sehr positive ERfahrung für die Pferde, da es immer leichter wird.

    Wir wollten auch den Nikolaus zum Kindergarten bringen. Den Kindergärtnerinnen wars aber zu viel bei schönem Sonnenschein die Kinderlein anzuziehen und mit nach draussen zu nehmen.

    Da haben wirs dann halt gelassen.


    Schön, dass es anderswo klappt.


    Was hast Du da für einen hübschen Wagen? Gibts auch Bilder von der Seite?

    Naja, so ganz übertragbar erscheint mir die Welt der Amischen nicht, da neben der Pferdearbeit ja auch ein Gesellschaftsmodell dazugehört, welches wir bei uns nicht haben und meist auch nicht anstreben. Viele Dinge kann man jedoch gut anwenden, aber eben nicht alles.

    Sehr gute und auf unsere Verhältnissse zugeschnittene Info zur Zugpferearbet findet sich heute noch in der landwirtschjaftlichen Literatur bis in die 1960er Jahre.

    Weiterhin sehe ich durchaus etlicheeuropäische Initiativen und Tüftler, die zwischenzeitlich die Ansätze der amischen Betriebe auf unsere hiesigen Bedürfnisse anpassen. Zumal wir in Deutschland durchaus noch gute Möglichkeiten ahben zu vergleichweise günstigen Preisen an taugliche alte Geräte heranzukommen.

    Ich denke die Zehnerzüge der Amischen sind eher keine Modell für den europäischen Zugpferdeeinsatz.

    Zur Wissensvermittlung gibt es zwischenzeitlich auch gute Möglichkeiten systmatisch die Arbeit mit Pferden zu erlerenen.

    Hier sei z.B. auf die APRI-Kurse der IGZ oder vergleichbare Angebote verwiesen. Wichtig ist, dass man sich drum kümmert und den Kontakt zum Wissen sucht.

    Dein Vorhaben in allen Ehren. Ich würde dir empfehlen einen leichten kleinen Wagen mit Verdeck zu besorgen und nicht zwei Ponies mit einer suboptimalen Lösung durch die Gegend zu quälen. Das bisher geschilderte sieht danach aus, als ob die Tiere immer am oberen Limit arbeiten sollen. Was machst Du wenn ein Steigung kommt?

    Schau dass Dein Wagen möglichst leicht ist und verzichte auf etwas Komfort für Dich.

    Es fährt sich dann auch flotter und macht allen mehr Spass.

    Da fällt mir die Warnung meines Fahrlehrers ein. Das Eggen mit Ackereggen ist für junge und unerfahrene Pferde nicht ungefährlich. Im Vergleich zur Wiesenegge fängt die Ackeregge bei schnellere Gangart zum Hüpfen an. Er hatte den Fall, dass einem Pferd beim Durchgehen die Egge nachher im Kreuz gelandet ist. Schwerste Verletzungen und das Pferd war nicht mehr für den Arbeitseinsatz zu gebrauchen.

    Heut konnt ichs nachvollziehen.

    Auch ich hab keine guten Erfahrungen mit den "Sicherheits"-Schäkeln gemacht. Am Arbeitsgeschirre halt ich die bei meinen Pferden bei den Aufhalten sogar für gefährlich. Weil die mit ihren neugierigen Nasen alles genau untersuchen und austesten.

    An den Stränden des Arbeitsgeschirre komm ich mit den Ketten und Knebeln bestens zurecht.

    Am schönen Wagen mag ich das Geklapper nicht.

    Ich halte es wie A. Nemitz

    Grüße Florian

    .....

    Unter den Sohlen haben wir als Verschleiß Duplo Kunststoffbeschläge verschraubt und die Schnallen mit Gurtschlössern von Spanngurten ausgerüstet.

    (Schnallen nach außen !!!!)

    .....

    Guten Tag,

    könnt Ihr noch ein Detailbild von der Anbringung der Spanngurtschlösser einstellen?

    So richtig hab ich das noch nicht gecheckt. Danke und Grüße

    Florian