Posts by RD 26

    Noro

    Ich dachte bisher, dass youtube die Werbung regelt, unabhängig vom Einsteller der Videos. ???

    Es macht mir schon seit einiger Zeit viel weniger Spaß youtube anzusehen - eben wegen des so extrem angestiegenen Werbeanteils. Das geht mir aber bei fast allen Videos die ich ansehe so.


    Gruß

    Walter

    Ok, so verstehe ich es. Vielen Dank Rossknecht.


    Vielleicht ein gutes Geschirr da wo überall dieses System eingesetzt wird oder man nur das eigene Material verwendet.

    Ich bin gern so ausgerüstet, dass ich in meinem Umfeld (auch weiter weg) normalerweise mit meinem Geschirr alles anspannen kann (Wagen, Geräte, Ortscheid) ohne an der Lastaufnahme oder an den Strängen etwas ändern zu müssen. Vielleicht muss man mal eine fremde Kutsche ziehen, oder ist bei einem Wettbewerb auf das bereitgestellte Material angewiesen. Bei meinen amerikanischen Geschirren habe ich die heel chains gegen deutsche Strangketten ausgetauscht um die hier vielerorts üblichen Knebel an den Ortscheiten einhängen zu können.


    Nochmals vielen Dank für deine Hilfe. Freue mich. über amerikanische Geschirre immer mehr zu lesen und zu lernen.


    Gruß

    Walter

    Rossknecht so gut es ging habe jetzt den Beitrag von Rural Heritage durch - sehr spannend wenn man ein amerikanisches Geschirr besitzt! Ich bräuchte noch Erklärung zum "Butt Chain" bzw. "Short-Trace Harness". Im Prinzip das Geschirr welches ich (wahrscheinlich?) habe , allerdings gibt es einen Kommentar dazu bzgl. Holzrücken, dass es bei den Strängen die Möglichkeit gibt diese nach dem Abhängen in den Stranghaltern einzuhängen. Hab ich das falsch verstanden? Auch das verwendete System die Kette am Wagscheid zu befestigen ist mir nicht klar. Vielleicht kannst du mir dabei behilflich sein?


    Gruß

    Walter

    Bei einer Holzrückeveranstaltung kam ich mit jemanden ins Gespräch, der auch amerikanische Geschirre verwendet.

    Er hat sich ein zweites Selet mit Bauchgurt und Schweifmetze angeschafft und jeweils die Riemen, die von der Kruppe zu den Hamen führen, mit Karabinern versehen. Je nach Arbeit legt er dann das entsprechende Geschirr an, beim Holzrücken ohne komplettes Hintergeschirr und beim Fahren halt mit.

    Ja, so in etwa stelle ich mir das auch vor, muss es nur noch umsetzen . . .


    Zwar OT aber vielleicht trotzdem interessant.

    Bei uns haben die amerikanische Geschirre die Brustblätter verdrängt. Wir nutzen sie vor der Kutsche (Marathon Trainingswagen) genauso wie vor Gummiwagen und Miststreuer, einspännig und zweispännig. Bei der zusätzlichen Einspännerausrüstung (Tragösen sind mit einem Bauchgurt verbunden und werden auf beiden Seiten am Selett verschnallt) war ich mit den doppelten Bauchgurten nie ganz glücklich. Daher habe ich mir bei Heavy Horseparts einen gepolsterten Bauchgurt anfertigen lassen in dem beide Gurte (normaler Bauchgurt + Einspännerbauchgurt) verschnallt werden. Dieser sitzt durch die Polsterung bequemer und Quetschungen zwischen den Riemen werden vermieden. M.M.n. ging unsere Stute danach entspannter.


    Wir haben unser Brustblatt auch verkauft, erst vor kurzem auch das für Einspänner.

    Hast du noch ein Foto von deiner Sonderanfertigung? Bisher nutzen wir zum einspännig Fahren die zusätzliche Verschnallung.


    Was ich bei einem Arbeitsgechirr sehr wichtig finde, sind die im zweiten Bild von hafiking sichtbaren Haken um die Straenge bei nichtgebrauch einzuhaegen. Ein Arbeitspferd muss man aufgeschirrt stehen lassen oder zum Feld fuehren koennen, ohne dass das Pferd mit scharfen Hufeisen die Straenge auf dem harten Boden beschaedigt.

    Tatsächlich war es genau diese "Kleinigkeit" die mich überhaupt auf das amerikanische Geschirr aufmerksam gemacht hat - auch wenn Hafiking die Haken gerade nicht nutzt. ;)


    Gruß

    Walter

    Beim Putzen ok, das sehe ich ein aber beim Aufschirren macht sich das zeitmäßig doch kaum bemerkbar.

    Bei mir sind eigentlich alle Teile, abgesehen von Kumt und Aufhalter (wie bei Florians erstem Bild), immer zusammen. D.h. ich habe alles über dem Arm und lege es mit einem Schwung auf. Zusätzliche Handgriffe sind eigentlich nur das Einhaken von vier Karabinern, das Durchfädeln des Bauchgurtes durch die Aufhalteröse und das Hervorziehen des Schweifes aus dem Umgang. Das aber dauert doch kaum 1 - 2 Minuten. Oder habe ich da etwas falsch verstanden?

    Ich wollte mit meiner Aussage eher Roßknechts Meinung zum minimalistischen Geschirr beim Arbeiten ohne Wage/Deichsel bestätigen.


    Bei mir in der Umgebung fährt ausser mir praktisch keiner mit Hintergeschirr und wirklich keiner mit amerikanischem Geschirr. Wenn mir dann ein Bekannter beim Aufschirren zusieht bekomme ich öfters zu hören dass man "mit so einem amerikanischen Geschirr viel länger braucht" - dabei hinkt der Vergleich ja eindeutig, da der (geringe) Mehraufwand nicht durch die Geschirrart sondern durch das Hintergeschirr entsteht.


    Wir reden viel von Entschleunigung und dann sollen 5 Minuten Geschirr auflegen, die erkennbar dem Tierschutz dienen, ein Rolle spielen?

    Sehe ich genauso Florian. Zudem ist es für mich 100% Hobby, da lass ich mich (fast nie) drängen.


    Zudem bin beim Geschirr noch am Lernen, z.B. probieren was im Wald oder an der Wiesenegge alles vom Geschirr zuhause bleiben kann.


    Vielen Dank für die Erläuterungen zu den Geschirren und deren Einsatzzweck!


    Gruß

    Walter

    Ponyking: Schöne Geschirre! Ist sowas für z.B. Süddeutsche Kaltblüter heute noch zu bekommen?


    Das Amerikanische Arbeitsgeschirr ist schon schwerer, das stimmt. Die hier in BW sonst übliche Kumt-Anspannung mit den tschechischen Geschirren (ohne Hintergeschirr!) ist deutlich leichter. Mit etwas Übung kann Mann dieses Geschirr komplett auch einem großen Kaltblut überwerfen - Stränge, Schweifriemen und Bauchgurt sind dabei über die Kumtspitze "gefaltet", das Gebiss (+ Leine) hängt am Kumtring.


    Bei deinem (Hinter-) Geschirr fällt mir auf, dass die Rückhalteriemen seitlich am Pferd laufen. Ich glaube, bei den amerikanischen Geschirren spricht man in einem solchen Fall von "D-Ring Harness". Bei Hafiking und auch bei unseren amerikanischen Geschirren gehen die Aufhalteriemen über Kreuz unter dem Pferd nach vorn zum Martingal.


    Gruß

    Walter

    Danke.

    Ab 15:30 sieht man rechts im Bild kurz, dass die Waage mit einem Haken an der Zugkette festgemacht ist, nochmal ab 23:30.

    Interessant wie das ganze Gespann gefahren wird:

    Sattel-,Begleitpferd, Boden; und Leinen gibt es nur für einige Tiere, die meisten laufen so mit. Ob das vor 140 Jahren auch so war?


    Ab 25:30 und ab 29:50 sieht man Kurvenmanöver.


    Gruß

    Walter

    gute Frage - nächste Frage ...

    ohne es zu wissen behaupte ich "vielleicht"

    da die Teams im Vorspann einzeln aus der Hand gefahren werden, sind sie sicher getrennt an die Last herangefahren worden; das verlangt entweder nach Ansatzstellen in einer durchlaufenden Kette oder auch Kettenstücke die jeweils mit dem vorderen Wagscheit verbunden sind und hinten einfach eingeklinkt werden; tendiere ehr zur ersten Version - weil wir so Ochsengespanne koppeln

    Schon mal vielen Dank! :):thumbup:

    Damit das hier nicht zu weit abschweift, und weil es m. E. dort besser passt mache ich in diesem Thema weiter.


    Das Buhle-Buch gibt es übrigens als Wiederauflage. Zu bestellen z.B. über den Starke-Pferde-Verlag.


    Gruß

    Walter

    Angeregt durch Zeno's Beitrag möchte ich auf das Einspannen/Heranführen an die Kette eingehen. Im Video (1. Beitrag hier) sieht man ab ca. 1:00 wie die Mulis an die Kette herangeführt werden. Waagen sind vormontiert an der Kette. Weiß jemand ob das nur in USA so praktiziert wurde oder auch z.B. in Deutschland wie beim Beispiel aus Paul Buhle's Buch?


    Meiner Meinung nach übrigens ein wirklich interessantes historisches Projekt. Faszinierend was da früher geleistet wurde durch Mensch und Tier. Es gibt im Netz noch weitere Videos zu den "20 Mule Teams", sowohl Anspannung als auch Wagenbau.


    Spannend u.a.das die Mulis, die die Deichsel in der Kurve nach außen ziehen, nachher so locker wieder über den Mittelstrang/kette rüberspringen (ca. 4.45 min).
    Ich denke bei 3.30 min war es ganz ähnlich oder? Konnte es nicht so genau erkennen, aber ein Muli hüpft da auch rum.

    In diesem Film kann man das auch gut sehen. Vor allem das nur das Pferd des 2. Paares (das 1. Team an der Kette) über die Kette springen muss um auszuholen. Alle anderen Teams bleiben wohl rechts und links der Kette.


    Gruß

    Walter

    Hallo Zeno,


    danke für die Zeichnung. Habe zwar das Buch, aber wohl schon länger nicht mehr reingesehen . . .

    zu 5 durchlaufende Ketten mit Vorderbraken :

    sind dann da "normale" 2-Spänner-Waagen (in diesem Fall 3 Stück) in die Kette eingearbeitet (lose an einem Ring?)?


    Gruß

    Walter


    P.S.: Mir ist nicht ganz klar was das mit dem Maultier-Museum zu tun hat, aber trotzdem interessant. :]

    Bei den Gespannen 2 & 3 könnte man meinen, dass eine feste Deichsel verbaut ist, also die Pferde das Gewicht nicht tragen. Trotzdem sieht es (das Zusammenwirken von Neck-Yoke/Querdeichsel und Deichsel) harmonisch aus. Meine Meinung.


    Gruß

    Walter