Posts by greenorest

    Hallo,


    meine Empfehlung wäre, die Sache per Fahren vom Boden ohne Kutsche zu klären. Gerne absichtlich "schreckliche pferdefressende Monster" aufsuchen, im Trailparcours etc. üben, langsam die Anforderungen steigern. Das ist sicher und effektiv, aber nicht unbedingt eine super-schnelle Lösung.


    Meine Erfahrung ist, dass umdrehen etc. durch geschickte Hilfengebung zwar abzumildern ist, aber nicht völlig zu verhindern ist.

    Man kann es aber schaffen, dem Pferd ausreichend Sicherheit und Vertrauen zu geben, dass es im Zweifel z.B. abwartet oder sich im Extremfall kontrolliert in eine andere Richtung fahren lässt, wenn der Fahrer entscheidet, dass das Monster voraus zu übel ist.


    Führen durch den Beifahrer ist m.E. eine Krücke, kann man mal machen bevor etwas anbrennt, wirklich sicher ist es aber nicht. Erstens ist man meistens zu langsam, zweitens hat der Beifahrer im Zweifel recht wenig Chancen.


    Zum Schluss: Wenn man ein Pferd hat, war im Zweifel nach "Rückwärts" reagiert: Einen Wagen fahren, der ein gutartiges Fahrverhalten hat und nicht leicht kippt. Im Sulky z.B. sehe ich das ganz gelassen. Da kann ein Pferd ruhig mal rückwärts gehen oder umdrehen oder Bekanntschaft mit dem Graben machen, bis ich da in Platznot komme, muss schon arg viel passieren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es gibt natürlich unterschiedliche Pferdetemperamente, unterschiedliche Leistungsfähigkeit usw. Extrem phlegmatische Exemplare gibt es auch, die sind aber relativ selten. Die meisten "faulen" Pferde sind es aufgrund falscher Ausbildung und Hilfengebung.


    Zunächst sollte man überprüfen, ob das Pferd grundsätzlich (gesundheitlich) fit ist und in der Lage, zu laufen. Wenn ja, das Training überprüfen. Nicht falsch verstehen, Kinderponys haben leider oft keine sinnvolle Ausbildung genossen. So manches Exemplar lernt hier vor allem, sich der Arbeit zu entziehen.


    Als nächstes die Ausbildung überprüfen: Eindeutige treibende Hilfen mit dem Pony vereinbaren, ein konstantes, vernünftiges Tempo vereinbaren (ein Tacho ist eine sehr wertvolle Hilfe!). Falls das Pony von selbst langsamer wird:

    freundlich berühren

    warten auf richtige Reaktion und loben

    falls nicht:, berühren,

    warten auf richtige Reaktion und loben

    nachdrücklich berühren (so dass eine Reaktion kommt)

    (Die Leinen müssen immer weit genug nachgeben, damit das Pferd die Reaktion nach vorwärts ungestört ausführen kann, auch wenn es zu Beginn mal ein bisschen viel Vorwärts ist)

    Je konsequenter und fairer man hier ist, desto schneller wird das Pferd richtig reagieren und vernünftig vorwärts laufen. Damit meine ich ein Pferd, das von selbst die gewählte Gangart motiviert beibehält und nicht sofort, wenn der Fahrer aufhört zu treiben, stehen bleibt. Das Grundtempo hängt vom Individuum ab.

    Da weder Pferd noch Mensch sich stundenlang konzentrieren können: Lieber kurz und knackig üben, mit viel Abwechslung. Übergänge, Schlangenlinien, spannende Umgebungen, andere Pferde, aus Pferdesicht lohnende Ziele (Pausen z.B. auf einer saftigen Wiese). Auch hilft es oft, mal fremdes Gelände aufzusuchen und bloß nicht ständig die gleiche Hausrunde zu drehen.


    Schließlich wichtig: NIEMALSNICHT dauertreiben. Bei 99.9% aller faulen Pferde sehe ich Reiter oder Fahrer dauertreiben. Damit stumpft man ein Pony total ab und niemand hat mehr Spaß.


    Zur Peitschenhilfe: Beim kleinen Shetty "geht" das manchmal nicht so regelgerecht, da je nach Wagen und Pony dort, wo man nach Lehrbuch treiben sollte, leider die Anzen oder das Selett im Weg sind. Das ist aber eigentlich egal, dann treibt man eben an anderer Stelle, ja, notfalls halt auch mal auf der Kruppe (aber Achtung: kann ggf. Ausschlagen provozieren, muss vorher geklärt werden). So manches mal eignet sich eine ganz normale Dressurgerte besser für präzise Hilfengebung als eine Fahrpeitsche.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es gibt Pferde (oft Ponys/Robuste) die haben aufgrund ihres Gebäudes kein Platz für ein Brustblatt und ziehen deswegen sehr ungern mit einem solchen.


    Wenn es sich um ein solches Pferd handelt, würde ich tatsächlich in ein gutes Kumt investieren. Marathonkummete sind mE für "normal gebaute" Pferde gebaut und helfen Kandidaten ohne Platz auf der Brust wenig.


    Wenn schon ein Arbeitskumt vorhanden ist: Zieht das Pferd damit besser und lieber? Stress beim Ziehen kann auch aus anderen Mängeln in Geschirr und Ausbildung resultieren..


    Gruß Tina

    Hallo,


    wir haben 3x Stm. 150 cm und 2x Stm. 90 cm, alles Robustrassen, alles Wallache, 16, 19, 26, 31 und 40 Jahre alt.


    Die Ponys wohnen in einem Offenstallareal auf einer Grundfläche von ca. 20x 50 m, worauf sich 3 Ställe und verschiedene Bodenverhältnisse (Pflaster, Sand, Hackschnitzel, Liegefläche mit Spänematte, Schotter, Naturbodenbereich (nur im Sommer zugänglich) verteilen. Die Auslauffläche ist strukturiert, so dass die Pferde zur Bewegung eingeladen werden.

    Zusätzlich haben wir ca. 3 ha Weideland, von dem wir überwiegend Heu machen (nur 1. Schnitt), auf das die Ponys im Sommer aber auch dosiert und stundenweise dürfen, teilweise auch einzeln, je nach Futteranspruch. Im Winter gehen die Ponys nicht auf die Weide, da diese fast alle sehr steil und/oder nass sind.

    Im letzten Jahr ist die Fütterung aufwändiger geworden, da die beiden ältesten keine guten Zähne mehr haben und Heucops dazu bekommen (4x täglich). Ansonsten gibt es 4x am Tag Heu und 1x Kraftfutter.


    Alle Ponys sind gesund, zufrieden und ausgeglichen und fit. Mein 16-jähriges Shetty geht sehr erfolgreich im Sport. Den Tierarzt brauchten wir den letzten Jahren fast nur zum impfen und Zähne machen. Einzige Ausnahme: Bevor wir beim Ältesten konsequent Heucops gefüttert haben gab es mehrere Koliken weil das Heu nicht mehr gut genug gekaut wurde.


    Gruß Tina

    Hallo,


    Vorsicht mit größeren Umbauten, die in die Geometrie des Wagens erheblich eingreifen: Da versaut man sich schnell die Balance des Wagens um man erreicht dann keine Schwebe mehr. Wenn man so etwas macht, vorher genau überlegen und durchrechnen.


    Bzgl. Hintergeschirr und Traberanspannung kann ich mich Kaidan anschließen. Ja, man kann mit Trabergeschirr schon auch im Gelände fahren, weil die Traberwagen leicht sind. Wirklich komfortabel ist es aber nicht fürs Pferd, wenn es nicht nur eben ist. Bei uns kommt es nicht in Frage, hier ist es nämlich ernsthaft bergig. Wenn du an der Mosel nicht nur im Tal bleiben willst, bist du mit Brustblatt und Hintergeschirr wahrscheinlich besser bedient.


    Wir fahren auch Fohlenwagen, unserer ist aber anders gebaut und hat sehr reichlich Bodenfreiheit. Wir haben Umlenkrollen angebracht, was denkbar einfach ist und m.E. beim Sulky Vorteile gegenüber dem Ortscheid hat (leichter, ruhiger, komfortabler)

    Hallo,


    hier gibt es zum Glück noch keine Wölfe, die sich fest angesiedelt hätten.


    Aus den Erfahrungen, die konkret in Wolfsgebieten gemacht werden, schließe ich, dass Wölfe für alle Weidetiere, auch für Pferde und Ponys eine reale Gefahr darstellen. Dies erschwert artgerechte Haltung ganz erheblich und würde unsere Kulturlandschaft deutlich negativ verändern. Und ja, ich hätte Angst um meine Ponys.


    Gruß Tina

    Hallo,


    vor kurzem hatte ich ein reichlich unschönes Erlebnis mit Herdenschutzhunden:

    Diese haben mich und mein Pony vor dem Sulky als "unbekanntes gefährliches Objekt" eingestuft. (Reiter, die die gleiche Strecke gingen, wurden nicht behelligt). Zum Glück sind sie nicht über den Zaun, ich weiß nicht,was dann passiert wäre.


    Gruß Tina

    Hallo,


    grundsätzlich sind Traber-Trainingswagen von der Geometrie her so "niedrig" gebaut. Die Länge der Anzen und die Höhe, in der man eine Schwebe erreicht, zeigen für welches Stockmaß der Wagen gebaut wurde. Die Sitzbank sollte dann auch annähernd waagrecht liegen.

    Das einzig seltsame bei deinem Wagen ist die sehr niedrige Hinterkante, wie Kirsten schon schreibt. Das ist tendenziell gefährlich, ggf. kann man dies leicht ändern/kürzen?


    Ansonsten: Fohlenwagen werden oft mit Traberanspannung gefahren. Fährt man sein Pferd aber abseits einer (ebenen) Trainingsbahn bzw. sogar in hügeligem Gelände, ist es empfehlenswert, auf Brustblattanspannung und Hintergeschirr umzurüsten. Dies macht dem Pferd die Arbeit erheblich leichter und bequemer.


    Gruß Tina

    Hallo,


    ich kann mich bennyblue anschließen, von mir noch ein paar Tipps zur Fahrphysik, wenn man einen möglichst sicheres und bequemes Wägelchen sucht:


    Wichtig ist ein niedriger Schwerpunkt, dh breite Spur und nicht unnötig hohe Sitzhöhe. 50-60 cm reichen völlig, um bequem über sein Shetty zu schauen.

    Zweitens braucht der Fahrer und ggf Beifahrer einen stabilen Sitz. Fußrasten bzw der "breitbeinige" Sitz geben sehr viel mehr Halt als der Sitz wie auf einem Stuhl.


    Zum Schluss: Fahr unbedingt so viele Wagen wie möglich Probe, um deine Präferenzen zu finden.


    Gruß Tina

    Hallo,


    ein gewisses Restrisiko gibt es immer, und nicht jedes Verhalten kann man verhindern. Letztlich habt ihr Glück gehabt, wirklich schlimmes passiert ist ja nicht und das Pferd ist nach einer kurzen Strecke stehen geblieben und nicht etwa kopflos kilometerweit gerannt. Das spricht doch sehr für dein Pferd.


    Mein Pony ist mir auch schonmal blitzartig umgedreht, er stand zu dem Zeitpunkt schön an den Hilfen, hatte eine klare Tendenz nach vorne im flotten Trab....als wir beinahe in ein Reh hereinrasselten, das aus dem Wald sprang. Eine halbe Sekunde später hatte das Pony um 180 Grad gedreht. Da macht man mE nichts. Passiert ist bei mir rein gar nichts dabei, bin eine Wendung gefahren und weiter. Ich fahre allerdings einen Sulky der wie ein Brett auf der Straße liegt.


    Ich würde an deiner Stelle das Fahrverhalten der Kutsche prüfen, auch bei den Zweiachsern gibt es da gewaltige Unterschiede. Manche kippen doch arg leicht, andere sind sehr stabil.


    Mit dem Pferd würde ich in Ruhe wieder anfangen, es ist mE aber unwahrscheinlich, dass das ein groses Problem wird.


    Gruß Tina

    Hallo,


    der zulässige Maximaldruck bzw. eine Druckspanne steht immer auf den Reifen. Je schmaler, desto härter kann/soll man sie aufpumpen. Je höher das Gewicht, desto härter sollte man sie aufpumpen.

    Hart aufgepumpte Reifen (knapp unter dem auf dem Reifen angegebenen Maximum) haben ein niedrigeren Rollwiderstand, etwas weniger Reifendruck bringt mehr Federungskomfort auf unebenem Boden. Zu wenig Reifendruck rollt extrem schlecht und provoziert Platten.


    Letztlich sind die Unterschiede nicht schrecklich gravierend, es gibt einen Bereich, in dem man gut und sicher fahren kann. Ich würde bei der Kutsche (da schwerer als ein Fahrrad) eher an der Nähe der oberen Druckgrenze aufpumpen. Wenn der Wagen dann zum "vibrieren" neigt und sehr unkomfortabel zu fahren ist, etwas Druck ablassen. Wenn man die Reifen mit dem Finger leicht eindrücken kann, ist zu wenig Luft drin.


    So wie die Reifen aussehen, würde ich sie gleich erneuern. Aufwand und Kosten sind eher gering, spart später ggf. jede Menge Zeit und Ärger (wenn man zu ungünstiger Zeit einen Platten hat). Reifen ab: Luft raus, Reifen von der Felge hebeln (bei Fahrradreifen geht das meistens per Hand, wenn das schwierig geht, gibt es Werkzeug dazu). Felge kontrollieren, Felgenband neu, neuen Reifen und Schlauch aufziehen (eine Seite zuerst, dann die andere). So wie dein Wagen aussieht, musst du vermutlich die Räder nicht demontieren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es handelt sich hierbei um Fahrradreifen, die leicht und günstig erhältlich sind. (Internet oder jeder Fahrradladen)

    26 bzw. 559 entsprechen dem Durchmesser (die beiden Angaben sind synonym), das muss passen, sonst bekommst du die Reifen nicht auf die Felgen.


    50 bzw. 1.95 geben die Reifenbreite an. Hier darf man etwas variieren, z.B. 1.75 oder 2 gehen auch. Nicht zu extrem variieren, schauen, dass es zu der Felgenbreite noch halbwegs passt und nirgendwo anstößt, wenn die Reifen sehr breit sind.

    Die Zahl gibt etwa die Breite in Zoll an. Bei tiefem, sandigen Boden sind breitere Reifen besser, bei hartem etwas schmalere, breitere sind etwas komfortabler.


    Ich würde dir "Touren oder Cityreifen, bei Sand auch solche vom "Fatbike" empfehlen, die wenig Profil haben. Diese Reifen sind robust und haben einen Pannenschutz. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern nicht erfahrungsgemäß nicht sehr groß. Profil erhöht nur den Rollwiderstand und ist laut, besonders viel "Grip" braucht man an der Kutsche nicht.


    Nicht vergessen, auch die alten Schläuche und Felgenbänder zu tauschen und zu schauen, dass es nirgendwo scharfe Kanten hat (z.B. an den Speichen).


    Reichlich Auswahl: (Beispiel)

    Fahrradreifen


    Gruß Tina

    Hallo Friska,


    wenn dein Pony Zeit seines Lebens schon irgendwie gearbeitet wurde und nicht nur völlig tatenlos auf der Koppel rumgestanden hat (und natürlich gesund ist), kannst du das Training recht bedenkenlos steigern:


    Muskulatur und Herz-Kreislauf-Kondition des Pferdes sind schnell und problemlos aufzutrainieren, und es ist sehr leicht zu erkennen, wann es dem Pferd reicht. (Es wird langsamer, schnauft stark, ist z.B. am Berg offensichtlich stark angestrengt..). Vorsichtig sein muss man lediglich bei Pferden, die in der Gruppe mitziehen, koste was es wolle oder die sich aus anderen Gründen sehr stark aufregen.

    Einfache Kontrolle, wenn man sich Sorgen macht: Nach der Ausfahrt in Ruhe ausspannen (~5-10 min nach der Ankunft auf dem Hof) und dann den Puls messen. Dieser sollte (allerspätestens nach 20 min) unter 64 Schlägen sein. Zu messen mit einem einfachen Stetoskop in der Gurtlage.


    Kritisch beim Pferdetraining ist der Aufbau der Robustheit von Sehnen, Bändern und Knochen, dies erfolgt über mehrere Jahre. Daher muss man ein Jungpferd, oder z.B. auch ein älteres Pferd, welches jahrelang nur rumgestanden hat, systematisch aufbauen und auch in seinem Arbeitseifer mal bremsen. Dies betrifft allerdings vor allem schnelle Gangarten, lang und langsam im Schritt ist ungefährlich.


    Generell muss man sich bei typischen Freizeitanforderungen wenig Sorgen machen, sein Pony zu überfordern. 4km sind sehr wenig, zur Gewöhnung beim Einfahren in Ordnung, das kannst du aber problemlos in den nächsten Wochen auf 15-20 km steigern, viel Schritt, zwischendurch immer mal 1-2 km traben. In 8-10 Wochen wäre typischerweise ein kleine Wanderfahrt mit Tagesetappen um 30-35 km kein Problem. Später, wenn du möchtest die Trabstrecken häufiger werden lassen, so dass du immer 1-2 km trabst, dann ein paar Minuten Schrittpause.


    Gruß Tina

    Hallo,


    Gigs lassen sich i.d.R. problemlos für eine oder mehrere Personen austarieren. Manchmal (je nach Bauart) reicht es schon, sich etwas anders auf der Sitzbank zu positionieren. Wenn die Sitzbank verschiebbar ist, ist es ganz einfach.

    Der Gig sollte immer gut ausbalanciert sein, im Zweifel ist es aber besser, kurzfristig (wenn z.B. der Beifahrer mal kurz absteigt) etwas Gewicht auf den Tragaugen zu haben als dass der Gig die Tragaugen nach oben zieht.


    PS: Uneinigkeiten bei der Wahl der Streckenführung am besten alleine mit Konsequenz aber in Ruhe vom Boden (Fahren vom Boden) aus mit dem Pony klären. Das ist eine Erziehungs- und Ausbildungsfrage, wo meiner Erfahrung nach die Grundlagen stimmen müssen. Führen durch den Beifahrer ist m.E. da hauptsächlich Symptombekämpfung und ist das Pony schlau, lernt es ggf. schnell, sich erst recht zu entziehen. Im Zweifel hat ein Beifahrer sowieso schlechte Chancen, ein Pony vom "Unsinn-machen" abzuhalten.


    Die Vorgabe "immer mit Beifahrer fahren" ist eine Aussage neuerer Veröffentlichungen der FN. Wie Herr Nemitz sagt: Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht und in früheren Zeiten (siehe klassische Fahrliteratur) war es ganz normal, 1- und 2-spännig alleine zu fahren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    um Scheibenbremsen ordentlich zu montieren, sind Toleranzen im Zentelbereich nötig. Mit Handarbeit beim Schweißen schafft man dies leider nicht. Fahrräder werden industriell gefertigt, da sind solche Toleranzen kein Problem. Sulkys, auch von renommierten Herstellern, sind meines Wissens mehr oder weniger Einzelanfertigungen, von Hand geschweißt.


    Zur Bremse am Sulky:

    Ja, ich wohne im Schwarzwald. Ich fahre 90 cm Shetty (150 kg) und 80kg (beladener) Wagen. Ich nutze die Bremse (Felgenbremse bei mir, funktioniert super) fast nicht, aber ab und zu (je nach Bodenverhältnissen und Gefälle) ist die doch mal ganz nützlich. Der große Sulky wird beladen ca. 130 kg wiegen, und das Pferd wiegt 450 kg. Der sollte den Sulky also im Verhältnis noch besser aufhalten können.

    Als Bremse am Sulky reicht m.E. "low tech" mit nicht ganz so toller Bremswirkung völlig, weil die Bremse ja nur ein wenig unterstützen soll. Daher dachte ich an die Klotzbremse. Für eine Felgenbremse sind die (Mofa)räder am großen Sulky ungeeignet.

    Für Trommelbremsen müsste man die ganzen Räder tauschen, und das wird teurer, als der ganze gebrauchte Sulky... Ich glaube, das lohnt nicht wirklich.


    Gruß Tina

    Hallo,


    hat niemand einen Tipp, wie man am besten eine einfache Klotzbremse am Sulky umsetzt? Besonders praktisch wäre es, wenn man Teile zum Zukaufen finden würde.

    Man könnte den Wagen natürlich mit neuen Rädern mit Trommelbremse umrüsten, allerdings haben mich die Trommelbremsen bei meinem früheren Sulky reichlich genervt. (Festhängen, schreckliche Geräusche...)


    Gruß Tina

    Hallo,


    meiner Meinung nach ist eine solche Haltung nicht optimal - abgesehen von den ganz wenigen Ausnahmefällen, wo ein Pferd tatsächlich völlig unverträglich ist.

    Wenn "nur" die Herde nicht harmoniert, würde ich dazu raten, in einen Stall umzuziehen, in dem dein Pferd ihm sympatische Gesellschaft findet. Dies ist für das Wohlbefinden des Pferdes, seine Ausgeglichenheit und Gesundheit meiner Erfahrung nach sehr wichtig.


    Gruß Tina

    Hallo,


    meine Stallkollegin habe ich auch mit dem "Fahrvirus" infiziert. Für ihr Kleinpferd haben wir einen einfachen Fohlenwagen (Traber"gig") beschafft. Der Fohlenwagen hat keine Bremse, was an sich kein Problem ist (ihr Pferd wird das Aufhalten lernen). Um jedoch den Vorschriften zu genügen und ggf. bei ganz steilen Bergen mal ein bisschen mitbremsen zu können, würden wir gerne eine einfache Klotzbremse verbauen. Hat jemand Tipps, wie man eine solche Bremse am besten baut, kann man ggf. Teile zukaufen?

    Wir haben einen Metallbauer an der Hand, der kleinere Schweißarbeiten etc. machen kann.


    Gruß Tina

    Hallo,


    im Falle eines Falles würde ich behaupten, dass es immer einfacher und schneller ist, den Bauchgurt aufzuschnallen als beide Selettösen (wozu man ja an beide Seiten des Gespanns kommen muss).

    Ich spanne als Distanzfahrer mit Sulky in ca. 30 sec folgendermaßen aus: Leine hinten aufschnallen, Zugsträge lösen (Patenthaken, Seilzugsystem), Bauchgurt auf ... fertig. Nicht nach Achenbach, aber praktisch und schnell.

    Ich musste bisher 1x im Notfall ausspannen, Pony war vor dem Sulky gestürzt. Auch hier funktioniertes das so wie oben, Pony war schnell wieder frei und alles wieder gut.


    Gruß Tina