Posts by greenorest

    Hallo,


    ein gewisses Restrisiko gibt es immer, und nicht jedes Verhalten kann man verhindern. Letztlich habt ihr Glück gehabt, wirklich schlimmes passiert ist ja nicht und das Pferd ist nach einer kurzen Strecke stehen geblieben und nicht etwa kopflos kilometerweit gerannt. Das spricht doch sehr für dein Pferd.


    Mein Pony ist mir auch schonmal blitzartig umgedreht, er stand zu dem Zeitpunkt schön an den Hilfen, hatte eine klare Tendenz nach vorne im flotten Trab....als wir beinahe in ein Reh hereinrasselten, das aus dem Wald sprang. Eine halbe Sekunde später hatte das Pony um 180 Grad gedreht. Da macht man mE nichts. Passiert ist bei mir rein gar nichts dabei, bin eine Wendung gefahren und weiter. Ich fahre allerdings einen Sulky der wie ein Brett auf der Straße liegt.


    Ich würde an deiner Stelle das Fahrverhalten der Kutsche prüfen, auch bei den Zweiachsern gibt es da gewaltige Unterschiede. Manche kippen doch arg leicht, andere sind sehr stabil.


    Mit dem Pferd würde ich in Ruhe wieder anfangen, es ist mE aber unwahrscheinlich, dass das ein groses Problem wird.


    Gruß Tina

    Hallo,


    der zulässige Maximaldruck bzw. eine Druckspanne steht immer auf den Reifen. Je schmaler, desto härter kann/soll man sie aufpumpen. Je höher das Gewicht, desto härter sollte man sie aufpumpen.

    Hart aufgepumpte Reifen (knapp unter dem auf dem Reifen angegebenen Maximum) haben ein niedrigeren Rollwiderstand, etwas weniger Reifendruck bringt mehr Federungskomfort auf unebenem Boden. Zu wenig Reifendruck rollt extrem schlecht und provoziert Platten.


    Letztlich sind die Unterschiede nicht schrecklich gravierend, es gibt einen Bereich, in dem man gut und sicher fahren kann. Ich würde bei der Kutsche (da schwerer als ein Fahrrad) eher an der Nähe der oberen Druckgrenze aufpumpen. Wenn der Wagen dann zum "vibrieren" neigt und sehr unkomfortabel zu fahren ist, etwas Druck ablassen. Wenn man die Reifen mit dem Finger leicht eindrücken kann, ist zu wenig Luft drin.


    So wie die Reifen aussehen, würde ich sie gleich erneuern. Aufwand und Kosten sind eher gering, spart später ggf. jede Menge Zeit und Ärger (wenn man zu ungünstiger Zeit einen Platten hat). Reifen ab: Luft raus, Reifen von der Felge hebeln (bei Fahrradreifen geht das meistens per Hand, wenn das schwierig geht, gibt es Werkzeug dazu). Felge kontrollieren, Felgenband neu, neuen Reifen und Schlauch aufziehen (eine Seite zuerst, dann die andere). So wie dein Wagen aussieht, musst du vermutlich die Räder nicht demontieren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es handelt sich hierbei um Fahrradreifen, die leicht und günstig erhältlich sind. (Internet oder jeder Fahrradladen)

    26 bzw. 559 entsprechen dem Durchmesser (die beiden Angaben sind synonym), das muss passen, sonst bekommst du die Reifen nicht auf die Felgen.


    50 bzw. 1.95 geben die Reifenbreite an. Hier darf man etwas variieren, z.B. 1.75 oder 2 gehen auch. Nicht zu extrem variieren, schauen, dass es zu der Felgenbreite noch halbwegs passt und nirgendwo anstößt, wenn die Reifen sehr breit sind.

    Die Zahl gibt etwa die Breite in Zoll an. Bei tiefem, sandigen Boden sind breitere Reifen besser, bei hartem etwas schmalere, breitere sind etwas komfortabler.


    Ich würde dir "Touren oder Cityreifen, bei Sand auch solche vom "Fatbike" empfehlen, die wenig Profil haben. Diese Reifen sind robust und haben einen Pannenschutz. Die Unterschiede zwischen verschiedenen Herstellern nicht erfahrungsgemäß nicht sehr groß. Profil erhöht nur den Rollwiderstand und ist laut, besonders viel "Grip" braucht man an der Kutsche nicht.


    Nicht vergessen, auch die alten Schläuche und Felgenbänder zu tauschen und zu schauen, dass es nirgendwo scharfe Kanten hat (z.B. an den Speichen).


    Reichlich Auswahl: (Beispiel)

    Fahrradreifen


    Gruß Tina

    Hallo Friska,


    wenn dein Pony Zeit seines Lebens schon irgendwie gearbeitet wurde und nicht nur völlig tatenlos auf der Koppel rumgestanden hat (und natürlich gesund ist), kannst du das Training recht bedenkenlos steigern:


    Muskulatur und Herz-Kreislauf-Kondition des Pferdes sind schnell und problemlos aufzutrainieren, und es ist sehr leicht zu erkennen, wann es dem Pferd reicht. (Es wird langsamer, schnauft stark, ist z.B. am Berg offensichtlich stark angestrengt..). Vorsichtig sein muss man lediglich bei Pferden, die in der Gruppe mitziehen, koste was es wolle oder die sich aus anderen Gründen sehr stark aufregen.

    Einfache Kontrolle, wenn man sich Sorgen macht: Nach der Ausfahrt in Ruhe ausspannen (~5-10 min nach der Ankunft auf dem Hof) und dann den Puls messen. Dieser sollte (allerspätestens nach 20 min) unter 64 Schlägen sein. Zu messen mit einem einfachen Stetoskop in der Gurtlage.


    Kritisch beim Pferdetraining ist der Aufbau der Robustheit von Sehnen, Bändern und Knochen, dies erfolgt über mehrere Jahre. Daher muss man ein Jungpferd, oder z.B. auch ein älteres Pferd, welches jahrelang nur rumgestanden hat, systematisch aufbauen und auch in seinem Arbeitseifer mal bremsen. Dies betrifft allerdings vor allem schnelle Gangarten, lang und langsam im Schritt ist ungefährlich.


    Generell muss man sich bei typischen Freizeitanforderungen wenig Sorgen machen, sein Pony zu überfordern. 4km sind sehr wenig, zur Gewöhnung beim Einfahren in Ordnung, das kannst du aber problemlos in den nächsten Wochen auf 15-20 km steigern, viel Schritt, zwischendurch immer mal 1-2 km traben. In 8-10 Wochen wäre typischerweise ein kleine Wanderfahrt mit Tagesetappen um 30-35 km kein Problem. Später, wenn du möchtest die Trabstrecken häufiger werden lassen, so dass du immer 1-2 km trabst, dann ein paar Minuten Schrittpause.


    Gruß Tina

    Hallo,


    Gigs lassen sich i.d.R. problemlos für eine oder mehrere Personen austarieren. Manchmal (je nach Bauart) reicht es schon, sich etwas anders auf der Sitzbank zu positionieren. Wenn die Sitzbank verschiebbar ist, ist es ganz einfach.

    Der Gig sollte immer gut ausbalanciert sein, im Zweifel ist es aber besser, kurzfristig (wenn z.B. der Beifahrer mal kurz absteigt) etwas Gewicht auf den Tragaugen zu haben als dass der Gig die Tragaugen nach oben zieht.


    PS: Uneinigkeiten bei der Wahl der Streckenführung am besten alleine mit Konsequenz aber in Ruhe vom Boden (Fahren vom Boden) aus mit dem Pony klären. Das ist eine Erziehungs- und Ausbildungsfrage, wo meiner Erfahrung nach die Grundlagen stimmen müssen. Führen durch den Beifahrer ist m.E. da hauptsächlich Symptombekämpfung und ist das Pony schlau, lernt es ggf. schnell, sich erst recht zu entziehen. Im Zweifel hat ein Beifahrer sowieso schlechte Chancen, ein Pony vom "Unsinn-machen" abzuhalten.


    Die Vorgabe "immer mit Beifahrer fahren" ist eine Aussage neuerer Veröffentlichungen der FN. Wie Herr Nemitz sagt: Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht und in früheren Zeiten (siehe klassische Fahrliteratur) war es ganz normal, 1- und 2-spännig alleine zu fahren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    um Scheibenbremsen ordentlich zu montieren, sind Toleranzen im Zentelbereich nötig. Mit Handarbeit beim Schweißen schafft man dies leider nicht. Fahrräder werden industriell gefertigt, da sind solche Toleranzen kein Problem. Sulkys, auch von renommierten Herstellern, sind meines Wissens mehr oder weniger Einzelanfertigungen, von Hand geschweißt.


    Zur Bremse am Sulky:

    Ja, ich wohne im Schwarzwald. Ich fahre 90 cm Shetty (150 kg) und 80kg (beladener) Wagen. Ich nutze die Bremse (Felgenbremse bei mir, funktioniert super) fast nicht, aber ab und zu (je nach Bodenverhältnissen und Gefälle) ist die doch mal ganz nützlich. Der große Sulky wird beladen ca. 130 kg wiegen, und das Pferd wiegt 450 kg. Der sollte den Sulky also im Verhältnis noch besser aufhalten können.

    Als Bremse am Sulky reicht m.E. "low tech" mit nicht ganz so toller Bremswirkung völlig, weil die Bremse ja nur ein wenig unterstützen soll. Daher dachte ich an die Klotzbremse. Für eine Felgenbremse sind die (Mofa)räder am großen Sulky ungeeignet.

    Für Trommelbremsen müsste man die ganzen Räder tauschen, und das wird teurer, als der ganze gebrauchte Sulky... Ich glaube, das lohnt nicht wirklich.


    Gruß Tina

    Hallo,


    hat niemand einen Tipp, wie man am besten eine einfache Klotzbremse am Sulky umsetzt? Besonders praktisch wäre es, wenn man Teile zum Zukaufen finden würde.

    Man könnte den Wagen natürlich mit neuen Rädern mit Trommelbremse umrüsten, allerdings haben mich die Trommelbremsen bei meinem früheren Sulky reichlich genervt. (Festhängen, schreckliche Geräusche...)


    Gruß Tina

    Hallo,


    meiner Meinung nach ist eine solche Haltung nicht optimal - abgesehen von den ganz wenigen Ausnahmefällen, wo ein Pferd tatsächlich völlig unverträglich ist.

    Wenn "nur" die Herde nicht harmoniert, würde ich dazu raten, in einen Stall umzuziehen, in dem dein Pferd ihm sympatische Gesellschaft findet. Dies ist für das Wohlbefinden des Pferdes, seine Ausgeglichenheit und Gesundheit meiner Erfahrung nach sehr wichtig.


    Gruß Tina

    Hallo,


    meine Stallkollegin habe ich auch mit dem "Fahrvirus" infiziert. Für ihr Kleinpferd haben wir einen einfachen Fohlenwagen (Traber"gig") beschafft. Der Fohlenwagen hat keine Bremse, was an sich kein Problem ist (ihr Pferd wird das Aufhalten lernen). Um jedoch den Vorschriften zu genügen und ggf. bei ganz steilen Bergen mal ein bisschen mitbremsen zu können, würden wir gerne eine einfache Klotzbremse verbauen. Hat jemand Tipps, wie man eine solche Bremse am besten baut, kann man ggf. Teile zukaufen?

    Wir haben einen Metallbauer an der Hand, der kleinere Schweißarbeiten etc. machen kann.


    Gruß Tina

    Hallo,


    im Falle eines Falles würde ich behaupten, dass es immer einfacher und schneller ist, den Bauchgurt aufzuschnallen als beide Selettösen (wozu man ja an beide Seiten des Gespanns kommen muss).

    Ich spanne als Distanzfahrer mit Sulky in ca. 30 sec folgendermaßen aus: Leine hinten aufschnallen, Zugsträge lösen (Patenthaken, Seilzugsystem), Bauchgurt auf ... fertig. Nicht nach Achenbach, aber praktisch und schnell.

    Ich musste bisher 1x im Notfall ausspannen, Pony war vor dem Sulky gestürzt. Auch hier funktioniertes das so wie oben, Pony war schnell wieder frei und alles wieder gut.


    Gruß Tina

    Hallo,


    mögliche Alternative zum seitlich draufschwingen: Vom hinten aufsteigen. Dazu könnte man sich einen Tritt/Stange zwischen den Rädern anschweißen oder einfach einen Sitz mit sehr niedriger Lehne verwenden. Beim Sulky gilt mE: niemals gehören die Füsse zwischen Pony und Sitz auf den Boden, da ist die Verletzungsgefahr einfach zu groß.


    Gruß Tina

    Hallo,

    forme aus deinen Trageösen ca 25 cm lange Teile mit Schnalle + Ring zum durchstecken an einem Ende. Diese dann in der gewünschten Position mit der Schnalle nach oben in das Selett einfädeln

    Dort kann dann die Anze befestigt werden. Man hat einfach einen kleinen Ring zu zuschnallen. Im Notfall, immer Bauchgurt öffnen, das geht schneller und besser als alles andere.

    Gruß Tina

    Hallo,


    wir werden dann mal versuchen auszumessen, aber wahrscheinlich werden wir dann eher nach etwas mit verstellbaren Anzen schauen... Zur Verfügung stünden dort am Stall drei gefahrene Pferde, einmal Traber, einmal Warmblut, einmal Kaltblut, alle Stm. 160 cm. Gedacht ist der Wagen erstmal fürs Warmblut, später für den Traber, das KB gehört einer Stallkollegin und ist "optional".


    Gruß Tina

    Hallo,

    wisst ihr, was ein normaler Abstand der Anzen vorne am Selett bei Großpferd (Traber, Warmblut) ist?

    Tipps, wie man die benötigte Breite ausmisst ohne Kutsche vor Ort?

    Kann es sein, dass Traberwagen so gebaut sind, dass man den Sulky nur von oben übers Pferd klappen kann und nicht über die breiteste Stelle des Bauchs kommt? Der Wagen ist eigentlich für Traberanspannung gedacht, sollte bei uns auf Brustblattanspannung umgebaut werden.

    Hintergrund: Eine Freundin hat ein Angebot für einen älteren Maier Jogger für Traber (Typ SWING-TROTTER (F012) 120 cm Spurbreite) der Verkäufer misst angeblich 46 cm Anzenstand. Mein Shetty hat 44 cm??


    Gruß Tina

    Hallo,

    meiner Erfahrung nach sollte ein Einachser bergab wie bergauf schweben, dann stört man das Pferd natürlich auch beim Bergabfahren nicht. Wenn das nicht der Fall ist, muss man mE Einstellungen optimieren/ beim leichten Wagen mehr mit dem eigenen Gewicht ausbalancieren oder der Wagen ist generell unpassend.

    Gruß Tina

    Hallo,


    man kann - vernünftige Ausbildung vorausgesetzt - natürlich auch bergab traben und galoppieren, solange es nicht zu steil wird. Einfach vorsichtig probieren. Mein Pony hat damit keinerlei Probleme, es handelt sich vielmehr um seine Lieblingsstrecken ;-)

    Achtung: Für einen störungsfreien Galopp bergab muss das HG perfekt verschnallt sein. Sonst "dotzt" der Sulky bei jedem Galoppsprung.


    Gruß Tina

    Hallo,


    "tückisch" am Sieltec ist eher, dass man es genau einstellen muss, damit das Hintergeschirr sitzt. Vorteil ist, dass man es ganz exakt auf die Bedürfnisse vom Pony und Wagen einstellen kann. Das Hintergeschirr "von der Stange" von Sieltec ist allerdings leider meist wenig optimal, wie Kirsten schon schrieb. Wenn man ein bisschen Geschick und Bastelwillen hat, kann es m.E. ideal und günstig sein. (Schwarzes Sieltec fällt auch nicht weiter auf)


    Ich würde immer dazu raten, das HG gut abzupolstern, wenn man bergig wohnt. Damit hält das Pony schließlich die ganze Last auf, ggf. auch längere Strecken. Die üblichen Leder-Hintergeschirre finde ich eher schmal, sie sind meistens eher als "Notbremse" gedacht, als dafür, dass ein Pony damit wirklich kontinuierlich aufhält.


    Gruß Tina