Posts by greenorest

    Hallo,


    was macht das Pferd denn, wenn man vom Boden aus (verschiedene Führpositionen testen) treibt und im Schritt oder Trab vom Hof weg will? Geht das oder geht da auch nichts? Ist das Pferd geritten? Wenn ja, wie verhält es sich da? Wie reagiert das Pferd, wenn man in einem Longierzirkel mit ihm arbeitet?

    Was passiert, wenn man mal richtig deutlich wird? (Immer fair bleiben, erst eine leichte Hilfe geben, wenn dann nichts geht, aber lieber einmal richtig deutlich, als irgendwie dauertreiben...)


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei Kaltblütern und anderen "schweren" Typen gibt es viele introvertierte Pferde, die ihre Angst nur zeigen, indem sie ungewöhnlich langsam oder gar nicht laufen bzw im Stehen versteinern. Innerlich können die Pferde quasi panisch sein. Was die Pferde nicht zeigen sind typische Zeichen von Interesse an der Umwelt und Entspannung (Schnauben, entspanntes Ohrenspiel, locker schwingender Schweif und Rücken etc).Achte mal drauf!

    Wenn das der Fall sein sollte, würde ich raten, mehr Bodenarbeit in kleinen Schritten zu machen. Longieren zB muss ein Pferd mE können.

    Gibt dem Pferd erstmal leichte Aufgaben, die man dann viel loben kann. Führen inverschiedenen Positionen, wo man langsam nach hinten geht, kann hilfreich sein.

    Natürlich kann es auch sein, dass das Pferd (ggf zusätzlich) einen eher phlegmatischen Charakter hat. Wie verhält es sich denn in der Herde? Spielt es, rennt es?


    Gruß Tina

    Hallo,


    22" Mofafelgen sind gleich groß wie 26 Zoll Fahrradfelgen (warum hier unterschiedlich gemessen wird weiß ich nicht). Die Naben kannst du vermutlich komplett tauschen, die Speichen (Achtung wg. der Länge, wenn die Naben nicht gleich sind...) und Felgen kann man ggf. weiterverwenden, wenn sie noch gut sind.


    Gruß Tina

    Hallo,


    ein guter Ansprechpartner ist hier oft jemand, der gerne an (älteren) Modeds schraubt. Hier findet man auch problemlos jede Menge Ersatzteile bzw. neue Lager, Speichen und Felgen.

    Wir haben einen älteren Trabersulky, bei dem die (Moped)räder ebenfalls nicht mehr gut waren (Lager Schrott, Rost in der Felge) mit Hilfe einer kleinen Mopedwerkstatt aus der Nachbarschaft wieder fit gemacht.


    Gruß Tina

    Hallo,


    noch eine Bemerkung: Die Tarierung im Stand/Schritt und im Trab unterscheidet sich immer etwas. Im Schritt hat man etwas (ein paar kg) Gewicht in den Tragösen, damit es im Trab schwebt. Der gezeigte Wagen schwebt noch nicht korrekt: Wenn du deine Kamera an die Anze bindest, musst du (auf halbwegs ebenem Boden) einen nicht verwackelten Film der Landschaft bekommen. Das Pferd bewegt sich inkl Tragösen leicht auf und ab.


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei uns ist gerade ein Maier Gig F021 für ein kräftiges Pony mit Stm. 150 cm eingezogen. Am WE werden wir den Wagen anpassen, dann kann ich bei Interesse berichten, wie sich das Teil fährt und Fotos beisteuern. Bisher sind wir das Pferd mit einem älteren, einfachen Traber-Fohlenwagen gefahren. Das ging auch gut, die Besitzerin wünschte sich aber einen chiceren Wagen.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es kann vorkommen, dass ein Pferd, wenn man zu schnell neue Anforderungen stellt, nach außen hin recht "ruhig" wirkt, innerlich aber kurz vor der Panik ist. Ein kleiner Zusatzreiz oder auch nur eine längere Dauer führen dann zur Panikattake, bei der das Pferd völlig kopflos durchgeht.


    Die Erfahrung des Durchgehens ist für ein Pferd wohl traumatisch (panische Angst, Erfahrung der Hilflosigkeit - man versetze sich mal in das Pferd hinein - so anders als unsere Emotionen werden die des Pferdes nicht funktionieren).


    Ich würde daher raten, in ganz kleinen Schritten wieder positive Erfahrungen zu vermitteln. Gerne auch, indem man (erstmal) andere Sachen macht als Schleppen.

    Und: Die Last und/oder das Ortscheid beim Schleppen zum Einfahren nie fest verbinden! Hätte man Ortscheid und Last einfach mit einem durchgeschlauften Seil fest gehalten, wäre nichts passiert.


    Gruß Tina

    Hallo,

    wie viel Hafer man füttert, hängt von der Leistungsanforderung und vom Pferdetyp (Gewicht/Futteranspruch) ab.

    In früheren Lehrbüchern wurde meistens sehr viel Hafer und nur ein Mindestmaß an Heu empfohlen. Nach neueren Erkenntnissen ist eine Ernährung auf Basis von Heu ( mind 1.5kg pro 100kg) mit Hafer als Ergänzung in moderateren Mengen gesünder fürs Pferd.

    Gruß Tina

    Hallo,


    auf Wanderfahrten füttere ich wie Herr Nemitz morgens (kleinere Portion) und Abends (größere Portion) Hafer, Heu und ggf. Gras ad lib in der Nacht. Unterwegs gibt es alle ca. 3 Stunden eine Pause, in der die Pferde grasen dürfen. Wenn kein Gras verfügbar ist, kann man natürlich auch Heu mitnehmen. Wasser dürfen die Pferde in jeder Pause (oder wenn man an einer Wasserstelle vorbei kommt) so viel haben wie sie wollen. Bei heißem Wetter ist ein (Falt)eimer nützlich, mit dem man Wasser schöpfen kann, wenn es für die Pferde nicht direkt zugänglich ist. Ein dehydriertes Pferd ist ein ernstes Problem, im Sommer muss man hier aufpassen. Schnelltest: Eine Hautfalte an der Schulter hochheben. Diese sollte in 1-2 Sekunden wieder glatt sein.


    Auf Distanzfahrten, wo man deutlich schneller unterwegs ist und daher der Energieverbrauch höher, gibt es ca. alle 2 Stunden Pausen, in denen die Pferde überwiegend konzentriertes Futter fressen, für die Struktur z.B. Heucops oä, dazu Kraftfutter und natürlich Gras, die wenigsten Pferde möchten Heu. Die Pausen sind recht kurz, daher fressen die Pferde kurz nach der Belastung. (natürlich keine riesigen Mengen). Wasser gibt es je nach Wetterlage alle ca. 10 km, so viel die Pferde möchten. Auch das klappt, Schwierigkeiten mit der Verdauung sind sehr selten.


    Daheim, bei üblichen kleineren Kraftfutterrationen, muss man sich m.E. keine großen Gedanken machen. Ideal ist es immer klassisch zuerst eine Weile Heu fressen zu lassen und dann das Kraftfutter. Meistens füttert man schon aus organisatorischen Gründen nach der Arbeit.


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei Kaltblütern habe ich gute Erfahrungen mit Easyboot Classic oder Epic und Old Mac G2. Hier sind große Größen verfügbar und die Schuhe sind stabil genug.


    Die Nutzungsdauer der Schuhe hängt vom Gelände, der Nutzungshäufigkeit und dem Bewegungsablauf des Pferdes ab, ist aber meist nicht wesentlich geringer als beim Voll-oder Warmblut.

    Wenn die Schuhe gut passen (wer keine Erfahrung hat, sollte sich beraten lassen) halten sie sicher am Huf und sind sehr schonend für Hufe und Bewegungsapparat.




    Gruß Tina

    Hallo,


    2017 bin ich den Gestütsweg - allerdings als Distanzfahrt- in 3 Tagen gefahren. Übernachtet wurde auf Wiesen, die der Veranstalter organisiert hatte, ich hatte einen Tross.

    Die Wege waren sehr gut befahrbar, eine in meinen Augen sehr leicht und schön zu fahrende Strecke ohne irgendwelche besonderen Schwierigkeiten. Kein tiefer Sand (abgesehen von ca. 3 km bei Eldena), keine nennenswerten Höhenmeter. Beschildert ist der Weg allerdings eher spärlich - wir sind nach Karte gefahren. Die Landschaft dort ist sehr schön, lohnenswert. In der Nähe von Alt Jabel hat es dieses Jahr einen großen Brand gegeben, dadurch gibt sicher starke Schäden im Wald. In dieser Gegend ist aber eh ein gesperrter Truppenübungsplatz, den man jetzt vielleicht noch ein bisschen großräumiger umfahren sollte (ich bin damals am Rand des Truppenübungsplatzes bis nach Alt Jabel gefahren, wo das Ziel war).


    Gruß Tina

    Hallo,


    wir haben zwei Sulkys, die aus lackiertem, nicht rostfreiem Stahl bestehen. An den Tragösen verschwindet der Lack natürlich sehr schnell durch die Reibung. Irgendwann rostet es dann.

    Habt ihr eine Idee, wie man die Stelle an den Tragaugen robust schützen kann?


    Gruß Tina

    Hallo,


    meine Empfehlung wäre, die Sache per Fahren vom Boden ohne Kutsche zu klären. Gerne absichtlich "schreckliche pferdefressende Monster" aufsuchen, im Trailparcours etc. üben, langsam die Anforderungen steigern. Das ist sicher und effektiv, aber nicht unbedingt eine super-schnelle Lösung.


    Meine Erfahrung ist, dass umdrehen etc. durch geschickte Hilfengebung zwar abzumildern ist, aber nicht völlig zu verhindern ist.

    Man kann es aber schaffen, dem Pferd ausreichend Sicherheit und Vertrauen zu geben, dass es im Zweifel z.B. abwartet oder sich im Extremfall kontrolliert in eine andere Richtung fahren lässt, wenn der Fahrer entscheidet, dass das Monster voraus zu übel ist.


    Führen durch den Beifahrer ist m.E. eine Krücke, kann man mal machen bevor etwas anbrennt, wirklich sicher ist es aber nicht. Erstens ist man meistens zu langsam, zweitens hat der Beifahrer im Zweifel recht wenig Chancen.


    Zum Schluss: Wenn man ein Pferd hat, war im Zweifel nach "Rückwärts" reagiert: Einen Wagen fahren, der ein gutartiges Fahrverhalten hat und nicht leicht kippt. Im Sulky z.B. sehe ich das ganz gelassen. Da kann ein Pferd ruhig mal rückwärts gehen oder umdrehen oder Bekanntschaft mit dem Graben machen, bis ich da in Platznot komme, muss schon arg viel passieren.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es gibt natürlich unterschiedliche Pferdetemperamente, unterschiedliche Leistungsfähigkeit usw. Extrem phlegmatische Exemplare gibt es auch, die sind aber relativ selten. Die meisten "faulen" Pferde sind es aufgrund falscher Ausbildung und Hilfengebung.


    Zunächst sollte man überprüfen, ob das Pferd grundsätzlich (gesundheitlich) fit ist und in der Lage, zu laufen. Wenn ja, das Training überprüfen. Nicht falsch verstehen, Kinderponys haben leider oft keine sinnvolle Ausbildung genossen. So manches Exemplar lernt hier vor allem, sich der Arbeit zu entziehen.


    Als nächstes die Ausbildung überprüfen: Eindeutige treibende Hilfen mit dem Pony vereinbaren, ein konstantes, vernünftiges Tempo vereinbaren (ein Tacho ist eine sehr wertvolle Hilfe!). Falls das Pony von selbst langsamer wird:

    freundlich berühren

    warten auf richtige Reaktion und loben

    falls nicht:, berühren,

    warten auf richtige Reaktion und loben

    nachdrücklich berühren (so dass eine Reaktion kommt)

    (Die Leinen müssen immer weit genug nachgeben, damit das Pferd die Reaktion nach vorwärts ungestört ausführen kann, auch wenn es zu Beginn mal ein bisschen viel Vorwärts ist)

    Je konsequenter und fairer man hier ist, desto schneller wird das Pferd richtig reagieren und vernünftig vorwärts laufen. Damit meine ich ein Pferd, das von selbst die gewählte Gangart motiviert beibehält und nicht sofort, wenn der Fahrer aufhört zu treiben, stehen bleibt. Das Grundtempo hängt vom Individuum ab.

    Da weder Pferd noch Mensch sich stundenlang konzentrieren können: Lieber kurz und knackig üben, mit viel Abwechslung. Übergänge, Schlangenlinien, spannende Umgebungen, andere Pferde, aus Pferdesicht lohnende Ziele (Pausen z.B. auf einer saftigen Wiese). Auch hilft es oft, mal fremdes Gelände aufzusuchen und bloß nicht ständig die gleiche Hausrunde zu drehen.


    Schließlich wichtig: NIEMALSNICHT dauertreiben. Bei 99.9% aller faulen Pferde sehe ich Reiter oder Fahrer dauertreiben. Damit stumpft man ein Pony total ab und niemand hat mehr Spaß.


    Zur Peitschenhilfe: Beim kleinen Shetty "geht" das manchmal nicht so regelgerecht, da je nach Wagen und Pony dort, wo man nach Lehrbuch treiben sollte, leider die Anzen oder das Selett im Weg sind. Das ist aber eigentlich egal, dann treibt man eben an anderer Stelle, ja, notfalls halt auch mal auf der Kruppe (aber Achtung: kann ggf. Ausschlagen provozieren, muss vorher geklärt werden). So manches mal eignet sich eine ganz normale Dressurgerte besser für präzise Hilfengebung als eine Fahrpeitsche.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es gibt Pferde (oft Ponys/Robuste) die haben aufgrund ihres Gebäudes kein Platz für ein Brustblatt und ziehen deswegen sehr ungern mit einem solchen.


    Wenn es sich um ein solches Pferd handelt, würde ich tatsächlich in ein gutes Kumt investieren. Marathonkummete sind mE für "normal gebaute" Pferde gebaut und helfen Kandidaten ohne Platz auf der Brust wenig.


    Wenn schon ein Arbeitskumt vorhanden ist: Zieht das Pferd damit besser und lieber? Stress beim Ziehen kann auch aus anderen Mängeln in Geschirr und Ausbildung resultieren..


    Gruß Tina

    Hallo,


    wir haben 3x Stm. 150 cm und 2x Stm. 90 cm, alles Robustrassen, alles Wallache, 16, 19, 26, 31 und 40 Jahre alt.


    Die Ponys wohnen in einem Offenstallareal auf einer Grundfläche von ca. 20x 50 m, worauf sich 3 Ställe und verschiedene Bodenverhältnisse (Pflaster, Sand, Hackschnitzel, Liegefläche mit Spänematte, Schotter, Naturbodenbereich (nur im Sommer zugänglich) verteilen. Die Auslauffläche ist strukturiert, so dass die Pferde zur Bewegung eingeladen werden.

    Zusätzlich haben wir ca. 3 ha Weideland, von dem wir überwiegend Heu machen (nur 1. Schnitt), auf das die Ponys im Sommer aber auch dosiert und stundenweise dürfen, teilweise auch einzeln, je nach Futteranspruch. Im Winter gehen die Ponys nicht auf die Weide, da diese fast alle sehr steil und/oder nass sind.

    Im letzten Jahr ist die Fütterung aufwändiger geworden, da die beiden ältesten keine guten Zähne mehr haben und Heucops dazu bekommen (4x täglich). Ansonsten gibt es 4x am Tag Heu und 1x Kraftfutter.


    Alle Ponys sind gesund, zufrieden und ausgeglichen und fit. Mein 16-jähriges Shetty geht sehr erfolgreich im Sport. Den Tierarzt brauchten wir den letzten Jahren fast nur zum impfen und Zähne machen. Einzige Ausnahme: Bevor wir beim Ältesten konsequent Heucops gefüttert haben gab es mehrere Koliken weil das Heu nicht mehr gut genug gekaut wurde.


    Gruß Tina

    Hallo,


    Vorsicht mit größeren Umbauten, die in die Geometrie des Wagens erheblich eingreifen: Da versaut man sich schnell die Balance des Wagens um man erreicht dann keine Schwebe mehr. Wenn man so etwas macht, vorher genau überlegen und durchrechnen.


    Bzgl. Hintergeschirr und Traberanspannung kann ich mich Kaidan anschließen. Ja, man kann mit Trabergeschirr schon auch im Gelände fahren, weil die Traberwagen leicht sind. Wirklich komfortabel ist es aber nicht fürs Pferd, wenn es nicht nur eben ist. Bei uns kommt es nicht in Frage, hier ist es nämlich ernsthaft bergig. Wenn du an der Mosel nicht nur im Tal bleiben willst, bist du mit Brustblatt und Hintergeschirr wahrscheinlich besser bedient.


    Wir fahren auch Fohlenwagen, unserer ist aber anders gebaut und hat sehr reichlich Bodenfreiheit. Wir haben Umlenkrollen angebracht, was denkbar einfach ist und m.E. beim Sulky Vorteile gegenüber dem Ortscheid hat (leichter, ruhiger, komfortabler)