Posts by greenorest

    Hallo,


    bei einen gut tarierten, leichten Sulky (~65 kg für Isigröße) hat man in guter Näherung keine Last auf dem Rücken, und zwar kontinuierlich. Einen Sulky kann man durch Anpassung der Sitzposition auch bergauf/bergab in stabiler Schwebe halten. Lediglich bei sehr unebenem Boden, plötzlichem Bremsen etc. gibt es mal einen kurzen Impuls auf den Rücken oder den Bauch.


    Pferden mit Rückenproblemen tut das Fahren oft ausgesprochen gut. Sulky im bergigen Gelände ist gut zu fahren. Ich komme aus dem Schwarzwald.


    Gruß Tina

    Hallo,


    die Tragaugen bringt man am besten kurz oberhalb der dicksten Stelle des Ponybauchs an. Bei dem Schecken in Hamishs Profilbild ca. im Bereich des weißen Fells auf Seletthöhe. Bei Sieltec kann man die Tragaugen frei positionieren, aber sie sollten nicht unter der breitesten Stelle des Bauches sein und auch nicht zu weit oben, sonst hat das Pony keine Führung durch die Anzen.


    Gruß Tina

    Hallo,


    beruflich bedingt fahre ich im Winter viel im Dunkeln - aber nur auf Feldwegen und in Randbereichen des ruhigen Dorfes. Ich verwende als Beleuchtung Fahrradlampen, wie in der Straßenverkehrsordnung vorgeschrieben. Zusätzlich trage ich eine reflektierende, neonfarbene Jacke, das Pony reflektierende Gamaschen und eine Decke. Wir sind so gut zu sehen. Tipp: Setzt ein Helfer ins Auto und schaut, ob man euch gut sieht.


    Gruß Tina

    Hallo,


    ich fahre ein sehr ähnliches Gespann, ganz leichten Maier Sulky 22kg, Fahrerin 55 kg, davor Shetty Stm 90 cm, ca 150 kg.

    Ich kann bergauf, eben und bergab und in allen Tempi (10 - 28 kmh) wunderbar galoppieren und tue das sehr viel - fahre Distanzen und trainiere oft einer Freundin, die einen Traber reitet. Da muss das Shetty ordentlich Gas geben.


    Bei mir war der Schlüssel zu einem guten Galopp die absolut exakt richtige Länge und Höhe des Hintergeschirrs. Schon wenige cm machen einen deutlichen Unterschied. Ist das HG zu lang, schiebt es das Selett nach vorne, ist es zu kurz, dotzt der Sulky bei jedem Galoppsprung ins Hintergeschirr.

    Auch wichtig: Eine gewisse Dynamik im Sitz des Fahrers, wenn man richtig mitgeht, kann man gut verhindern, dass der Sulky sich aufschwingt. Meiner schwebt auch im Galopp!


    Gruß Tina

    Hallo,


    es hat sich bewährt, auf Wanderfahrt die Ausrüstung zu nehmen, die im Training gut funktioniert. Wenn deine Pferde und du mit dem Geschirr zufrieden seid und alles passt, lass es so. Sieltec bietet eine im Vergleich zum Lederbrustblatt sogar bessere Druckverteilung und hat den Vorteil, dass es auf langen Strecken nicht scheuert und auch sehr leicht zu pflegen ist/suboptimale Bedingungen auf einer Wanderfahrt wie Dreck, Nässe, Lagerung draußen etc. besser wegsteckt. Auch ein nasses Sieltec kann man z.B. ohne Probleme einsetzen ohne dass es scheuert.
    Vom Gewicht des Wagens bist du m.E. im einem Bereich, der mit Brustblatt noch gut geht. Bei mir ist alles drei Nummern kleiner, aber mein Pony zieht ca. 60% seines Gewichts seit Tausendem km auf Distanz- und Wanderfahrten im Bergland ohne je auch nur ein krummes Haar unter dem Sieltec-Geschirr zu haben. Bei nicht 100% passendem oder nicht 100% gepflegtem Ledergeschirr habe ich bei anderen immer wieder Scheuerstellen beobachtet.


    Gruß Tina

    Hallo,


    was macht das Pferd denn, wenn man vom Boden aus (verschiedene Führpositionen testen) treibt und im Schritt oder Trab vom Hof weg will? Geht das oder geht da auch nichts? Ist das Pferd geritten? Wenn ja, wie verhält es sich da? Wie reagiert das Pferd, wenn man in einem Longierzirkel mit ihm arbeitet?

    Was passiert, wenn man mal richtig deutlich wird? (Immer fair bleiben, erst eine leichte Hilfe geben, wenn dann nichts geht, aber lieber einmal richtig deutlich, als irgendwie dauertreiben...)


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei Kaltblütern und anderen "schweren" Typen gibt es viele introvertierte Pferde, die ihre Angst nur zeigen, indem sie ungewöhnlich langsam oder gar nicht laufen bzw im Stehen versteinern. Innerlich können die Pferde quasi panisch sein. Was die Pferde nicht zeigen sind typische Zeichen von Interesse an der Umwelt und Entspannung (Schnauben, entspanntes Ohrenspiel, locker schwingender Schweif und Rücken etc).Achte mal drauf!

    Wenn das der Fall sein sollte, würde ich raten, mehr Bodenarbeit in kleinen Schritten zu machen. Longieren zB muss ein Pferd mE können.

    Gibt dem Pferd erstmal leichte Aufgaben, die man dann viel loben kann. Führen inverschiedenen Positionen, wo man langsam nach hinten geht, kann hilfreich sein.

    Natürlich kann es auch sein, dass das Pferd (ggf zusätzlich) einen eher phlegmatischen Charakter hat. Wie verhält es sich denn in der Herde? Spielt es, rennt es?


    Gruß Tina

    Hallo,


    22" Mofafelgen sind gleich groß wie 26 Zoll Fahrradfelgen (warum hier unterschiedlich gemessen wird weiß ich nicht). Die Naben kannst du vermutlich komplett tauschen, die Speichen (Achtung wg. der Länge, wenn die Naben nicht gleich sind...) und Felgen kann man ggf. weiterverwenden, wenn sie noch gut sind.


    Gruß Tina

    Hallo,


    ein guter Ansprechpartner ist hier oft jemand, der gerne an (älteren) Modeds schraubt. Hier findet man auch problemlos jede Menge Ersatzteile bzw. neue Lager, Speichen und Felgen.

    Wir haben einen älteren Trabersulky, bei dem die (Moped)räder ebenfalls nicht mehr gut waren (Lager Schrott, Rost in der Felge) mit Hilfe einer kleinen Mopedwerkstatt aus der Nachbarschaft wieder fit gemacht.


    Gruß Tina

    Hallo,


    noch eine Bemerkung: Die Tarierung im Stand/Schritt und im Trab unterscheidet sich immer etwas. Im Schritt hat man etwas (ein paar kg) Gewicht in den Tragösen, damit es im Trab schwebt. Der gezeigte Wagen schwebt noch nicht korrekt: Wenn du deine Kamera an die Anze bindest, musst du (auf halbwegs ebenem Boden) einen nicht verwackelten Film der Landschaft bekommen. Das Pferd bewegt sich inkl Tragösen leicht auf und ab.


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei uns ist gerade ein Maier Gig F021 für ein kräftiges Pony mit Stm. 150 cm eingezogen. Am WE werden wir den Wagen anpassen, dann kann ich bei Interesse berichten, wie sich das Teil fährt und Fotos beisteuern. Bisher sind wir das Pferd mit einem älteren, einfachen Traber-Fohlenwagen gefahren. Das ging auch gut, die Besitzerin wünschte sich aber einen chiceren Wagen.


    Gruß Tina

    Hallo,


    es kann vorkommen, dass ein Pferd, wenn man zu schnell neue Anforderungen stellt, nach außen hin recht "ruhig" wirkt, innerlich aber kurz vor der Panik ist. Ein kleiner Zusatzreiz oder auch nur eine längere Dauer führen dann zur Panikattake, bei der das Pferd völlig kopflos durchgeht.


    Die Erfahrung des Durchgehens ist für ein Pferd wohl traumatisch (panische Angst, Erfahrung der Hilflosigkeit - man versetze sich mal in das Pferd hinein - so anders als unsere Emotionen werden die des Pferdes nicht funktionieren).


    Ich würde daher raten, in ganz kleinen Schritten wieder positive Erfahrungen zu vermitteln. Gerne auch, indem man (erstmal) andere Sachen macht als Schleppen.

    Und: Die Last und/oder das Ortscheid beim Schleppen zum Einfahren nie fest verbinden! Hätte man Ortscheid und Last einfach mit einem durchgeschlauften Seil fest gehalten, wäre nichts passiert.


    Gruß Tina

    Hallo,

    wie viel Hafer man füttert, hängt von der Leistungsanforderung und vom Pferdetyp (Gewicht/Futteranspruch) ab.

    In früheren Lehrbüchern wurde meistens sehr viel Hafer und nur ein Mindestmaß an Heu empfohlen. Nach neueren Erkenntnissen ist eine Ernährung auf Basis von Heu ( mind 1.5kg pro 100kg) mit Hafer als Ergänzung in moderateren Mengen gesünder fürs Pferd.

    Gruß Tina

    Hallo,


    auf Wanderfahrten füttere ich wie Herr Nemitz morgens (kleinere Portion) und Abends (größere Portion) Hafer, Heu und ggf. Gras ad lib in der Nacht. Unterwegs gibt es alle ca. 3 Stunden eine Pause, in der die Pferde grasen dürfen. Wenn kein Gras verfügbar ist, kann man natürlich auch Heu mitnehmen. Wasser dürfen die Pferde in jeder Pause (oder wenn man an einer Wasserstelle vorbei kommt) so viel haben wie sie wollen. Bei heißem Wetter ist ein (Falt)eimer nützlich, mit dem man Wasser schöpfen kann, wenn es für die Pferde nicht direkt zugänglich ist. Ein dehydriertes Pferd ist ein ernstes Problem, im Sommer muss man hier aufpassen. Schnelltest: Eine Hautfalte an der Schulter hochheben. Diese sollte in 1-2 Sekunden wieder glatt sein.


    Auf Distanzfahrten, wo man deutlich schneller unterwegs ist und daher der Energieverbrauch höher, gibt es ca. alle 2 Stunden Pausen, in denen die Pferde überwiegend konzentriertes Futter fressen, für die Struktur z.B. Heucops oä, dazu Kraftfutter und natürlich Gras, die wenigsten Pferde möchten Heu. Die Pausen sind recht kurz, daher fressen die Pferde kurz nach der Belastung. (natürlich keine riesigen Mengen). Wasser gibt es je nach Wetterlage alle ca. 10 km, so viel die Pferde möchten. Auch das klappt, Schwierigkeiten mit der Verdauung sind sehr selten.


    Daheim, bei üblichen kleineren Kraftfutterrationen, muss man sich m.E. keine großen Gedanken machen. Ideal ist es immer klassisch zuerst eine Weile Heu fressen zu lassen und dann das Kraftfutter. Meistens füttert man schon aus organisatorischen Gründen nach der Arbeit.


    Gruß Tina

    Hallo,


    bei Kaltblütern habe ich gute Erfahrungen mit Easyboot Classic oder Epic und Old Mac G2. Hier sind große Größen verfügbar und die Schuhe sind stabil genug.


    Die Nutzungsdauer der Schuhe hängt vom Gelände, der Nutzungshäufigkeit und dem Bewegungsablauf des Pferdes ab, ist aber meist nicht wesentlich geringer als beim Voll-oder Warmblut.

    Wenn die Schuhe gut passen (wer keine Erfahrung hat, sollte sich beraten lassen) halten sie sicher am Huf und sind sehr schonend für Hufe und Bewegungsapparat.




    Gruß Tina