Posts by Rocky_Graziano

    Hier ist auch zu beobachten dass viele Parcoure weit gebaut werden, sodass man schnell fahren muss. Das findet dann auf dem Hauptplatz statt um Zuschauer zu "begeistern" (oder auch zu bespaßen) während die Dressur abgeschottet irgendwo statt findet und auf den Hauptplätzen sonst gesprungen wird...bei den kniffeligen parcours schaut kaum einer zu... zu wenig Action für die breite Masse...


    Das mit der Geschwindigkeit ist eben der Grund, warum wir mit jungen Pferden entweder nur zum Training Kegel im schnellen Trab auf dem Turnier mitfahren oder einfach E fahren. Denn da wird Hindernis und Gelände nach Stil gewertet.
    Schnell werden sie irgendwann von alleine. Und wir heizen sonst auch durch den Parcours, da Großpferde und Ponys meist zusammen starten und meine Mäuse dann ganz schön die Hufe schwingen müssen. Und wenn dann der Sieger immer noch 4 Sekunden schneller ist, ist das echt schon fast nicht mehr machbar das noch einzuholen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass dessen Pferde nicht sehr gut gefahren sind und von Durchlässigkeit wenig Spuren vorhanden sind. Wie sagte mein Trainer "Ihr fahrt dabei wenigstens mit Stil".
    Also auch mit undurchlässugen Pferden stehen leider einige Fahrer oft (manche sehr oft) vorn in Hindernisprüfungen und das sieht dann wirklich nicht mehr schön aus beim Fahren (das mag der "gemeine" Zuschauer vielleicht nicht sehen, die Leute vom Fach jedoch schon). Die fahren aus den Dressuren mit Noten knapp über 5,0 raus und gewinnen dann die Hindernisfahren... :(

    Das wäre optimal aber bis Herbst habe ich das nötige Kleingeld nicht zusammen und keinen urlaub. Wo wir wieder beim Thema wären :-P. Aber ich merke mir das mal vor.


    Nach Friesoythe ging erst ein ehemaliger Arbeitskollege von mir...

    Oh das sind ja mal "nette" Aussagen. Also ich fragte ihn auf der Hippo beim Fahrmeeting (er refferierte über die Neuerungen der LPO im Bereich Fahren), wie denn der Schlagriemen samt Hintergeschirr angebracht werden soll, da ja von kombiniert die Rede war (ich fragte, weil ich die Regelung völlig schwachsinnig finde, würde man ihn so fest ziehen, dass er Sinn macht kann kein Pferd mehr vernünftig locker laufen und irgendwann ist auf so einem Ponyhintern kein Platz mehr. Wieviel Zeug soll ich noch ans Pferd schnüren? Hintergeschirr keine Frage gehört immer ans Pferd, aber der Schlagriemen? Zumal ich den im Zweispänner logischerweise auch nicht habe und da eher der Gefahr laufen würde getroffen zu werden). Naja Resultat: Er konnte mir diese Frage nicht beantworten. Wenn ich sowas in die LPO schreibe, muss ich doch wissen, wie das nachher auszusehen hat!! Er ist doch im Fachbeirat Fahren.


    Zum Turnierfahren: Also ambitioniert bin ich ABER um mir das zu finanzieren muss ich Geld verdienen. Wenn ich Geld verdienen möchte, zumindest soviel, dass ich mir die Turnierfahrerei leisten kann, muss ich arbeiten. Viel arbeiten. Wenn ich viel arbeite habe ich weniger Zeit fürs Training. In vielen Jobs muss man am WE arbeiten... da ist dann auch nichts mit Turnier fahren.
    Wenn ich Turnier fahren möchte brauche ich Transportmöglichkeiten (die finanziert werden möchten- die einem dann die Haare vom Kopf fressen, da laufend kaputt. Und neu kaufen ist nicht, denn dazu bräuchte man wieder? Genau-> Geld), min. 2 Wagen, 2-3 Pferde, Beifahrer, Spritgeld, Nenngeld, Gebühren für Fortschreibungen, Geld fürs Training, Zeit fürs Training.
    Viele Turniere gehen Donnerstag oder Freitag los. Sorry da müssen die meisten arbeiten... und drei, vier Tage am Stück weg sein geht manchmal auch nicht, da daheim gebliebene Tiere auch versorgt werden möchten.


    Es ist einfach vielen nicht möglich ständig überall hinzutingeln, da das einfach auch sehr, sehr teuer ist. Und wenn man Alleinunterhalter ist, ist das manchmal echt hart. Ich fahre im Sommer fast nur Fahrrad um Sprit für die Turniere zu sparen...kostet mich aber wieder Zeit.


    Und wenn dann ein Fachbeiratsvorsitzender sinngemäß sagt, dass die Leute zu faul wären... nun gut. Gut zu wissen, da kann man sich eine Meinung bilden.


    Ich hätte gern jede Woche mehrmals Training und ich würde gern auch mal 300 km (derzeitige Grenze liegt bei 200 km aus wirtschaftlichen Gründen) bis zum Turnier fahren und jedes WE los. Aber ich kann es allein einfach nicht finanzieren. Denn wenn ich mehr Geld brauche, müsste ich noch mehr arbeiten. Geht aber nicht, da dann keine Zeit mehr fürs Training oder überhaupt zur Versorgung der Pferde bleibt. Ich denke den meisten geht es einfach ähnlich. Klar will man mit geringen Einsatz das bestmögliche erreichen. Ist ja in der Wirtschaft nicht anders. Aber wenn ich nicht mehr habe, kann ich nicht mehr einsetzen.


    Und so schlimm ist der Abwärtstrend doch gar nicht. Bei den Landesmeisterschaften Einspänner Berlin/Brandenburg gab es über 40 Nennungen.

    Die ca. 45 Euro Übernachtung sind bei Gärtner oder Duen als Vollpension zu verstehen. In beiden Fachschulen gibt es dafür jeden Tag Frühstück, Mittagessen, Kaffee/Kuchen und Abendessen – und zwar reichlich und gut!


    Ja alles klar also dafür ist der Preis dann völlig in Ordnung. Ich dachte dass nur das Zimmer gemeint wäre!

    Ne, ich habe ihn mal live erleben dürfen, das reichte aus.


    In welcher Pferd & Wagen stand denn was?




    Genau für die Ausbildung würde ich auch mehr ausgeben, wenn der Stall mich überzeugt, aber nicht für die Übernachtung :-P.

    Hihi, Vinoverde, recht hast ja!!! ich wünsch dir dann mal viel Glück auf der Suche nach einem gearbeitetem reel ausgebildetem K-Pony mit Stm 1,15 m !
    Ich hab mich damit abgefunden, daß ich die Viecher am besten selber ausbilde, weil es sowas nicht gibt....

    Natürlich gibt es solche Ponys, da muss man dann nur ein wenig tiefer in die Tasche langen. Und wenn man das nicht kann oder will muss man halt selbst ausbilden. Solange aber Leute der Meinung sind voll ausgebildete Shettys für 150 € zu bekommen machen sich viele nicht die Mühe sie auszubilden, da die Leute eh nicht bereit sind dafür mal 800 - 1000 und mehr je nach Abstammung, Rasse, Größe, Alter und Ausbildungsgrad auf den Tisch zu legen.


    Zu dem Rest sage ich jetzt nichts, rein im Gedanken hast du ihn ja eh schon gekauft. Und wenn du ihn sogar zurück geben kannst hast du ja nichtmal ein Risiko.


    Ausbildung zurückgegangen ist. Bei den Aussagen von Herrn Otto Erley wundert mich auch nix mehr.

    :thumbsup:

    Auch von München kann man die Ausbildung in Norddeutschland machen. Viele Fahrtschulen bieten auch die Übernachtungsmöglichkeiten, teilweise
    direkt auf dem Hof an. Kosten 45 Euro pro Nacht,

    Ja schon, aber ehrlich gesagt sind 45 €/Nacht auch nicht gerade günstig und für manch einen nicht mal eben so erschwinglich. Für den Preis erwartet man fast ein Hotelzimmer, eine einfache Pension tuts auch und sollte bei 20 €/Nacht liegen. aber da kann man ja auch im umfeld der Fahrschule schauen.

    bei so ellenlangen aufhaltern werden bei uns immer ein oder zwei wickel über kreuz um die anzen (vor der aufhalte öse) gemacht. direktes festmachen gibts nur bei (zu) kurzen aufhaltern.


    renatus


    Machen wir auch immer so, siehe Fotos. Kenne das eigentlich auch nur so.


    @ Oberländer: Ein schöner Einspänner ist halt eine richtige Augenweide ;-) .

    200 € Tierarzt pro Jahr? Wie machst du das denn? Die Impfungen pro Pferd liegen ja schon bei 60 - 80 € jährlich. Wurmkuren Vierteljährlich ca 10 - 20 € Stück.
    Dein selbstgemachtes Futter musst du auch anrechnen, kostete schließlich auch Sprit und Zeit.


    Egal wie oft du solche Rechungen machst, günstiger wirds eh nicht und wiederbekommen tust du das Geld auch nicht. Es ist halt Hobby und dafür sollte man das Geld gern ausgeben, ansonsten braucht man es nicht betreiben.


    Habe irgendwann vor Jahren auch mal eine Rechnung gemacht und kam überschlagen bei 4.000 € für 8 Ponys an. (Größe von 98 cm - 130 cm). Ist jetzt nicht wirklich viel, wenn ich dagegen setze, was mich mein Auto im Jahr kostet...da bin ich auch bei ca. 1.500 € inkl Futter (sprit) ohne Reparaturen.

    @ Herr Nemitz: :thumbup: :thumbup: :thumbup:


    @ Oberländer: So, wie das Hintergeschirr auf dem Bild verschnallt ist hat es null Wirkung. Du siehst ja, dass die Scherenträger schon gebremst haben bevor das Hintergeschirr überhaupt zum Einsatz kommen konnte, da es zu lang geschnallt ist. (der umgang ist auch etwas zu tief)


    Hat dein Selett denn genug Freiheit am Widerrist? Sieht irgendwie aus, als wenn es direkt aufliegt, kann aber täuschen, da es ein bisschen weit vorn liegt (vermutlich vorgeschoben).

    Hallo Prickler!


    Danke für das Lob!
    Sie wären zu kurz und würden dann zu hoch sitzen. Ganz gerade wäre es dann auch nicht, da ich die Scherenträger meistens
    relativ hoch geschnallt habe, um die Schultern der Pferde frei zu halten
    und nicht in der Bewegung zu behindern. So wie es jetzt ist wird die Schere nicht angehoben, das mag so aussehen da sie aufgrund der Biegung vorn im Schrenträger ja hochrutscht. aber die hat wenigstens Platz zum rutschen, was ich bei vielen anderen Gespannen vermisse. Da hat man dann vor und hinter dem Schrenträger je einen cm Spiel. Aber darauf sollten meiner Meinung nach auch Händler ein wenig achten den Kunden sowas nicht zu verkaufen.


    Eine Freundin wollte neulich eine Schere kaufen, was sich als schwierig erwies, da der Händler nur Scherenvorderteile anbieten konnte, wo sehr sehr wenig Spiel war. von namhaften händlern erwarte ich etwas anderes, wenn der Kunde sich etwas anderes wünscht.


    :-]

    rala: es könnte ein zwei Loch kürzer eingestellt werden, reicht aber noch aus, dass mit dem HS und nicht mit dem Selett gebremst wird. Schnallt man es kürzer wird der Effekt früher erreicht. Zu kurz darfs aber auch nicht sein, da das Pferd sich ja locker vorwärts bewegen sollte.

    das ist nach FEI regeln (918.1.3) für internationale turniere richtig. ist auch hier in frankreich so gültig. scheinbar hat aber deutschland das in der LPO anders geregelt wie "prickler" weiter oben erwähnt hat. den einzelnen staaten steht es frei, für nationale turniere abweichende regeln aufzustellen.


    renatus


    Genau, gem. LPO muss der Wagen über eine Bremse und eine Feststellbemse verfügen. Wenn man denn Turniere fahren möchte.



    Hier das Foto. Das war beim Halten in einer dressurprüfung. Kann auch sein dass die Stute zurück getreten ist (ja sie steht schlecht). Du siehst jedenfalls das anstehende Hintergeschirr und dass die Scherenträger (in diesem Fall Tilbury verschlüsse) in der Schere rutschen konnten. Beim näheren betrachten würde ich sagen, dass das HS sogar noch ein bis zwei löcher kürzer geschnallt werden kann. Dann steht es schneller an und die Scherenträger rutschen nicht so weit durch. Der Effekt wäre also früher erreicht. Der Umgang könnte auch noch etwas höher geschnallt werden. eigentlich eine handbreit unter dem sitzbeinhöcker.



    zum Vergleich im Zug:


    ich kann dir nachher noch ein Bild dazu einstellen, wo man die Wirkungsweise relativ gut sieht, da der Fahrer nicht vernünftig gebremst hat in diesem Moment.


    Ansonsten benötigst du das HS natürlich noch zum Rückwärtsrichten ;-)

    meine Frage wäre welche Funktionen das Hintergeschirr beim Einspänner erfüllt.

    Den Wagen aufhalten, dass er dem Pferd nicht in die Haxen rollt und das Selett nicht quer über den Pferderücken schiebt.


    Zum einen wäre da der Schlagriemen der das Ausschlagen des Pferdes
    bzw. das Risiko dass das Pferd über die Anzen kommt
    verhindern/minimieren soll.

    Der Schlagriemen muss aber auch richtig angebracht sein um ein Ausschlagen auch wirklich zu verhindern, zumal ich mir gründlich überlegen würde ein schlagendes Pferd noch anzuspannen. Im Zweispänner hast du auch keinen Schlagriemen, obwohl da ein Ausschlagen noch gefährlicher wäre, da der Fahrer ja im normalfall genau hinter dem rechten Pferd sitzt. Im Einspänner läuft das Pferd mittig, die Gefahr getroffen zu werden verringert sich.


    Die neue LPO Regelung ist auch nicht wirklich durchdacht. Ein Hintergeschirr gehört für mich IMMER zum Einspänner das ist außer Frage, aber das anbringen des Schlagriemens in Kombination mit dem Hintergeschirr scheint mir etwas übertrieben. Zumal es erlaubt ist den schlagriemen bzw die Riemen in die Ringe des Hintergeschirrs einzuhängen. Also eine schlaufe um die Schere zu legen und diese an den Ring des HS einschnallen. Das reicht aus (wurde von einem Trainer bestätigt, als ein Herr von der FN die Neuregelungen der LPO vorstellte) bringt nur nichts, da das Pferd dann noch immer ausschlagen kann. Deshalb fragte ich in dieser Diskussionsrunde auch danach. Scheint aber egal zu sein, hauptsache da ist ein "pro forma" Riemen dran.
    Wir fahren normalerweise ohne Schlagriemen nur mit Hintergeschirr, schnallen dann nur auf dem Turnier den Pro forma Riemen ein.


    "

    Quote

    Was mir nicht ganz klar ist, wie die Funktion des Abbremsens mit dem Hinterschirr funktioniert.

    Das Pferd bremst mit der Hinterhand den Wagen ab, der ja sobald das Pferd langsamer wird nach vorn schiebt. Dabei muss natürlich die Schere in den Scherenträgern genug Spiel haben, da das HS sonst absolut überflüssig wird. Also schau dir deine Scherenvorderteile mal genauer an, ob sie auch Spiel bieten.

    Die Anzen liegen in den Trageösen und schieben das Selett nach vorne, soweit komme ich noch mit.

    Eben nicht. Wenn das passiert sind deine Anzen in den Scherenträgern zu stramm eingeschnallt. Gerade das hin und her geschiebe des Seletts soll ja verhindert werden. Ist schon vom rein logischen Denken nicht wirklich pferdeschonend.


    Aber wann und wie kommt nun das Hinterschirr zum Einsatz?

    Wenns gut verschnallt ist, rechtzeitig ;-). Also schau mal deine Schere genauer an.

    Dann braucht man für den Trainer Leistungssport noch ein paar Turnierplatzierungen oder für den Basissport das Wanderfahrabzeichen Stufe 1, welches wiederum den Fahrpass voraussetzt.

    Da hakt es ja bei manch einem schon, der kein eigenes Gespann besitzt.


    Klar gibt es noch Kurse aber 3-5 Anbieter in ganz Deutschland finde ich schon sehr düftig, leider.