Posts by Siro

    Ein kleiner Beitrag aus der Schweiz: Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, dass eigentlich immer Beifahrer dabei sein sollten. Bei der Ausbildung im NPZ zum Beispiel (Nationales Pferdezentrum Bern) insistiert der Chefausbildner, Werner Ulrich, dass immer ein Beifahrer mitfährt (bei mehr als Zweispännern zwei), soweit ist alles klar. Aber wenn ich zu Hause fahre, bin ich häufig allein unterwegs. Es ist mir klar, dass ich bei einem Unfall ein Problem hätte, weil ich keinen Beifahrer dabei habe, aber ich nehme das in Kauf.


    Im Übrigen verlangt auch das FEI-Reglement, und demzufolge auch alle nationalen Reglemente, Beifahrer bei allen Kategorien.


    Ich weiss nicht, wie das für gewerbsmässige Fahrer in der Schweiz geregelt ist, vielleicht weiss das ein anderes Mitglied aus der Schweiz?


    Ob das Ganze sinnvoll ist, ist ein anderes Punkt, aber das interessiert die Juristen wenig. Immerhin, wenn ich z.B. vor einem Rotlicht halten muss, kann es schon hilfreich sein, wenn der oder die Beifahrer absteigen können und die Pferde ruhig halten.


    Und wegen der Verkehrstauglichkeit von Pferden: Ich bin sicher, dass bei einem gröberen Unfall überprüft wird, ob die Pferde, wie von der Strassenverkehrsverordnung verlangt, verkehrstauglich sind. Wenn jemand mit einem Dreijährigen zum ersten Mal ausfährt und auf einer Haupstrasse einen Unfall baut, dürfte er ein Problem mit der Versicherung und der Polizei bekommen.

    Es muss ja auch nicht Sinn haben. Ich bin sicher, die ganze Crew hatte ihren Spass daran. Und ein bisschen ist es ja auch eine Reklame für das Freiberger Pferd als Fahrpferd.

    Die Bogenpeitsche ist repariert. Ich habe am Ende des Stiels ein 4 mm Loch gebohrt und den Bogen mit Araldit eingeleimt. Auf der Höhe des Loch-Endes, der schwachen Stelle, habe ich mit einem Blechröhrchen verstärkt und mit einem Schrumpfschlauch stabilisiert und zum Schluss mit Sattelgarn gemäss obiger Anleitung überdeckt.

    Wer bisher nicht verstanden hat, was in den 1930er Jahre in Deutschland passiert ist, der weiß es jetzt. Grundlegende Freiheitsrechte sind uns durch Verfassungsbrechern entzogen worden. Die gleichgeschaltete Presse hat mit den Verfassungsbrechern ins Horn geblasen. Selbsternannte Blockwarte*innen tun das übrige.

    Es ist eine massive Verharmlosung der Vorgänge in den 30er Jahren in Deutschland, wenn man die heutige Situation damit vergleicht!


    (Als Schweizer steht es mir wohl nicht zu, obige abstrusen Ansichten zu kommentieren, aber beim Lesen dieses Kommentars hat es mir die Nackenhaare gesträubt.)

    Soweit ich weiß, bestehen die dünnen, schlanken Holzdeichseln aus zwei zusammengeleimten Eschenleisten, in deren Mitte durch die ganze Länge ein Flacheisen läuft.

    Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege...

    Eine Holzdeichsel besteht normalerweise aus einer Eschen"stange", welche auf deren flachen Unterseite mit einem Flach- oder Halbrund-Eisen verstärkt werden kann.

    Ja, ich fahre mit meinem Freibergerwallach einspännig, und mit der Peitsche immer in der Hand. Braucht ein wenig Training, aber nach kurzer Zeit geht das gut. Als meine Enkelin angefangen hat zu fahren, hat sie auch öfters geklagt, dass ihr die Hand abfallen würde, aber nach zwei, drei Wochen ging das schon ganz gut.


    Im Weiteren ist es klar, dass für landwirtschaftliche Arbeiten andere Regeln gelten, als beim Kutschenfahren. Aber wenn die Bauern am Sonntag mit ihrer Kutsche ausgefahren sind, war die Peitsche - fast - immer in der Hand, das zeigen viele alte Fotos, und so habe ich es auch in der Erinnerung.


    War heute auch wieder zwei Stunden unterwegs, bei wunderschönem Frühsommerwetter, überall blühende Kirschbäume und wenn man die Velowege mied traf man auch nur ganz wenig Fussgänger hier in der Gegend.

    Danke Christoph, für deine Erläuterungen. Um mein Pferd von der Weide zu holen mache ich es ähnlich. Ich gehe in die Nähe, rufe ihn und wenn er bei mir ist zum Halfteranlegen bekommt er ein "Guetzli". Das mache ich auch, wenn ich ihn aus der Box hole, er muss zu mir kommen, ich gehe nie zu ihm hin. Allerdings, auf der Weid funktioniert das nur auf maximal etwa 5 m Distanz.


    Das mit der Peitsche sehe ich anders. Auch mein Pferd geht sehr gut und reagiert prompt auf Zuruf. Aber ich hab mal gelernt, dass man beim Fahren die Peitsche in der Hand hält, und so halte ich es auch. Erstens aus Sicherheitsgünden, die Peitsche ist jederzeit bereit, falls es nötig sein sollte. Und zweitens fühle ich mich äusserst unwohl, sozusagen nackt, wenn ich keine Peitsche in der Hand halte, so ist es zur Gewohnheit geworden.


    Es würde mich interessieren wie das andere Forumsteilnehmer sehen.

    Ich habe eine wunderschöne Schwarzdorn-Bogenpeitsche. Leider ist mir durch ein Missgeschick der Bogen abgebrochen. Der Bogen selbst ist noch intakt (siehe Photo). Hat jemand eine gute Idee, wie ich diesen Bogen am besten wieder auf dem Peitschenstiel befestigen kann?


    Vielen Dank, Rasselbande, jetzt weiss ich wenigstens, wovon geschrieben wird. Allerdings begreife ich noch nicht, weshalb dieses Gebiss für normales Fahren und Arbeiten mit Pferden verwendet wird. Wie der Name sagt, wurde es ja offensichtlich für den Trabsport entwickelt. Und für das "normale" Fahren gibt es ja wohl genügend Stangengebisse, oder sehe ich das falsch?

    PrinzB: Ich habe verstanden, dass du selbst das Aufwärmen und Herunterfahren richtig findest und auch machst, gut so.

    Ich nehme an, du beziehst dich im zweiten Teil auf den Beitrag von Bennyblue? Ich kann zwar leidlich Standard-Deutsch, aber der Text von Bennyblue ist für mich schwierig zu verstehen. Ich entnehme ihm aber, dass die Ponies "sich haltungstechnisch null bewegen". Auch habe ich verstanden, dass Bennyblue am Sonntag manchmal "die muße langsam zu Starten und zu beenden" hat. Mit andern Worten, die andern Tage hat Bennyblue das nicht. Aber wie gesagt, ich verstehe nur einen Teil des Textes und es könnte auch sein, dass ich ihn misverstanden habe. Ich glaube wir sollten das nicht weiter vertiefen.


    Wichtig war mir eigentlich nur, dass diese Empfehlung "The first and the last mile in walk", wie es Andreas Nemitz zitiert, von möglichst vielen Leuten verinnerlicht wird.

    Hat das den wildlebenden Vorfahren eigentlich auch jemand gesagt, dass sie sich erst aufwärmen müssen bevor sie vorm Löwen flüchten?

    Nein, aber sie konnten auch keine Arthrose entwickeln, weil sie vorher gefressen wurden.



    Solange die Tiere nicht in einer kleinen Box oder einem Winzpaddock den grössten Teil des Tages an einer Stelle verbringen sind sie quasi warm, da sie immer etwas umherwandern, selbiges gilt beim Abkühlen nach der Arbeit. Ich hab festgestellt, dass meine bei egal welchem Pelz am besten wieder runterkommen und trocknen, wenn ich sie danach direkt auf die Weide bringe.


    Den Koppelweg ohne Last kann man dann getrost als Aufwärmstrecke ansehen.


    Das sind doch faule Ausreden. Weshalb versucht ihr verzweifelt einen Grund zu finden, weshalb ein Aufwärmen resp. Herunterfahren, wie es die alten Regeln empfehlen, eigentlich zu aufwändig sind? Seid ihr so gestresst, dass ihr keine Zeit habt dafür?

    2,5 flachen des Körpergewichtes los gefahren

    Das ist, warmgelaufen oder nicht, ein völlig überrissenes Gewicht.



    Bevor ich meine Ponys belastet werden, mache ich sie warm. Da zu reicht es aus meiner Sicht ein paar 100 Meter zu fahren bevor die Kutsche beladen wir

    Die ungeschriebene Regel, die ich gelernt habe und die ich anwende ist: Zu Beginn und am Ende des Fahrens je 15-20 Minuten Schritt, (Gilt übrigens auch zum Reiten.) Damit stelle ich einesteils sicher, dass der Kreislauf in Schwung ist und die Gelenke geschmiert sind bevor ich trabe und andernteils, dass der Kreislauf heruntergefahren ist, bevor das Pferd/Pony wieder in den Stall oder auf die Weide zurück geht.