Posts by renatus

    Du kommst hier ja ziemlich frustriert rüber. ???


    1- ist richtig, mit dem Ziel, dass der/die Beste gewinnen soll! Da allerdings je nach Turnier-Kategorie Ponys und Pferde (leichte und schwere) das gleiche Programm fahren, sind die Leichten eben immer im Vorteil (Eleganz und Leichtigkeit).


    2- Ist so nicht richtig, das wäre nur dann der Fall wenn es nach Rasse/Gewicht gehen würde und widerspricht damit dem Punkt 1 (und woher soll ich wissen was ein mir unbekanntes Pferd zu leisten vermag; Tagesform, (Un-)Fähigkeit des Fahrers, etc ..?).


    3- es geht hier nicht um die "Schönheit" der Ballerina sondern um deren Gewicht! (damit sind wir wieder bei Punkt 1 und 2).


    4- Ihr scheint ja merkwürdige Richter zu haben! Hätte ich auch ein Problem mit. Der Fahrer in meinem Eröffnungsbeitrag war das erste Mal mit seinen 4 Shettys dabei und hat das Ding gewonnen. Mir ist es doch egal ob einer Bekannt oder Unbekannt ist, allein die Präsentation/das Resultat zählt!


    renatus

    ... Es gibt Richter, die eben fliegende Gänge favorisieren, ein kurzbeiniger Hafi vom alten Schlag wird nicht unbedingt gut in der Dressur bewertet, auch wenn er für seine Verhältnisse alles gibt, was sein Körper eben hergibt.

    Das ist richtig bemerkt und wird auch von allen Richtern so gemacht. In der Dressur wird eben die Eleganz, Leichtigkeit und Harmonie hoch bewertet. Da haben die schweren Ponys/Pferde ganz klar keine Chance (alleine schon der Unterschied von Hafi "alter Schlag" und "Hafi Sport-Version" ist bemerkenswert). Ob das nun sinnvoll ist oder nicht sei mal dahingestellt.

    Bei Fahrern die das absolut nicht verstehen wollen/können, versuche ich es dann immer mit einem Vergleich: "Im Ballett will ja auch niemand eine 100 kg Primaballerina sehen!"


    renatus

    Vielleicht wäre es "gerechter" wenn unsere Vierbeiner in Gewichtsklassen (wie z.B. beim Boxen, Ringen etc.) eingeteilt würden? Natürlich in angepassten Gewichtsabständen von 50 oder 100 kg. Ist nur so eine spontane Idee .... nicht ausgereift!


    renatus

    Bennyblue

    Auf offiziellen Turnieren sind (weltweit) die gleichen Kutschengewichte gültig. Clea hat das schon richtig beantwortet (Zweispänner, Pony, 225 kg).


    Ebenfalls richtig ist das die FEI sowie die FN's generell kein Interesse an (Mini-) Shetty Klassen haben. Gleiches gilt übrigens auch für die Kaltblüter. Das kann daran liegen, dass die Leute in den entsprechenden Gremien fast ausschliesslich zu den Vollblut- und Warmblutzüchtern gehören und daher vorrangig ihre eigenen Interessen pushen, bzw den anderen Hindernisse in den Weg legen.


    renatus

    Die Teilnahme der Kleinen auf den Turnieren bei uns ist vermehrt festzustellen!

    Für die zahlreichen Fans der Kleinen, einige Bilder vom letzten Wochenende wo ich als Richter tätig war:


    Überregionales Fahrturnier der M-Klasse auf der höchstgelegenen Trabrennbahn Europas (43108 Jullianges).

       

    Zwei Shettys 10 und 13 jährig (Paarpreis € 1000.-!), mit holländischen Papieren, Stockmass 99 cm, mit Arden-Geschirr. Sind auf dem 3. Platz gelandet.



        

    Das 4er Shetty-Gespann war konkurrenzlos unterwegs. Ergab automatisch 1. Platz


    renatus

    ist die Handhabung der Viererzug-Peitsche eigentlich eine Teilprüfung bei Traditionsturnieren?

    wenn ja, wie große ist der Anteil an der Gesamtwertung?

    wenn nein, warum nicht?

    scheint ja doch eine "gezielte" Trainingssache zu sein ...

    Ja, es ist eine Teilprüfung.

    Unkorrekt ausgeführt = 3 Strafpunkte

    Nicht ausgeführt = 6 Strafpunkte


    Für alle Interessierten hier noch der Link zu den gesamten Aufgaben / Prüfungen:

    https://www.dtv-tradition.de/u…benkatalog_02_05_2018.pdf


    renatus

    Momentmal, in der Dressur ist doch gar kein Mindestgewicht vorgeschrieben? Also wenn das Pony bereits einen 130-kg-Buggy .........

    Das mag vielleicht auf "Feld-, Wald- und Wiesenturnieren" so sein; auf offiziellen Wettkämpfen für Einspänner beträgt das Mindestgewicht 150 kg. Üblicherweise wird eine Dressur wenn schon, dann mit einem Spider gefahren (einen Buggy habe ich hier noch nie auf einem Turnier gesehen, auch nicht in A- oder E-Klasse). Spätestens beim Kegel- oder Marathonfahren würde ich einen solchen Kandidaten aus dem Rennen nehmen (Unfallgefahr!).


    renatus

    Ja das weiß ich, aber ich bin dabei mir das Equipment für Turnierteilnahme zusammen zu sammeln und das muss dann ja schick sein...

    Wenn du die Dressur-Prüfung vergeigst nützt dir auch das schönste Equipement nichts ... :wacko:


    Aber sachlich: Die meisten Turniere werden hier mit normalem Brustblatt gefahren (geschätzte 90%). Ein paar wenige Ausnahmen sehe ich mit anatomischem Brustblatt, Marathon-Kumt oder englischem Kumt. Für die Bewertung hat das aber in der Regel wenig Einfluss.

    Etwas anders sieht die Lage aus, wenn du an Traditionsturnieren teilnehmen willst.


    renatus

    Ich kann's auch ein wenig objektiver machen (= Erklärungsversuch).

    Die meisten Groom's verlassen die Kutsche ja nicht freiwillig. Der Kutscher sieht bloss das kommende Problem viel früher, z.B. Bodenwelle, Stein, Schlagloch, Baumwurzel etc. und kann sich daher schon mal vorbereiten. Der Groom hingegen wird mehrheitlich überrascht und macht daher (unfreiwillig) den Abgang.


    Das sind meine Beobachtungen der letzten zehn Jahre. Bedaure, eine Statistik zu diesem Thema habe ich leider auch nicht. Es steht natürlich jedem frei das Ganze weiterhin als subjektive Feststellung zu Beurteilen .....


    renatus

    Auf den Geländestrecken haben die Fahrer Gurte um

    Das ist mir neu. Im Fahrsport sind feste Anschnallungen nicht erlaubt, es sei denn, dass der Groom den "Gurt" in der Hand hält.

    Eine Ausnahme wird es nächstes Jahr geben für die Para-Fahrer (Behinderten-Sport).

    Anschnallen ist keine Option.

    Richtig! Das Risiko dann nicht rechtzeitig vom Wagen wegzukommen ist hier zu gross.


    renatus

    Es gibt hier Fahrer welche mit Airbag unterwegs sind. Zu den Modellen kann ich allerdings nicht viel sagen. Für den Turniersport ist eigentlich nur wichtig bzw. vorgeschrieben, dass die Dinger der Norm CE EN 13158 (Niveau 3 / violette Etikette) entsprechen, d.h. ausreichend Rücken-, Seiten- und Unterleibsschutz sowie Hufschlagfest.


    renatus

    Bin positiv überrascht, dass ein Politiker auch mal an das Wohl der Tiere denkt (ok, er ist ja immerhin Landwirtschaftsminister):


    Wegen der Hitzewelle hat Frankreich alle Tiertransporte verboten!

    "Frankreich ächzt seit Anfang der Woche unter einer Hitzewelle. Der französische Landwirtschaftsminister Didier Guillaume hat deshalb Tiertransporte verboten. «Gestern (Mittwoch) habe ich angeordnet, den Transport von Tieren zu verbieten (...), weil wir die Tiere nicht in Lastwagen und Zügen lassen können», sagte er am Donnerstag dem Sender BFM TV".


    der Link zum ganzen Bericht:

    https://www.bluewin.ch/de/news…h-die-schweiz-268748.html


    renatus

    Nalica

    "Also mir geht es wirklich mehr drum wie man sowas in der Zukunft verhindern kann ..... "

    - Das gehört zum Thema "Restrisiko"; 100%ig verhindern kann man so etwas nicht.


    ".... ob man ein Pony nach so nem Unfall wieder sicher vor den Wagen bekommt."

    - Ja, das geht normalerweise ohne grössere Probleme. Wir haben hier jedes Jahr (Turnier-)Leute welche im Graben landen oder die Kutsche oder das Pferd umwerfen; spätestens nach einem Monat sehe ich die wieder auf dem nächsten Turnier und das Pferd/Pony läuft als wenn nie etwas gewesen wäre!


    also, bloss nicht aufgeben, ist wie beim Reiten (auch wenn du mal runter fällst, hörst du deswegen doch nicht gleich auf)


    renatus