Posts by jkoerner

    Wir hatten im Raum Kiel seit Oktober keine 3 Tage ohne Regen, entsprechend durchweicht ist das Land. Ich hatte zwischenzeitlich die Pferde 4 Wochen am Stück im Stall...
    Die Knicksaison ist zeitlich begrenzt von Oktober bis einschließlich Februar. Ein Befahren/Begehen der Flächen war bis vor ca 2 Wochen nicht möglich, jetzt haben wir endlich ein bisschen Frost und Schnee bekommen. Die Büsche & Bäume habe ich zwar recht schnell absägen können, allerdings kommen wir mit den Pferden nicht auf die Flächen, weil
    1. Die Nebenstraßen und landwirtschaftlichen Wege total vereist sind und nicht geräumt/gestreut wird
    2. Auf meinen Flächen unter einer unterschiedlich dicken Frostschicht immer noch Modder ist und man nicht sieht wo die Schicht tragfähig ist
    3. Die Pferde bis zum Frost doch ordentlich Trittschäden verursacht haben und man höllisch aufpassen muß, wo man hintritt


    Also kommt der Allrad zum Einsatz, leider. Bis wir endlich Frühling haben und die Flächen abgetrocknet sind, was recht zügig passieren kann, muß ich das Holz geborgen haben. An den kommenden Tagen soll es hier -10°C und darunter geben und wir haben dabei noch einen unangenehmen Ostwind. Aber ich muß trotzdem raus in's Holz.
    Momentan wärme ich mich mit heißem Cappucino auf, der Ofen knistert. So paßt das!

    Mich dagegen erstaunt deine Erfahrung. Das Kumt kann vielleicht einen geringen Teil des Schweißes aufnehmen, dann ist aber ganz schnell die Sättigung erreicht. Das Wundscheuern dürfte andere Gründe haben.
    Meine Kumte liegen „nackt“ auf den Pferden und auch nach stundenlanger Schrittarbeit (liegt hier vielleicht der Unterschied?) sind die Pferde nicht wund. Nach der Arbeit werden Pferde und Geschirr abgespült, gereinigt und getrocknet. Am nächsten Tag geht's weiter. Kein Problem.
    Man kann aber die hochwertigen Arbeitskumte aus Frankreich nicht mit der Massenware aus den USA vergleichen. Bei englischen Kumten bin ich sowieso gleich raus: keinerlei Erfahrung.

    Ich benutze Arbeitskumte aus Frankreich die für schwerste Zugarbeit ausgelegt sind. Dort werden Kunstschäume als Polster verwendet. PU und blablabla...
    Solange das Zeug flexibel ist kann man es verwenden, danach erneuern. Meine Pferde quälen den Kunstschaum seit mehrenen Jahren. Leider konnte ich noch nicht auf komplett „kunststoffene“ Kumtpolster umsteigen, meine sind immer noch innen Schaum, außen Leder.
    Stroh, als traditioneller Baustoff, dürfte weniger haltbar sein.

    Allerdings hat unsere die von dir angesprochenen gebogenen Zinken ( wie auf deinem Bild).

    Das ist fortgeschrittener Verschleiß. Die so verschlissenen Zinken federn nicht mehr, sondern reißen den Boden auf weil die Winkelung der Zinken zum Boden nicht mehr stimmen und die Spitzen auch nicht mehr federn. D.h. eine umgehende Erneuerung ist fällig!

    Tränke das Ganze mit Diesel wenn das Holz trocken ist. Ich mach' das mit meinen Schaufeln, Spaten und Hämmern. Bin im GaLaBau tätig und dauernd draußen. Das Holz saugt sich mit Diesel voll und gibt nichts mehr davon ab. Wasser hat dann keine Chance mehr. Du kannst das auch nach dem Vollsaugen und Abtrocknen anfassen ohne Gefahr zu laufen, daß deine Hände nach Diesel riechen.
    Metallteile lassen wie sie sind. Beim Gebrauch scheuert sich der Rost ab.

    Die Gußsterne sind mördermäßig schwer und auch eine relativ kleine Matte daraus kann man per Hand nicht mehr auf- und abladen.
    Aber warum soll es denn diese schon längst überholte Abschlepperei sein? Heutzutage wird gestriegelt. Die Zinken kann man einzelnd kaufen und sich selbst ein Gestell anfertigen. Mit einstellbarer Höhe über eine verstellbare Achse, wegen des Verschleiß und verschieden weicher Böden, kann man den Striegel hinter dem Pferd herziehen und über den Anpreßdruck auch dem Pferd die Arbeit erleichtern.


    Einfach 'mal im Netz nach Grünlandstriegel — ein bekannter und bewährter Striegelhersteller ist Einböck, und hier der „Grassmanager“ (mit Doppel-S) — suchen und gucken was geht.

    Da wir nicht alle aus derselben sprachlichen Region stammen wäre es wirklich wünschenswert wenn Beiträge hier in gebräuchlichem Schriftdeutsch verfasst werden. Ich, und ich denke daß auch andere außer mir, von so einer sprachlich/schriftlichen Standardisierung profitieren würden.
    Bei manchen Beiträgen frag' ich mich nämlich ob das aus den Abgründen der „google“-Übersetzung aus dem Kauderwelsch stammt...

    Wende Dich an Detlef Marsch, Leiter des Maschinenrings Husum-Eiderstedt. Der ist ein (Pferde-)Mann der Praxis und wenn ihr beiden miteinander könnt klappt das schon. Er ist aktiver Landwirt, Pflüger, Fahrer und Holzrücker und war bis vor einigen Jahren hier im Forum zu finden bis ihm die eine oder andere Äußerung und Einstellung auf den „Geist ging“...
    Naja, norddeutsch eben


    Bilder einstellen geht auch mit http://picr.de/
    und http://www.bilder-upload.eu/#

    Die 15 cm starke Tretschicht ist (aus eigener Erfahrung) zu dick. Jeden Tag dort die hineingetretenen Äppel zu suchen macht keinen Spaß. Maximal 5 cm sind ausreichend. In welcher Form hast Du die Trennschicht geplant?
    Es gibt hochfeste Kunststoffgitter von der Rolle, nennt sich „Geogitter“. So etwas würde ich in Betracht ziehen und das auf einer Versuchsfläche unter Realbedingungen testen.
    Die Tretschicht habe ich immer mit — hier in Norddeutschland haben wir jede Menge billigen Sand, genannt Füllsand 0-3 mm, ist kiesiges Zeug mit mehr oder weniger Lehmanteil — Füllsand hergestellt. Die Lehm- und Feinanteile werden vom Regen relativ schnell ausgewaschen, dann hat man so etwas wie gewaschenen Kies oder Flußsand.
    Die Idee mit dem Schotter als untere Schicht finde ich sehr gut, die Hauptsache ist, daß Sickerwasser auch irgendwohin abfließen kann und die Hinterlassenschaften der Pferde dieses Sickerwasser nicht zu stark belasten...


    Ich baue mir gerade einen Paddock, der wird aber mit Rasengittersteinen aus Beton ausgelegt und darauf kommt die Tretschicht aus Füllsand mit nur 2-3 cm Stärke. Meine beiden Dicken wiegen auch um die 850-900 kg. Der Aufbau ist wie im Straßenbau üblich: Frostschutzschicht aus Füllsand, darauf Kiestragschicht 0-32mm, abgedeckt mit Filtervlies. Darauf die Rasengitter, die mit Filterkies wegen der Durchlässigkeit, befüllt werden. Das würde aber Dein Budget sprengen.

    Resumeé: Groß und kostendeckend ist abzulehenen, klein und verlustig ist gut...


    Wenn Erzeuger zu Weltmarktpreisen konkurrenzfähig sein müssen, daß ist EU-Doktrin, muß das eben so laufen wie es läuft. Bei den ganzen Mäulern die gestopft werden wollen geht es nicht anders ohne das Risiko von Mißernten einzugehen.
    EU-Grenzen schließen und Zölle erheben um das Preisniveau Weltmarkt : Lokale Märkte anzugleichen ist auch nicht so opportun. Meine Kritik ist, daß jeder nur seinen Plan vor Augen hat und niemand alle Blaupausen übereinanderlegt und guckt was geht.


    Ich bin auch nicht für die Chemie-Keule, aber wo sind die kostendeckenden Alternativen? Wo sind die Entscheidungsträger die o,g. Mißstände erkennen und beheben? Warum werden immer nur die falschen gewählt? Warum sitzen so wenig Fachleute in Entscheidungspositionen? Warum werden Positivbeispiele als Spinnerei abgelehnt? Warum wählen so viele AfD? Warum gehen so wenige zur Wahl? Warum futtern so viele Leute das falsche Futter? Warum?... Warum?...Warum?


    Menschen wollen Kontinuität. Alles soll so einfach bleiben wie es ist. Wenn es falsch ist sucht man sich „Experten“ die den Status Quo als richtig hinstellen. Alles schön einfach halten.


    Positive Kritik heißt Alternativen aufdecken und vorleben. Nörgeln kann jeder. Geht auch einfacher.

    Die sieht doch passabel und ausgereift aus. Meine Erfahrung ist auch die, daß man bei Billigware am falschen Ende spart. Qualität kostet eben ein wenig...
    Die abgebildeten Pferde scheinen die Futterraufe nicht zu kennen. Nach der Eingewöhnung stecken die bis zur Schulter drin.

    Quote from Gebrauchsanweisung-Zilia-1.jpg

    Nun wird das hintere Transportrad 3 beiseite gelegt...

    Daraus geht eindeutig hervor, daß das Rad für das Pflügen keine Bedeutung hat. Du kannst also auch ein Schubkarrenrad für den Transport anbauen.


    Es gibt solche Gußräder im Zubehör für Schwerlast-Sackkarren oder Werkstatt-Wagenheber zu kaufen.

    Was dem Schar vorangestellt ist, ist ein sog. Düngereinleger in eigentlich sehr moderner Form. Die wurden in dieser Form in den 50er Jahren eingeführt. An heute verwendeten Pflugscharen ist diese Form noch genau so, wird aber gewissermaßen am Pflugschar angeschraubt.
    (Bild 1 aus einem Röwer & Rüb-Katalog, Bild 2 stammt von einem Lemken-Wendepflug für Traktorzug)
    Düngereinleger-modern.jpg


    Ich wünsche dir, daß du Bilder und Maße von den fehlenden Teilen bekommst.


    Zum Pflugschare schmieden:
    Die Winkelung der Pflugschare muß exakt stimmen, weil sonst der Pflug entweder zu tief einzieht oder nicht in den Boden will. Ich mußte die leidvolle Erfahrung machen... Zu tief dürfte aber mit dem hinteren Stützrad — war dir bislang fehlt — kein Thema sein.
    Auszug aus einem Katalog der Firma Sack:

    Der Abstand muß so sein, daß die Köpfe und der Hals gut „Luft haben” aber das Pferd nicht hindurchgehen kann. :D Meine beiden sind etwas breiter und daher kein Maßstab.
    Eine gewisse Eingewöhnungszeit mußt du den Pferden geben, daß Kopfdurchstecken ist für die neu. Klappt meistens innerhalb 15 - 30 Minuten.


    Ach ja, aus leidvoller Erfahrung noch den Tip das Ganze so stabil zu gestalten, daß auch futtergierige Pferde die Stäbe nicht herausdrücken oder total verbiegen können. 42er Rohre sind ein Minimum.

    Ich hab' mir vor 'zig Jahren eine Futterraufe für meine Rindviecher gekauft. Hersteller ist Patura. Das gute Stück ist stabil und durchdacht gebaut, daher keine Billigware.
    Nachdem ich keine Rinder mehr halte fressen jetzt die Pferde daraus. Zuerst waren es mit den Rindviechern zusammen noch Appaloosas, jetzt 2 stämmige Kaltblüter.
    Bestückt ist die Raufe mit Fressbügeln für Rinder, es hat aber nie Probleme durch Pferdebenutzung gegeben. Patura bietet die Sicherheitsfressgitter zwar an, aber die Ümrüstung lohnt sich für mich nicht.


    Im Stall habe ich seit Jahrzehnten „Sicherheitsfressgitter“. Selbst erdacht und gebaut. Vor über 20 Jahren gab es so etwas noch nicht. Ich bin mehr als zufrieden damit, die Futterverluste sind minimal.


    [Blocked Image: http://up.picr.de/30413290rf.jpg]

    Das ist wie mit Werkzeug:
    Man kann brauchbares kaufen und muß nach einiger Zeit das wiederholen, oder man kauft sich sehr gute Qualität an dem man eine Leben lang seine ungetrübte Freude hat.
    Aber vielleicht habe ich ja eine antiquierte Einstellung...