Posts by anuschka

    Wirklich ruhig gingen nur die beiden Reitpferde direkt vor der Kutsche. Die hatten wohl auch die Aufgabe, das Gezappel der Reitpferde weiter vorne etwas zu neutralisieren, damit die Kutschpferde nicht zu heftig wurden. Manchmal kam es mir so vor, als wirkten sie wie eine Bremse vor der Kutsche.
    Der vorne rechts war dauernd am zappeln und vordrängeln. Der hinten rechts wurde mit zunehmender Fahrtdauer scheinbar etwas müder....
    War das auch Euer Eindruck?


    Insgesamt aber habe ich einen riesigen Respekt vor den beiden Kutschern. Das war sicher nicht leicht und sie haben ja auch gewußt, daß die ganze Welt ihnen am TV zuguckt.

    Soweit ich gelernt habe, ist das prinzipiell ein Widerspruch in sich was ihr da vorhabt.


    Eine Naturholz- Kutsche gehört vom Stil her in die sog. Landanspannung. Da fuhr man entweder selbst oder aber der Kutscher in etwas lockerer Aufmachung vom Bock aus.


    Vom Sattel aus gefahren wurde entweder Gala - also hochoffiziell - und dazu gabs dann garantiert lackierte Kutschen in vollem Glanz-
    oder aber Gefährte, die keinen Kutschbock aus anderen Gründen hatten.
    Z.B. fuhr man auch Kanonen / Lafetten teilweise vom Sattel aus. Da war der Stil dann natürlich weniger Gala (eher so Schlamm :sleeping:und Matsch... ) (außer natürlich bei Paraden- aber das is wieder was anderes)


    landwirtschaftliches Gerät wurde soweit ich weis entweder vom Bock oder aber vom Boden aus gefahren (Pflug z.B.), das sollte dem Pferd zusätzliches Gewicht ersparen und dem Bauern die Möglichkeit geben, mal was anzupacken.


    Wenn ihr also eine Stilfahrt vom Sattel aus machen wollt, müßtet ihr Euch entweder eine Gala- Kutsche zulegen oder überlegt Euch einen "Sonderzweck". Ich könnte mir z.B. vorstellen, daß man Motivwagen wie z.B. auf einem Festumzug auch vom Sattel aus fahren könnte um das Bild auf dem Wagen nicht zu stören.



    Zum Geschirr:
    Für mich sah das am Samstag so aus als hätten die Reiter vor der Hochzeitskutsche direkt auf dem Pferd einen normalen Reitsattel. Nach meinem Eindruck liefen die Stränge vom Kummet aus unterhalb des Sattelblattes frei durch. Strangstutzen habe ich nicht gesehen, lediglich den kleinen Bauchgurt. Kann sein, daß im Hintergeschirr noch Strangträger drinnen waren.


    Bitte stell doch Bilder ein, wenn ihr die Anspannung mal fahrt. Würde mich interessieren.
    Viel Spaß beim Tüfteln und Alles Gute

    Pferdefreundliche Wege fahren, die (auch) schön aussehen.
    Also im Zweifel einen weiteren Weg nehmen wenn Du dabei gerader ins nächste Kegelpaar kommst
    wenn die Auswahl besteht zwischen mehreren Wegen evtl den nehmen, bei dem Du nicht so oft das Pferd umstellen musst
    Viel Glück und viel Spaß

    Alle Achtung! Der Wagen sieht so aus, als hättest Du eine Wahnsinns- Arbeit da reingesteckt. Kaum wieder zu erkennen.
    Ich hab leider keine Ahnung von der Historie eines solchen Wagens aber ich würde eine Linierung in beiden Farben - also rot und korbfarben- schön finden.
    Oder..... jetzt bitte nicht lachen: Blumenornamente auf Seite des Vordersitzes und aufm Spritzbrett.
    Der Wagen wirkt mit der kräftigen blauen Farbe so richtig schön festlich- ländlich.
    Gratuliere.

    Hallo liebe Foris,
    wir werden ab nächstes Schuljahr eine Kooperation mit einer Schule haben. Das bedeutet, daß einmal in der Woche die Schüler direkt nach der Schule zu einer Arbeitsgemeinschaft zu uns kommen.
    Hat jemand von Euch zufällig schon mal so ein Projekt gemacht und kann mir evtl. mit Tips weiterhelfen?
    Wie fang ich an? Wie sag ich den Kids, auf was es ankommt?
    Bei uns läuft das Projekt derzeit unter dem Arbeitstitel " Grundkurs Pferd" und soll zwar auch erste Möglichkeiten zum Reiten, in erster Linie aber allgemeine Pferdekontakte und Infos vermitteln.


    Wäre toll, wenn Ihr etwas für mich hättet.
    Danke
    Ursula

    Grau ist alle Theorie .... und bei jedem Wagen ist die Belastung eine andere.
    Man kann das Gewicht aber auch ganz einfach messen:
    Man suche sich die steilste Stelle aus, die man fahren muss und messe aus, wie groß der absolute Höhenunterschied zwischen dem Punkt, an dem die Räder den Boden berühren und dem Auflagepunkt am Selet ist.
    Dann bewege man sich nach Hause auf den Hof und senke am stehenden, mit der maximalen Anzahl Personen besetzten Wagen die Londen soweit ab, daß das zuvor ermittelte Gefälle simuliert wird.
    Jetzt muß man nur noch eine Waage unter die Londen stellen (Badezimmerwaage z.b. oder Kofferwaage an Dachbalken hängen) und schon hat man genaue Kilos.


    Bedenken sollte man dann aber auch weiter, daß das gerittene Pferd die Traglast dauernd im Kreuz hat und das Zugpferd je nach Steigung oder Gefälle auch zwischen durch entlastet wird vom Tragegewicht (ähnlich wie es bergab ja auch kaum Zuglast hat)


    Liebe Grüße
    Ursula

    Hallo Ava,


    wenn Du die Chance hast, ein so gutes Gespann "mit"zufahren: tu es!


    Ich kann mich den Ausführungen meiner Vorschreiber nur anschließen: Ponys sind zunächst mal auch Pferde, nur halt anders proportioniert.
    Die wollen genauso viel Ansprache, genausoviel Zeit, genausoviel Tierarzt und Hufschmied wie die Großen. (Nur Medikamente und Wurmkur braucht man manchmal weniger)
    Das mit 2 Stück zum Preis von einem in der Box klappt nicht immer. Mal vertragen sie sich nicht, dann müssn sie unterschiedlich gefüttert werden, einer ist krank, kriegt Allergien, muss mal stehen, Verbände haben.....
    Wenn Du mal den Stall wechseln mußt, kannst Du Dich nicht drauf verlassen, daß ein anderer Stall genau so Sonderkonditionen macht.


    Ich hab 3 Ponys in einem Offenstall mit großem Paddock stehen und dazu Weidegang rund ums Jahr und bin immer wieder heilfroh, daß ich noch eine Box zum Ausweichen habe.
    Auswärts (Turnier oder Lehrgang) möchten die Mäuse jede ihre eigene Box- sonst werden sie zickig ohne Paddock :cursing: - also wieder nix gespart....


    Für größere Stockmaße findet sich immer mal wieder eine Reitbeteiligung, die auch einige Kosten übernimmt (z.B. Beschlag oder so was). Für die Zwerge muß ich froh sein, wenn ich ein Kind finde, das sie mal gut reitet ohne daß ich auch noch was bezahlen muss ?(


    Nicht jeder Pensionsstallbetreiber kommt mit den Zwergen klar. Zu viel Gras gibt Rehe, zu viel Hafer auch. Zu viel "in der Box stehen" weckt den Spieltrieb und nennt sich dann Ungezogenheit.
    Die Tränken müssen oft tiefer gelegt werden, normale Zäune sind allenfalls eine Anregung für die Ponys, mal eben den Kopf runter zu nehmen beim Durchtauchen.


    Sie werden oft wesentlich älter als Pferde, sie haben ein größeres Bedürfnis nach Unterhaltung (und wenn es nur zum Ausgleich für die Nahrungsverknappung zwecks Figurerhaltung ist) und das Zubehör für Pferde passt nicht. Gute Ponysättel, gute Trensen, gute Geschirre kosten das Gleiche wie für Große, oft sogar mehr weil`s nix Gebrauchtes gibt. Passende Ausbinder suche ich seit Jahren vergebens, einen Voltigurt gabs als Sonderanfertigung.


    Dass sie weniger Kraftfutter brauchen merkst Du am Geldbeutel auch nur als Selbstversorger. Ich war schon in Ställen, da gabs keinen Preisnachlass wegen weniger Haferverbrauch.
    Und je länger man sich damit beschäftigt, desto klarer wird es einem:
    Ponys sind nicht nur kleine Pferde sondern eine andere Welt. Die liebt man entweder oder es geht nicht.


    Das Gespann vom Ausbilder klingt nach einer guten gelegenheit, die Ponywelt mal ohne Risiko auszuprobieren.
    Ich wünsche Dir und Deiner Tochter noch viele schöne STunden bei den Ponys.

    Hab mitgemacht.


    Liebe Frau Fleck, vielen Dank für die Vorstellung hier.


    Auch bei und gibts Weide so viel wie der Bauchumfang zuläßt, Heu möglichst satt und dazu Hafer und Mais.
    Von Pellets und Müslis bin ich völlig abgekommen, weil für mich eltztlich undurchscaubar ist was drin ist.
    Rohfaser- , Rohasche- und sonstige Anteile sind ja ganz spannend aber mich interessiert auch, aus welchen Grundstoffen diese Bestandteile des Futters stammen. So eine Zutatenliste wie auf menschlichen Lebensmittelpackungen fände ich gut, finde ich aber nur sehr selten auf Tierfuttersäcken.


    Alles Gute für Ihr weiteres Studium

    Das Zuggewicht hängt bei den bei uns üblichen Geschirren immer entweder am Brustblatt oder am Kummet direkt an. Der Bauchgurt und das Selet haben die Aufgabe, beim Einspänner die Schere/ Londen zu tragen und im Übrigen sorgt der Bauchgurt dafür, daß alles an seinem Platz bleibt. Zuglast kommt da keine drauf (jedenfalls nicht, wenn mans richtig verschnallt hat :rolleyes: )


    Für die Leinenführung reicht es auch aus, die Ringe am Kummet zu benutzen. Viele Arbeitsgeschirre haben gar keine Ringe am Bauchgurt.


    Das Kummet liegt bei richtiger Anpassung (die etwa ähnlich kniffelig ist wie die richtige Sattelanpassung) bitte auch nicht auf dem Widerrist auf sondern auf der Brust und der Schulter. Der Widerrist bleibt frei, da dort sonst ganz üble Druckstellen drohen (aua)


    Es gibt auch Arbeitsgeschirre mit Brustblatt, die in Frage kommen können. Das Brustblatt wird über einen Halsriemen am Herunterfallen gehindert, der etwa eine Handbreit vor dem Widerrist über den Mähnenkamm verläuft. Dort dürfte dann allerdings kein Schmerzbereich sein.
    Dazu kann man es dann mit so einem lockeren Überwurf über den Rücken an der tiefsten Stelle der Sattellage probieren. Für Einspänner Wagen wahrscheinlich bischen zu labberich, für Zweispänner Arbeitsanspannung hab ich so was schon gesehen.
    Man kann ja auch ein Hintergeschirr benutzen um das Kummet oder das Brustblatt am vorrutschen zu hindern.


    Such dir doch mal einen Fahrausbilder und zeig dem genau die Bereiche, in denen das Pferd Schmerzen hat.


    Liebe Grüße

    Hallo Hudsie,


    ich hab mal ein Friesengespann gesehen, daß ging nur mit Kummet, Strängen und einem Schweifriemen. Evtl. Kann man so ein Geschirr noch durch einen lockeren Unter- Bauchriemen ergänzen, der die Stränge am nach oben schlagen hindert und evtl Strangträgern
    Das war damals aber ein Schow- Geschirr und ich hab keine Ahnung, inwieweit man das auch schon bei einem Fahr- Lehrling machen kann.


    Es gibt auch Arbeitsgeschirre auf Basis eines Kummets, die nur ganz locker einen ziemlich weit hinten liegenden Gurt um den Körper haben. Da wird ein breiter Gurt etwa eine Handbreit hinter dem Widerrist locker festgemacht oder sogar nur über den Rücken gelegt. Vielleicht hilft Euch so etwas auch schon weiter.


    Liebe Grüße
    Anuschka

    Hatte das nicht was mit der Länge der Kutsche zu tun????


    Ich find grad die Vorschrift nicht aber ich hab so was im Kopf, daß für die kurzen Wagen (Marathonwagen z.B.) als Rücklicht die Rückseite der normalen Kutschenlampen reicht weil die vom hinteren Ende der Kutsche nicht zu weit weg sind.
    Bei größeren Wagen wie z.B. Wagonette oder Planwagen muß dann eine (oder zwei) Rücklampen extra dran.


    ?????

    Hallo Wira,


    da gibt es viele Faktoren zu berücksichtigen.
    Ein ganz Wichtiger Aspekt ist das Reitergewicht. Je schwerer der Mensch desto weniger kann der Sattel ohne Baum das Gewicht auf dem Rücken verteilen. Du kannst Dir das so vorstellen we bei einer Luftmatratze, die nicht ganz prall gefüllt ist und bei der Du irgendwann punktuell auf dem Boden landest (aua) :evil:
    Der Baum des Sattels verteilt das Gewicht auf einer größeren Fläche.
    Außerdem leiert ein Baum nicht aus. Das Material vieler baumlos- Sättel bleibt nur einige Monate in Form und wird dann speziell bei schwereren Reitern oder häufigem Gebrauch zum Labberkissen.


    Zweite Frage ist die Sattellage. Oft neigen Pferdebesitzer dazu, für ein Pferd mit einer schwierigen Sattellage einen baumlosen Sattel zu holen in der Hoffnung, daß der sich schon irgendwie anpasst.
    Das klappt selten. Ein Senkrückenpferd z.B. bekommt das Gewicht genau da hin, wo es sowieso schon Schaden genommen hat. Bei einem Pferd ohne Schulter rutscht der Sattel nach vorne....


    Nächster Punkt: Beinlage: je breiter der Rücken des Pferdes desto weiter stehen deine Beine auseinander und desto weniger kannst Du mit langem Bein reiten.Ein Baum kann das teilweise ausgleichen.
    Ich kenne ein Mädchen, daß so ein Ding auf einem alten Pferd mit starkem Senkrücken hat. Sie kommt mit dem Bein überhaupt nicht dran und fällt mit der Hüfte durch. Dadurch kann sie das Pferd beim Reiten auch nicht animieren, den Rücken aufzuwölben und das Ganze klappt nur weil sie extrem leicht ist und nur Schritt reitet.


    Lass Dich auf jeden Fall von mehreren Leuten beraten. Es gibt auch günstige Sättel mit Baum.
    Liebe Grüße

    Danke für die Infos.


    Marcel: mit Herrn Bäuerle hatte ich gerade schon ein sehr nettes gespräch, ich fürchte nur, ich muss noch ein bischen sparen ... wunderschöne SAchen haben die ....


    Jule: San MArco hab ich im internet nicht gefunden.


    Bis bald
    Ursula

    Noch mal meld......


    wir wohnen hier in ziemlich hügeligem Gelände und ich hab auf Dauer bei meinen Ponys kein so gutes Gefühl mit den Brustblättern.
    Habe jetzt beim Ausbilder ein kleines Marathon- Kummet ausprobiert, was mir sehr gut gefallen hat. Leider gibt es die Firma nicht mehr von der das gute STück stammt.


    Aber kann es denn sein, daß niemand bezahlbare Kummete oder Marathonkummete für kleine Ponys macht?
    Bei Landfuchs hab ich jetzt was gesehen aber da ist die Kummetspitze ziemlich gob ausgeführt.


    Vielen Dank fürs noch mal nachgrübeln
    Ansuchka

    Hallo liebe Foris,


    meine Pony- Mädels würde in schönen Kummeten oder Marathon- Kummeten bestimmt noch besser aussehen....
    Wer kann mir preiswerte und gute Bezugsquellen für so was nennen?


    Welsh- A ist die "Größe"


    Danke
    Anuschka

    Es gibt die sogenannte Betriebshaftpflicht- Versicherung. Da ist dann Alles drin von der Schneeräumpflicht aufm Bürgersteig über die Reithalle und die Betriebseignen Pferde. Man kann da auch noch diverses anderes reinnehmen wie z.B. Schäden an Pensionspferden, ReitlehrerHP u.s.w.
    Da muß man sich gut umschauen bei den verschiedenen Anbietern denn die Preise variieren um mehr als 100 %.


    Gute Angebote gibt es oft über die Rahmenverträge der verschiedenen IG´s.
    Muss man anrufen und dann Fragebögen zur Betriebsgröße ausfüllen um ein Angebot zu bekommen.


    Viel Erfolg und gute Nerven beim Suchen