Beiträge von Bernstein.

    Es ist ja nur meine persönliche Meinung, aber ich finde das die meisten Zuchverbände nur noch auf sportliche Leistung züchten. Kaum eine Rasse ist heute noch so, wie vor 20 Jahren. So viele Rassen sollen plötzlich sportliche Erfolge bringen und wenn ich mir heute die Ponyzüchtungen ansehe, dann hätte ich teilweise Angst, dort ein Kind als Reiter drauf zu setzen. Aber nur im Sport ist noch Geld mit Pferden zu verdienen. Züchten für den Verkauf ist sonst ein Zusatzgeschäft und das kann sich eigentlich keiner leisten. Auch das Züchten für den eigenen Bedarf, z.B. einer Fuhrhalterei ist unrentabel. Wenn man alle Kosten von der Bedeckung, TA, Fütterung und die nie ganz vermeidbaren Ausfälle bei Geburt und Aufzucht mit einrechnet, dann kann ich besser ein junges Pferd für 3000,-- bis 4000,-- kaufen, als es selbst zu züchten.


    Wer den Bedarf der Freizeitreiter noch bedient? Mir fällt da auf Schlag kein Zuchtverband mehr ein und klar stimmt da was nicht.

    Und Kasparow hat ja recht damit, was er über die Pferde in den Reitställen sagt. Ich habe das so lange miterlebt, hochblütige Pferde, reichlich gefüttert, wenig gearbeitet und binnen kurzem angeblich unreitbar und dann plötzlich verschwunden und gegen was neues ersetzt, damit es wieder von vorne losgeht.

    Ich selbst hole meine Pferde seit Jahren nur noch aus Polen.

    Pferdezucht bei Warmblütern ist ein hartes Geschäft und am Ende zähen nur die wenigen guten Pferde für den Sport. Schön wenn Züchter dann noch bemüht sind die nicht so guten Pferde in gute Hände zu bekommen. Das machen auch nicht mehr alle so. Man muss sich nur mal die großen Zuchtbetriebe wie Neustadt-Glewe ansehen. Gut 4000 Pferde und 700 Fohlen pro Jahr für die jährlich 2-3 Top Sportpferde. Nur wo bleiben die 697 anderen Fohlen? Auch das sind gute und leistungsbereite Pferde, die die meisten Freizeitreiter hoffnungslos überfordern werden.

    Und ja, ich habe auch schon- viel- alleine zweispännig angespannt- und ja, das tue ich heute nicht mehr

    Die Hobbyfahrer nach FN machen sowas auch nicht. Fuhrleute haben aber zumeist keine andere Möglichkeit und Tier und Mensch müssen dazu in der Lage sein, denn es ist nicht immer ein zweiter Mann vorhanden und bei den Gästen ist auch nicht immer ein Pferdemensch dabei.


    Kasparow :

    Du würdest auch nicht allzuviel brauchbare Hilfe bekommen, auch wenn Du den Unfallhergang genau beschreiben würdest. In der Realität ist hier kaum jemand, der seine Pferde selber einfährt. Die, die ihre Pferde selber ausbilden und einfahren, die wissen wie viel trotz bester Vorbereitung immer schief gehen kann.

    @ Bernstein mich wundert dass die Gemeinde sich doch auf sowas einlässt , da das Wasser ja Trinkwasserqualität hat und eigentlich auch als solches vorgesehen ist .

    Nein, dass Wasser wird ausschließlich für die landwirtschaftliche Beregnung in einem eigens dafür vorgesehen Rohrsystem verteilt. Das Wasser stammt aus Grundwasserbrunnen und ist nicht aufgearbeitet, hat also keine Trinkwasserqualität.


    Wir werden uns an die Änderungen anpassen müssen und nicht versuchen mit Nothilfen (übermässige Bewässerungen usw) an das alte festzuhalten.

    Wie sollen denn die Anpassungen für Pferdehalter aussehen? Ganzjähiges Füttern mit Heu, welches dann irgendwo aus dem In- oder Ausland mit hohem Energieaufwand herangeschafft werden muss? Ist das in Zeiten des durch den Verbrauch von zu viel fossilen Brennstoffen hervorgerufenen Klimawandels dann eine Alternative, noch mehr Treibstoff für die Versorgung mit Futter zu verbrennen? Es wäre ungefähr so sinnlos, wie weite Strecken zu fahren, um sich für das Hobby ein altes, pferdegezogenes Mähwerk zu holen, um hinterher damit zu prahlen, man würde die Umwelt schonen.

    Man muss sich nur mal den Zustand vieler Pferde in wärmeren Ländern ansehen, um zu erkennen, das das mit dem deutschen Tierschutzrecht nicht zu vereinbaren ist. Am Ende würde da nur die Abschaffung der Pferde bleiben.


    Im übrigen ist der von Arthur verlinkte Film ja recht flach und betrachtet nur den Einfluß weniger Faktoren auf das Klima und auch in dem Film gehen die Menschen die Probleme mit technischen Lösungen an. Nichts anderes ist die Beregnung in Zeiten der Trockenheit mit dem Grundwasser, was in vorhergehenden, nassen Jahren angesammelt wurde.

    Teile meiner Flächen sind an eine zentrale Wasserversorgung zur Beregnung angeschlossen. D.h. an jedem Schlag sind in passenden Abständen Wasseranschlüsse für die Beregnungstrommel vorhanden. Man muss also nur die Trommel umstellen und braucht keine eigene Pumpe und eigene Brunnen.

    Wenn man es umrechnet, dann ist es etwas günstiger als die Beregnung mit eigener Pumpe und Brunnen, nur ist man eben von der Gemeinde abhängig, wie und wann man beregnen darf. Es können nicht alle gleichzeitig Wasser aus dem System entnehmen.


    Ich bin durchaus für einen fairen Preis für den Landwirt, nur nutzen es jetzt viele Landwirte auch gnadenlos aus. Das finde ich auch nicht gut. Aber das reguliert sich wieder ein, denn die, die jetzt so abzocken, die werden in besseren Jahren das erzeugte Futter nicht mehr los, weil die Kunden sich über den Tisch gezogen fühlen.


    Das beregnete Weiden nicht richtig wachsen ist richtig. Da das Wasser aus Grundwasserbrunnen stammt, hat es nur ca. 10°C. Dadurch kühlt der Boden ab und das Wachstum wird geringer. Jetzt mit etwas Regen kommen die beregneten Flächen aber sofort wieder in Gange. Die vertrockneten Weiden werden ohne Nachsaat aber nicht wieder wachsen. Grassaaten für einjähriges Weidelgras ( 6 Wochen-Gras ) sind hier überall ausverkauft, weil die Landwirte versuchen mit einjährigem Gras noch Futter zu produzieren. Auch normale Grassaat ist schwer zu bekommen.

    Ich beregne seit längeren ca. 5ha Weiden, damit die Pferde etwas zu beißen haben. Finanziell ein absoluter Wahnsinn, denn hier muss man für 2x30mm Beregnen 100,-- € pro ha an die Gemeinde bezahlen.

    Heu oder Silage wird hier jetzt nur noch gegen Höchstgebot verkauft. Heute hat ein Nachbar Großballen Heu aus 2018 für 110,-- € pro Stk. verkauft.

    Ob man die Notlage der Tierhalter dann wirklich so ausnutzen muss ist fraglich.

    Und wieder nur inhaltsloses Gejammer.

    Wieso inhaltsloses Gejammer? Im Klartext sagt Kasparow mit dem letzten Beitrag doch nur, dass er viele hier für ahnungslose Dummschwätzer hält und das es sich nicht mehr lohnt, Diskussionen in der Öffentlichkeit des Forums zu führen. Eine Meinung, die ich gut verstehen kann.

    Die Landwirte würden auch lieber von dem Ertrag ihrer Arbeit leben, statt von Subventionen abhängig zu sein. In diesem Jahr wird es sicher wieder so einige Betrieb in die Insolvenz treiben, da durch die Dürre zum Teil extreme Ernteausfälle zu verzeichnen sind. Soetwas können die wenigsten Betriebe finanziell noch ausgleichen. Jedenfalls bekommen seit einigen Jahren die die Subventionen, die die Flächen auch bewirtschaften. So hat man jedenfalls einen Teil der Sofabauern aussortiert, die nur von Zahlungsansprüchen gelebt haben, ohne auch nur einen m² zu bearbeiten.


    Windräder sind zwar nicht schön, aber effektiv. Allerdings fangen die ja jetzt schon an die in Wälder und nahe an Naturschutzgebiete zu bauen. Das finde ich untragbar.

    Irgendwo muss ja aber die ganze Energie herkommen, die wir so verbrauchen. Warum aber kaum einer mal ein Kleinwindrad im Garten oder auf dem Dach hat wundert mich schon.


    Ich bin kein Freund der Biogasanlagen. Es gibt damit so viele Probleme, vom Flächenverbrauch für den Maisanbau und den damit verbunden CO2-Emissionen aus dem Ackerboden bis zu dem aus den Anlagen entweichendem Methan, welches 20x klimaschädlicher als CO2 ist. Am Ende schaden wird dem Klima damit mehr, als wir es schützen.

    Neuere Anlagen mussten für die Baugenemigung die Flächen für den Anbau vom Coferment in max 15-20km nachweisen. Bei dem erheblichen Flächenbedarf heutiger Biogasanlagen von 0,5 bis 1,2ha pro 1 KW Anlagenleistung kommen da bei größeren Anlagen schnell mal 600 ha oder mehr landwirtschaftlicher Fläche für eine Biogasanlage zusammen. Solch große Mengen an Fläche kann man nur noch über entsprechend hohe Pacht zusammenbekommen. Da sieht man mal wieder, was passiert, wenn die Politik durch Subventionen in den Markt eingreift. Das Ganze mit dem Biogas verdanken wir ja den Grünen, die heute vor jeder neuen Biogasanlage gegen ihre eigene damalige Politik demonstrieren, da die selber über die Auswirkungen nicht nachgedacht haben.

    Wer mit Pferden arbeitet, benötigt nur gesunden Hausverstand und braucht kein Literat zu sein,um Bücher zu schreiben

    Sind das die gleichen Leute, die andere dann als "Weltmeisterin im Flickwerk an Anspannungen" bezeichnen? Wenn das einen Horseman ausmacht, dann möchte ich kein Horseman sein.

    Also Ihr Beiden KA und BE währed auf jeden Fall Anführer der Hitparade. "Die größten sinvolsten bereicherungen fürs Forum."

    Es erfordert einen gewissen Intellekt, um Ironie oder Sarkasmus zu erkennen, lieber Manuel. Der nötige Intellekt ist leider nicht jedem gegeben.


    Freunde bekommt man geschenkt, Feinde muss man sich erarbeiten!

    Ich bin es ehrlich gesagt auch satt und bitte um Löschung dieses Users X/

    Wenn das so einfach ist, dann bitte ich um Löschung des Users Pauline.

    Mal schauen wer sich jetzt alles die Löschung anderer User wünscht. Vielleicht wäre ein eigenes Thema dafür sinnvoll, denn hier wird so mancher Wünsche zur Löschung anderer User haben. Vielleicht sollte man dafür eine Tabelle anlegen und die User mit den meisten Löschungsanfragen werden dann zuerst gelöscht.

    Pacht für Grünland ( ca. 20 BP ) ab 500,-- €/ha. Pacht für Ackerland ab 1000,-- €/ha. Neuere Pachtverträge liegen auch schon bei 1400,-- €/ha, wenn Biogasanlagen in der Nähe sind. An Kauf ist kaum mehr zu denken. Das holen sich die Biogaser. Grünland ab 2,50 €/m², Ackerland ab 5,-- €/m²

    Wenn man mal etwas nachrechnet, dann sind die Preise für Heu und Silage in normalen Jahren einfach viel zu billig. Wenn das Heu dann mal knapp wird, dann gehen die Preise auch mal in die Richtung, in der die eigentlich liegen müssten. Hier kostet ein Rundballen Heu oder Silage normalerweise ca. 40,-- bis 50,-- €. In Jahren mit gutem Ertrag gehen die Preise auch mal weiter runter. Dafür kann man den Rundballen aber nicht produzieren. Die Kosten für Landkauf bzw. Pacht, Mineraldünger, Grassaat, Treibstoff, Maschinenkosten für Anschaffung und Instandhaltung, Lohn und Lohnnebenkosten usw. sind in den letzten Jahren massiv gestiegen. Eigentlich bringt der Landwirt bei einem Preis unter 60,-- € noch Geld mit, wenn er das Heu oder Silo verkauft. Ich habe den Verkauf schon vor Jahren eingestellt und produziere nur noch für den Eigenbedarf, weil ich keine Lust mehr hatte die Tierhaltungen anderer mit meinem Geld und meiner Zeit zu subventionieren.