Posts by Rossknecht

    Over Thirty Month

    Wir haben hier in Canada (uebertrieben) strickte BSE Regulationen wegem dem Export, obwohl wir total nicht eimal 20 Faelle hatten.

    Wein, Fruechte und Gemuese werden nur im Okanagen Valley im Westen und im Ottawa Valley im Osten im groesseren Stil angebaut und versorgen vielleicht 10% vom Verbrauch.

    Fortsetzung.

    Sowohl Anbaumethoden als auch Maerkte haben sich veraendert. Frueher versorgte der Westen Nordamerikas die Staedte im Osten sowie Europa mit Weizen und Rindfleisch, jetzt wird zusaetzlich Raps und Huelsenfruchte angebaut sowie Schweine und Pferdefleisch produziert fuer Asien. 90% der Linsen gehen in den Export.

    Brache wird nur unfreiwillig gemacht, naemlich wenn aus irgendwelchem Grund die Saat nicht aufgeht. Die Fruchtfolge hat sich im letzten Jahrzehnt stark verbessert, anstelle von Raps, Weizen ,Gerste kommen jetzt auch Lein, Bohnen, Erbsen ,Linsen, Sonnenblumen und Alfalfa zu Einsatz. Ausser dem mehrjaehrigen Alfalfa wird alles im Fruehling (Mai) angesaeht und im Herbst geerntet (wenn es das Wetter zulaesst). Ausser Wiesennumbruch wird nichts gepfluegt. Wenn der Boden nach der Ernte nicht gefroren ist, werden die Stoppeln mit Grubber oder Scheibenegge geschaelt, das Saatbeet trocknet dan schneller ab im Fruehling. Futter (Wicken, Hafer, Gerste und Bohnen) wird spaeter gesaeht und im Stadium der Milch oder Teigreife siliert oder geschwadet fuer Swath Grazing.

    Der Zeitraum fuer die Feldarbeit ist ziemlich kurz und die Zeit wo Traktoren rumstehen ist ziemlich lang. Die Traktoren fressen zwar kein Heu wenn die rumstehen, aber die Zinsen sind auch nicht ohne. Ich werde es nicht erleben, dass man hier wieder zurueck auf Pferdezug umstellt in der Landwirtschaft wegen einer Knappheit an Oel, eher weil die Zinsen wieder ansteigen und man sich nicht einen millionenschweren Maschinenpark leisten kann.

    Um den Einsatz von Zugtieren fuer die Bodenbearbeitung wirtschaftlich zu gestalten, muessen die noch eine andere Nutzung haben. Bis vor 20 Jahren wurde noch PMU gewonnen, das ist aber ganz verschwunden. Im Moment haben Kaltblut-Schlachtfohlen einen guten Preis, diese Industrie ist aber bei der Bevoelkerung sehr umstritten. Der Einsatz von Kuehen und/oder jungen Ochsen waere auch in betracht zu ziehen, allerdings muesste man dann die Kuehe so zulassen damit sie nicht waehrend der Einsatzzeit hoch tragend sind oder in voller Laktation. Ochsen wuerden nur eine Saison (max 2) zur verwendung kommen, da sie nach 30 Monaten stark an wert verlieren.

    Den idealen Hof fuer den Einsatz mit Arbeitspferden liegt in der Naehe einer Stadt (Direktvermarktung), hat eine abwechslungreiche Fruchtfolge sowie Wald, um die Pferde das ganze Jahr zu beschaeftigen. Soweit sind wir alle einer Meinung.

    In Tat und Wahrheit werden die meisten landw. Prudukte fern von besiedelten Gebieten in einem Klima angebaut, wo die Saison kurz ist, die Fruchfolge einseitig und entweder kein Wald vorhanden ist, oder nur maschinell gerodet wird (clear cut).

    Auf der Suche nach Beispielen fuer die Tandemanspannung mit Arbeitsgeschirren habe ich wieder mal das Buch "Big Teams in Montana" gelesen. Neben der Beschreibung von Geschirren und Forecarts sowie Aufstallung findet man auch noch praktische Berichte wie das ueber die Fuetterung, Haltung, Arbeitsbedarf, Wirtschaftlichkeit usw.

    Die gezeigten Beispiele waren von Montana, Washington, Alberta und Saskatchewan. Dieses Buch wurde vor 80 Jahren geschrieben, alse vor der Verbreitung von Kunstduenger und Pestiziden. Angebaut wurde meist nur Gedtreide (Weizen, Gerste, Roggen, sowie Hafer,der aber meist an diePferde verfuettert wurde. Ein Beispiel zeigt einen Farmer der mit einem Angestellten 500 ha saeaet sowie weitere 500 ha brache macht. So die Fruchtfolge ist ein Jahr Brache, die im Sommer 3 mal gegrubbert wird und ein Jahr Getreide (Sommergetreide).

    Fortsetzung folgt, die Arbeit ruft...

    Ich habe keine Erfahrung mit Arden, nur allgemein mit Kombi-Geschirren: die sind gut fuer den Anfang, aber mi der Zeit wird Umstellerei ziemlich laestig wenn du viel faehrst.

    Ich habe mich entschieden, nicht mit Zugausgleich einzuspannen, da die Schere in den Trageriemen zwischen "Gabelpferd alleine im Zug" zu '"Aufhalten" ca. 40 cm vor- und zurueckgleiten muss, um zu funktionieren. Bei Amerikanischen Pfluegen wo gemacht sind um mit 4 oder 6 Pferden mit Rollenausgleich zu Pfluegen, ist auf der Deichsel eine Stange angebracht, wo das Neckyoke vor und zurueck gleiten kann.

    Auch habe ich mich gegen das von Wrangel empfohlene Doppel-Ortscheit entschieden, da das Gabelpferd zuwenig Aufrichtung hat, und ich fuerchte dass es das Ortscheit an die Nase kriegt. Der Wrangel ist der Lagerfeld der Fahrerei, der schreibt sogar vor in weichem Futterzustand Kutscher und Groom sein sollten...

    Kasparow : ich rede von elektrisch angesteuerte Trommelbremsen in Anhaengern, die sind viel billiger als DL-Bremssysteme und weniger Wartungsaufwaendig, kein Kondenswasser wo in den Leitungen einfriert.

    In sachen Sritverbrauch hat sich hier in den letzten 20 Jahren viel getan. Z.B. der meistverkaufte Pick-up ist der F-150, vor 30 Iahren b rauchten die mit dem ueblichen V-8 Motor und 3-Stufenautomatik mindestens 20 l/100km, heute mit dem Eco-Diesel und 10-Stufen-Automat nur 9l/100km. Mein 16 Jahre alter Dodge Diesel braucht 12 bis 13 l/100km und 20 mit grossem Anhaenger, wie mein Opel Omega mit Anhaenger aber nur mit dem halben Gewicht...

    Kasparow beim Traktor mit grossen Reifen und niedriegen Luftdruck merkt man das ganz extrem. Haben die heutigen DL-Bemsen am Anhaenger immer noch nur 3 Stufen zum Einstellen? Das schoene an der EL-Bremse ist, dass man auf dem Amaturenbrett ein Poti hat, wo man waehrend der Fahrt die Bremskraft verstellen kann, und somit exakt der Zuladung anpassen kann. Ich kann das nicht oft sagen, aber in sachen Anhaenger sind wir den Deutschen voraus. ;)

    Aufgesattelte Anhaenger bringen die Kraefte genau auf die Achse, da gibt es keine Hebelwirkung bedingt durch einen grossen Abstand von Kugel zur Achse. Da vergisst man, dass man einen Anhaenger dran hat...

    Kasparow meiner faehrt mit einem Tank 900km ohne Anhaenger und 600km mit grossem Anhaenger.


    Ob Autos mit Fronantrieb und Unibody (selbstragende Karosserie) ueberhaupt fuer den Betrieb mit Anhaenger geignet sind, ist ein anderes Thema.


    Die Autoindustrie baut das, wofuer der Markt ist. Und das widerum ist ein Stueck weit bestimmt von den jeweiligen Vorschriften. In Europa sind 3,5t die Grenze. Ein Sprinter wo fuer 7,5t zugelassen ist, ist nicht zwingend groesser als einer fuer 3.5t, er hat nuer staerkere Achsen und Rahmen.

    Ein Pick-up faehrt sich mehr wie ein Auto als ein Lkw.

    In der Schweiz werden Land Cruiser und Mecedes G mit 6t Anhaengelast zugelassen mit Anhaenger mit Drehschemmel, da ist ein dreiachsiger Gooseneck Trailer schon viel einfacher zum rangieren.

    Eure Auflaufbremsen sind auf Schnee und Eis sowie an Steigungen unbrauchbar und zum Rueckwaerstfahren umstaendlich!


    Die gleichen Autos wo in Europa verkauft werden haben hier, wenn mit AHK ausgestattet, Ringe fuer die Ketten.

    Meist wir die AHK an einem Hilfsrahmen befestigt, der aber von viel Plastik verdeckt ist, bei vielen Autos koennte man mit Rohrschellen solche Ringe dort befestigen. Janicht schweissen oder bohren am Rahmen, und vielleicht vor dem TUV wieder abnehmen.


    Die Puch G der Schweizer Armee haben uebrigens alle Ringe fuer die alten Anhaenger, die waren auch mit Ketten gesichert.

    Das erste Bild zeigt den vordern linken Huf von schraeg oben, das dritte Bild den vorderen rechten von gerade vorne. Beide vortderen Hufe machten eine volle Umdrehung, die hinteren waren seltsamerweise normal.

    Beu europaeischen Anhaenger zieht das Drahtseil die Feststellbremse des Anhaengers an, beim amerikanischen System sind die Ketten nicht an der Anhaengekupplung selber sondern an der Stossstange oder am Hilfsrahmen der Anhaengekupplung angebracht.


    Ich kenne die Vorschriften in D nicht, aber in der Schweiz war es so dass Zugfahrzeuge unterhalb 3,5 to GesGew maximal 3,5t Anhaengelast mit Auflaufbremse an der Kugel eingetragen bekamen. Wenn man mehr brauchte, musste Zugfahrzeug und Anhaenger mit einer Druckluftbremse sowie mit einer Rockinger oder Protzhaken ausruesten. Zugfahrzeuge unterhalb 3,5t mit aufgesatteltem Anhaenger habe ich nur als gewerbliche Einheiten gesehen. So viel ich weiss sind alle Kugeln den selben Durchmesser, dass heisst physikalisch hindert dich nichts daran, an einen Corsa mit 500kg Anhaengelast und 50kg Stuetzlast einen Pferdeanhaenger mit 150kg Stuetzlast und 3500kg GesGew zu haengen, ist dieselbe Kugel. Der Umstand dass die Kugeln fest montiert werden verursacht dass die Anhaenger haeufig nich Waagrecht liegen, was vorallem fuer Anhaenger mit Auflaufbremse wichtig ist.


    Hier haben die Fahrzeuge gesteckte Anhaengekupplungen, meist 2" Vierkantrohr, kleinere Autos und ATV haben 1,5". Die Kugeln gibt es in 3 verschieden Groessen, sowie verschiedene Hoehen. Anhaenger sind elektrisch gebremst, und haben auch ein Seil dass die Bremse aktiviert im Falle eines Falles. Ab 3t sind die Anhaenger haeufig aufgesattelt, ist viel schoener zu fahren, und sie muessen nicht so ausbalanciert werden wie normale Anhaenger. Anhaenger bis zu 10t kann man mit dem normalen Auto-Fahrausweis fahren, Tempolimit 110km/h wie alle anderen Fahrzeuge.

    Bei meiner Nachbarin in der Schweiz brach die Anhaengekupplung an ihrem Audi ab. Da die europaeischen Anhaengekupplungen fuer Autos nur ein Drahtseil haben das die Anhaengerbremse anzieht, und die die Raeder meist ungleicht bremst, drehte und ueberschlug sich der Anhaenger. Die beiden Rennpferde mussten eigeschlaefert werden.