Posts by Rossknecht

    Bei uns (Alberta) kann man (solange man nicht gewerblich faehrt) hinter dem Gooseneck noch ein Anhaenger ziehen, solange man nicht das zulaessige Gesammtgewicht und 30 m laenge nicht ueberschreitet. Es gibt elektrisch gebremste Anhaenger bis 10 to, die mit dem Pick-up gezogen werden koennen, die meine 16 iaehrige Tochter fahren darf.


    Aber zum original post: je nach dem wie die Vorschriften sind und wie es mit Steuern und Versicherungen ist, kann es sein dass es billiger kommt wenn man mit 2 kleineren Fahrzeugen Pferdeanhaenger und Kutschenanhaenger separate zieht. vorallem wenn man fuer den Alltag sowieso 2 Autos braucht.

    Die Frage ist wie oft man den Anhaenger fuer Kutsche und Pferd wirklich benutzt. Wenn Du nur ein paar mal im Jahr an ein Turnier gehst, wuerde ich mir ein Plattformanhaenger leihen und mit einem 2. Fahrzeug ziehen. Wenn Du woechentlich in die Halle zum training faehrst, sieht das wieder anders aus. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass wenn Du ihn wirklich viel brauchtst, (2x pro Woche mit Kutsche und 2x ohne) dass dir die ausbalanciererei mit Zusatzgewichten zu bloede wird und Du besser ein Pick-Up kaufst.

    Uebrigens gibt es auch kobinierte Anhaenger mit Drehschemmel, da must Du dich nie um Stuetzlast sorgen, sind aber nicht so einfach zum Rueckwaertsfahren.

    Persoehnlich wuerde ich fuer die erste Saison Anhaenger leihen/mieten, bevor ich ein Haufen Geld fuer ein Anhaenger ausgeben wuerde.

    Jein..

    In der Schweiz und angrenzede Gebiete von Deutschland und Oesterreich wurde ( und wird) mit dem Arbeitskummet einspaennig mit langen Landen bzw. Schere gefahren, die mit Riemen am Kummet befestigt sind. Leichtere Wagen koennen durchaus von einem geuebten Pferd auch ohne Hintergeschirr aufgehalten werden, wobei ei Hintergeschirr sehr empfohlen ist, und auch leicht beim Ueberwurf dazugeschnallt werden kann.

    Einen solchen Bockwagen bin ich im Emmental mit meinem 420 kg Haflinger gefahren. Die Landen sind gemacht fuer (Buendner)Kummet-Anspannung, du must entweder Geschirr oder Landen tauschen, nicht nur wegen der Laenge, sondern auch wegen der Form. Wenn du wirklich mit Brustblatt-Geschirr fahren willst, die Adapter fuer die Straenge siehst du auf dem Bild von Butterfly123.

    Ein Brueckenwagen hat original weder Bock noch Federung und einen Langbaum.

    Unsere 5 Pferde haben 30 ha Weide im Winter, die teilweise Busch und Wald sind. Der Boden ist mindestens 5 Monaten gefroren. Zugefuettert wird nur wenn der Schnee zu hoch ist oder alles abgefressen ist. Nur der alte Vollblueter wir zusaetzlich mit Hafer gefuettert. Die Traenke ist beheizt. Im Sommer sind sie nur auf einer kleinen Weide, was befahrbar ist, wird Heu gemacht.

    Es kann sehr muehsam sein, die Pferde auf der hintersten Ecke einzufangen, dafuer habe ich in den letzten 4 Jahren keine Pferde misten muessen. Wenn ich die Pferde regelmaessig brauche werden sie aufgestallt, aber haeufig habe ich nur Sonntags zeit, und die Tochter ist im College

    Bei Minute 7:38 sieht man gut wie die Stangenpferde aufhalten muessen und warum die Amis Western Britchen verwenden mit Martingal, damit die Deichsel nicht so steigt. Also scheinen alle Armeen anfang letztes Jahrhundert von Kumt auf Brustblatt umgestellt haben.

    Bei uns in eine Bounty auf den Woelfen, und die Grizzlys haben sich so vermehrt, dass einige Kreise Eine wiedereroeffnung der Jagt befuerworten.

    schwolli : Danke fuer solch einen interessantes Thema zu starten! Die (Geschichte der) Artillerie hatte mich nie so interessiert, da ich in der Infanterie gedient habe. Am Montag hatten wir Nationalfeiertag und schlechtes Wetter, so hatte ich Zeit im net zu surfen, und bin den ganze Tag an dem topic haengengeblieben. Interessat ist z.B. dass die Deutschen Ortscheite verwendeten, die Franzosen feste Bracken mit Zugdaempfer, die Amerikaner Spielwaage mit Zugdaempfer und ein Neckyoke.

    Wenn die Armee Material beschafft, muss es moeglichst einheitlich sein, dass macht es fuer die Logistik viel einfacher. Fuer 100 Geschuetze braucht es 600 gleiche Geschirre und nicht 6 mal 100 verschiedene Geschirre.

    Genau so kommt es darauf an wer das Sagen hat bei Neuanschaffungen, respective auf welche Lobby gehoert wird, und von was fuer einem Szenario ausgegangen wird.

    Ich denke bei der Deutschen Artillerie sind sie davon ausgegangen, dass sie mit dem schweren Geschuetz (10,5cm?) kein direkten Feindkntakt haben und sie die Anspannung optimieren fuer den Einsatz im schweren Boden. So lose wie die Deichsel auf denen Bildern angespannt ist, sollten die Vor- und Mittelpferde immer im Zug sein, da sonst die Deichel bei jedem Stein oder Loch wie wild um sich schlaegt.

    Auf dem Bild der Schweizer sieht man ein Geschuetz das auch im Direktfeuer verwendet wurde, und somit erhoeht sich die Wahrscheinlichkeit dass Pferde verwundet werden und ausgetauscht werden muessen. Gleiche Geschirre auf allen Pferden macht das natuerlich viel einfacher.


    Die Anspannung ist natuerlich immer ein Kompromiss. Alles sollte stark genug sein fuer rauhen Bedingungen, und man sollte alles dabei haben fuer den Fall der Faelle, aber man sollte die Pferde nicht ueberladen.


    Stellt euch vor ihr nehmt ein Fasswagen auf eine Marathon Piste, so wurde gefahren mit diesen Geschuetzen. Ein Bekannter (selig) wahr ein Fahrer in der Schweizer Artillerie, und er erzaehlte mir das Graeben und Boeschungen immer im Gallop genommen wurden damit sie genug Schwung hatten und nicht stecken blieben. Fuer die Fahrer geht es ja noch, die koennen in den Steigbuegeln stehen, aber fuer die Schuetzen auf der Protze war es eine unbequeme fahrt.

    Die von "Bauchgurt" verlinkten Bilder sind alle 3 Schweizer Gespanne, die Uniformen sind von verschiedenen Epochen. Aufallend ist dass bei der schweizer Anspannung Deichsel-, Mittel- und Vorderpferde das selbe Geschirr haben und die Straenge der Mittel- und Vorderpferde mit einer Verlaengerung an den Straengen der Deichselpferde angebracht sind. Bei der deutschen Anspannung hingegen ziehen die Mittel- und Vorderpferde an der Waage die an der Deichselspitze angebracht ist, und so wie es auf dem Bild scheint, unter Last leich angehoben wird.

    Ich wuerde zu gerne solch ein Gespann "live in action" sehen, erst dann sieht man wie die Geometrie funktioniert, sprich Zugwinkel, Deichsellast usw.

    anders als eien vierraederiger Wagen mit fester Deichsel ist Eine Protze eine Karre, die Eine gewisse Deichsellast hat, die die Pferde mit dem Hals tragen muessen.

    Manchmal mal ist die Angst des Fahrers das groessere Problem als das Pferd. Der Fahrer hat den Unfall im Hinterkopf und verhaelt sich zoegerlich/aengstlich, das Pferd merkt das und ist auch verunsichert.

    Manchmal ist die mentale Vorbereitung wichtiger als alles andere.