Posts by Rossknecht

    in der Naehe vom Camp hat es eine Ranger Cabin, die allerdings nicht besetzt war.

    Eimal sahen sie (zum Glueck von weitem) eine Herde ausgewilderte Pferde. Baeren und woelfe haben sie keine gesehen, nur eine alte Campsite, die von einem Baeren total geschreddert wurde.

    Weisswedelhirsche haben sie viele gesehen, allerdings nie ein Bild davon gemacht. Ich weiss glaub wo ich diesen Herbst jagen gehe.

    Im Dorf wo ich aufgewachsen bin, hatte es, zu der Zeit wo mein Grossvater den Betrieb noch im Dorf hatte und er Stierenwaerter war, 120 Mitglieder in der Milchgenossenschaft. Heute produzieren mein Bruder und zwei weitere Betriebe, die auch ausserhalb des Dorfes sind, mindestens so viel Milch wie die 120 damals. Letztes Jahr hat der letzte Betrieb im Dorf die Tierhaltung aufgegeben.

    Heute sind bei den Bauernhaeuser der Lagerraum fuer das Heu zu Wohnung ausgebaut, die Scheune als Garage umgenutzt, und auf dem ehemaligen Miststock wachsen Blumen. Aber die (ehemals) baeuerliche Infrastruktur immer noch ersichtlich.

    Proviant wurde fuer die ganze Woche mitgenommen, mit den Pferden zum naechsten Laden waere eine ganze Tagesreise. Auf den mit Fahrzeugen befahrbaren Strassen muss man zu dieser Zeit mit viel Verkehr rechnen, fuer viele ist Campen im Busch das einzige wo sie in der Freizeit machen koennen. Gerade wo so viele wegen dem Virus nicht arbeiten. Seit 2 Monaten faengt am Donnerstag abend die Karawane an, bestehend aus Pickup-Trucks mit Wohnwagen, Quadtrailer oder Stocktrailer, ziehen Richtung Westen. Und am Sonntagnachmittag herscht dann das totale Chaos im Dorf, wenn alle auf einmal nach Hause wollen.

    Unsere Ortschaft ist das letzte Dorf/ Kleinstadt bevor den Rockies, zuerst kommt da privates Landw. Land, dann verschiedene Zonen mit vom Staat gepachteten Weiden, Wald und Provinz und Nationalpaerken. Jede Zone hat verschiene Vorschriften, ob, wie, wann, und mit was sie betreten werden darf.

    Einmal gehts uebers Wasser, das naechste mal durchs Wasser.

    Am zweiten Tag mussten die Girls dann frueh raus um die Pferde zu fuettern, putzen usw. Gefuettert werden Heuwuerfel, um kein Unkraut einzuschleppen. Nach dem Fruehstueck gings dann auf einem Halbtages-Ritt nach der gestrigen relativ anstrengenden Anreise. Die Mehrzahl ritt ohne Sattel. Zurueck im Camp wurde Brennholz fuer den Rest der Woche gemacht, zum Teil mit Hilfe der Pferde angerueckt.

    Diese Woche war die Gruppe klein, nur die beiden Outfitter/Guides mit ihren Gespannen sowie ein Ehepaar mit einem Gespann plus 2 Reitpferde, Normalerweise nehmen bis zu 20 Reiter/Fahrer teil.

    Bilder kommen noch mehr, muessen zuerst formatiert werden.

    Mit den Wagen ist sicher kein Concour d'Elegance zu gewinnen, aber dafuer erfuellen sie den Zweck. Bei den meisten Wagen betraegt die Watttiefe 3 Fuss (90cm) damit ein Fluss durchquert werden kann ohne das Risiko einzugehen, dass der Wagen aufschwimmt und die Pferde mitreisst. Die Raeder stammen meist von Gelaendewagen und sind relativ gross, breit und weich, damit sie besser ueber den manchmal weichen, manchmal steinigen Untergrund rollen. Die Mehrheit dieser Wagen ist gebaut aus einem Ackerwagen-Fahrgestell mit Achsschenkellenkung, was das Deichselschlagen verhindert auf unebenem Grund. Auch ist die Kippgefahr bei dieser Lenkung kleiner, was wichtig ist bei Wagen mit hohem Schwerpunkt. Der Wagenkasten ist federnd auf das Fahrgestell aufgebaut. Haeufig passt der Wagen mit abgebauter Plane und Boegen in den Stocktrailer, So koennen Pferde in einem Abteil und der Wagen im anderen auf einmal transportiert werden.

    Meine Juengste war auf einem einwoechigen Trip in die Berge als Helfer/Pferdeknecht.

    Erster Tag: 100km Anfahrt, 50 km davon Schotterstrasse. Pferde und Wagen ausladen und bereit machen. Die Fahrt von der Stageing Area zum Camp dauert 4 Stunden, alles im Schritt. Mehrmals muessen Fluesse und Baeche ueberquert werden, sei es ueber Bruecken oder Furt. Nach der Ankunft koennen die Pferde grasen unddas Camp wird errichtet. Als Schlafgelegenheiten dienen die Wagen sowie Zelte. Ein Elekrozaun wird um das Camp gezogen, um die Baeren fernzuhalten.

    Fortsetzung folgt...

    Wer kein Risiko mit Pferden eingehen will, darf sich ihnen nur naehern wenn sie auf dem Teller liegen!

    Im Bett ist es am sichersten und trotzdem sterben dort am meisten Leute...


    Ich bin nicht grundsaetzlich gegen moderne Technik an Fahrzeugen, aber es kann einem in falscher Sicherheit wiegen, verleitet zu mehr Risikobereitschaft.


    Der Vergleich Kutsche mit Auto hinkt, weil mit Ausnahme vom Pinzgauer 4x4 kenne ich kein Auto, Gelaende- oder Lastwagen wo sich bei einer Vollbremsung vorwaerts ueberschlaegt.


    Der Vergleich Kutsche mit Fahrrad/Motorrad hinkt, weil die Bediennungselemente anders angeordnet, man kann nicht versehentlich in einer Stressituation auf das falsche Bremspedal druecken. Ziemlich unmoeglich mit dem rechten Fuss den linken Bremsgriff zu druecken...

    Auch werden geziehlt Notbremsungen geuebt, auch bremsen auf Rollsplitt. Wer falsch bremst legt sich (mit Schutzkleidung) auf die Nase, ist aber im Verhaeltnis harmlos gegen ueber wenn man sich zwischen Kutsche und Pferd katapultiert.

    Auch ist es schwierig Notbremsung mit der Kutsche und Pferde realistisch zu ueben., ohne die Pferde hart im Maul zu machen.



    Elektronik ist gut recht auf Fahrzeugen wo staendig gebraucht werden und somit die Batterie immer geladen sind, und die Elektronik sich selber diagnostiziert. Mich haette es von der Strasse geschoben wenn der 3 to schwere Wohnwagen angehaengt und nicht aufgesattelt gewesen waere, der Stecker war nicht richtig drin war und fahrlaessigerweise keine Licht/Bremskontrolle gemacht.




    Wie heisst es so schoen in English: Idiotproofing everything only helps evolving the idiots.

    Der Fahrlehrer wo ich das Brevet machte, benutzte einen Thuner Einfahrwagen als Fahrschulwagen. Die Vorbesitzer (Brauerei) lakierte den Wagen gelb und verschandelte ihn mit Scheibenbremsen auf der Hinterachse. Das war dann fuer die Fahrschueler ein Aha-Erlebniss wenn sie die Ex-Turnierpferde mit der Fussbremse verlangsamen wollten und statdessen der Wagen zu schlingern anfing und die Pferde noch schneller wurden.

    Auch hatte sein Pferd names "Cello" die Grooms schnell dazu trainiert, einen Meter vor den Pferden zu stehen und sie in Ruhe lassen, sonst wurden sie gebissen.


    123-Tuning : Fussbremse auf der Vorderachse an kurzen Kutschen sind saugefaehrlich und schon manch einer hat das mit dem Leben bezahlt.