Posts by Rossknecht

    Unsere 5 Pferde haben 30 ha Weide im Winter, die teilweise Busch und Wald sind. Der Boden ist mindestens 5 Monaten gefroren. Zugefuettert wird nur wenn der Schnee zu hoch ist oder alles abgefressen ist. Nur der alte Vollblueter wir zusaetzlich mit Hafer gefuettert. Die Traenke ist beheizt. Im Sommer sind sie nur auf einer kleinen Weide, was befahrbar ist, wird Heu gemacht.

    Es kann sehr muehsam sein, die Pferde auf der hintersten Ecke einzufangen, dafuer habe ich in den letzten 4 Jahren keine Pferde misten muessen. Wenn ich die Pferde regelmaessig brauche werden sie aufgestallt, aber haeufig habe ich nur Sonntags zeit, und die Tochter ist im College

    Bei Minute 7:38 sieht man gut wie die Stangenpferde aufhalten muessen und warum die Amis Western Britchen verwenden mit Martingal, damit die Deichsel nicht so steigt. Also scheinen alle Armeen anfang letztes Jahrhundert von Kumt auf Brustblatt umgestellt haben.

    Bei uns in eine Bounty auf den Woelfen, und die Grizzlys haben sich so vermehrt, dass einige Kreise Eine wiedereroeffnung der Jagt befuerworten.

    schwolli : Danke fuer solch einen interessantes Thema zu starten! Die (Geschichte der) Artillerie hatte mich nie so interessiert, da ich in der Infanterie gedient habe. Am Montag hatten wir Nationalfeiertag und schlechtes Wetter, so hatte ich Zeit im net zu surfen, und bin den ganze Tag an dem topic haengengeblieben. Interessat ist z.B. dass die Deutschen Ortscheite verwendeten, die Franzosen feste Bracken mit Zugdaempfer, die Amerikaner Spielwaage mit Zugdaempfer und ein Neckyoke.

    Wenn die Armee Material beschafft, muss es moeglichst einheitlich sein, dass macht es fuer die Logistik viel einfacher. Fuer 100 Geschuetze braucht es 600 gleiche Geschirre und nicht 6 mal 100 verschiedene Geschirre.

    Genau so kommt es darauf an wer das Sagen hat bei Neuanschaffungen, respective auf welche Lobby gehoert wird, und von was fuer einem Szenario ausgegangen wird.

    Ich denke bei der Deutschen Artillerie sind sie davon ausgegangen, dass sie mit dem schweren Geschuetz (10,5cm?) kein direkten Feindkntakt haben und sie die Anspannung optimieren fuer den Einsatz im schweren Boden. So lose wie die Deichsel auf denen Bildern angespannt ist, sollten die Vor- und Mittelpferde immer im Zug sein, da sonst die Deichel bei jedem Stein oder Loch wie wild um sich schlaegt.

    Auf dem Bild der Schweizer sieht man ein Geschuetz das auch im Direktfeuer verwendet wurde, und somit erhoeht sich die Wahrscheinlichkeit dass Pferde verwundet werden und ausgetauscht werden muessen. Gleiche Geschirre auf allen Pferden macht das natuerlich viel einfacher.


    Die Anspannung ist natuerlich immer ein Kompromiss. Alles sollte stark genug sein fuer rauhen Bedingungen, und man sollte alles dabei haben fuer den Fall der Faelle, aber man sollte die Pferde nicht ueberladen.


    Stellt euch vor ihr nehmt ein Fasswagen auf eine Marathon Piste, so wurde gefahren mit diesen Geschuetzen. Ein Bekannter (selig) wahr ein Fahrer in der Schweizer Artillerie, und er erzaehlte mir das Graeben und Boeschungen immer im Gallop genommen wurden damit sie genug Schwung hatten und nicht stecken blieben. Fuer die Fahrer geht es ja noch, die koennen in den Steigbuegeln stehen, aber fuer die Schuetzen auf der Protze war es eine unbequeme fahrt.


    Die von "Bauchgurt" verlinkten Bilder sind alle 3 Schweizer Gespanne, die Uniformen sind von verschiedenen Epochen. Aufallend ist dass bei der schweizer Anspannung Deichsel-, Mittel- und Vorderpferde das selbe Geschirr haben und die Straenge der Mittel- und Vorderpferde mit einer Verlaengerung an den Straengen der Deichselpferde angebracht sind. Bei der deutschen Anspannung hingegen ziehen die Mittel- und Vorderpferde an der Waage die an der Deichselspitze angebracht ist, und so wie es auf dem Bild scheint, unter Last leich angehoben wird.

    Ich wuerde zu gerne solch ein Gespann "live in action" sehen, erst dann sieht man wie die Geometrie funktioniert, sprich Zugwinkel, Deichsellast usw.

    anders als eien vierraederiger Wagen mit fester Deichsel ist Eine Protze eine Karre, die Eine gewisse Deichsellast hat, die die Pferde mit dem Hals tragen muessen.

    Manchmal mal ist die Angst des Fahrers das groessere Problem als das Pferd. Der Fahrer hat den Unfall im Hinterkopf und verhaelt sich zoegerlich/aengstlich, das Pferd merkt das und ist auch verunsichert.

    Manchmal ist die mentale Vorbereitung wichtiger als alles andere.

    Ein Einspaenner-Ortscheit kann nur zu schmal sein, aber nie zu breit. Aber es wuerde sicher genug breit sein als Waagscheit/Bracke fuer deine Zugtiere. Die Ortscheite muessen nur soviel Abstand haben damit sie nicht an die Deichsel schlagen. Ob mit Haken oder Lederriemen angebracht, spiel fuer die funtionalitaet keine Rolle, kann wohl aber einen grossen Unterschied machen bezueglich Laerm. Eine so leichte Kutsche laeuft auf einer ebenen Teerstrasse so leicht, dass sie nur an den Leinen gezogen werden und die Strangen und Ortscheite schlackern nur so umher im Trab.

    Mein Ackerwagen fuer Grosspferde hat ein 2"x2" Vierkantrohr mit 5/16" Wandstaerke, entsrpicht etwa 5x5cm mit 4mm Wandstaerke.

    Ardennerin : Du hast zwar drossendorfer gefragt, aber ich habe hier in Kanada so meine Beobachtungen gemacht. Die meisten Kanadier wuerden nie Pferdefleisch essen und praktisch 100% des bankwuerdigen Pferdefleisch geht in den export. Viele Pferde die hier nicht gebraucht/gewollt sind stehen irgendwo herum in einem desolaten Zustand. Ich habe Pferde gesehen, deren ihre Hufe machten eine volle umdrehung.

    Das gleiche mit den ausgewilderten Pferden, die das Gras so tief abfressen, dass die Wapiti-Hirsche nichts zu fressen haben. Fuer Jahre wurde eine gewisse Zahl freigegeben zum Einfangen, welche dann zum Schlachthof gebracht wurden. Die Tierschuetzler haben dann einen Aufstand gemacht, und die Pferde wurden dann zur "Adoption" freigegeben, Die Pferde landeten am Schluss dann doch beim Schlachter weil Leute doch nicht mit den Pferden zurecht kamen. Auf ausgewilderten Schweinen hats ein Kopfgeld, auf Pferden nicht weil die eine ganze Armee von Armchairwarriors hinter sich haben, die alles emotinell, aber nichts logisch begruenden.


    Wer in der Meinung ist, der Mensch hat nicht das Recht ueber ein Leben eines Tieres zu entscheiden, der sollte auch keine halten und keine tierischen Erzeugnisse verwenden.

    Ich sehe jetzt gar keine Vorteile im "vergiften" von Pferden. Der Schuss ist sofort wirksam und wenn das Pferd nicht zur Schlachtung (Lebensmittel oder Hundefutter) genutzt wird, ist ein entbluten auch nicht notwendig, da im Gegensatz zur elektrischen Betaeubung bei Schweinen und Schafen, der Schuss (mit Bolzen oder Kugel) endgueltig ist und sie nicht wieder zu Bewusstsein kommen.

    Bei uns haben die kleinen Schlachthaeuser keine Lizenz fuer Pferde, so werden die Pferde vielfach zu Hundefutter verarbeitet. Geschossen werden alle mit Kugel (.22 Mag), da nicht alle Pferde halfterfuehrig sind, und wie von Bennyblue beschrieben fallen sie vorwaerts und das steht man besser 2 Meter weg.