Posts by coachdriver

    Ich kann leider nichts ankreuzen.

    Für mein Gewerbe (Taxi-/Krankenfahrten) ist mir kein Schnee lieber, zum Pferdeschlittenfahren fehlt mir das Gespann und zum Schneeräumen muss ich den Traktor aus der Garage holen.

    Wie Souris und Bennyblue schon schrieben, ist das Kommando "Steh" m.M.n. der wichtigste Befehl für ein Fahrpferd/-pony, um auch in kritischen Situationen die Kontrolle zu behalten. Außerdem würde ich die Befehle "Schritt, Trab und Galopp" sowie das langgezogene "Laaaangsaam" üben, damit bekommst du deine Ponies ruhiger als mit "hohoho". Zusätzlich würde ich noch Rad- oder Flurbereinigungswege neben stark befahrenen Straßen suchen und dort fahren, damit hast du etwas Abstand von den "Monstern" und nach vorne und nach rechts freien Raum, falls doch einmal die nerven des Pony blank liegen.

    Ich freu mich sehr, das es wieder weitergeht (auch wenn ich meist nur noch Mitleser bin), aber der Virus ist immer noch vorhanden.

    Billie Goodman , du kannst auch mit dem Arbeitsgeschirr Kutsche fahren, wenn du keine Turniere fahren willst.

    Ich hatte mit der Kutsche nie Probleme mit Passanten, wir wurden immer freundlich gegrüßt, allerdings bin ich grundsätzlich im Schritt an Passanten vorbeigefahren. Mit Hunden hatten wir zweimal ein Problem, einmal fuhren wir an einem offenstehenden Hoftor vorbei, aus welchem ein Hund geschossen kam und auf die Pferde loswollte, ein Schlag mit der Peitsche hat ihn ganz schnell zur Umkehr gebracht. Beim zweiten mal wurde ich von einer Bekannten (Reiterin) informiert, das im Nachbardorf ein Jagdhund sich jedem Pferd in den Weg stellt und auch versucht zu attackieren. Als wir zufällig den Hund (mit weit entfernter Besitzerin) auf einem Flurbereinigungsweg trafen und er zum Bellen anfing, bin ich mit dem Gespann einfach auf ihn zugetrabt. Kurz bevor wir auf ihn trafen, machte er mit eingezogenem Schwanz kehrt und rannte zu seiner Besitzerin zurück. Wir haben diesen Hund nie mehr getroffen:)

    wie einige ja wissen, habe ich seit 6 Jahren aus beruflichen Gründen keine Pferde mehr. Ich kann also zu vielen Beiträgen keine Antworten mehr geben und bin daher zum großen Teil nur Leser. Trotzdem schaue ich immer noch gerne ins Forum, auch um die Entwicklung bei anderen zu verfolgen und um dem "Fahrvirus" wenigstens in virtueller Form ab und zu Genüge zu tun.


    Viele Grüße und hoffentlich bleibt dieses Forum noch lange bestehen.

    Auch Max Pape beschreibt in seinem Buch "Die Kunst des Fahrens" die Leinenführung von links bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen mit unterschiedlichen Verschnallungen, auch mit zusätzlichen Zügeln mit Ringen, in welche die Leinen dann eingeschnallt werden.

    Aus meiner Kinderzeit kenne ich noch die Rinderanspannung mit einem Leitseil, wobei die Gespanne mit Stimmkommandos gefahren wurden.

    Schade, dass du dieses Forum verläßt.

    Aber vielleicht sieht man sich einmal bei meiner Veranstaltung, Bamberg ist ja zum Glück nicht allzuweit weg.


    Viele Grüße und alles Gute

    Henry

    Auch bei uns gibt es zwar viel Obst, aber alles sehr klein und trocken. Meine Frau hat diese Woche aus 5 kg Birnen gerade mal einen halben Liter Saft gewonnen, und der geliert nicht richtig.

    Hallo kasparow,


    schön, das es deinen Pferden wider gut geht.


    Leider hast du noch nicht geschildert, was eigentlich passiert ist.

    Du verweist nur darauf, das du nicht nach Benno von Achenbach angespannt hast (was meinst du damit) und ein Hilfsmittel verwendet hast, welches diesmal nicht funktionierte.

    Mehr Details zum Ablauf wären zum Erfahrungsaustausch und gegen "Betriebsblindheit" sicherlich hilfreich.


    Alles Gute weiterhin

    Hallo Kaidan,


    was bisher nicht betrachtet wurde, aber sicherlich einer der Hauptgründe für das Rechtssitzen ist:

    der Großteil der Menschheit sind Rechtshänder, damit waren auch die Kutscher großteils Rechtshänder und hatten die Peitsche in der rechten Hand, um damit zielgenaue Peitschenhilfen geben zu können. Wären sie linksseitig auf dem Bock gesessen, hätten sie häufig den Beifahrer mit der Peitsche getroffen.

    Die Bremsen wurden dementsprechend auf der rechten Seite angebracht, in den norddeutschen Tiefebenen wurde sowieso meist ohne Bremse gefahren.

    Um nochmals auf Kasparows Einstieg zurückzukommen:

    Eine Victoria, benannt nach der englischen Königin Victoria, war nie als Wagen für längere Strecken über schlechte Wege gedacht, sondern als "Flanier-Kutsche" für die Damen der höheren Gesellschaft. Deshalb der niedrige Einstieg und der niedrige, klappbare Bock, falls die Damen einmal selbst fahren wollten.

    Der Landauer war eine typische Reisekutsche, erkennbar an dem fest zu schließendem Dach und den versenkbaren Fenstern, der normalerweise 4-spännig gefahren wurde und daher auch einen höheren Bock hatte.

    Nachdem du in der Gestaltung völlig frei bist, schau dir in YouTube einmal die irischen Zigeunerwagen (Vanners) an, damit fahren diese seit Jahrhunderten durch die Gegend. Vom Pferdetyp her würde ich persönlich Tinker/Irisch Cobs wählen, da in früheren Zeiten die Pferde nicht so groß wie heute waren.

    Zusätzliche Reitpferde sind in diesem Fall m. E. nicht nötig, Futter für die Pferde ist nur das Gras, das am Wege wächst (damit sparst du Last im Wagen).

    Wegstrecken in früheren Zeiten lagen bei Feldwegen bei ungefähr 30 km pro Tag.

    Wenn du mehr Richtung Mittelalter gehen möchtest, schau dir mal in YouTube einen Bericht über die Landhuter Hochzeit an, dort kannst du dir Ideen über Wagen und Geschirr holen.

    Es wäre sicherlich für einige Forumsmitglieder interessant zu wissen, wo in der näheren Umgebung Gartenbaubetriebe / Gemüseanbauer sind, die mit Zugpferden arbeiten und vielleicht auch noch Bio-Gemüse und -Lebensmittel anbieten, weil nicht jeder (ich auch) die Zeit hat, dies selbst zu tun.

    Zu EVA-Matten kan ich dir leider nichts sagen, da wir bei uns in den Boxen und im Laufstall alles dick mit Sägemehl eingestreut hatten. Die Pferdeäpfel konnten leicht mit der Bollengabel aussortiert werden, die nassen Stellen wurden mit der Schaufel herausgenommen und alles mit einer Schubkarrenladung Sägemehl ergänzt. 1x wöchentlich wurden die Boxen komplett neu eingestreut, im Laufstall mit ständigem Zugang zur Koppel ca. alle 3 Wochen.

    Die Kosten für das Sägemehl hielten sich in Grenzen, ca. 20 € pro Kipperladung (~ 8 m³), allerdings ein Samstag Arbeit ca. 3x im Jahr.