Posts by gnoerz

    Kann mich den Vorredner eigentlich nur anschliessen: Ich habe diverse Warmblutfohlentransporte hinter mir - jeweils ohne Wand, ohne Anbinden, dafür mit viel Einstreu und Heu. Ohne Fohlengitter muss halt die Plane dicht gemacht werden. Und dann geflissentlich weghören, wenns im Hänger randaliert (fiel mir immer gar nicht so leicht).


    Ich hab mit Kaltis aber auch schon ganz andere Erfahrungen gemacht, siehe Kaltblutfohlen gesucht!!!


    Fährt jemand am Freitag nach Rottenbuch?


    t.

    Mein Ponywallach pinkelt üblicherweise auch erst nach dem Abspannen - je nach Dringlichkeit vor oder nach dem obligatorischen Wälzen.


    Im Bewusstsein, jetzt peinlich zu werden: Manchmal überkommt auch den Kutscher das Bedürfnis zu pinkeln. Als alleinfahrender Mann hat mans da einfacher: ich stell mich halt, Leinen in der einen Hand, an den Wegrand.


    Mir war lange nicht klar, ob das Pony kapiert, was da vor sich geht. Seit einiger Zeit aber nutzt der Wallach diese Pausen nicht nur zum ausgiebigen Anzenschubbern und Schütteln, sondern auch - zum Pinkeln. Ich bin vor Lachen fast in den Graben gefallen beim ersten Mal...


    Inzwischen grüble ich, ob mir das nicht abgewöhnen sollte. Ich denke immer mit Grausen dran, wie mir die einzufahrende Kaltblutstute sturzbachartig auf die Spritzdecke vom Sulky oder direkt in die Kutsche pinkeln würde....


    tom

    Mach dir mal weniger Gedanken sondern lass alles mehr auf dich zukommen. Es wird sich schon von ganz allein ergeben.

    Das hast du schön gesagt.


    Aus eigener Erfahrung: Ich bin nach 20 Kilometern einspännig im hügeligen Gelände (ab 14% steige ich ab, wenn ich auf zwei achsen unterwegs bin) üblicherweise mindestens so geschafft wie das Pony, und zwar nicht nur vom gehen, sondern weils einfach anstrengend ist, so lange halbwegs konzentriert obenzusitzen.


    tom, (unterdurchschnitts-freizeitfahrer)

    Mit dem Rad komme ich in hügeligem Gelände auch ohne viel Training so um die 100-150 Kilometer pro Tag.


    Einem normalfleissigen und normaltrainierten Pony würde ich nicht mehr als 40 km am Tag zumuten. Es gibt aber durchaus auch "Distanznähmaschinen", die 60 und mehr Kilometer am Tag laufen - entsprechendes Training und entsprechende Ausrüstung vorausgesetzt. Die Forumskollegin Rennsemmel kann dir hierzu sicherlich mehr erzählen.


    Insgesamt ist es wirklich so: mit einem normaltrainierten Pony sind kaum mehr als 40 Kilometer am Tag drin, eher weniger. Zum Trost: auch die "professionellen Streckenfahrer" fahren mit vier Großpferden vor der Kutsche selten mehr als 50 Kilometer am Tag und legen alle paar Tage mal einen Ruhetag ein. Es ist und bleibt eine geruhsame Art zu reisen.


    tom

    Bei uns läuft das gelegentlich sehr ähnlich:
    Mein ältester Sohn lässt das Kaltblut den Kopf runternehmen und hängt sich auf den Hals.
    Kopf geht rauf, Jung sitzt drauf.



    Vielleicht sollt ich das auch mal bei youtube einstellen...


    tom

    Aus gegebenem Anlass: Eine Kutsche kann umkippen. Beim Wenden, oder auch bei Wind (!)
    Manchmal fällt dabei sogar der Kutscher runter, von Fahrgästen gar nicht erst zu reden.


    Bei Seitenwind gekippt
    http://ooe.orf.at/stories/379932/



    Beim Wenden gekippt (und "magisch" wieder aufgestanden?)
    http://www.bild.de/BILD/region…ponykutsche-kippt-um.html


    http://www.flensburg-online.de…-hunstetten-wallbach.html



    Vermutlich im Laufe einer kriegerischen Auseinandersetzung gekippt
    http://www.neues-deutschland.d…s-herrschaftssymbols.html



    Umfallfreie Fahrt euch allen.


    tom

    ??


    also grad die gwappelten von der starnbergersee-rundfahrt sollten doch geld genug haben, in ein ortscheid zu investieren und das gespann auch mal vorher gefahren sein, oder? <gruebel>


    sta-see-rundfahrt spricht für eine schwere massivholzgig mit einem strammen warmblut davor und zwei leuten mit hund drauf, und dafür, daß das gespann selten in dieser form gefahren wird (hand aufs herz, herr nemitz: Wer ausser Ihnen fährt im alltag historisch??).


    ich kann nur von meinen erfahrungen mit einer 20kilo-gig, meiner wenigkeit drauf und einem recht robustem shetty davor berichten - das ging über monate (beim mässiger fahrfrequenz) auch über 2-3 stunden fahrzeit problemlos.



    daß man mit einem solchen setup bei mehrstündigen ausfahrten zwischendrin mal das pferd anschaut (vor der offenen schulter ist erstmal das fell weggescheuert!) halte ich ebenso für eine selbstverständlichkeit wie daß man bei neuteilen oder neu zusammengestellten geschirren auf den ersten fahrten immer mal wieder schaut, obs "passt".


    Davon, daß ich weder mit neuem geschirr noch mit fester bracke 75km am stück fahre will ich gar nicht reden.


    etwas sprachlos,


    tom


    PS: Als Ponyfahrer waren mir die Ergebnisse der letzten Rundfahrt Musik in den Ohren:


    Gesamtwertung: Kat. Zweispänner (max. 300 Pkt.)
    1.Platz: Horst Phlippp aus Kulmbach mit seinen bewährten Welsh-Partbred-Ponys an einem Doktorwagen (289 Pkt.)
    2.Platz: Franz Fröschl aus Hall in Tirol mit seinen Huzulen (Nachkommen einer Wildpferderasse aus den Karpaten) an einem Jagdwagen (287,5 Pkt.)
    3.Platz: Eva-Maria Dimmling, eine junge Nachwuchsfahrerin, aus Rehau - ebenfalls mit Huzulen - an einem Gäuwagen von 1911 (284 Pkt.)


    (http://www.weilheimer-pferdefr…taseerundfahrt/presse.htm)

    die reine lehre sagt nein - aber manchmal kann man, grade wenns übergangsweise ist, auch drüber weggehen.
    es kommt ein wenig auf gewicht von gig und fahrer an - meines erachtens läßt sich ein glattes lederbrustblatt in der ebene mit leichtem fahrer auch ohne bewegliches ortscheid fahren.
    ich bin längere zeit eher unabsichtlich so gefahren - mit leichter gig und ohne druck- und scheuerstellen.


    nylonbrustblatt, schwerer zug oder ein fellbezug auf dem brustblatt dürften allerdings schon nach kurzer zeit scheuerstellen auf der pferdebrust verursachen.


    tom

    vielleicht mag ein admin den thread verschieben?
    die beiträge zum verlorenen kopfstück und veedars aufschlussreiches bild sollten nicht dem im aktuell-forum immer wieder (zurecht) praktizierten löschen zum opfer fallen.


    ich habe etwas erstaunt zur kenntnis genommen, daß verlorene kopfstücke offenbar nicht nur (meiner) nachlässigkeit und schluderei geschuldet sind, sondern durchaus öfter vorkommen.


    tom

    auweh - da hab ich mich aus dem fenster gelehnt. ich hab das profil freigeschaltet - jetz dürfen alle sehen, daß ich vierzig bin. :)
    Weil oben zum Thema "Trense verlieren" gefragt wurde: Ich weiss nicht, wie normal oder unnormal es ist, daß ein Pferd die verliert, mir passiert das ab und an mal, wenn ich nicht aufpasse oder zu locker verschnalle.


    Ich fahre ein Shetty mit viel Schopf und Ramskopf, und ich fahre meistens mit recht losen Zügeln - mit dem Fazit, daß die Trense locker sitzt, der Zosse ab und an den Kopf am Bein oder an der Schere kratzt, wenn ich nicht rechtzeitig reagiere.


    Erst geht ein Ohr raus - dann schüttelt er einmal den Kopf und schwups, ist alles draussen.


    Besser gehts mit


    a) gut passender Trense
    b) zwei Zentimeter Mähnenkamm freischneiden, wo die Trense liegt
    c) relativ eng verschnallten Kehlriemen


    Rein anatomisch ist das bei weniger ramsköpfigen Pferden mit größerem Kopf und weniger Mähne alles einfacher und sicherer: Die Trense sitzt automatisch besser und fester. Wenn man die dann noch so stramm verschnallt, wie die Englischen Reiter das gewöhnlicherweise tun, kann vermutlich wirklich nix runterfallen.


    tom

    Also nur um das klarzustellen: Mein Geburtsdatum steht im Profil, wenn das jemand interessiert.
    Hier halt: http://www.pferdekutscher.de/v….php?page=User&userID=376
    Für alle, die besser Fahren als Rechnen können und grade keinen vierbeinigen Kollegen zum Nachrechnen an der Hand haben, rechnet die Forensoftware sogar noch das Alter aus. :]


    Der ein oder andere Forumsteilnehmer (welchselben ich meine bescheidenen Milchmädchenfahkünste verdanke) sei an den Wiener Kutschensturz erinnert, der wenn ich mich recht erinnere auch erst im fortgeschrittenen Alter des Kutscher stattfand :)


    Wir hatten das hier im Froum mal diskutiert, warums grad immer alte Männer trifft - ich glaube, das ist hier im aktuell-forum wieder gelöscht worden (Super: wir haben einen Grund, das Thema nochmal aufzuwärmen).
    Ich persönlich denke, daß es einfach daran liegt, daß das Fahren eine beliebte Altherrenbeschäftigung ist. Wenn viele alte Herren fahren, machen die auch viele Unfälle. Ich glaube nicht, daß die Alten besser oder schlechter fahren als unsereiner.


    Von oben erwähnten älteren Herren mag ich gar nicht erst reden.
    (Rein rechnerisch dürfte seine Fahrpraxis die aller anderen Forumsteilnehmer ungefähr aufwiegen, wenn man wenigen Gewerblichen und die rasende Rennsemmel mal ausnimmt).


    Ironiefreie Mitmenschen mögen meine Postings verzeihen. Ich wollte eigentlich nur mal wieder dran erinnern, daß die Fahrerei, obschon vermutlich noch immer ungefährlicher als Motorradfahren oder Reiten, doch mit einer gewissen Aufmerksamkeit verbunden sein sollte - grade vor dem Hintergrund, daß ich mich daran erinnert habe, daß mir selber schon unterwegs das Kopfstück vom Pferd gefallen ist (ich weiss schon: Den unverschämt ironiefreien Mitlesern hier wird sowas NIE passieren).


    Bein- und Achsbruch wünscht


    tom

    Ein normales Kutscherwochendende:


    Zumindest die Ehe sollte lang halten. Warum hier die Kutsche sichergestellt wurde, kann ich mir allerdings nicht wirklich erklären.
    http://www.derwesten.de/nachri…ews-127083622/detail.html



    Und das erinnert mich daran, daß mir das im Einspänner auf der Strasse auch schon das eine oder andere mal passiert ist (ich schnalle den Kehlriemen seither enger und merke, wenn das erste Ohr aus dem Kopfstück rausgeht):
    http://www.welt.de/die-welt/ve…ll-mit-Pferdekutsche.html


    Ansonsten die üblichen Unfälle mit alten Herren:
    http://mt-online.de/lokales/re…gen_Militaerfahrzeug.html



    http://www.augsburger-allgemei…9_puid,2_pageid,4735.html


    und die Moral von der Geschicht: Fahr über 50 Kutsche nicht... :S



    tom

    Das hat der Herr Nemitz schön gesagt.
    Früher, als die Zeiten noch besser waren ( ;) ), hat das hier ohne Worte funktioniert.
    Wer nix zu sagen hatte, wurde meist schlicht ignoriert, es gab eine Reihe von Kränzchen, die gewerbliches Fahren, Arbeiten mit Pferden oder einfach nur (nicht abwertend gemeint) Geschnatter von sich gegeben haben, es ging freundlich zu und in vielen Bereichen gab es viele fundierte, manchmal kontrovers, aber fast immer freundlich und fundiert geführte Diskussionen und recht wenig "Rauschen".


    Das hat sich, warum auch immer, ein wenig geändert. Es wird viel Gebesserwissert oder vorgekautes, erlesenes und ergoogeltes Wissen unreflektiert und ohne praktische Erfahrung zu haben einfach als letztgültige Wahrheit reingeblubbert. Mancher "Altfahrer" hält sich deshalb in letzter Zeit ein wenig zurück.


    Ich weiss allerdings auch als alter "Forenhase" nicht, wie man dem entgegenwirken könnte, ohne diesem Forum seinen (noch immer vorhandenen) Charme und seinen Nutzen zu nehmen. Ich glaube, das weder ein "Gesinnungstest" vor dem Einlass noch ein Rückzug in Zugriffsbeschränkte Foren eine Lösung ist.
    Vielleicht eine FAQ, ein Liste mit oft gestellten Fragen, die Sinnlos-Diskussionen etwas eindämmt?


    Schön zu lesen, daß sich der eine oder andere doch nicht ganz verabschiedet hat. :-]


    tom