Posts by Soelvi

    ich finde scapria nicht überheblich, sondern habe über das "amen" geschmunzelt. denn insgeheim habe ich selber hin und wieder "amen" gedacht, nach einem ellenlangen beitrag. nun hat es mal jemand ausgeschrieben. ;)

    JessiNeuling:


    ich verstehe dein anliegen sehr gut! genau solche freundschaftlichen ausfahrten machen mir freude. aber das gibt es auch, da kannst du sehr wohl mitmachen mit einer nachgebauten kutsche. hier in der schweiz gibt es einen verein namens "gesellschaft für fahrkultur", die organisieren genau sowas. wir waren letztes jahr als zuschauer im elsass dabei. es gab historische kutschen aller art zu bewundern. restauriert oder in gutem originalzustand oder nachgebaut, mit oder ohne scheibenbremsen etc. allesamt sorgfältig zurechtgemacht, die personen auf den kutschen fast alle passend gekleidet. einfach eine augenweide. das ganze war FREUNDSCHAFTLICH. unterwegs gab es einen apéro, später dann mittagessen. so hatte man zeit, sich zu unterhalten, über die kutschen, pferde, anspannung etc. zu fachsimpeln, mal auf den bock einer coach sitzen oder einfach zuschauenderweise geniessen. als einer kutsche ein kleiner unfall zustiess und die eine lande brach, eilten einige personen zu hilfe. einer, der seine kutschen in der nähe in einem schopf eingestellt hatte, holte eine passende lande zum ausleihen. so konnte die familie die fahrt zu ende mitmachen. bravo!


    natürlich hatte ich meine favoriten unter den gespannen, ich denke, das hatten alle teilnehmerInnen. aber niemand war so anmassend, sich herablassend über ein anderes gespann zu äussern.


    ausserdem gibt es die "concours de tradition". dort wird eine strecke im gelände gefahren und danach (nach belgischem reglement) ein "hindernisfahren", welches an situationen der früheren zeit angelehnt ist. z.b. ein tor öffnen oder rückwärts in eine "remise" parkieren. auch an diesen veranstaltungen sind nachbauten zugelassen, ebenso die fahrzeuge mit den ach so schlimmen scheibenbremsen. die originalen kutschen werden bei der gespannskontrolle einfach höher bewertet.




    hier noch die website der gesellschaft für fahrkultur:


    http://www.kutschenfahrkultur.ch/home.html


    Ach, noch ein kleiner Zusatz: Wenn dieses "Sauerkraut" wie (nicht nur) ich - es hier nenne ja so Gesund ist, - was wohl - unter Gesundheitlichen aspekten niemand in Frage stellt -> wenn man es nicht jeden Tag und mehrmals in unmengen fressen muß -, warum dürfen dann Betriebe, welche Milch zur Käseerzeugung, zumindest zu bestimmten Käsesorten produzieren -> keine Silage an ihre zur Käsemilchproduktion bestimmten Tiere verfüttern ?
    Das müsste sich doch dann eigentlich "Doppelgesundheitlich" auf die Menschliche ernährung niederschlagen ? ?(

    das problem der silagefütterung und käseproduktion kenne ich so:


    für länger gelagerte käse aus rohmilch darf keine silage gefüttert werden. dies weil in SCHLECHTER silage anstatt überwiegend milchsäurebakterien andere vorhanden sind: propionsäurebakterien (die machen löcher in den käse, werden also für den emmentaler gezielt zugesetzt) oder gar buttersäurebakterien (bewirken im verlaufe der lagerung eine blähung des käses, käse ist dann ungeniessbar = schweinefutter).


    bei käseproduktion aus pasteurisierter milch ist silagefütterung kein problem.


    Meine Vorfreude auf Weihnachten hat einen schweren Dämpfer bekommen. Wird wohl nix mit dem WeihnachtsbaumnachHausefahrenmitKutsche. Meine Mutter liegt wieder im Krankenhaus. Wie gut, daß ich meine Vorfreude schon so genossen habe. Vorfreude ist besser als keine Freude.


    oje, du arme!


    ich wünsche deiner mutter gute besserung und euch dennoch ein wenig weihnachtsstimmung.

    wunderbar!


    wir haben den weihnachtsbaum auch schon ausgewählt, mein mann wird ihn kommende woche fällen. und wir hoffen natürlich, ihn per pferdeschlitten heim zu holen. das gibt eine familien-aktion mit allen drei kindern (ja, ja, samt der jüngsten, die noch nichts davon hat :D ). angespannt wird in solchen fällen die bewährte stute.


    ansonsten hoffen wir auf ausritte und pferdeschlittenfahrten im schnee. und dann ist die abendliche stallrunde an heilig abend sehr beliebt. schliesslich können in dieser nacht die tiere sprechen. was allerdings nur sonntagskinder verstehen sollen. aber auch ohne diese speziellen sprachkenntnisse ist es schön, nach der weihnachtsmesse durch den stall zu gehen und die schlaftrunken blinzelnden pferde, die träumend schnaufenden kühe zu sehen.


    nach dreikönig haben dann die pferde bescherung: sie bekommen den weihnachtsbaum zum knabbern.




    in der schweiz soll das fahrerbrevet eine grundausbildung für die "strassen-freizeitfahrer" sein. es wird also nicht auf den fahrplatz geübt, sondern "draussen". dennoch bringt es nicht so viel, da die praxis bei ca. 5 ausbildungstagen zu kurz kommt (schliesslich muß man an der prüfung auch ein pferd korrekt vorführen können, giftpflanzen herunterbeten etc.). auch das problem "routinierte fahrpferde" besteht natürlich.


    wie würdest du denn den "praxisnachweis" umsetzen? wer müsste den fahrlehrling begleiten? ein trainer a? oder "nur" jemand mit abgeschlossenem praxisnachweis?


    dein letzter abschnitt bringts eigentlich auf den punkt: gute ausbilder sind nötig. es stimmt, daß heute die meisten "quereinsteiger" sind, nicht mehr mit pferden aufwuchsen. meiner meinung nach ein fuchtbarer boden für die allerbeste ausbildung: zwar muß mit adam und eva begonnen werden, dafür gibt es keine alten vorurteile, "weil man's immer schon so gemacht hat".


    also her mit den guten ausbildern! für mich halt am liebsten hier in der schweiz, denn regelmässige fahrstunden wären am sinnvollsten.




    im übrigen würde mich immer noch deine quelle bezüglich gestiegener kutschen-unfallzahlen interessieren. ;)


    aber der zweck der ursprünglichen meldung ist erreicht: eine rege diskussion um die fahrer-ausbildung. :thumbsup:

    @ jessi oder besser iris:


    das geht, frag mal beim administrator nach. er kann deinen nick ändern, die bisherigen beiträge bleiben unter jessineuling abgespeichert, neu dann unter den neuen nick. Merlin hat das gemacht, er heisst jetzt E. Schmid.


    Für mich sind die Nicknames einfach eine lustige Spielerei. Es stört mich nicht, jemanden mit dem namen seines pferdes oder sonst einer kreation anzureden. ich sag ja auch allen du, viele würde ich wohl bei einer begegnung im richtigen leben erst mal siezen. und die namen sagen ja manchmal auch etwas aus über die person. oder man kann es sich zumindest so ausmalen :D . in einem anderen forum wurde mal ein thema eröffnet, woher die nicks seien. das war ganz amüsant zu lesen.


    ich selber gehöre zu den (über-?)vorsichtigen, was angaben im internet angeht. wer mich im wirklichen leben kennt, weiss aus den profilangaben, wer ich bin. ;)

    @ gardist


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    Die Frage kannst Du Dir nur selber beantworten. Was wäre wenn bei der Schlittenfahrt etwas passiert, weil z.B. dein Mann einer Situation nicht gewachsen ist und dein Kind zu Schaden kommt. War es dann fahrlässig? Hat das Kleinkind, daß Du im Oberteil des Kinderwagens mitnehmen willst, wirklich etwas davon auf dem Schlitten mitgenommen zu werden, oder diehnt es nur der Befriedigung von Wunschvorstellungen der Eltern?



    natürlich diente das ganze nur der befriedigung von wunschvorstellungen von uns eltern. ausgezeichnete schlittenbahn, wunderbares wetter, zwei pferdeverrückte eltern. die kleine hatte absolut nichts von der fahrt: sie ist nach 30 sekunden fahrt eingeschlafen. :D


    wenn etwas passiert wäre, würde sicher jeder sagen, es sei fahrlässig gewesen. ich denke dennoch, daß das risiko wesentlich kleiner ist als bei einer autofahrt. oder sollte ich auch nicht mehr autofahren? natürlich haben wir ein bekanntermassen gelassenes pferd eingespannt. und mein mann ist ein erfahrener kutscher, auch ohne weitergehende fahrabzeichen.


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    Ja, wenn wir die Konsequenzen daraus ziehen und endlich anfangen die Ausbildung zu ändern, indem wir z.B. die Crashkurse für "Abzeichenjäger" abschaffen und die Anforderungen für das Fahren im Straßenverkehr deutlich herauf setzen. Nicht das Aufsagen auswendig gelernter Merksätze der FN nützt einem beim Fahren, sondern nur die Fahrpraxis. Dafür reichen die ca. 10-15 Std. auf einem erfahrenen Gespann bis zum IV-er Abzeichen aber nicht aus.


    es ist zu hoffen, daß eine bessere ausbildung hilft, unfälle zu vermeiden. beim autofahren lernen ist das leider nicht so. es gibt trotz erschwertem zugang zum führerschein immer noch hirnlose raser, auf der autobahn fahren immer noch die meisten zu dicht auf etc. allerdings kann man hoffen, daß beim kutschfahren mit der vermehrten praxis auch die einsicht wächst, eben noch nicht so viel zu können.


    was dann auch noch dazu gehört, ist meiner meinung nach die ausbildung der fahrpferde. da fehlt es doch häufig auch. ich bin mittlerweile so weit, daß ich bei fremden personen nicht auf der kutsche mitfahre. es gibt nur eine handvoll personen, zu deren fahrkünsten ich vertrauen habe.


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    Woher kommen denn die ganzen Unfallberichte in den Zeitungen? Wenn man sich die Anzahl der veröffentlichten Unfallberichte ansieht, so ist eine deutliche Steigerung zu sehen. Das wird aber nur ein kleiner Teil der tatsächlichen Unfälle sein.



    wo schaust du dir statistiken über kutschen-unfallberichte an? über welchen zeitraum?


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    Es war eine allgemeins Aussage zum Stand der Ausbildung des "durchnittlichen" Fahrers. Da ich bisher keine näheren Informationen zu dem o.g. Unfallbericht habe, werde ich dazu auch keine Mutmaßungen abgeben.


    Niemand hat die Person aus o.g. Unfallbericht als Negativbeispiel genommen. Es geht doch nur darum, daß wir aus solchen Unfällen lernen und endlich anfangen die Ausbildung an die heutigen Anforderungen anzupassen.


    da du dies im zusammenhang mit jenem unfallbericht geschrieben hast, verstand ich es als "negativ-beispiel". so im sinne von: seht ihr was passiert, wenn eine durchschnittlich ausgebildete person kutsche fährt. denn es geht dir ja darum, die ausbildung zu verbessern, damit weniger unfälle passieren.


    @ rico:


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    Wenn irgendjemand aus meinem Bekanntenkreis etwas von einem Kutschunfall hört oder liest, erzählt er/sie es mir auch immer. Wahrscheinlich auch ganz ohne "Hintergedanken", einfach nur, weil ihm/ihr bekannt ist, daß wir Kutsche fahren. Also finde ich es in diesem Forum ganz normal.


    meiner erfahrung nach ist oft eine gehörige portion schadenfreude dabei, wenn sowas im bekanntenkreis weitererzählt wird. und es wird lange weitererzählt. in dem dorf, wo wir früher wohnten, bekamen wir unübertrieben ein dutzend mal dieselbe geschichte von einem durchbrennenden pferd erzählt (gewerblicher kutscher, der viele jahre täglich brot auslieferte, pferd galoppierte steile gasse hinunter und rannte kopfvoran in eine hausmauer, musste getötet werden). die geschichte geschah vor über 40 jahren. wir hörten ein dutzend verschiedene varianten davon, eine blutrünstiger als die andere. wenn ich so darüber nachdenke, hat das meine eigenen kutschenfahr-experimente nicht beeinflusst.


    Ich habe den Text so eingestellt, wie er hier in der Lokalzeitung abgedruckt war. Das mit Absicht ersteinmal ohne jede Wertung oder Kommentar von meiner Seite. Da es hier im Forum gerade an anderer Stelle ein Thema über die Mitnahme von kleinen Kindern auf der Kutsche gab, ist der Artikel vielleicht auch Grundlage für weitere Diskussionen hierzu.


    willst du aufgrund dieses unfalls sagen, daß man keine kleinen kinder auf der kutsche mitnehmen soll? ab welchem alter dürfte man das denn deiner meinung nach? bin ich fahrlässig, wenn ich meine jüngste im oberteil des kinderwagens auf den schlitten lege? wenn mein mann fährt, der "nur" das schweizer fahrerbrevet hat (entspricht etwa dem dfa IV)?




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    Ich halte es für sinnvoll solche Berichte hier einzustellen, denn jeder dieser Berichte der in den Medien auftaucht ist eine negative "Werbung" für die Gespannfahrer und es könnte am Ende durchaus dazu kommen, daß der Gesetzgeber irgendwann auf die (steigenden?) Unfallzahlen mit Pferdegespannen reagieren wird.


    denkst du, daß der unfallbericht weitere unfälle verhindern hilft? bist du sicher, daß die unfallzahlen steigen? gibt es dazu offizielle zahlen? ich weiss nicht, ob sowas in der schweiz erhoben wird.




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    Für einen großen Teil solcher Unfälle liegt die Ursache meines erachtens gerade in der Form der Ausbildung von Pferd und Fahrer, wie sie derzeit hier in Deutschland gemacht wird. Wir lassen in großer Zahl "Fahrer" auf die Öffentlichkeit los, die meiner Meinung nach zwar einen "Befähigungsnachweis" nach FN besitzen, die aber am Ende nicht fahren können.


    Sicher kann jedem von uns jederzeit ein solcher Unfall passieren, selbst wenn wir selber und die Pferde gut ausgebildet sind. Allerdings ist die Gefahr eines solchen Unfalles gerade bei Fahranfängern, die nach bestandener Prüfung des DFA IV mit dem gerade "eingefahrenen" Pferd starten, doch um vieles größer als bei einem erfahrenen Fahrer mit gut ausgebildeten Pferden. Vielleicht sollen uns die vielen Berichte über Unfälle, gerade von Fahranfängern, doch zum Nachdenken bringen, ob die derzeitige Form der Ausbildung ausreichend ist.



    ich gebe dir grundsätzlich recht, daß viele kutsche fahren ohne grosse ausbildung und daß dies potentiell gefährlich ist. in der schweiz sind die ausbildungsmöglichkeiten fürs fahren sehr beschränkt. ausser dem brevet gibt es kaum etwas. und es ist schon so, daß ein frisch "brevetierter" fahrer sich gerne überschätzt. ich habe das an mir selber erlebt. je länger ich fahre, desto weniger glaube ich zu können... nur habe ich die erfahrung gemacht, daß man sich den mund fusselig reden kann, die leute glauben es nicht.


    woher weisst du, daß es sich bei der kutschenfahrerin um eine "ungenügend ausgebildete person" handelt? vermutung?


    ich verstehe jetzt, warum du diesen text eingestellt hast. vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, die erklärung dazu zu schreiben, denn ich fragte mich gestern auch nach dem grund dafür. ausserdem finde ich es den betroffenen personen gegenüber nicht ganz richtig. sie werden hier als negativ-beispiel verwendet, obwohl wir über den unfallverlauf und die hintergründe nichts wissen.

    nochmals vielen dank für die weiteren, interessanten beiträge. schön, daß wir uns eingi sind über die wichtigkeit der skala der ausbildung auch für fahrpferde. :thumbup:


    JessiNeuling: du schreibst, daß dein pferd "viel go" hat. ich hab auch so eine rennsemmel :) da versuche ich, beim longieren (kappzaum) ziemlich "untertourig" zu arbeiten, viel gaaanz ruhigen trab zu fordern. dabei geh ich nah am pferd mit, um gut korrigieren zu können. bei meinem hilft das, so wird er ruhiger. und ich kann dann treiben, um die hinterhand zu aktivieren.
    zum thema trensen/kandarren: ich denke, unsere heutigen pferde haben kleinere mäuler als die (fahr)pferde von früher. daher kann eine "zungenfreiheit" schon im maul stören.


    Samur: die einstellung deines mannes versteh ich nicht ganz. jedes pferd braucht doch eine gute ausbildung, das ist dann noch lange kein sportpferd. ich dachte, die zeiten sind vorbei, da "man" der meinung war, "freizeitpferde" benötigten keine gymnastizierung? ;)

    @ all
    vielen dank für eure interessanten beiträge. ich bin froh, daß ihr euch alle für ein "über den rücken gehen" beim fahren einsetzt. unsere pferde machen eben beides, reiten und fahren, so daß mir wichtig ist, daß beim fahren auf dieselben dinge geachtet wird wie beim reiten.
    das mit der guten sicht auf stellung/biegung des pferdes vom bock aus habe ich mir noch nie überlegt *schäm*. das ist ein guter ansatz.


    und mit dem "wie" ist es wohl so wie beim reiten: schwierig...
    hier ein besonderer dank an peter für seine ausführungen!


    ich nehme an, für gymnastizierung beim fahren muß man einspännig fahren? beim mehrspänner wird es wohl nochmals um welten schwieriger, dem einzelnen pferd gerecht zu werden?


    zum halsverlängerer: bisher habe ich den nur beim reiten oder longieren im einsatz gesehen. es sind mir zwei wirkungen aufgefallen: die einen pferde haben sich hinter den zügel verkrochen, die anderen haben dank dem halsverlängerer gelernt, sich auf den zügel zu legen. nur die im namen implizierte wirkung "hals-verlängerung", also dehnung des halses, habe ich (bei den 5 beispielen) nicht gesehen. ich selber lasse daher die finger davon.


    hallo janosch


    vielen dank für die ausführungen zum kappzaum. kann ich unterschreiben. ;) möchte noch anfügen, daß das pferdemaul geschont wird und der kappzaum über nasenrücken direkter auf die zu lösenden muskeln wirkt als eine trense (wirkung über unterkiefer).



    ausbinden tu ich nicht dabei. meine wenige erfahrung mit longier-hilfszügeln hat mir gezeigt, daß das bei meinen pferden und mir nichts bringt.

    vielen dank für deine ausführliche antwort. das tönt toll, wie du mit deinem pony arbeitest. ich bin auch überzeugt, daß es gehen muß, ein pferd mit guter rückentätigkeit zu fahren. du hast ja den weg "zuerst longenarbeit, dann fahren" gewählt, aus welchen gründen auch immer. so stell ich es mir sinnvoll vor, denn das pferd kann "unbeschwert" den gewünschten bewegungsablauf kennen lernen und die passenden muskeln aufbauen. beim reiten versuche ich es ja auch so. oder denkst du, daß mit ausschliesslichem fahren das ziel "losgelassenes pferd" auch erreicht werden kann, allenfalls von einem top-könner?

    hallo charly carlo


    vielen dank für deine antwort. das hilft mir schon weiter. einmal, daß du wert auf ein losgelassenes pferd legst und dann auch, wie du das übst. longe und doppellonge sind wohl recht hilfreich? ich stell es mir einfach ziemlich schwierig vor, ein pferd vom kutschbock aus zu stellen und zu biegen, wenn es das nicht schon kennt?


    warum nimmst du dreieckszügel zum longieren? longierst du an der trense (soll keine kritik sein, interessiert mich einfach. selber longiere ich seit kurzem nur noch am kappzaum)?

    Hallo zusammen


    ich bin neu hier, weil ich eine brennende Frage an Euch FahrerInnen habe. Ich verstehe selber (noch) wenig vom Fahren, mein Mann ist hingegen ein begeisterter Fahrer. Nun hatten wir gerade eine hitzige Diskussion zum Thema Losgelassenheit.


    Beim Reiten versuche ich zu erreichen, daß mein Pferd losgelassen, mit schwingendem Rücken geht. Dies mit dem Gedanken, daß mein Pferd das Reitergewicht möglichst unbeschadet tragen kann und daß es die Hilfen fein annimmt. Wie ist das nun beim Fahren, wo ja nicht direkt Gewicht auf den Rücken kommt?


    Meine Überlegung war, daß auch ein Fahrpferd die Hilfen annehmen und damit durchlässig sein soll. Also darf es den Rücken nicht festhalten. Sonst ist auch der Unterkiefer angespannt und eine feine Hilfengebung nicht möglich.


    Meine Frage ist nun, wie erreicht Ihr es, daß ein Fahrpferd losgelassen geht? Werden Eure Fahrpferde regelmässig geritten? Was haltet Ihr von der Aussage, daß ein Pferd nur lange genug (am Stück) gefahren werden muß, um "locker" zu werden? Mein Verstand sagt, das geht nicht. ?(