Posts by teamster

    Hallo zusammen,
    die Diskussion für und wieder eines Aufbaumotors hatte ich die letzten Jahre öfters.
    Es scheint, als wenn die Fuhrleute im deutschsprachige Europa unbedingt alles mit Bodenantrieb machen wollten.
    Tatsache ist, beides hat seine Berechtigung. Hier muss man einfach den jeweiligen Anwendungsfall betrachten.
    Wenn jemand ein altes mechanisches Mähwerk hat, das für seine Zwecke ausreicht soll er es in Ehren halten und gut Pflegen.
    Tatsache ist, dass die tierische Antriebskraft einfach begrenzt ist.
    Früher wurde auch nur stundenweise und nicht den ganzen Tag gemäht. Bei Mähbreiten von 1,2-1,5m. Und das mit am Schluss (bis auf Doppelmesser) ausgereifter mechanischer Technik. Da lässt sich auch heute mechanisch nicht mehr viel verbessern. Der Beweis, dass bei europäischen Verhältnissen mit zwei Pferden über 2m dauerhaft gearbeitet werden kann, muss noch erbracht werden, erst recht, wenn das Gelände bergiger wird.
    Gerade beim Mähen kommt es auf eine gleichmäßig hohe Drehzahl an, und die ist bodenmechanisch eben schwer zu realisieren.
    Die Lautstärke und das Gewicht ist eine Auslegungssache ich habe schon ein Mähwerk mit Aufbaumoto (gedrossel) gebaut, und das Geräusch des Mähbakens war im Betrieb lauter wie der eigentliche Motor. So ein Mähwerk ist nicht schwerer als mechanisch angetrieben, selbst ein 13 PS Benzinmotor wiegt nur ca. 40kg.
    Aber Fuhrmann und Pferde konnten sich aufs Fahren konzentrieren und mussten sich nicht abmühen das Mähwerk auf Drehzahl zu halten. In jedem Gelände!
    Wenden und Schwaden sieht anders aus. Diese Geräte bis ca. 3m Arbeitsbreite brauchen weniger Leistung. Hier ist ein Bodenantrieb gut möglich. Auch hier gilt, wohl dem der noch gute alte Geräte hat.
    Kreiselwenden braucht einiges mehr an Kraft. 4-fach Kreisel sind realistischer Weise nur mit Motorkraft, erst recht bei hohem, grünen Gras, zu betreiben.
    Grüße
    Teamster

    Hallo,
    grundsätzlich wurden die üblichen Prinzipien genannt.
    Die einfachste Variante ist eine starre Achse mit Freiläufen. Eventuell kann man die sich von alten Maschinen wie Gabelwender holen. Allerdings werden die Teile immer seltener. Bei einem Neubau mit neuen Freiläufen wird's teurer, vor allem sollten noch Bremsen angebaut werden.
    Starrachsen von PKW oder LLkw habe meistens nicht die Spurweite, die man haben will, allerdings sind Bremsen schon dran.
    Vorteil ist, man hat schon eine gewisse Übersetzung und Winkelgetriebe, Nachteil ist, man muß diese immer mitdrehen, was bei ausgekuppeltem Zustand relativ schwer geht.
    Bei Einzelradaufhängungen mit Differential muß man meist die Antriebswellen kürzen, das kann dann zum Bruch bei höheren Drehmomenten führen.
    Die verschiedenen Systeme haben alle ihre Vor- und Nachteile, kommt immer auf die verschiedenen Vorgaben und Können an.
    Generell gilt noch, bei Differentialen sinkt die Drehzahl bei Kurvenfahrt, bei Freiläufen steigt sie.
    Von hydraulischen Systemen würde ich abraten, da hier die Verluste zu hoch sind.


    Grüße Teamster

    Trekpaard,
    prinzipiell gilt, daß die Pferde die Antriebsleistung bringen müssen.
    Von der Pferdeseite heißt das grob Kraft mal Geschwindigkeit. Bleibt die Leistung konstant, hat man entweder hohe Kraft und kleine Geschwindigkeit, oder hohe Geschwindigkeit und kleine Kraft.
    Diese Leistung muß dann zwischen Rad und Boden übertragen werden. Das Rad stützt sich sozusagen am Boden ab und dreht die Achse.
    Genau an diesem Punkt hat ein großes Rad Vorteile, da hier die Aufstandsfläche größer ist als bei einem kleinen Rad. D.h. das größere Rad kann sich besser mit dem Boden verzahnen und ist hier von Vorteil. Allerdings braucht man eine größere Übersetzung.
    Aus meiner Sicht ist das aber die bessere Variante. Allerdings sind große Räder auch teuer, und das aufzunehmende Achsenmoment ist sehr groß , dieses wächst umgekehrt zur Drehzahl und stellt bei den niedrigen Geschwindigkeiten der Pferdemaschinen und z.B. bei Mehrfachanspannung ein großes Festigkeitsproblem dar.
    Man sieht, alles ist ein Abwägen der verschiedensten Gesichtspunkte.
    Meiner Meinung nach sollte die Mindestradgröße bei 16" liegen. ein guter Kompromiss ist 16x7.50.
    Berücksichtigt sind natürlich noch keine Verluste in der Kraftübertragung. Es kommen eigentlich nur mechanische System in Frage, da bei hydraulischen Systemen die Verluste zu hoch sind.
    Der Gabelwender auch dem obigen Beispiel hat eine viel geringere Antriebsleistung, deshalb können die Räder auch glatt bleiben und für den praktischen Einsatz wie bereits gesagt, möglichst groß.
    Beim Mähwerk braucht man mehr Leistung und profilierte Räder, diese sind wirtschaftlich nur bis zu einer gewissen Größe herstellbar. Auch hier ein Kompromiss.
    Grüße Teamster

    Hallo zusammen,
    Leistung ist immer das Produkt von Drehmoment und Drehzahl.
    D. h. bei gleicher Zapfwellendrehzahl und benötigter Antriebsleistung braucht man bei kleinen Rädern weniger Übersetzung als mit größeren Rädern. Der Leistungsaufwand bleibt der Gleiche.
    Größere Räder haben aber in der Praxis eine bessere geländegängigkeit und Kraftübertragung vom Boden auf die Achse nur hat man eben einen größeren Aufwand mit der benötigten Übersetzung..
    Grüße Teamster

    Hallo,


    noch ist nicht erprobt, wie sich das I&J Mähwerk in der europäischen Praxis schlägt.


    2,3m bei unserem Grasbestand und zwei Pferde ist doch schon sehr optimistisch. Die Frage ist immer, wie lange kann man arbeiten.


    Ich habe das Mähwerk bist jetzt nur bei sehr dünnem Bastand und auf Vorführungen gesehen.


    Die Praxis muß erst noch bestätigen, daß es für einen ganzen Arbeitstag reicht.


    Grüße Teamster

    Mudrat hat recht, das Differentiel ist nicht abschaltbar, sondern wird gesperrt, dh .h. die Achse starr verriegelt.


    Ein Abschlalten der Zapfwell ist so nicht möglich, man braucht eine extra Kpplung.


    Außerdem würde ich die Suzuki Achse wegen der hohen auftretenden Drehmomente nur bis 2-spänning empfehlen.


    Teamster

    Hallo Pony,
    die Erfahrung zeigt, im Allgemeinen und auf der Pferde Stark, daß der "Mehraufwand" (Maschine, Benzinverbrauch) beim motorgetriebenen Mähwerk die Arbeitsqualität bei Weitem wett macht.
    Nicht nur daß es bedeutend pferdeschonender ist, und das Arbeiten vor allem am Hang über längere Zeit überhaupt erst praktikabel macht, das Messer hat immer die gleiche Geschindigkeit und man kann sich aufs eigentliche Mähen konzentrieren!
    Ausserbem verstopfen die Doppelmesser-Mähwerke nicht, so daß man nicht ständig zurücksetzten und neuen Anlauf nehmen muß.
    Bei entsprechender Auslegung ist das Mähwerk selbst lauter als der Motor und der Verbrauch ist relativ gering.
    Grüße Teamster

    Hallo Moorfjord,
    mit deinen Fjods (2, 3, 4?) sind die Arbeiten mit Bodenantrieb schon etwas limitiert. Folgende Arbeiten sollten möglich sein:
    Bodenatrieb, stundenweise: Kreiselwender, zwei Sterne, 2,5m, Schwaden 2,5-3m, mähen 1,25m evetuell 1,35.
    Alle diese Arbeiten sind mit Motorantrieb den ganzen Tag möglich.
    Wie der Kutscher schon sagte, hat der Powercart beides, ist aber für Fjord schon an der Grenze was das Gewicht angeht. Es gibt aber meines Wissens nach keinen kleineren oder leichteren Vorderwagen, welches beides hat. Hans Renders seiner ist für Fjordies viel zu schwer.
    Du solltes auch beachten, daß du immer das Gewicht des Antriebs, welchen Du nicht braucht ebenfalls mitschleppen mußt. Genauso hast Du auch die Kosten von beiden Antriebsarten.
    Meiner Meinung nach wirst Du, wenn Du einiger Maßen befriedigend arbeiten willst, nich um einen Motorantrieb herumkommen. Dann kann die Maschine in Ruhe arbeiten, und Du und deine Pferde können sich auf die Arbeit konzentrieren.
    Grüße Teamster

    Hallo,
    das besagte Mähwerk ist etwas älter, und der Motor nicht mehr im besten Zustand. Grundsätzlich ist es eine Auslegungssache des Schalldämpfers beim Bau der Maschine mit dem Aufbaumotor.
    Teamster

    Hallo 109er,
    noch ein Punkt: wenn Du das Mähwerk an Deinen Landy anhängst dürfte das die Maschine nicht lange durchhalten, da sie für Pferdezug gebaut ist. Ist das Gleiche wie Pferdemähmaschinen welche hinter Traktoren gezogen wurden, und aúch nicht nur mit Vorbehalt für einen Käufer geeignet sind.
    Teamster

    Hallo Rossknecht,
    wie der Pferdegärtner schon sagte sind die skandinavischen Geschirre quasi für die Scherennutzung optimierte D-Ring Geschirre (tatsächlich beziehen manche skandinavische Sattler die Kumtkissen aus den USA).
    Das D-Ring Geschirr ist nur eine Variante eines Side Backer Geschirrs, es gibt auch andere.
    Gegenüber anderen Geschirren hat das D-Ring Geschirr zwei große Vorteile:
    1.Es ist das einzige Geschirr, welches die Deichsellast auf den Pferderücken vetreilen kann, und ist deshalb besonders für schwere Maschinen mit hohen Deichsellasten (Mähmaschinen) geeignet.
    2. Durch die Verbindung des D-Rings mit dem Bauchgurt bleibt der Kraftangriffpunkt am Kumt und Schulter auch bei unebenen Gelände immer gleich. So wird Geschirrdruck durch ein "Kippen" des Kumts vermieden.
    Grüße Teamster

    hallo,
    bei den Bauarten der Kumte aus Tscheckien, die ich kenne, ist zu beachten, daß diese einen komlett geschlossenen Rhamen haben. Das bedeutet sie können nicht "arbeiten" und müssen sehr genau passen (achtung Arbeitskondition der Muskulatur), sonst ist man das gesparte Geld gleich wieder beim Tierarzt los.
    Grüße Teamster

    Hallo alle zusammen,
    leider haben sich an der Umfrage nur 12-13 Personen beteiligte, ich denke aber auch aus meiner Erfahrung, dass das Ergebnis zumindest für Deutschlang repräsentativ ist.
    Grundsätzlich fällt mir folgendes auf:
    2/3 wollen 2-spännig arbeiten, 1/3 einspännig. 1/3 würde eine Mähbreite von 1,2m reichen, was auch mit Bodenantrieb (85%) möglich wäre. 25% wollen eine Mähbreite von 1,5m, was aber mit 2 Pferden schon kritisch wird, besonders wenn man länger oder im bergigen Gelände arbeiten will, realistischer ist eine Breite für zwei Pferde von ca. 1,35m. Die alten Mähwerke hatten auch selten mehr als 1,3-1,4m. Alle Mähbreiten darüber sind nur mit einem Zusatzantrieb oder eventuell mehr Pferden möglich, wobei 3-spännig mit 1,5-1,6m eventuell machbar wäre.
    Ein Doppelmesser ist eigentlich obligatorisch, 70% wollen einen richtigen Doppelmesserantrieb, 30% Messer-Finger-System, wobei mich interessieren würde, warum des Doppelmesser bevorzugt wird, da das Messer-Fingersystem doch einige Vorteile hat (nur ein Messer zu schärfen, Preis-Leistung).
    54% wollen einen Einachser, was wegen den Abmessungen verständlich ist, ich gebe aber zu bedenken, das hierbei der Geschirrdruck entsprechend hoch ist, und auch schon früher Mähwerke mit Stützrädern ausgeliefert oder nachgerüstet wurden.
    Daß sich die meisten eine möglist billige Maschine wünschen ist verständlich, aber der Preis mit 3000 Euro ist doch wohl etwas nieder, dam man für diesen Preis heute nicht mal eine gute Mähmaschine, welche in weitaus größeren Stückzahlen hergestellt wird, bekommt. Realistisch gesehen müsste ein solches Mähwerk wohl eher 4000-5000 Euro kosten (Besonders mit Doppelmesser), selbst wenn man eine Kleinserie voraussetzt.
    75% wollen mit dem Mähwerk auch andere Maschinen antreiben, was auch bei dem oben genannten Preis verständlich ist. Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder man hat den Mähbalken fest angebaut, und muß ihn dann auch bei den anderen Arbeiten mitschleppen, oder man kann den Balken abbauen, und hat dann ein – Vorderwagensystem!
    Als Ergebnis möchte ich festhalten:
    Ein bodenangetriebenes Mähwerk würde 4000-5000 Euro kosten und hätte einspännig 1,2 m und zweispännig 1.35m Arbeitsbreite. Für größere Arbeitsbreiten wäre ein Motorantrieb erforderlich. Ein Doppelmesser (verstopfungsfrei) sollte es sein. Einachsig wäre schön, realistischer ist aber wenigsten ein Stützrad (außermittig wg. Schwad) oder eine zweite Achse. Was aber das wirklich interessante ist, ist dass die meisten auch andere Maschinen antreiben wollen, und dass unter diesem Vorbehalt ein durchdachtes, leichtes Vorderwagensystem wahrscheinlich besser und unterm Strich auch günstiger ist.
    Man muß aber auch realistisch sehen, dass man mit dem Bodenantrieb relativ schnell an Grenzen stößt, besonders wenn das Gelände dann auch noch ungünstig ist.
    Bin gespannt auf eure Meinungen.


    Teamster

    Hallo Rico,
    bei abgesägten Reifen hat man eine bessere (Schneid-) Kante, gerade bei losem Untergrund gleitet der Reifen nicht nur über den Untergrund sondern "schneidet" besser das Material ab und ebnet das Gelände besser.
    Teamster

    Hallo,
    die Reifen sollte man nicht auf der Lauffläche halbieren, das geht sehr schwer. Besser geht es wenn man neben der Lauffläche nur eine Seitenwand entfernt. Mehrere Reifen können mit großen Unterlagsscheiben zusammengeschraubt werden. Ein Hilfsrahmen (aus Holz oder Metall) oben drauf zur Stabilisierung ist von Vorteil. Sägen kann man mit Stichsäge oder Eletrofuchsschwanz, man sollte aber mehrere Sägeblätter kalkulieren, auch der Bohrer zum Verschrauben ist anschließend recht stumpf.
    Grüße Teamster

    Hallo Kira,
    im Fahrsportzubehör gibts Schnellverschlüsse mit einem Wirbel und einer Art Gürtelschnalle drann, mit denen Du diese Sträge an normale Ösen anspannen kannst.
    Grüße Teamster