Posts by Hans-Jörg

    Der Ober-Roßarzt von Huch, Breslau, schreibt 1889 in der Deutschen Verkehrs Zeitung (DVZ):


    „Es ist unerfindlich, wie man glauben kann, dass Pferde mit Lederlappen an den Augen nicht scheuen sollen; nur die Gutmütigkeit des Pferdes und der dauernde Gebrauch der Scheuklappen ermöglicht es, damit zu fahren. Nur in einem Falle würden sie das Scheuen verhindern, und zwar, wenn diese die Augen so einschließen würden, dass die Pferde künstlich blind gemacht wären. Dann wäre es aber wiederum unerklärlich, warum sich jeder Pferdebesitzer ängstlich hütet, ein blindes Pferd zu kaufen, ja sogar das blinde Pferde von jedem öffentlichen Fuhrwerk ausgeschlossen sind. Man ersieht hieraus, dass Scheuklappen nur der Putzsucht (Anmerkung: das Herausputzen, Verschönern) ihre Entstehung verdanken. Ein schlagender Beweis für die Schädlichkeit der Scheuklappen ist die Tatsache, dass bei Wagenpferden häufiger Augenkrankheiten vorkommen als bei Reitpferden. Die Scheuklappen auszurotten, wird zunächst nicht möglich sein, denn die Macht der Gewohnheit ist stärker als der beste Wille.“


    Quelle: Archiv für deutsche Postgeschichte, Heft 1/1987

    Hier möchte ich noch ein paar Bilder unserer Postkutschenreise anno 1900 nachreichen:


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    Morgens nach der Übernachtung wird das Gepäck verladen
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    Die Pferde werden vorbereitet und aufgeschirrt
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    Es wird angespannt. Gleich fahren wir los.
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    Das war eine richtig schöne Fahrt.
    Das passte einfach alles !


    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    .... Wer weis, ob wir das nicht wieder einmal brauchen!!!
    Selbst ich hole mir immer wieder Anregungen und Techniken aus dieser Zeit, obwohl ich eher "modern" auf meine Touren gehe.


    LG gerald


    ja wer weis, ob wir das noch brauchen werden. Ich fange dann bei der Deutschen Post AG als Landbriefträger mit meinen Pferden an ;)8o


    Hier noch ein Bild, welches auch am 3. Oktober bei einem kurzen Halt auf dem Hof guter Bekannter - die bieten Ferien auf dem Bauernhof an - entstanden ist.
    Da war gerade ein Familienfest im Gange und die Kinder haben da wohl zum ersten Mal in ihrem Leben eine echte Postkutsche gesehen.


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    Beste Grüße
    Hans-Jörg

    Wie lang waren die Strecken und wie lang habt
    ihr Pause gemacht?


    Danke für die schönen Bilder.


    LG
    Manuel


    Hallo Manuel,
    wir waren so ca. 25 Km am Tag unterwegs. Es ging ja auch nicht darum ein entferntes Ziel zu erreichen sondern, diese Art der historischen Reisen nachzuerleben.
    Die Pausen (eine je Tag) dauerten fast eine Stunde.
    Die Reisenden ließen sich dann in dem Gasthof entsprechend bewirten.
    Die Pferde hatte ich bei den Unterwegspausen ausgespannt. Für die beiden Rösser ab es Wasser und eingeweichte Heucobs.


    Hier noch ein Video, welches am 3. Oktober 2010 entstanden ist.
    Das Spielen des Posthornes übe ich seit Anfang diesen Jahres.
    Zu einer Konzertreife bin ich noch nicht gelangt :whistling: , aber um die wichtigsten Postsignale vom Bock aus ertönen zu lassen reicht es.



    Beste grüße
    Hans-Jörg

    Am Wochenende 9. und 10. Oktober stand die langgeplante Reise mit einer Living-History-Gruppe und meinem Omnibus-Postwagen auf dem Programm.
    Um die Wahl der Kleidung für meine Gäste zu erleichtern hatten wir uns auf das Jahr 1900 verständigt.
    Ohne Attribute an die Jetztzeit machten wir uns also auf, eine Fahrt wie anno 1900 zu erleben.
    Um es kurz zum machen, meine Fahrgäste waren begeistert.
    Die Bewirtung bei den Unterwegshalten bei einem Reiterhof (am Samstag) und bei einem Bauernhof-Cafè (am Sonntag) war bestens. Das Übernachtungsquartier für Menschen und Pferde war gut und preiswert. Das hervorragende Herbstwetter trug seinen Teil zum gelingen der Fahrt bei.


    Da ich selbst während der Fahrt nicht zum fotografieren gekommen bin, ist die Fotoausbeute nicht ganz so üppig.


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    Weidepflege


    Meine Pferde (3 Stück) haben dauernden Zugang zu einer Weide. Zur Zeit bekommen sie abends ca. 1 Meter der vorhandenen Breite der Wiese zur weiteren Beweidung dazu.
    Vor ca. 3-4 Wochen hatten wir hier im Münsterland sehr viel Regen, wo es auch bei mir in der Nachbarschaft Überflutungen gab.
    Die Weide die ich meinen Pferden zugeteilt hatte konnte das viele Wasser gar nicht so schnell schlucken, wie es von oben herunter kam. Ergebnis war, das die Grasnarbe von meinen "Dicken" sehr zertreten wurde.
    Heute hatte ich endlich die Gelegenheit genutzt, nachdem es schon drei Tage nicht mehr geregnet hatte :thumbsup: , den zertretenen Bereich mit meinem Rheinisch-Deutschen-Kaltblut vor der Reitplatz-Panierschleppe einzuebnen.
    Dann habe ich auf der Fläche eine Gräser-Nachsaat ausgebracht, nochmal abgeschleppt und mit E-Zaun abgesperrt.
    Mal sehen wie sich diese Fläche erholt.


    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Ab und zu möchte ich euch ja was von meinen Aktivitäten berichten.
    Und ... die Postkutschen fuhren früher auch bei jedem Wetter, da war das bischen Regen noch harmlos.
    Meine Rösser haben gut mitgemacht und waren abends auch etwas müde, aber am anderen Tag wieder richtig fit.


    Beste Grüße
    Hans-Jörg

    Fahrt zum "Tag des offenen Denkmals 2010"


    Eine Einladung des Fachwerkhofes „Pöpping“ in Rheine-Elte, an dem „Tag des offenen Denkmals“ (12.09.2010), welcher in diesem Jahr unter dem Motto „Reisen, Handel und Verkehr“ stand, mit einer Fahrt nach Elte teilzunehmen, war ein willkommener Anlass eine Tour zu planen.
    Also machten wir uns an besagten Sonntagmorgen auf den Weg ins ca. 20 Km entfernte Rheine-Elte. Zwar kündigte der Wetterdienst für die Nachmittags- und Abendstunden Regen an, was uns aber nicht abschreckte und die Mitnahme von Regenkleidung nötig machte.
    Mein Hutmacher nebst Frau aus Duisburg – von ihm stammt die exakte Replik meines Postillionshutes – begleiteten uns in historischer Kleidung und nahmen im Fahrgastraum des Postwagens Platz. Unter gelegentlichen Klängen meines Posthornes ging die Fahrt über Hembergen, Saerbeck, Emsdetten-Sinnigen bis nach Elte. Kurz vor dem Ziel setzte der angekündigte Regen ein.
    Nachdem der Hof Pöpping erreicht war, wurden die Pferde ausgespannt, gefüttert und auf eine Wiese gebracht. Dann kamen die örtlichen Pressevertreter zu ihren Fotos, und Informationen.
    Großes Aufsehen erregten wir in unserer historisch authentischen Kleidung und posierten für manches Erinnerungsbild. Im Gästelokal des Hofes wurden wir ausgezeichnet bewirtet und danach stand ich den zahlreichen Besuchern für ihre Fragen an meinem Postwagen zur Verfügung.
    Zwischendurch fing es stark zu regnen an, aber pünktlich zur Abfahrtszeit um 16 Uhr hörte der Regen auf und wir konnten die Pferde aufschirren und anspannen. Ich gab mehrmals das Hornsignal zum Einsteigen und der Hofbesitzer bließ noch ein Ständchen auf seinem Jagdhorn, bevor wir losfuhren.
    Im Naturschutzgebiet „Elter Sand“ kam uns dann noch eine Fuß-Wallfahrt entgegen, die aber zur Seite gingen um uns passieren zu lassen. Hinter Emsdetten-Sinnigen setzte Dauerregen ein, der uns bis Saerbeck treu bleiben sollte. Bevor wir gegen 19 Uhr auf die etwas stärker befahrene Straße nach Hembergen einbogen, entzündeten wir wegen des trüben Wetters die Kerzen in den vorderen Lampen und schalteten die roten LED-Lichter in der Rücklampe ein, um besser gesehen zu werden. Die letzten Kilometer der Fahrt führten wieder über einen ruhigen Nebenweg. Im Fahrgastraum des Postwagens sorgte eine Kerze in der Wandlampe für etwas Licht und in einer längeren Walddurchfahrt ließ ich nochmals das Horn erschallen …. Postkutschen-Romantik pur !
    Bald war der heimatliche Stall erreicht. Die Rösser erhielten ihr wohlverdientes Futter und wurden anschließend auf die Weide entlassen.
    Ein ereignisreicher Tag ging somit zu Ende.


    Hier ein kleiner Bilderbogen:


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    Der Hof Pöpping in Elte ist erreicht


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    Meine Fahrgäste mit mir als Postillion


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    Viele Fragen waren zu beantworten


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    Die Rückfahrt beginnt ... das Posthorn ruft zum Einsteigen


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    Und schon geht es los !


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    Weiter durch den Regen ...


    Ich hoffe der kleine Bericht hat euch gefallen.


    Beste Grüße
    Hans-Jörg

    Zufällig bin ich auf die Geschichte von Jonathan S. aus Weringerode im Harz gestoßen, der 2. August diesen Jahres ein durchgegangenens Pferdegespann gestoppt hat.
    Dem jungen Mann gebührt vollen Respekt für seine mutige Tat.


    Volksstimme-Wernigerode
    Erscheinungsdatum 03.08.2010


    Der 16-jährige Jonathan S. aus Wernigerode im Harzkreis ist seit dem Wochenende das Gesprächsthema in seiner Heimatstadt. In einer atemberaubenden Aktion bändigte er amoklaufende Pferde einer Kutsche. In der Volksstimme erzählt er die ganze Geschichte. Wernigerode. Jonathan befand sich am Sonnabend gegen 11.30 Uhr mit seiner Schwester und einer Cousine im Wernigeröder Ortsteil Nöschenrode. Plötzlich sahen sie ein aus Richtung Elbingerode kommendes, herrenloses Pferdegespann auf sich zurasen.
    "Aus Richtung der Kutsche hörte ich Hilferufe und ging davon aus, dass sich noch Menschen auf dem Gefährt befanden. Denen wollte ich helfen und fuhr auf meinem Fahrrad der Kutsche hinterher", berichtet der Schüler.
    Die Pferde waren inzwischen in die Bachstraße eingebogen. Autos fuhren schnell an den Straßenrand, Fußgänger brachten sich in Hauseingängen in Sicherheit. Nur Jonathan radelte der Kutsche hinterher.
    Was dann folgte, hätte Hollywood nicht besser inszenieren können. Jonathan erzählt: "Am Kutschbock war eine Metallstrebe verbogen, die ich zu fassen bekam. Dann schaffte ich es auch, einen Fuß auf die Leiter am Kutschbock zu setzen und zog mich vom Fahrrad auf den Fahrersitz rüber."
    Das Rad schleuderte er mit der linken Hand weg, während er festen Halt auf dem Bock suchte. Dann fand er die Zügel, stellte fest, dass die Handbremse angezogen war und versuchte, die Pferde zu bremsen. "Die Tiere reagierten kaum, aber ich hatte das Gefühl, dass sie ein wenig langsamer wurden", sagt der 16-Jährige, der zuvor noch nie ein Pferdefuhrwerk gelenkt hatte und zugab, Angst vor Pferden zu haben.
    In einem Kreisverkehr bogen die Pferde in Richtung Marktplatz ein, denn dort beginnt und endet ihre jeweilige Tour zum Wernigeröder Schloss. Die Tiere passierten die Kurve ohne Probleme, doch die Kutsche kollidierte mit einem Pkw, dessen Fahrer eigentlich vor einem Unfall ausweichen wollte.
    Jonathan erzählt: "Der Fahrer hat mich erst einmal angemeckert, weil ich wie ein Verrückter mit der Kutsche unterwegs war. Ich konnte ihn dann aber überzeugen, dass das gar nicht meine Kutsche war."
    Jonathan hielt die sich langsam wieder beruhigenden Pferde solange unter Kontrolle, bis ein Fachmann kam und ihm die Verantwortung abnahm. Erst danach wurde ihm der gesamte Ablauf deutlicher. Die von ihm wahrgenommenen Hilferufe kamen von Menschen, die beobachtet hatten, dass die herrenlose Kutsche in der Nöschenröder Straße die 70-jährige Radfahrerin Annemarie H. überrollt hatte. Mehrere Autofahrer kümmerten sich um die Schwerverletzte, die nach Angaben der Polizei in eine Spezialklinik nach Göttingen geflogen wurde.
    Ausgangspunkt des Unfalls und der weiteren Geschehnisse soll ein plötzliches Scheuen der Pferde gewesen sein. Nach unbestätigten Informationen soll die 68-jährige erfahrene Gespannführerin die Kutsche auf einem Waldweg angehalten haben, um Pferdekot einzusammeln. Vermutlich fiel in dieser Zeit ein Ast auf die Tiere, die dann durchdrehten. Die Kutscherin wurde von den scheuenden Tieren ebenfalls umgeworfen und verletzt.
    Der Eigentümer des Gespanns, Dieter L. aus Wernigerode, war gestern nicht zu einer Stellungnahme bereit. Mit dem Hinweis, dass er krank sei, beendete er eine entsprechende Volksstimme-Anfrage abrupt.


    Der Verkehrsunfalldienst des Wernigeröder Polizeikommissariats hat sich der Sache angenommen. Die Revierleitung will Jonathan am morgigen Mittwoch für sein mutiges Engagement auszeichnen.
    Einen Tag später beginnt für ihn der Schulalltag mit dem Start in die 10. Klasse.



    Volksstimme-Wernigerode
    Erscheinungsdatum 24.08.2010

    Den jüngsten Unfall mit einer Pferdekutsche in Wernigerode haben Bewohner und Geschäftsleute der Marktstraße zum Anlass genommen, Fuhrunternehmer zu kritisieren. Es geht ihnen nicht darum, die Vierbeiner samt Gespanne aus der Stadt zu verbannen, heißt es. Vielmehr um die Gesundheit der Pferde und Sauberkeit auf dem Kutschen-Parkplatz in der Innenstadt.
    Wernigerode. Pferdekutschen gehören zur Stadt wie die bunten Fachwerkhäuser, die vielen Gassen und Geschäfte sowie Bimmelbahnen. "All‘ dies macht Wernigerode so lebenswert und erfreut die Gäste", sind sich Bewohner und Gewerbetreibende der Marktstraße einig. Sie haben aber mit Pferdegespannen dennoch "ein riesiges Problem".
    Den jüngsten Unfall am 31. Juli in Nöschenrode, bei dem zwei Pferde durchgegangen sind und eine Rentnerin von der Kutsche überfahren wurde, habe sie veranlasst, sich mit einem Brief an die Stadtverwaltung und Tierschützer zu wenden. Darin berichten sie über ihre Sorgen und bitten um Unterstützung.
    Im Volksstimme-Gespräch schilderten einige der über 60 Unterzeichner des Schreibens, das der Redaktion samt Liste vorliegt, was ihnen besonders am Herzen liegt. Voraus schickten sie, dass sie Pferde und Kutschen nicht aus der Stadt verbannen und auch nicht alle Fuhrunternehmen über einen Kamm scheren wollen: "Es gibt Kutscher, die ihre Pferde ordentlich halten und maßvoll belasten. Diese Vierbeiner erwecken auch den Eindruck, dass es ihnen gut geht."
    Probleme hätten sie vor allem damit, wenn Pferde bei Temperaturen von mehr als 30 Grad im Schatten stundenlang in der prallen Sonne stehen und auf Fahrgäste warten müssen, "ohne, dass jemand ihnen Wasser gibt". Nicht mit ansehen könnten sie auch, wenn Pferde bei der Hitze mit hängenden Köpfen und Schaum vor dem Maul eine vollbesetzte Kutsche zum Schloss hochziehen. Ebenso traurig sei anzusehen, wenn im Winter die Tiere bei Glatteis auf dem Pflaster unter der Last ausrutschten.
    In dem Brief wird außerdem in Frage gestellt, ob die sogenannte Kutschen-Haltestelle im Bereich Marktstraße/Teichdamm der richtige Platz sei: "Der ewige Gestank rings um den Oberpfarrkirchhof vertreibt anliegenden Gastronomen die Gäste."
    Diese und weitere "unschöne Erlebnisse" schildern die Unterzeichner, zu denen auch eine Reihe von Touristen gehören, in dem Brief, mit der Absicht, dass sich "endlich Verantwortliche finden, die nicht wegschauen, sondern eingreifen". Denn immer wieder würden sich Gäste über die Haltung von Pferden empören.
    "Gestank vertreibt Gastronomen die Gäste"
    Zu den Verantwortlichen gehört im Wernigeröder Rathaus Gerald Fröhlich. Ihm seien die Sorgen der Marktstraßen-Anlieger "schon zu Ohren gekommen", sagte der Leiter des Ordnungsamtes auf Nachfrage. Gleichzeitig versicherte er, die Probleme ernstzunehmen und "alle Kutschfahrten-Anbieter an einen Tisch zu holen".
    Einer der vier Betreiber, die in Wernigerode mit "Ross und Reiter" unterwegs sind, ist Frank Linde. Für die "Aufregungen der Leute" habe er kein Verständnis, sagte er gegenüber der Volksstimme. "Es wird meist pauschal gemeckert." Sein Unternehmen führe im Sommer immer Trinkwasser für die Tiere mit. Auch gönne er seinen zehn Pferden regelmäßig einen Ruhetag. Frank Linde: "Ihnen geht‘s besser als mir. Ich habe eine Sieben-Tage-Woche." Dass Pferde mal "durchgehen", sei "leider normal". Zum jüngsten Unfall wolle er nichts sagen, nur: "Es waren nicht meine Pferde."

    Ähhh ... wie sehen diese Boviste denn aus ?
    Wenn das so weiße runde Dinger sind halb so groß wie ein Fußball, dann steht so was bei mir auf einer Wiese.
    Bisher habe ich die ausgerissen und über den Zaun in den nächsten Graben geworfen.
    Diese Dinger kann man essen ?
    :wacko:


    Was es alles so gibt !


    Gruß
    Hans-Jörg

    Hallo!


    Ich habe heute einmal die Fotokamera mit zum Stall genommen, um Bilder von meinem Tilbury-/Schnellverschuß für euch zu machen.


    Mein Noriker ist vor der Tonne startklar.


    [Blocked Image: http://s5.directupload.net/images/user/100822/y4bqx9d8.jpg]


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    [Blocked Image: http://s1.directupload.net/images/user/100822/evx6dslm.jpg]


    So sehen die aus ! Nichts besonderes eigentlich, oder ?


    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Also, ich verwende die Tilbury-Verschlusse auch an meinem Selett für den Einachser und bin damit bestens zufrieden.
    Meine Verschlüsse umschließen die Anzen auch recht eng, aber mann immer noch bei der Fahrt beobachten, ob sie nach oben oder unten drücken.


    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Hallo !
    Gestern war es soweit, endlich konnte ich meine Tonne wieder anspannen.
    Wie so oft fahre ich dann alleine mit meinem Noriker los.
    Vorher habe ich aber noch ein paar Bilder von ihr gemacht.


    Die neuen Räder


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    Bild



    Beste Grüße
    Hans-Jörg

    Hallo !
    Anfang April ist mir bei einer Fahrt mit meinem Noriker das altersschwache Radgummi - vielleicht noch die ersten Radgummis von 1900 - zum Teil abgesprungen. Die schon länger angedachte Erneuerung war fällig.
    Da die Substanz der Räder auch nicht mehr die beste war (alter Holzwurmbefall), habe ich neue Räder anfertigen lassen.
    Fast in meiner Nachbarschaft fertigt ein noch junger Stellmacher im Nebenjob neue Kutschräder.
    Hier der Link zum Stellmacher: Klick hier und dann weiter klicken auf Stellmacherei.
    Die Räder sind hervorragend geworden und befinden sich jetzt in meiner Werkstatt zur weiteren Bearbeitung (Schleifen, färben, Lack usw.). Vier Monate ist die Tonne somit nicht mehr gelaufen.


    Jetzt geht es wieder an den Zusammenbau des Wagens.


    Leider ist mir der Hersteller meiner Tonne/Governess-Cart noch unbekannt.
    Die Achswellen tragen das Firmenzeichen der Bergischen Patentachsenfabrik Wiehl (BPW), jedoch ohne Fertigungsnummern und dürften um 1900 gefertigt worden sein, da diese Firma 1898 gegründet worden ist.


    Ein der Ölkappen der Tonne besitzt eine Signatur.
    Die Gravur lautet: Hub. (Hubert ?) Scheeren Düren No


    [Blocked Image: http://s3.directupload.net/images/user/100727/maan24s5.jpg]


    Hat hier schon jemand etwas von diesem Hersteller gehört ?
    Irgendwie kommt mir die Schrift auch recht modern vor.
    Vielleicht war das die Werkstatt, die dem Wagen die rote 50er-Jahre Kunstlederpolsterung verpasst hat.


    Über einen Hinweis zu der Ölkappengravur würde ich mich freuen.


    Beste Grüße
    Hans-Jörg

    Hallo Hasi !
    Ihr seht echt gut aus, auf eurer Victoria :)
    Wichtig bei einer Hochzeit ist auch, das die Braut gut zur Geltung kommt.
    Das mit dem Zylinder ist schon in Ordnung.
    Bis in die 1950er Jahre wurde zu festlichen Anlässen in unserer Region zum dunkeln Anzug oft ein schwarzer Zylinder getragen, zumindest ist das auf alten Fotos so zu sehen.
    Deinem Beifahrer noch einen dunkelen Anzug verpasst und die Sache ist perfekt.



    Viele Grüße
    Hans-Jörg

    Hallo Gerald,
    bestimmt ist mein Tourangebot zu weit für dich entfernt, aber vielleicht für andere hier aus dem Forum von Interesse.
    Ich plane eine private Mehrtagestour vom 10. bis zum 12. September 2010 mit meinem historischen Postwagen ins Tecklenburger Land.
    Am Freitag dem 10.Sptember ist geplant, nachmittags von meinem Stall in Greven-Reckenfeld aus zu starten. Über den Ort Saerbeck werden wir unser Übernachtungsquartier im Außenbereich von Brochterbeck ansteuern.
    Am Samstag (11.09.) ist eine Rundfahrt zwischen Brochterbeck und Tecklenburg angedacht und am Sonntag (12.09.) machen wir uns dann auf den Rückweg nach Greven-Reckenfeld.


    Bei Mehrtagesfahrten fehlt aber oft der/die Beifahrer/in, die/der bei der ganzen Tour mit dabei ist und zumindest beim An- und Abspannen der Pferde hilft.
    Auch wenn einige jetzt schmunzeln sollten, eine gewisse Sportlichkeit wäre auch hilfreich. Denn der Kutschbock an meinem hist. Postwagen liegt schon etwas höher als bei einer heute so üblichen Kutsche und setzt etwas Geschicklichkeit beim „entern“ voraus.


    [Blocked Image: http://s1.directupload.net/images/user/100501/9czch2zo.jpg]


    Wer also einmal eine Fahrt auf einem historischen Postwagen miterleben möchte, der melde sich.


    Viele Grüße :-]
    Hans-Jörg