Posts by reitwax

    Die in Büchel lagernden US-Atombomben sollen, im Rahmen der "Atomaren Teihabe", von Bombern der BRD abgeworfen werden. Natürlich nur in einem "Notfall" über den aktuell der überaus vertrauenswürdige Herr Trumb entscheidet....

    Die überalterten Massenmord-Lagerbestände in Büchel sollen in den Nächsten Jahren durch "verbesserte" Bomben, die in USA bereits getestet ausgetauscht werden.

    Die amtierende deutsche Kriegsministerin möchte derzeit die atomare deutsche Bomberflotte (momentan gottseidank ebensso funktionsuntüchtig wie die Gorch Fock) gegen Spitzenprodukte aus US-Herstellung austauschen......

    Ein überschaubares Häuflein bewegter Pazifisten kümmert sich seit vielen Jahren um die die Vermeidung des absehbaren, zukünftigen Massenmordes.

    Eine Freundinn hat noch eine noble Gig von Mayer für 800 Euronen zu verhökern. Das Teil ist sehr gut in Schuß - wenig gefahren. Wurde von einem Isländer bewegt.

    @ Ardennerin

    Niemand kann diese Unterscheidung zunächst schlüssig treffen - sie kann sich immer nur aus dem spannenden Feld von 'Versuch & Irrtum' ergeben. Sobald du glaubst zu wissen, liegst du oft blitzschnell daneben. Was in diesen dicken Schädeln gerade vorgeht, erschließt sich immer nur aus den erwünschten (oder eben unerwünschten...) Reaktionen des Tieres.

    Gegenseitiges Vertrauen aufbauen ist die Wurzel jeder Zusammenarbeit. Deinen persönlichen Irrtum musst du dabei billigend einkalkulieren, sonst lässt du es besser. Es existiert keine verbindliche 'Bedienungsanleitung' für Pferd, weil kein Individuum vorhersehbar reagiert........

    Erfahrungswerte können hilfreich sein, aber auch einschläfern. Ein wenig "Bescheid" weist du immer erst, wenn du heil und ohne offene Brüche wieder zu Hause angekommen bist.


    Ein kleines Beispiel, das dass Leben schrieb:

    Eine spätberufene Haflingerin (14-jährig) wurde mir zusammen mit einem gleichaltrigen Wallach zur Ausbildung angeliefert. Die Stute gedachte die klaglosen Jahre ihres unbeschadeten Weideaufenthaltes fortzusetzen und war ein faules (lethargisches) Tier. Der Wallach hatte Freude an der Bewegung und an der Arbeit vor der Kutsche.

    Nach ausgiebiger Vorbereitung an der Doppellonge wurden beide zunächst neben einen "Lehrmeister" gespannt. Der Wallach lief klaglos im Rahmen seiner Vorbereitung, die Stute erübte den Generalstreik. sie lies sich (aber erst nach der Anweisung zum antreten.....) einfach fallen.

    Frage bitte nicht, wie ich das Tier wieder auf die Beine bekam - die pure Tierliebe war es jedenfalls nicht.

    Beim zweiten Anspannen neben dem "Lehrmeister" setzte sich die Stute (wieder erst nach der Anweisung zum antreten...) "nur noch" auf das bräsige Popöchen und war dann einsichtiger in die Notwendigkeiten des 'Vorwärts'. Sie entwickelte sich, war aber immer gern bereit sich der Vorwärtsbewegung zu entziehen.

    Als beide dann erstmals zusammen vor dem Wagen waren, war auch der stolze (unbegnadete) Besitzer zugegen. Ich war siegesgewiss, litt dann aber zu Beginn der Fahrt darunter, das der Wallach immer 'greller' wurde weil er die Stute mitzerren musste. Als ich sie dann endlich in einem halbwegs gemeinsamen Trab hatte, war ich ziemlich froh und baute dieses Ergebnis in der höheren Gangart aus....

    Das erwies sich als dumm, weil ich die beiden - vor einer langen Gefällestrecke mit engen Serpentinen - nicht wieder zurück in den Trab bekam: zusammen genossen beide erstmals im Leben ihre Lauffreude vor einem Karren......Panik war da nicht!

    Im letzten Moment (vor der Gefällestrecke) bog ich scharf links ab, in einen ansteigenden Weg. Blöd nur, das dabei der Wagen umfiel und der beifahrende Besitzer der Tiere anschließend kopfüber (aber bis auf ein paar kleine Schrammen unverletzt!) in einer Fichte steckte. Das die Deichsel nicht mehr gaaanz gerade war, hinderte uns nicht an der rfolgreichen Rückkehr zum Stall........

    Mißerfolg macht bescheiden?

    Stute und Wallach liefen fortan, jedenfalls bei mir, klaglos und nun beide mit ausreichendem Vorwärtsdrang........

    Die Unterscheidung zwischen dem Pferd das ((noch!) nicht verstanden hat und dem Pferd das sich widersetzt, ist eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen von Pferdeausbildung.

    Unser Ziel ist das freudig und entspannt mitarbeitende Pferd das sich nicht etwa (widerwillig) unterwirft, sondern sich als vollwertiger Teil einer Arbeitsgemeinschaft begreift?

    Dann muss ich also, gerade zu Beginn der Ausbildung, den Spaß an der Zusammenarbeit wecken - ohne Renitenzen zu produzieren. Weil aber jedes Pferd seine speziellen Anlagen und Vorerfahrungen mitbringt, komme ich ohne die Korrekte Unterscheidung zwischen Unsicherheit & Widersetzlichkeit niemals zu befriedigender Zusammenarbeit.

    Jede schematische Vorgehensweis ist in der Grundausbildung fehl am Platz: Einfühlungsvermögen in das was Pferd mitbringt ist gefragt.

    Dabei reicht das Spektrum der mitgebrachten pferdischen Grundausstattung von Lethargie bis zu übermäßiger Leistungsbereitschaft.

    Bltzschnell kann ich da Geister wecken, die ich nie rufen wollte.

    Der Weg vom verunsicherten, überforderten Pferd zum wehrhaften "Schläger oder "Durchgänger" kann ein sehr kurzer sein.

    Was sie nie lernen sollten, begreifen sie eben am Schnellsten........

    Jede "Korrektur" solcher Pferde ist heikler und arbeitsaufwendiger, als ein von vornherein dem Pferd angemessenes (emphatisches) Vorgehen. Eine hinreichende Anzahl von (überlebten) Mißerfolgen bringt jeden Ausbilder, früher oder später, zu dieser Sichtweise?

    "Dazulernen hört erst dan auf, wenn alle Finger gleichlang sind", so drückt es eine fahrerische Lichtgestalt prägnant aus.

    Ein ähnlich lethargisch gebuchtes Kaltblut trieb mich einmal fast in den Wahnsinn, weil es (zweispännig und im Kundenauftrag) vor der Kutsche einfach nicht zu motivieren war. Erschwerend kam hinzu, das sein Partner übermäßig leistungsbereit war und regelmäßig begann diesen Bremsklops abzuschleppen - ich war diesem Geschehen hilflos ausgeliefert. Erst geduldiges Anspannen vor Bäumen brachte das Tier dazu seine Fähigkeiten zu entdecken. Die Waldarbeit weckte sein Interesse - vor der Kutsche war er zu entspannt, konntest du ihn vergessen.

    Einem überaus blütigem Trabergespann (ebenfalls eine Auftragsarbeit) hatte zuvor ein Feigling (beim ersten Anspannen) die Herumsteherei vor der Kutsche in einem frisch gepflügten beigebracht. Als ich denen ein Kaltblut vorspannte, stemmten die sich zunächst sogar gegen die Fahrtrichtung, bis sie endlich mitliefen. Kaum sollten sie ohne Vorspann laufen, standen die dann wieder.

    Da ist Geduld gefragt......., wenn dein Kunde die und genug Geld nicht hat, benötigt er ein anderes Pferd.

    Hallo Luz, ja wir trafen uns in Metterich - die Welt ist gelegentlich recht klein.

    Die Adapter sind leider nicht in meinem Fundus. Musst du mit einer Schieblehre ausmessen und dir aus Vollmaterial abdrehen lassen.

    Ein guter Freund fährt das selbe Ding zweispännig mit Haflingern. Ich werde nachfragen, ob es bei ihm eine überzählige Schere dazu gibt.

    Du bekommst noch Bescheid.

    LG, Werner

    Die "Cross" war das brauchbarste Model von Warco. Die Bremsklötze könnten auch die vom Fiat Ciquecento sein - aber darauf schwören kann ich leider nicht mehr. Einige Schnapper von den Schnellverbindern für Ortscheite und Deichsel habe ich noch irgendwo gebunkert....

    Sollte das vordere Deichselrohr noch das dünnwandige Alurohr sein, empfehle ich die Verstärkung durch ein hineinpassendes Stahlrohr. Die Dinger waren weich wie Butter.

    Weder bayrische, noch bundesdeutsche Agrarministerinnen besitzen diesen Job wegen irgendwelcher Nachweise von Sachkompetenzen.

    Der parteilichen Funktionärin ist, wie auch ihrem männlichen Gspusi, keinerlei verwegene Vorspiegelung von Sachverstand zuwider.......

    Das "fleißige Pferd" (das Rechte in diesem Fall) wird auf der gegenüber liegenden Leine (also der Linken) um 2 Loch zurückgeschnallt. Damit die Anzahl der freien Löcher (der Grundschnallung) erhalten bleibt, wird die Rechte Kreuzschnalle um 2 Loch nach vorn geschnallt.

    So befindet sich das Gebiss des linken Pferdes (theoretisch) um 8 cm vor dem des rechten Pferdes - praktisch wird das genau dann passieren, wenn diesem linken Pferd nun mittels Peitsche seine angestrebte Position gewiesen wird.

    (Die Stränge sollten bei beiden Pferden gleichlang sein - alles andere zerstört den dem zugrunde liegenden Gedanken von Achenbach!)


    Viel Glück - manchmal klappt das sogar.

    Beide Pferde sollten den Band V gelesen haben!!!


    Für den Vierspänner gilt das ebenfalls - Voraussetzung ist jeweils das Herantreiben an das Gebiss des faulen Pferdes. Das Fleissige steht um die besagten 2 Loch (8 cm) früher am Gebiss und wird somit gleichzeitig zurück gehalten.

    Ich möchte mich meinem Vorkommentator anschließen. Zusätzlich: eine Funktion des Hintergeschirres erschließt sich mir, bei allen vorstellbaren Ausprägungen der Rücketätigkeit, nicht im Mindesten.
    Speziell der schmale Rappe wird, durch diese viel zu tief verschschnallte, Unnötigkeit nur behindert.
    Die vorgestellten Rückegerätschaften sind ein feines, aber seit vielen Generationen bekanntes, Werkzeug.
    Die damit vorgeführten, gerückten Knüppelchen aber offensichtlich nur dem geneigten Freizeitpublikum gegönnt, sie sind keine vorweisbare Leistung angesichts der eingesetzten Pferde.

    Warum sollte gerade der Preis für Kaltblüter ein Kostendeckender sein?
    Lebt da jemand in einem Tunnelsystem, oder auf der Insel der Ahnungslosen?


    Der Traum von einem "gerechten Lohn", oder gar kostendeckender Pferdeaufzucht ist eine der kapitalistischen Illusionen.


    "Mit Pferden kann Mensch schnell ein kleines Vermögen machen,
    allerdings muss er vorher ein großes besessen haben."


    Angesichts der weltfremden Vorkommentare, allein der textlichen Fragestellung, frage ich mich, wie "Pferd" sich von derartigen, selbstdarstellenden Illusionisten" über die Straße helfen lassen sollte".


    Ich hoffe da Niemandem seine "Himmelwelt" vollzupinkeln......

    Aber hallo,


    prinzipiell (mit den richtigen Pferden) kein Problem. Im vorigen Jahr hatte ich einen Fahrschüler dem ein Arm komplet fehlte.
    Mit passend eingestellter Klammer auf der Leine und ausreichender Übung am Fahrlehrgerät ging das recht gut. Mit 2 Pferden von 170 Stockmaß und so lange er kein zu hohes Grundtempo wählte.
    Ab dem starken Trab fehlte einfach die Kraft zur Rückführung.
    Das größte Problem waren anfangs seine Versuche mit halsbrecherischen Norgriffen (und dem verbliebenen Armstumpf) zu agieren. Dabei drohten ihm dann regelmäßig die Leinen zu entkommen.
    Er hat seine Abzeichenprüfung, mit der Auflage nur in Begleitung eines Abzeichenbesitzers zu fahren, bestanden.
    Und er hat begriffen wie und mit welchen Pferden es geht.
    Sein Risiken sind deutlich größere als die der anderen, er muß noch besser auf die Einhaltung seiner üersönlichen Grenzen / Fähigkeiten achten.
    Angst vor dem Leben, Angst vor dem Tod...reicht nur für ein Leben als blöder Idiot.
    Viel Spaß

    Klaro sollte das Ding mindestens so lang sei, das du beim Pferd an die richtige Stelle (knapp hinter dem Kammdeckel oder Selett) ankommst.
    Mit dem ausgestreckten Arm und ohne dich vorbeugen zu müssen!
    Aber auch nicht so lang, das es dich behindert!

    Hallo,
    wie die anderen schon anmerkten ist das Exem das größere Problem!
    Ein gesundes Pferd frisst genauso viel und verursacht keine Behandlungskosten.
    Zum Ausbildungsstand des Pferdes: lass es dir doch vorfahren!
    Wenn allerdings die gemachten Angaben stimmen (?) kannst du möglicherweise eines der heute fast ausgestorbenen Exemplare mit eingebautem Sprachmodul günstig hökern.
    Zusätzlich zum Sprachmodul noch die Achenbach Platine einschieben ist bei wahrheitsgemäßen Angaben eher ein Vergnügen.
    In Belgien werde viele Pferde bis heute mit dem Stoßzügel (Zuppelleine) gefahren. Das funktioniert auch vor dem Wagen (hat natürlich viel mit Ausbildung und letztlich mit Vertrauen zu tun).
    Ich hatte schon das Vernügen, mit rossigen Stuten (und nur Achenbach im Kopf) zwischen per Zuppelleine angespannten Hengstgespannen zu stehen: die Jungs guckten nicht techts und nicht links. Mir war das unheimlich, aber seit dieser Gelegenheit ist mir klar, das es mehr als unsren vielgepriesenen Guru gibt.
    Eine von meinen damals rossigen Stuten war im übrigen, bis sie zu mir kam auch nur mit der (im Wald duraus vorteilhaften) Zuppelleine gefahren. Ansatzlos hatte sie die Umstellung zu Achenbach und Kreuzleine, vor dem Wagen, bewältigt.
    Dafür bescherte sie mir im Wald (mit der deutschen Ackerleine) nur Ärger: so lange, bis ich sie einmal pur mit der Stimme ausprobierte!
    Von da an war es das pure Vergnügen sie mit ha und hutz und oh und jü auch durch Steilhänge zu dirigieren: ich hatte immer die Hände für wichtige Verrichtungen frei.
    Allerdings entwickelte sie, alle paar Wochen einmal, recht eigenständige Vorstellungen zu Pausen und zum Feierabend.
    Da halfen dann jeweils nur einige Stunden Arbeit in der Ackerleine, um ihr auf den rechten Weg zurück zu helfen.
    Als sie sich das erste mal, mit nem Bund Stangen dran und vor Arbeitsende in den LKW verpisste - musste ich ihr aber leider (in meiner Wut, sie hatte mich in einer vehementen Wendung mit den Stangen fast umgenietet) Scharten in die Oberlippe beißen. Hatte gerade nichts anderes zur Hand als meine Zähne.
    Niemand ist halt perfekt: die Perfektion kann man nur anstreben. Sie hat es mir auch nicht weiter übel genommen und fand das noch nicht mal allzu ungerecht.
    Die erwähnte Dame litt unter einer wirklich ekligen, schrecklich vernarbten und nicht weg zu bringenden Mauke. Vor allem im Sommer auch ein ständiger Pflegefall.
    Werner