Posts by souris

    auf der FB-Seite "Sieltec - User" ist genau so ein Gespann als Titelbild abgebildet. Man kann da Geschirre mieten, bis man weiss, dass es geht (das optische ist ja zweitrangig... ;))

    Das Gangwerk müsste aber schon einigermassen übereinstimmen, der Kleine müsste ohne Anstrengung mithalten können.

    nett - aber hat nix mehr mit Fahren zu tun ...

    das hat SEHR viel mit Fahren zu tun... nämlich mit Vertrauen in die Kooperationsbereitschaft des Pferdes (und nebenbei bin ich ganz ein bisschen stolz darauf, dass das "meine" Rasse ist...<3, meine Tiere wären da nämlich auch problemlos dabei).


    Was sonst ist Fahren (oder jede Arbeit im Geschirr), wenn nicht der Prüfstein gegenseitigen Vertrauens?)

    Erst mal im Auslauf, Platz oder Halle das Führen üben. Führkette einschnallen. Besorge dir von Linda Tellington-Johnes:"Die Tellington-Methode - So erzieht man sein Pferd."

    das ist auch heute noch ein sehr wertvolles Buch. Damit, und nur damit, habe ich mich mit dem intelligentesten Pferd, das ich je hatte, zusammengefunden, ein Shetty im Grossformat.

    Habe heute einen Anruf bekommen: ein Bekannter von mir will seine Kavallerie-Sammlung (der Schweizer Armee) auflösen. Die reicht von Ordonnanz- und Offizierssätteln, über vollständige Train- und Artilleriegeschirre (eines davon inkl. zugehörigem Sattel) bis zu einem Trainkarren, plus viele kleine Zubehörteile aus diversen Zeiträumen, aber auch original-Reglemente. Wir wollen gelegentlich ein Inventar machen; falls jemand Interesse hat, kann ich die Adresse gerne weitergeben.

    sehe ich auch so.

    ich verstehe wenig vom Fahren, aber doch ein bisschen was von Pferden... hier würde ich das einfahren zurückstellen, und erst mal an der Grundausbildung arbeiten. Es ist ja schön, dass viele Dicke mit wenig Ausbildung funktionieren, aber wenn nicht, muss man sich halt die Zeit dafür nehmen. Dafür ist IMO das Parelli-System ideal; es setzt bei der Grunderziehung und der Motivation an - und ein gut erzogenes Pferd ist auch vom Bock aus auf Distanz zu "führen".


    Also: nicht Longenarbeit, sondern am langen Strick; und für jede Übung (vorwärts, rückwärts, seitwärts etc.) das 4-Stufen-System anwenden. Kurz zusammengefasst: zuerst ein leichtes Zeichen geben (Stimme oder Handzeichen), 3 sec. Zeit zum reagieren geben. Dann etwas deutlicher werden (leicht touchieren oder mit der Gerte schwirren) , wieder Zeit geben. Dann ein deutliches Zeichen (Gertenhilfe) geben, wieder 3sec. warten. Dann unmissverständlich werden (irgendwie eine Reaktion erzielen, z.B. wenigstens einen Huf zu heben, egal in welche Richtung), wieder warten. Wenn dann nichts gegangen ist, wieder bei Stufe 1 anfangen, und wieder 1-4 steigern, und wieder 1-4, bis das Pferd reagiert. SOBALD eine Reaktion kommt , sofort Druck wegnehmen, loben, und für den Moment aufhören (ok, PP lobt nicht, aber ich find's nicht falsch. Er gibt auch 2sec. Wartezeit vor, aber die Kalten haben einfach eine längere Reaktionszeit).


    Das Problem ist, dass manche Pferde bei Stress vollständig blockieren und erstarren, und die danach folgende Reaktion auf einen starken Reiz dann gefährlich sein kann. Ich kenne das zwar eher von den Blutpferden, aber wie mancher Dicke ist innerlich hochsensibel und kann vor Angst sterben, obwohl man ihm äusserlich gar nichts ansieht... also muss man ihm die Möglichkeit geben, feine Zeichen ZU VERSTEHEN, damit man gar nie gröber werden muss. Und wenn nicht mehr jede Hilfe wie eine Strafe ankommt, läuft das Pferd auch lieber.

    kaidan, wenn es unter Cortison abgeheilt ist, würde ich auch an eine Vasculitis denken (das wäre dann auch die richtige Behandlung gewesen). Das ist eine vermutlich durch das Sonnenlicht ausgelöste Entzündung der Hautgefässe bei weissem Fell. Es kommt gehäuft vor, wenn auf der Weide oder im Heu viele Gelbblüher sind. Falls bei dir die Verteilung stimmt (nur an den weissen Füssen), könnte man mit leichten Strumpfbandagen auf der Weide vorbeugen (nur an den weissen Füssen), versuch das doch mal? Aber du hast recht, bei diesem Krankheitsbild würden Seifenlaugen erst recht reizen.

    Ivermectin hilft nach meiner Erfahrung nur, wenn es gespritzt wird, Wurmkur oral reicht nicht aus; und nur, wenn die Krusten nicht zu dick sind. Es muss 2x im Abstand von 10 Tagen (nicht länger!) angewendet werden, manchmal auch noch ein drittes Mal. Es reizt, und es ist (jedenfalls bei uns) zur Injektion nicht für Pferde zugelassen, d.h. das Anwendungsrisiko liegt beim Pferdebesitzer. Daher wende ich es beim Pferd erst an, wenn äussere (gegen Milben gerichtete) Behandlungen keinen Erfolg bringen.

    Und Cortison bei Milben gilt als Kunstfehler, da es denen durch die Dämpfung der Abwehrmechanismen (Entzündung, Schwellung) ein gemachtes Bett bereitet.

    Ferndiagnose: Fussräude. Typisch dafür ist der Juckreiz, und die borkig verdickte, schuppende Haut. Wenn der TA wegen sowas noch kommen darf (wir dürfen nur noch Fälle annehmen, die man nicht aufschieben kann), wird er dir etwas gegen Milben geben, vermutlich eine Waschlösung. Du kannst versuchen, die Beine so zu behandeln; aber du kommst schneller und zuverlässiger zum Ziel, wenn du den Behang abrasierst - da musst du wissen, was dir das Aussehen wert ist (die Federn wachsen spätestens beim nächsten Fellwechsel wieder voll nach). Die Haut braucht dann intensive Pflege, damit sich die Krusten im Verlauf der Heilung ablösen können..

    Behandeln muss man aber unbedingt; lässt man es zu lange schlittern, können die Borken so dick werden, dass es unheilbar wird, abgesehen davon, dass sich das Pferd wegen dem Juckreiz auch Verletzungen zufügen kann.

    ich kann auch nur eine einzelne Beobachtung beisteuern: ist das nicht eine Frage der Routine? ich habe bei meinen beiden schon recht früh (2. Mal am Wagen) Gefälle eingebaut und weitgehend mitgebremst, so dass sie nur wenig Gewicht zu halten hatten. Ich hatte den Eindruck, die erfahrene Alte hat ihnen gezeigt, was man tun muss, so dass es beide sofort begriffen haben. Mit den beiden "Grünen" zusammen hatte ich eine Phase, wo die Fleissigere fröhlich wegzog, was die Ruhigere gebremst hat - schliesslich hat man ja gelernt, dass man bei mehr Last auch mehr ziehen muss. Ich habe dann den Wagen vorsichtig aufrollen lassen und den ruhigeren Fuchs vorgeschickt, bis auch die Braune die Notwendigkeit des Bremsens einsah, und nun arbeiten die beiden gut zusammen.

    Hackfleisch ist auch ein gesuchter Artikel.

    ich kämpfe grade mit einer Portion kanadischem Rindshack-Jerky...:-] (von einem Bullen, der sich im letzten Schneewinter, also 18/19, das Bein gebrochen hat). Hat sich sehr gut gehalten!

    dann wissen wir ja, wo wir Care-Pakete bestellen können... :-]

    inzwischen werde ich schon mal ein paar Eier anbrüten und Krtoffeln ins Warme legen (hoffe, die sind nicht bestrahlt und keimen noch...:wacko:

    Mir hat es den Zaun zusammengelegt (eine Weide vom Wald nebenan), sonst alles gut (die Pferde sind nur im Auslauf und stundenweise auf einer kleinen Matschweide)

    da es sich um tote Hufe handelt, ist das nichts Gutes... auf Bild 2 kann man erkennen, dass es ein Spiralhuf ist

    Der Zwei-Stunden-Takt wird ja auch für's Wanderreiten empfohlen. Bei meinen Arabern war das immer kontraproduktiv. Sie hane weder getrunken, noch geruht. Nach 4 Stunden hingegen gab es harmonische Pausen mit Futter- u. Wasseraufnahme und Ruhephase. Sicher auch unterschiedlich.

    allerdings... meine fordern ihre Pause hörbar ein, wenn es mehr als zwei Stunden sind...:]

    (wie heisst das Geräusch ini deutsch? bei uns ist das "rüchele", dieses Begrüssungsbrummeln)

    falls du einen Maier suchst: ich hätte da noch sowas... (AG West). Der Esel hat 105cm (=sehr gut ausbalanciert mit 1 Person; Sitz ist hier hinten, kann verschoben werden), die Gig ca. 60-65kg (das weiss ich jetzt nicht mehr auf's kg genau), Pneubremse, Zustand gut bis sehr gut




    Heute sind ja 8 Std. gesetzlich erlaubte Höchstdauer (jedenfalls in der Schweiz; in der EU gilt dies meines ungenauen "Wissens" nach nur für Schlachttiere). Wir sind früher aber auch länger gefahren.


    Mein prägendes Erlebnis: Transport von Sportpferden im Sommer von Wien nach Aachen. Entgegen der klaren Weisung von unserem Chef hielt der Chauffeur nicht alle 2h an, damit wir die Pferde tränken konnten, sondern nur, wenn ihn seine Blase drückte; und insgesamt durften wir ein einziges Mal Wasser holen (wir waren mehr als 20h unterwegs). Fazit: von den 7 Equipenpferden kamen 5 mit Fieber an; nur 2 konnten das Turnier wie vorgesehen beginnen, und wie die Leistung der Equipe war, muss man wohl nicht erwähnen.


    Das war aber die grosse Ausnahme. Wenn "unser" eigener Chauffeur die Pferde fuhr, hatten wir gar nie ein Problem, egal ob es nach Göteborg, nach Marseille oder nach Rom ging (alles ohne unterwegs auszuladen). Ich halte mich heute noch an die Spielregeln: egal, welche Jahreszeit und wie das Wetter ist, alle 2h wird angehalten und Wasser angeboten. Meistens trinken sie gar nichts oder nur wenige Schlucke, obwohl sie den ganzen Weg Heu mampfen. Das gibt mir übrigens zu denken: die Turnierpferde vor 40 Jahren haben praktisch immer Wasser angenommen. Ich führe das u.a. darauf zurück, dass heute auf den meisten Autobahnraststätten möglicherweise nur aufbereitetes Wasser verfügbar ist, das keine Trinkwasserqualität hat, und geschmacksbedingt abgelehnt wird (Chlor? Flusswasser?).


    Kot-und Harnabsatz sind überhaupt kein Problem (Einstreu ist ja Pflicht, mindestens bei uns), und solange man Autobahn fährt, sind die Pferde völlig entspannt und ruhig. Anders sieht es für Pferde aus, die es nicht gewohnt sind, zu reisen, die nicht fressen und ständig stampfen, oder die schwitzen. Mit denen würde ich ungern 8-stündige Etappen machen. Auch auf Landstrassen ist die Anstrengung viel grösser, und die Pferde sind entsprechend ko am nächsten Tag.


    Die Beine wurden bis über den Kronrand hinunter bandagiert, damit sie durch das lange stehen nicht anschwollen (keine Transportgamaschen, wegen dem gleichmässigeren Druck). Nach der Ankunft wurden sie ausbandagiert und die Sehnen mit Alkohol kräftig massiert, um die Durchblutung anzuregen. Sie hatten natürlich Eisen, Stollen auf dem LKW waren wegen der Verletzungsgefahr absolut verboten (ich habe aber bei Pferden von "unseren" Pensionären einige zerfetzte Kronränder und auch ein gespaltenes Röhrbein wegen Stollen gesehen). Jedes Pferd hatte auch im Sommer wenigstens eine leichte Decke, wegen der möglichen Zugluft.


    Mit den Turnierpferden war Pflicht, sie am nächsten Tag nach dem ersten Heu ausgiebig zu spazieren, um die Muskulatur zu lösen; oder aber sie ein Stündchen auf die Weide oder in den Paddock zu lassen.


    Mit meinen eigenen Pferden bin ich schon viele Male >10h gefahren (die 8-Std-Vorschrift gilt ja noch nicht so lange). Ich hatte ich noch nie Probleme, aber ich achte auch darauf, dass ich nicht in der Hitze fahren muss (--> Hauptstrecke nachts und vormittags). In einem Stau habe ich auch schon mal Hals und Brust nass gemacht, aber wenn man dann wieder weiterfahren kann, bleiben die vorderen Fenster zu, bis die Hälse wieder trocken sind.