Posts by souris

    Also Jeverson ich denke die beiden hatten ein riesen Glück dass die an mich gekommen sind , kaum ein anderer hätte wohl angehalten .

    nun, ich erlebe, dass die meisten Fahrer von schwerem Gerät sich sehr rücksichtsvoll verhalten, anhalten und oft auch den Motor aus machen; selbst wenn ich sage, dass sie ruhig weitermachen sollen. Rücksichtslos sind fast nur gewisse Autofahrer (und Mountainbiker bergab).

    damit sich Barhufe zum Guten entwickeln können, ist viel Bewegung ein Muss. Es hilft also nicht, die Pferde in Boxen stehen zu lassen (auch nicht Box mit Balkon), sondern die müssen den ganzen Tag im Offenstall laufen können, und so doch einige km barhuf machen - und zwar auf Böden, die wirklich eine Herausforderung darstellen. Nur Schnitzelplatz und Weide bringen die Hufe nicht voran.


    Auch Hufschuhe behindern das Verwinden der Trachten mehr oder weniger; je nach Modell und Dicke/Härte der Sohle. Es gibt sogar Schuhe, die auch den seitwärts gerichteten Teil des Hufmechanismus behindern (z.B. der ursprüngliche Dallmer-Clog mit dem harten Steg hinten). Will man mit der Hufqualität vorankommen, müssen unbedingt einige km/Woche ganz barhuf gelaufen werden, wie es schon der alte Fritz (Rödder) empfohlen hat.

    Das ist ein wunderschöner Satz, könnte gut in einem Werbeprospekt für Hufschuhe stehen. Aber eine konkrete Aussage macht er nicht. Was für Untersuchungen gibt es, die diese, vorderhand leeren, Sprüche unterlegen? Gibt es Studien, die belegen, dass mit Hufschuhen der Huf besser durchblutet wird? Gibt es Untersuchungen die zeigen, dass der Huf (bei guter Pflege) weniger brüchig und widerstandsfähiger wird?

    Es gibt sehr wohl Studien, die die Dicke und den histologischen Aufbau von Sohle und Wand verglichen haben, und es wurden auch Messungen gemacht, wie viel es braucht, bis eine Hornprobe unter Zugbelastung zerreisst. Die bessere Durchblutung kann mit Hilfe von Venogrammen nachgewiesen werden. Und histologische Untersuchungen zeigen ganz klar, dass Barhufer dickere Hufknorpel und eine ganz andere Qualität des Hufpolsters entwickeln, nämlich zähen elastischen Faserknorpel, statt einer weichen, gallertartigen "Füllmasse", wie man sie beim jungen Fohlen findet. Es ist im www jede Menge Literatur darüber zu finden, leider das meiste englisch (z.B. Bowker, Ramey).


    Ausserdem beschränkt sich der Hufmechanismus keineswegs auf das Weiten der Trachten; auch das vertikale Verwinden ist ein wesentlicher Mechanismus, wenn das Pferd z.B. nur mit einer Trachte auf einen Stein steht. Mit Eisen ist das völlig blockiert. Und meine eigene, ganz persönliche Erfahrung: ich habe auf barhuf umgestellt, weil meine Hufwände am Schluss nassem Karton glichen und nur noch ausgebrochen sind, und heute habe ich (bei gleicher Haltung und Pflege) starke Hufe mit breiten Trachten und dicken Wänden, die etliche Stunden pro Woche in allen Gangarten barhuf laufen können.

    ich habe sehr viel Erfahrung im Wanderreiten, aber noch keine vom Wanderfahren. Da dies mein kurzfristiges Ziel ist (nächsten Frühling), bin ich sehr interessiert. Und da ich mit den Pferden auch in der Toscana war, sowieso...

    :thumbsup:

    Welcher Kanton ist denn das weiße-Socken-Land?

    Und was sagt man über die Thurgauer? Ich habe da nämlich Verwandtschaft 8o

    die Thurgauer sollen Langfinger sein. Obwohl, ich habe da 9 Jahre lang gelebt, und mir wäre da nichts aufgefallen... ich habe mich da sehr wohl und gut aufgenommen gefühlt (und der Seerücken war super schön zum fahren!)

    Mit andern Worten Zürcher z.B. sind charakterlos ... ?

    weil sie keine eigene Sennenhunderasse haben? *hinterm Ohr kratz*

    man könnte da endlos diskutieren - erlass mir bitte die Antwort, ich bin in Basel geboren!!!:P


    (an Aussenstehende: zwischen den Schweizer Kantonen bestehen jede Menge Föppeleien, in aller Freundschaft...)

    ich wusste gar nicht, dass ich weisse Socken tragen sollte...:wacko:

    ernsthaft (naja, mehr oder weniger...): in 25 Jahren Wanderreiten durch alle fast Kantone kristallisieren sich schon verschiedene Charaktere heraus. Pauschal gesagt, entspricht der Charakter der (einheimischen) Menschen in grossen Zügen dem der von ihnen gezüchteten einheimischen Hunderassen... :]:tongue: die Scholle formt den Menschen!

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    Bei längeren Pausen könnte man dann noch die Innenstränge lösen, was aber hier nicht nötig ist, da ja jemand bei den Pferden ist. Die Pferde müssten den gebremsten Wagen dann schon mit dem Maul wegziehen. Diese Art des Abstellens eines Gespanns war bis vor kurzem auch noch Bestandteil der StVo in Deutschland und wurde über Jahrhunderte so gemacht.

    erlaube eine Anfängerfrage: reicht das wirklich? die könnten doch mit den Aufhalterketten allein auch einiges wegziehen, erst recht, wenn die äusseren Strangen noch dagegenhalten? (die festgeschlauften Leinen mal ausser Acht gelassen)

    Als Wanderreiter und erst recht als zukünftiger Wanderfahrer kann man es einfach nicht vermeiden, irgendwo in den Verkehr zu kommen. Das muss geübt werden dürfen (ok, meine sind zum Glück 99% verkehrssicher), sonst wird es zum Stress, und Stress ist gefährlich. Ich mache auf den Nebenstrassen die erfreuliche Erfahrung, dass Autofahrer sich sehr rücksichtsvoll verhalten, viel eher noch, als wenn ich reite. Ich hoffe, das wird dann auch auf meiner Tour im Frühling der Fall sein!

    (es wird gegen Westen gehen, da komme ich vielleicht auch durch Aarberg... und im Bernbiet sind die Menschen sowieso viel freundlicher, als anderswo! :))

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    Und jetzt zum nachwiegen : Ihr wisst dann dass der Wagen bei 280 kg ungeeignet ist und bei 240 kg ideal ??

    Lieber Kasparow, bei mir hat das insofern eine Rolle gespielt, als meine 27jährige, nicht mehr trainierte Stute bei 340kg (ich zu Fuss) aufwärts vom Stall weg nein gesagt hat. 110kg weniger mochte ich ihr zumuten; aber bei nur 60kg weniger wusste ich nicht, ob sie das dann im Gelände draussen auch schafft - mit meinen 60kg bin ich dort auch wieder bei 340kg. Daher hätte ich bei korrekter Deklaration weiter gesucht.

    ich habe mir 4 mechanische Badezimmerwaagen für je €15.-- gekauft. Gibt recht zuverlässige Werte; jedenfalls stimmt es mit meinem Gewicht recht gut überein, wenn ich mit und ohne mir auf dem Bock wiege.


    Ich habe beim Marathon auch darum gebeten, dass er gewogen wird; schliesslich war er dann 280kg statt 230, wie behauptet.:thumbdown:

    danke für den Hinweis, Bennyblue - leider zu spät, der Wagen steht nun da :).

    Aber man wird älter und hat's gerne etwas gemütlicher als beim Wanderreiten im Sauwetter - und nachts wirklich trocken! Der originale Aufbau (Sitzbänke) ist mit 90kg mehr als doppelt so schwer wie das Gestänge mit Blache und Geländer. Damit bin ich mit dem Planwagen bei 380kg, und hätte es im Frühling und Herbst auf 1000 müM (Freiberge/Jura), wann und wo ich mich am ehesten unterwegs sehe, auch nachts recht gemütlich - trotz potenziell rauhem Wetter. Bett wird Luftmatratze sein, und Sitzgelegenheiten = Materialkisten. Mit den Sätteln, die natürlich auch mit müssen, Hund, Kutscher (ich), und etwas Futter für alle Beteiligten werde ich bei etwa 550kg Reisegewicht sein - damit komme ich mit 2 Fribis auch mal eine moderate Steigung hoch (Beifahrer muss dann natürlich absteigen...:tongue: )


    Vermutlich werde ich das Dach noch tiefer setzen; wie gesagt, gerade stehen muss ich nicht unbedingt. Aber hat hier jemand Erfahrung mit dem Verhalten von grossen Planwagen im Wind? Wäre es ein genügend grosser Gewinn an Stabilität, wenn ich die Seitenwände unterwegs bei Sauwetter hochgezurrt hätte (dann käme die Aldi-Blache ins Spiel, die alles abdeckt), und nur gerade das Mittelstück als Segel wirkt?

    So, mein Projekt Planwagen nimmt langsam Form an. Der Plan ist übrigens dahingehend geändert, dass ich einen Marathon mit bloss 280kg benutzen kann; ich warte noch auf eine passende Schere (die dazugehörge ist mehrfach verstärkt, dadurch sehr schwer geworden und doch noch verkrümmt, ausserdem der alten Lady zu eng; da investiere ich nichts mehr drein).



    Nun die Frage: das Dach ist so hoch, dass ich gerade noch stehen kann (175cm über der Brücke). Mir scheint das aber eine riesige Segelfläche, falls mal Wind aufkommen würde. Ist das ein Problem? würdet ihr das Dach noch tiefer setzen (man kann ja auch mal gebückt stehen...) Mit Aufbau wird das Teil ausschliesslich zweispännig gefahren werden (und selbstverständlich erst, wenn wir alle drei genügend Routine haben werden, nur damit das auch erwähnt wurde :] )