Posts by souris

    Heute sind ja 8 Std. gesetzlich erlaubte Höchstdauer (jedenfalls in der Schweiz; in der EU gilt dies meines ungenauen "Wissens" nach nur für Schlachttiere). Wir sind früher aber auch länger gefahren.


    Mein prägendes Erlebnis: Transport von Sportpferden im Sommer von Wien nach Aachen. Entgegen der klaren Weisung von unserem Chef hielt der Chauffeur nicht alle 2h an, damit wir die Pferde tränken konnten, sondern nur, wenn ihn seine Blase drückte; und insgesamt durften wir ein einziges Mal Wasser holen (wir waren mehr als 20h unterwegs). Fazit: von den 7 Equipenpferden kamen 5 mit Fieber an; nur 2 konnten das Turnier wie vorgesehen beginnen, und wie die Leistung der Equipe war, muss man wohl nicht erwähnen.


    Das war aber die grosse Ausnahme. Wenn "unser" eigener Chauffeur die Pferde fuhr, hatten wir gar nie ein Problem, egal ob es nach Göteborg, nach Marseille oder nach Rom ging (alles ohne unterwegs auszuladen). Ich halte mich heute noch an die Spielregeln: egal, welche Jahreszeit und wie das Wetter ist, alle 2h wird angehalten und Wasser angeboten. Meistens trinken sie gar nichts oder nur wenige Schlucke, obwohl sie den ganzen Weg Heu mampfen. Das gibt mir übrigens zu denken: die Turnierpferde vor 40 Jahren haben praktisch immer Wasser angenommen. Ich führe das u.a. darauf zurück, dass heute auf den meisten Autobahnraststätten möglicherweise nur aufbereitetes Wasser verfügbar ist, das keine Trinkwasserqualität hat, und geschmacksbedingt abgelehnt wird (Chlor? Flusswasser?).


    Kot-und Harnabsatz sind überhaupt kein Problem (Einstreu ist ja Pflicht, mindestens bei uns), und solange man Autobahn fährt, sind die Pferde völlig entspannt und ruhig. Anders sieht es für Pferde aus, die es nicht gewohnt sind, zu reisen, die nicht fressen und ständig stampfen, oder die schwitzen. Mit denen würde ich ungern 8-stündige Etappen machen. Auch auf Landstrassen ist die Anstrengung viel grösser, und die Pferde sind entsprechend ko am nächsten Tag.


    Die Beine wurden bis über den Kronrand hinunter bandagiert, damit sie durch das lange stehen nicht anschwollen (keine Transportgamaschen, wegen dem gleichmässigeren Druck). Nach der Ankunft wurden sie ausbandagiert und die Sehnen mit Alkohol kräftig massiert, um die Durchblutung anzuregen. Sie hatten natürlich Eisen, Stollen auf dem LKW waren wegen der Verletzungsgefahr absolut verboten (ich habe aber bei Pferden von "unseren" Pensionären einige zerfetzte Kronränder und auch ein gespaltenes Röhrbein wegen Stollen gesehen). Jedes Pferd hatte auch im Sommer wenigstens eine leichte Decke, wegen der möglichen Zugluft.


    Mit den Turnierpferden war Pflicht, sie am nächsten Tag nach dem ersten Heu ausgiebig zu spazieren, um die Muskulatur zu lösen; oder aber sie ein Stündchen auf die Weide oder in den Paddock zu lassen.


    Mit meinen eigenen Pferden bin ich schon viele Male >10h gefahren (die 8-Std-Vorschrift gilt ja noch nicht so lange). Ich hatte ich noch nie Probleme, aber ich achte auch darauf, dass ich nicht in der Hitze fahren muss (--> Hauptstrecke nachts und vormittags). In einem Stau habe ich auch schon mal Hals und Brust nass gemacht, aber wenn man dann wieder weiterfahren kann, bleiben die vorderen Fenster zu, bis die Hälse wieder trocken sind.

    Mit solchen Aussagen wurde schon bei 5 Mrd Angst und Furcht verbreitet souris , und dann bei jeder weiteren Milliarde. Tatsächlich ist die akute Gefahr die vom Menschen verursachte Umweltverschmutzung. Deswegen ist Dein Beitrag, weil er das Anliegen des Themenstarts im Zusammenhang gesehen ins ad absurdum führen will, kontraproduktiv

    nun, die aktuelle Situation zeigt deutlich, dass sich diese Befürchtungen mit jeder Milliarde deutlicher bewahrheiten...

    ich will nichts ad absurdum führen, und ich kaufe wo irgendwie möglich Bio-Produkte ein. Ich kann mir das glücklicherweise leisten; andere müssen schauen, dass sie Tag für Tag genügend Geld für ihre Nahrung auftreiben können, und die kommen dann halt kaum an den industriell produzierten Nahrungsmitteln vorbei.

    Heute sind wir gescheiter, es braucht keine Kriege!

    schön wär's... es wird grade wieder ennet dem Teich die alte Weisheit demonstriert, dass, wenn ein Staatschef politische oder wirtschaftliche Probleme bekommt, er einen Krieg anzettelt, um von sich abzulenken. Und spätestens, wenn wir Ende Jahrhundert 11 Mrd sind, wird der Existenzkampf nur noch blutig möglich sein, weil es dann um alle Völker um's nackte Überleben geht.

    nun, es gibt auch bei uns nur eine Handvoll für Nutztier-Pferde zugelassener Antibiotika und Anthelmintika. Zum einen ist dies pferdeseitig: Pferde vertragen nur ein paar wenige Antibiotika; alle anderen können entweder Todesfälle auslösen (schon bei der Injektion - Chloramphenicol, aber auch Sulfonamid i/v; oder über eine Colitis X = massivste Darmentzündung bei Tetracyclin) , oder sie sind stark gewebereizend, oder sind sonstwie unverträglich. Daher lohnt es sich für die Firmen gar nicht mehr, die in immer kürzeren Intervallen verlangte Wiederholung der Registrierung zu finanzieren. Bei schwereren Erkrankungen wird dann sowieso eingeschmissen, was irgendwie noch Hilfe verspricht (z.B. Tbc-Reserveantibiotika aus der Humanmedizin bei persistierenden Druseabszessen), da interessiert die Zulassung und auch das Fleisch dann auch nicht mehr.


    Zweitens scheint mir, dass Medikamente mit einer Absetzfrist (=für potenzielle Fleischlieferanten) je länger desto uninteressanter werden, da die Pferde dann doch behandelt und über Wasser gehalten werden, bis sie von selbst die Füsse strecken (Bsp. Equipalazone oder Prasced) - und auch da kommen die hohen Registrierungskosten für einen kleinen Markt ins Spiel.


    Bei den Entwurmungsmitteln gibt es aktuell m.W. keinen Wirkstoff, dessen Patentschutz noch nicht abgelaufen ist - auch da wieder: kleiner Markt, mässiger Gewinn, und hohe Kosten für die Firmen, wenn auch seltener indizierte Substanzen zugelassen werden sollen.


    Ich könnte mir vorstellen, dass gerade Kanada, wo der Pferdefleischexport eine Rolle spielt, bzgl. der Wirkstoffe Konzessionen an den europäischen Markt machen muss.


    Wir verlieren seit mehreren Jahren durch das aktuelle Firmen-Pingpong Monat für Monat eine Reihe alter, bewährter, günstiger Medikamente, weil sich die Firmen einen Dreck um die Tierhalter scheren (Equipalazone z.B. hatte früher einen, dann drei Tage Absetzfrist. Dann wurden 180 Tage daraus, dann 360, und heute ist es für Nutztier-Pferde verboten. Das ist für mich eine ganz klar politisch motivierte Entwicklung - Equi war zu billig; Boeh.....'s Ersatz ist um Welten teurer und wirft mehr ab). Wenn wir Glück haben, gibt es ein schweineteures Ersatzprodukt, wo die Wirkstoffformel um irgend ein Atom verändert wurde, und das somit wieder patentierbar ist. Aber sehr oft gibt es gar keinen Ersatz, oder wir stehen mit einem Bein im Gefängnis, weil wir ein Präparat aus der Humanmedizin umwidmen, um überhaupt noch sinnvolle Medizin betreiben zu können.

    Ist das so? Wo steht das? In der Stvo?

    Ich habe gestern und heute google durchforstet - das scheint tatsächlich NICHT vorgeschrieben zu sein. Sorry!

    (mir hat das jemand gesagt - vom Hörensagen lernt man lügen...)

    Quote


    Art.211 VTS

    3 Tierfuhrwerke und Handwagen, ausgenommen kleine Stosskarren, müssen auf beiden Seiten möglichst weit aussen vorn je einen weissen, hinten je einen roten Rückstrahler tragen. Die Rückstrahler der Tierfuhrwerke sind gleich wie die der land- und forstwirtschaftlichen Anhänger, diejenigen der Handwagen dürfen nicht dreieckig sein und müssen eine Fläche von 20 cm2 aufweisen. Bei Fahrzeugen mit einer Breite bis 1,00 m genügt ein Rückstrahler hinten links oder in der Mitte. Bei Tierfuhrwerken und mehr als 1,00 m breiten Handwagen und Stosskarren richtet sich die Beleuchtung nach Artikel 120a Buchstabe a.3


    Art 68 VTS

    4 Motorwagen, Leicht-, Klein- und dreirädrige Motorfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h und ihre Anhänger sowie Anhänger, deren Höchstgeschwindigkeit auf maximal 45 km/h beschränkt ist, müssen mit einer Heckmarkierungstafel entsprechend den Bestimmungen des UNECE-Reglementes Nr. 69 und von Anhang 4 Ziffer 10 gekennzeichnet sein. Ausgenommen sind Traktoren sowie Fahrzeuge mit einer Breite von höchstens 1,30 m.2

    ich habe in den letzten Wochen jede Menge Dreispänner-Bilder studiert (engl. Suchbegriff: Three abreast), und zwar ging es mir v.a. um die Leinenführung. Die ist auf vielen Fotos schwierig zu sehen, aber v.a. bei Arbeitspferden scheint eine einfachere Variante zu funktionieren, wo die Innenleinen der Aussenpferde am Kummet des Mittelpferdes befestigt werden. Kürzer als bei der Troika, aber vom Prinzip her ähnlich. Keine Ahnung, wie sich das im Trab bewährt. Nebst dem angesprochenen Querrohr für die 3 Ortscheite gibt es z.B. hier auch verschiedene Lösungen für Spielwaagen- wenn man das will. Das Aufhalten wird oft nur für die Deichselpferde (bei nur einer Deichsel) mit einer Stange vorne gelöst, oder (bei 2 Deichseln) vor allen Dreien durch.

    Ich meine mich zu erinnern, daß die Höchstlast bei den Freibergern der Schweizer Armee beim "Basten" (so nennt man dort wohl das Tragen von Lasten) deutlich darunter liegt - ohne Gewähr: 90 kg in besonderen Situationen, im Normalfall darunter. Bitte korrigieren, wer es besser weiß.

    ich habe als Faustregel, je nach Alter, Kondition (anfangs oder Ende RS) und Gelände, ca. 140kg inkl. Bastsattel (knapp 20kg) im Kopf. Das scheint nicht ganz falsch zu sein, habe ein bisschen gesucht:

    von früher: https://www.armeemuseum.ch/wp-…/Bulletin_Vsam_d_4-07.pdf (S. 12)

    aktuell: http://www.pferdewoche.ch/news…faelligen-pferdestaerken/ (ca. Mitte der Seite)


    Edit: hier noch eine Studie mit Mulis mit 80kg Last.

    https://www.agrarforschungschweiz.ch/artikel/2017_0708_2316.pdf

    Dabei ist v.a. dieser Kommentar interessant: :tongue:

    Bei Maultier Pesche kann der deutliche GCM-Anstieg zusätzlich darauf zurück zu führen sein, dass er an dem korrespondierenden Tag geritten wurde. Obwohl die Reiterin leichter war, als das auf dem Traggestell transportierte Gepäck, kann das Einwirken der Person als solches als Stressfaktor gewirkt haben."(GCM = Glucocorticoid-Metabolite)

    es ist schon einige Jahre her... (heute praktiziere ich in einem Wildschwein-freien Gebiet, und habe sowieso nichts mehr mit Fleischschau zu tun)

    Mein Parasito-Buch zeigt eine schöne Abbildung mit 200-facher Vergrösserung. Die Länge des Wurms wird mit 30 bis 800-1000 µm angegeben (30 wird dann wohl die Grösse des Knäuels sein)

    Rossknecht: es gab in den Siebzigern 2 grosse Fälle in Italien und Nähe Paris, wo jeweils gegen 100 Leute infiziert wurden. In Paris von einem Pony, in Italien von 2 Pferden aus dem Ostblock. Pferde sind zugegeben selten betroffen: IMO ist gemeinsame Weide mit Wildschweinen ein Risikofaktor (wobei die Rolle des Pflanzenfressers im Entwicklungszyklus noch nicht vollständig geklärt ist)

    https://www.bfr.bund.de/cm/350…ndlung_und_verhuetung.pdf


    Vorkommen S.39

    Weiß eigentlich jemand, woher diese Aversion, Pferdefleisch zu essen, überhaupt kommt?


    Warum essen z.B. romanische Völker wie Italiener, Spanier, Franzosen, Belgier Pferdefleich, und andere wie Engländer, Amerikaner schaudern schon beim Gedanken daran?


    A. Nemitz

    Ein Grund, kein Pferdefleisch zu essen, waren ursprünglich die Trichinen. Der gleiche Grund, warum Mohammed das Schweinefleisch verbot. Damit ist jedoch deine Frage nicht beantwortet.

    nun, die alten Pferde enden heute eher im Hundenapf als auf dem Teller. Früher wurde daraus die Spezialität "Mostbröckli" gemacht : das Fleisch wurde gewürzt und in Wein oder saurem Most eingelegt, und dann im Rauch getrocknet. Heute wird dafür meistens Rindfleisch verwendet, da Pferdefleisch doch nur von den wenigsten gerne gegessen wurde/wird. By the way: diese Pferde-Mostbröckli waren die Spezialität eines kleinen Kantons, der bis in die jüngere Vergangenheit dafür bekannt war, dass man da auch Hunde für den Verzehr züchtete (dessentwegen wurde ein gesetzliches Verbot für das essen von Hunden notwendig). Immerhin sei gesagt, dass diese Sitte aus Armut entstand, nicht aus Perversität.


    Heute sind ca. 50% der Sport- und Freizeitpferde als Heimtiere deklariert, d.h. sie fallen schon mal aus dem Fleischmarkt weg (auch als Tierfutter). Generell werden die Pferde heute viel älter; sie bekommen in der letzten Phase Medikamente (z.B. Equipalazone, Prascend), und werden daher in den letzten Jahren auch zum Heimtier umgeschrieben. Von all denen, die dann noch im Nutztierstatus sind, gehen etliche an Koliken, Hufrehe oder mit Verletzungen ab, so dass letztlich nur wenige als Schlachttiere gehimmelt werden.


    Was heute auf dem Teller landet, ist zu 90% von ennet dem Teich (v.a. Kanada), nicht aus einheimischer Zucht oder Haltung. Dennoch spielt die Freibergerzucht für die Versorgung immer noch eine wichtige Rolle. Ca. 45% der (gut 2000) Freibergerfohlen werden nicht dreijährig. Die meisten davon gehen als Absetzer ab, da für Fribi-Fohlen mit Abstammungspapieren und Beurteilung an der Zuchtschau bis zu einem Stichtag irgendwann im November wesentlich höhere Schlachtpreise bezahlt werden, als nachher. So weh einem das tut, so sehr hat das doch zu der ausgezeichneten Qualität des Freibergerpferdes beigetragen. In welcher anderen Rasse wird so eine harte Selektion betrieben? Natürlich gibt es immer noch Bauern, die bewusst Fleischlinien züchten (bzw. vermehren); aber auch da, wenn ein sehr gutes Fohlen fällt, so wird das an der Fohlenschau erkannt und gekauft, und bleibt so als Vertreter der alten Blutlinien der Zucht erhalten.


    Was dazu auch noch zu sagen ist: diese Freibergerfohlen verbringen ihr kurzes Leben neben der Mutter in der Herde, auf riesigen Weiden - kein Vergleich mit der Produktion von anderen Fleischarten.


    Wenn man, selbst in den Zuchtgebieten, in der Metzgerei einheimisches Fleisch verlangt (tue ich nicht, aber habe ich schon öfters gehört), so bekommt man oft die Antwort, man habe nur Importfleisch, weil das fertig aufbereitet importiert wird. Dagegen wird die Arbeit mit den selber geschlachteten Fohlen nicht bezahlt. Keine Ahnung, wo dann unsere Fohlen hingehen - aber ein grosser Teil der 400-450g, die der Schweizer angeblich durchschnittlich isst, landet mit jeder Garantie im Hundenapf.


    https://www.schweizerbauer.ch/…-pferdefleisch-40856.html

    hmmmmm....1.20 breit und 1.40 Durchmesser, ergibt ein Volumen von 1.85 m3.

    1 Kleinballen (40x50x100) hat 0.2 m3, bei 25-30kg, also entspricht ein Rundballen 9 1/4 Kleinballen. Das ergäbe bei vergleichbarer Dichte 230 - 280 kg für Heu, plus (angenommen) 20% für die höhere Feuchtigkeit, somit 280 bis 330kg.



    :wacko:

    Die wenigen "Passschritte" dieses Mulis bergab erscheinen mir wie ein ein "Zwangspass" als Reaktion auf das schwankende Gepäck.

    Andererseits könnte aber auch eine Neigung zum Pass das Schwanken des Gepäcks verstärken.

    sehe ich auch so. Schritt bedingt, dass sich der Rücken in einer Acht bewegen kann; im Pass kann er sich besser im Rücken festhalten. Das ist für mich - rein theoretisch! - ein Indiz, dass entweder ein leichtes Rückenleiden da sein könnte (wobei er beim Satteln überhaupt nicht reagiert), oder dass ihm das Sattel vorrutscht und an der Schulter stört, oder aber dass er - für seinen aktuellen Trainingszustand - überladen sein könnte (auch das nur theoretisch, der Bursche ist toll bemuskelt - 19:19). Vielleicht hat er aber auch nur gelernt, dass ihn die Ladung so weniger aus dem Gleichgewicht schubst - für mich hier am wahrscheinlichsten.

    nun, die Frau will immerhin die ganze Länge der Alpen (in Etappen) schaffen, und sie macht auch sonst beachtliche Wanderungen... befestigte Wege sind da nicht die Regel. Ausserdem - im Gebirge gibt es schon einen gewissen Zeitdruck. Schnee ist von August bis Juni möglich, und dann sind die Pfade bedeckt, und sind v.a. die auf den Felsen aufgemalten Wegmarkierungen verschwunden. Das kann ungemütlich werden, ebenso wie Unwetter und dicker Nebel. In Ruhe vorwärts gehen ist ja das eine, aber völlige Verweigerung einer Passage, was offenbar öfters mal vorkommt, kann schon problematisch werden.

    ehrlich gesagt, da wäre mir schon ein bisschen nicht-ganz-wohl, und ich würde wieder auf die gute alte Spaziermethode zurückgreifen. Wenn ich am Kopf bin, vertrauen mir meine Pferde blind. Auch meine Jüngste (16j.), die an sich eher ängstlich ist, manchmal auch kurz Mini-Panik schieben kann (aber nicht vom Typ "tschüss", sondern "Mama-hilf-mir"). Ich bilde meine Pferde alle nach dem Tellington-Prinzip aus, dass sie als Jungpferde zuallererst auf Zuruf hin anhalten, und dann warten, bis die Welt untergegangen ist (oder bis ich sie ausgewickelt habe, oder so). Dieses Anhalten auf Stimme wird mit der Zeit zum Reflex; das stehenbleiben muss geübt werden: wenn sie irgendwo im Trubel zwei Minuten völlig unbeweglich, ohne einen einzigen Huf zu heben, mit hängendem Strick stehen bleiben können, so sind sie (fast) allen Katastrophen gewachsen. Wie man das übt, beschreibt Tellington Jones in ihrem Buch. "So erzieht man sein Pferd". Nur dank ihr konnte ich aus meinem ersten Pferd, einem hysterischen Nervenbündel, ein Traumpferd machen.


    In deinem Fall heisst dies: zu Fuss in den Verkehr gehen und alles gefährliche in Ruhe anschauen. Gutes lernen sie nur in entspanntem Zustand, und mit einem völlig gelassenen Begleiter.