Posts by souris

    wieder mal eine Frage zum Thema:

    ich habe mir für meine Wanderfahrt nun doch englische Kummete zugelegt. Alte Dinger, noch mit Stroh gefüllt, und gut im Schuss. Die sind aber noch ein bisschen zu gross und hängen voll auf dem Kamm (meine Pferde wurden seit 1 Jahr nur noch gefahren, nicht mehr geritten, und hatten den Sommer über aus verschiedenen Gründen ganz Pause; entsprechend leer sind die Oberhälse). Wenn ich oben ein Polster in der Art einer Krähe einlege, sieht es aber schon viel besser aus.

    Nun: wie bestelle ich die Grösse der Unterkummete? entsprechend dem Kummet (58), oder entsprechend der Idealgrösse (56-57)?

    m.W. ist noch nicht abschliessend geklärt, ob das Virus nach Überstehen der Krankheit aus dem Körper eliminiert ist. Es gibt genügend Viren, die lebenslänglich persistieren, und sich bei Immunschwächen anderer Ursache wieder zurückmelden.


    Ich brauch die Infektion nicht, also trage ich die Maske, wo ich Nähe nicht vermeiden kann, und verhalte mich vorsichtig. Tut niemandem weh. Wenn's mich trotzdem trifft, ok, aber wenn mich das schützt, ist umso besser. Als das alle taten, waren die Zahlen deutlich niedriger, und man hätte jetzt die Regeln in gewissen Bereichen gezielt lockern können. Aber wenn jeder meint, dass Parties und Demos ohne Schutz zu den Menschenrechten gehören, dann steigt das Risiko halt auch für die Alten wieder...

    ich hatte früher eine gefaltete Gurte, die ich heiss geliebt habe (und mein Pferd auch - die einzige, mit der er keinen Gurtzwang hatte). Da wird in einem breiten Streifen Leder ein Stoffstreifen längs eingelegt, das Leder von beiden Seiten darüber gefaltet, und dann die Schnallen angenäht. Bei dieser Bauart gibt es keine Längsnaht. Der Stoff wurde 1x im Jahr mit Lederöl getränkt, und so blieb die Gurte quasi dauergefettet und butterweich, und konnte sich dem Pferd optimal anpassen.


    http://www.pferdeladen.eu/epag…Pro%2075925%20gefaltet%22

    Das ist wohl der Grund, weshalb deine Geschirre schimmeln. Viele Fahrer und Fahrerinnen wollen es gut machen und fetten fast nach jedem Fahren ihre Geschirre. Das ist der wesentlich Grund, weshalb diese Geschirre dann schimmeln. Schimmeln tut ja nicht das Leder, sondern das Fett oder Öl darauf.

    das glaube ich weniger. Ich habe gelernt, putzen mit wenig Wasser und Lederseife, damit bleibt es geschmeidig genug. Nur wenn es hart ist, oder vor dem einlagern etwas Öl drauf. Ich muss meine Sättel und Geschirre jährlich im Sommer auseinandernehmen und gründlich putzen / die Knickstellen einen Hauch ölen, und dabei gebe ich Imaverol ins Putzwasser (ist ein Hautpilzmedikament vom TA). Das hält über den Winter hin, aber gegen Ende Sommer gibt's wieder Schimmelgeruch, wenn ich den Entfeuchter nicht sofort leere, wenn er voll ist. Dass ich zu oft putze, ist mir noch nie passiert... :wacko: (wüsste nicht, wann)

    (Und erst noch um Welten ansehbarer.)

    wem sagst du das... ich habe mich lange dagegen gewehrt, aber ich habe die Sattelkammer voll mit Leder, das mir ständig schimmelt. Ich hole im Sommer auch bei Hitze mit dem Luftentfeuchter wöchentlich um die 10 bis 20 lt Wasser aus der Luft, in einem einzigen Raum. In der Scheune kann ich das Leder schon gar nicht hängen lassen. Wenn das Geschirr mal verregnet wird, hilft nicht mal mehr das putzen mit Imaverol, das mir sonst über den Winter hilft, also musste ich z.T. vor jeder Fahrt entschimmeln...


    Also, ein weiteres Ledergeschirr kommt mir nicht mehr ins Haus. Vom vorhandenen kann ich aber die Brustblätter als Reserve mitnehmen (notiere: BB in Lederöl einlegen), die sind aber gefühlt schmaler im belasteten Bereich, und deutlich härter als die Seil-BB.


    Bei der Streckenplanung orientiere ich mich an den Strecken, die ich auf Wanderritten mache. Ich rechne dort ebenaus 3.5 bis 4km/h, hügelig-bergig 3km/h inkl. allen Fresspausen und Weidetörchen (die ich ja bei Fahren kaum habe), also im Schnitt 8-9h unterwegs. Das ist gemütlich... Ich hasse es, bei schönstem Wetter am frühen Nachmittag anzukommen und dann in der Unterkunft herumzuhocken. Mein Begleiter reitet nicht... In der Streckenplanung bin ich nicht allzu schlecht, und ich plane immer eine Stunde Reserve für Unvorhergesehenes ein (jetzt beim Fahren evt. zwei, da Umwege mühsamer sein dürften). Läuft alles rund, fülle ich die mit einer letzten Weidepause aus, und komme dann immer bei Sonnenuntergang in der Unterkunft an. Ist halt mein Rhythmus...


    Kabelbinder werden beim 2.0-Geschirr alle unterlegt, eliminiert oder durch eine feine Schnur ersetzt, oder wo möglich die Stellen flach vernäht (muss ja nichts mehr verstellen, jedes Pferd hat sein Geschirr). Danke für den Hinweis wegen Verlängerung durch Belastung, das werde ich im Auge behalten. Ich habe aber nicht das Sieltec-Seil; meines hat die Länge bisher recht gut gehalten (notiere: Strangen nachmessen). Der Umgang ist durch das doppelte, mit einem dritten Strang ineinander verflochtene Seil schwer genug, da habe ich überhaupt kein Problem.

    mal ein Themawechsel:

    ich sehe die Möglichkeit in 2 Monaten eine Wanderfahrt zu machen. Geplant ist:

    - 12 Tage, die erste Hälfte weitgehend eben, die zweite Hälfte hügelig bis kurzzeitig steil (Querung der Juraketten).

    - Tagesleistung bis 40 Leistungs-km (nach alter Art gerechnet; d.h. 40km eben, oder je 100m Anstieg oder Gefälle 1 Lkm dazu: so z.B. 30km Strecke mit je 500m auf und ab. Was da beim Aufstieg zu schwer und bergab zu leicht gerechnet ist, gleicht sich bis zum Ausgangspunkt wieder aus).

    - Wagen leer knapp 400kg, Gesamtlast, je nachdem wer und wie viel Futter mitkommt, maximal um die 700-800 kg (inkl. wolfssicherer Padock.Zaun... ;) ).

    - 2 Freiberger Stuten, 17 und 22j, gesund, waren bis im April fit, dann Sommerpause, ab jetzt wieder im Aufbau (normalerweise reichen die 2 Monate für einen Wanderritt in den Bergen), gesamt ca. 1100kg Körpergewicht


    Frage: kann ich das mit Brustblatt machen, ist das realistisch?

    Es ist ein Sieltec-Plagiat:

    - vorgesehen ist Brustblatt 4-5 Seile breit (8-10 cm), über die Befestigung auf der entsprechend zugeschnittenen Unterlage sanft anatomisch geschwungen,

    - Polsterung (BB wie auch am Halsriemen) 2x 20mm Evazote 50 (das härtere),

    - Umgang 2 Seile(3cm) breit und 1x 20mm Evazote 50


    Hier ist noch die erste Variante des BB, nur damit man eine Vorstellung hat, das hat aber nur 3 Stränge / 7.5cm, nur 1 Lage Evazote, und gerades BB-Polster (inzwischen wurde der Ring für die Oberblattstrippe nach hinten verlagert und das BB höher gesetzt), das funktioniert als Alltagsgeschirr bisher absolut problemlos.


    - das neue BB ist in Produktion; es wird verlängert und mit einer Strangstutzenschnalle versehen, damit kommen Kammdeckel und Oberblattstrippen gegenüber hier deutlich nach hinten)


    Ein richtiger Arbeitskummet ist mir zu schwer, den bringe ich einfach nicht über die Köpfe (ok, mit dem Seilgeschirr vielleicht, aber ich mag die Dinger nicht). Wären, falls BB nicht in Frage kommt, ein Marathon-Kummet oder ein eher breit gepolstertes englisches Kummet als Alternative ok?


    Herzlichen Dank für eure Gedanken!:*

    es ist ja richtig, dass man gegenüber der Presse kritisch ist. Aber muss das in einem Forum diskutiert werden, wo es eigentlich ums Fahren und um Pferde geht?

    Piephacken sind, glaube ich, etwas anders zu bewerten. Die entstehen durch Boxenschlagen vor allem. Weil dort große Sehnen ansetzten, kann ich mir nicht vorstellen, dass sie gar keine Auswirkungen auf die Belastbarkeit haben.

    die eigentliche Piephacke ist ein oberflächlicher Schleimbeutel über dem Sprunggelenkshöcker. Er entsteht und entzündet sich i.d.R. durch Schlagen an Boxenwände, das ist richtig, und ist auch ein Hinweis auf mögliche Boxenhaltung und KraFu-Fütterung (Futterneid - aber auch das ist Kaffeesatzlesen). Aber an der Stelle ist und bleibt sie harmlos. Es gibt aber auch andere Umfangsvermehrungen in dem Gebiet, das müsste man genauer anschauen. Solange es schmerz- und lahmheitsfrei ist, ist da aber kein Bedarf, die vorderen Gelenksgallen machen mir eher Sorgen. (Kreuzgallen, die man vor dem Sprunggelenkshöcker hin- und herdrücken kann, wären auch harmlos).


    Gallen bilden sich im übrigen oft wegen übertriebener KraFu-Fütterung, als Ausdruck der Stoffwechselstörung. Ich habe das einige Male bei Pferden, die in die Futterkammer eingebrochen sind, akut (und vorübergehend) beobachtet; aber auch bei übertrieben hoher KraFu-Rütterung bei Sportpferden (da aber dann chronisch - und da darf man sich natürlich streiten, ob es von der Fütterung oder von der Leistung kam, da konstitutionell "weiche" Pferde, die ja eher betroffen sind, mehr KraFu brauchen, um den gewünschten Vorwärtsdrang zu bringen).


    5 kg Hafer beim Jungpferd sind ein Graus, sorry - dein Pferd ist trotz, und nicht wegen dem gesund geblieben (wohl eher wegen der späteren kontinuierlichen Leistung). So viel KraFu bringt schon mal ein sehr ungünstiges Ca:P-Verhältnis, das bewusst ausgeglichen werden muss, sowie ,wie erwähnt, wegen dem zu schnellen Wachstum vermehrte Tendenz zu OCD.

    Wenig Weide bedeutet mit wenig Bewuchs -keine üppige mit Klee und sonst. hohen Gras.Das erste mal wird sie abgeerntet,danach abgeweidet.Sie war 2 mal von Mai bis September auf einer Alm.Um den Stall-24 std offen, ist eine 1000qm ebene Koppel.

    das tönt eigentlich gut. Aber da sind noch die ersten zwei Jahre, von denen du nichts weisst...

    kein Kraftfutter/Getreide,wenig Weide.

    hast du das gemacht? "wenig Weide" beim Jungpferd - das übersetze ich mit "zuwenig zuwenig freie Bewegung, und zu viel Herumsteh-Zeit (ob im Auslauf oder in der Boxe)" . Und der nächste Gedanke ist "zu schnelles Wachstum" aufgrund dieses Bewegungsmangels. Daraus folgt der Gedanke an nicht kongruente Gelenksflächen und OCD (Chip) im Sprunggelenk.


    Das war ein bisschen Kaffeesatzlesen, aber Sprunggelenksgallen beim jungen Pferd, das nicht überfordert wurde, sind immer verdächtig für OCD. Einen allerersten Hinweis gibt dir eine positive Sprunggelenksbeugeprobe, danach eine Gelenkspunktion (entzündliches Punktat; das kannst du aber auch überspringen), zuletzt ein Röntgen. Lass das abklären, bevor du weiter arbeitest; im Frühstadium bringt eine arthroskopische OP vollständige Heilung.

    nun, eine Haaranalyse beschreibt die Vergangenheit, eine Futtermittelanalyse die aktuelle und zukünftige Situation. Wenn mehrere Chargen Heu da sind, alle zu gleichen Teilen mischen, dann hat man die Situation über's ganze Jahr und kann die ganze Zeit mit dem gleichen Mineralfutter arbeiten (kurzzeitige Schwankungen kann der Körper problemlos abpuffern)

    Der Verkehr ist für mich ein Grund, warum ich mir für die Alpenüberquerungen andere Pässe ausgesucht habe. z.B. den Splügenpass,

    bleib dabei! die meisten Pässe sind landschaftlich reizvoller als der Gotthard mit der ewig präsenten Hauptstrasse und den Starkstromleitungen, und jetzt stellen sie oben auch noch Windräder auf... ;(

    freut mich sehr, das von deiner Schule zu hören.

    zum letzten Satz: Strasser ist offenbar mit den Jahren etwas moderater geworden. Es gibt nun den Korrekturschnitt, der offenbar immer noch radikal wie eh und je ist, und es gibt den Erhaltungstrim, der nicht ganz so invasiv ist. Aber immer noch genug. Wir haben 2 Bearbeiter aus Strasser-Schule in unserer Gegend. Die eine hat sich weitergebildet und ist weitgehend von der Methode abgekommen, da als Routinebehandlung unbrauchbar; aber vom anderen habe ich kürzlich wieder ein Pferd gesehen, das überhaupt nicht mehr laufen konnte. Ich habe spasseshalber den Druck, mit dem ich die Sohle sichtbar (und empfindlich) eindrücken konnte, zuhause nachgestellt und gemessen: weniger als 1 kg mit der Fingerbeere. (3 Monate mit HoofArmor alle 2-4 Wochen, sowie Hufschuhe im Auslauf haben das Problem inzwischen gelöst, und der HP lässt die Sohle jetzt in Ruhe)


    Aber ich gerate OT, sorry...

    Quote


    Zwei? :D Nein, es sind drei anerkannte Schulen. Und ich bin gerade mitten drin in der Ausbildung. Die dauert drei Jahre und ist wirklich sehr fundiert. Ich nehme an, du warst beim LTZ? Das ist ja "methodenoffen".

    das ist richtig, Strasser &Co. will sich das Geschäft nicht nehmen lassen und hat sich vor kurzem auch anerkennen lassen. Aber ich bete, dass die nicht Fuss fassen können, die haben in anderen Ländern schon genug Unheil angerichtet - drum habe ich die Schule nicht erwähnt, die existiert für mich nicht. Sogar mein Compi weiss genau, was man davon zu halten hat: wenn ich die HP eingebe, kommt gross und rot "Schädliche Website blockiert" 8) 


    Ja, ich war beim LTZ, und fand die ganz brauchbar. Michael diskutiert fair und fundiert, und seine Hufe sind soweit auch für mich, die ich von NHC überzeugt bin, absolut akzeptabel. Hab's bedauert, dass ich den Kurs nicht fertig machen konnte, vielleicht nehme ich das noch einmal auf (nicht um den Beruf zu wechseln, sondern um den Horizont zu erweitern). Du machst mit drei Jahren offenbar den anderen Kurs. Mit Biernat kann ich mich leider auch nicht anfreunden; er war ein verhinderter Akademiker, der glaubte, das Rad neu erfinden zu müssen. Aber seine Gedankengänge sind für mich oft nicht nachvollziehbar (Rietdach, Gewicht auf Hufwand, geschnitzte Sohlenwölbung). Fränzi hat da sicher einiges modifiziert und verbessert, aber ihre Absolventen schnitzen mir auch immer noch zu viel an der Sohle herum.