Posts by Rossknecht

    Diese Art von Rädern waren sehr weit verbreitet. Firmen wie John Deere und Massey haben diese Wagen in großen Serien hergestellt. Entweder ganze Wagen oder nur das Fahrgestell und der Käufer oder Händler hat dann selbst einen Aufbau gemacht. Diese Wagen gab es mit Drehkranz oder Achsschenkellenkung. Pioneer hatte die auch in ihrem Programm für die Amischen Gemeinden die keine Luftbereifung erlauben.

    Im Gegensatz zu Holzrädern verfaulen die nicht wenn die für Jahrzehnte im Busch gestanden sind und sind einfacher zu restaurieren.

    Ich nehme mal an, dass wenn sie solche Geschirre haben, einen passenden Hitch Wagon dazu haben, aber vielleicht war dafür einfach die Tanne zu lange...?

    Die Spielwaagen aus gewalztem Stahl sind in Nordamerika sehr verbreitet. Das war der Standard bei Geräten für den Pferdezug. Die funktionieren gut bis sie voll Dreck oder Schnee sind und der Haken bleibt in der 270° verdrehten Position stecken...

    So ein Einzel-Widerristjoch (Bild unterhalb des Kippflugs) hängt zu Hause noch in der Scheune. Die waren sehr verbreitet in der Nordostschweiz vor 100 Jahren.

    Rossknecht: müßte nicht beim Neckyoke auch eine 2/3 +1/3 Einteilung sein? oder überseh ich was? zB. daß das einzelne Pferd dann zu weit seitlich geht?? optische Täuschung?

    Die überwiegende Zeit dient das Neckyoke zur Steuerung der Deichsel, und meist nur sehr kurzzeitig zum Bremsen/Rückwärtsschieben. Bei der von mir gezeigten Abbildung steht das mittlere Pferd näher zur Deichsel als das rechte, darum sind die Abstände am Neckyoke so verteilt.

    Damit alle 3 Pferde gleichmäßig aufhalten könnten, müsste bei einer versetzten Deichsel an der Spitze ein stabiles Quereisen angebracht werden, dass in der Mitte vor dem mittleren Pferd endet, dass man dort ein Neckyoke mit 3 Ebenen (analog zur 3er Spielwaage) anbringen könnte. In der Praxis habe ich das noch nie gesehen. Meist wird, und ich mache es auch so wenn ich mit dem Vorderwagen die Wiesen schleppe, ein normales Neckyoke für die 2 Pferde an der Deichsel verwendet. Das dritte Pferd ist nicht mit der Deichsel verbunden und hilft nur ziehen, aber nicht Bremsen. Ist in meinem Fall auch kein Problem, da durch die Schleppe immer ein Widerstand besteht.


    Bei 2 Deichseln wird zum einfahren junger Pferde häufig ein starres Neckyoke verwendet das quer über beide Deichsel geht und sicherstellt, dass kein Pferd den Wagen in die Haxen kriegen kann. Zum täglichen Gebrauch werden meist 2 normale Neckyoke gebraucht was daraus resultiert, dass das mittlere Pferd das doppelte der äußeren halten muss. Da gibt es eine Lösung für das New England D-Ring Harness, aber das wäre dann wieder ein Thema für einen separaten Thread ...

    Wahnsinn auf was man diesbezüglich alles gekommen ist, sehr interessant !

    Danke der Antworten , die mich eher wieder ein Stück weiter weg vom dreispännig fahren gebracht haben . Den schönen Gummiwagen möchte ich damit nicht ruinieren .

    Man könnte evtl auch ein Konstrukt ( versetzte Deichsel ) schweissen , das in der jetzigen Deichselaufnahme fixiert wird . Aber dann müssten die Pferde weiter weg vom Wagen und entweder die Stränge verlängert , oder die Aufnahme der Waage verändert werden .

    Die einfachste Lösung ist ein "Z" oder "N" aus Vierkantrohr, ein gerades Stück mit dem Aussendurchmesser der Deichsel, ein diagonales Stück, und wieder ein gerades Stück in dem die original Deichsel hinein passt. Die zusätzliche Länge die das gibt braucht es für das dritte Waagscheit, da musst du keine Stränge verlängern.

    Bei einer mittigen Deichsel funktioniert eine normale Dreispännerwaage nicht, da das mittlere Pferd dort platziert werden sollte, wo die Deichsel ist. Es gibt Konstruktionen die die den Seitenzug weitgehend verhindern.

    ( Quelle: Lynn Miller)

    Massangaben in Zoll.


    75 cm Abstand funktioniert nur, wenn keine Deichsel vorhanden ist (Anspannung an einer Egge oder als Vorderwaage beim Fünfspänner, ich würde mit einem Meter gehen.

    Beim Vierspänner breit bei meiner Arbeitsanspannung ist der Abstand der mittleren Pferde 100 cm, und von den inneren zu den äußeren 75 cm.

    Meiste Teile Europas sind zu dicht besiedelt respektive landwirtschaftlich genutzt, um Platz für Grossraubtiere zu haben.

    Für Pumas und Schwarzbären gibt es Jaglizenzen. Auf Wölfen ist in einigen Landkreisen sogar ein Kopfgeld drauf. Nur die Grizzlybären sind streng geschützt, da hat man besser einen Bagger zur Hand wenn man so einen erschießt...

    Offiziell sind die Grizzlies immer noch als " bedroht " eingestuft, aber die Bestände haben sich in den letzten Jahrzehnten dermassen erholt, dass wenn ein Bär der Probleme macht, lebend gefangen wird, nicht mehr ausgesetzt werden kann, da schon alle geeigneten Lebensräume von anderen Bären belegt sind.

    In dem Gebiet wo wir am Sonntag gefahren sind, leben viele ausgewilderte Pferde. Die Fohlen dienen den Grizzlies als Nahrugsgrundlage im Frühling. Die Überlebensrate liegt im ersten Jahr unter 20% bei den Fohlen. Das Wiederum hält das Wachstum der Herden im Schach, nachdem keine Kontingente zum einfangen von Pferden herausgegeben werden, weil "Balkonbiologen" so einen Aufstand gemacht haben.

    Die Reichweite des Sprays liegt bei 3 bis 5 Metern, Blei im Gegensatz hat eine viel größere Reichweite und ist nicht so Anfällig auf (Gegen-)Wind...

    Bei meinem Wagen wäre eine Büchse drauf gewesen, aber ich hatte nur 2 Pferde gebracht. Wir waren 4 Reiter plus ein Vierspänner, das macht soviel Lärm das man kaum einen Bären überrascht, und auch wenn, bisher ist noch kein Fall bekannt wo ein Grizzly jemand auf einem Pferd angegriffen hatte. Das Problem ist wenn ein Pferd scheut und den Reiter abwirft, oder wenn man hinter die Büsche muss, aber dann hilft der Spray auch nur wenn er auf Mann ist ( Gürtel oder Schulterholster).

    Der Jockeystick kann ein gutes Ausbildungshilfsmittel sein, WENN man ihn richtig einsetzt. Der sollte am unteren Ring des Halters befestigt werden und niemals am Gebiss und auch nur solange bis das Pferd begriffen hat, wo es gehen soll. Ich hatte den verwendet als ich den jungen Paint das erste Mal im Vierspänner breit aussen angespannt hatte. Das war das erste Mal für ihn dass er nicht direkt an der Deichsel angespannt war. Nach einer Stunde konnte ich den Jockeystick entfernen.


    Im Buch "Big Teams in Montana " das vor 100 Jahren publiziert wurde, wurde nirgends ein Jockeystick erwähnt, obwohl dort grössere Gespanne vorgestellt wurden als "nur " ein Zwölfspänner. Bei allen Anspannungen wurden die Pferde, die nicht aktiv mit Leinen gelenkt wurden, mit Laufzügel und und Führkette gesteuert. Allerdings wurden dort auch nur Anspannungen vorgestellt, die das "Rope and Pulley" System als Tandem, nicht aber als Randem.

    Ich habe leider keine eigenen Bilder gefunden auf den man es besser sieht, das Bild ist von Lynn Millers Buch. Die beiden Rollen werden von dieser Kette hochgehalten wenn kein Zug auf den Strängen ist, damit die Pferde weniger darüber treten.

    Aktiv gelenkt werden nur die inneren Pferde mit einer normalen Zweispännerleine, respektive 4er und 6er Leine. Alle äusseren Pferde werden über Jockeystick und Beibindezügel nur passiv gelenkt. Im Gegensatz zu einer Schandoney oder Talkington Hitch braucht es Leinen für jede Reihe, nicht nur für die vordersten Pferde.

    Meiner Meinung nach ist eine "Rope and Pulley Hitch " mit 3 Reihen besser geeignet für Schwertransporte ( man beachten den Stammholzwagen mit 8 Rädern der auf der HPD gezeigt wurde) als für Feldarbeit.

    Der Pflug hat einen "4 horse offset evener" also eine versetzte 4er Spielwaage damit kein Pferd im schon umgepflügten gehen muss. An jedem dieser 4 Ortscheite ist im Prinzip ein Randem angespannt. Die Kraft der 3 voreinander eingespannten Pferde wird dank Seilen und Umlenkrollen gleichmäßig verteilt: das vordere und mittlere Pferd teilen sich die Last 1:1 mit einem Seil und Rolle (per Seite). Diese Rolle ist wiederum verbunden mit einer anderen Rolle die das Seil, welches vom Ortscheit respektive vom Stangenpferd kommt, umleitet. Das Stangenpferd zieht an einem Seil, dass am Ortscheit über eine Rolle zur vorderen Rolle und dann zurück zum Ortscheit geht. Das ist im Prinzip ein Flaschenzug mit der Übersetzung 1:2.