Posts by Raphaelo

    Hallo,
    ich bremse mit meiner Marathon-Wagonette mit Stollenreifen bergab zunächst hinten und nehme je nach Gefälle durch Schrägstellen des Fußes die Vorderradbremse hinzu. Beides aber nur soweit, dass die Räder nicht blockieren. Gerade so eine kurze Kutsche, wie der Marathonwagen kann sehr leicht kippen und das geht dann sehr, sehr schnell.
    Ein Bekannter hat erst letztes Jahr die Erfahrung machen müssen und ist mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus geliefert worden. Zum Verhängnis wurde ihm auch, dass er den Beifahrer bergab absteigen ließ, damit der die Pferde den steilen Schotterweg runter führt. Damit hatte er kein Gewicht mehr auf der hinteren Achse, der Wagen stellte sich quer und kippte.
    Es kann lebenswichtig sein, dass die Pferde den Wagen aufhalten können und sollte möglichst bald in die Ausbildungsskala.
    LG Gabriele

    Hallo Seekutscher,
    die Idee finde ich gut. Entsprechende Kutsche ist auch vorhanden. Bin auf weitere Einzelheiten gespannt (Streckenlänge, Unterbringung der Pferde, Kosten,...).


    Viele Grüße
    Gabriele

    Ich fahre immer ohne Gamaschen. Aber meine Pferde laufen sauber und überwiegend auf guten Wegen. Beim Hindernisfahren oder im unebenen Gelände sind Gamaschen wegen der erhöhten Verletzungsgefahr sicher sinnvoll.
    Die Gamaschen können die Prellungen auf hartem Boden nicht mildern. Hier hilft auch gefühlvoll und langsamer fahren, damit die Hufe nicht mit zuviel Schwung auf den Boden "knallen".


    Bei meinem früheren Springpferd hatte ich mit Eskadron-Gamaschen bzgl. Haltbarkeit und Passform gute Erfahrungen gemacht - habe allerdings auch keine anderen ausprobiert.


    LG Gabriele

    Die Aufschweißung gibt auch im schweren Zug auf Asphalt mehr Halt und hat den Vorteil, daß sie trotzdem die Gleitbewegung der Hufe auf Teer nicht so drastisch bremst wie Widiastifte. Besonders auf nasser Straße oder bergauf gibt es mit glatten Eisen vor schweren Wägen leicht Probleme. Im weichen Boden und auf der Koppel haben die Aufschweißungen und Stollen keinen Nachteil für die Pferde, da es sie sowieso in den Boden drückt.


    LG Gabriele

    Hallo Sam1969,
    ich bin kein Fachmann, habe aber genau die gleiche Kutsche vor ca. einem Jahr zum Preis von 2000,- € gekauft. Das Holz zeigte stärkere Gebrauchsspuren und hinten waren Scheibenbremsen eingebaut (als Fahrschulwagen versicherungstechnisch besser, aber leider nicht mehr original). Mein Wagen läuft gleichmäßig und leicht, die Räder sind 100%ig o.k. Als Zugabe erhielt ich noch die dafür angefertigten Anzen mit Befestigungsvorrichtung. Die Kutsche war zu diesem Preis sicher kein Schnäppchen, aber ich kannte vorher ihre Fahreigenschaften und sie läßt sich leicht in unserem Pferdeanhänger transportieren. Die Kutsche passt auch größenmäßig noch für Warmblüter (meine haben ca. 1,66m Stm.).


    Viele Grüße
    Gabriele

    Hallo Lisa,
    ja, das sind wir! Danke für die Glückwünsche. Meine beiden betrachteten hier noch recht skeptisch die flatternde Fahne vor ihnen.
    Honoriert wurde in der Präsentation der original alte Wagen, der in der Wertung vor Repliken liegt. Eine optimale Zeit auf der Strecke von nur plus 2 Sekunden im Zeitfenster und sehr gute Ergebnisse im Hindernisfahren und bei den Fahrkunstaufgaben brachten uns beim Turnier am Sonntag in der Gesamtwertung nach vorne.
    Es waren wirklich schöne Tage, obwohl wir gelegentlich sehr nass wurden. Wir lernten viele nette Leute aus dem In- und Ausland kennen und hatten viel Spass miteinander. Dem Turniersonntag gingen schon herrliche Ausfahrten voraus. Die gesellige Picknickfahrt zur Wiese von Faber-Castelll mit Stopp im Burgstall bei Herrn Martin auf der Rückfahrt, die Ausfahrt zu Schloss Kago mit nettem Empfang, die schön herausgebrachten Gespanne, die freundliche Stimmung im Fahrerlager - keine Überheblichkeit, kein Neid, sondern gegenseitiges Daumendrücken und konstruktives Fachsimpeln: einfach ein tolles Erlebnis!
    Nur schade, daß wir nicht auch noch den ersten Abend und die Ausfahrt nach Schloss Mörlach mitmachen konnten - aber 5 Tage fort wären zu viel gewesen, da hätte meine Familie gestreikt.


    Liebe Grüße Gabriele

    Hallo,
    wir waren dabei! Nach Van der Wiel (1.) und De Moijn (2.) konnten wir als beste deutsche Teilnehmer den 3. Platz erringen! Wir haben uns riesig gefreut! Leider hatten wir keinen Foto dabei - aber Fahrerkollegen haben fleißig fotografiert und wollen mir noch Bilder schicken.
    Viele Grüße Gabriele

    Hallo Anjouli,
    das Pferd kann sich in der Schere meist nicht so stark längsbiegen, wie unter dem Sattel. Das seitlich Übertreten ist so schon o.k.. Damit der Kreis nicht zu klein wird, fehlt vermutlich wirklich die anstehende äußere Leine und die innen treibende Peitschenhilfe. Eine Wendung wird durch nachgebende äußere Leine gefahren - viel nachgeben bedeutet also engere Wendung. Die Kehrtwendung wird fast aus dem Halten gefahren - wie schon Herr Nemitz beschreibt - die äußere Leine so weit wie nötig verlängert, aber die Verbindung darf nicht aufgegeben werden, jeder! seitliche Tritt des Pferdes wird außen begrenzt. Die innere Leine wird wie bei jeder Wendung über die Hand entsprechend eingedreht, ohne daß man sich dabei festzieht. Die Verbindung zum Pferdemaul sollte auch hier federnd bleiben, um die Vorwärtsbewegung nicht zu stark zu behindern.
    Der Unterschied zum Reiten ist nicht allzu groß.


    Viele Grüße Gabriele

    Ja, ich habe auch schon letzte Woche einen gesehen! Der erste wieder seit mehreren Jahren! Habe mich richtig gefreut.


    LG Gabriele

    Hallo Rennente,
    hast du dich inzwischen an die Achsen getraut? Ich stehe mit meiner historischen, eisenbereiften Wagonette vor dem gleichen Problem. Kann man davon ausgehen, wenn die Kutsche leicht läuft und die Radkappen nicht heiß werden, daß noch genug Öl drin ist oder sollte man wirklich jedes Jahr die Räder abnehmen usw.? Ich hab Bedenken, daß ich das nicht hinkrieg.


    Ich hänge gleich noch ein paar Fragen an:
    Sollte man auf den Fußboden des Wagens (hinten bei den Fahrgästen und vorne beim Kutscher) eine Matte legen, um das Holz zu schonen? Wäre das historisch korrekt? Hatte man bei einer schlichten Wagonette Polster(Sitzkissen) mit "Überhang" oder nur ganz einfache "ohne" zum Auflegen?
    Ich möchte bei meiner Kutsche die alten teils rostigen Ziernägel an den Polstern der Lehnen erneuern lassen und stehe vor der Frage, ob ich wieder das vorhandene dunkelgrüne Kunstleder verwenden oder gleich alle Polster neu beziehen sollte, aber dann in nahezu ursprünglicher Form.


    Viele Grüße Gabriele

    Hallo,


    ich spanne meine Pferde in dieser Situation lieber ein. Hier können sie sich kontrolliert und ohne Reitergewicht auf geraden Strecken bewegen (besser als Longierzirkel). Ein nicht zu harter Feld- oder Waldweg ist dafür ideal. Der Übermut legt sich schnell und geht in gleichmäßiges, ruhiges Tempo über.


    Dein Pferd geht doch im Holz und kennt deine Kommandos. Hab Vertrauen zu ihm und nimm zur Sicherheit einen Beifahrer mit.


    Viele Grüße


    Gabriele

    dem möchte ich mich anschließen.


    Trotz des traurigen Anlasses muß man beim Lesen der Anekdoten schmunzeln. Die Episoden werden mir beim Anblick eines Friesen oder Shire Horses vor der Kutsche bestimmt noch lange im Gedächtnis bleiben.
    So bleibt das Andenken an Ihren guten Freund sicher auch bei vielen Fahrern erhalten, auch wenn sie ihn (wie ich) nicht kannten.


    Viele Grüße
    Gabriele

    Wir sind ja überwiegend zweispännig unterwegs, aber wenn ich mal unseren 178cm großen Wallach einspännig vor den relativ niedrigen Marathon-Trainingswagen spanne, lass ich die Stränge auch außerhalb laufen. Mir erschien es als zu "eng", die Stränge hier unter den Trageriemen durchzuführen.
    Danke ssalsal für die Erklärung dazu!


    Viele Grüße Gabriele