Posts by Raphaelo

    Wenn ein Pferd stürzt und z.B. die Stränge so gespannt sind, dass man sie nicht mehr lösen kann, sollte man sie mit einem Taschenmesser durchschneiden können. Bei Leder geht das. Geht das auch wirklich bei den Kunststoffgeschirren?


    Diese Frage stellte vor ein paar Jahren einmal ein erfahrener Fahrer, Richter und Ausbilder einem Hersteller eines hochwertigen Synthetikgeschirrs. Die Synthetikstränge konnten damals nicht durchschnitten werden.
    Wie sieht das heute aus?


    LG Gabriele

    Hallo Maxi,
    der Rat deines Fahrlehrers ist richtig! Fahren ohne Beifahrer ist meistens eine Notlösung.
    Du hast ja die Möglichkeit auf deinen Fahrplatz auszuweichen und kannst hier vielleicht Dressur oder Kegelfahren üben, Dinge, die man im Gelände weniger macht. Viele haben aber gar keinen Fahrplatz und in einem kleinen Stall auch keine Beifahrer. Vor allem im Winter.
    LG Gabriele

    Ich fahre fast immer alleine. Habe aber zuverlässige Pferde.
    Ganz alleine setzte ich zur Sicherheit einen Helm auf und trage eine Sicherheitsweste - beides vom Reiten her vorhanden. Zusätzlich, wenn die Pferde etwas munterer sind, sichere ich die Leinen mit einem Steigbügelriemen an der Rückenlehne. Ich habe immer ein Handy dabei und gebe im Stall bescheid, in welche Richtung ich in etwa fahre.
    Beim gewerblichen Fahrten mit Passagieren geht dieses Outfit natürlich nicht. Aber da könnte man zur Not bestimmt einen der Gäste kurz zu Hilfe bitten. Meistens fahren ja Leute mit, denen Pferde nicht ganz fremd sind.
    Ein Beifahrer rechnet sich hier bei uns bei gewerblichen Fahrten nicht. Auch andere Kollegen in der Region fahren daher ohne.
    Bei Pausen - wenn die Leute irgendwo essen oder Kaffee trinken - bleibe ich in der Regel auf dem Bock.
    Bei Aufenthalten weit über eine Stunde, wird ausgespannt und die Pferde mit Halftern angebunden.


    LG Gabriele

    Eine Möglichkeit wäre auch, an den vorderen Eisen eine stärkere Zehenrichtung anzuschmieden. Dabei sind die Eisen vorne im Zehenbereich stärker gebogen, die Pferde können leichter und schneller abfußen.
    LG Gabriele

    Hallo,
    hatte zweimal das Glück, von einem kleinen Landwirt selbst aufgezogenen Jersey-Kälber zu bekommen. Das Fleisch ist sehr zart und gut im Geschmack. Leider waren das auch seine letzten, da sich die Aufzucht nicht rechnet, weil die Jersey nur sehr langsam an Fleisch zulegen. Die Kälber waren tagsüber auf der Koppel, wurden mit Gras, Heu und Getreide gefüttert und brauchten fast ein Jahr, bis sie einigermaßen Fleisch angesetzt hatten.
    Puten, Enten, Gockel, Tauben und Gans bekommen wir auch von verschiedenen Bauern, die sie überwiegend für den Eigenbedarf und einen kleinen Kundenkreis halten. Damhirsch aus einem Wildgehege, Reh und Wildschwein vom Jäger.Der nahegelegene Bio-Rinderbetrieb ruft an, wenn er für den Eigenbedarf und ein paar Kleinabnehmer eines seiner Tiere vom Metzger geschlachtet und grob zerteilt zurückkauft und fragt kurz den Bedarf ab. Altmühltaler Lammfleisch gibt es bei uns als Spezialität der Region.
    Auf diese Weise bekommen wir hochwertiges Fleisch, haben aber auch gleich pro Tierart den Jahresbedarf ordentlich vakuumverschweißt in der Gefriertruhe. So kann ich von Suppe über Braten bis Steaks alles auf den Tisch bringen, muss mich aber auch danach richten, was grad noch da ist. Der Preis hält sich durch die Abnahme ganzer (oder halber) Tiere aber in erschwinglichem Rahmen. Die Mehrausgaben versuche ich dadurch wieder einzusparen, dass ich generell keine Fertigprodukte kaufe, Marmelade und Säfte selber mache, Obst, Kräuter und Gemüse überwiegend im Garten habe.
    Aber irgendwie ist das alles schrecklich zeitintensiv. Der Tag müßte 48 Stunden haben.
    LG Gabriele

    Aber wie bringt man die Kutsche mit dem Pferd in einen normalen Pferdeanhänger ohne Kutschen-Vorrichtung? Ein Zugseil von der Kutsche vorne am Deichselschuh, durch eine Umlenkrolle vorne ganz unten im Hänger und dann unter der Kutsche durch zurück zum Pferd? Hat das schon jemand ausprobiert?
    Den Marathonwagen und die Wagonette verlade ich bisher auch immer mit fleißigen, kräftigen Helfern vorwärts in den Pferdeanhänger (brauche noch ein paar Zentimeter Länge in der Anhängerspitze).
    Den Planwagen transportiere ich allerdings auf einem Autotransporter mit Seilwinde vom nahegelegenen Anhängerverleih. Dieser hat nur eine mechanische Seilwinde. Abladen kein Problem, aber beim Aufladen muss ich hier schon öfter zwischen Seilwinde und "Lenkstecken" hin- und herlaufen. Hatte auch einmal anderweitig einen Transporter mit elektrischer Seilwinde und Fernbedienung geliehen - das ist wirklich eine feine Sache.
    LG Gabriele

    Gut, dass das Thema hier zur Sprache kommt. Ich habe mir vor kurzem eine 50,- €-Seilwinde gekauft und wollte sie in den Weihnachtsferien montieren lassen. Werde nun versuchen, sie noch umzutauschen.
    Hat das mit Umlenkrolle und Pferd schon jemand ausprobiert? Lauft das Seil dabei unter der Kutsche? Geht das?


    LG Gabriele

    Um einmal Rückwärtsrichten vom praktischen Fahren aus zu betrachten:
    Jedes Gespann sollte mehrere Meter rückwärts gehen können, da schon allein beim Freizeitfahren im Gelände Situationen auftreten können, wo man an Engstellen nicht wenden kann ( Baumstämme quer über dem Weg und rechts und links steile Böschungen, ein dicker, stehender LKW in einer schmalen Straße nach der Kurve ... ) aber weiter zurück eine breitere Stelle oder Abzweigung wäre.
    Ich finde es also durchaus angebracht, dass das Rückwärtsrichten schon in A verlangt wird.
    Es sollte nur vorher von den Leuten besser geübt werden.


    LG Gabriele

    Fackelfahrt durch den Wald - klingt ja ganz romantisch, eine nette Idee.
    Wie hast du die vier Fackeln am Wagen befestigt? Mit was für einer Kutsche bist du gefahren? Gibt´s Bilder davon?
    Die Fackeln könnten gut zu einer Glühweinfahrt mit Planwagen passen.
    Bin letzte Woche auf unserem örtlichen Weihnachtsmarkt mit meiner Linzer Wagonette gefahren, dekoriert mit Tannengirlande. Als es dunkel wurde, zündete ich die Kutschenlampen an.


    LG Gabriele

    @ Hans-Jörg, dein Spritzleder sieht gut aus.


    Ich möchte mir auch seit längerem an meine alte Linzer Wagonette ein Spritzleder machen (lassen). Schwarzes, stoffbezogenes Kunstleder (leider kein echtes) habe ich schon. Teilweise sind an der Kutsche noch alte Polsterschrauben vorhanden, aber eben nicht mehr alle. Bisher konnte ich keinen Hersteller/Händler für diese Polsterschrauben ausfindig machen. Könnt ihr mir da weiterhelfen?


    LG Gabriele

    Probiers mal mit ständiger, leicht federnder Verbindung zum Pferdemaul. Ich meine ganz leichtes Fingerspiel an den Leinen, damit das Gebiss immer etwas in Bewegung ist und zum Kauen anregt. Damit lässt sich das Tempo leichter konstant halten und auch Paraden kommen besser durch. Vielleicht gibst du auch nach den Paraden (oder im Schritt) zu viel nach und damit die Verbindung auf. Das Durchparieren kommt dann überfallartig.
    Wenn du mal kräftiger in die Leinen greifen mußt, bitte nicht "festziehen"! Auch hier immer annehmen und nachgeben.


    Viel Schritt gehen, ist ganz wichtig und ruhiger, langsamer Trab zunächst besser als schwungvoll vorwärts. Und immer wieder durchparieren zum Schritt und Halt, einen Weg nie nur im Trab gehen - auch an den verlockendsten Trabstrecken. Lange Leinen gibts dann nur bei ruhigem Stehen und gelassenem, ruhigem Schritt zum Dehnen und entspannen. Flotten Trab nur bei vorherigem anständigen Verhalten.
    Bei meinem temperamentvollen Großen war das der Weg, um ihn ruhiger und gehorsamer zu bekommen - und meine "Trabmaschine" liebt Tempo mit gewaltigem Schub aus der Hinterhand.
    LG Gabriele

    Sie haben den Schwarm auf dem Pferd gesehen. Das Pferd wäre fast an den vielen Stichen eingegangen. Der TIerarzt war sofort da, der Reheschub als Folge der Vergiftung aber nicht zu verhindern.
    Die Besitzer versuchen alles, um dem Pferd das Leben zu erleichtern und die Schmerzen einigermaßen erträglich zu halten. Inzwischen kann es mit Hufschuhen geführt werden.
    Das Pferd macht keinen lebensmüden, resignierten Eindruck, schont aber die Beine, wo es nur geht (typische Rehestellung). Das Pferd ist unter ständiger Beobachtung einer THP.


    Ich persönlich hätte das Pferd von seinen Schmerzen erlöst, wie ich es auch bei meinem eigenen Wallach getan habe, der nach einem Koppelunfall nur ungünstige Tierarztdiagnosen hatte und dem ein Leben mit ständigen Entzündungshemmern und Schmerzmitteln bevorgestanden hätte. Ich wartete eine schmerzfreie Phase ab und brachte ihn persönlich mit dem Pferdehänger zu einem Metzger, der für seinen guten Umgang mit den Tieren bekannt war. Ich brachte ihn selbst in den Schlachtraum und blieb bei ihm bis alles vorbei war. Das war ich ihm meiner Meinung nach schuldig, dass ich ihn hier nicht alleine ließ. Es war keine leichte Entscheidung und schon gar nicht leicht, das Ende miterleben zu müssen, obwohl es innerhalb von einer Sekunde für ihn vorbei war. Aber es war für mein Pferd die beste Entscheidung um ihm einen langen Leidensweg zu ersparen.


    Ich möchte nicht über die Entscheidungen anderer urteilen. Jeder hat sicher seine Beweggründe, seine Hoffnungen und Erwartungen. - Und ich bin kein Tierarzt, der einen Krankheitsverlauf prognostizieren kann. Aber sinnloses Leiden sollte einem Tier erspart werden. Das ist auch meine Meinung.


    LG Gabriele

    Ich kenne ein Pferd, das durch den Angriff eines Bienenschwarms massiv Hufrehe bekam. Dieses Pferd kann auch heute nach über zwei Jahren noch nicht schmerzfrei gehen - trotz aller Bemühungen der Besitzer und Tierärtze.
    Freiwillig läuft das Tier keinen Meter, der nicht unbedingt sein muss. Die Besitzer haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass sich irgendwann vielleicht doch noch der Zustand bessern könnte. - Ein harter Weg.


    LG Gabriele