Posts by Raphaelo

    das kann ich auch so bestätigen: meine 26-jährige bayer. Warmblutstute läuft heute noch ohne jegliche gesundheitliche Einschränkungen temperamentvoll und ehrgeizig vor der Kutsche.
    Sie wird allerdings nur mit gutem Heu so viel sie will gefüttert und nur alle drei Jahre gegen Tetanus geimpft und regelmäßig entwurmt.
    mfg Gabriele

    Hallo,
    bei uns übernimmt unsere kleine Ziegenherde diese Aufgabe. Die Weide ist dadurch wirklich wunderschön gleichmäßig abgefressen.
    Die Ziegen lieben eher blattreiche Kräuter, die die Pferde stehen lassen. Eine ideale Ergänzung!
    Viele Grüße
    Gabriele

    ich würde ihn kaufen. Ihr könnt ihn brauchen und er gefällt euch. Ob als Wallach oder Hengst könnt ihr immer noch entscheiden, da ihr verschiedene Haltungsmöglichkeiten habt. Für die Arbeit und den täglichen Umgang ist doch das Interieur das Allerwichtigste.
    Grüße Gabriele

    Hallo Brigitte,
    fahren macht wirklich sehr viel Freude, ist aber auch gefähricher als Reiten. Eine gute Ausbildung von Fahrer und Reiter ist sehr wichtig. Man kann hier sehr schnell Fehler machen. Arbeitest du bei dem Training mit deinem Pferd mit einem erfahrenen Ausbilder oder Fahrer zusammen?
    Zur Frage zum Gebiss: ich würde ihn an eine Fahrkandare, d.h. nicht gebrochen, gewöhnen. Die kann man mit weicher Hand fahren, hat aber im Notfall doch einen starken Hebel.
    Stöbere einfach hier durchs Forum. Es sind viele verschiedene Themen diskutiert worden. Man kann nie genug wissen, von der Erfahrung anderer profitieren und: dumme Fragen gibt es nicht!
    LG
    Gabriele

    Frisch geschotterte Wege versuchen wir zu vermeiden oder gehen sie im Schritt. Auf alten, gefestigten Wegen sieht man beim Reiten und Fahren keine nennenswerten Spuren. Auf sämtlichen ortsnahen Straßen werden die Pferdeäpfel unverzüglich eingesammelt (ganz wichtig!). Habe so den Eindruck, dass die Wege nicht durch die Hufe, sondern durch die Pferdeäpfel "kaputtgehen". So haben wir mit den örtlichen Jagdgenossenschaften und Landwirten keine Streitereien.
    LG Gabriele

    Als Sachkundenachweis gilt auch der Personenbeförderungsschein der BG! Hier wird nicht zwingend ein Fahrabzeichen verlangt, sondern es zählt auch die Fahrpraxis. Geprüft wird hier der sichere Umgang mit dem Gespann mit Planwagen/Kremser im Straßenverkehr und vor einer Kutsche auf dem Platz/Halle (einfache Dressuraufgabe). Häufig konnte ich selbst beobachten, wie souverän erfahrene Planwagenfahrer ihre gewaltigen Wägen gerade bei Festveranstaltungen oder Märkten durch enge Gassen, Menschenmengen und dichten Straßenverkehr steuern, ohne direkt nach Achenbach zu fahren. Die Kommunikation zwischen den Fahrern und ihrem Gespann ist wirklich gut eingespielt.
    Ein guter Nachweis sind sicherlich auch die jahrelangen Verträge der Kutscher für Brauereien bei Volksfesten und Karnevalsumzügen. Hier haben sicher nicht alle Fahrer ein Fahrabzeichen der FN.
    Jedem Fahranfänger sollte bewußt sein, dass er nur mit einem IV-er Fahrabzeichen noch lange nicht wirklich sicher fahren kann. Im Fahrkurs werden Grundlagen vermittelt, möglichst viele Situationen geübt mit sicheren, erfahrenen Pferden. Das Fahren können kommt dann aber nur durch reichlich Fahrpraxis, wenn man Glück hat, weiterhin mit einem guten Ausbilder an der Seite.


    LG Gabriele

    Unsere jungen schweren Warmblüter bekommen z. Zt. bei minimalem Arbeitseinsatz und tägl. ganztägig Koppelgang ca. 15 kg Heu in der Box, davon ca. 2/3 abends und auf der Koppel jetzt im Winter noch Heu soviel sie fressen (ca. 4-5 kg pro Pferd). Stroh frisst einer der beiden auch noch ca. 2 kg. Hafer erhalten sie abends 1/4 Liter. Meine alte Warmblutstute frißt etwas weniger Heu, bekommt aber dafür 1Liter Hafer. Die Pferde sind bei diesen Rationen für ihre momentane Arbeitsleistung (Einfahren der jungen Pferde) gut händelbar, ausgeglichen aber nicht faul. Bei höherer Arbeitsleistung und/oder stärkerer Kälte wird der Haferanteil erhöht.
    LG Gabriele

    Hallo Susanne,
    dein Westernpferd läuft sicher, so wie du es beschreibst mit einer ständigen, leichten Anlehnung am Gebiss. Das Gewicht der Zügel kommt zu deiner Handeinwirkung dazu und wird über die langen Anzüge verstärkt.
    Anlehnung heißt nicht, dass man die Zügel oder Leinen mit viel Kraft festhält. Beim Reiten, wie beim Fahren soll die Verbindung zum Pferdemaul stets leicht federnd sein. Dabei hat man fast nichts in der Hand, das Pferd kaut zufrieden und reagiert auf die feinsten Hilfen.
    Beim Fahren sind die Leinen wesentlich schwerer und das Pferd erhält schon durch die eigenen Bewegungen ständig leichte Paraden. Eine Liverpoolkandare ist schon im zweiten und erst recht im dritten Schlitz für ein sensibles Pferd gewaltig scharf. Probiere es beim Fahren vielleicht mit einer deinem Gebiss ähnlichen Liverpoolkandare und einer weicheren Schnallung. Die langen Anzüge deiner Westernkandare wären beim Fahren im Zweispänner hinderlich, da sich dein Pferd leichter an der Deichsel stoßen, Leinen fangen, in der Deichslbrille oder den Aufhaltern usw. hängenbleiben könnte.


    LG Gabriele

    Hallo Dani,


    ein eigenes Pferd kostet nicht nur den Anschaffungspreis. Es müssen auch genügend finanzielle Mittel für Unterhalt, Schmied, Tierarzt, Zubhör usw. vorhanden sein. Meist übersteigen die laufenden Kosten im Lauf der Jahre bei weitem den Anschaffungspreis. Ein Darlehen für den Kauf würde ich daher niemals aufnehmen.


    Hast du dir schon überlegt, eine Reitbeteiligung einzugehen? Die Kosten hierfür sind überschaubar und es ist fast wie ein eigenes Pferd. Das Risiko teurer OP-Kosten (Verletzung, Kolik) ist nicht zu unterschätzen.


    LG Gabriele

    Gebisslos reiten ist bei weitem nicht so gefährlich, wie gebisslos fahren! Ein Pferd ohne Reiter läuft meist nicht weit und hat auch nichts um sich, was es groß behindert und damit ängstigen kann. Ein Pferd mit evtl. führerloser, umgekippter Kutsche rennt eher weiter bis es das ganze Zeug los ist.
    Und beim Fahren geht es oft nicht nur um einen selbst. Als Kutscher trägt man auch Verantwortung für die Fahrgäste. - Und da bin ich lieber auf der sicheren / versicherten Seite.


    LG Gabriele

    Hier mal kurz eine Situation bei einer ganz alltäglichen Fahrt durchs Dorf:
    Ich fuhr mit meinem Gespann in gemütlichen Trab die Dorfstraße entlang, auf eine Kreuzung zu. Zwei Kinder auf ihren Rädern überholten uns links und in Höhe der Kreuzung fiel ihnen ein, dass sie rechts abbiegen wollten. Sie fuhren mit ihren Rädern direkt quer vor der Kutsche unter den Köpfen der Pferde durch! Ich war heilfroh, dass ich meine Pferde mit den Kandaren reflexartig fast "auf den Hintern" setzen konnte.
    Es ist zum Glück nichts passiert.
    Aber ob die Pferde, die auch wirklich sehr gut auf Stimme hören, ohne Kandare so schnell reagiert hätten?


    LG Gabriele

    Ach ja, ein Fahrkurs muss nicht immer mit einem Fahrabzeichen enden. Wichtig ist, dass man Sicherheit und Erfahrung gewinnt. Entsprechende Vereinbarungen können bestimmt getroffen werden.

    "bin in Sachen Fahren nicht die Mutigste"


    Gerade deshalb wäre ein Fahrkurs ganz wichtig! Fahrschulpferde sind zuverlässige, ausgeglichene, ruhigere Pferde mit denen man unter Anleitung des Fahrlehrers die verschiedensten Situationen beim Fahren, entspannt die Leinengriffe und auch sonst alles Wichtige rund um Kutsche, Pferd und Geschirr kennenlernt. Ein guter Fahrlehrer gibt auch Hinweise, wie man in Gefahrensituationen reagieren kann, wie sich die Kutsche im Gelände auf verschiedenen Untergründen und Steigungen verhält, bzw. wie man ein Umkippen möglichst vermeiden kann usw. Nicht umsonst raten viele hier im Forum zunächst zu einem Fahrkurs!


    viele Grüße Gabriele

    Vielleicht hat dein Pferd Gleichgewichtsprobleme bei engen Wendungen? Pferde haben nicht so bewegliche Rippen, wie wir Menschen. Ungymnastiziert müssen sie in der Kurve mit der Hinterhand ausweichen. Das ist an der Doppellonge durch die äußere Begrenzung wenig möglich. Sie lernen erst allmählich in der Biegung die Kruppe zusenken und das Gewicht durch vermehrtes Untertreten des inneren Hinterfußes aufzunehmen. Versuche zunächst, ihn auf relativ geraden Linien etwas mehr zu versammeln - könnte evtl. helfen.


    LG Gabriele

    Was sicher auch hilfreich ist: das Pferd nicht nur im Schritt und Trab vor der Kutsche laufen lassen, sondern auch immer mal wieder Galoppstrecken mit einbauen. Die Pferde sind so an die eher leicht ruckartigen Bewegungen des Wagens hinter ihnen im Galopp gewohnt und sie Situation heizt sich vielleicht so nicht ganz so weit auf. Und niemals festziehen an den Leinen oder die Pferde mit der Bremse der Kutsche halten wollen - das bewirkt das Gegenteil!
    Lg Gabriele