Posts by A. Nemitz

    Die Sicherheitsbestimmungen der damaligen BG Fahrzeughaltungen "Unfallverhütung in der Pferdehaltung" hatte ich 1993 im Auftrag der BG (heute BG Verkehr) zu überarbeiten.

    Ich habe damals bewußt vermieden, generell einen Beifahrer zu fordern. Wir brauchen natürlich nicht diskutieren, dass ein Beifahrer bei noch nicht voll erfahrenen Fahrern und bei nicht 100% verkehrssicheren Pferden sicher sinnvoll ist. Eine generelle Beifahrerpflicht ist das Ende jeder gewerblichen und landwirtschaftlichen Kutschpferde- bzw. Zugpferdehaltung.


    A. Nemitz

    @ Albert


    Danke für diesen Kommentar. Es gibt Dinge, die einfach Freude machen, selbst wenn wirklich irgend jemand vielleicht damit ein paar Euro verdienen sollte.


    @ Kasparow


    Der Kommentar war entlarvend. Zwei grundsätzlich unterschiedliche Sichtweisen: Hier der Profit-Orientierte, dort derjenige, der Freude hat, mit Pferden/Mulis,Eseln zu arbeiten.


    Gut, dass es noch Menschen mit Pferden gibt, die nicht bei jedem Schritt auf den Cent schauen.


    A. Nemitz

    Unserr längster Transport war 48 Stunden mit 8 Pferden (1988), nicht wegen der Entfernung, sondern wegen 24 Std. Wartezeit an der östereichisch/italienischen Grenze. Wassertrinken war kein Problem, aber uns ging dann irgendwann das mitgeführte Heu aus. Der talienische Veterinario akzeptierte nicht das deutschsprachige Gesundheitszeugnis, in dem stand: "Influenza negativ". Es hätte heißen müssen: "influenza negativa". Nach einer Sonderfreigabe durch das italienische Gesundheitsministerium in Rom ging es dann nach ca. 30 Stunden an der Grenze weiter. Ursprünglich wollten wir über den Brenner (wo deutschsprachige Papiere kein Problem gewesen wären) fahren, das wurde uns untersagt, da damals keine lebenden Tiere über die Straße an die italienische Grenze transportiert werden durften.


    A. Nemitz

    Wir haben mehrere Jahre Distanzfahrten (u.a. Starnberger See-Rundfahrt) und andere Traditionsprogramme durchgeführt. Mindestalter 5 Jahre ist für Pferde, nicht nur für die physische, sondern vor allem auch für mentale Reife, ein gutes Alter. Ich weiß, als Veranstalterter macht man sich damit bei gewissen Leuten unbeliebt. Pferd geht vor.


    Ich selbst stelle keine Pferde unter 6 Jahren in meinen (gewerblichen) Stall.


    A. Nemitz

    Wie haelt man am besten die Haende warm ausser Gebrauchshaltung fahren und die Finger der linken Hand moeglichst viel bewegen?\

    Gruss aus Kanada:-]

    Das genau ist wohl der Grund, warum im kalten russischen Winter statt vierspännig eben mit der Troika gefahren wurde; hier hielt man die beiden linken und die beiden rechten Leinen getrennt in den mit Fäustlingen geschützten Händen und statt einer Peitsche hing die Knute mit einer Schlaufe am Handgelenk.


    A. Nemitz

    Laredo kommt wohl meiner Frage am nächsten. Richtig: Die Germanen verehrten das Pferd, manche Clans hielten sich einen Schimmel, der zu rreligösen Festen geschmückt wurde; auch aßen die Germanen das Pferdefleisch aus religöser Verehrung. Die romanischen Völker aßen Pferdefleisch ohne religösen Hintergrund. So gab es eine päpstliche Verordnung (wann ??, wer ??), die nur den germanischen Völkern das Pferdefleischessen verbot.


    Vielleicht weiß jemand noch mehr ?


    A. Nemitz

    Weiß eigentlich jemand, woher diese Aversion, Pferdefleisch zu essen, überhaupt kommt?


    Warum essen z.B. romanische Völker wie Italiener, Spanier, Franzosen, Belgier Pferdefleich, und andere wie Engländer, Amerikaner schaudern schon beim Gedanken daran?


    A. Nemitz

    Tja, und das Ganze ist ja nicht nur reine Romantik: Nein: die StVZO schreibt das für Schlitten sogar vor. (Ähnliches Problem, wie für di E-Autos: Man hört sie nicht, man muss also irgendeinen Lärm oder Musik machen, um sie kenntlich zu machen.)



    A. Nemitz

    Nach der deutschen StVO muss ein Pferd, ob geritten, geführt oder gefahren, auf öffentlichen Wegen und Straßem eingebisst sein.


    Soviel ich weiß, verlangt die Schweiz auf diesen Straßen beim Fahrpferd sogar Kandarre.


    A. Nemitz

    Heute ist das noch garnichts im Vergleich zu der Zeit VOR Schengen. Mirt hat dieses Abkommen ein Menge Mühe bei den Alpenüberquerungen erspart. Ich möchte es auf keinen Fall missen.


    Wenn man diese Routen öfters fährt, bemerkt man mit der Zeit ein immer größeres Entgegenkommen bei den jeweiligen Grenzstationen, auch in nd aus der Schweiz.


    So rief bei einer Passstation, als mich ein junger Grenzbeamter kontrollierte, sein Vorgesetzter aus dem Fenster: "Lass ihn, der Herr ischt amtsbekannt!"


    A. Nemitz

    Das Bild Nr. 6 zeigt die bei uns sogenannten "Moostapperer", die man Pferden beim Torffahren anlegte. Das Pcferd tgritt mit seinem Huf auf diese Hoilzplatte, dann schlägt man zu Befestigung kleiner Holzkeile zwischen Huf und Holzplatte ein. Für einen Film ("Die Schaukel") haben wir das in Praxis mit einem Kaltblutpferd gemacht. Es war erstaunlic h, wie sich das Pferd mit diesen Moostapperen bewegen konnte. Dazu mußte es später auch noch eine Torflore über ein Feldgeleis ziehen.


    A. Nemitz