Beiträge von A. Nemitz

    Jetzt, nach dem erfolgreichen Volksbegehren, liegt es zunächst am Bayrischen Landtag, hier aktiv zu werden. Sollte da nichts passieren, kommt der Volksentscheid.


    Ich plädiere dafür, erstmal für etwas Gelassenheit. natürlich auch Wachsamkeit, damit hier nicht durch "Runde Tische" etwas durch das erfolgeiche Volksbegehen Erreichte verwässert wird .


    Die bundesdeutsche Umweltministerin, Frau Schulz, ist ja schon aktiv geworden. Das ist doch durchaus ein Erfolg.


    Und die Strategie des konventionellen Bayrischen Bauernverbandes, auch die Ökobauern in deren Boot zu holen, ist ja krachend gescheitert, wie auch das Video dokumentiert.


    A. Nemitz

    FritzS :


    Glücklicherweise nein; ich bin auch zuerst auf diesen neuen Namen vom admin hereingefallen. Unter dem Titel "Sudetendeutsche Zeitung", so es diese überhaupt gibt, wäre der Bericht/Kommentar wohl anders ausgefallen.


    A. Nemitz

    Es ist dem konventionellen Bayrischen Bauernverband zunächst gelungen, auch die Bio-Bauern als "Geschädigte" durch das Volkbegehren hinzustellen. Nun machen die deutlich, dass dem nicht so ist. Das war gut so.


    Söder beeiltsich schon, schnell einen "Runden Tisch" einzuberufen, um dannw ohl zu versuchen, die Inhalte und Forderungen des erfolgreichen Volksbegehrens zu verwässern.


    Mal sehen, was da heraus kommt.


    A. Nemitz

    Sachkompetenz mag ja noch vorhanden sein; die politische Ausrichtung jedoch folgt der Agrarindustrie, dort liegt der Einfluß und die Garantie, demnächst wieder Landwirtschaftsministerin zu werden (oder in einen entsprechenden Aufsichtsrat der Chemie- oder Landmaschinenindusrie zu wechseln).


    Im Verkerhsministerium ist es ja nicht anders. Sachlich wüßte man ja, was zu machen ist, um die Gesundheit der Bürger zu verbessern: doch es mag sich keiner mit der Autoindustrie anlegen, auch wenn dort nachweislich große Betrügereien geschehen sind, oder gar den Bürger, sobald er Autofahrer ist ("frei Fahrt für freie Bürger") einzuzschränken.


    A. Nemitz

    Ja, mit großem Interesse angeschaut; leider sind die "handwerklichen" Nahrungsmittelgeschäfte (Metzger, Bäcker, Gemüsehändler, etc.) durch diese Industrie schon meist in den Ruin getrieben, da bleiben allenfalls die Hofläden als Alternative.


    A. Nemitz

    Sehr interessant an dem Bericht von Stertenbrinck war für mich die Aussage, dass das Pferd alleine die Strecke, die es mit dem LKW transportiert worden war, selbsständig zurückgelaufen ist, obwohl es diese Strecke noch nie "zu Fuß" gegangen war.


    Die Wehrmacht hatte im letzten Krieg Versuche gemacht, wie sich Pferde orientieren. Aush diesen Versuchen ergab sich, dass ein Pferd, um den Weg zurück zu finden, in jedem Falle diesen Weg selbst vorher zumindest einmal gegangen (und sei es mit verbundenen Augen) sein muss. Überraschend aus diesen Versuchen ergab sich auch, wenn es Neuschnee gegeben hatte, verloren die Pferde ihr Orientierungsvermögen. Man hatte damals daraus gefolgert, dass die Landschaftssilhuette offenbar eine Rolle bei der Orientierung spielt.


    Leider habe ich keinen Verweis mehr auf diese Versuche.


    Sicherlich ein überaus interessantes Gebiet, und die Beobachtungen von Stertenbrinck bringen ja wieder neue Erkenntnisse.


    Wenn man nur daran denkt, wie sich Zugvögel orientieren, offenbar am Erdmagnetismus. (Und der ändert sich z.Zt. stark.)


    Oder die Beobachtung, dass neuerdings Zugvögel auf dem Weg von/nach Afrika bei den Alpenüberquerungen die Autobahntunnel benutzen, wo sie weniger Kraft brauchen, weil sie nicht den Alpenhauptkamm überfliegen müssen.


    A. Nemitz

    Die von Renatus genannten Ausfallzahlen sind natürlich schockierend. Dabei gab es durchaus am Ende solcher Distanzritte/-Fahrten noch "Fitnesprüfungen". So musste auf dem Ritt Wien - Berlin (720 Km) jeder Reiter mit seinem Pferd noch ein oder zwei Runden auf der Rennbahn Hoppegarten absolvieren (natürlich ohne Beanstandungen), um in die Wertung zu kommen.


    Der ursprüngliche Sinn war jedoch, zumindest bis zur Jahrhundertwende 1900 durchaus ein militärischer und kein sportlicher: Man wollte wirklich Mensch und Tier an ihre Leistungsgrenzen bringen. (Es wurden ja zunächst auch nur Mitglieder der jeweiligen Offizierscorps zugelassen.)


    Dass die Meisten das heute anders sehen, ist sicher gut, aber natürlich der heutigen Sichtweise geschuldet.


    A. Nemitz

    Zwischen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts (bis vor dem 1. Weltkrieg) fanden eine Reihe von Distanzritten und Distanzfahrten statt mit zum großen Teil überwältigenden Leistungen. So ist z.B. ein Mann 1899 mit seinem Pferd von Saarbrücken bis Rom (1360 Km) in 12 Tagen geritten, ohne das Pferd zu ruinieren



    Im gleichen Jahr fand eine Distanzfahrt von Berlin nach Totis (Ungarn) über ca. 800 Km statt, die vom Schnellsten in nur 5 Tagen zurückgelegt wurden.



    Interessant in diesen Berichten sind die Vorbereitung, die Auswahl des Wagens, die Entscheidung Ein- oder Zweispännig, allein oder mit Groom zu fahren, oder auch die Fütterung unterwegs. Überraschend auch die Schwierigkeiten der Orientierung, der Sprachprobleme (es ging ja auch durch Tschechien und Ungarn).



    Strecke und Haltestationen waren frei wählbar, auch nicht vorher erkundet.



    Ein Herr z.B. hatte sich Pferde aus Kalifornien kommen lassen, die nach wochenlangen Transporten und Quarantänen drei Wochen vor Start in entsprechendem Zustand bei ihm ankamen. Mit solchen Pferden und einer solchen Vorbereitung mußte er bald aufgeben.




    Darüber sind natürlich Berichte verfasst worden, die der Verlag Olms vor ein paar Jahren neu aufgelegt hat.



    1. Philipp Czeipek, "Die Herren-Distanzfahrt Berlin Totis 1899, Georg Olms Verlag Hildesheim, ISBN 3-487-08386-8



    2. C. von Heydebreck, O. von Funcke, Rittmeister Spielberg "Dauerritte 1", Olms Presse 2001, ISB 3-487-08423-6



    Ich habe diese Bücher von Schweizer Forumsfreunden erhalten und in Einem durchgelesen.



    In jedem Falle äußerst lesenswert.



    Eine persönliche Bemerkung zu Distanzfahrten: Mit Freunden hatten wir 1975 eine Distanzfahrt für Vierspänner Starnberg - Savar (ca. 700 Km) ausgeschrieben anläßlich des Jubiläums von SKH Prinz Ludwig und seines Bruders SKH Prinz Rasso von Bayern, die mit 16 Vierspännern im Frühjahr 1945 von ihrem Gestüt Savar vor der Roten Armee nach Leutstetten bei Starnberg geflohen waren. Wir hatten auch Prinz Ludwig als Schirmherren gewonnen.


    Eine der Bedingungen in der Ausschreibung war, dass kein Tross (LKW, SUV etc.) erlaubt war. Alles, was man brauchte oder glaubte zu brauchen, hatte auf dem Wagen mitgenommen zu werden, Natürlich waren Schmiede, Tierärzte,, Futter, Stallungen, Quartiere vorbereitet. Interessanterweise hat sich keiner gemeldet.


    A. Nemitz

    Die Höhe des Kutschbockes sollte mindestens so hoch sein, dass die Leinen vom Kammdeckel zur Hand über der Kruppe liegen.


    Gummibereifte Holzräder:

    Man bereift Holzräder aus zwei Gründen:

    - Lärmverringerung

    - Falls man Scheibenbremsen einbaut, um die Bremswirkung der Scheibenbremse auf die Räder auch auf die (asphaltierte) Straßenoberfläche bringen zu können. Eisenräder kann man ja durchaus auch mit der herkömmlichen Hlzblockbremse blockieren.


    Nun sind Holzräder ja nicht für gummibezogene Reifen gebaut. Der gewaltige Hebel zwischen Nabe (=Scheibenbremse) und Reifen (=Gummierung) ruiniert auf Dauer die Speichenzapfen in der Nabe (dem "Haufen").

    Wir fahren seit einiger Zeit auch eine Reihe von Kutschen mit Holzrädern und Scheibenbremsen. Ca. alle 2 bis 3 Jahre (nach ca. 15000 Km) müssen wir die Holzräder vom Wagner leider erneuern lassen. Wir müssen das machen, da wir sonst kaum die enormen Gefälle auf unseren Toskanareisen (mit bis 25% Gefälle) ohne Radschuhe überwinden könnten.


    Fazit: Holzräder mit Gummiaufzug sind schön leise und eignen sich auch für den Einbau von Scheibenbremsen, werden auf Dauer die Holzräder ruinieren.


    A. Nemitz

    Ich wäre mit dem Restaurieren erst mal sehr vorsichtig: Zu schnell sind da unwiederbringliche Teile verdorben. Es ist dringend notwendig, sich vorher eingehend zu informieren und dann die Arbeiten fortlaufend auch zu dokumentieren, was ersetzt, was nur ergänzt, was ausgebessert wurde und wie.


    Der Tip mit Tradition und Fahrkunst ist sehr zu empfehlen.


    A. Nemitz

    Ich habe mir letztes Jahr im Stall eine extra Wasseruhr für "Stallwasser", also Selbsttränken eingebaut (dadurch wird kein Abwasser berechnet). Alles wurde mit dem Wasserewerk abgesprochen, es wurde kein extra Systemtrenner oder Rückschlagventil / Rückflußverhinderer gefordert.

    So ist die Sachlage auch bei uns in Bayern. Beide Verbräuche (Trinkwasser und getrennt davon Stallwasser) werden jährlich auf Anforderung ans Wasserwerk gemeldet und danach werden die Verbräuche fürs Wasser und (abzüglich Stallwasser) fürs Abwasser berechnet.


    A. Nemitz