Posts by A. Nemitz

    Dann dürfte es eine Art hölzerner Strangstutzen sein, der mit seiner Wölbung den Bauch des Pferdes vor Reibung schont.


    Wohl vorn am Kummetscheit befestigt und hinten mit Kette am Ortscheit.


    Ich habe in den 50er Jahren in Norwegisch-Lappland bei Bauern gearbeitet, die hatten nur ein einziges Fjordpferd, mit dem die gesamte Heuwerbung gemacht wurde. Allerdings war damals das Geschirr schon moderner.


    A. Nemitz

    vorallem in einer Furt muessen sie schon gegen das Wasser kaempfen, da bleibt nicht mehr viel Kraft uebrig fuer einen schweren Wagen. Es wie die quadratur des Kreises, grosse Wattiefe und schmal genug fuer den Anhaenger, und troztdem sollte der Wagen seitwarts nicht umkippen...

    Es ist nicht nur die Wassertiefe, sondern vor allem die Strömung, die den Pferden zu schaffen machen kann.

    , es heißt die Römer hätten den Drehschemel nicht erfunden,

    Es gibt die verbreitete Ansicht, dass dies der Grund war, warum die Römerstraßen fast nur geradeaus liefen. Auch war die Deichsel beim römischen vierrädrigen Lastfuhrwerk (= "biga") horizontal oval geformt, um die starken Seitwärtsbelastungen beim Kurvenfahren aufnehmen zu können.


    A. Nemitz

    Was jetzt die Wegfindung angeht: Wen fragt man? Sinnollerweise tatsächlich nur Mwnschn mit einschlägiger Erfahrung, auf keinen Fall irgend welche Einheimischen.

    Das haben wir auch mühsam lernen müssen. Fragt man einen Einheimischen, meist Bauern, nach einem Weg, so schickt der einen zumeist auf die Hauptstraße. Die meisten können sich gar nicht vorstellen, dass man als Reiter oder Gespannfahrer die stillen Wege bevorzugt.

    Dann ist schon besser, sich auf gute topografische Karten (1:25.000 oder 1: 50.000) zu verlassen.


    A. Nemitz

    Wir hatten immer einen Haferschlauch für die Mittagsration dabei.

    Interessant die unterschiedlichen Erfahrungen.


    Wir haben mittags NIE Kraftfutter gegeben. Bei heißen Pferden kommt der Hafer so gut wie unverdaut hinten wieder heraus. Und so lange Mittagspausen zu machen, dass die Pferde wieder "herunterkommen", dazu reicht die Zeit meist nicht. Mittagspause bei uns: 2 Std.


    A. Nemitz


    Man muss da ja alles Heu und Futter, Wasser mitschleppen, man kann da nicht mal das Pferd grasen lassen, weil es keins gibt. Auch ob es die Höhe verträgt kann man vorher nicht üben.

    Ich war froh mal es zum Bodensee 140 km geschafft zu haben zu Fuß und reitend, das Auto als Trossfahrzeug mitnehmend. Habe davor die möglichen Strecke abgefahren und gelaufen. War dabei in der Reichweite meines Hufschmiedes geblieben.

    Wir haben mit den Stallbesitzern immer vereinbart, dass diese Heu, Hafer und Einstreu liefern. Das hat in 40 Jahren immer gut geklappt, auch in den Bergen,


    Für die Mittagspause nehmen wir einen Sack Heu mit.


    Schwieriger wird es (nicht in den Bergen), aber in der Toskana mit dem Wasser mittags. Nicht überall gibt es im Herbst noch wasserführende Bäche. Leider werden dort auch die kleinen Tavernen auf dem Lande, wo wir eine Merenda und Wasser fanden, seltener.


    Wenn man ohne Gäste fährt, würde ich auf ein Trossfahrzeug verzichten, je weniger Logistik, umso besser.


    A, Nemitz

    Kehren am Splügen

    Im Laufe der Jahrzehnte haben wir hier ca. 35.000 Km Kutschenrouten in Europa (Deutschland, Österreich, Tschechien, Polen, Schweiz, Liechtenstein, Italien) hinsichtlich Strecke, Übernachtungsquartieren, Stallungen, Schrankenschlüsseln etc. recherchiert. 16 Routen zwischen 4 Tagen und 2 Wochen. Das ist ein Zeitaufwand von ca. 1-2 Tagen je 100 Km und ca. 1 Tag für die Dokumentationen.


    Das ist sozusagen die Grundlage für unseren Betrieb.


    Ich bin gerne bereit, im Rahmen dieses Forums Auskünfte zu erteilen, auch um Anfängerfehler bei der Planung und Durchführung zu vermeiden. So würde ich von einer Trans-Alpin-Reise im Einspänner und ohne detaillierte Routen-Recherche abraten.


    Eine volle Vorbereitung einer solchen Reise kann natürlich nur gewerblich als Dienstleistung erfolgen. Man kann sich gerne mit entsprechend trainierten Gespannen und unter bestimmten anderen Bedingungen unseren Kutschreisen anschließen oder diese mit unseren Unterlagen in eigener Regie selbst durchführen.


    A. Nemitz

    Es gibt auch über die Brenner-Route einen Radweg, der überwiegend auf der aufgelassenen, alten Bahnstrecke verläuft. Aber der ist halt nur für Fahrräder und nicht für Kutschen. Ob man da eine Sondergenehmigung vielleicht über die Touristikorganisationen bekommen kann ???


    A. Nemitz

    Im selben Artikel wurde erklärt, warum überhaupt 3 breit erfunden wurde: Anspannungen mit klassischem Mehrspänner , vor einander, waren dem höheren Adel vorbehalten. Der Landadel wollte aber auch zeigen, was er hatte und konnte. Daher Dreie breit.


    Wer jemals einen Vier-oder Sechsspänner im Winter bei Minustemperaturen mehr als 2 - 3 Stunden gefahren hat, weiß um die Schmerzen in den Händen, die diese Kälte bei einzel-getrennt gehaltenen Leinen hervorruft. Ich kenne keine Bilder von russischen Adelsgespannen mit 4- oder 6- Pferden in westlicher (= Englischer oder Ungarischer) Anspannung.


    Die Leinenführung einer Troika mit getrennten Leinen in zwei Händen mit Fausthandschuhen, ohne Peitsche in der Hand, ermöglicht mehrspänniges (=drei-spänniges) Fahren auch bei hohen Minustemperaturen.


    A. Nemitz

    Den Korbschlitten finde ich große Klasse.


    Gestern Nacht hat es doch noch einmal bei uns ca 12 cm geschneit. Da Tauwetter angesagt war, habe ich in der Nacht um 4:00 Uhr angespannt. Es war einmalig schön. Hat noch immer geschneit, dazu aber Nebel, so dass man übers Feld sofort die Orientierung verlor. Also doch den Weg lang. Da geht einem der Sinn von Bäumen längs der Straßen auf. Endlich so viel Schnee, dass es nicht dauernd gekratzt hat. Es war unglaublich schön.
    Wie angekündigt, kam dann Tagsüber gleich das Tauwetter.

    Wie lgrt man einen Schlitten am besten, wenn er nicht gebraucht wird?

    Unter die Decke hochziehen.


    A. Nemitz

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