Beiträge von A. Nemitz

    Schwarzer Hafer wird gerne im Rennbetrieb gefüttert, ihm wird ein höherer Energiegehalt nachgesagt.


    Als ich 1984 meine erste Reise mit der Road-Coach von München nach Verona machte, hatte man uns (gutgemeint) in Malcensine am Gardasee schwarzen Hafer als Kraftfutter bereitgestellt. Bis dahin kannte ich den noch garnicht und war geschockt, dass man uns einen Sack Mutterkorn als Futter hingestellt hatte.


    Es hat sich dann schnell aufgeklärt.


    A. Nemitz

    Albert : Bei Eseln gibt es ja wohl wie bei Pferden eine weite Zahl von Rassen. Ich habe meine ersten "equinen" Erfahrungen zwischen 11 und 15 Jahren mit einem kretischen Esel gemacht. Vielleicht kann uns Albert über die Rasse seines großen Esels aufklären.


    A. Nemitz

    Bei der ersten Fahrt 1982 konnten wir noch SKH Prinz Ludwig von Bayern als Schirmherrn gewinnen: Prinz Ludwig war in den 1950er Jahren einer der großen Fahrer mit seinen ungarischen Halbblutpferden (Gestüt Savar). Damals ging die Marathon noch über 200 Km in 3 Tagen. Da mußten die deutschen Rassen der Oldenburger, Holsteiner und Hannoveraner sich bald den ungarischen Halbblutpferden geschlagen geben. So wurden bald die Regeln geändert.


    A. Nemitz

    Hoffentlich erleben die keine böse Überraschung, denn Heu in Italien ist nicht das, was wir hier in Deutschland unter Heu verstehen.

    Ja, da hat Lawirant völlig recht. In Italien kennt man das Zetteln und Wenden nicht zumindest nicht in dem Umfang wie wir hier. Von unserern vielen Reisen über die Alpen nach Italien und in der Toskana kenne ich das Problem aus eigener Erfahrung. Schon von der Farbe her sind Heu und Stroh oft nicht zu unterscheiden.


    Beide tief gelb.


    A. Nemitz

    Da unsere Leinen nicht an einem Stück sind, nehmen wir immer das Nahtstück als Bezugspunkt.

    Keine (Leder-)Leine kann aus einem Stück sein, so große Kühe gibt es nicht. Außerdem muss die Leine aus dem "Hecht", dem besten Leder links und rechts vom Rücken, geschnitten sein. Wenn das Ansatzstück auf beiden Leinen die gleiche Entfernung vom Schnallstück (der Schnalle am Gebiss) hat, dürfte dieser Messpunkt bei Einspannerleinen genauso gut sein wie das von Lawirant empfohlene 6. Loch, oder, wie ich es hier mache, das 1. Loch (ist manchmal, wenn es mal mehr Leinen sind, leichter zu finden).


    A. Nemitz

    .., da viele 18km schon als „langer Ausritt“ bezeichnen.

    Seit das Pferd für die einen zum Sportgerät und für andere zum Kuscheltier verkommen ist, und es nur noch wenige als Arbeitskameraden ansehen, ist die Auffassung von seiner Leistungsfähigkleit und -bereitschaft verändert, um nicht zu sagen: verloren gegangen.


    A. Nemitz

    Mal ne kritische Frage: Sind 75 km an einem Tag nicht etwas zuviel für die meisten Pferde?

    Ich war erstaunt, wie, außer einigen Friesengespannen, die übrigen Pferde die Strecke gemeistert haben. Besonders Freibergergespanne, die ja eigentlich leichte Kaltblüter sind, haben die 75 Km sehr gut überstanden.


    Wenn man dann nach den Trainingsmethoden der Freiberger fragt: "2-3x je Woche 2-3 Stunden gefahren."


    A. Nemitz

    Ja, das Training für diese Starnberger Seerundfahrt lag auch mir etwas im Magen; ich bin allein mit dem Vierspänner, wenn ich auf Reisen gehe, kommt beim Vierspänner ein ehem. Fahrschüler oder sonstiger Freund mit oder ein zweiter Fahrer fährt auch einen der Zweispänner. Diesmal half mir bei Training ein Freund, der gerade Urlaub hatte, als Beifahrer für eine Woche aus.


    So sind meine Pferde schon durch die Reisen zu den Königsschlössern (Gesamtdistanz knapp 200 Km) grundtrainiert. Die Tagesstrecken liegen hier bei max. 48 Km.

    Für diese Leistungen füttere ich täglich 2x je 1-2 Kg ganzen Hafer.


    Wenn wir in die Toskana oder über die Alpen gehen, liegen die Tagesstrecken zwischen 35 und 60 Km, allerdings z.T. mit gewaltigen Höhenunterschieden und Steigungen und Gefällen bis zu 25 %.

    Für diese Leistungen füttere ich täglich 2x je 3 Kg ganzen Hafer.


    Wenn ich keine gewerblichen Touren habe, fahre ich mind. 1 Zweispänner jeden Tag zwischen 2 und 3 Stunden.

    Für diese Leistungen füttere ich täglich 2x je 1 Kg ganzen Hafer.


    Ich fahre viele Steigungen im Schritt und bilde mir ein, so den Pferden die erforderlich Fitness beizubringen.


    Futter: Kein Industriefutter, nur ganzen Hafer, den "dünneren" Pferden gebe ich noch 1 Kg Maisbruch dazu.


    A. Nemitz

    Wie zumindest alle dejenigen wissen, die mal einen Fahrkurs gemacht haben, ist ein wesentlicher Teil des Achenbachsystems das Leinenabmessen vom Boden aus. Ich bin auch ein großer Freund dieses Leinenabmessens, sei es beim Einspänner oder auch noch mehr beim Sechsspänner.


    Das schöne "Gebet". wie es manche den Text des Leinenabmessens nennen, geht davon aus, dass man zum Abmessen zuerst die rechte Leine abmisst und dann die lnke Leine auf den rechten Zeigefinger legt und an Hand der Kreuzschnallen die linke Leine gleichlang mit der rechten Leine macht. Die weiteren Handgriffe sind den meisten bekannt. So weit so gut.


    Diese Art der Abmessung gilt jedoch nur, wenn ich die Leinen in der Grundschnallung habe, also z.B. je 5 freie Löcher auf jeder Leine zwischen Hand und Kreuzschnalle.


    Was aber ist der Bezugspunkt zum Abmessen der Leinen, wenn ich z.B. zumTemperamentsausgleich die Leinen verschnallt habe ? z.B. auf der linken Leine 3 freie Löcher und auf der rechten Leine 7 freie Löcher habe ?


    Die Kreuzschnalle kann es nicht mehr sein, denn die Leinen sind ja nun verschnallt.


    Nehme ich jetzt, bei verschnallten Leinen, das 1. Loch auf beiden Leinen als Messpunkt ?


    Oder gibt es einen anderen Bezugspunkt ?


    Laßt hören !


    A. Nemitz

    Spannende Informationen für mich:


    - heute vermutlich eher umgekehrt das Risiko, dass der Wagenkasten irgendwo hängenbleibt (Laternenmast ...), deshalb bevorzugter Zug am Wagenkörper und nicht an mehr der Achse


    Richtig verstanden?

    Zwischen Wagenkasten und Unterwagen (= Räder und Federn) besteht sozusagen eine weiche Verbindung, eben die Federn. Sie sind also nicht "starr" verbunden. Bei heutigen Straßen macht das nichts, da diese ja so glatt sind und den Unterwagen nicht "festhalten" können.


    Bei den bäuerlichen Fahrzeugen (Mistagen, Heuwagen, Langholzfuhrwerk) war das noch anders; die hatten zwar keine Federn, doch wollte man Vorderwagen und Hinterwagen mit dem Langbaum starr verbinden, um auch auf schlechtesten Wegen und im Acker die Verbindung zwischen beiden Achsen sicher zu machen.


    A. Nemitz

    In der Kutschengeschichte wurde, als die Federung aufkam, zunächst der Zugpunkt am Achsstock oder direkt an der Achse angebracht, Grund dafür war weniger der 90 Winkel an Schulter/Kumt, sondern die Instabilität des Zuges, wenn ÜBER den Federn am Wagenkörper selbst der Zugpunkt war. Auf den damaligen schlechten Wegen konnte es passieren, wenn die Räder im Straßenloch stecken blieben, die Zugtiere jedoch weiter zogen, dass die Federn sich verbogen (alles schon selbst mit Fahrschülern erlebt).


    Daher galt z.B. bei Postfahrzeugen, die auf nicht chaussierten, also unbefestigten Wegen eingesetzt wurden, nur solche mit Langbaum (Langgwied), d.h. der festen Verbindung zwischen Vorder- und Hinterachse, eingesetzt werden durften.


    Dieses Problem dürfte bei dem hier diskutierten leichten Wagen und unseren heutigen guten Wegen keine Rolle mehr spielen.


    Auch der Gedanke, dass ein Zugpunkt am Wagen in einem bestimmten Winkel zum Boden das Ziehen (durch "Anheben" des Wagens) erleichtern könnte, halte ich bei diesem leichten Wagen als nicht so entscheidend.


    Lediglich die Überlegung, dass der Zugpunkt an der Schulter des Zugtieres zum Kumt ca. 90 sein sollte, wäre von einiger Bedeutung. Das könnte man aber auch durch entsprechende Unterpolsterg des Kumts erreichen.


    A. Nemitz.

    Es war eine absolut bestens organisierte Veranstaltung, das Wetter spielte mit, sogar ideal für die Pferde. Die Wege waren wunderbar ausgesucht, selbst ich als Einheimischer, der einige Male den Starnberger See umrundet hatte, kam mehrmals durch einige mir völlig unbekannte Dörfer. Die Stimmung war entspannt und fröhlich, das Rahmenprogramm passte ausgezeichnet.


    EINE GELUNGENE VERANSTALTUNG!


    DANKE.


    A. Nemitz

    Dabei ja mit Vierspänner und Jagd-Break, aber wegen Selbstfahren keine Bilder.


    Ideales Wetter, für die Fahrer morgens bis mittags fast etwas kühl, für die Pferde gerade richtig. Sehr gut ausgesuchte Wege, bestens markiert.


    Für uns wurden die 75 Km durch An- Und Rückfahrt vom Hof zum Start dann doch 85 Km insgesamt.


    A. Nemitz

    Meines Wissens nennt man die beiden Backen, in die die Deichsel eingeführt wird "Deichselmaul", auch "Deichselkloben" genannt; hier ist auch der Deichselnagel angebracht.


    Das hintere Ende der Deichsel steckt in einem meist runden Beschlag, der am Achsstock angebracht ist. Das ist der "Deichselschuh" oder auch "Deichselöse" genannt.


    A. Nemitz