Posts by Hippo-Sohle

    Ja, ich muß dem "coachdriver" recht geben, deine Kutsch ist schon etwas "Zusammengeschustert" ;) !


    Wenn man etwas genauer hinschaut, kann man an und von den Hinterrädern ausgehend ein Bremsseil od. Bremsgestänge und evtl. Trommelbremsen erkennen.
    Der gut gefederte "Unterbau" dürfte aller wahrscheinlichkeit nach noch von der Orginalkutsche mit ehemals Eisenbereiften Holzspeichenrädern stammen.


    Optisch, im Sinne von Stilhistorisch - ist deine Kutsche nicht gerade hübsch, aber für den beschriebenen Einsatz sicherlich zweckmässig genug.
    Anbringen von ein paar Strahler - rote nach hinten, gelbe zur Seite - weiße nach vorn sollte man evtl. aber schon noch machen.


    Der Ausdruck "Zugstangen" hat mich aber schon etwas irritiert, und ist auch sicherlich nicht korrekt bzw. zweckmäßig. Erst beim lesen des zweiten Beitrag's wusste ich eigentlich was Du meinst.


    Beim Einspänner spricht man eigentlich von der / einer Scheere, bzw. von den einzelnen Scheerbäumen oder Scheerenstangen.
    (Die "Oberhessen" reden auch von " de Beer'n :tongue: )


    Unter Zugstangen (an der Scheere / den Scheerbäumen wird ja nicht gezogen !) versteht man eigentlich (beim Arbeitsgeschirr) die vorderen Enden (Eisenstangen), die in die Zughaken beim Kummt eingehängt werden !


    Ob vorne, an der Querstrebe deiner Kutsche (ist das noch Original ?) noch Bolzen oder Ösen für eine Scheere oder einzelne Scheerbäume vorhanden sind, kann ich auf dem Bild nicht erkennen, aber vielleicht gibt es ja in deiner näheren oder weiteren Umgebung einen geschickten Schlosser / Schmied und einen Wagner / Stellmacher oder auch einen versierten Schreiner / Zimmermann, der dir was passendes anfertigen könnte ?


    Das fahren eines "Einspänner's" an der Zweispännerdeichsel ist absolutes "Gelorrl" (Gelumpe - Schlampiger Kram) wie man ebenfalls in ObH zu sagen Pflegt und kann nur zu absoluten "Not-, und Behelfszwecken mal angewendet werden, nicht aber zur Regel !


    Ich hoffe, ich konnte Dir ein paar "Dinge" zur Sache - einigermaßen verständlich - mitteilen, und wünsche Dir weiterhin viel Spaß ... mit deinem Pferd und dann vielleicht ja auch irgend wann mal mit deinem "Wägelchen" :]

    Hallo 'Buggy'.


    Du schreibst nicht ob Du ein oder zweispännig fährst ?


    Feste Dockenanspannung ist eher etwas für "fortgeschrittene" Turnier - Fahrer in der Dressur, vielleicht noch beim "Hindernis(Kegel)fahren - bei geeigneten Pferden und nur in Kummtanpsnnung - nicht in "Landanspannung" da die "Siele" innerhalb kürzester Zeit die Brust bei den Pferden aufscheuern würde, und auch (meines Wissens) nur bei den (Zweispänner ?) - Stangenpferden - nicht etwa beim "Einspänner" !


    Docken sind ein kleinerTeil der "festen Anspannung" - auf welcher ja große Teile des Achenbachschen Fahrsystemes aufbaut - nach welchem ja die Pferde mit der Waage / Bracke ~ Ortscheid am Vorderwagen eine Richtungsänderung ausführen sollen, und nicht der Vorderwagen von den Pferden mit den Aufhaltern an der Deichsel herumgezogen werden soll.


    Also, - fahr einfach weiter - ob Stadt oder Landanspannung - an der festen Bracke mit beweglichen Ortscheiten, oder einer festgestellten Spielwaage. :D

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    Da ich sowohl Landwirtschaftlich unterwegs war, als auch des Sonntags mit der Kutsche - und das in Mittelgebirgslage - wollte ich von B wie Brustblatt bis P wie Postkandare alle verwendeten Optionen angeben :]


    Das will man aber hier nicht so haben :(


    Zum Arbeiten habe ich überwiegend im Kummt ( Kumt, Kummet, Kommet, ... ?) mit Doppelringtrense Angespannt.
    Bei leichteren Arbeiten wie z.B. Kartoffel oder Rüben / Mais Hacken auch mal mit Brustblatt.
    Das kann man sich so schön leicht über die Schulter hängen, und mit dem Fahrrad zum Arbeitseinsatz fahren - sofern Pferd und Arbeitsgerät schon vor Ort - der Acker direkt neben der Koppel - waren.


    Der Sonntägliche Ausflug, - auch wenn "über Land", so doch (Mittelgebirgslage) nicht in Landanspannung, sondern im Kumt und mit Liverpoolkandare (mit gebrochenem Gebiß) - und im Fahrgeschirr - sowohl Werktag's als auch Sonntags - immer mit Hintergeschirr !
    In flacherem Gelände hätte ich aber auch Brustblatt mit Postkandare verwendet ! :tongue:

    Also, ob man mit Ziegen "Pflügen" kann, - ich meine einigermaßen gut, weiß ich nicht, und ich waage es auch mal zu bezweifeln.


    Vielleicht mit einem speziellen, sehr kleinen und leichten Pflug, und mit "mehreren" Ziegen, und auf sehr leichtem Boden ...


    Aber wenn dem doch mal so gewesen sein sollte, dann war es sicher so eine Art : "Gaisegezacker" !


    Ziegen wurden ja (im Deutschsprachigen Lebensraum) in früherer Zeit mehrheitlich von ärmeren Bevölkerungsschichten und meist auch in Vegetationsärmeren Landesteilen (rauhe Mittelgebirgslagen - hier wurde schon der "Spessart" genannt) mit überwiegend Wald und Grünlandanteil gehalten.


    Der erste Nutzungszweck hierbei war die Milchgewinnung für den Eigenverbrauch, danach die Versorgung mit Fleisch.


    Und zwischendurch wurden die Ziegen auch für die Beförderung von gewissen Lasten genutzt, so zum Beispiel für den Transport von Leseholz (als Brennstoff), Laub (für die Stalleinstreu) und Gras (oftmals am Wegerand und an Böschungen gemäht - als Futter), sowie sonstiger, nicht all zu schwerer Lasten (z.B. einbringen der Gartenerträge - Kartoffel, Rüben, Kohl, ...)


    Angespannt wurden die Ziegen meistens vor - in der Bauart eben nur kleineren Ackerwagen -, so genannte Bollerwagen, oder im Winter evtl. auch Schlitten.
    Mehrheitlich erfolgte die Anspannung in Brustblattgeschirr (da billiger in der Anschaffung) -, hin und wieder aber auch in Kumtanspannung, und sowohl ein, als auch mehrspännig, je nach Lage der Betroffenen, und deren (Finanzieller) - möglichkeiten !

    Stimmt !
    Wollt ich eigentlich auch noch näher beschreiben, mit der festen Bracke und festen Zugpunkten, hab's aber dann im Zeitdruck versäumt, und die Mail - ohne Korrekturlesung - so abgeschickt ! :rolleyes:

    Aber nur, wenn der "lange Balken" (in der mitte) auch beweglich ist.


    Ansonsten, - wenn der "lange Balken" unbeweglich / starr am Wagen befestigt ist, dann ist es eine "feste" Waage oder Bracke - und wäre somit für Anspannung mit "Sielengeschirr" (Brustblatt) nicht geeignet. :]

    Also, meine / unsere beiden haben das (Kotfressen) auch mal gemacht.


    Die waren damals schon in etwas fortgeschrittenem alter (so ab mitte 20 etwa) und hatten dann auch im Frühjahr schon länger mit dem Fellwechsel zu tun ...


    Sie haben/konnten es nur (ab Frühjahr) auf der Koppel machen - das Sche... - fressen.


    Bei dem einen weiß ich zumindest noch, daß er die Äppel (auch) vom anderen gefressen hat, aber nicht regelmässig.


    Die haben dann auch zusätzlich - zum frischen, nicht "ganz jungen" Gras der Koppel'n auch noch zusatzfutter, u.a. Mineralbrikett's, Mineralfutter (Raiffeisen, Höveler, ... ?) und Mash-> (auch immer mal im Winter) bekommen.


    Wie gesagt, es war nicht so permanent und ich hab mich da drüber dann auch nicht verrückt gemacht ...
    Irgend wann und wie hat es sich dann wohl wieder verloren ...


    Und zum Schweifrübenscheuern:
    ... klar, sollte man das untersuchen und beobachten, ob es vielleicht an Darm oder evtl. Hautparasiten liegen könnte,
    aber:
    ... uns juckt's ja auch mal auf'm Buckel, und da "wir" da ja auch (ohne Hilfsmittel) schlecht rankommen ... :]

    Hallo zusammen ... :)


    Da es hier (auch) um Hufe und deren Gesundheit / Gesunderhaltung geht, hab ich mir jetzt einfach mal erlaubt einen Aufsatz (in leicht veränderter Fassung) aus einem anderen "Club" - http://www.reitforum.de/showth…09&highlight=Weisse+Linie -
    hier rein zu setzen, denn mir erscheint, daß das Thema hier genau so gut her passt.
    Wer mag, kann sich ja auch unter dem angegebenen Link die Zeit mit Lesen mal ein bisschen vertreiben ... :rolleyes:


    WLD - Hufwandfäule - lose + hohle Wand ... etc.


    White - Line - Disease = Erkrankung der weißen Linie.


    Wobei hier der Schwerpunkt auf dem Wort: Erkrankung liegt, da wir es hier (wie wir ja bereits mehrfach hier gelesen haben können !) mit einem Vorgang zu tun haben, welcher u.a. durch das Vorhandensein und mitwirken "Anaerober" Bakterien als auch verschiedener Pilze zu tun haben.


    Sichtbar sind dabei schwarze, zu erst kleinflächige Veränderungen im Bereich der weißen Linie, da wir es hier mit so genanntem "Weichhorn" zu tun haben, mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt als z.B. beim härteren Wandhorn.
    Das heißt, hier in diesem "inneren" Bereich der Hornwand haben diese Mikroorganismen optimale Lebensbedingungen, wie Feuchtigkeit und weitgehender Luftabschluß = Anaerob.
    Diese "schwarzen" Stellen treten meist (zu erst) an der / den weitesten Stellen des Hufes / der Hornkapsel auf. Dies kann sowohl im Bereich des inneren als auch des äußeren Tragerandes sein, oder auch nur einseitig, wie z.B. bei einem diagonalen oder halb eng/halb weiten Huf.
    Zu Anfang werden diese "Faulen Stellen" meist bei der Hufpflege, d.h. beim Beschneiden des Tragerandes sichtbar, ihre Ausdehnung zu erst oft nur im Millimeterbereich, welche dann meist mit den Rinnmesser herausgeschnitten werden. Manchmal ist das ausreichend !?
    Dieser Fäulnisprozess kann sich aber auch (meist un- / unzureichend behandelt) weiter ausdehnen, und in schlimmeren Fällen größere Wandabschnitte befallen.
    Hier spricht man dann, je nach Ausdehnung entweder von "loser Wand", getrennter, und hohler Wand !
    Das Horn der weißen Linie ist an der betreffenden Stelle (durch o.g. Zersetzungsprozess hervorgerufen) ausgefallen, so daß hier eine meist dunkle Rille zu sehen ist. Das übrige Horn der weißen Linie ist meist porös und bröckelig. Dieser Defekt pflegt im allgemeinen langsam und über einen längeren Zeitraum hinweg zu entstehen !
    Beim unbeschlagenen Huf sind es Fremdkörper, wie Sand, Schmutz und kleine Steinchen, welche sich in das weiche Horn der weißen Linie eindrücken und nach oben nach und nach weiter geschoben werden können, beim Beschlagenen Huf sind es meist die (zu erst hinteren) Nagelkanäle, welche (mit) betroffen sind, vor allem. wenn durch mangelhaftes, ungenügendes Hornwachstum beim ausschneiden nicht geügend Althorn am Tragerand entfernt werden kann.
    Bei Vernachlässigung kann solch eine Trennung bis zur Bildungsstätte der weißen Linie, also dem unteren Ende der Wandlederhautblättchen reichen ( das ist einfach gesprochen schon ziemlich weit oben in der Hornkapsel !), so daß u.U. eine eitrige Huflederhautentzündung entstehen kann. In solch einem Fall würde sich auf jeden Fall Lahmheit einstellen.
    Ein solcher Fäulnisprozess kann unter Umständen eine größere Flächenausdehnung annehmen. Befindet sich eine solche "hohle Wand" an der Vorderfläche eines Hufes, besteht wie beim "Rehehuf" die Gefahr einer Hufbeinrotation, weil auch hier der Aufhängeapparat des Hufbeines in größerem Umfang gelöst ist, in dem eine Trennung zwischen der Röhrchen- und Blättchenschicht der Hornwand eingetreten ist.


    Also: Bakterien und Pilze ... sind hier wesentlich mit beteiligt !

    Es gibt auch einige mehr oder weniger guten Fachbücher, die sich mit dem Fahrsport bzw. auch dem Zubehör für den Fahrsport beschäftigen.
    Hier möchte ich stellvertretend mal das Bilder-Buch: "KUTSCHEN"
    von Hans-Jörg Schrenk nennen, ISBN 3-440-05978-2, welches sich mehrheitlich mit Kutschen und Geschirr(teilen) befasst.
    Es gibt aber auch noch einige andere, in welchen über Fahrsport u. Zubehör geschrieben wird.


    Hier und da findet man auch "spezielle" einzelheiten zu und über Gig's und deren Anspannung !


    Vielleicht einfach mal in einigen davon (im Fachhandel) drin rumblättern ;)