Posts by Hippo-Sohle

    Ich hatte noch über 15 Jahre Pferde angebunden im Ständer stehen. Sowohl mit Halfter, aber überwiegend mit Halsriemen und eher langer Kette. Und ja, die haben sich auch mal rum gedreht und sind dabei mit einem Vorderbein über die Anbindekette gestiegen. Die haben aber sehr schnell gelernt, wie es auch wieder rückwärts geht ...

    Man sollte da auch nicht gleich in Hysterie verfallen und meinen das arme Pferde käme zu Schaden wenn ...

    Ich würde aber auch nicht jedes Pferd in einem Ständer anbinden und schon gar nicht unbeobachtet sich selbst überlassen. Bei so bekloppten Rassböcken da kann man nie wissen was da eine/r so anstellt, wenn er/sie sich in eine gewisse "Zwangssituation" verfängt ... ???

    Oder Staatsbetrieb = Arbeitsbeschaffung?

    Nun, das glaub ich sicher nicht !

    In England ist es durchaus noch üblich, daß Schmiede die Eisen für die zu Beschlagenen Pferde selbst Herstellen - wie man ja auch in der kurzen Filmsequenz ein wenig sehen kann. Und eigentlich halten so geschmiedete Hufeisen im vergleich durchaus schon etwas länger wie die sonst verwendete Industrieware. Und auch wenn die Gebrauchshufeisen in GB nach einer etwas anderen Vorgehensweise geschmiedet werden als dies bei uns z.B. für die Lehrgangs- und Prüfungseisen geschieht, so steckt doch auch hier in jedem Eisen eine gehörige Portion können und vor allem einiges an Handarbeit. Von daher würde ich nicht davon ausgehen, daß man dort die Pferde nur deshalb in so kurzen Zeitabständen neu beschlägt, weil man sonst nichts zu tun hätte ...

    Hallo Herr Nemitz,


    dazu kann ich jetzt auch nichts sagen, es wird ja auch nicht weiter darauf eingegangen bzw. begründet, warum solch extrem kurze Beschlagsintervalle angewendet werden, es ist aber schon sehr ungewöhnlich solch extrem kurze Zeitabstände anzuwenden.

    Selbst auf der Galopprennbahn sind Beschlagintervalle von 4 Wochen recht durchschnittlich, wobei hier oft die weitgehende Abnutzung der leichten Eisen durch forciertes Training und die abrasive Wirkung des Sandes des Geläuf's ausschlaggebender sind als eine sich in 4 Wochen zu stark veränderte Zehenachse.

    Als Ausnahme wären hier wohl besondere Umstände mit sehr speziellen orthopädischen Beschlägen zu betrachten. Aber Pferde mit solchen besonderen Beschlägen und einer damit in Zusammenhang stehenden Erkrankung gehören eigentlich nicht in einen normalen, täglichen Regelberitt, sondern bis zu ihrer weitgehenden Genesung auf Krankenstation mit Veterinärmedizinischer und eben auch Beschlagorthopädischer Begleitung, denn da ist oft keine oder nur geringe (z.B. 2 x 10 oder 15 min.) tägliche Bewegung - meist auch nur im Schritt angesagt. Da kann es durchaus schon angesagt sein, in solch kurzen Zeitabständen Horn abzutragen und den Beschlag neu korrigieren bzw. eigentlich nur neu aufzupassen und wieder aufzuschlagen wobei man versucht nach Möglichkeit jeweils die bereits vorhandenen Nagelkanäle wieder zu verwenden um ein zu starkes zernageln der Hornwand so gering wie möglich zu halten.

    Um zurück - zum eigentlichen Thema zu kommen hier nachfolgendes:


    Sicher überall wo Zugtiere, vor allem Pferde und Rinder, - Esel und Maultiere eingeschlossen zu Spanndiensten herangezogen wurden, kam es durchaus und auch immer mal wieder vor, daß ein Fahrzeug, ein Wagen an der Mitteldeichsel "nur von einem Zugtier" fortbewegt werden sollte oder musste*.

    *Diejenigen, welche sich vielleicht noch an Erzählungen ihrer Eltern oder Großeltern erinnern können, werden vielleicht Erinnerungen haben, daß da berichtet wurde, wie in den Jahren ab 1939 ff. der eine oder andere landwirtschaftliche Betrieb (Fuhrmann, Holzrücker u.a.) auf einmal "ohne" Pferd-e da stand. Wohl dem, der damals einen "Schläger oder Beißer" hatte, und durfte ihn von der Musterung wieder mit nach Hause nehmen. Der konnte dann wenigstens noch "Einspännig" arbeiten. Andere mussten notgedrungen auf Rinderanspannung umstellen, was ja auch keineswegs aus der Hosentasche heraus ging - geschweige denn funktionierte ...


    Aber wieder zurück zum Thema. Hier nachfolgend einige Eindrücke aus vergangener Zeit:




    Abfahrt zur Feldarbeit 1928


    zur Arbeit auf's Feld 1968


    ein leerer Wagen stellt erst mal so keine große Herausforderung da ... ?

    mit vielen Zentnern Heu - oder Getreidegarben beladen sieht die Sache dann aber schon anders aus. Vor allem bei unebenem Gelände, bei engen Wegen und Hofeinfahrten etc. etc.


    aber auch Kühe oder Ochsen wurden einspännig an der Deichsel angespannt gefahren


    Das fahren eines einzelnen Zugtieres an der / einer s.g. Mitteldeichsel eines Wagens etc. ist Grundsätzlich und erst einmal "nicht" per se verboten. Es werden aber Anforderungen und Voraussetzungen vom Gesetzgeber erhoben, die es bei solchem Vorhaben eizuhalten gilt.

    Auch wenn wir die hier schon wohl sogar mehrfach beschrieben und darauf verwiesen haben, - das ganze nochmal:


    24. März 2008

    Ganz besonders hervorzuheben ist dabei folgende Beschreibung, denn genau so - verbotenerweise wurde das ganze wohl doch häufiger gemacht:


    Unzulässig ist die Anspannung an den Enden der beiden Ortscheite (Schwengel) der Bracke (Waage) oder nur an einem Ortscheit der Bracke, wenn diese nicht mit einer Kette oder dergleichen festgelegt ist.


    Für Stilfahren vielleicht ned so prickelnd

    Es ist ja auch ein "ARBEITSGESCHIRR" !

    Robust - einfach, ohne Geschnörkel - praktisch ...


    Da der s.g. große Bauchgurt, hier je Seite mit 6 Lochungen zur Höhenverstellung der Schere - lose durch die Gurtriegel am "Sättelchen" gleitet, balanciert sich die Schere - vor allem im Gelände, am Acker, im Wald usw. bis zu einem gewissen Grad selbst aus ...


    An einigen dazu abgegebenen Kommentaren kann man allerdings leicht erahnen, daß der/die Schreiber/in wohl kaum jemals näher einen "Arbeitseinspänner" in Natur und bei der Verrichtung landwirtschaftlicher Arbeit (in der Schere - vor'm Wagen, einer Ackerwalze, einem Düngerstreuer, einem Vielfachgerät etc. ...) gesehen, geschweige solch ein Geschirr jemals in Händen gehabt haben.

    Als es vor vielen Jahren mit dem Bieber in und an deutschland's Wasserläufen langsam wieder aufwärts ging, war die ganze Nation hellauf begeistert. Ist ja auch ein possierliches Tier, das nur am / im Wasser lebt und zudem ein reiner Vegetarier.

    Und dann wurden es immer mehr. Wie schön ...

    In manchen Gebieten breitete sich der Bieber so stark aus und richtete durch seine unterirdischen Bau-Baumaßnahmen solche Schäden im Uferbereich von Flüssen an (z.B.: in Bieberbauten eingebrochene Traktoren), daß man gezwungener Maßen zum ausgewählten Abschuß zurückkommen musste. Und hier handelt es sich nicht um 1 oder 2 Tiere, nein auch nicht um 10 oder 20 ...


    Beim Wolf war die Nation zwar von Anfang an in geteilten Lagern. Aber die Grund- oder Ausgangssituation, ein Säugetier, welches ehemals hier Land auf - Land ab heimisch, doch vor vielen Jahrzehnten schon verdrängt war kehrt zurück.

    Die Schadenslage, die Schadensbehebung, der Schadensersatz und geeignete Schutz- bzw. Vorbeugemaßnahmen sind hier aber Augenscheinlich in einer anderen Dimension zu betrachten.

    Nicht zu vergessen die erwähnten "Bastarde", die für die richtigen, reinen Wolfspopulationen sicher keine gute, geeignete Basis sind.

    @Shettyfreak - meine volle Zustimmung !


    Warum haben unsere Vorfahren in den vergangenen Jahrhunderten den Wolf in den immer dichter besiedelten Teilen Europas verdrängt. Man hat ihn ja letztendlich nicht ausgerottet, nur eben aus den dichter und landwirtschaftlich intensiver genutzten Regionen verdrängt. Ja, natürlich auch durch dementsprechend intensive Bejagung.


    Frühe menschliche Siedlungen waren oft mit Graben, Wall und Dornenhecken nach außen hin gegen unerwünschte Eindringlinge jeder Art befestigt.

    Die Zäune, welche von s.g. Fachleuten (?) als Wolfsschutzzäune empfohlen werden sind dagegen ein Popatz.

    Da lachen auch keine Hühner mehr, wenn da z.B. für Schafsweiden von 90cm - 120cm hohem, stromführenden Knotennetz geredet wird, wo man doch weiß, daß selbst Wildschweine solche Höhen teilweise fast mühelos überspringen.


    Eine andere, durch DNA-Analysen festgestellte Tatsache ist, daß bei etlichen Rissen kein reinrassiger Wolf sondern ein s.g. Bastard, also eine Kreuzung oder Vermischung aus Wolf und Haushund der Übeltäter war.

    Daher vielleicht auch eine weitaus weniger stark ausgeprägte scheu gegenüber menschlicher Nähe - die ja von Wolfsexperten immer so gerne in den Vordergrund gestellt wird. Hier ist (dann) eine ganz andere Symptomatik vorhanden wie dies z.B. beim Luchs der Fall ist.


    Viele Leute, die sich gerne den Mantel des Naturschützers umhängen, haben - zumindest am Anfang wohl grüne Augen gehabt, mit denen sie erst mal alles "schön" gesehen- und geredet haben.

    Aber inzwischen, seit sich die Wölfe über die Truppenübungsplätze im Osten der Republik hinausbegeben und Land auf Land ab, zu erst weitgehend noch in den östlichen Bundesländern, inzwischen schon längst in etlichen Regionen Westdeutschlands angekommen, immer wieder an landwirtschaftlichen Nutztieren schadlos halten wird der Blick bei vielen klarer !"


    Den Zaun mit der "einen" Stromführenden Litze und den "Flatterbändern" aus dem oben gezeigten Youtube-Video: Fladry fencing to prevent wolf/livestock conflict halte ich persönlich für einen großen Witz !

    Solche und ähnlich geartete Vergrämungsversuche bei Wildschweinen haben nur geringe, kurzzeitige Erfolge gezeigt.

    Ruck-zuck haben die raus, wo und wie man doch an den leckeren Mais (oder anderes) auf der anderen Seite des Zaunes rankommt.

    Da die "Wohlfühltemperaturen" bei warmblütigen Säugetieren sicher nicht so ganz weit auseinander liegen dürften, hier ein kleiner Abstecher zum "Homo sapiens":


    Bei immer mehr Hitzetagen, da leidet die Arbeitsleistung, also auch die Produktivität.

    Nach einer Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nimmt die Bereitschaft zur Arbeitsleistung bei Temperaturen ab 26°C aufwärts ab. Man schafft die Leistung zwar noch, aber die Bereitschaft zur Arbeitsleistung nimmt ab, man fühlt sich einfach nicht mehr so gut ...

    "Eigentlich will der Körper Ruhe haben bei diesen Hitze"!

    Professor David Groneberg, Institut für Arbeits-, Sozial- und Umweltmedizin, Uni Frankfurt

    @dorina


    In Bezug auf die "nur 4 Beiträge" innerhalb von fast10 Jahren (Mitglied seit 27. Dezember 2009) gebe ich Dir schon recht. Das ist eine mehr als magere Beteiligung hier. Wenn man aber annehmen würde, daß selbiger zumindest doch hin und wieder hier hereingeschaut hat, vielleicht sogar in den vergangenen Monaten etwas mehr ... und wenn man vermuten mag, weswegen, wessent wegen er sich hier nicht weiter Beteiligen mag, so wird vielleicht ein Schuh draus.