Posts by Albert

    ... . Es gab auch Modelle mit Kevlar Pannenschutz seinerzeit oder Reifen die für ein Lasten Fahrrad sind . ...

    Die hätte ich für mein Esel-Gig a la fahrende Parkbank gebraucht, als wir damit die Puszta unsicher machen wollten.


    Ein nettes kleines, gelbes Blümchen und die neuen, starken Mountainbike-Reifen gaben w.o.: Tribulus terrestris (der Gattungsname Tribulus bezieht sich auf das gleiche lateinische Wort für die Kriegswaffe Krähenfuß aus vier Nägeln oder Stacheln.)

    Ich hatte die Geschichte hier unter "Plan- Zigeunerwagen zu mieten in Ungarn gesucht" erzählt. Wenn man mit seinem Esel und Gig nicht nur zuhause immer um den Wohnblock fahren will, sollte man bei der Reifenqualität nicht sparen.;)

    ... wenn man sich diese englischen Gigs (natürlich nur die Originalen) zum Vorbild nähme. ...

    Ehrlich gesagt: Der Wunsch eines möglichst großen Rades ist bei mir nicht wegen des englischen Gig-Know-hows hochgekommen, sondern als ich in Frankreich alte Eselkarren gesehen habe. Nach den Tipps des zitierten Gespannfahrers habe ich gewusst, wie ich das relativ günstig umsetzen kann.

    ... Albert, wie groß ist der Esel? ...

    Hier die Proportionen meines Gespanns:

    Esel: Stkm. 1,30

    Raddurchmesser: 1 Meter

    Sitzhöhe = Sitzbeinhöcker Esel: 1,10 Meter

    Den Gig habe ich mit diesen Angaben + der meines Lebendgewichts bauen lassen. Ich wollte ein Gig mit möglichst großen Rädern (wegen der Optik und der Laufeigenschaften). Als (Foto)-Muster für den Kutschenbauer habe ich ein Trainingsgig genommen, das Zoltan Lazar verwendet, wenn er vor den Dressurbewerben einzelne Pferde aus seinem Vierspänner noch korrigieren will.

    Als Option kann ich dieses Gig auch für meinen Haflinger (Stkm. 1,46 – Sitzbeinhöckerhöhe 1,20) nehmen. Will ich dabei keinen Kompromiss eingehen, müsste ich die Räder gegen solche mit 1,10 Durchmesser tauschen. Sitzhöhe und Achsposition kann ich verstellen.

    .. kann nicht erklären warum dass bei Albert klappt ohne Zuglinienbruch und bei Shetty +Cavaletti nicht, weil die größendiffernez ja keine erhebliche ist. ...

    Das kann bei jedem Einspänner anders sein. Es hängt von der Konstruktion ab, wo die Gabel liegt, und wo das Ortscheit liegt.


    Mir hat ein alter Gespannfahrer gesagt: „Wenn du dir ein Gig zulegen willst, schau dir die Proportionen englischer Gigs an: Räder so groß, dass die Sitzhöhe knapp über dem Raddurchmesser liegt – abhängig vom Zugtier, etwa auf Höhe dessen Sitzbeinhöckers. Die Gabel liegt waagrecht knapp über der Achse und läuft ab Kniegelenk in einem Schwung zu den Tragösen hoch. Wichtig ist auch, dass der Sitz oder der ganze Kasten verschoben werden kann, abhängig ob du bergauf oder bergab fährst. Nur so kannst du ein Gig ausbalanciert fahren!“.


    Wenn ein Gig halbwegs nach diesen Empfehlungen gebaut ist, wird das Ortscheit auch so hoch liegen, dass kein Bruch der Zuglinie eintritt. Das Ganze ist technisch gesehen, ein „Spiel der Momente“. Damit durch den Zug nur ein kleines Moment wirken kann, wird das Ortscheit in der Nähe der Linie Zugkrampe (Kumt) bzw. Brustblattspitze und Achsmittelpunkt liegen.

    Bei einem Gig a la „Parkbank auf Rädern“ wirst du das nicht umsetzen können. Hier wird die Gabel mit der Zugrichtung der Stränge zum - wegen der kleinen Räder - viel tiefer positionierten Ortscheit einen viel größeren Winkel einnehmen. Wenn du bei so einem Gig die Stränge durch die Gabelriemen führst, wirst du eine „gebrochene Zuglinie“ haben. Wobei hier diese „gebrochene Zuglinie“ für ein Zugtier nicht so ein Problem ist, wie wenn sie im Bereich Selett bzw. Kammdeckel durch zu hoch geschnallte Oberblattstößel entsteht.

    Liebe Fam. Lang,


    Es wäre schön, wenn Fragen präzieser gestellt würden;)!

    Ihr habt euch hier nicht vorgestellt. So kann ich nur vermuten, was ihr wissen wollt.

    Dazu zeige ich euch Bilder, wie ich die Stränge in den Scherenriemen lege, und wie sie insgesammt unter Zug liegen.



    Hier siehst du, was du vermutlich als "Achterschlag" meinst, und wie bei mir die Stränege duch den Scherenriemen laufen.


    Hier siehst du auch, wie ich den Zugstrang unterhalb der Tragöse unter den kleinen Bauchgurt führe.


    Hier unter leichtem Zug


    Hier in Bewegung


    Und hier kannst du sehen, wie Umgang und Scherriemen beim Aufhalten (Bremsen) durch das Zugtier sich spannen und wirken, und der Zugstrang dadurch leicht durchhängt.

    ..

    Meine Empfehlung wäre wie bei den Fahrrädern auch einen Bremsbelag auf dem Bremsschuh anzubringen wie bei den alten Fahrardbremsen auch. ..

    Aus meiner "Puch - Waffenräderzeit" erinnere ich mich, dass diese Gummi/Gummi - Paarung auch ordentliche Geräusche von sich gaben. Damals hatten die Fahrradreifen viel weniger Profil als heutzutage - wodurch die Melodie eintöniger war.
    Die Bremswirkung war bei meiner Parkbank auf Rädern mit der Gummi/Metall-Paarung hinreichend - ich wohne am Berg und muss eine Gefällestrecke mit gut 25 überwinden, wenn ich ins Tal will (heimzu kann ich diese umfahren).

    Ich kann dir Fotos von so einer Reifenbremse bei einer leichten "Parkbank auf Rädern" zeigen, die bei mir in der Tenne verstaubt. (Ich weigere mich mittlerweile solche Billigschlosserarbeiten, denen jegliche Ästhetik und Erfahrung früheren Kutschenbaus fehlt, als „Gig“ zu bezeichnen.)


    Das Bremsgequietsche hatte mich, als ich sie noch verwendete, ziemlich genervt.

    Nachdem das Pony meiner Tochter sie einmal ordentlich demoliert hatte, habe ich sie wieder hergerichtet. Dabei habe ich sie mit verstellbaren Ansen aus Edelstahl und mit Trommelbremsen ausgestattet. Letzteres habe ich mit einer Fahrradwerkstatt organisiert, die mir die Bremsen in starke Mountainbike-Felgen eingespeicht hat.


    Von dem Ding habe ich mich nur deshalb noch nicht getrennt, weil ich die viele Arbeit nicht vergessen kann, die mir bei einem Verkauf keiner bezahlen würde.

    Hallo!

    Kann mir jemand sagen, nach was man die Länge der Fahrleinen (Einspänner, Gig) bemisst?

    Ich möchte mir neue Leinen anfertigen lassen und habe nun die Qual der Wahl.

    Wieviel sollte noch über sein? Und warum?

    Vielen Dank!

    Du fragst wegen deines Gigs, daher ein Beispiel an einem Gig. Schau dir einmal diese beiden Bilder meines Gigs an:

    Hier in der Grundhaltung. Die Leinen habe ich bei diesem Gig mit einem strengen Klettverschluss-Band seitlich am Sitz fixiert (Im Bild das schwarze Band im vorderen Drittel des Sitzes). Würde ich sie nicht mit dem Klettverschluss-Band fixieren, würden sie am Bodenbrett aufliegen und könnten evtl. Probleme bereiten. Die Fixierung mit dem Band dient mir auch zur Leinensicherung, falls sie mir wirklich einmal "entkommen".


    Hier in der etwas weiten Arbeitshaltung beim Kegelfahren. Du kannst hier sehen, dass sich die Restlänge gegenüber der Dressurhaltung deutlich reduziert.


    Bei diesem Gespann könnten nach meinem Dafürhalten die Leinen um eine Idee (ca. 25 cm) kürzer sein. Ich verwende das Geschir aber auch bei anderen Wagen (Skelleton Gig, Bauernchaise), die mit keiner Ansenverstellung ausgestattet sind, und ich dadurch nicht so nah am Zugtier sitzen kann. Dann bin ich froh, dass ich keine Leineverlängerung brauche (die auch hätte).

    Hallo Albert,

    hast Du dein Geschirr, insbesondere das Kummet schon mal in Details hier im PK bildlich ein gestellt ?

    Das wäre bestimmt für einige von Interesse.

    Ich hatte 2017 etwas mehr zu meinem Geschirr und meinen Überlegungen dazu geschrieben: Voriges Wochenende: Beim Alm-Schwendtag mitgeholfen.


    Mittlerweile habe ich die Führung im Kumtgürtel ändern lassen. Das Herausrutschen ist Geschiche. Noch bin ich mit der Einstellung nicht zufrieden - ich möchte den Zugpunkt ein kleines Wenig höher und dazu das Kumt unten etwas mehr offen haben. Dazu muss ich noch einmal mit der Sattlerei schauen, wie wir das lösen können. Nach dem Umbau kann ich es am Kumtgürtel nicht höher schnallen.


    Die austauschbaren Arbeitsstrangstutzen habe ich mittlerweile mit Hanfsträngen ausgestattet.

    Auch beim Bauchgurt habe ich etwas ändern lassen. Bei meinem Esel liegt im geraden Stand der Bauchgurt mehr als einen Hand breit hinter dem Ellbogenhöcker (und bleibt auch dort). Vorallem beim Bergauffahren wird bei Eseln die weiche "Achselhaut" zusammen geschoben und kann zu beim Bauchgurt zu Geschirrdruck führen. Nach meinen Beobachtungen verursacht bei meinem Esel nicht die Vorderkante des Bauchgurtes diesen Geschirrdruck sondern die Schlaufen des großen Bauchgurt, weil die "Achselhaut" auf diese geschoben wird. Ich habe daher die Schlaufen entfernen und durch eine weiche "Schlaufentasche" ersetzen lassen. Das hat viel verbessert.


    Insgesamt bin ich "und Esel" nach wie vor mit diesem Geschirr recht zufrieden :thumbsup:


    Letzten Sonntag haben wir bei unserem Georgifest die Ehre der Langohren vertreten.

    Bei 55 Kurzohren waren wir deutlich in der Minderheit - werden dort aber immer gerne gesehen. Auch die Pferde bleiben bei einem rücksichtsvollen Mitfahren ruhig.





    Die Zeiten in denen sich Leute wieder für den Pferdezug interessierten und Überlegungen anstellten wie sie ihren Hof, Nebenerwerbsbetrieb, oder spezifische Arbeitszweige auf Pferdezug umzustellen können, scheint vorbei zu sein.

    Bei uns läuft derzeit der erste, sich über zwei Jahre ersteckende, "Zertifikatlehrgang Arbeitspferd", organissiert von der ÖIPK mit dem Ländlichen Fortbildungsinstitut der LWK. Der derzeitige Kurs war innerhalb weniger Tage ausgebucht. Für den nächsten gibt es bereits genügend Vormerkungen, dass dessen Zustandekommen gesichert zu sein scheint.

    Nun ja, Meister fallen nicht vom Himmel. Es wird dauern, aber der Schwung scheint zumindest bei uns noch da zu sein - und zur PferdeStark werden auch nicht nur desisnteressierte Besucher kommen.

    Dieser „journalistische Reisser“ basiert auf einer Studie der Schweizer ESU-services GmbH (http://esu-services.ch/de/dienstleistungen/ ), einem Unternehmen, dass sich auf die Erstellung von Umweltbilanzen als Dienstleistung spezialisiert hat. Die Studie ist hier abrufbar: http://www.esu-services.ch/fil…%96kobilanz-Haustiere.pdf


    Leider ist in unserer modernen Gesellschaft die Haltung eines Pferdes nach wie vor ein elitäres Hobby, und daher wird diese Studie nicht so Unrecht haben.


    Für den - heute muss ich schon sagen - vorjährigen Stephaniritt habe ich unserem Pfarrer einen Handzettel zukommen lassen, der unter Anderem folgende Sätze zum Nachdenken enthielt:


    Das Pferd war über Jahrtausende hinweg der Motor für Arbeitsleitung und Mobilität des Menschen. Es konnte dabei mit nachwachsenden Pflanzen aus unserer Umwelt „aufgetankt“ werden und der ausgeschiedene Verbrennungsrückstand konnte wieder als Dünger zur „Kraftstoffproduktion“ eingesetzt werden. Mit jedem Fohlen erzeugte es selbst das nächste, modernere Modell.

    Wo stehen da Auto oder Traktor, nach erst 100 Jahren ihrer pferdeverdrängenden Einführung? Bereits jetzt ist erkennbar, dass deren Kraftstoffversorgung demnächst zu Ende geht, und diese hat in dieser kurzen Zeit das Klima unserer Erde aus den Angeln gehoben. Alle neuen Technologien, wie die Elektromobilität sind wieder auf nur kurzfristig verfügbare Rohstoffe angewiesen und werden unsere Umwelt weiter verändern.


    Kaiser Wilhelm II - dem letzten deutschen Kaiser - wird eine Aussage zugeschrieben: "Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung." War dies, von der Automobilindustrie als krasses Beispiel einer Fehleinschätzung hingestellt, doch ein weit vorausschauendes Ahnen?


    Bei einem ehrlichen Einsatz des Pferdes als Arbeitspferd sähe die Umweltbilanz bei Interpretation dieser Studie besser aus, wenn - ja wenn - dessen Raufitterbedarf nicht mit Traktor bzw. fossiler Energie erzeugt wird.

    erstmals auf die Spuren dieser Pferdeeisenbahn gestoßen

    Ich habe mir vor einigen Jahren den großteils auf der Originaltrasse der Pferdeeisenbahn Linz-Budweis verlaufenden Pferdeeisenbahn-Wanderweg von Linz St. Magdalena bis Bujanov (Angern) in Tschechien hinsichtlich einer Befahrbarkeit mit kleinen Kutschen (Ein- und Zweispänner, max 1.40) angeschaut. Für Wanderkutschenfahrer mit Geländeerfahrung ist dies mit wenigen Stellen, die kleinräumig umfahren werden können, möglich. Für große Kutschen, wie eine Postkutsche sind die Wanderwegstrecken ungeeignet.


    Selbst bin ich die Strecke von St. Magdalena bis Lest mit einer Kutsche gefahren. Freunde von mir sind die gesamte Strecke in fünf Etappen mit Eselgespannen befahren. Mir ging es dabei, wie es mir bei meinen Wanderundgen auf historischen Saumwegen auch geht: Wenn man sich zuvor mir der Geschichte dieser Wege beschäftigt und sich in die Mühen der damaligen Tage hineindenkt, hört man während solcher Begehungen, bzw. Befahrungen immer wieder den Hufschlag der Vergangenheit und verdrängt vorübergehend die umgebende Allgegenwart des Jetzts.


    www.pferdeeisenbahn.at




    Da hat's wen gejuckt, seine Eindrücke auf einer Wanderung mit mir zu schilden.
    Die schönsten Tage dieses Jahres, waren aber jene, als ich nach Ausheilung Taoris Hufabszesses mit ihr allein die letzten 2/3 des Weges fertig erleben durfte.
    Die "Säumerwanderung zum Erlebnistag" soll dagegen eine recht gemütliche Tour werden.