Posts by schwolli

    Hallo Jeverson


    Ja das ist genau der Unterschied beim Militär wurde höchste Belastbarkeit gefordert und die Optik war nicht ganz so wichtig.

    Beim Luxus Gespann stand die Belastbarkeit nicht an erster Stelle da hier ja keine so große Belastung stattfand, hier war Optik und Eleganz mehr gefragt bei ausreichender Stabilität!

    Ein weiteres Argument war auch beim Militär die leichte Austauschbarkeit und Erneuerung von gebrochenen oder kaputten Speichen was durch den Speichenschuh auch leichter und effektiver möglich ist als durch eine reine Holzzapfenverbindung. Das war ein nicht zu unterschätzendes Argument da im Kriegseinsatz ein defektes Rad ein Geschütz oder einen Versorgungswagen unbrauchbar machen konnte.Dazu gibt es in vielen Dienstvorschriften Anweisungen wie man defekte Räder bzw. Speichen wieder einsatzbereit oder durch Hilfsmittel ersetzen kann. Man war sich wohl bewusst auch auf feindlicher Seite das die Holzräder einen Schwachpunkt an allen Wagen und Geschützen darstellten.

    Ja richtig diese Tüllenräder waren sehr stark vertreten in Wien am Kaiserhof und auch bei den Ungarn.

    Von der Fa Lohner & Lohner gibt es in Schönbrunn einige Wagen fürs Kaiserhaus mit solchen

    Speichentüllen. Fig 18 ist ein Rad mit solchen Tüllen wie sie hauptsächlich bei herrschaftlichen Kutschen Verwendung fanden und Fig 19 zeigt ein Rad in der konventionellen Technik mit Speichenzapfen.

    Beim Militär wurden nur die vorher erwähnten Speichenschuhe eingesetzt und das auch nicht durchgängig. Diese wurden in Kriegszeiten und vor der Einführung der Metallnaben auch beim Militär nicht verbaut sondern ebenfalls die klassische Einzapfung der Speiche ohne zusätzliche Metallverstärckung. Das selbe gilt übrigens auch für die Kennzeichnung der Räder sie wurde auch nicht durchgängig ausgeführt.


    Hallo PRINZ B


    ich kann dir vielleicht weiterhelfen das sind sogenannte Speichenschuhe. siehe Anhang Bild Konstruktion eines Militärrades


    Die Frage von Drossendorfer konnte den Link leider nicht öffnen. aber eckige Metallschnallen versilbert oder vergoldet die Strippenenden ebenfalls mit entsprechender Metallspitze sind Ofizierskopfgestelle in der Regel.

    Aber auch zur Parade bei den Paukenpferden und Standarten Abordnungen wurden diese Offizierskopfstücke und Vorderzeuge verwendet. Die Schnallenfarbe silber oder Gold war abhängig von der Regimentszugehörigkeit wie auch die Uniformknöpfe silber oder Gold ( Messing)

    Ich schau mal nach einem Bild von meinen hab ich leider noch keine.


    ja ich bin auch kein Kenner des Schweizer Militärs

    aber die Kennung dürfte meiner Meinung nach P = Pferd dann Fertigungsnummer und die Zweistellige Zahl in der 3 Reihe das Herstellungsjahr 15 = 1915 . Auf diese Art wurden im Kaiserreich beim Militär ähnlich gekennzeichnet. Hier wurden die Fertigungsnummer auch immer mit einer führenden Null ausgeführt. Anhand der Fertigungsnummer konnte dann auch der Hersteller ermittelt werden da nur jeder Hersteller über eine bestimmte Nummernreihenfolge verfügte.

    Hallo Hafiking

    Deine Packtasche ist eine Packtasche für den Armeesattel 98 erkennbar an der kleinen Patronentasche. und am festen Ledersteg zwischen der rechten und linken Tasche. Bei den Packtaschen 34 für den Armeesattel 25 sind die Packtaschen durch einen eigen Steg ( Sattelüberwurf) durch Schnallkrampen befestigt auch gibt es keine Taschen für Patronen sondern nur die Hufeisentasche.

    Anbei ein Bild mit der selben Tasche am Armeesattel 98 vorschriftsmäßig bepackt linke Seite mit Karabinerfuteral 1



    Gruß Schwolli

    Hallo Prinz ich kann nur für mich antworten.

    ich beschäftige mich seit ca. 40 Jahren mit Pferdeanspannung bin Fahrlehrer und hatte selber Pferde und bin auch alles vom 1 bis 6 Spänner gefahren.Ebenso in meiner Jugend Turnier Military geritten. Bin nachdem ich mich am Anfang mit der traditionellen Anspannung beschäftigt habe, dann im laufe der Zeit auf die Militäranspannung und Reiterei gekommen und hab angefangen mich damit zu beschäftigen und auch versucht mit meinen Pferden das in der Praxis selber umzusetzen. Das ging dann einige Jahre und ich fing dann an Geschirre und und Sättel zu sammeln. Da die meisten Stücke aber defekt oder nicht mehr zu gebrauchen waren restaurierte ich die Stücke und zwar im Original Zustand nach Original Unterlagen aus dem Kriegsarchiv. Ich bin nicht der klassische Sammler sondern versuche die Geschirre so Orginal wie möglich zusammenzustellen. So das ich immer komplette Anspannungen die auch gebrauchsfähig sind sammle. Was im Original nicht zu bekommen ist fertige bzw. baue ich nach. Ja man braucht schon viel Zeit Geduld und auch Platz aber es geht auch mit weniger.

    Mir geht es auch darum das dieses Hippologische Wissen nicht verloren geht.

    So das wärs von mir in kurzen Worten

    Hallo Reini

    Über deinen Tragsattel ist ja schon eigentlich alles von Markus gesagt ich hab mich mal mit den deutschen satteln beschäftigt da gab es auch den Unterschied zwischen Trag.-Packsattel. die Trag Sättel wurden bei den reitenden Einheiten hauptsächlich zum Transport von MG und Munitionen aber auch Kabeltrommeln für die Verlegung von Telefonleitungen etc. Während die Packsättel hauptsächlich bei den Gebirgseinheiten verwenden wurden und auch etwas anders konzipiert waren in den Halterungen. Sie konnten Tragekörbe aufnehmen aber auch ganze zerlegte Geschütze.

    Für was deine Ketten ganz genau bei dir gehören müßte man einfach schauen ob es Bilder oder Beschreibungen gibt ich tippe aber auf Tragsattel da die beiden Tragbarem keine Ausleger haben für Tragekörbe und die Schrauben mit Steigbügel zur Aufnahme von Tragegestellen vermutlich MG etc..

    Aber ich finde das es ein schönes Stück ist. Vielleicht finde ich mal bei mir ein paar Bilder dazu die ich dann einstellen kann.

    Hallo Markus

    also mit dem Infantriegeschütz hast du natürlich recht.

    zu deiner Frage und deinem Bild mit dem Sitzkissen,das Bild von mir zeigt ein Kalblutgespann aus dem 1 WK dort wurden bei der Fußartillerie Sielengeschirre ähnlich der Sielengeschirre 25 verwendet. Unterschied war in den Maßen und in der Form der Ringe und statt der üblichen Sättel bei der Feldartillerie wurden bei der Fußartillerie mit Kaltblutpferden sogenannte Sitzkissen ( siehe dein Bild) aus Leder in Sattelform verwendet. Dort konnte auch das ganze Gepäck am Handpferd angebracht werden.

    Bei der Wehrmacht und der Reichswehr gab es keine Sitzkissen mehr nur Sattel 25 oder Rückriemen ( Kammkissen) da hier nicht mehr bei der Beschirrung unterschieden wurde zwischen Kalt.-bzw. Warmblutpferden sondern das Sielengeschirr 25 für Kaltblüter sowie Warmblüter als Einheitsgeschirr geeignet war.

    Hallo hab auch mal wieder in meinen Unterlagen gekramt

    und möchte euch ein paar Bilder aus dem Buch " DAs Deutsche Reiterbuch" von 1939/1940 vom Archiv Verlag Berlin zeigen:



    Ein Bild Einspänner im Sielengeschirr vor Granatwerfer und das zweite Bild Heerefeldwagen HF 7 ( Gummiwagen ) in Aktion

    Ein kleiner Nachtrag zum Beinschutz die auf dem Bild abgebildete Stangenpferde mit Reiter sind mit dem abgebildeten Sattel mit Deichseleisen (Deutscher Fahr-Sattel) ausgerüstet. Die Deichseleisen sind leider auf dem Bild von 1830 der Königlichen Bayerischen Ersatz Fahrabteilung 13 nicht sichtbar.

    die Deichseln waren nicht immer so tief wie bei den Protzen im 1 WK. Was auch mit deren Konstruktion zu tun hatte.

    Interessant ist auch die Peitsche eine normale Fuhrmannspeitsche mit Schlag. Später wurden nur mehr Fahrpeitschen ähnlich der Reitgerte sogenannte Fahreraale verwendet.







    ja den Beinschutz gab es , für die Stangenpferde Reiter um vor den Schlägen der Deichsel zu schützen.

    Allerdings wurde die Beinschoner nur bis zum Kaiserreich verwendet. Bei der Reichswehr und der Wehrmacht wurde auf die Deichselschützer verzichtet.

    Die Deichseleisen am Sattel wurden bei der bayerischen Armee von 1830 - 1890 bis zur Gründung des Kaiserreiches verwendet danach bis Ende des 1 WK die sogenannten Beinleder wobei die nicht immer vorhanden waren und während des Krieges mangels Material weggelassen wurden und danach bei Reichswehr und Wehrmacht nicht mehr eingeführt wurden.


    Hier noch ein Bild aus meiner Sammlung Armeesattel 25 komplett mit Packtaschen,Gepäckriemen und Wehrmachtssäbel wie er beim fahren vom Sattel verwendet wurde. Säbel dann allerdings links auf dem Sattelpferd.



    Ja Markus find ich toll :thumbup:

    möchte nur eine Anmerkung dazu machen was oft nicht so bekannt ist die Zügel an den Kopfgestellen 22 der Sattel bzw Handpferde sind unterschiedlich. Bei den Handpferden befindet sich auf dem Innenzügel eine Handschlaufe und auf dem Außenzügel ein Außbindezügel.

    Die Ersatz Geschirre die ab ca. 43- 44 angefertigt wurden waren einfach Dem Materialmangel der Kriegsjahre geschuldet, ich hab auch einige davon in meiner Sammlung. Auch beim Zubehör , Packtaschen etc. wurden Ersatzbeschaffungen Kriegsbedingt abweichend von den Kammerstücken gefertigt und ausgeliefert. Wobei es immer wieder von den Einheiten Beschwerden wegen der darunter leidenden Qualität und dem hohen Verschleiß gab.

    Hallo Markus

    ja hab gerade nachgeschaut

    du hast recht es gab den

    Hs 61 und 62 = einspännigen Schlitten

    Hs 41,42 und 43 = zweispännige Schlitten

    Hs1 = Schlitten 300 kg Tragfähigkeit

    Hs 3 = Schlitten 500 kg Tragfähigkeit

    Hs 5 = Schlitten 1000kg Tragfähigkeit


    ich denke so müßte es passen zumindestens nach meinen Unterlagen

    Das ist richtig

    wobei ich mit den Schlitten nicht so fit bin ich hab darüber Unterlagen müßte mal nachschauen da hat es meines Wissens verschieden Ausführungen gegeben mit sogar unterschiedlichen Aufbauten wie Sanitätskasten etc.

    Hallo Markus hier ein paar Bilder von mir

    Gefechtskarren für Granatwerferwagen und Anspannung mit Sielengeschirr 25 der Wehrmacht aus der "Bedienungsanleitung für Granatwerfer"



    Tolle Bilder mit deinem Heeresschlitten, übrigens Eineige Ortschaften weiter bei einem Fahrerfreund, dessen Vater fertigte während des Krieges Heeresschlitten in großer Zahl für die Ostfront HF1 und HF2.


    Als pdf habe ich Dir noch die entsprechende Anspannung ( Geschirr ) als Bild beigefügt.

    Finde deine Präsentations Bilder übrigens sehr gelungen.

    Hallo Markus Josef

    finde deine Bilder sehr gut ich werd mal schauen ich hab da auch ein paar Bilder über das Sielengeschirr 25 und die Anspannung an der Schere

    find ich ganz toll das du das komplett zusammengestellt hast mit dem Infantriekarren der Wehrmacht:thumbup:

    Hallo Kaidan,

    guter Link ist ein kompletter Zug ( 6 Spänner) Sielengeschirr 25 mit Sattel 25 hab ich auch in meiner Sammlung.Wie gesagt immer schwierig einen ganzen Zug darzustellen und zwar so das er alle Details wiedergibt und nicht nur einzelne Teile davon.Da steh ich auch immer wieder vor großen Herausforderungen mit den Bildern.