Posts by schwolli

    Hallo Blochi,

    ich kann Dir eventuell helfen restauriere zur Zeit einige von den Kumten, ist aber eine Zeitfrage und ich müßte das Ding in Augenschein nehmen um es genau zu sehen was alles gemacht werden muß bzw kann ,bis jetzt fehlt dir erstmal das Unterleder was nicht besonders wäre, aber man muß die Mechanik anschauen Job die Verstellzähne stark abgenutzt sind. Leder mäßig sieht das auf dem Bild noch ganz passabel aus.

    Falls Interesse besteht melde dich einfach perPN.


    Grüße

    Martin

    Schwolli

    Ja hallo, Nostalgie

    da hast du schon recht doch wurde bei der Statistik sehr genau unterschieden ob die Tierverluste durch Kampfhandlungen,schlechte Versorgung Futter, oder durch fehlende Pflege Überforderung etc. zu stände kamen. Und Tatsache ist wenn man denn Statistiken glaubt das neben den Verlusten durch Kampfhandlungen überproportional viel Verluste durch eben schlechte Kondition sprich Training und schlechter Umgang und eben auch Mangelhaftes verpassen der Beschirrrung mit ein Grund zu Tierverlusten war. Auf Grund dieser Tatsache wurden die Pferde im 2 Wk besser konditioniert und mit Einheitsgeschirren versehen was zu weniger Verlusten im Gebrauch neben den sonstigen Verlusten im Gefecht durch Futtermangel etc gegeben war.Allein die Tatsache das im Frieden beim Militär besser trainierte Pferde die nach Achenbach gefahren waren eine bessere Überlebenschance als die im normalen gebrauch rekrutierten Pferde aus der Landwirtschaft hatten.Verluste durch Kälte, Futtermangel,Beschuß aber auch durch gezielte Vernichtung waren natürlich höher als die Verluste die durch den Gebrauch ( Kondition) entstanden sind aber sie waren eine nicht zu unterschätzende Größe.

    hallo im Neuen Jahr,

    also mir ist nichts bekannt das wegen eines Sattels es zu größeren Tierverlusten gekommen wäre. aber wie gesagt in der KUK Militärhistorie bin ich nicht so bewandert. Dagegen gibt es Hinweise in der deutschen Armee bezüglich der Bocksättel, der Verwendung von Sätteln mit ungarischem Bock das es zu Problemen kam was je auch zur Entwicklung des Deutschen Armeesattels geführt hat welcher eine Kombination aus Pritsch - und Bocksattel ist. Auch bei den Kumten alter Art kam es zu Scheuer- und Geschirrdruck was durch den Blechmantel verursacht war das versuchte man durch Verwendung von sogenannten Hilfsbrustblättern und Änderungen an den Kumten in den Griff zu bekommen was jedoch nicht richtig gelang und dann zu den Lederstellkumten nach Ahrens führte. Diese waren aber wesentlich teurer und aufwendiger in der Konstruktion und setzen sich auch nicht bei allen Truppenteilen durch. Dieses Kumt hatte die Nachteile der alten Art ( Blechkumt ) nicht mehr, setzte sich aber im Zuge der Neuausrüstung 1916 wegen der zu hohen Kosten und des Arbeitsaufwandes gegen das Einheitssielengeschirr 16 trotz Protesten seitens des Beno von Achenbach nicht durch.

    Fakt ist das es zu großen Tierverlusten unter den verwendeten Zugpferden kam die aufgrund des gesteigerten Bedarfs an Transportkapazität in nicht vorhersehbarer Menge und völlig untrainiert und überfordert mit den zu Erbringenden Zugleistungen und Geschwindigkeiten in großer Menge zu Verlusten führte, die auch nicht so ohne weiteres ausgeglichen werden konnten . ( siehe auch den Film "Gefährten" ) Man muß hier natürlich erwähnen das es sich zu 90 % um Warmblüter also nicht im schweren Typ sondern eher im leichten Reitpferdetyp handelte, die schweren Warmblüter und leichten Kaltblüter wurden erst in der Wehrmacht und der Reichswehr eingesetzt aus den Erfahrungen des 1 WK.

    Ja hallo Florian,

    Genau das hab ich auch gemeint zu dem Kumt habe ich die Original Konstruktionsunterlagen vom Militär ich such sie mal und setz sie ins Forum, diese Kumte sind beim Militär bis Ende des 1900 Jahrhunderts verwendet worden danach wurden die Stellpulte eingeführt. Die sind von der Leib Kontstruktion her wie engl. Kumte nur das die Kumteisen eben typisch fürs Militär sind und der schnalbare Kumtdeckel statt der festen Kumtspitze.

    KUK Sattel kann ich Dir nicht weiterhelfen da ich mich mit der KUK Militärbeschirrung nicht auskenne!

    diejenigen die eine Kopie der HDV 476/2 möchten bitte mich priv kontaktieren per e mail !

    Hallo Florian,

    hab selber nur eine Kopie die ich erst bekommen habe. Qualität ist halt entsprechend !

    Wenn dir sowas reicht ich könnte mal versuchen sie im Rechner aufzuarbeiten wären sicher noch andere daran interessiert aber das würde noch einige Zeit in Anspruch nehmen.


    Viele Grüße

    Schwoli

    ich möchte noch einiges zum Beitrag von Nostalgie anmerken,

    beim Militär gab es immer Fahrvorschriften die älteste mir bekannte ist ca. um 1830 also weit vor Achenbach. Aber hier wurden nicht die Dinge wie Arbeitsausgleich etc wie beim Achenbach geregelt, sondern das fahren in Formationen stand hier im Mittelpunkt. Die Gespanne vor allem Mehrspänner wurden alle ohne Ausnahme vom Sattel aus gefahren,da greift das Achenbach System sowieso nicht sondern die normale Reitlehre. Ausschließlich die Versorgungsfahrzeuge die nur zweispännig vom Bock aus gefahren wurden,waren nach Achenbachsystem zu fahren. Vor Achenbach wurden sie nach der ungeregelten Art einfach nach können des einzelnen Fahrers mit Kreuzleine gefahren. Dieses "Naturfahren" ohne System führte im 1WK zu sehr hohen Verlustzahlen bei den Pferden. Auch was die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit betraf, steigerte sich nach Achenbach die Anforderungen sehr.

    So waren während des ersten Weltkriegs die Einstzfähigkeit eines Zweispänners mit einer max Leistung von 4- 6km/h Durchschnitt schon sehr viel , nach Einführung des Achenbach Systems konnte durch die gleichmäßige Pferdeschonende systematische Ausbildung und Training die Tagesleistung Eines Versorgungsgespannes während des 2 WK auf 10km/h Durchschnitt gesteigert werden ohne die Pferde zu überlasten. Diese Leistung wurden bei gleichbleibenden Fahrzeugen und Beladungsgewichten erzielt.Anzumerken ist auch noch das im 1WK ausschließlich Warmblüter verwendet wurden, während man im 2 Wk auch vermehrt schweres Warmblut und leichte Kaltblüter verwendete.

    Ja hallo hafiking,

    komm leider jetzt erst dazu zu antworten

    Es gab beim Militär Kumte die wie englische Kumte aussahen und nicht verstellbar waren auch gab es ganz am Anfang Kumte die wie Spitzkummte aussahen, Typisch sind die Lederkappen ( Kumtspitze) mit Metallring für den Schweifriemen und die typische Bügelform d.h. keine Zugkrampen sondern Eisensteg mit meistens zwei Löchern. Die verstellbaren Stellkumte wurden erst ab ca. 1870 - bis zum Ende des 1 WK eingeführt und verwendet. Davon gab es nur zwei Typen die alte Art a/A ,das waren die mit Blechmantel und die neuer Art n/A das waren die ganz aus Leder .

    Ab 1916 - 1945 wurden keine Kumte mehr hergestellt und eingesetzt, sondern nur noch Einheits Sielengeschirre (Sielengeschirr 16 und Sielengeschirr 25 ).


    beste Grüße und schöne Feiertage wünsch ich Dir :thumbup:

    Hallo albert,


    tolles Bild von dem Trainwagen

    Dazu möchte ich folgendes dazu fügen das der Train innerhalb der bespannten Einheiten auch beim K.uK. in Österreich eine gewisse Sonderstellung bezüglich der Fahrzeuge sowie auch einzelner Geschirre hatte. Das abgebildete Trainfahrzeug entspricht der klassischen Machart wie sie in der Landwirtschaft und im gewerblichen Fuhrwerken verwendet wurden. Keine typische Militärbauart. Das kommt daher das beim Train sprich Versorgung diese Fahrzeuge in Nutzung waren da sie nicht so geländetauglich wie die Fuhr und Einsatzfahrzeuge bzw Geschütze der Artillerie sein mußten und in der Herstellung billiger und einfacher waren.Allerdings wurde auf die feste Sprengwaage nicht verzichtet d.h. siehe Bild es wurden keine Spielwagen verwendet. Die Waage war fest angebracht und leicht beweglich konnte aber mittels Ketten festgelegt werden. Wie ich schon gesagt habe beim Train, Kavallerie etc. und deren Versorgungsfahrzeugen war das so.Diese Konstruktion mit der Verbindung zwischen Hinter und Vorderachse hätte im Galopp im schweren Gelände unweigerlich zum Bruch der Holz (Langbaum) Verbindung geführt. Deshalb Hatte das Militär auch ein eigenes Fahrzeugsystem sprich Protzigstem beim dem immer die Hinterachse mit Vorderachse beweglich verbunden war.

    Hallo Hafiking,

    also bei den Militärkumten alter Art gab es keine lederhaften da die keine Kumtbügel hatten da das Oberteil aus Blech war und die Zugösen angenietet.

    Bei den Kumten neuerer Art aus Leder die hatten Kumtbügel aus Eisen und die waren alle grundsätzlich mit Lederhaften befestigt.

    Die Bügel konnten ohne öffnen der Haften nicht abgenommen werden.

    Hallo, also das mit der Schnalle zum anhängen von Pionierwerkzeug ,Säge etc. scheint mir schon als sehr authentisch, aber es gibt halt leider keinen eindeutigen Hinweis darauf. Geschirre aus Ersatzmaterial habe ich auch einige aber dazu gibt es leider auch keine Unterlagen genauso wie Anfertigungen zur Materialeinsparung und für adaptierte Gegenstände.Hierzu habe ich nur einige Beschreibungen in den einzelnen alten Regimentsanweisungen gefunden.

    Die Säbelhalter in den Bildern von Ulan 2 sind alle aus der Kaiserzeit für den Armeesattel 89 soweit ich die Stempel sehe von den Chevaulegerregiment 7 und 5. 1916 und nach dem 1 WK adaptiert zur Reichswehr bzw. Wehrmacht.

    die im video des Kavallerieverbands gezeigten Dinge sind zeitlich nicht okay da es sich hier um Wehrmachts bzw ReichswehrStücke handelt wie z:B der Säbelhalter mit Querriemen zum Sattelgurt. die gezeigte Sattelung plus Erklärung bezieht sich auf den Sattel 25 der Wehrmacht nicht auf den in der Kaiserzeit verwendeten. Zur Ausrüstung bei den Ulanen,Husaren und sonstigen Kavallerieregimentern verwendeten alle den Armeesattel 89 und das entsprechende Zubehör bis zum Ende des 1 WK. Auch die Erklärungen zum verpassen beziehen sich alle auf den Wehrmachtssattel 25 Einführungsjahr 1925 also nach der Kaiserzeit insofern sind diese Schilderungen historisch fragwürdig.Den Armeesattel 89 gab es nämlich je nach Regiment mit Polster oder Filzkissen und nur in 4 Größen.Auch die Schnürung der Tiefpunkt zwischen 3 und 4 Flechtriemen war anders, auch was die Ausführung des Vorderzwiesels betrifft unterschieden sich die beiden Sättel.Auch das verwendete Zubehör sprich Packtaschen,etc.unterschied sich entsprechend.Wurden doch noch bis zur Einführung des Einheitssattels 25 auch noch 3 unterschiedliche Satteltypen in der Armee verwendet. in der Kavallerie der Armeesatel 89

    und in der Artillerie/Train bei den fahrenden und reitenden Einheiten die Sättel M 76 (68) und der Sattel M 73



    Kammermäßiger Chevauleger Degen mit Säbelhalter



    Kammermäßiger Wehrmachstsdegen mit Säbelhalter mit Seitenschlitz und Seitenriemen zur links

    zur Tragweite links und rechts umschaltbar !

    Ja Hallo mit euren Riemen da muß ich auch passen,

    die Schnalle an der rechten Packtasche 34 beschäftigt mich auch schon längere Zeit da gibt es einige Beschreibung als Anschnallschnalle zum anschnallen von irgendwelchen Gegenstände mittels Strippe. Aber genaue angaben dazu habe ich bis jetzt auch nicht gefunden sie wird nur als Schnallkappe mit fester Lederschlaufe und Lederzunge mit Schlitz bezeichnet.Da Sie an der Manschaftspacktasche angebracht ist die auch als Rückengepäck getragen werden kann und vom Sattel abnehmbar ist, kann mann daran auch sowie beim Infanterie Tornister irgendwelche Teile (Brotbeutel,Gasmaske,Gasplane etc) anschnallen.Aber ist nur eine Vermutung von mir. Exakte Angaben dazu konnte ich bis jetzt nicht finden.

    Bei den beiden Strippen muß ich auch raten , erkennbar ist das sie zu dem System der Packtaschen 34 mit Stecker gehören. meiner Meinung nach dienten sie zum anbringen irgendwelcher Sonderbepackung MG, Scherenfernroh, Telegrafendrahthalter etc. bei oder an den Packtaschen bzw an den entsprechenden Krampen am Sattel.

    Ja es gibt noch viel zu erforschen.

    Hallo Florian,


    Also ich schau mal nach Bildmaterial bezüglich der Packtaschen der grundsätzliche Unterschied zwischen der 26 und 34 besteht darin das bei der 34 die beiden ( linke rechte ) Packtasche durch einen einschnallbaren Steg ( Überwurf) verbunden sind während bei der 26 der Steg (Ledersteg) zwischen der rechten und linken fest vernäht war. Ebenso waren die Ausmaße unterschiedlich. Ebenso wurde die 26 er Packtasche für den Armessatel 89 (92) konzipiert welchen nur die Kavallerie Einheiten verwendeten während die bespannten Einheiten andere Sättel und Packtaschen je nach Land Bayern oder Preußen zB verwendeten. Der bei Der Wehrmacht verwendete Sattel 25 für den die Packtaschen 34 konzipiert und verwendet wurde in der Reichswehr sowie Wehrmacht. Diese Packtaschen 34 im Zusammenhang mit dem Sattel 25 wurde von allen Einheiten bespannten sowie berittenen verwendet. Da es keine anderen Sattelmuster mehr gab. Anbei die Original Zeichnungen aus den jeweiligen DV s


    HALLO ZUR RICHTIGSTELLUNG,

    seit ungefähr der Kaiserreichsgründung ca.1890 mit Einführung einheitlicher Beschirrung wurden die sogenannten Beinleder bis zum Ende des 2 WK verwendet bei Reichswehr, Wehrmacht und den bespannten Einheiten des Kaiserreichs. Vorher bis zur Reichsgründung wurden je nach Land zB. in Bayern die sogenannten Deichseleisen anstatt der Beinleder verwendet.

    Entschuldigt wenn da etwas durcheinander gekommen ist.


    Gruß

    Hallo Schwolli,

    bist Du dir mit den Schaffellen als Sattelunterlage sicher? Ich kenne sie nur von Gemäden als SattelAUFlage. Das ist heute noch sehr beliebt, vor allem bei Wanderreitern. Unter dem Sattel bilden Schaffelle sehr leicht Filz-Dreck-Knoten und führen zu Drücken. Die schlechteste aller denkbaren Sattelunterlagen. Sehr üblich bei vielen Reitervölkern war und ist dagegen Filz.

    Mein Woilach war der mit den kreut in der Ecke, ich glaube, es war gestickt, und 2m x 1,70m.

    Hallo Kaidan,

    Ja mit den Schaffellen als Unterlage bin ich mir sicher wenn das ganze auch beim Militär um 1700 -1800 verwendet wurde.

    allerdings muß ich dazu anmerken das die Felle unter dem Sattel damals umgekehrt verwendet wurden nicht wie die später auf dem Sattel. Die Felle waren mit der Fellseite auf dem Pferd und auf der Fleischseite lag der Sattel. Das ist aus meiner Sicht keine schlechte Art da diese bei den Western Reitern und bei Viehhirten teilweise heute noch verwendet wird. Fürs Pferd sicher nicht schlecht nur sehr pflegeintensiv und nicht unbedingt langlebig.

    Diese Art der Sattelunterdecke hat mit der bis heute verwendeten Art als Sattelüberdecke also auf dem Sattel in der Der Reiter auf der Fellseite sitzt nichts zu tun.

    Hallo, ich möchte mal was zur Frage Woilach und wie falten,bzw warum unterschiedlich sagen,

    Nach meinen bisherigen Forschungen mit dem Woilach ist das zumindest was das Militär betrifft so. Ursprünglich im 17 und bis zum Anfang des 18 Jahrhunderts verwendete die Kavallerie keine Wolldecken (Woilach) als Unterlage für ihre Sättel sondern große Schaffelle. Wann der Woilach genau eingeführt wurde konnte ich bisher noch nicht genau feststellen. Aber nach dem Russlandfeldzug Napoleons tauchen statt den Fellen die Wolldecken ( Woilachs ) beim Militär auf. Diese Wolldecken hatten unterschiedliche Maße und wurden laut einer Ausrüstungrichtlinie der damaligen Zeit auch dazu verwendet Um das Reitpferd einzudecken. Was mit den bis her verwendeten Schaffellen nicht möglich war. Auch als zusätzlicher Wärmeschutz für den Reiter war dieser Woilach gedacht. so wurde er eingeführt und bis zum Ende des 2 WK auch eingesetzt und verwendet. die unterschiedlichen Falttechniken sind der verwendeten Größe der Sättel und der Pferde geschuldet. Auch wurde die Größe und Stärke der Wolldecken durch Materialeinsparungsmaßnahmen bestimmt. So gibt es eben entsprechend der Größe Woilachs die vierfach, sechsfach siebenfach und neunfach gelegt wurden. Wichtig dabei waren die ja bereits genannten Kriterien Einkammern und faltenfreie Auflage und beim Militär mußten sie ein bestimmtes Stück größer sein damit die verwendeten Packtaschen und sonstigen am Sattel mitgeführten Dinge auch auf den Decken Auflagen und nicht scheuerten.

    Grundsätzlich kann man sagen das die Woilachs die universall ( Outdoor) Option einer Sattelunterlage bei allen gesattelten Pferden, Tragpferd Reit und Fahrpferd waren. Es gab auch andere Sattelunterlagen wie Filz,-Fell und Baumwolldecken als Sattelunterlage aber nur für den internen Dienst und nicht bei allen Einheiten.

    Hallo mal eine Vorlage zu Woilach richtig falten,


    Leider gibt es den Original Woilach nicht aber im Internet ist Ersatz zu bekommen die kürzeren Maße kann man dadurch ausgleichen das man ihn einfach einmal weniger zusammenlegt. Beim US Militär sind passende Decken zu erhalten. Wichtig ist nur die Länge des Sattels und keine Falten.


    Hallo Jeverson


    Ja das ist genau der Unterschied beim Militär wurde höchste Belastbarkeit gefordert und die Optik war nicht ganz so wichtig.

    Beim Luxus Gespann stand die Belastbarkeit nicht an erster Stelle da hier ja keine so große Belastung stattfand, hier war Optik und Eleganz mehr gefragt bei ausreichender Stabilität!

    Ein weiteres Argument war auch beim Militär die leichte Austauschbarkeit und Erneuerung von gebrochenen oder kaputten Speichen was durch den Speichenschuh auch leichter und effektiver möglich ist als durch eine reine Holzzapfenverbindung. Das war ein nicht zu unterschätzendes Argument da im Kriegseinsatz ein defektes Rad ein Geschütz oder einen Versorgungswagen unbrauchbar machen konnte.Dazu gibt es in vielen Dienstvorschriften Anweisungen wie man defekte Räder bzw. Speichen wieder einsatzbereit oder durch Hilfsmittel ersetzen kann. Man war sich wohl bewusst auch auf feindlicher Seite das die Holzräder einen Schwachpunkt an allen Wagen und Geschützen darstellten.

    Ja richtig diese Tüllenräder waren sehr stark vertreten in Wien am Kaiserhof und auch bei den Ungarn.

    Von der Fa Lohner & Lohner gibt es in Schönbrunn einige Wagen fürs Kaiserhaus mit solchen

    Speichentüllen. Fig 18 ist ein Rad mit solchen Tüllen wie sie hauptsächlich bei herrschaftlichen Kutschen Verwendung fanden und Fig 19 zeigt ein Rad in der konventionellen Technik mit Speichenzapfen.

    Beim Militär wurden nur die vorher erwähnten Speichenschuhe eingesetzt und das auch nicht durchgängig. Diese wurden in Kriegszeiten und vor der Einführung der Metallnaben auch beim Militär nicht verbaut sondern ebenfalls die klassische Einzapfung der Speiche ohne zusätzliche Metallverstärckung. Das selbe gilt übrigens auch für die Kennzeichnung der Räder sie wurde auch nicht durchgängig ausgeführt.