Posts by Modus

    Offenstall mit 32ha Weide, 4 verschiedene Herden.

    3Herden a 30 Tiere, 1 Ponyherde von 4Tieren.


    Offenstallfläche pro Herde: pro Pferd 40m2 „Innenbereich“( ohne Weide gerechnet).

    2 Liegeflächen von 20m x 40m bedeckt, verbundssteine, bei unserer Herde noch ein Aussenplatz von 20m x 40m mit Sand intregriert, 10 Fressstände (automat) und 1 Kf-Stadtion(Automat), 4 Getränkestationen beheizt, 2 Kratzstationen und 2 Salzlecksteine.

    Einstreu: eine saubere Matratze. Was definitiv mit sehr viel Aufwand verbunden ist.


    Im Sommer werden die Pferde in einzelne Abschnitte der Weide geführt, sodass auch die Grasmenge und Weidepflege entsprechend kontrolliert ist.


    Wir haben insgesamt 4 Krankenboxen mit Auslauf, halten es aber so, dass die verletzten Tiere oft mit ihren bestem Freund dann auch ihre separate Weide erhalten. Wird aber immer darauf geachtet dass es nicht der Freund zum Spielen ist sondern der, der ihn beruhigt.


    Vorteil jetzt bei uns: auf diese Fläche gibt es „ Untergruppen“. Ich sehe es bei meinen 2: 90% stehen sie nah beisammen und mögen sich- aber zwischendurch haben sie auch ihren Stress miteinander und gehen dann für wenige Tage auseinander. Gibt auch 2 Gruppen welche klar die Meinung vertreten: gehen die links- gehen wir rechts vorbei. Sie tun sich nichts, kommt auch nicht zum Streit- gehen aber einander bewusst aus dem Weg im Alltag.


    Ich sah dies vor 6 Jahren, als mein Älterer seinen allerbesten Freund verloren hatte. In dieser Zeit fand er in allen Untergruppen auch seinen kontakt; er durfte sich überall aufhalten. Jetzt geht es ihm wieder gut und er passt wieder auf seine 3 Freunde auf. Interessanterweise: bei wirklicher Gefahr wissen auch die „Unterchef‘s“- wer in der 30er Herde wirklich der Bigboss ist. Und dann gibts kein Gezicke, keine Kleingruppen mehr oder sonstiges: da gibts dann nur noch 1 Liegefläche und 1Boss. Ist also schon so, dass bei uns alle Tiere ihren individuellen Platz haben, sich durch Kleingruppen aber besser positionieren im Alltag.

    So kommen auch die Rangniedrigsten zum Zuge. Bei Gefahr mischt sich die Herde innert sek dann völlig anders. Geordnet, sortiert und zu einer Einheit.


    Und ja: dass ist für mich eine optimale Pferdehaltung- auch wenn es sicherlich auch anders/ gutes gibt.


    Nachteil: so hin und wieder vom Toben Kratzer

    Wir haben mehrmals bei unseren Alpenüberquerungen (Brig - Simplonpass - Mailand und Lindau - ViaMala -Splügen -Como) mit viel Mühe und beschränktem Erfolg versucht, stille Seitenwege in der Schweiz, also hier vor allem in Graubünden und Wallis. Die Schweiz scheint wohl zu dicht besiedelt, um noch in größerem Umfang dort solche stillen Wege zu finden.


    A. Nemitz


    Graubünden und Wallis sind wirklich schwerer aufgrund der Gegebenheiten des Gebirges. Kenn da auch einige Reiter; Fahrer kaum da wie sie es schildern, alle Reitwege dann auch Wanderwege sind: zu schmal/Steil für die Kutsch.


    Solch Wege haben wir sehr viele in den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Zürich, Aargau, Bern, Basel. Je mehr Berge= desto schlechter zum Fahren= da mehrbesiedelung

    Bezüglich Trauma: Mein Junger hat auch einiges auf dem Buckel- nicht von mir. Und glaube mir: Druck ist das allerletzte was er braucht.

    Er braucht nur eine solide Ausbildung, klare Kommunikation und Zeit/Geduld.


    Für ihn hätte ich auch einen wirklich ganz tollen Fahrlehrer gehabt; ich dachte erst : perfekt! Der wäre in den Stall gekommen, fährt sehr gut.....

    Aber dadurch dass ich mehr Zeit brauchte- kam es auch nicht zu besagter Ausbildung so wie ich es geplant hatte. Ich musste also eine Alternative finden- und fand sie. Interessanterweise hat diese Alternative uns alle 3 echt zu einem viel fitteren Team gemacht; es hat uns mehr zusammengeschweisst. Weil wir alle 3 etwas tun müssen, was wir unter normalen Umständen nie tun würden. Es wäre mir nie im Traum eingefallen mir sowas auszusuchen. Aber es ist das Beste was uns passieren konnte. Auch wenn wir jetzt nach 4wochen alle drei müde sind und froh sein werden, wenn es geschafft ist.


    Eben: ist so eine Geschichte mit Traumas. Aber folge dem Bauchgefühl, gib ihm Zeit und evtl sogar prof. Hilfe/Unterstützung zur Bewältigung..... und alles kommt genau so wie es kommt. Selbst wenn du alternativen suchen musst😉

    Hatte das Problem auch im Dez mit dem Jüngeren. Habe dann bewusst erst gefühlte 10000x nur das Auflegen Geschirr ohne etwas geübt, dann das Gleiche mit Zaum(zuerst mit den halben Scheukappen, dann ganze). Habe nur dass geübt, unzählige Male, bis es sitzt. Weil ja: mir war es lieber er schlägt aus ohne dass eine Kutsche da ist; da kann er sich nicht verletzen, als wenn das ein Problem wird während er den Pneu ziehen soll( oder gar die Kutsch). Und zum Abschluss habe ich dann unzählig oft von Hinten (mit dem Zaum )die Peitschenhilfe

    Geübt. Ursache bei Meinem war übrigens auch Sz im Rücken und ein Trauma. Nicht von mir- aber es war da.


    Interessant war: Das Tier hatte durch das Behandeln lassen sofort 50% besser reagiert. Aus dem bockenden Tier ist sofort ein noch nervöser, gestresster Steher geworden.... und heute passiert gar nichts mehr.


    Ich sehe das Problem so: Weil wenn er mühe hat..... wird er möglicherweise auch irgendwann dann wegen der Peitschenhilfe, dem Pneu oder sonst was ausrasten, ausser er akzeptiert wirklich alles. Weil auch wenn er es sehen könnte, ein Tier welches mühe damit hat bleibt eine Gefahr. Es muss nur einmal abgelenkt sein und du kommst mit der Peitsche...,


    Ehrlich: Ich sitze nicht gerne hinter einem Tier welches dann Panisch ausrastet. Da habe ich da lieber 2 Monate mehr und zusätzlich etwas Geld in einen guten Therapeuten investiert. Habe den Kleinen auch nicht vorher zur Ausbildung geben wollen, weil die Gefahr welche damit verbunden ist- für Mensch wie Tier massiv ist.


    In der gleichen Zeit hat zufälligerweise eine Bekannte eine Stute, mit genau dieser Problematik, nach 2Jahren Fahrpause wieder eingespannt— die Kutsche landete im Graben. Die Stute ist völlig ausgerastet weil etwas da war, was sie nicht sehen konnte. Wir hatten uns noch darüber unterhalten, sie erklärte dass es ja mal mit dem Fahren funktionierte.... Sie fährt heute nicht mehr mit der Stute.


    Daher: Meine Empfehlung- Termin verschieben und üben, üben üben. Evtl auch noch einen bis zwei Therapeuten dazu ziehen, um das Problem zu finden; weil zu heftige Reaktionen sind nicht normal bei einem „unverdorbenen, zivilisiertem Haustier“.

    Vielleicht eine kleine Anmerkung, was mir in letzter Zeit ( ca 1,5 Jahre) aufgefallen ist:


    Als ich ne Frage hatte- kam damals für mich kaum entsprechende Antwort. Brachte für mich also nichts, resp bin ich für mich so verblieben: Warum also noch schreiben/fragen? Lese ich halt die alten Antworten durch


    Weiter: Als „Fahr-Anfänger“( und ja so bezeichne ich mich nach 10Jahren Fahren ohne Prüfungen/Turniere etc) lese ich öfters Antworten, wo ich gleich Denke: da könnte mir echt die Freude am Fahren genommen werden. Ist inzwischen wieder ruhiger geworden.... aber bin ich es mir noch immer bewusst


    Im Moment bin ich mittendrin am Jüngeren einzufahren. Eigentlich was tolles! Bilder hier ins Forum stellen oder berichten: warum? Warum soll ich mir sowas antun, wenn ich befürchten muss am Pranger zu stehen? Falsche Ausrüstung aufgrund Wachstum, passt nichts zusammen von Stil...


    Ist jetzt nur mal meine Wahrnehmung, aber ich kann mir vorstellen dass es auch andere so empfinden könnten...

    So: neues aus der Welt eines Glückspilzes😉


    Mittlerweile haben wir ja viele TA‘s-Besuche hinter uns, der Junge hat fleissig auch an Gewicht zugelegt und erfreut sich inzwischen an seinem Leben. Dauernd rennt er durch die Ställe, spielt mit wirklich jedem Pferd und rennt auch sofort entgegen, wenn es um Arbeit geht. Und so hat sich inzwischen auch gezeigt, dass er sehr lernwillig ist, aber er ist auch zu neugierig und unerfahren😉 Bedeutet er kommt in den 2-Spänner für mind 1Jahr, eher dann der Einspänner kommt. Das hat sich inzwischen deutlich gezeigt. Er ist zu Unruhig/Instabil zur Zeit aufgrund zuwenig Erfahrung, aber da denke ich 2Jahre noch Gelände und das Pferd geht tadellos.


    Aktuell ziehen wir bereits einen Reifen über den Platz, haben bereits etwas Scheue-Training mit der Schere hinter uns, Kutsche durfte er auch schon beschnuppern...... auch wenn er lustigerweise in diesem Moment sich umdrehte und in die Schere stehen wollte😂Er hat zu oft zugesehen dass ich den Älteren da hineinstellte😉


    Geplant ist nun, dass beide Pferde im Mai zur Ausbildung gehen, für 1Monat. Der Rest wird dann wieder im Stall erarbeitet. Denke wenn beide Pferde zusammen gehen, wird es für Beide einfacher. Und bis zum

    Mai- wird er die Palette dann auch sauber ziehen. Ist zwar inzwischen ein völlig anderer Plan als Ursprünglich, aber so ist es auch ok😉


    Freu mich wirklich: wird ein gutes Pferd- auch wenn noch sehr viel Arbeit auf uns zukommt😉

    Eigentlich sind diese Tricks ja inzwischen ein sehr bekanntes „Problem“: meist werden diese aber heute bewusst verdrängt. Persönlich habe ich mir angewöhnt, wirklich nur noch kleine Handwerker zu unterstützen. ZBsp: Einkauf beim Bauern, Gemüsehändler direkt vor Ort, Einkauf von Regionalen und saisonalen Produkten. Ich kann heute dadurch nicht nur Geld sparen, sondern weiss wohin mein Geld kommt, was für eine Qualität ich beziehe und was drinn ist😉 Klar: zwischendurch darf es auch mal was aus dem Grosshändler sein(Dessert etc)- man sollte aber beginnen die Grundernährung und deren Qualitäten zu überdenken. Wir haben hier zbsp eine Bauerfamilie, welche mit anderen Bauern zusammen ihren Direktverkauf organisieren. 1. ist Fleischlieferant, 2. ist der Gemüsebauer, 3. macht die Brote, 4. die Milchprodukte. So hat nun jeder der Bauer ein gutes Angebot. Und sowas kann ich gut unterstützen😉 Da kommt das Geld da auch an, wo es hingehört- und nicht über viele Verdiener verteilt. Und die Lebensmittel sind echt😉

    Ich hab 2 „Werwölchen“ im Pferdepelz😉. Man gewöhnt sich daran, dass man immer weiss wann Leermond und wann Vollmond ist. Einer der Zwei reagiert auch auf den Leermond. Habe mich ca 3Jahre darüber aufgeregt- heut nicht mehr.

    warum schert man eigentlich Pferde. Ich kenne das nicht. Früher und auch heute beim arbeiten mit Pferden habe ich auch andere noch nie geschoren.

    Weil man heute unter „Reiten“ versteht, dass man innert 60min das Pferd aufwärmen, hochtrainieren und wieder abkühlen muss😉 Also muss der Pelz weg, damit das Pferd nicht zu lange am Schwitzen ist. Ich persönlich warte noch auf das Deo für das Pferd. Ausgeschlossen davon sind Tiere mit Stoffwechselerkrankungen, welche kaum noch den Fellwechsel bewältigen können; da macht es durchaus Sinn zu scheren um den Energiebedarf zu stabilisieren um das Pferd zu schonen.

    Ich oute mich: meine Pferde haben keine Decken und müssen draussen in der Kälte ausharren. Sie können ja rennen und spielen wenn sie kalt haben- was sie auch tun😉 Aber bei uns wirds auch nicht wirklich kalt mit max -12 Nachts

    So, war heute etwas unterwegs und ja, gibt jetzt neue Geschirre vom Bäuerle😉 Er hatte auch einige wirklich tolle Ideen( nur für den bequemen/ sicheren Freizeitgebrauch). Freu mich- auch wenn ich mich jetzt erstmals etwas gedulden muss. Aber für diese Zeit hatte er auch eine gute Lösung😉Danke für den tollen Tipp

    Vielleicht ein etwas vorsichtiger Gedanke, aber wenn‘s schon mault beim Fahrzaum anlegen bei so jungen Tieren, arbeite ich lieber am Kappzaum an der Longe und warte ab, bis das Gebiss sich wieder beruhigt hat(meist max 3 wochen). Wenn er dann am Kappzaum losprescht: durchparieren in den Schritt und solange tempo-wechsel(im schritt) bis es ihm zu den ohren rauskommt😉 dann das gleiche im trab. Das schöne am kappzaum: kannst sehr gut korrigieren (impulse/ paraden) und gebiss wird geschont. Und dannach ist die Geschicht meist vergessen. Wegen der Korrektur oder der Gebisspause - keine Ahnung aber präzisionsarbeit an der Hand schadet nie😉 Aber ich habe auch ein extrem sensibles Tier: der hätte es mir mehr als übel genommen wenn ich ihn mit zahnschmerz noch mit Gebiss gearbeitet hätte(generalstreik).

    Habe mich ja erst seit Kurzem angemeldet, doch lese schon seit 12 Jahren immer mal wieder zwischendurch mit😉 Finde das Forum eine gute Sache und habe immer mal wieder etwas dazu gelernt. Danke schön für eure Arbeit🍾🎉

    Wir hatten heute den Härtetest: Der Junge wollte im Renngalopp ab weil ein Motocrossfahrer rechts aus dem Gebüsch(Wald) knapp 1m vor uns auftauchte😠 Gott sei Dank mag mein Grosser echt was halten und steht in solchen Situationen. Momo hatte selbst in diesem Moment echt schwer zu halten und man sah, dass er mit allem Gewicht sich entgegen setzte bis ich den Jungen wieder unter Kontrolle und beruhigt hatte. Geschirr hielt aber tadellos. Am Strick hätte ich ihn kaum halten können in der Situation- der wäre weg gewesen. Das sich die Situation so wiederholt glaube ich jetzt nicht, aber ich bin froh hält das Geschirr was wir uns erhofften. So kann ich doch später ruhiger zur Hauptstrasse wandern 😉

    Aus meiner Erfahrung ist es wichtiger, was er erlernt hat( wie präzise) und wo du wieder nach der Pause beginnst. Aber alles was sitzt- sitzt in der Regel. Würde aber nie ein Pferd nach der Pause anspannen ohne „Check“😉 Bedeutet: das erste was ich im Frühling mache ist ne Woche fahren am Boden mit allen Kommandos und zur Kutsche. Also alles was er zum Einfahren erlernte als Übung/Repetition. Nicht weil er es nicht mehr kann sondern weil er im Winter sich zwischendurch den Kaspar erlaubt- und ich dies an der Kutsch nicht will. Durch den Check kann ich notfalls noch vom Boden korrigieren. Sicherheit geht vor😉 Finde aber persönlich, dass jedes Pferd welches nicht immer gefahren wird kurz am Boden geprüft werden sollte. Aber ist ne persönliche Einstellung: bin nicht die mutigste. Ich mag nicht an der Kutsch „diskutieren“😉


    Aber eben: verlernen tut es ein Pferd nicht. Vielleicht ist man zu beginn nicht mehr am gleichen Punkt, aber da kommt das Pferd schnell wieder rein. Einzig die Kondition/Kraft leidet.

    Ehrlich? Wir haben jedes Jahr eine 3- monatige Winterpause mit Fahren und ich habe ihn seit Jährling. ( heute 12). Aber wir haben keine Turnierambitionen. Wie arbeiten im Winter viel anderes, auch Fahren vom Boden,Reiten, Springen, Gynastik etc. Angefangen habe ich mit der Pause, da ich Merkte dass er etwas klotzig wurde am Wagen im Herbst( auch rotzig😂). Ist jedes Jahr so. Da freut er sich über anderes. Und ich find es schön zu sehen, dass er sobald der Frühling kommt und er die Kutsch entdeckt, er immer wieder mit einer solchen Freud dann wieder an die Kutsch geht und nicht so schnell nach Hause zurück will😉 aber eben: reine Freizeitfahrer. Ich muss ihn aber auch jedes Jahr an Kondition neu aufbauen an der Kutsch- so fair sollte man dann schon sein. Aber für uns: nie ein Problem mit der Pause gehabt

    Ich denke ich muss mir mal einen ganzen Tag Zeit nehmen und beim Baeuerle vorbei fahren( sind nur 2,5h/Fahrt). Der scheint bisher ein echt gutes Angebot / Service zu haben😉 Muss mir aber doch auch vor Ort seine Arbeiten mal ansehen. Gestern um 22 uhr meine Mailanfrage, heute um 7:30 den Katalog und ungefähre Preisangaben dazu erhalten. Top👍