Mc Cormick Deering Mähwerk

  • Hallo
    Ich würde gerne mehr über die Mäher wissen, die von der Firma Mc Cormick hergestellt werden.
    Ich arbeite jetzt seit 20 Jahren mit Ochsen.
    Ich habe einen IHC 8B und einen 8C balkennmäher. Ich mag diese Mäher sehr gern.
    Ich würde gerne einen anderen IHC Mäher bekommen und ich fing an mich umzusehen,und ich finde den IHC D-10 mähwerk.


    Also würde ich gerne die Unterschiede zwischen der 8-Serie und der D-10 kennen.


    Ich weiß, dass die IHC-Firma gemacht die 8A für 1 Pferd, die 8C für Rinder und die 8B für 2 Pferde.
    Es gibt auch verschiedene Untermodelle(ür verschiedene Rassen und mit verschiedenen Zahnrädern) innerhalb der D-10-Serie(genau wie in der 8er Serie), oder es ist nur ein Typ?


    Was ist der Unterschied zwischen der 8-Serie und der d-10?


    Gibt es eine Verbesserung in der d-10?
    wie bessere Getriebeübersetzung, schnellere Bewegung, leiser, leichter zu ziehen.


    Hat jemand Erfahrung mit diesen 2 Modellen?


    Weiß jemand etwas über die Geschichte des D-10-Modells?


    Ich weiß, dass in den USA das letzte Modell für Pferde die Nr. 9 Standard und hohe Zahnradmodelle war.
    das wurde von 1939-1951 gemacht.


    Soweit ich weiß, wurde die D-10 von 1951 bis 1955 hergestellt, oder so.


    Die D-10 wurde aus dem No. 9-Modell entwickelt?
    Gibt es irgendwelche Beziehungen zwischen dem 2-Modell?
    oder sie sind total anders?
    Das Getriebegehäuse sieht anders aus, aber das Getriebe / die Technik kann immer noch dasselbe sein.


    Ich habe einen Freund in den USA und sie sagen, dass die Nr. 9 ein wirklich guter Mäher ist.
    Ich frage mich also, ob es eine Verbindung zwischen der Nr. 9 und der D10 gibt?


    Es ist seltsam, dass sie in den USA nicht nach 1951 produzieren und das D-10-Modell wurde nach 1951 produziert.


    Auch eine andere Sache, die ich thiking war die Breite der Messerbreite.
    Warum machen sie in den USA 5, 6,7 Fuß Messerbreite (sogar für das No. 7-Modell) ?
    während in Deutschland nur 3 1/2, 4, 4 1/2, 5 ist das Maximum?


    Was denkst du, können die 8b oder D-10 mit einer 6 oder 7 Fuß Messerbreite arbeiten?



    Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
    Gabor

  • Hallo Gabor,
    es ist zwar inzwischen schon ca 15 Jahre her, daß ich mit den Maschinen gearbeitet habe, die Erfahrung fühlt sich jedoch noch ganz frisch an. Als stolzer Besitzer einer D10 (Mittelschnitt-Balken) Maschine bin ich mit meinem Team losgezogen und habe an einem Fischweiherrand gemäht. Ging alles super, die Maschine leichtzügig und auch das Maschinengewicht leicht, dann bin ich mit dem Mähbalken am Außenschuh hängengeblieben an einem verstecktem Holzpfosten und mit einem unspektukulärem Knack war der gesamte Aufbau des Kurbelantriebs abgebrochen, das wars...
    Ich war etwas enttäuscht über die Qualtät des Maschinengusses und habe nicht einmal in Betracht gezogen das ganze zu schweißen, weil mir der Grauguß zu weich vorkam, eigentlich wäre Stahlguß erforderlich bei dem filigranen Aufbau, ich bin aber kein Maschinenbauer, vielleicht war auch nur dieses Exemplar von bescheidener Qualität.
    Nach einigen Anzeigen schalten konnte ich eine 8B Maschine erwerben in Nürnberg, die kurz vor WKII neu gekauft wurde mit Tiefschnittbalken, 10 ha gelaufen ist und dann in die Scheune nach ganz hinten kam. Die Maschine war also neuwertig, so lief sie auch, die Deichselunterstützung gefedert, völlig ruhig im Antrieb, ein riesen Getriebe dagegen und ein solides Arbeitsgefühl. Der Guß an besagter Stelle stabiler ausgeführt, kurzum, hätte ich die Pferdearbeit nicht aufgegeben, das war die Mähmaschine schlechthin für mich.
    Das ist sicher alles Ansichtssache, ich habe jedoch über 10 Jahre Pferdearbeit auch ein Materialgefühl entwickelt und würde behaupten, daß Cormick-Deering in den 30iger-Jahren qualitativ auf dem Höhepunkt war. Nach dem Krieg ging es los mit Material sparen und die Konkurenz der Traktoren war offensichtlich, das Herz der Entwickler schlug nicht mehr wirklich für Zugtiere.
    Vielleicht hilft Dir dieser Aspekt weiter, viel Freude an der Mäharbeit.
    Bernhard

  • Hallo Gabor,
    ich sehe gerade, daß die Frage der Balkenbreite offen ist, meine Erfahrung dazu ist folgende: 1,35m Balken haben für mich am befriedigensten gearbeitet mein Team bestand aus 2 Kaltblütern. 1,25m Balken sind für Futterholen und Gelegenheitsmähen jedoch völlig ausreichend. Bei längeren Mähbalken kommt es auf die zu mähenden Bestände an, Luzerne und grobes Weidelgras oder Kleegras läßt sich gut mähen mit 1,5m und mehr Balken solange die Messer scharf sind und frühmorgens usw.
    Wir haben aber meistens Mischbestände mit teilweise zähen Gräsern , Maulwurfshügeln, da war es für mich fast Tierquälerei über 1,35m hinauszugehen. Läuft das Team langsamer weil es zäh geht sinkt die Messergeschwindigkeit drastisch ab und das Verstopfen ist vorprogrammiert, ständig zurücksetzen, Messer reinigen (gefährlich), das ganze Team wird langsam aber sicher unerfreut, die Vorlage für einen Scheißtag...
    Die Doppelmesserdiskussion habe ich für mich abgeschlossen mit der Erkenntnis, wer eine professionelle Schleifvorrichtung hat und ebene gleichmäßige Mähbestände, der wird wahrscheinlich glücklich.
    Mein Fazit aus der ganzen Mäharbeit war, Tiefschnittbalken gepflegt mit scharfen Messern und glatten Klingen (keine Stummeldreiecke) haben die meiste Freude gemacht, gefolgt von Mittelschnittbalken mit denselben Anforderungen an die Einstellung der Druckplatten. Heruntergebogene Finger sind auch eine hervorragende Ärgerquelle.
    Jetzt genug kluggescheissert, herzliche Grüße
    Bernhard

  • Hallo,
    es sind im Internet Ersatzteillisten für den D10 zu finden und bei genauer Analyse kann man sehen, dass es drei verschiedene Zahnradpaare gab. Soweit ich das verstanden habe ist das je nach Bestellung verbaut worden, ohne äußeres Kennzeichen.
    Ich habe einen McCormick 8C und zwar den:
    https://kuh-und-oxn-schule.de/mccormick-maehmaschine.html auf den Bildern ganz unten auf der Seite. Der hat aber Innenzahnräder und ist von der Lagertechnik deutlich älter, aber für Kühe (4kmh) ausgelegt.
    Darüber hinaus habe ich noch einen D10 der für Pferde (6kmh) ausgelegt ist er ist technisch viel Moderner. Beide haben einen 1,2m Balken. Wichtiger ist aber, wie weit die Balkenfinger auseinander sind, weil diese "Tiefschnittbalken" mit den sehr filigranen, nah beieinanderliegenden Mähfingern verstopfen bei dem Gras das ich habe schon sehr gerne.


    Ich hatte beide schon im Einsatz, aber bisher nur hinterm Schlepper, weil meine zweite "Spannkuh" erst zwei Monate alt ist und mit einer kann man zwar rumfahren, aber nicht mähen.


    Servus
    Hermann

  • Hallo Bernhard


    Vielen Dank für Ihre informative Antwort.


    Ich war glücklich, deine Abenteuer mit den Mähern zu lesen.
    Du hattest Glück, dass du die 8B gefunden hast, die fast neu war. Ich war ein wenig beneidet, es zu lesen.
    Ich konnte mir nicht vorstellen, was für ein Gefühl, einen neuen IHC Mäher der 1930er Jahre zu bekommen ...


    Ich denke, wahrscheinlich hast du Recht, dass die Qualität nach dem Zweiten Weltkrieg fallengelassen wird.


    Du sagst also, dass die D-10 funktionierte, nur dass sie aus Metall von schlechter Qualität hergestellt wurde und so?


    Was denkst du, was reibungsloser funktioniert? Wie erinnerst du dich an deine Erfahrung?
    Was denkst du, welche Klinge schneller läuft?


    Ich möchte Ihnen für Ihre Detailinformationen zur balkenbreite danken.


    Was denkst du, wenn die Bedingungen die folgenden sind:
    ebener Boden (überhaupt nicht bergauf)
    und die Ernte ist Luzerne
    Es ist möglich 6 oder 7 Fuß Balkenbreite zu verwenden?


    Was denkst du, welcher Mäher in dieser Situation der bessere ist? die 8 oder die d10?


    Entschuldigung, ich kann nicht verstehen was du über die Doppelmesserdiskussion gesagt hast.
    Könnten Sie mir bitte erklären?


    Was denkst du mit dem Tiefschnittbalken ist es mehr Chance für die Verstopfung?


    Nochmals vielen Dank. Dein Gedanke war sehr hilfreich

  • Hallo Hermann


    Vielen Dank für Ihre Antwort. Es war sehr hilfreich für mich.


    Ich hatte den Ersatzteilkatalog d-10.
    Ich habe es vor einiger Zeit heruntergeladen. Jetzt funktioniert der Link nicht mehr... Ich habe gestern versucht, wenn es aktualisiert wird. trotzdem habe ich einen Ersatzteilkatalog.


    Wo kann ich diese Informationen in diesem Buch finden? auf welcher Seite?


    Du meinst also eigentlich gibt es verschiedene Getriebetypen/verschiedene Zahnradkombinationen innerhalb der D-10 Modelle (für Pferd, Rind und ein Pferd)?
    Aber wenn Sie einen D-10 Mäher sehen, können Sie nicht erkennen, welcher Subtyp es ist, wie gibt es kein Zeichen oder nicht auf dem tatsächlichen Mäher geschrieben?
    Ich verstehe es richtig?


    also wenn du beide Mäher hast
    Was ist deine Erfahrung, die besser ist?
    was schneidet leichter?
    was bewegt sich schneller?


    Vielen Danke

  • Hallo Gabor,
    bei ebenem Boden und stehender Luzerne sind 6-7 Fuß Balken kein Problem, dazu Mittelschnitt ( hab die Maße nicht mehr im Kopf) Finger, Hochschnitt geht auch bei Getreidemahd, Luzerne und Weidelgras. Je weiter die Finger auseinander sind, desto unsauberer wird der Schnitt, bzw desto höher die Stoppel. In Süddeutschland sind deswegen viel Tiefschnittbalken verkauft worden, damit beim 3.- und 4. Schnitt noch etwas Gras zusammenkommt, das heißt Mähen sich überhaupt lohnt.
    Glatte Messer ergeben einen saubereren Schnitt, die Gräser wachsen etwas schneller nach weil sie weniger Kraft brauchen für die Wundheilung. Den Verlust bemerkt man erst nach Jahren mit schwacher Düngung.
    Ob der Balken reibungslos läuft hängt von der Einstellung der Druckplatten ab und ob er für die Zugtiere gut läuft von der Schärfe der Messer, das Klemmen der halbabgeschnittenen Gräser zwischen Finger und Messer ist der Hauptkraftverbrauch am Mäher, alles andere ist fast Nebensache und philosophisch.
    Ich habe einen Deering Mäher aus den frühen dreißigern gefahren mit offenen Zahnrädern, der lief hervorragend.
    Ich wiederhole mich vielleicht: schmieren und schärfen, that`s it.
    Gruß Bernhard

  • Hallo Bernhard


    Vielen Dank für Ihre Informationen.
    sehr gute Punkte. sehr hilfreich.


    Wie viel Hektar Gras hast du an einem normalen Tag geschnitten? sagen wir in etwa 8 Stunden.
    in guten Bedingungen. nicht rauer Boden usw.


    Nachdem du das Gras geschnitten hast, als wie du gesammelt hast. Hast du Heulader benutzt?
    Ich habe in Deutschland nicht so viel Werbung für Heulader gefunden. Warum das ?
    Kann man etwas finden?


    Herzliche Grüße
    Gabor

  • Hallo Gabor,
    meistens habe ich nur Futter geholt, vielleicht 200qm Gras gemäht. Zum Heu machen habe ich ca 1,5 ha gemäht am Stück.
    Das Gras habe ich von Hand aufgeladen und beim Heu kam die Ballenpresse, anfangs Niederdruck, später Rundballen.
    Heulader sind im Allgäu mehr genutzt worden, waren aber immer ein ziemlicher Aufwand, brauchen breitere Wege einen extra Unterstellplatz und verlängern den Wagenzug erheblich, kurzum nix für die Kleinlandwirtschaft. Die Arbeitsersparnis ist im Kleinbetrieb nur Marginal. Heute ist der Ladewagen auch fast wieder am aussterben.
    Um das Heu zusammenzuraffen habe ich gerne den Pferderechen benutzt, viel wendiger und eine echte Ersparnis und ermöglicht auch die Trocknung auf Gerüsten.
    Der Heurechen kann auch mit leichten Pferden gefahren werden, dieses Gerät war weit verbreitet und fast unkaputtbar.
    Wo bist Du eigentlich zuhause Gabor ?
    Herzliche Grüße
    Bernhard

  • Ich lebe in Ungarn.


    Vielen Dank für Sie Antwort.
    Eigentlich ziehe ich bald in die nordöstliche Ecke von Ungarn.
    Ich kaufe dort ein neues Land und werde dorthin ziehen und anfangen, meine neue Farm aufzubauen.
    Bevor ich im Südwesten von Ungarn in der Nähe von Platensee lebe. Ich habe dort viele Jahre auf einem Bio-Bauernhof gearbeitet und jetzt möchte ich meinen eigenen Bauernhof gründen. Auf diesem Bio-Bauernhof haben wir Ochsen benutzt und ich habe mit ihnen Pferde gezogen.
    Ich war immer daran interessiert, mit Tieren und in den Maschinen zu arbeiten, die ich mit den Tieren betreiben kann.
    In den letzten Jahren habe ich Maschinen für Tiere gekauft, also habe ich schon welche.


    Meine neue Farm (wo ich umziehe) ist 32 Hektar. es ist ziemlich flaches Feld. jetzt ist es ein Luzernefeld.


    Mein Plan ist es Heu machen zum Verkauf in der Farm.
    In dieser Region gibt es viele Pferdehalter, also werde ich sie mit dem Heu versorgen.


    Deshalb suche ich einen Mäher zu kaufen und suche auch nach einem Heulader, da dies zu großes Land ist. Ich denke, das Heurechen wird für dieses Feld zu klein sein.


    Ich wollte Ochsen so oft wie möglich auf der Farm benutzen.
    Ich suche nach Maschinen für die Heubereitung mit Ochsen.
    Ich habe vorher mit dem Heulader gearbeitet und es hat mir gefallen.
    Also versuche ich einen zu finden, aber es ist nicht leicht zu finden.


    Mit Freundlichen Grüßen
    Gabor

  • Hallo Gabor,
    Glückwunsch, hört sich gut an mit der Farm. Heurechen ist da wirklich zu klein, in den USA gibt es eine Maschine für das Wenden von Kleeartigen Pflanzen, der ist am schonensden, es ist ein Windrow Inverter, den gab es auch für Pferdezug, schau mal unter Google Bilder mit - windrow inverter, drafthorse - oder gib ein hayrake, drafthorse -.
    In den USA ist großlächiger Anbau von Luzerne mit Pferdezug üblich gewesen.
    Heulader gibt es vielleicht noch ein paar zu finden, Du bekommst aber irrsinige Mengen von Luzerneheu über loseheusammlung auf Wagen, ist das sinnvoll ?
    Nicht lieber Rundballen machen lassen ? Presse mit Aufbaumotor geht auch für tierischen Zug. Luzerne muß spätnachmittag geerntet werden, wenn abendfeuchte wieder anfängt, sonst steigen die Blattverluste und Du hast nur Stängel geerntet, deshalb sollte die Ernte schnell gehen zur richtigen Zeit.
    Ist nur eine Empfehlung für gute Qualität, die Abnehmer bevorzugen auch Rundballen, was macht man mit Loseheu?
    Geschnitten ist Luzerne auch angenehmer zu füttern.....
    Genug dahergeredet, viel Erfolg beim Finden von guten Geräten !
    Herzlichen Gruß
    Bernhard

  • Hallo Bernhard


    Danke für Ihre Antwort.


    Ja du hast Recht. ja es ist schwer mit luzern das du kurze fenster zum sammeln hast. wie du es richtig gesagt hast, als die Feuchtigkeit am Nachmittag wieder kam. Es ist also eine Herausforderung.


    Ich denke auch und plane, eine Rundballenpresse zu bekommen und diese für die Herstellung von Rundballen für Kunden zu verwenden.
    Und ich plane, den Heulader für mich selbst zu benutzen. Ich meine für meine Kühe und Ochsen.
    Ich werde auch Gras haben.
    Haben Sie eine Idee, wo ich nach Heulader zum Verkauf suchen kann?


    Danke nochmal für deine wertvollen Inputs!


    Mit freundlichen Grüßen

  • Hallo Gabor,
    ich habe nur in Süddeutschland solche Heulader noch gesehen, damit meine ich Schwaben und Oberbayern, das ungefähr von Anfang der Donau südlich bis zur Östereichischen Grenze und dann in Gebieten mit einer bestimmten Struktur, dh. Betriebsgrößen von 15-30 ha in den 30iger bis 50er Jahren. Nur leicht hügelig (für Pferde sonst zu schwer Wagen und Heulader zu ziehen) eher reine Grünlandbetriebe.
    In allen anderen Gebieten kann es die Maschinen natürlich auch geben, noch mehr Glückssache.
    Eine Quelle können Anzeigen sein in der Schlepperpost, wenn ganze Scheuneninhalte verkauft werden, ebay- über Dreschmaschinen zB, da gibts oft viele andere Geräte drumherum. Ich habe auch schon in Wochenblättern erfolgreich Gesuche inseriert.
    Viel Glück beim Finden !!!
    Herzliche Grüße
    Bernhard