Einstieg ins Fahren - Fragen

  • Hallo! ich les schon ne Weile mit. Jetzt wirds aber langsam real mit Fahren anfangen...daher wollte ich mal kurz unsere Ausgangssituation schildern und gern euer feedback hören, falls wer was sagen mag.


    Unser Pferd ist eine 14 jährige Haflingerstute, bisher geritten (western-iberisch); wir sind über longieren und Doppellonge zu fahren am Boden gekommen; hier reagiert sie sehr gut auf Stimme und ist mit Feuereifer dabei, auch Slalom etc durch Hütchen (auf dem Platz). Weiter haben wir sie an ein Geschirr gewöhnt (Sieltec), dann ein selbstgebautes kicksled (ein Tretschlitten), mit Ortscheid und Sicherheitsschäkel drangehängt, das ganze aber geritten. Das ging sehr gut. Als wir mal auf die blöde Idee verfielen, sie einen Traktorreifen auf Wiese ziehen zu lassen, hat sie sofort gesagt "Nööö", was wir dann im Nachhinein auch kapiert haben. Das Reiten mit Schlitten haben wir bisher so ca 4 mal gemacht, fahren vom Boden machen wir öfter mal. Pferd ist sehr verlässlich, diskutiert aber auch mal, will immer alles genau wissen (also eher hin und schauen was los ist, als wegrennen), selbstbewusst, kann sich auch schon mal aufplustern. Beim Reiten vertrauen wir ihr 150% und sie uns auch. Wir sind nicht die Wahnsinnsreiter, aber gepflegte Ausritte und immer mal wieder etwas Boden/Handarbeit/etc wie beschrieben ist unser Programm. Sie war bei allem (außer dem Reifen, und mal einem Fehlversuch mit einer "Trainerin"...) bisher immer sehr dabei und lernt gern was neues.
    Jetzt werden wir (2 Reiterinnen) nicht jünger und meine Frau hat Knieprobleme und sowieso schon seit Jahren Lust, fahren zu lernen. Außerdem können wir da zu dritt los :-) Und für unser Pferd stellen wir uns vor, dass fahren vielleicht für sie auch länger mit Spaß und Gesundheit möglich ist als geritten werden... dass wir sie übers Fahren auch gut konditionieren können...das wären schon die ersten Fragen, ist das so?


    Im Frühjahr gibts für meine Frau einen Fahrkurs und ich werde hoffentlich schon mal bissl mitlernen können im Sinne fitte Beifahrerin, Kurs dann später. Danach wollen wir mit Fahrlehrer schauen, ob Kutsche/Anspannung passt und sie langsam einfahren bzw. ggf je nach Rat des Fahrlehrers, einfahren lassen. Da weiß ich genau, dass ich noch nicht genug weiß, und werde auf jeden Fall den Rat des Fachmenschen beherzigen. Da ist auch noch die Frage offen, einfahren zweispännig, wir haben halt nur das eine Pferd....aber das wird sich dann schon klären, denke ich.


    Was können wir denn jetzt im Vorfeld gezielt intensivieren an Vorbereitung? Ich dachte daran, ob wir uns noch eine Schleppe bauen, Stichwort Zugfestigkeit? Bei genug Schnee können wir auch das kicksled nutzen mit stufenweise Gewicht drauf. Desweiteren ist uns eingefallen, Fahren vom Boden aus auch mal draußen auf den Wegen und dann vielleicht auch mal auf einer kleinen Straße zu üben. Ist das eine gute Idee? Kann/sollte man in der Vorarbeit sein Pferd schon an Blendkappen gewöhen und wenn ja warum, oder warum nicht?
    Braucht man die Blendkappen obligatorisch?


    Bisher haben wir die Vorübungen (außer reiten/Kicksled) gebisslos gemacht, auf was muss ich achten, wenn ich beim fahren vom Boden mit Gebiss anfange (wir nutzen wenn Gebiss dann eine einfache Wassertrense, sonst Kappzaum oder auch festsitzendes Halfter)? Ich habe immer so die Vorstellung, dass allein schon durch Länge und Gewicht der Leinen zu viel Druck aufs Gebiss kommt? Generell mag sie ohne Gebiss viel lieber als mit.


    Was kann und sollte man an gymnastizierenden Übungen speziell vorher machen?


    Was könntet ihr an Standardwerken und Einsteigerliteratur empfehlen?


    Bin gespannt :-)
    Johanna

  • Hallo Johanna,
    Schön dass ihr das Fahren für euch entdecken wollt...bezüglich deiner Fragen ein paar Anregungen:
    Statt Schleppe (nicht ungefährlich wenn Pferdi mal abgeht und man sir nicht lösen kann) kann man die Zugfestigkeit auch gut über Zugstränge per Longen verlängern und Person lässt sich durch die Gegend ziehen üben...So kann man auch wunderbar den Druck variieren und auch mal durchhängende an die Beine baumelnde Stränge simulieren...Das dann auch gerne auf Spaziergängen...
    Ich würde daß Pony schon mal an Blendklappen gewöhnen...hat nachher den Vorteil, dass Pony z.b. die Peitschenbewegungen nicht sieht und falls man mal doch ein Turnier fährt, kennt das Pony das (da nämlich Pflicht)...Viel Spaß beim Fahren lernen und mit eurem Pony...
    LG Claudia

    Nur Narren und Jecken reiten (fahren) Schecken!! :tongue:

  • ...Pferd schon an Blendkappen gewöhen und wenn ja warum, oder warum nicht?
    Braucht man die Blendkappen obligatorisch?


    ...... Generell mag sie ohne Gebiss viel lieber als mit.

    Zottelpony hat ja schon beschrieben wozu Blendklappen dienen. Allerdings akzeptieren nicht alle Pferde diese "Behinderung". Kann auch hinderlich sein beim Fahren vom Boden aus, weil dein Pferd dich nicht sieht. Es gibt übrigens auch halbe Blendklappen.


    Auf Turnieren sind Blendklappen nicht obligatorisch (FEI Rules Art. 940/3.2).


    Wenn dein Pferd ohne Gebiss sowieso besser geht, warum willst du es dann nerven mit einem Gebiss? (Ich fahre unter anderem auch gebisslos).


    Auf Turnieren ist das gebisslose Fahren allerdings verboten (FEI Rules Art. 940/8.2).


    renatus

  • Alle Arten von Gelassenheitstraining sind super als Vorbereitung, vor allem fremde Geräusche von hinten sollten das Pferd nicht aus der Ruhe bringen. Das kann man trainieren indem z. B. jemand mit Gerte o.ä. am Boden oder an Hecken, Zäunen entlang streift (ganz kurz, leise und vorsichtig anfangen). Dann Rappelsack erst vor, neben, dann später hinter dem Pferd her ziehen - der Mensch zieht den Rappelsack, bitte nicht ans Pferd hängen!
    Fahren vom Boden "draußen" ist auf jeden Fall gut, ebenfalls langsam steigern, zuerst nur auf bekannten, unbefahrenen Wegen. Im echten Straßenverkehr würde ich allerdings nicht vom Boden fahren.
    Gebiss fürs Fahren vom Boden: es gab in den letzten Jahren neue Untersuchungen mit Röntgenbildern, wonach sich die Gelenke von einfach- und doppelt gebrochenen Gebissen unter zu viel Zügelzug schmerzhaft in die Pferdezunge drücken. Eine ungebrochene Wassetrense, also eine durchgehende Stange ohne Hebelwirkung, ist meiner Meinung nach das sanfteste Gebiss fürs Fahren vom Boden.

  • Wenn eine von euch alleine vom Boden aus fahren möchte und euer Hafi das Ganze noch nicht hundertprozentig verstanden hat...


    Meiner hat versucht, sich umzudrehen, der Rücken tauchte unter den Leinen durch, das Pferd war zu mir gedreht und ich hatte so gut wie keine Einwirkung mehr mit den Leinen. Das ist nicht gut, wenn's kritisch werden könnte. Also habe ich mit großen Feuerwehrkarabinern im Hintergeschirr Ösen gebastelt, durch die ich die Leinen geführt habe. Und schon war der Spuk beendet.


    Hatte ich bei alten Arbeitsgeschirren abgeschaut - auch da gibt es diese Ösen auf dem Hintergeschirr.


    Viel Vergnügen.


    Die Ardennerin

  • Hei, danke für eure bisherigen Antworten!


    Also, Gelassenheitstraining, da fällt mir schier nix mehr ein was wir noch nicht gemacht haben. unter anderem bin ich schon mit großem Sonnenschirm geritten, Flatterbandtor, flatternde Verkleidungen; Klappersack und Planen in allen Varianten; Tonnen, Hüpfbälle, Musik....beim reiten ist sie sehr verkehrssicher (auch Motorräder, Zug direkt nebendran, LKW, Traktoren...)


    Ziemlich lustig ist es allerdings bei den beiden Leonhardifahrten gewesen, bei denen ich mitgeritten bin; da regt sie sich eher auf...es waren wohl hauptsächlich die ganzen anderen Pferde, und ewig rumstehen müssen bis es wieder weitergeht, da hatte ich ziemlich viel tu tun. Aber das kann ich schlecht öfters üben...


    Als wir sie an den kleinen Schlitten gespannt haben oder beim Fahren vom Boden aus, hat sie anfangs mal umgeschaut und das wars. Das hinterhergehen und einer macht "Gewicht" kennt sie auch schon. Also übrig an Vorstufen-Übungen bleibt dann tatsächlich nur sowas wie Schleppe und das fahren vom Boden draußen, und letzteres machen wir jetzt. Eine Schleppe müsste ich erst bauen und weiß noch nicht so recht wie. Wir benutzen übrigens Sicherheitsschäkel wenn wir was anhängen, das würden wir auch bei einer Schleppe tun. Für die Zugstränge haben wir so eine Art Aufhalter, dass sie nicht am Boden schleifen (Sieltec Einspännergeschirr).


    Mit den Blendkappen hab ich noch irgendwo gelesen, dass das eher beim mehrspännig fahren wichtig wäre, eben weil das nicht gemeinte Pferd irritiert sein könnte....da wir ja als Ziel haben einspännig zu fahren, braucht sie das vielleicht nicht....und ich kann mir vorstellen, dass sie das sehr blöd findet; sie will immer alles genau sehen. Turnier ist nicht geplant - sicheres Freizeitfahren.


    Ich würde gern ohne Gebiss fahren, mich muss man dazu nicht überreden, aber da wir uns mit Sicherheit helfen lassen werden, weiß ich nicht was ein Fahrlehrer davon halten wird. Und viele hier schreiben ja, dass es vielleicht doch um entscheidende Sekunden geht, die man mit gebiss schneller zum halten kommt....andererseits denke ich, Schmerz wenn eh schon Schreck im Spiel ist?! Also da habe ich noch keine feste Meinung dazu....
    Freue mich weiterhin über euren Input! Vor allem würde ich mich auch über Büchertipps freuen! Damit man schon mal nicht so blank da steht wenns ans Anschirren geht, wie alles heißt etc.....

  • Hallo. Wir sind vor Jahren auch so angefangen. Leider gibt's rund ums Pferd, ob Reiten oder Fahren, hartnäckige althergebrachte Sichtweisen - von Blendkappen, Gebiss, Ausbildung bis Eisen. Ich habe Fahrstunden genommen, aber kein Abzeichen gemacht. Wir haben viel Zeit mit Bodenarbeit verbracht, Stimmkommandos usw. Das hilft ungemein. Spazierengehen am langen Zügel ist auch super. Wir fahren 1 und 2spänng, lange schon ohne Blendkappen und von Anbeginn an ohne Eisen. Die Peitsche kann ich treibend und beruhigend einsetzen. Wir sprechen jedes Pferd mit Namen an und so geht das prima auch ohne Blendkappen. Ich empfinde meine Pferde ohne Blendkappen deutlich gelassener und souveräner.
    Wenn fahren am Boden gut funktioniert muss sich das Pferd an den Zug gewöhnen. Hier fangen wir dann mit führen an und erst wenn der Zug am Brustblatt gut akzeptiert wird, geht's mit langem Zügel weiter. Gut vorbereitet war das erste Anspannen sehr entspannt.

  • Bei meinem hatte ich als erstes Gewicht einen ganz normalen Kinderschlitten dran. Auf den hat sich dann jemand gesetzt. Dann dasselbe mit einem Radladerreifen.
    Jeweils nur mit einem Strick (ohne Ortscheid) an die Zugstränge gehangen und eine Person hatte das Ende des Stricks in der Hand, so das durch loslassen des Strickes der Schlitten/Rad abging.

  • Also hier wird immer beides ausgebildet: mit Klappe und ohne, damit man sich dann je nach Tier+Situation entscheiden kann. Wenn es anfangs noch hakt mit der Kommunikation können keine Klappen hilfreich sein, weil sich dann Pferd nicht so verdrehen muss um einen Blick in beruhigende selbstsichere Gesicht des Kutschers zu werfen. Die nicht ganz so intelligente Fraktion bevorzugt idr Klappen, weil man dann nicht soviel denken muss, einspännig denk ich darf man da ruhig auch es Pferd mitreden lassen. Ziehen gab es hier noch nie Probleme, wenn das Gewicht lsg genug gesteigert wurd, aber vor dem Ortscheid kommt hier immer eine Phase mit Tannenreisig an jedem Zugstrang (macht schön Lärm, ist aber ungefährlich + lecker<-okay manche Montagstiere schaffen unmögliches, aber für 0815 funzts). Gebißlos heißt idr leinenlos, also Pferd arbeitet allein da vorn und bekommt nur Impuls li/re oder stop....hab ich jetzt kein Problem mit, wenn jemand so fahren kann und möchte, bei Pony unter 86 cm gewiß sinniger als Gebiß. Nur nehm ich damit dem Tier in der EInfahrphase die Rahmung durch die Leine dh ich laß das vorn allein mit den Löwen der Umwelt kämpfen lediglich durch meine Stimme gestützt und man kann beobachten, wenn man mal Zwischenstück/Zugwaage einbaut in der leine, dass da je nach leinenlänge bei "flattern/lockerer Leine" unangenehmer Druck am Kopf vom Pferd entsteht. Ich hab schon zweimal mit Hannoversch RH eingefahren was angesichts geringem Tempo und dem jeweiligen Tier io war, aber für mich als Fahrer ist der Stress doch deutlich geringer, wenn es Viechle endlich und gern ein Gebiß seiner Wahl akzeptiert und ich meine bevorzugten 300 gr konstant auf der Leine haben darf. mfg Kirsten
    Gelassenheit in punkto Enge kann man recht gut abtesten mit Hindernissen höher 1 m, drunter schummeln die lieben Equiden oft. Hinterhandwendung 360° li+re muss korrekt Schritt für Schrit sitzen ohne Pferd ellenlang und eilig wird, mal seitlich über Hinderniss springen also huf für huf über zb 30 cm hohe Stange rüber seitlich auch ein feiner test

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  • Wegen des Gewichts der Leinen, hatte ich auch so meine Probleme! Im Schritt ging es ja noch, aber in höheren Gangarten hatte ich das Gefühl, dass die Leinen sich regelrecht "aufschaukeln". Wollte ich das verhindern, musste ich sie so stark annehmen, dass für mein Empfinden zu viel Zug drauf kam. Mir wurde damals Biothane oder Nylon empfohlen (es gab auch einen Thread, "Welche Leinen bei empfindlichem Ponymaul", ich weiß nicht, wie man das hier verlinkt...). Ich selbst habe dann Folgendes gemacht: Ein Halfter gekauft, dass sich recht gut verstellen lässt und dann mit normaler Reittrense gezäumt, Halfter drüber und die Leinen sowohl durch den Gebissring, als auch durch den Halfterring gezogen. Dabei das Halfter recht eng gestellt, so dass es nicht viel Spiel hatte. So konnte ich den Druck zum guten Teil auf die Nase ableiten und bin so weiter mit meiner geliebten Lederleine gefahren. Sieltec ist sehr leicht, aber das ist mit den Achenbachschen Griffen recht unvereinbar, weil rund.
    Blendklappen: Meine, mit allen Wassern gewaschene Shetty- Dame, hüpfte bei ersten Mal ohne Blendklappen ein paar Sprünge vor. Die hat echt einen Schreck bekommen, was da hinter ihr los ist, obwohl schon über 10 Jahre angespannt... Nach anfänglichem Schreck fand sie es toll und sah sich immer ganz viel zu mir um, um zu sehen, was ich denn von ihr wollte. Im Zweispänner habe ich es noch nicht ausprobiert.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

  • Hei! Heute haben wir den Tretschlitten angehängt und mit anfangs anführen die Synthese hinbekommen: das erste Mal Zug und lenken von hinten gleichzeitig :-) Nachdem sie Schlitten ziehen (geritten) schon kannte und fahren vom Boden. Sie hat es super gemacht....stand beim anschirren wie eine eins, und war total dabei. Sie musste sich nochmal alles anschauen, schließlich haben wir den Schlitten letzten Winter auch nur wenig ium Einsatz gehabt. Einmal trat sie nach hinten über die Stränge, stand dann aber Auf Ansage und hat sich wieder befreien lassen. Also es war super und nach 20-30 Minuten haben wir aufgehört. :-)
    Ich kann mir nicht vorstellen dass sie Blendkappen tolerieren würde. Aber im Moment ist das ja, auch so wie ihr es schildert, kein Muss.

  • Super! Glückwunsch zum Erfolg! Was Du häufig siehst ist, dass die Blendklappen viel zu eng am Kopf anliegen. Das ist eine totale Unsitte unter den Fahrern! Auch bei Leuten, die sonst echt ständig aus der Achenbachschen Bibel predigen und schier alles wissen. Wenn du Blendklappen richtig verpasst, schränken sie hauptsächlich die Sicht nach hinten ein. Denn die sollen nicht über das Auge nach vorne zeigen, sondern nach vorn- seitlich vom Kopf weg. Ich versuche mal ein Foto anzuhängen. Es gibt auch verschiedene Modelle, es gibt zum Beispiel auch halbe Blendklappen.

    "An einem edlen Pferd schätzt man nicht seine Kraft, sondern seinen Charakter." (Konfuzius)

    Einmal editiert, zuletzt von Shettyfreak ()

  • Hallo, auch das fahren und arbeiten mit Blendklappen ist ein langfristiger Lernprozess egal ob Ponys Großpferde oder Kaltblüter! Haben die Tiere genügend Vertrauen aber auch Gehorsamkeit zum Menschen aufgebaut ist gar kein Problem mit den Blendklappen.
    Es ist richtig das die meisten Blendklappen zu eng am Auge Anliegen , oft ist es eine Einstellungssache aber in den meisten Fällen ist der Blendriemen zu kurz produziert. Fertigt man diesen länger besteht eine größere Gefahr des Hängenbleibens.
    Grundsätzlich müssen die Blendklappen so weit vom Auge entfernt sein das sich die wimpernhaare frei entfalten können ohne diese zu kürzen!
    Gruß vom Prickler

    :P

  • Lieber Prickler,


    warum sollen meine Pferde mit Blendkappen gehen? Für was?
    Ich will dass die Pferde ohne gehen. Das ist schwerer als mit. Die können mit Blendkappen nicht anständig arbeiten. Sehen ja die Hälfte nicht.
    Bei ner blöden Hochzeit kommen die Dinger halt dran, Stillgedöns und so


    Also, warum sollen die es lernen?
    Gruß vom Mayer

  • Ist ja logisch, dass ein Arbeitspferd keine Klappen bekommt. Aber ich hätt hier ein Exemplar zu bieten, welches sich auch im 4.Fahrjahr noch vor seinen Drecksklumpen aus den hufen erschrickt oder vor seinem Schatten mit kutsche....ja wurde klappenlos eingefahren und weiß genau was es da hinter sich hat, nur gefahren wird es normalerweise ab dem 3. Fahrjahr mit Klappen, weil dann die "scheu"s doch erheblich reduzierter sind. Klappen beim Einspänner sind einfach Pferdsabhängig. mfg Kirsten

  • Lieber Thomas vom Ross-Hof,
    Ich habe in keinster Weise gefordert das jedes Pferd oder Pony mit Blendklappen gehen muss/soll!
    Das muss jeder Pferdebesitzern für sich selbst entscheiden!
    Ich bin völlig Deiner Meinung das die Tiere in der Arbeitsanspannung ob auf dem Acker oder im Wald auch egal ob 1Sp oder 2Sp ohne Blendklappen mit der Spielwaage gehen sollten!
    Wenn Du diese Auffassung hier so massiv vertrittst solltest Du nur Deine Bilder auf der HP überarbeiten oder hier auch erklären warum viele Anspannungen mit Blendklappen zu sehen sind? Sogar beim 1Sp Holzrücken sowie 2Sp Wiese schleppen und 2Sp Fahren durch die Natur.
    Was wohl nicht unter "blöde" Hochzeit fällt?
    Ich wünsche Dir und Deiner Frau eine besinnliches Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch und weiterhin ganz viel Freude an Deinen tollen Pferden!

    :P