PETA stellt Schulen Unterrichtsmaterial

  • Peta stellt den Schulen jetzt Unterrichtsmaterial zur Verfügung, das für eine vegane Ernährung werben soll.


    PETA stellt Unterrichtsmaterial


    Das auch die Ernährung von Veganern nur mit Tierleid möglich ist, das wird nicht erwähnt. Aber viele Veganer sind offenbar der Meinung, Getreide für das Müsli, Soja, Reis oder Mandeln für den Milchersatz, Obst und Gemüse usw. fallen einfach so vom Himmel. Wie viele Tiere alleine beim Pflügen eines Ackers getötet werden, das taucht in der heilen Welt eines Veganers nicht mehr auf.

  • dann müssen die Kinder logischer Weise auch auf alle Haustiere verzichten - ob das wirklich gut kommt bei den Kindern?

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)

  • Die Frage ist, ob die Schulen das Material überhaupt einsetzen.
    Und wenn ja, ob sie es nicht kritisch besprechen.
    Über diese vier unbedeutenden Buchstaben aufregen bringt ihnen mehr Aufmerksamkeit, als sie verdienen...

  • Sollte in der Schule meiner Tochter "Veganes Leben" gelert werden, würde ich dagegen angehen.
    Würden die verschiedenen Ernährungsweisen mit allem für und wieder vorgestellt werden, fänge ich das gut.

    LG Sonja


    Beschäftige Dein Pony, sonst beschäftigt es Dich.

  • Erklärt diesen „Weltverbesserern“ einfach einmal die Funktionsweise von „biologischem“ Pflanzenschutz.
    Einem Insekt ist es meiner Meinung nach egal ob es von einer biologisch-dynamischen Holzkeule erschlagen wird oder von einer chemischen*. Und Pflanzenschutz ist auch für „Veganer“ nötig. Dieser Modetrend ist nur eine vorübergehende Erscheinung, da die Hintergründe fadenscheinige Argumente sind.


    Auf der anderen Seite steht die Erhaltung des Grünlands. Wie soll das wirtschaftlich erfolgreich sein wenn Teile der Bevölkerung kein Fleisch essen will? Man darf Dauergrünland nicht — und sei es auch nur deshalb weil der Unkrautdruck zu hoch wird — umpflügen um neu einzusäen. Irgendetwas läuft in diesem unseren Lande entschieden falsch.


    Prinzipiell läuft hier einiges schief. Wir überlassen unwissenden Politikern Entscheidungen mit denen sie hoffnunglos, und offensichtlich, total überfordert sind.


    *Ich bin auch gegen einen Chemieeinsatz auf dem Acker, aber durch den Zwang zu „Weltmarktpreisen“ produzieren zu müssen sind die konventionell wirtschaftenden Landwirte zu „merkwürdigen“ Praktiken gezwungen. Offenbar will das die Mehrheit der Wahlbürger hier. Gesundes Futter, aber es darf nichts kosten... Toll!

  • Und Pflanzenschutz ist auch für „Veganer“ nötig.


    Das sehen die aber so nicht. Auch die Tiere, die bei der Erzeugung pflanzlicher Nahrungsmittel getötet werden, die zählen ja nicht. Gerade Soja verbraucht riesige Flächen und einen enormen Einsatz von Düngelmitteln und Chemie. Veganer essen dann aber trotzdem mit ruhigem Gewissen die Tofuwürstchen, das vegane Giros und trinken Sojamilch.


    Man darf Dauergrünland nicht — und sei es auch nur deshalb weil der Unkrautdruck zu hoch wird — umpflügen um neu einzusäen.


    Das stimmt so nicht ganz. Auf Antrag beim jeweiligen LLUR darf man Dauergrünland für einen Pflegeumbruch durchaus umbrechen. Bei einigen Flächen kann es sein, das nur eine oberflächliche Bearbeitung und kein Umbruch zulässig ist. Das hängt vom jeweiligen Schutzstatus der Fläche ab ( Grundwasserschutzgebiete usw. ). Habe das gerade auch für Flächen in SH und NI wegen JKK durch.

  • "Bernstein" schrieb:

    Das stimmt so nicht ganz. Auf Antrag beim jeweiligen LLUR darf man Dauergrünland für einen Pflegeumbruch durchaus umbrechen. Bei einigen Flächen kann es sein, das nur eine oberflächliche Bearbeitung und kein Umbruch zulässig ist. Das hängt vom jeweiligen Schutzstatus der Fläche ab ( Grundwasserschutzgebiete usw. ). Habe das gerade auch für Flächen in SH und NI wegen JKK durch.

    Du hast natürlich Recht. Ich hatte das vergessen/verdrängt weil mich allein schon der Zwang einen Antrag dafür zu stellen nervt. Ich habe dann die Alternative gewählt und noch vor dem Umbruchverbot meine Flächen gepflügt und kann somit in aller Ruhe entscheiden, daß ich alle 5 Jahre mein Grünland wieder pflüge und für ein Jahr Marktfrüchte anbaue. Damit umgehe ich den Status als Dauergrünland.


    Ändert aber nichts an der Tatsache, daß auf Grünland ausschließlich „Fleisch“ produziert werden kann...

  • Du hast natürlich Recht. Ich hatte das vergessen/verdrängt weil mich allein schon der Zwang einen Antrag dafür zu stellen nervt. Ich habe dann die Alternative gewählt und noch vor dem Umbruchverbot meine Flächen gepflügt und kann somit in aller Ruhe entscheiden, daß ich alle 5 Jahre mein Grünland wieder pflüge und für ein Jahr Marktfrüchte anbaue. Damit umgehe ich den Status als Dauergrünland.

    Da warst Du schlau genug die Flächen noch rechtzeitig zu Ackerland zu machen. Es reicht übrigens auch aus z.B. Hafer einzuschlitzen und den auflaufen zu lassen. Der geht dann mit dem ersten Schnitt ins Heu oder Silo und der Status als Ackerland ist erhalten. So spart man sich den Umbruch und die heutzutage recht teure Neuansaat von Gras. Das zusätzliche einsähen von Klee oder Landsberger Gemenge im Gras reicht aber nicht mehr, um den Ackerlandstatus zu halten. Das Silo aus Gras und Hafer fressen Schweine recht gerne. Als Heu wird es auch von den Pferden gut gefressen.

  • Das hat aber jetzt nur noch am Rande mit: "PETA stellt Schulen Unterrichtsmaterial" zu tun ...

     Kaltblutpower.
    Wehe, wenn sie losgelassen
     :D


    > ein „Mehr“ muss nicht immer auch ein „Besser“ bedeuten <


    Bewahren von Traditionen ist nicht das Anbeten von Asche, sondern die weitergabe des Feuer's
    (frei nach Gustav Mahler)

  • Warum kümmerts euch, wenn 1,6 % der Menschen Veganer sind (laut VEBU)? Wird dadurch die Massentierhaltung abgeschafft? Wird das Weiderind unrentabel?

    Warum darf PETA kein Unterrichtsmaterial stellen? McDonald darfs doch auch...


    Aufgabe der Schulen wärs dann, den Kindern vor allem beizubringen, wie man sich eine Meinung bildet und wie man zu Informationen kommt.


    Wieso werden hier Tierrechtler automatisch mit Veganern gleichgesetzt? Ich kann mich doch für ein lebenswertes Leben auch von Nutztieren einsetzen. Veganer müssen nicht zwangsläufig "wegen den armen Tieren" keine Tierprodukte essen. Manche tun es auch aus Umweltschutzgründen. Zum Thema Sojaanbau und das vegane Würstchen kommt aus Übersee: https://albert-schweitzer-stif…/oekobilanz-pflanzenmilch


    Hier wird fröhlich mit der Mistgabel auf einer Minderheit rumgedroschen. Da kann man ja glatt meinen, die bloße Existenz eines Tofuwürstches als Alternative zu Fleisch überfordere die Toleranz des Durchschnittsbürgers.

  • Wieso werden hier Tierrechtler automatisch mit Veganern gleichgesetzt?

    Weil im angesprochenen Unterrichtsmaterial massiv für ein veganes Leben geworben wird. Und offensichtlich geht es PETA nicht darum, das Leben von Tieren, insbesondere Haus- und Nutztiere zu verbessern, sondern Tiere schlicht und einfach aus unserem Leben verschwinden zu lassen.

    (NB. Was meinst du wohl genau mit dem Begriff "Tierrechtler".)

  • Weil im angesprochenen Unterrichtsmaterial massiv für ein veganes Leben geworben wird.

    Es ist anzunehmen genannte Organisation versucht damit empfängliche Neuveganer für sich einzunehmen. Ethische Gründe auf Fleisch zu verzichten sind durchaus berechtig, erst recht jenes aus der Industrielandwirtschaft. Wer sich ernsthaft mit der Gesundheit beschäftigt wird früher oder später sowieso einsehen, daß langfristig nur eine pflanzliche Ernährung einen Benefit bringt. Daß man genannter Organisation nicht über den Weg trauen darf, braucht man nicht extra erwähnen.

     :) Fahren ja: aber mit Verstand   :)

  • es gibt außer PETA schon noch anderes was im Schulhof nichts zu suchen hat; neben den Fastfood Ketten und anderen Lebensmittel-Großkonzernen ist das jede Partei und die Bundeswehr ...

    das schließt nicht aus, daß man diese Themen im Unterricht entsprechend behandeln kann (im Gegenteil, Entstehung und Gebrauch von Lebensmitteln, politische Bildung etc. sind sicher zu lang unter den Tisch gefallen) aber es ist schon ein Unterschied ob ich das als neutrales Thema aufbereite oder Werbebroschüren verteil ...

    Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
    Hass kann den Hass nicht austreiben. Das gelingt nur der Liebe.
    »Kraft zum Lieben« Rede 1963, Martin Luther King (1929-1968)

  • Hier noch einmal etwas zum Begriff Tierrechte im Überblick:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Tierrechte


    Und, bitte: PETA ist nicht gleich Tierrechtsbewegung. PETA ist eine Organisation, die ihre Ziele mit z. T. sehr fragwürdigen Mitteln zu fördern versucht.


    Zum Thema Tierrecht und Vegane Lebensweise - mir ist kein Tierrechtler bekannt, der kein Veganer ist. Das eine bedingt fast zwangsläufig das andere.


    Die Ardennerin