Was ist ein gesundes Pferd?

  • Kann man es so sagen, dass ein gesundes Pferd ein sehr unbequemes Pferd ist, wenn es nicht
    entsprechend gefordert wird?
    Wohl möglich als Problempferd in die Wurst kommt?


    Sind alle Pferde die nicht ausreichend gefordert und gefördert werden
    und nicht unbequem werden, gebrochene Wesen, Döser, Fresser?


    Wird sich ein gesundes Pferd z.B. mit wesentlich Boxenhaltung abfinden?


    Ich habe zu wenig Erfahrung um dazu viel zu sagen. Mir stellen sich aber die
    Fragen durch meine Beobachtungen meines Pferds.

    Edited once, last by Bremsee ().

  • Auch so gefragt:


    Welches Pferd in einer 22Std./Tag Boxenhaltung, bei 2 Fütterungen pro Tag,
    nicht zum Kotfresser, Hadschaker, Holznager... wird, ist nicht gesund/normal,
    sondern eine (gezüchtete) Schlafpille, Streichelfell auf Beinen,
    fleischernes Schaukelpferd,...?

    Edited once, last by Bremsee ().

  • da ich niemanden kenne der seine Pferde in Boxen hält kann ich nichts dazu sagen.
    Aber wie du dein Pferd hältst hast du doch selbst in der Hand!
    Dann ändere die Haltung doch! Keiner zwingt dich dein Pferd in einer Box abzustellen!!!

  • Das klingt ja wohlwollend und angenehm zurückhaltend in meinen "Ohren".


    Aber wie kommen Sie darauf, dass jemand, der so was schreibt sein Pferd
    (noch) in einer 22Std. -Box hält?
    Ich habe nichts gegen die Box, noch nicht einmal was gegen das Anbinden.
    Meiner steht, wenn ausgeglichen mit Arbeit und Futter, auch ruhig 6 Std.
    angebunden.



    Und wie kommen Sie darauf, dass sich das jeder aussuchen kann?


    Ich sage nur, dass so manchem Pferdehalter Zeit, Geld und/oder überhaupt
    Alternativen fehlen, abgesehen von Einsicht und Willen.


    Mit freundlichem Gruß

  • Es geht hier doch nicht hauptsächlich um Boxenhaltung.


    Außerdem ist das Forum keine Zahnarztpraxis, wo nur Leute mit Problemen hingehen.


    Aber wo wir bei Boxen sind:


    Zwei Aktivhunde z.B. Border-Collie in einen großen Werkstattraum(auch Wohnung)
    einzusperren ist vergleichbar mit Äpfel in einer geschlossenen Plastetüte zu lagern.
    Warum? Weil sie dort wesentlich nur sich selber riechen und hören, b.z.w. nicht ständig
    neues riechen und hören und sehen. So, trotz viel Platz, in einem Informationsmuff leben,
    und evtl. durchdrehen, Epileptische Anfälle bekommen...
    was Sie draußen, wo sie ständig die aktuellen, und für sie sehr interessanten Nachrichten,
    mit Nase, Ohr und Augen lesen, nicht erleiden müssen.


    Also, wenn schon einsperren, dann am besten in einen allseits offenen Zwinger, mitten auf dem Hof,
    der möglichst sauber gehalten wird.


    Das kann jeder Leser auf das Pferd übertragen, und z.B. die Bedeutung des Boxenfensters frisch
    erkennen, damit sein Pferd ihm nicht, wie das Obst in der Plastetüte, verschimmelt d.h. im
    Kopf sozusagen verfault.


    Die vielen Kenner langweile ich da ja nur. Geht nicht anders.

    Edited once, last by Bremsee ().

  • Mein Pferd. Und zwar deshalb, weil es immer besser wird und unser Verhältnis immer besser.
    Gesund bedeutet doch auch, dass etwas gutes wächst, und das wirkt sich auch auf den Körper aus.


    Aber ich finde die Fragestellungen schon hilfreich.


    Allgemein wird jeder das Pferd für gesund, im Sinne von hilfreich halten, was seine Erwartungen erfüllt,
    und wenn es auch sehr krank ist, aber, als Beispiel, wesentlich dazu angeschafft worden ist, um sich
    irgendwo ausweinen zu können.


    Man kann auch sagen: "Wer in dieser Welt mit 50 noch keine Herzschmerzen hatte, der hat kein Herz."
    Ein kleiner Trost für alle mit schwerem/kranken Herzen.


    Es ist schwierig, und das ist gut zu erkennen.


    Es ist aber nicht der Sinn von Fragen, sie mit Fragen zu beantworten. Oder?


    Meine Fragen gehen ja auch mehr in die Richtung: Was macht gesunde Pferde krank?


    Sollen doch die mal was dazu schreiben, die nicht wie ich,
    erst seit knapp 4 Jahren mit Pferden zu tun haben.




    "Ein Pferd, an der Seite eines Menschen ist wie der Mond, entweder abnehmend oder zunehmend."


    von Trakiturnus

    Edited 2 times, last by Bremsee ().

  • Gesund heisst für mich Beschwerdenfrei und darum habe ich dich gefragt, was du unter einem gesunden Pferd verstehtst.


    Menschen haben unterschiedliche Definitionen vom gleichen Begriff, Tierbesitzer sowieso.


    Ich sorge dafür, anhand Fütterung, Training, Haltung usw. das mein Tier möglichst beschwerdenfrei ist. Sehe ich, dass was nicht in Ordnung ist, dann handle ich aktiv.


    Das Verhältnis von Mensch zu Pferd hat in meinen Augen wenig mit Gesundheit zu tun, vielleicht im weiteren Sinne dient ein gutes Verhältnis zum Besitzer oder generell zum Mensch für die psychische Gesundheit.


    Was macht gesunde Pferde krank ist deine Frage:
    Das kannst du dir schnell selber beantworten:: Unpassende Haltung, unpassende Fütterung, Unfälle, Umwelt (z.B Starkstromleitungen), die Nutzung vom Mensch. Kein Pferd ist zum ziehn von Kutschen oder tragen von Menschen geboren, genau so wie es nicht mit Hufeisen geboren wird usw. Aber man kann die Nutzung wie auch die Pflege so anpassen, damit das Pferd möglichst lange und beschwerdenfrei die gestellten Aufgaben vom Menschen "gesund" erfüllt.

  • Unterschätzen Sie mal nicht das Mentale beim Pferd, nur weil Sie es offensichtlich kaum kennen.


    Ich könnte hier Erlebnisse berichten mit meinem Hund und auch mit dem Pferd,
    die würden nicht viele glauben, aber die gehen in die Richtung, das Tiere schon mal den
    souveräneren Überblick über eine Situation haben, als der Mensch. Oder sagen wir so:
    "Was der Mensch nicht kann, das können oft sie, und umgekehrt.


    Wenn ich, wie heute viele, im Wald allein mit Pferd Holz rücke, dann würde ich mich schon aus
    Eigeninteresse um ein sehr mitdenkendes Pferd und auch auf Stimme genau hörendes Pferd
    kümmern. Da kann der "Kopf" des Pferdes Ihnen wohl möglich das Leben retten.

  • Unterschätzen Sie mal nicht das Mentale beim Pferd, nur weil Sie es offensichtlich kaum kennen.


    Ich könnte hier Erlebnisse berichten mit meinem Hund und auch mit dem Pferd,


    Wenn ich, wie heute viele, im Wald allein mit Pferd Holz rücke, dann würde ich mich schon aus
    Eigeninteresse um ein sehr mitdenkendes Pferd und auch auf Stimme genau hörendes Pferd
    kümmern. Da kann der "Kopf" des Pferdes Ihnen wohl möglich das Leben retten.

    Ich glaube du hast meine Antwort falsch gedeuted. Die psychische Gesundheit vom Pferd ist def. nicht zu unterschätzen.


    Was der "Kopf" des Pferdes anbelangt, das mir das Lebn retten kann, das hat in meinen Augen nichts mit Gesundheit zu tun. Die Beziehung zum Pferd hat in meine Definition auch wenig mit Gesundheit zu tun. So falsch arbeite ich mit meinem Zwerg auch nicht, ansonsten wäre er nicht so nett zu mir und würde seinen Fluchtreflex so viel unterdrücken wie der das tut. Vorbeirasende Güterzüge, eine Horde laut knatternde Harleys die uns im Strassenverkehr überholen, hupende Autofahrer die meinen wenn sie ganz viel hupen sind wir schneller von der Strasse weg, Mähdrescher die uns Kreuzen und wir gerade mal wenige Centimeter Luft daneben haben. Bei Wanderungen über Geröllfelder oder über rutschige Schneefelder und der Zwerg bewahrt kühlen Kopf und vertraut meinen Anweisungen, die Liste könnte ich noch lange verlängern. Ob das nun Vertrauen ist oder antrainiertes Verhalten oder Übung oder über längere Zeit Übung, aber Gesundheit nenne ich es nicht.

  • Nun, ich habe mir erspart Ihnen zuzustimmen.


    Wir sehen es ja bei uns Menschen, wie körperliche und seelische Krankheiten Menschen belasten,
    und aber zusammenhängen. Frustessen führt zu Übergewicht, dann Kreislaufproblemen u.s.w. .


    Und die schwerste Krankheit/Belastung ist dennoch wohl die Gesundheit, bei schlechtem Charakter. ---





    Kann man es so sagen, dass ein gesundes Pferd ein sehr unbequemes Pferd ist, wenn es nicht
    entsprechend gefordert wird?
    Wohl möglich als Problempferd in die Wurst kommt?

    Das weist doch auf eine steile These, und zwar, dass die besten Pferde in die Wurst kommen könnten,
    weil ihnen kaum einer gerecht wird.
    Stellen Sie sich ein Pferd vor, das am prallen Leben, jeden Tag 12 Std., teil haben will, und sich nicht mit
    Fressen abspeisen lässt, b.z.w. das Fressen das pralle Leben unmöglich machen würde (entweder - oder).
    Das wird untragbar für alle, die das nicht leisten wollen /können.
    Pferde können sehr aktiv sein und ausdauernd, sind nicht müde zu bekommen... .
    Nicht nur eine 22Std. -Box ist für die der Ruin, was sich zeigt in Ersatzhandlungen, Auffälligkeiten... .


    Und jetzt wird angespannt. In dem Sinne. MfG

  • naja wobei in jedem Lehrbuch über Pferde steht, es ist ein Lauf- und ein Herdentier und daher ist es mir bis heute ein Rätsel, wie man sich Pferdefreund nennen kann, der sein Pferd in eine Innenboxe stellen kann.